Rezension – „Seele aus Donner“ von Marie Rapp

Meine lieben Leser,

endlich, endlich war es soweit! Der finale Band der Seelen-Saga war erschienen und ich musste ihn mir natürlich sofort unter den Nagel reißen und schmökern. Heute erzähle ich euch endlich, wie er mir gefallen hat – alles weitere lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Seele aus Donner
  • Autor/in: Marie Rapp
  • Anzahl der Seiten: 684 Seiten
  • Verlag: Selfpublisher
  • Ausgabe: 1. Auflage (2021)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

*** Achtung! Es handelt sich um einen vierten Teil! Eventuelle Spoiler zu Band 1-3 vorhanden. ***

Im vierten und finalen Band der Seelen-Saga müssen sich Lena und ihre Freunde erstmal wieder sortieren nach den Ereignissen im vorhergehenden Band. Lena hadert immer wieder mit sich, aufgrund ihrer geistigen Bindung zu Ronen. Außerdem fühlt sie sich immer noch etwas hin- und hergerissen zwischen den Gefühlen zu Lukas, die ihr selbst gehören und denen zu Darian, die zumindest teilweise Tamina zugehörig scheinen.
Zusammen mit den anderen versuchen sie eine adäquate Verteidigung zu schaffen, um sich gegen Ronen zu wappnen. Dazu versuchen sie auch, verschiedene Verbündete zu finden. Doch auch Ronen bleibt nicht untätig.
Letztendlich sieht sich Lena einem Kampf unweigerlich gegenüber und am Ende zählt nur noch, ob Ronen oder die Avindan den Sieg davontragen können.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist, wie bereits in den Vorgängern, sehr dicht und gehaltvoll, aber auch flüssig und daher angenehm zu lesen. Die Sprache ist detailliert und hat eine gute Qualität, die Seiten sind eng bedruckt und das Buch bietet genug Stoff für viele Tage Lektüre.
Die Autorin hat es wieder geschafft, mich durch einige Wendungen zu überzeugen, auch wenn die Handlung am Anfang etwas in Schwung kommen musste. Gerade am Ende wurde ich mit einem Finale überrascht, welches sehr emotional wurde – viele Personen starben, von denen ich es nicht erwartet hatte – und ich habe sogar ein paar Tränchen in den Augen gehabt.

FAZIT:

Auch, wenn ich selbst nach der längeren Pause zwischen Band 3 und 4 erstmal wieder in die Welt der Avindan finden musste, gelang mir das doch recht schnell – wahrscheinlich auch aufgrund des sehr angenehmen Schreibstils der Autorin, der mir immer das Gefühl von Nachhausekommen gibt. Nachdem die Geschichte an Fahrt aufgenommen hatte, wurde ich einige Male überrascht und das Finale war genau das, was die Fans sich aus meiner Sicht gewünscht haben. Ein echter Showdown, voller Spannung und Emotionen – und einigen Überraschungen.

Ein würdiger Abschluss für die Seelen-Saga. Der Anfang musste etwas in Schwung kommen, danach war es wie gewohnt angenehm zu lesen, mit Wendungen versehen und das Finale war für mich wirklich erwartungsgemäß schön und fantasievoll, aber auch ein kleines Bisschen schmerzhaft.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♥
Fantasie: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Heartstopper Volume 1“ von Alice Oseman

Meine lieben Leser,

dieses Buch erreichte mich kurz nach Weihnachten sehr überraschend, denn ich hatte es weder bestellt noch kann ich mich an ein Gewinnspiel erinnern. Woher der Verlag meine Adresse hat, wäre mir auch nur bedingt schlüssig – vielleicht von vorhergehenden Leserunden. Ich wollte das Buch sowieso gern lesen und schauen, ob es dem Hype gerecht wird, daher habe ich mich sehr gefreut, würde mich aber irgendwie auch gern bei jemandem bedanken. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Heartstopper Volume 1 – Boy trifft Boy
  • Autor/in: Alice Oseman
  • Übersetzer/in: Vanessa Walder
  • Zeichner/in: Alice Oseman
  • Anzahl der Seiten: 288 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2022)
  • Genre: Jugendbuch, Romantik, Gay Romance

INHALT:

