Zukunftsmusik – Fahrradbeleuchtung, automatische Zahnbürsten und Sexroboter

Liebe Leser,

ich melde mich aus meiner Mini-Blog-Pause zurück! Hier kommt gleich eine kleine Überraschung für euch!

Lange habe ich überlegt, ob ich noch eine neue Kategorie starten soll, aber nun habe ich beschlossen, dass ich es einfach versuchen werde.
Ich lese immer wieder Artikel oder Meldungen über technische Neuerungen oder abgefahrene Zukunftspläne und jedes Mal denke ich, dass es toll wäre, diese Entdeckungen mit euch zu teilen und auch zu diskutieren. Vielleich interessiert es euch ja auch ein wenig, was eventuell mal auf uns zukommen wird. Dann lade ich euch ein, mit mir ein bisschen Zukunftsmusik auf diesem Blog spielen zu lassen.

Bikesphere – Rotierende Sicherheitsbeleuchtung fürs Fahrrad

Erst in den letzten Wochen habe ich etwas über eine zukünftige Fahrradbeleuchtung gelesen, die ich irgendwie faszinierend fand. Diese sogenannte „Bikesphere“ von Michelin Spanien ist im Prinzip eine rotierende Beleuchtung, die sich um den Fahrradfahrer dreht. Sie wird dabei auf den Boden geworfen und wirkt wie eine Kennzeichnung, die sagen möchte: „Schaut her, hier fährt jemand.“ Das Konzept ist wohl gar nicht so neu, ich habe allerdings von solchen Beleuchtungen vorher nichts gewusst und ich finde diesen Ansatz auch gar nicht so verkehrt. Oft genug passieren Unfälle, weil Fahrradfahrer nicht richtig erkannt werden. Besonders interessant ist die Funktion, dass die LED-Beleuchtung schneller rotiert, sobald sich ein Auto nähert. Die Beleuchtung ist allerdings nur ein zusätzliches Gadget und kein Ersatz für die schon vorgeschriebene Beleuchtung am Fahrrad. Es dient sozusagen einer Erweiterung der Sicherheit für den Fahrradfahrer selbst.

(Vgl. Ji-Hun Kim: Bikesphere: Rotierende Fahrradbeleuchtung der Zukunft. http://de.engadget.com/2017/07/05/bikesphere-rotierende-fahrradbeleuchtung-der-zukunft/ [Stand: 12.07.2017])

Amabrush – Die automatische Zahnbürste

Als ich das gelesen habe, war ich irgendwie verwirrt, ob man das überhaupt braucht. Wenn, dann konnte ich mir nur einen Vorteil für die Gründlichkeit vorstellen, aber ansonsten…
Na schauen wir uns dieses Ding mal genauer an…
Da man mit dem Zähneputzen laut Hersteller sehr viel wichtige Zeit vertut, kann man sich durch das Produkt diese Zeit angeblich sparen. Durch das merkwürdig anmutende Gerät werden die Zähne automatisch innerhalb von 10 Sekunden gereinigt. Sinn dahinter: Die Hände bleiben frei und man kann nebenbei etwas anderes machen. Wobei sich mir jetzt die Frage stellt, was ich in 10 Sekunden alles machen will, aber gut, es ist auf jeden Fall schneller als manuelles Putzen!
Damit Amabrush funktioniert, wurde auch eine eigene Zahnpasta für das Gerät entwickelt. 80 Euro soll der Spaß kosten. Mich hat es ehrlich gesagt noch nicht überzeugt. Zähneputzen ist für mich nicht unbedingt die zeitaufwendigste Tätigkeit und ich frage mich, ob es nicht sogar mal ganz gut ist, dass man in diesen paar Minuten einfach mal nichts außer Zähne putzen macht. In unserer Zeit wird alles immer schneller, optimierter und automatischer. Diese kleinen Mini-Ruheinseln sind für unseren Geist allerdings wichtiger, als man zunächst vermuten würde. Somit habe ich jetzt gerade eine gespaltene Meinung dazu.

(Vgl.: Thaddeus Herrmann: Hurrah! Die erste automatische Zahnbürste ist da!. http://de.engadget.com/2017/07/06/hurrah-die-erste-automatische-zahnburste-ist-da/ [Stand: 12.07.2017])

Studie und Diskussion über Sexroboter

Spannend fand ich diesen kleinen Artikel und die dazugehörige Studie aus einem ganz bestimmten Grund: In Japan gibts das alles schon. Während in der Studie und der Diskussion dazu Fragen zum Leben mit Sexrobotern gestellt werden, ist es anderswo schon fast Alltag. Gut, ich gebe zu, es sind in Japan keine Roboter, aber dort gibt es jetzt schon extrem realistische Sexpuppen, die zudem manchmal auch gegen unsere westlichen Vorstellungen gehen. Sexpuppen, die ein Grundschulmädchen darstellen bespielweise. Wer würde das gut finden? Schon als ich damals darüber gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob es gut ist z.B. Pädophilen so eine Art Ventil für ihre Neigungen zu ermöglichen und ob es möglich ist, so Straftaten in diesem Sektor zu verhindern. Ehrlich gesagt, die Antwort darauf habe ich immer noch nicht gefunden, denn es gibt wahrscheinlich Fälle, in denen das klappt, aber sicher auch welche, bei denen es die Neigungen unterstützt und stärkt. Wie immer denke ich, dass man solch ein Thema nicht schwarz-weiß sehen sollte. Nun bekommt das Thema durch Robotik natürlich nochmal eine ganz andere Brisanz, denn sobald diese „Sexpuppen“ auch noch aktiv mit ihrem Gegenüber interagieren, stellt sich die Frage nach den Einflüssen auf das Sozialleben der Nutzer.
Eine spannende, sensible aber auch etwas gruselige Thematik. Interessant daran ist auch, welchen großen Stellenwert Sex in unserer Gesellschaft und für unser Menschsein hat. Hier stellt sich weiterhin die Frage, ob ein Roboter das vermag zu geben, wozu Menschen gegenseitig fähig sind.

Link zur Studie: PDF-Datei

(Vgl.: Felix Knoke: Roboter-Ethiker diskutieren Sexroboter. http://de.engadget.com/2017/07/05/roboter-ethiker-diskutieren-sexroboter/ [Stand: 12.07.2017])

Was haltet ihr von den drei Neuerungen? Könnt ihr es kaum erwarten, die automatische Zahnbürste oder die Fahrradbeleuchtung zu nutzen? Innovativ oder Unsinn? Was sind eure Gedanken zur Sexroboter-Debatte?

Ich freue mich auf eure Gedanken!

EURE HACHIDORI