Rezension – „Fire & Frost – Vom Eis berührt“ von Elly Blake

Hallo meine lieben Leser,

endlich habe ich zwischen den anderen Buchprojekten ein Buch beendet, was ich schon ewig nebenbei lese. Deswegen bin ich mit der Rezension dazu zwar spät dran, aber fast schon wieder brandaktuell, denn der dritte Band der Reihe erscheint dieses Jahr. 🙂 Momentan widme ich mich dem zweiten Band, sodass ich hoffe, die komplette Reihe hier zu rezensieren. Der erste Band ist mir vor allem auch durch die wunderschöne Gestaltung des Covers ins Auge gefallen. Seid gespannt, ob dies ein guter oder schlechter Cover-Kauf war. 😉

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Fire & Frost – Vom Eis berührt
  • Autor: Elly Blake
  • Anzahl der Seiten: 404 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2018)
  • Genre: Fantasy, Romantasy

 

INHALT:

Ruby lebt in einer Welt, in der es Menschen gibt, die Gaben haben. Die Gabe des Feuers und die Gabe des Eises. Natürlich gibt es auch Menschen, die keine der beiden Gaben besitzen. Aber die spielen hier erstmal keine bedeutende Rolle.
Der Frostkönig herrscht mit Gewalt und Unterdrückung der sogenannten Firebloods über das Land. Er lässt alle Feuerbegabten gefangen nehmen oder töten. Die stärksten von ihnen treten in seiner Arena gegen seine Meister oder schreckliche Kreaturen an.
Doch woher kommt diese Grausamkeit? Dem Frostthron wohnt ein Fluch inne, der den König fest im Griff hält.

Ruby lebt versteckt mit ihrer Mutter im Wald nahe einer kleinen Ortschaft. Um sich nicht in Gefahr zu bringen, soll sie ihre Gabe nicht einsetzen, die sie ohnehin noch kein bisschen unter Kontrolle hat. Eine Feuerbegabung zu haben würde sie alle in erhebliche Gefahr bringen. Heimlich übt Ruby im Wald, ihre Gabe zu beherrschen.
Doch die Schergen des Frostkönigs werden auf Ruby aufmerksam und stürmen das Dorf. Sie töten nicht nur ihre Mutter, sondern Ruby wird anschließend verschleppt. Sie landet in einem Gefängnis und wird schließlich von zwei Unbekannten befreit.

Diese zwei Unbekannten werden sich als Bruder Thistle und Arcus zu erkennen geben. Beide beherrschen den Frost, gehören aber zu einer Gruppe, die den Plan hat, den Frostthron zu zerstören und somit den König von dessen Einfluss zu befreien. Ruby wird in der Abtei des Bruders aufgenommen und in ihren Kräften geschult.

Durch verschiedene Umstände landet Ruby irgendwann im Schloss des Frostkönigs, wo es zum finalen Showdown kommt, nachdem sie sich in seiner Arena behaupten musste.

Was im Detail passiert und was es im Einzelnen mit den Charakteren auf sich hat, dürft ihr dann aber gern selbst herausfinden.

SCHREIBSTIL:

Blake schreibt in der Ich-Perspektive von Ruby. Der Schreibstil an sich ist wenig aufregend, sondern eher leicht und unanstrengend. Sicherlich wird hier kein literarisch hochwertiges Werk aus dem Schreibstil geboren, allerdings finde ich, dass diese Geschichte einen solchen Anspruch auch gar nicht erfüllen muss. Wer Romantasy mag, der wird hier ein Buch vorfinden, was sich gut liest und gut ausformuliert wurde.

FAZIT:

Um ehrlich zu sein, ist das Buch wie schon erwähnt, kein literarisches Meisterwerk. Es ist einfach mal wieder eine richtig schöne Romantasy-Geschichte, die man gern entspannt als Abendlektüre genießen kann.
Gut gefallen haben mir die sekundären Charaktere, zu denen ich einen guten Draht finden konnte und die alles andere als leer wirkten. Auch die Liebesbeziehung in diesem Buch wurde für mich ausreichend in ihrer Entwicklung dargestellt, um sie zumindest nachvollziehbar zu machen. Daran scheitern für mich dann doch einige Romantasy-Bücher. Die Story hat Gefühle, Spannung und einen interessanten Konflikt – alles, was man braucht, um weiterlesen zu wollen.
Leider fehlt dem Buch am Anfang die Fähigkeit, Fahrt aufzunehmen. So richtig passiert das erst ab der Hälfte der Geschichte. Außerdem fehlt mir an einigen Stellen die Tiefe und ich finde außerdem, dass zu den Hintergründen der Gaben und der Ereignisse, ja sogar zum „Bösewicht“ zu wenig berichtet wurde. So bleibt die Handlung doch ein bisschen oberflächlich.

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch an jeden weiterempfehlen, der gern romantische Fantasy schmökert und sich in anderen Welten verliert. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich freue mich auf den zweiten Band, in dem hoffentlich noch mehr Informationen zu den Hintergründen der Geschichte erläutert werden. Hier darf man gespannt sein. 🙂 Mein Fazit ist also: Endlich mal wieder eine gute Romantasy-Geschichte!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Welcome to Reality“ von Len Vlahos

Liebe Leser,

eines der Bücher, auf das ich mich 2019 schon gefreut habe, war „Welcome to Reality“ von Len Vlahos. Am Erscheinungstag bin ich deswegen direkt in die Buchhandlung gehüpft und habe mir ein Exemplar besorgt. Ob es meinen Erwartungen entsprechen konnte, werde ich euch nun schildern.

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Welcome to Reality
  • Autor: Len Vlahos
  • Anzahl der Seiten: 395 Seiten
  • Verlag: cbj Kinder- und Jugendbuch Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2019)
  • Genre: Jugendbuch

INHALT:

Bereits im Klappentext erfährt man, dass Jackie, die 15 Jahre alt ist, einen schweren Schicksalsschlag erleiden muss. Ihr Vater erkrankt an einem Hirntumor. Um die Familie nach seinem Tod abzusichern, verkauft er sich meistbietend an einen Fernsehsender, der sein Sterben als Reality-Show übertragen soll. Jackie beschließt, dieses irrsinnige Vorhaben zu stoppen, um ihrem Vater und der Familie die Würde zurückzugeben.