Das Buch widmet sich einer süßen, jugendlichen Liebesgeschichte. Im Fokus steht dabei Charlie, der sehr unsicher und schüchtern ist und sich in einer toxischen Beziehung zu einem anderen Mitschüler befindet. Seitdem sich Charlie geoutet hat, hat er mit Mobbing und Anfeindungen zu tun, denn er wird von vielen als „der Schwule“ gesehen.
Im Unterricht sitzt er dann neuerdings neben Nick und dieser ist sehr lieb zu ihm, sodass sich Charlie natürlich Hals über Kopf in ihn verliebt. Die beiden verbringen immer mehr Zeit zusammen und es entwickelt sich eine Freundschaft, die Charlie in ein Gefühlschaos stürzt. Was er nicht weiß ist, dass Nick genau so für ihn empfindet …

SCHREIBSTIL/ZEICHNUNGEN:

Der Schreibstil ist schwierig zu bewerten, da ein Comic da eher wenig Raum lässt. Allerdings kann man sagen, dass er sehr einfach und jugendlich gehalten wurde. Vieles soll über die Bilder transportiert werden. Der Zeichenstil hat mir persönlich nicht so zugesagt. Er ist sehr reduziert, fast schon abstrakt an einigen Stellen. Gerade die Hintergründe sind sehr schemenhaft und wirken oft etwas lieblos. Auch die Perspektive haut oftmals bei den Gesichtern und Körpern nicht ganz hin, was mich persönlich schon etwas stört. Ich hatte gerade am Anfang den Eindruck, dass es eher liederlich gezeichnet wurde und das schmälert den Gesamteindruck bei mir dann schon ziemlich stark.

FAZIT:

Eine wirklich süße Geschichte, die sich zwischendurch schnell gelesen hat. Der Zeichenstil war leider gar nicht meins und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das Buch selbst gekauft hätte. Ich war ehrlich gesagt an dieser Stelle auch etwas enttäuscht, da der Hype so groß ist um dieses Buch. Da hätte ich mir etwas hochwertigere Zeichnungen gewünscht.

Eine entspannte, zuckersüße Lektüre für zwischendurch, nichts aufregendes, aber unterhaltsam. Bei den Zeichnungen bleibt Luft nach oben. Hatte mir da mehr erwartet.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Zeichnungen: ♥♥♥♡♡
Romantik: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 3,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Flirten mit den Sternen“ von Werner Gruber

Meine lieben Leser,

gibt es Themen, die euch einfach nicht loslassen? Bei mir ist es der Weltraum, die Sterne und die Astronomie. Ich bin leider wirklich kein Naturwissenschaftler, auch nicht hobbymäßig. Da fehlen mir für einige Zusammenhänge einfach die richtige Art an Synapsen. Aber populärwissenschaftlich bin ich immer bereit, etwas Neues darüber zu erfahren! Immerhin wollte ich als Kind nicht nur zeitweise gern Archäologin, sondern auch Astronautin werden. xD Deshalb habe ich mich schon lange vor Erscheinen auf das Buch „Flirten mit den Sternen“ von Werner Gruber gefreut. Es ist bereits als Hardcover erschienen, ich hatte nun die Gelegenheit, die Taschenbuchausgabe zu lesen. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Flirten mit den Sternen – Faszinierendes Universum: Galaktisches Grundwissen über Kosmos, Kometen und Co.
  • Autor/in: Werner Gruber
  • Anzahl der Seiten: 208 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Ausgabe: 17. Januar 2022
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

Direkt zum Anfang des Buches wird sehr amüsant darauf eingegangen, dass dieses Buch nichts für erfahrene Astronomen oder Hobby-Sterngucker ist, da diese mit ihrem Wissen bereits weit über das Grundwissen in diesem Werk hinausgehen.
Und genau darum geht es – die Vermittlung astronomischen Grundwissens. Zunächst wird Stück für Stück erläutert, was wir eigentlich alles am Himmelszelt entdecken können: Sterne, Planeten, Kometen, Sternschnuppen, aber auch den Mond und Galaxien. Ein kurzer Exkurs erklärt auch die Grenzen des Sichtbaren.
Es wird auch auf gute und schlechte Bedingungen für das Beobachten von Sternen der Fokus gelegt, bevor sehr ausführlich erläutert wird, warum es denn eigentlich die Astronomie gibt. Hier wird nicht nur auf Wissenswertes rund um Weihnachten, Ostern und unsere Zeitrechnung eingegangen, sondern auch auf bekannte Physiker wie Galileo, Newton und Einstein.
Eins der für mich spannendsten Kapitel war das, welches sich mit der Frage beschäftigt, ob wir allein im Universum sind. Und so viel darf ich vorweggreifen – mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Wie viele andere Zivilisationen in unserer Milchstraße neben uns existieren müssten, dürft ihr dann aber wiederum selbst lesen. Ebenfalls interessant ist die Frage, wie Außerirdische wahrscheinlich aussehen und wie wir uns eigentlich verhalten müssen, sollte einer von ihnen im eigenen Garten landen.
Das Buch bietet am Ende außerdem eine Zusammenfassung, was ungelöste Fragen der Astronomie sind und beantwortet ganz spezielle Fragen für den Leser.

SCHREIBSTIL:

Der Autor schreibt über alle oben genannten Themen sehr umfassend und ist nie um eine amüsante Anekdote verlegen. Er untermalt in diesem populärwissenschaftlichen Buch alles mit interessanten Beispielen – oder wusstet ihr bereits, dass Jesus gar nicht am 24.12. geboren wurde? Oder kennt ihr das sogenannte Osterparadoxon? War euch bisher eigentlich bewusst, dass es 13 Sternzeichenbilder gibt und die Astrologie den Schlangenträger einfach weggekürzt hat? Wenn nicht, ist das Buch für euch sicherlich einen Blick wert.
Zugegeben, Gruber wird an einigen Stellen doch sehr fachlich und wenn es zu naturwissenschaftlich wurde in den Erklärungen, habe ich auch mal abgeschaltet, aber es ist auch schwer ein Buch für Laien mit unterschiedlichem Wissensstand zu veröffentlichen, das alle gleichermaßen abholt. Das Buch hat mir aber insgesamt viel Freude gemacht, nicht zuletzt durch den sehr begeisterten und humoristischen Ton des Autors, der die Fachlichkeit angenehm auflockert.

FAZIT:

Der Autor hat es geschafft, ein doch recht komplexes Themengebiet recht reduziert, zugänglich und amüsant zu gestalten. Sobald ein Sachbuch Spaß macht, hat der Schreibende wohl alles richtig gemacht. Hier zeigt sich wieder einmal die Stärke von Sachbüchern – mit Humor und Alltagsbezug komplizierte Themen verständlich machen. Ich habe auf jeden Fall richtig Lust bekommen, demnächst mal wieder in den Himmel zu schauen.

Ein kleines, aber feines Sachbuch für Zwischendurch, welches viel Neues und Altbekanntes bereithält und mich durch den Humor bei der Stange gehalten hat. Wer sich für Astronomie als Laie interessiert, macht mit diesem Buch als Einstieg nichts falsch.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♡
Unterhaltung/Emotionen: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft/Praxisbezug: ♥♥♥♥♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das kleine Buch vom leichten Leben: Mini-Zen-Rituale, die wirklich glücklich machen“ von Pascal Akira Frank

Meine lieben Leser,

zwischen meinen Fantasy-Büchern habe ich mir wieder etwas Zeit für ein Buch zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ eingeräumt. Dieses Mal habe ich mir ein paar Zen-Rituale zu Gemüte geführt. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das kleine Buch vom leichten Leben – Mini-Zen-Rituale, die wirklich glücklich machen
  • Autor/in: Pascal Akira Frank
  • Anzahl der Seiten: 160 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Ausgabe: Oktober 2019
  • Genre: Ratgeber

INHALT:

Es werden in diesem Buch 33 kleine Zen-Rituale vorgestellt, die gut im Alltag umsetzbar sind. Ganz unterschiedlich sind sie und bieten daher eine gute Auswahl, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist, um mehr Ruhe, Frieden und Entspannung im modernen, stressigen Leben zu finden.
Besonders gut fand ich die kleinen Zen-Geschichten zwischen einigen Kapiteln, die zum Nachdenken anregen. Allgemein regt das Buch auch zur Selbstreflektion eigener Gewohnheiten an.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist sehr leicht und sanft, ich habe schon beim Lesen irgendwie entspannt. Der Autor kann seine Begeisterung für das Thema Zen auf jeden Fall an den Leser transportieren.
Das Buch ließ sich im Allgemeinen sehr gut weglesen, allerdings habe ich mir die verschiedenen Rituale auf mehrere Tage aufgeteilt, damit ich sie etwas verinnerlichen kann.
Ein paar kleine Fragen hätte ich dem Autor beim Lesen zwar noch weiterführend am liebsten gestellt, aber das hätte wahrscheinlich den Umfang des kleinen Büchleins gesprengt, wenn hier auf jedes Detail eingegangen worden wäre. Es soll aus meiner Sicht nur anregen, sich mit dem Thema Zen zu beschäftigen.