Aufgrund dieser Informationen habe ich zunächst erstmal mit einem komplett anderen Einstieg in die Geschichte gerechnet. Ich dachte, es wäre bereits bekannt, dass Jackies Vater Jared den Tumor hat und dass relativ schnell der Konflikt mit dem Fernsehteam thematisiert werden würde.
Ich sollte mich täuschen. Gut das erste Viertel des Buches schildert zunächst die Familie mit all ihren Mitgliedern und es wird erläutert, wie Jared auf die Idee kommt, sein Leben bei ebay zu versteigern. Daraufhin gesellen sich zu den bereits bekannten Personen (Mutter, Vater, Jackie und deren Schwester) nun eine Vielzahl an unterschiedlichen Personen, die immer wieder in den Mittelpunkt der Geschichte rücken und deren Schicksale sich mit Jareds Idee verweben. Ein egoistischer TV-Mogul, ein stinkreicher Wahnsinniger, eine selbstverliebte Nonne, eine schüchterne Gamerin, Jackies russischer Facebook-Freund und der Tumor selbst (der hier eine Stimme bekommt) ergänzen nun das Dilemma der Familie Stone.

Das Buch brauchte insgesamt ungefähr ein Dreiviertel der Seiten, bis es an dem Punkt ankam, der sich mit meinen Erwartungen zumindest teilweise deckte. Erst dann nahm es wirklich Fahrt auf, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Erst dort wurde der Konflikt der Familie mit dem Fernsehteam wirklich stark thematisiert. So kann ich zumindest sagen, dass mich das letzte Viertel des Buches wirklich überzeugt hat.
Der Rest des Buches lässt mich leider eher verhalten zurück. Die vielen Charaktere sind zwar sehr gut dargestellt und der Autor versteht es, die unterschiedlichen Motive der Personen schockierend real und dabei sehr trocken zu vermitteln, jedoch erschlug mich die Vielzahl an verschiedenen Einblicken. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Im Ganzen gesehen war mir da zu viel Drumherum geschildert und zu wenig Handlung bei den Hauptpersonen.

Kommen wir zum kontroversesten Charakter in diesem Buch. Der Tumor von Jared. An sich ist die Idee, wenn auch makaber, einfallsreich. Dem unsichtbaren „Bösewicht“ eine Stimme zu verleihen, sein „Leben“ und seinen Werdegang als Tumor zu beschreiben – ja, ihn sogar als menschlich, fehlbar und fast bemitleidenswert und gutmütig darzustellen – ist sehr gewagt. Am Anfang wird der Tumor fachmännisch als Glioblastom beschrieben, im Laufe der Geschichte gewinnt er an (Jareds) Persönlichkeit und wird fortan nur noch Glio genannt. Diese Auseinandersetzung mit Krebs und Tumoren hat für mich zwar einen makaberen Beigeschmack, ist aber im Zusammenhang mit der Handlung im Buch durchaus gelungen. Gegenüber der Gräueltaten der modernen Unterhaltungsindustrie sieht das Glioblastom schon fast harmlos aus, wenn man nur die Motive hinter den Handlungen betrachtet. Und das ist auch der Kern, die Message und das, was das Buch uns zwischen den Zeilen sagen möchte. Es will uns darauf aufmerksam machen, dass es oft die gefährlichsten Bedrohungen sind, die wir zwar sehen können, die aber dabei unsichtbar bleiben.

Jackie als tragische Protagonistin der Geschichte bekommt, wie bereits geschildert, gerade in der ersten Hälfte des Buches, für meinen Geschmack viel zu wenig Raum. Umso erstaunlicher und bemerkenswerter finde ich, dass sie bis zum Ende der Geschichte eine wahre Wandlung erlebt. Sie erwächst von einer unterschätzten Jugendlichen zu einer wahren Heldin.

Die restlichen Charaktere waren mir, wie bereits erwähnt, zu detailliert gepackt und aus meiner Sicht auch oft überflüssig. Hier hätte man mehr Augenmerk auf die Protagonisten legen sollen, anstatt das Buch durch die vielen Nebenrollen dermaßen in die Länge zu ziehen. Ein Buch, was 100 Seiten weniger hat, kann manchmal erstaunlich viel mehr sagen, als ein Buch, welches diese vielen Seiten besitzt.

SCHREIBSTIL:

Den Schreibstil von Vlahos kann man als trocken, fokussiert und personengebunden beschreiben. In einer Klarheit werden hier auch sehr schockierende Fakten präsentiert, was deren Wirkung nur unterstreicht.

Vordergründig und präsent ist der Perspektivwechsel zwischen den vielen Charakteren. Ich habe schon mehr als einmal betont, dass es nur wenige Bücher gibt, die für mich einen Wechsel der Perspektive gekonnt einsetzen. Das Werk von Vlahos gehört leider nicht dazu. Der ständige Wechsel dient hier nicht der Geschichte, sondern reißt sie meiner Meinung nach auseinander. Ich habe mich oft ertappt, wie ich beim Lesen dachte: „Oh nein, ich habe keine Lust auf eine Passage über die Nonne, warum kann die Handlung nicht einfach weiter bei Jackie bleiben!?“ Somit tut diese Art zu Schreiben rein gar nichts für die Wirkung des Buchs. Viel eindrucksvoller wäre es für mich gewesen, sich hier auf die Familie und den Tumor zu beschränken, um an dieser Stelle noch mehr Tiefe zu erreichen.

FAZIT:

Allgemein wirkt das Buch langatmig, kommt nicht richtig in Gang und nimmt erst gegen Ende richtig Fahrt auf. Großteils fehlt mir hier auch die Tiefe und das Fingerspitzengefühl, was ich von einem Buch mit der Thematisierung von schwierigen gesellschaftlichen Themen wie Sterbehilfe, Machtmissbrauch und sozialen Medien erwartet hätte. Schade, dass das Potenzial der Handlung nicht ausgenutzt wurde.
Die Charaktere sind zwar vielschichtig und eingängig, leider verliert die Story durch die vielen Perspektivwechsel an Tempo und Spannung.

Ein Buch, was man mal lesen kann, welches ich aber nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Es war mir einfach zu schwerfällig und es ging zuviel von dem verloren, was das Buch besonders macht. Auch wenn ich denke, dass es für die Interpretation in Schulstunden genug hergeben wird, bin ich etwas enttäuscht und muss zugeben, dass dieses Buch es entgegen meiner Erwartungen zu keinem Highlight 2019 schaffen konnte.