FAZIT:

Das Buch hat sich perfekt als Zwischenlektüre und zum Entspannen geeignet. Einige Rituale werde ich demnächst auch mal ausprobieren, andere habe ich bereits ausprobiert. Wer nach leicht im Alltag umsetzbaren Zen-Ritualen sucht, der ist hier auf jeden Fall richtig, denn anwendbar sind sie allesamt sehr gut.

Ein wirklich schön aufgemachtes, taschengroßes Büchlein mit vielen schönen Denkanstößen für die richtige Portion Zen im hektischen Alltag. Mir hat es super gefallen.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♡
Unterhaltung/Emotionen: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft/Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,2


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Will – Die Autobiografie“ von Will Smith mit Mark Manson

Meine lieben Leser,

heute stelle ich euch nach längerer Zeit mal wieder eine Biografie vor – dieses Mal sogar eine aktuelle Autobiografie. Es handelt sich im das Buch, welches Will Smith in Zusammenarbeit mit Mark Manson über sich selbst geschrieben hat. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich ein Fan wäre, aber irgendwie reizte mich dieses Buch trotzdem. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Will – Die Autobiografie
  • Autor/in: Will Smith mit Mark Manson
  • Übersetzer/in: Claudia Arlinghaus, Bernhard Schmid, Peter Torberg, Maja Ueberle-Pfaff, Anke Wagner-Wolff und Elvira Willems
  • Anzahl der Seiten: 524 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: 2. Auflage (2021)
  • Genre: Biografie

INHALT:

Eigentlich jedem ist Will Smith ein Begriff. So auch mir. Ich erinnerte mich an den Prinzen von Bel-Air und natürlich auch an unzählige Filme, in denen Will Smith die Hauptrolle innehatte. In der Öffentlichkeit war er immer gut gelaunt, ein Strahlemann und irgendwie auch Everybody´s Darling.
Ich weiß gar nicht, warum ich schlussendlich zu diesem Buch gegriffen habe. Wahrscheinlich, weil ich Will Smith so mochte, wie ihn viele mögen – weil er eben so rüberkommt, als müsste jedermann dies tun. Umso erstaunter und überraschter war ich über den Inhalt des Buches.

Will Smith beschreibt seine Kindheit, widmet sich seinen Eltern, seinen Geschwistern, seiner Schulzeit und natürlich seiner Karriere. Die Karriere wird hier zum Dreh- und Angelpunkt, aber natürlich wirft er auch mehr als einen Blick auf sein privates bzw. Liebesleben. Er beschreibt, wie er zur Überraschung vieler Menschen in seinem Umfeld sehr großen Erfolg als Rap-Star hatte, bevor er als Schauspieler durchstartete und alle Rekorde brach. Dabei enthüllt er nicht nur einige Päckchen, die er in der Kindheit zu tragen hatte, sondern vor allem auch Päckchen, die andere wegen ihm schultern mussten. Er ist nämlich alles andere als der strahlende Held, den wir von der Leinwand kennen – wie er selbst sagt, ist dies das Bild, was er uns weismachen möchte – nein, manchmal war er gelinde gesagt ein echtes A****loch.
Das Besondere und für mich herausragende an diesem Buch ist die Selbstreflektion, die Will Smith hier an den Tag legt. Er schildert mehr als einmal Szenen aus seinen Therapien. Nicht nur das erweckt den Eindruck, dass das Buch ein wichtiger Teil seines Bewältigungsprozesses ist. Viele Dinge sind durch seine Persönlichkeit zu Bruch gegangen, letztendlich auch deshalb, weil seine Kindheit ihn dahingehend geprägt hatte. Umso beeindruckender ist der Wandel, den er selbst durchlaufen hat und wie er nun alles nochmal neu bewertet – und uns Leser daran teilhaben lässt.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist teilweise sehr lustig und locker, aber auch oft ernst und bedacht. Einige Male wird geflucht oder geschimpft, sich in Rapper-Sprache ausgedrückt oder herumgealbert. Alles in allem erinnert das Buch beim Lesen an den Ton, in dem Will Smith in der Serie „Der Prinz von Bel-Air“ gesprochen hat.
Jedoch fand ich den Ton, den der erwachsene Will an den Tag legt, wenn er sich reflektiert am angenehmsten und spannendsten.
Ebenfalls besonders: Smith spricht die Leser mehr als einmal direkt an und gibt ihnen somit das Gefühl, man würde man sich im direkten Gespräch zueinander befinden.

FAZIT:

Das Buch war nicht nur unglaublich locker und schnell zu lesen aufgrund des angenehmen Schreibstils, sondern konnte mich an einigen Stellen sehr überraschen. Gerade das Naturell dieses Mega-Stars war mir nicht so bewusst, weshalb ich über seinen „wahren“ Charakter sehr erstaunt war. Auch die Einblicke in sein Leben und vor allem seine Therapien und Selbstreflektionen waren grandios. Ich denke, hier kann der Leser zwischen den Zeilen auch vieles für sich selbst mitnehmen.
Eine wirklich außergewöhnlich reflektierende und somit wertvolle Autobiografie, die einen Mega-Star aus einer anderen Perspektive zeigt. Unterhaltsam geschrieben mit Botschaft zwischen den Zeilen – eine wirklich grandiose Autobiografie, die Spaß macht.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen zur Person: ♥♥♥♥♡
Informationen zu Motiven: ♥♥♥♥♥
Darstellung Kontexte: ♥♥♥♥♡
Persönlichkeit: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das erschöpfte Gehirn“ von Dr. med. Michael Nehls

Meine lieben Leser,

in unserer heutigen Zeit werden Zivilisationskrankheiten immer mehr und auch die Erschöpfungszustände nehmen immer weiter zu. „Das erschöpfte Gehirn“ von Dr. med. Michael Nehls beschäftigt sich mit unserem Gehirn und welche Zusammenhänge es zwischen dessen Degeneration und den Problemen der modernen Zeit gibt. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das erschöpfte Gehirn – Der Ursprung unserer mentalen Energie – und warum sie schwindet
  • Autor/in: Dr. med. Michael Nehls
  • Anzahl der Seiten: 368 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: 10. Januar 2022
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

In dem Buch „Das erschöpfte Gehirn“ wird ein wahrer Rundumschlag interessanter Themen und Zusammenhänge geboten, die alle unser Hirn und die großen Problematiken der heutigen Zeit betreffen. Dabei sind die Studien und auch Erklärungen brandaktuell, es finden sich auch einige Bezüge zur Pandemie (aber nicht zu viel, da kann ich besorgte Leser beruhigen).

Zuerst erläutert der Autor, was überhaupt mentale Energie ist, was das Frontalhirn ist und wie es zur sogenannten „Ego Depletion“, also akutem Verlust von Geisteskraft kommt. Es wird auch ausführlich darauf eingegangen, wie die Wissenschaft auf der Suche nach dem Frontalhirn-Akku erstaunliches herausfand. Diese Informationen in den ersten fünf Kapiteln führen dann zum weiteren Inhalt des Sachbuches hin.
Erst nach diesen Basis-Informationen ist es für den Leser auch verständlich, wenn der Autor auf das Wachsen und Schrumpfen unseres Hirns eingeht, sowie auf deren Folgen. Vor allem die Folgen der Degeneration unseres Frontalhirn-Akkus sind für uns ebenso wichtig, wie erschreckend – und aktuell. Praktisch jeder von uns kann nicht die Hirnkapazität nutzen, die ihm zur Verfügung stehen könnte.
Da unser Frontalhirn allerdings auch dafür zuständig ist, Entscheidungen zu treffen, vernünftig zu handeln oder auch neugierig auf Neues zu bleiben, kann sich der Leser schon ausmalen, was das für unsere moderne Gesellschaft bedeutet. Depressionen, Long-Covid, Shizophrenie, Autismus, Drogensucht, Alzheimer – die Liste an Zivilisationserkrankungen, die damit im Zusammenhang stehen, ist lang.