BEWERTUNG: ❤❤❤♡♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Frauen der Weltgeschichte – Selma Lagerlöf

Selma Lagerlöf
schwedische Schriftstellerin und erste Nobelpreisträgerin für Literatur
1858 – 1940

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Titel: Selma Lagerlöf painted by Carl Larsson (Quelle)
Künstler: Carl Larsson

Selma Lagerlöf war eine schwedische Schriftstellerin, deren Werke noch heute zur Weltliteratur gehören. Sie war nicht nur die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhielt, sondern setzte sich mit ihrem bekannten Kinderbuch „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ selbst ein Denkmal.

Lagerlöf war eines von sechs Geschwistern. Zwei der Kinder starben früh, eine ihrer Schwestern an Tuberkulose. Dieses Thema verarbeitete sie in späteren Romanen. Selma Lagerlöf selbst wurde mit einem Hüftleiden geboren, welches ihr das Gefühl gab, eine Außenseiterin zu sein. Auch diesen Umstand ließ sie in ihre Werke einfließen, da dort oft Außenseiter eine tragende Rolle spielen. Später verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation der Familie, bis das Heim der Lagerlöfs veräußert werden musste. Auch diese Angst und der Verlust des Heims wurden in ihren Werken thematisiert. Die vielen prägenden Erfahrungen und ihr bereits frühes Interesse an Literatur (sie las wahnsinnig gern und führte auf dem Dachboden Puppentheaterstücke auf) schienen es mit ihr nicht anders zu wollen, als dass sie eine berühmte Schriftstellerin werden sollte.

Entgegen dem Willen ihres Vaters ging Lagerlöf nach Stockholm und wurde Volksschullehrerin. Während ihrer Lehramtstätigkeit schrieb sie ihren ersten Roman „Gösta Berling“, der heute zu den meistgelesenen Romanen in Schweden gehört. Nach vielen schlechten Kritiken, warf der Roman allerdings nicht so viel ab, wie Lagerlöf hoffte. Sie plante, den Beruf des Lehrers zugunsten der Schriftstellertätigkeit an den Nagel zu hängen. Ende des 19. Jh. gab Lagerlöf ihren Beruf als Lehrerin auf und unternahm eine Südeuropareise. Danach zog sie in den Ort, an dem ihre Schwester wohnte. Dort bekam sie durch ein paar Einheimische die Vorlage für ihren Roman „Jerusalem“, der ihr Durchbruch sein sollte. 1906 schließlich schrieb sie ihr wohl bekanntestes Buch über Nils Holgersson, welches bis heute in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Sie erhielt im Laufe der darauffolgenden Jahre nicht nur die Ehrendoktorwürde zweier Universitäten, sondern bekam außerdem im Jahre 1909 als erste Frau den Literaturnobelpreis verliehen. Lagerlöf kaufte vom Preisgeld das veräußerte Heim ihrer Familie zurück – ein kleines persönliches Happy End.

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Titel: Photograph by Atelje Jaeger, Stockholm 1928. (Quelle)
Künstler: Atelje Jaeger

Lagerlöf verband eine tiefe Freundschaft zu Sophie Elkan, ebenfalls eine schwedische Schriftstellerin. Mit ihr und der Studienrätin Valborg Olander bildete Lagerlöf eine brisante Dreiecksbeziehung. In mehreren Briefen sind die Liebesbekundungen und Eifersüchteleien der Frauen zu lesen.

Ebenfalls interessant ist, dass Lagerlöf gebeten wurde, sich um einen Jungen zu kümmern, der zufällig den Namen Nils Holgersson trug. Tatsächlich nahm sie ihn als ihren Pflegesohn auf und versuchte ihn nicht nur literarisch hoch zu bilden. Ihren Bemühungen zum Trotz wurde Nils Holgersson Bauarbeiter und wanderte nach Amerika aus.

Neben ihrem sozialen und politischem Engagement für Frauenrechte und jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, schrieb sie noch viele weitere Romane, bevor sie 1940 in ihrem Haus an einem Schlaganfall starb.

(Vgl. Emmridet u.a.: Selma Lagerlöf. https://de.wikipedia.org/wiki/Selma_Lagerl%C3%B6f [Stand: 13.01.2019])

EURE HACHIDORI

Rezension – „Unverfrorene Freunde“ von Klemens Pütz

Liebe Leser,

dieses Jahr fängt mit mehr Büchern an als gewöhnlich. „Unverforene Freunde“ ist schon das zweite Buch, was ich dieses Jahr beendet habe. Unglaublich. Ich glaube, das ist mir noch nie passiert. 😀
Das Buch ist mir kurz vor Weihnachten im Buchladen ins Auge gefallen. Und auch, wenn man sich vor dem Fest eigentlich keine eigenen Geschenke machen soll … ich musste es einfach haben!
Und so habe ich das Jahr nicht nur untypisch mit einem Roman gestartet (siehe meine letzte Rezension), sondern nun auch noch mit einem Sachbuch. 🙂

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Unverfrorene Freunde – Mein Leben unter Pinguinen
  • Autor: Klemens Pütz / Dunja Batarilo
  • Anzahl der Seiten: 267 Seiten
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2018)
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

Von „Unverfrorene Freunde“ habe ich zuerst einmal etwas ganz anderes erwartet, als ich dann letztendlich gelesen habe. Ich habe wahrscheinlich gedacht, dass es hauptsächlich um den Pinguin an sich gehen wird. Dabei hätte mir bei dem Untertitel „Mein Leben unter Pinguinen“ völlig klar sein müssen, dass hier ein Forscher von seinem Berufsleben und seiner Passion berichtet.
Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Pütz behandelt neben Themen wie „Pinguine an Land“, „Pinguine im Wasser“ und der Evolution von Pinguinen auch erstaunlich viel alle gesellschaftlichen Themen, die mit diesen Tieren in Verbindung stehen. Er erläutert die Arbeit seiner Stiftung, den Einfluss des Menschen auf Pinguinpopulationen und politische Verträge und Beschlüsse zum Schutz von Pinguinen und dem Lebensraum Antarktis.
Besonders interessiert haben mich nicht nur die Beschreibungen der Lebensweise der Pinguine, sondern auch die Widerlegung so ziemlich aller Pinguin-Klischees. Laut Pütz sind sie nämlich „weder nett noch niedlich“ und ich muss ihm nach der Lektüre wohl oder übel zumindest teilweise recht geben.
Auch die Erläuterungen zur Antarkis und dem Kontinent Antarktika haben mich in ihren Bann gezogen. So sehr, dass ich mir direkt ein Buch über die Antarktis bestellt habe, auf welches Pütz verweist.
Natürlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Forschung mit Fahrtenschreibern und ähnlichem Equipment für mich teilweise etwas langatmig gewesen, allerdings ist es nicht weniger interessant, welche Ergebnisse sie zutage fördern. Pütz stellt ganz eindrucksvoll dar (und das in mehrerlei Hinsicht), dass man als einzelner Mensch auch im kleinen Stil etwas für Umwelt und auch für bedrohte Arten tun kann, die tausende Kilometer entfernt ums Überleben kämpfen.
Zu sagen bleibt, dass im Großteil des Buches die Forschung, also die Arbeit von Klemens Pütz im Vordergrund steht. Wer aber schon immer gern einen Einblick haben wollte, wie ein (oder vielmehr DER) Pinguinforscher arbeitet, was Pinguinarten unterscheidet, wie es um deren Lebensräume steht und dazu noch eine sehr umfangreiche Schilderung von Rahmenbedingungen lesen möchte – der ist hier genau richtig.
Für mich war es zwar anders als erwartet, allerdings hat mich das Buch unheimlich fasziniert und ich bin begeistert, was für die Pinguine dieser Erde bereits alles getan wird. Entschuldigt mich jetzt – ich muss nochmal einen Pinguin bei SANCCOB adoptieren! 😀

SCHREIBSTIL:

Pütz hat eine erfrischenden Schreibstil mit viel Humor, ja man möchte schon fast sagen, dass er Umgangssprache mit Fachtermini mixt. Die Schilderungen sind auch für Laien verständlich und es macht Freude, wenn der Autor die Pinguine in ihrem Verhalten beschreibt. Denn hier spürt man beim Lesen förmlich die Liebe und Verbundenheit, die er zu diesen Vögeln hegt. Von diesen Erläuterungen des Pinguin-Verhaltens hätte es nach meinem Geschmack noch viel mehr geben können. Allerdings zurecht betont Pütz immer wieder, dass das den Rahmen eines Buches sprengen würde. Eventuell wäre das ja eine Idee für ein weiteres Buch? 😉

FAZIT:

Klemens Pütz hat es geschafft, ein Sachbuch zu schreiben, welches sich gar nicht wie ein Sachbuch liest. Die geringe Seitenanzahl sollte hier nicht über den hochwertigen Inhalt hinwegtäuschen. Immerhin erhält man hier Informationen rund um Pinguine aus erster Hand. Besonders hat mich begeistert, dass Pütz die Pinguine eben nicht in gängiger Manier vermenschlicht hat, sondern ehrlich über diese wunderbaren Tiere und die aktuellen Zustände berichtet hat. Außerdem bietet er Einblicke in Umweltthemen und die Politik, die eng mit diesen Tieren und deren Habitaten zusammenhängen. Einziges Manko war für mich, dass sich an einigen Stellen Wiederholungen einschlichen und einige fachmännische Schilderungen etwas langatmig daherkamen. Man darf an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass es nunmal ein Sachbuch ist. Ich bin auf jeden Fall begeistert!

Ein Buch, welches nicht nur interessant ist und sich mit Pinguinen und aktuellen Umweltthemen beschäftigt, sondern auch mit allen Pinguin-Klischees dieser Welt aufräumt. Ehrlich, teilweise schockierend und mit erfrischend viel Humor geschrieben. Für jeden Pinguinliebhaber und Sachbuchinteressierten UNBEDINGT zu empfehlen.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die wundersame Mission des Harry Crane“ von Jon Cohen

Liebe Leser,

das folgende Buch sollte für mich nach langer Zeit der erste Versuch sein, wieder mal an einen stinknormalen Roman heranzukommen. Ich war in den letzten Jahren vor allem im Bereich Fantasy und Jugendbuch unterwegs. Irgendwie war mir mal wieder nach einem „normalen“ Roman. Ich muss sagen – ich wurde nicht enttäuscht.

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die wundersame Mission des Harry Crane
  • Autor: Jon Cohen
  • Anzahl der Seiten: 537 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2018)
  • Genre: Roman

INHALT:

Harry Crane, ein Mitarbeiter der Forstbehörde. Ein Büromensch. Langweilig. Doch in ihm schlummert das Kind von früher, welches auf Bäume kletterte und noch daran glaubte, dass alles möglich ist. Harry, der seine Frau verloren hat, kann diesen Verlust nicht überwinden. Gerade, als er denkt, es geht zu Ende, rettet ihn im wahrsten Sinne des Wortes das kleine Mädchen Oriana, die fest daran glaubt, dass Märchen wahr sein können. Oriana selbst verlor ihren Vater.
Zwischen Oriana und Harry entspinnt sich eine ganz wunderbare Geschichte, in der sich die beiden Halt geben, um den gemeinsamen Verlust zu bewältigen. Dazu verwirklichen sie ihr ganz eigenes Märchen.
Neben diesen beiden, spielen eine Vielzahl von Personen eine Rolle in dieser Geschichte und jeder trägt seinen Teil zum Märchen von Harry und Oriana bei. Ganz bezaubernd werden die einzelnen Schicksale und Charaktere miteinander verwoben.
Eine weitere wichtige Rolle in diesem Buch spielen Bäume. Sie werden zum Symbol für Kraft, Stärke, Standhaftigkeit, Heimat und Halt in Zeiten des Verlustes.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist leicht, aber oft auch sehr bedeutungsschwanger. Mit Metaphern zwischen den Zeilen wird meiner Meinung nach hier nicht gegeizt. Wer gern interpretiert, wird hier an einigen Stellen seine Freude haben. Im Detail ist es die Rolle der Bäume, welche hier eine spezielle Bedeutung bekommt.
Besonders begeistert hat mich, dass der Ton des Autors sich den Figuren anpasst, deren Gedanken man gerade verfolgt. Das macht die Charaktere sehr lebendig und lebensnah. Zudem fiel es mir dadurch leicht, das Setting und die Beziehungen der Charaktere zueinander zu durchsteigen. Man hatte das Gefühl, dass man einen lebhaften Einblick in eine Dorfgemeinschaft mit all ihren „Typen“ bekommen hat.
Der ruhige Schreibstil hat genau den richtigen Ton angeschlagen, um mit dem Thema „Verlust“ umzugehen, war dabei aber nicht deprimierend oder langweilig, sondern eher behutsam und sachte. Ein bisschen musste ich beim Lesen an einen ganz leichten Schneeschauer mit sanft fallenden Flocken denken. Das beschreibt ungefähr die Lese-Stimmung und Geschwindigkeit des Buches.

FAZIT:

Schlicht und ruhig wie ein Wald.
Ein ganz leises Buch, welches durch seine wunderbare und rührselige Geschichte überzeugt. Besonders die vielen liebevoll gestalteten Charaktere ziehen einen in den Bann. Das richtige Buch für ruhige Herbst- und Wintertage. Sicher wird es dem ein oder anderen an Spannung und Abwechslung fehlen, denn die Handlung bleibt bis auf wenige Momente auf einer gleichbleibenden Linie. Warum mag ich es trotzdem? Weil es eine süße und schöne Geschichte über den Umgang mit Verlusten ist, die es gar nicht nötig hat mit so viel Prunk zu protzen. Ganz im Gegenteil gibt die Schlichtheit des Buches den beschriebenen Gefühlen umso mehr Raum. Ein vorsichtiges Plädoyer für das Vertrauen in sich selbst und sein persönliches, ganz eigenes Märchen.

Ein Buch, welches durch seine Ruhe unterschätzt werden könnte. Aber auch ein Buch, welchem man eine Chance geben sollte, weil es zwischen den Zeilen so wunderschöne Botschaften enthält.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Lange habe ich mich gescheut, ja förmlich gesträubt, die Bücher von Walter Moers in Augenschein zu nehmen. Warum? Irgendwie war mir die Covergestaltung nicht recht sympathisch.

Diese Meinung änderte sich aber spätestens nach meiner ersten Begegnung mit „Die Stadt der träumenden Bücher“ als Abendlektüre.

Die Stadt der träumenden Bücher

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Stadt der träumenden Bücher“
  • Autor: Walter Moers
  • Anzahl der Seiten: 476 Seiten
  • Verlag: PIPER
  • Ausgabe : 35. Auflage September 2017
  • Genre: Roman, Fantasy

Inhalt:

Die Hauptrolle hat Hildegunst von Mythenmetz inne. Er ist entgegen allen Konventionen der gängigen Fantasy-Literatur kein Mensch oder anderes menschenähnliches Wesen, sondern ein Lindwurm. In Moers Buch stammt dieser Lindwurm von einem Ort – wie naheliegend ist doch die Bezeichnung – mit dem Namen Lindwurmfeste. Die Lindwürmer sind in der Welt Zamonien, wo alle Bücher Moers spielen, für ihre meisterhafte Dichtkunst bekannt.

Hildegunst von Mythenmetz erhält nun von seinem Dichtpaten ein geheimnisvolles Manuskript, auf dessen Spuren er in die Stadt Buchhain gelangt. Allerlei fantastische Ereignisse widerfahren unserem Helden. Von abstrus über lustig, aber auch dramatisch, abenteuerlich und traurig, deckt der Roman so ziemlich alle Facetten ab.

Mit der Zeit gerät Mythenmetz in ein Gespinst aus Intrigen und weiteren Geheimnissen, die von Moers mit einer unglaublichen Fantasie und sprachlichen Einzigartigkeit geschildert werden.

Sprachstil:

Walter Moers ist einzigartig in seinem Stil. Jeder, der auch nur ein Buch von ihm gelesen hat, wird mir zustimmen, dass man ihn entgegen vieler anderer Autoren sofort wiedererkennt.

Ihn zeichnet nicht nur aus, dass er es versteht, mit Wörtern zu jonglieren und mit seiner unglaublichen Sprachvielfalt zu glänzen; er überzeugt außerdem durch völlig eigene Wortneuschöpfungen und einen unverwechselbaren Humor. Das alles erzeugt eine Authentizität der Geschichten, von denen andere nur zu träumen wagen.

Ich ziehe den Hut vor diesem Autor, er hat mich beeindruckt wie kein anderer. Ein Meister seines Fachs – wenn auch oft sehr unkonventionell, dadurch aber ebenso erfrischend.

Fazit:

Entgegen all meiner Erwartungen ein Meisterwerk auf allen Ebenen! Ich habe danach zwei Wochen lang nichts anderes lesen können – ich hatte das Gefühl, nie wieder ein Buch dieser Qualität zu finden. Ich würde 100 Herzen verleihen, wenn ich mich nicht auf fünf beschränkt hätte. 😉

Bewertung: ❤❤❤❤❤

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Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“
  • Autor: Walter Moers
  • Anzahl der Seiten: 703 Seiten
  • Verlag: Goldmann
  • Ausgabe : 36. Auflage Dezember 2002
  • Genre: Roman, Fantasy

Inhalt:

Der Leser begleitet den kleinen Blaubär auf seinem Lebensweg, zumindest die ersten 13 1/2 Jahre lang. Jedes dieser „Leben“ wird in einem extra Kapitel beschrieben.

Aufgrund der vielfältigen und wirklich sehr unterschiedlichen Lebensumstände und -orte des Blaubären, gewinnt man nach Beendigung des Buchs tatsächlich das Gefühl, man hätte mehrere verschiedene Lebensgeschichten gelesen.

Ohne viel vorwegzugreifen, kann zumindest gesagt werden, dass Moers wieder nicht mit Fantasie gegeizt hat und ein eigenes Universum geschaffen hat.

Sprachstil:

Man merkt deutlich, dass dieses Buch das erste Buch von Moers in seinem Reich Zamonien war.

Sein Sprachstil ist wie in seinen späteren Büchern einzigartig und humorvoll, jedoch fehlt der Schliff, den er nach einigen Büchern Erfahrung gesammelt hatte.

Teilweise langatmig, aber niemals wirklich langweilig – eine sehr gelungene Abendlektüre!

Fazit:

Kommt nicht an die Stadt der träumenden Bücher ran, aber ist auf jeden Fall lesenwert und unterhaltsam. Wer ein entspanntes Lesevergnügen mit einer guten Prise Humor und Fantasie sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Bewertung: ❤❤❤❤♡

So kann es gehen …

… von einer kritisch beäugten zur hoch gefeierten Lektüre.

Ich muss meine anfängliche Skepsis gegenüber Moers in jedem Punkt revidieren!

Jeder, der sich einmal auf seine Bücher eingelassen hat, wird garantiert nach mehr lechzen, da auf dem deutschen Buchmarkt nichts Vergleichbares zu finden ist.

Unbedingt lesen!!!

EURE HACHIDORI

Rezension – „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp

Liebe Leser,

wie ich bereits vor einiger Zeit berichtete, war ich wieder bei einer tollen Leserunde dabei. Dieses Mal schmökerte ich den zweiten Band der Seelen-Trilogie, „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp. Ich hatte sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet, hatte mich doch der erste Teil in vollem Maße begeistert. (HIER gehts zur Rezension von Band 1)

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Band 2 – Seele aus Feuer

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Seele aus Feuer“
  • Autor: Marie Rapp
  • Anzahl der Seiten: 614 Seiten
  • Verlag: Selfpublisher
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.10.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 04.10.2017
  • Genre: Urban-Fantasy, Jugendbuch

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Inhalt:

Wie kehren zurück in die Welt von Lena. Oder auch nicht. Denn Lenas Geschichte spielt sich im zweiten Band größtenteils in der Welt der Avindan ab, was unheimlich viele interessante Personen und Orte zu Tage fördert. Lena verbringt, ohne  euch zu viel zu verraten, viel Zeit sowohl auf „guter“ als auch auf „böser“ Seite. Somit lernt sie nicht nur das Devindanat kennen, sondern auch die Legion und eben auch die Menschen, die an den jeweiligen Orten leben. Zuviel möchte ich über die Handlung nicht verraten, nur soviel: Mit Spannung wurde wieder nicht gegeizt und es sind wieder unerwartete Wendungen vorhanden sowie Liebe, Action und jede Menge Fantasy. Gerade im fantasievollen Bereich hat sich Marie Rapp dieses Mal richtig ausgetobt und begeistert mit wunderschönen Szenerien, einfallsreichen Fähigkeiten der Charaktere und fantastischen Wesen.

Sprachstil:

Gibt es ein schöneres Kompliment für ein Buch, als dass man sich darin völlig verlieren kann? Und genauso war es auch wieder bei diesem Folgeband. Schon der erste Teil überzeugte mit dem prägnanten und kurzweiligen Sprachstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Besonders toll ist es, dass die Autorin sich wirklich niemals zu lange an Details aufhält und dadurch nicht langweilt. Hier wird wirklich klar beschrieben und die Geschichte kommt zügig voran. Natürlich sind auch Momente der Ruhe in einem Buch wichtig. Auch das beherrscht die Autorin. An den richtigen Stellen werden Details genannt oder auch mal länger in einer Situation verweilt. Allerdings, wie zuvor schon betont, ohne jemals langweilig zu sein. Durch diesen tollen Stil wurde ich erneut komplett in die Geschichte gezogen und konnte mich nur sehr schwer daraus befreien.

Charaktere:

Mir ist die Entwicklung der Charaktere in Büchern immer wichtig. Ich finde, dass unsere Protagonistin Lena sich da super gemausert hat. Ich finde sie ist von einem anfangs normalen Teenie zu einer wahren Heldin erwachsen.
Im zweiten Band stoßen aber auch sehr viele neue Charaktere dazu und auch hier kann ich nur wieder bewundern (wie beim ersten Band), dass die Autorin es schafft, eine Vielzahl von Personen in die Geschichte einzubringen und sie dennoch alle mit Leben zu versehen. Allzu oft sind Nebenfiguren farblos und man bekommt keinen Draht zu ihnen. Aber auch in „Seele aus Feuer“ sind die unzähligen Personen und Figuren so toll dargestellt, dass jeder von ihnen auf seine eigene Art liebenswert ist. Aber nicht nur die Nebenfiguren verdienen ein Lob, sondern auch die vielen Figuren, die im Mittelpunkt stehen und wirklich toll ausgearbeitet wurden.

Fazit:

Was für ein Nachfolger! Ich finde ihn sogar noch besser als den ersten Band und bin hellauf begeistert. Dieses Buch hatte alles, was für mich zu einem guten Buch gehört. Spannung, Witz, Liebe, Action und Tiefe. Ich habe dieses Buch nicht einfach nur gelesen, ich war praktisch bei allen Geschehnissen hautnah dabei. Kaum eine Buchreihe hat das Prädikat „Pageturner“ so sehr verdient wie die Seelen-Trilogie. Dieses Buch ist für mich ein weiteres Jahres-Highlight! Unbedingt lesen!!!

Bewertung: ❤❤❤❤❤

EURE HACHIDORI

Buchverlosung bis zum 03. Dezember – „Seele aus Eis“ (signiert + Goodies) von Marie Rapp

Hallo meine lieben Leser,

aktuell läuft noch meine Buchverlosung und ihr könnt immer noch in den Lostopf hüpfen.
Da dort noch genug Platz ist für weitere Teilnehmer, kommt hier die kleine Erinnerung.

Zu gewinnen gibt es 1 signiertes Exemplar von „Seele aus Eis“ + Goodies von Marie Rapp!

Bis zum 03. Dezember 2017 habt ihr noch die Möglichkeit mitzumachen. 
HIER geht es zur Buchverlosung!
Ich freue mich auf euch!

Bis bald,

EURE HACHIDORI

Gewinnspiel & Autoren-Interview – „Seele aus Eis“ von Marie Rapp

Liebe Leser,

auf Facebook hat meine Blog-Seite die magische 100 geknackt und zur Feier des Tages hatte ich schon längere Zeit ein Gewinnspiel für meine treuen Leser geplant.
Heute ist es soweit!

Ich verlose exklusiv 1 signiertes Exemplar „Seele aus Eis“ + Goodies von Marie Rapp! Ich habe den Debütroman im Mai im Rahmen einer Leserunde rezensiert und war absolut begeistert.

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Dieses wunderschöne signierte Exemplar plus Goodies könnt ihr gewinnen.

Um heute aber auch genügend zu feiern, habe ich etwas Besonderes für euch vorbereitet. Die Autorin des verlosten Buchs hat mir Rede und Antwort in einem Interview gestanden. Viel Spaß beim Schmökern!

 

Autoreninterview – 10 Fragen an Marie Rapp:

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Marie Rapp – Autorin der „Seelen-Trilogie“

Frage 1: Hallo liebe Marie, wir kennen uns ja schon durch eine Leserunde zu deinem Buch „Seele aus Eis“ und wie du weißt, war nicht nur ich sehr begeistert von deinem Werk. 😉 Wie fühlst du dich denn mittlerweile so als erfolgreiche Debütautorin? Hat sich für dich etwas verändert? Erkennt man dich vielleicht schon auf der Straße? ;D

Ich konnte es lange Zeit selbst nicht so richtig fassen, dass ich mein Buch nach all den Jahren tatsächlich veröffentlicht habe. Mittlerweile sind es sogar schon zwei. Das Gefühl, das gedruckte Buch endlich in Händen halten zu können, ist wirklich unbeschreiblich. Ich kann meine Geschichten endlich mit anderen teilen, das ist die wichtigste Veränderung, die mir unglaublich viel bedeutet.

Auf der Straße werde ich nicht erkannt und finde es ganz gut so 😀 Ich möchte, dass meine Geschichten und meine Protagonisten im Vordergrund stehen und nicht unbedingt ich als Person.

Frage 2: Mich persönlich hat nicht nur die Story und das Charakterdesign begeistert, sondern auch die Idee der Spirits. Was inspiriert dich zu den Formen der Spirits? Und wie genau bist du denn auf den wunderschönen blauen Schmetterling gekommen?

Die Vorstellung, dass etwas von der eigenen Seele nach außen getragen werden kann, fand ich sehr faszinierend. Ein Spirit offenbart viel über den Charakter der Person, ob sie das nun will oder nicht. Die Spirits nehmen eine zentrale Rolle in meiner Geschichte ein, deswegen hat jeder einzelne Spirit eine bestimmte Bedeutung, auch wenn diese nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Ich versuche jedem Charakter gerecht zu werden und ihn in einem Spirit „einzufangen“. Bei manchen Protagonisten formt sich der Spirit fast schon automatisch vor meinem geistigen Auge, so wie es bei Lena der Fall war, bei anderen fällt es mir unheimlich schwer, den Kern ihres Wesens in nur einer einzigen Form wiederzugeben.

Frage 3: Hat der blaue Schmetterling denn eine besondere Bedeutung für dich selbst? Und wenn ja, welche?

Schon als Kind hatten Schmetterlinge eine besondere Anziehungskraft auf mich. Sie sind wunderschön, aber auch vergänglich. Die Vorstellung, einen eigenen Schmetterling erschaffen zu können, fand ich einfach großartig. Ein Schmetterling, der alles überdauert, selbst Kälte und Dunkelheit.

Frage 4: Wie für viele andere auch, hat sich dein Buch für mich wie Butter gelesen und ich kann den zweiten Band kaum erwarten. Das liegt für mich vor allem auch an der Authentizität von Lena. Hast du da auch deine eigene Persönlichkeit einfließen lassen?

Meine eigenen Vorstellungen von Liebe und Freundschaft, aber auch von Richtig und Falsch fließen in meine Geschichten ein. Ich glaube, dass in jedem meiner Charaktere etwas von mir steckt, aber mit Lena verbindet mich tatsächlich etwas Besonderes. Sie war meine erste Protagonistin und als ich sie geschaffen habe, war ich noch sehr jung, was mein Alter aber auch mein Dasein als Autorin angeht. Ich habe Lena einige Charakterzüge von mir mitgegeben, um sie greifbarer für die Leser und für mich selbst zu machen.

Frage 5: Deine Charaktere haben ja besondere Fähigkeiten. Bei der aktuellen Leserunde zum zweiten Band „Seele aus Feuer“ wolltest du von den Bewerbern gern wissen, welche Fähigkeit sie am liebsten hätten und warum. Diese Frage möchte ich sehr gern an dich zurückgeben, denn sie brennt mir unter den Nägeln. 😉

Die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen, würde ich selbst nicht haben wollen und ich glaube auch, dass es oft besser ist, wenn man nicht weiß, was andere Menschen denken. Deswegen denke ich, dass diese zwei Fähigkeiten die größten Bürden für ihre Träger darstellen.

Wenn ich mich für eine Fähigkeit entscheiden müsste, würde ich gerne heilen können. Den Menschen, die einem nahe stehen, helfen zu können, wäre ein unbezahlbares Geschenk, mit dem man so viel Gutes bewirken könnte.

Frage 6: Dürfen deine Leser denn nach der Seelen-Trilogie darauf hoffen, mehr von dir zu lesen? Hast du eventuell sogar schon Pläne oder Ideen für weitere Projekte?

Welche Projekte ich nach „Seele aus Donner“ verfolgen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Ich habe einige Ideen für weitere Bücher (auch Urban-Fantasy), aber ich musste „Seele aus Feuer“ um einige Szenen und Handlungsstränge kürzen, weil das Buch sonst viel zu dick geworden wäre und das ist für mich ein schlechtes Argument, um eine Geschichte mit den Lesern nicht teilen zu können. Deswegen könnte ich mir gut vorstellen, dass ich dazu noch was Gesondertes schreiben werde.
Ich könnte mir auch vorstellen, irgendwann mal in einem anderen Genre zu schreiben, habe aber bis jetzt noch keine konkreten Pläne.

Frage 7: Und wie muss ich mir die Wiege deiner Bücher vorstellen? Ist es so romantisch, wie sich alle Büchernarren das vorstellen – die Autoren sitzen mit einem Glas Wein und ihrem Laptop entweder auf ihrer hölzernen Terrasse und schauen auf einen See oder haben alle einen Massivholzschreibtisch und versinken hinter tausenden Manuskriptblättern? Oder ist das eigentlich viel unromantischer und normaler, wenn die Schreiblust dich packt?

Ich gebe zu, ich würde gerne auf einer hölzernen Terrasse mit Blick auf einen See meine Romane schreiben, aber so sieht die Realität nicht aus, zumindest nicht meine 🙂 Ich schreibe fast ausschließlich zuhause mit Laptop und ganz wichtig: Musik. Wenn ich unterwegs bin, habe ich oft einen Notizblock dabei. Wenn mir eine gute Idee in den Sinn kommt, muss ich sie schnell aufschreiben, bevor sie wieder verblasst.

Frage 8: Auf deiner Website schreibst du, dass Self-Publishing für dich ein Abenteuer ist und somit alle Fäden von der Covergestaltung bis hin zum Klappentext in der Hand hast. Du schreibst auch darüber, dass das viel Arbeit und Verantwortung bedeutet. Ich stelle mir das auf der einen Seite wirklich alles sehr schön vor, wenn das Buch wirklich zu 100% dein Baby ist. Allerdings stelle ich mir das auch sehr anstrengend vor – hast du einen Tipp für andere da draußen, wie du das alles schaffst?

Ich glaube, das Wichtigste ist es, sich selbst treu zu bleiben. Es hört sich vielleicht abgedroschen an und jeder von uns kennt diesen Satz, aber so einfach wie sich das anhört, ist es leider nicht. Man kann es nicht jedem recht machen, will man als Autor auch nicht. So viele unterschiedliche Leser es gibt, so viele verschiedene Meinungen wird es auch zu eurem Buch geben, aber am Ende gibt es nur eine Meinung, die zählen sollte, und das ist eure eigene.

Frage 9: Durch die Leserunden hast du viele Eindrücke gesammelt und selbst gesagt, dass es dich erstaunt, wie unterschiedlich die Leser die Charaktere sehen bzw. wie unterschiedlich sie sich den Ausgang der Geschichte vorstellen. Haben diese vielen Rückmeldungen deinen Blick auf dein Werk verändert? Und wenn ja, wie genau? Ich stelle es mir spannend vor, diese vielen Eindrücke zu verarbeiten. Zieht man daraus vielleicht auch manchmal Ideen für die Folgebände oder eher nicht?

Das Ende der Geschichte stand schon fest, noch bevor ich angefangen habe, sie aufzuschreiben, daran hat sich seitdem nichts verändert.

Ich finde es unglaublich spannend, die Vermutungen und Theorien meiner Leser zu erfahren. Manchmal sind sie verdammt nah dran, hinter ein Geheimnis zu kommen, dann geraten sie aber wieder auf eine falsche Spur.

Frage 10: Autoren sind in der Regel selbst totale Bücherliebhaber. Mich würde zum Abschluss noch interessieren, ob du einen Buchtipp für mich und meine Leser auf Lager hast? Gibt es aktuell ein Buch, was dich begeistern konnte oder vielleicht einen zeitlosen Klassiker, den du immer wieder aus dem Regal holst?

Ich lese sehr gerne Urban-Fantasy und Dystopien, obwohl ich in letzter Zeit nicht so viel zum Lesen komme. Die Frage nach meinem Lieblingsbuch ist wirklich schwierig, weil es einige Bücher gibt, die ich mag. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde meine Wahl auf Harry Potter fallen, weil es eine Reihe ist, die mich über so viele Seiten und Jahre und ganze 7 Bände lang fesseln konnte.

Bisher erschienen:

 

Gewinnspiel:

Was müsst ihr tun, um in den Lostopf zu hüpfen?
– Ihr seid mindestens 18 Jahre alt.
– Ihr seid Fan meiner Facebook-Seite oder folgt meinem Blog.
– Ihr schreibt mir auf Facebook unter den passenden Beitrag oder hier direkt unterm Artikel einen Kommentar, wieso ihr dieses Buch unbedingt gewinnen möchtet. Ihr könnt auch zwei Lose sammeln, indem ihr auf dem Blog UND Facebook kommentiert.
– Bitte schreibt mir, wenn ihr kommentieren solltet dazu, unter welchem Namen ihr auf Facebook meine Seite geliked habt bzw. unter welchem Namen ihr meinem Blog folgt.

Teilnahmeschluss ist der 03.12.2017!

Der Gewinner wird zufällig ausgelost und auf meinem Blog sowie auf meiner Facebook-Seite spätestens 48 Stunden nach Teilnahmeschluss bekannt gegeben. Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von 48 Stunden nach der Auslosung bei mir (über eine Facebook-Nachricht oder das Kontaktformular von meinem Blog), um das weitere Vorgehen zu besprechen, wird neu ausgelost.

Was müsst ihr noch wissen?
– Eure E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und nur zur Gewinnspielabwicklung genutzt.
– Eure Daten werden nicht weitergegeben oder weiterverwendet – ich brauche sie nur zur Auslosung und die Gewinnspielabwicklung.
– Ihr erklärt euch durch die Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden, dass euer Name im Falle des Gewinns hier auf meinem Blog und auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht werden.
–  Ich übernehme keine Haftung auf dem Postweg. Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bitte habt außerdem Verständnis dafür, dass ich das Paket so schnell es mir möglich ist, zur Post schaffe, danach aber noch die üblichen 3-5 Werktage Versand abzuwarten sind. Ihr werdet zum Versand von mir informiert, falls ihr der Gewinner seid und euch zurückgemeldet habt.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
– Der Gewinn kann nicht umgetauscht und nicht in bar ausgezahlt werden.
– Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel zu verändern oder abzubrechen, falls ich dies für nötig erachte.
– Facebook selbst hat mir diesem Gewinnspiel natürlich nichts zu tun! 😉

Und jetzt wünsche ich euch allen viel Glück! ❤

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp

Liebe Leser,

ich habe solch ein Glück!
Sehnsüchtig wartete ich auf den Oktober, da ich wusste, dass mit „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp endlich der Nachfolger von „Seele aus Eis“ herauskommt. Außerdem hoffte ich, wieder bei der Leserunde auf lovelybooks.de dabei zu sein, weil sie mir beim letzten Mal so viel Freude bereitet hatte. Und ich bin wirklich dabei! Juhuu!!!

Ich habe dieses Mal nicht nur ein e-Book gewonnen, sondern ein signiertes Druck-Exemplar! Ich bin wirklich sehr glücklich und kann es kaum erwarten, das Buch zu verschlingen. Ich melde mich also erstmal ab und bin dann bald mit einer Rezension wieder da. 😉 Wer die Leserunde verfolgen möchte, kann das HIER tun.

EURE HACHIDORI