Deshalb geht der Autor auch in verschiedenen Kapiteln auf die einzelnen Thematiken ein, die unser Hirnwachstum beeinflussen bzw. zu einer gesunden oder ungesunden Hirnentwicklung beitragen. Neben dem Sinn des Lebens, dem sozialen Mensch und seiner Empathiefähigkeit sowie unserem Schlafverhalten, werden auch unsere Ernährung, unser Bewegungsverhalten und Umweltgifte/Chemikalien einer detaillierten Analyse unterzogen.
Beeindruckend stellt er die Evolution des Menschen und seines Gehirns den vorher beschriebenen Folgen gegenüber und setzt sie in Beziehung zueinander, sodass der Leser für sich selbst Handlungsempfehlungen ableiten kann, um dem Hirn eine möglichst artgerechte Atmosphäre zur Entwicklung zu schaffen.

Im letzten Kapitel wird ein Resümee gezogen, welches sich unter anderem auch mit künstlicher Intelligenz und eventuellen Zukunftsszenarien beschäftigt. Dieses Kapitel war aus meiner Sicht das schwächste, da mir hier ein Ausblick fehlte, der Hoffnung gibt. Diese sehr schwarzmalerische Zusammenfassung war mir zu sachbuchuntypisch und hatte an einigen Stellen auch einen etwas faden Beigeschmack. Das soll aber die sehr informativen Kapitel im restlichen Buch nicht trüben.

SCHREIBSTIL:

Das Buch ist teilweise sehr amüsant, sarkastisch und eingängig für den Leser geschrieben. In einigen Kapiteln und Teilen ist es allerdings auch sehr fachlich und ich kann mir denken, dass es für Leser ohne medizinisches Interesse zuweilen etwas trocken sein könnte. Gerade am Anfang, wenn die biologischen Funktionen des Hirns erläutert werden, könnte ich mir vorstellen, dass eher mäßig interessierte Leser auf diesem Gebiet aussteigen könnten. Die späteren Kapitel greifen teilweise auf das Wissen aus den ersten Kapiteln zurück, weshalb es wichtig ist, den Anfang auch wirklich zu verstehen.
Genau aus diesem Grund fand ich etwaige Wiederholungen in späteren Kapiteln angebracht, da Sachbücher selten am Stück gelesen werden und die Informationsflut einen gern das ein oder andere Detail vergessen lässt.
Das Buch enthält zwar viele fachliche Informationen, lässt sich aber dennoch sehr flüssig lesen und hatte meiner Meinung nach auch einen gewissen Unterhaltungswert. Der Autor hat es geschafft, mich zu begeistern und mich zum Staunen zu bringen, denn es waren einige neue Erkenntnisse für mich enthalten. Das mag auch an den sehr aktuellen Studien liegen, die er wirklich sehr gekonnt zusammenzieht, um eine schlüssige Aussage zu treffen. Er schafft dadurch ein Gesamtbild aus den einzelnen Studienergebnissen, sodass auch für uns Leser ein übegreifendes Verständnis zu diesem wichtigen Thema entsteht.

FAZIT:

Mir wurde schon während des Lesens klar, dass es eines der wichtigsten Sachbücher ist, welches ich je gelesen habe. Die Schwächung unseres Frontalhirn hat so weitreichende Folgen, dass dieses Problem meiner Meinung nach öffentlich diskutiert werden sollte. So erschreckend die Folgen und unsere derzeitige Situation auch sein mögen, vermittelt dieses Buch auch das Wissen, wie ein Gegenentwurf aussehen könnte, um unser Hirn wieder in ein Wachstum zu begleiten.
Das Buch enthält wirklich viele wichtige Informationen und mit Ausnahme des letzten zusammenfassenden Kapitels waren alle für mich sehr informativ und interessant. Das letzte Kapitel hat mich als Abschluss leider etwas enttäuscht, allerdings hat das für mich nicht mehr viel am restlichen Buch verschlechtert, weil es am Ende nur ein Resümee und damit der persönlichste Teil des Autors war. Der Großteil des Buches war fundiert und oft erstaunlich, weshalb ich es nur empfehlen kann.

Eines der wichtigsten Sachbücher, das ich je gelesen habe. Die Schwächung unseres Hirns hat sehr weitreichende Folgen, weshalb dieses Buch eigentlich Pflichlektüre werden sollte. Teils fachlich, teils unterhaltsam erläutert Michael Nehls sehr detailliert über aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft und setzt diese in Beziehung zur Evolution des Menschen. Ein wichtiges Werk, wenn auch mit schwachem Endkapitel.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung/Emotionen: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft/Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI