Rezension – „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“ von Mia Kankimäki

Meine lieben Leser,

ich hatte das große Glück, noch einen wunderbaren Buddyread mit der lieben Gabriela von Buchperlenblog zu erleben. Das Buch „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“ hatte uns beide aufgrund des Klappentextes sehr interessiert und wir waren beide gespannt, ob uns das Buch begeistern könnte. Wir waren aus einem besonderen Grund skeptisch, denn wir beide mögen nur selten Bücher im typisch japanischen Stil. Das vorliegende Buch thematisiert zwar Japan, wurde aber von einer Autorin aus Finnland geschrieben, weswegen wir hofften, dass der besagte Stil uns nicht ereilen würde. Wie mir das Buch nun gefallen hat, lest ihr wie immer im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

Danke, an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Dinge, die das Herz höher schlagen lassen
  • Autor/in: Mia Kankimäki
  • Übersetzer/in: Stefan Moster
  • Anzahl der Seiten: 526 Seiten
  • Verlag: btb Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (13. April 2021)
  • Genre: Biografischer Roman

INHALT:

Der Leser lernt am Anfang Mia Kankimäki, also die Autorin kennen und befindet sich zunächst in deren Heimat Finnland wieder. Sie berichtet von ihrer Leidenschaft für die Gedichte der japanischen Hofdame Sei Shōnagon, die im 10. Jahrhundert im fernen Japan lebte. Doch nicht nur ihre geschaffene Literatur, sondern auch deren Leben und Persönlichkeit faszinieren die Autorin und sie beginnt, über Sei zu recherchieren – ja noch viel mehr, denn sie gibt ihren Job auf, um ein Jahr in diese Recherchen zu stecken und selbst nach Japan zu reisen.
Sei ist immer dabei und begleitet die Autorin fast schon als imaginäre Freundin, als Seelenverwandte – und manchmal wirkt die Autorin geradezu besessen von dieser verkannten Dichterin, der viel zu häufig negative Attribute zugeschrieben werden.
Mia Kankimäki reist also nach Kyoto, um dort auf den Spuren Shōnagons zu wandeln. Das stellt sich vor Ort dann aber doch als nicht so leicht heraus, da kaum Daten über die Dichterin vorhanden sind.
Ob und welche Informationen die Autorin über Sei findet, was sie auf ihrer Reise durch Japan erlebt, wer sie auf ihrem Weg begleitet und welchen Problemen sie sich gegenüber sieht, das dürft ihr gern selbst lesen.

SCHREIBSTIL:

Die Autorin schreibt amüsant, immer öfter auch ironisch und sehr anschaulich. Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite gefangen nehmen und übte einen ungeheuren Sog auf mich aus, sodass ich es nicht erwarten konnte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen und Mia auf ihrer Suche nach Sei zu begleiten.
Was für mich ganz besonders zum Tragen kam, war das Talent der Autorin, die historischen Fakten um Sei Shōnagon so zu verpacken, dass ich die Informationen förmlich aufgesaugt habe wie ein Schwamm. Ich lechzte nach jedem kleinen Hinweis und bin immer noch begeistert, wie lebendig die Autorin die Heian-Zeit, deren Eigenarten, Sitten und Charaktere darstellte. Sei wurde über die Seiten hinweg auch für mich fast zu einer Freundin und ich vermisste sie schmerzlich, wenn sie sich eine Weile nicht zu Wort meldete. Das komplette historische Wissen ist amüsant und lebensnah aufbereitet. So hätte ich mir Geschichtsunterricht gewünscht. Denn vor dem Buch hatte ich von Sei und ihrem Kopfkissenbuch sowie der Heian-Zeit keinen Schimmer. Und trotzdem schaffte die Autorin es, dass ich genau so wissbegierig wie sie selbst auf ihre Recherchen schaute.
Das Buch ist im Stil eines Tagebuchs geschrieben. Zu Beginn jedes Kapitels wird der Ort und die Jahreszeit bzw. der Monat genannt, als Rahmeninformationen für die Erlebnisse der Autorin. Ergänzt werden die Kapitel durch immer wiederkehrende Einschübe von Seis Gedichten, Listen oder Tagebucheinträgen.

FAZIT:

Das Buch begeistert durch den tagebuchartigen Stil, die passenden Auszüge aus Sei Shōnagons Kopfkissenbuch und die amüsante Aufbereitung der historischen Fakten (ein bisschen erinnerte es uns an den typischen Bridget-Jones-Humor). Bei den Beschreibungen der Erlebnisse in Japan fand ich mich selbst oft wieder zurückversetzt in meine eigene Japanreise vor einigen Jahren. Die Autorin besuchte tatsächlich viele Orte, an denen ich ebenfalls war und kommentierte auch einiges an japanischen Eigenheiten, über die ich schmunzeln musste.
Auch wenn das Buch im letzten Viertel ein bisschen an Leichtigkeit verliert und dadurch auch an Tempo sowie Sog einbüßt, kann es sich gegen Ende wieder fangen und die tolle Wirkung vom Anfang entfalten.

Eine Geschichte um zwei Freundinnen – Seelenschwestern, getrennt durch die Jahrtausende der Geschichte. Die pure Dosis Japan, amüsante Aufbereitung historischer Fakten, ein Seelenstreichler und herzerwärmend. Für mich ein absolutes Jahreshighlight!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Historische Informationen: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das verzauberte Haar“ von Serena Valentino

Meine lieben Leser,

endlich habe ich mich dazu durchringen können, die Fortsetzungen der Disney-Villians-Reihe zu lesen, um dieses Projekt endlich abzuschließen. Dieses Mal möchte ich euch den vorletzten Band „Das verzauberte Haar“ vorstellen, in dem sich alles um die Vorgeschichte von Gothel aus „Rapunzel neu verföhnt“ dreht. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, weil selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das verzauberte Haar
  • Autor/in: Serena Valentino
  • Anzahl der Seiten: 384 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch, Disney

INHALT:

Der fünfte und vorletzte Band der Disney-Villians-Reihe dreht sich um Gothel. Der Leser taucht also in die Welt von Rapunzel ein und verfolgt die kleine Gothel und ihre Schwestern beim Aufwachsen. Sie stehen unter enormen Druck, da ihre Mutter eine sehr mächtige und strenge Hexe ist, deren Ansprüchen sie nie gerecht werden.
Dabei nimmt Gothel für ihre Mutter eine geheimnisvolle Schlüsselrolle ein, die sich erst später erschließt.

Gothel lebt hier mit ihren Schwestern im Wald der Toten, verbringt ihre Tage in einem Anwesen, umgeben von Untoten und Grabsteinen. Den Wald dürfen die Schwestern nicht verlassen. Eine der Schwestern sehnt sich allerdings nach einem anderen Leben und Gothel liebt ihre Schwestern so innig, dass sie ihnen jeden Wunsch erfüllen würde – gleichzeitig ist der Wunsch in ihrem Herzen sehr stark, genau so viel Macht zu besitzen, wie ihre Mutter und eine der größten Hexen zu werden.

Mehr oder weniger beabsichtigt gerät Gothel zwischen ihre eigenen inneren Fronten und begibt sich auf einen dunklen Pfad, den sie nur schwerlich wieder verlassen kann. Die Liebe zu ihren Schwestern treibt sie stets an, doch wird sie sich dabei vielleicht sogar selbst verlieren?

SCHREIBSTIL:

Der Stil ist nicht sehr detailliert und hat eher Kinderbuchcharakter. Dennoch konnte mich die Handlung und die Geschichte um Gothel fesseln und bei der Stange halten, auch wenn einige Fragen offen blieben und die Schilderungen im Allgemeinen sehr oberflächlich blieben. Die Einfachheit der Geschichte macht die Handlung allerdings auch leicht zugänglich und das erste Mal konnte die Autorin in mir echte Emotionen wecken. Somit hatte ich bei diesem Band endlich dieses bekannte Disney-Gefühl. Gothel als Protagonistin hat mir sehr gefallen und sogar etwas Tiefe entwickelt, allerdings blieben viele Nebenfiguren eher blass und gleichartig. Letztlich komme ich aber nicht umhin, zuzugeben, dass mich das Buch schlichtweg unterhalten hat. 🙂

FAZIT:

Dieser Band war für mich mit Abstand der Beste der gesamten Reihe, da er meine Erwartungen erfüllt hat. Es wurde wirklich fast ausschließlich die Vorgeschichte von Gothel erzählt und selbst die drei mysteriösem Hexenschwestern, die ich in den anderen Bänden oft deplatziert fand, fügten sich hier schlüssig in die Geschichte ein. Ich habe mit Gothel mitgefiebert und gelitten und kann tatsächlich besser verstehen, warum sie so „böse“ war. So eine Umsetzung hätte ich mir von den anderen Bänden auch gewünscht.
Nun bin ich gespannt auf den letzten Band und hoffe, dass sich dort nun das Geheimnis um die drei Hexenschwestern auflöst und es am Ende alles einen Sinn ergibt.

Für mich der bisher beste und eingängiste Band der Reihe. Zu 90% wird wirklich die Vorgeschichte eines Disney-Böswichts dargestellt und keine Neuerzählung des Films abgeliefert. Super!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasy: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Mein Lesemonat März & Neuzugänge

Meine lieben Leser,

und wie schnell die Zeit vergeht! Wir haben das erste Viertel des Jahres 2021 schon wieder hinter uns gebracht. Und da möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, welche Bücher mich durch den März begleitet haben und welche in mein Bücherregal eingezogen sind!

LESEMONAT MÄRZ

Insgesamt waren es neun Bücher, die ich im März in der Hand hatte. Davon habe ich aber leider ein Buch nach der Hälfte abgebrochen, weswegen ich am Ende nur acht dieser Bücher wirklich beendet habe. Trotzdem ein ganz ordentlicher Schnitt, so viel habe ich noch nie gelesen in einem Monat!

Und aus folgenden Büchern besteht mein Lesemonat:

– „Das verzauberte Haar“ von Serena Valentino – ♥♥♥♥♡
– „Das Geheimnis der Schwestern“ von Serena Valentino – ♥♥♥♥♡
– „Mit dem Herzen siehst du mehr“ von Aljoscha Long / Ronald Schweppe – ♥♥♥♥♡
– „Blackcoat Rebellion – Die Bürde der Sieben“ (Band 2) von Aimée Carter – ♥♥♥♥♥
– „Blackcoat Rebellion – Das Schicksal der Zehn“ (Band 3) von Aimée Carter – ♥♥♥♥♡
– „Sind Sie hochsensibel?“ von Elaine N. Aron – ♥♥♥♥♡
„Die Erfindung von Mittelerde“ von John Garth – ♥♥♥♥♡
„Die Erfindung von Alice im Wunderland – Wie alles begann“ von Peter Hunt – ♥♥♥♥♡
– „Neuromancer“ von William Gibson – X abgebrochen X

BÜCHER-NEUZUGÄNGE MÄRZ

Und hier ist die Liste meiner Neuzugänge und wie ich dazu gekommen bin:

– „Codex Alera – Die Elementare von Calderon“ von Jim Butcher aus dem Blanvalet Verlag (selbstgekauft)
 „Mona Lisa Overdrive“ von William Gibson aus dem Tropen Verlag  (selbstgekauft)
– Count Zero“ von William Gibson aus dem Tropen Verlag (selbstgekauft)
 „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ von Walter Moers aus dem Penguin Verlag (selbstgekauft)
 „Das Haus der tausend Räume“ von Diana Wynne Jones aus dem Knaur Verlag (selbstgekauft)
– „Die Mächte der Moria“ von Zoraida Córdova aus dem Carlsen Verlag (selbstgekauft)
– „Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt“ von Erika Swyler aus dem Limes Verlag (selbstgekauft)

SUB-ABBAU

Ende Februar lag der SuB bei 168 Büchern.
Der SuB liegt momentan bei 170 Büchern.
Das mit dem SuB-Abbau habe ich noch nicht so ganz raus. 😀

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang – Warum wir einander endlich zuhören müssen“ von Kate Murphy

Meine lieben Leser,

als ich den Titel und das Cover von „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang“ gesehen habe, stand fest, dass ich es unbedingt lesen muss! Ich hoffte sehr auf eine differenzierte Auseinandersetzung mit diesem brandaktuellen und interessanten Thema. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Immer auf Sendung … Nie auf Empfang
  • Untertitel: Warum wir einander endlich zuhören müssen
  • Autor/in: Kate Murphy
  • Übersetzer/in: Nikolaus de Palézieux
  • Anzahl der Seiten: 350 Seiten
  • Verlag: Mosaik Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2021)
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

„Die Evolution gab uns Augenlider, damit wir unsere Augen schließen können, aber sie gab uns keine entsprechende Struktur, um unsere Ohren zu verschließen. Das lässt den Rückschluss zu, dass Zuhören für unser Überleben entscheidend ist.“

– „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang“ von Kate Murphy, S. 55

Dieses Buch umfasst wirklich alle möglichen Themenkomplexe rund um das (aktive) Zuhören.
Zunächst wird in der Einleitung überhaupt erstmal erklärt, welcher Unterschied eigentlich zwischen dem umgangssprachlich bekannten Zuhören und dem wahren, also dem aktiven Zuhören besteht. Es wird vor allem darauf eingangen, dass in unserer hoch technologisierten Gesellschaft diese Fähigkeit so wenig im Alltag zum Tragen kommt, dass wir alle sie zwangsläufig mehr oder minder verlernen. Natürlich bringen einige Menschen bezüglich dessen eine besondere Begabung mit, aber das ist kein Ausgleich für das übergreifende Verlernen.
Danach wird das Zuhören aus neurowissenschaftlicher, biologischer, sozialer, psychologischer, politischer und gesellschaftlicher Sicht beleuchtet. Dieser stetig stattfindende Perspektivwechsel macht das Buch aus meiner Sicht so dermaßen wertvoll, weil der Leser ein umfassendes Bild des Themas gewinnt.
Das Buch zeigt uns auf, dass wir vor allem eines benötigen: Neugier.
Außerdem wird immer wieder deutlich, wie wichtig und dennoch unterschätzt unser Hörsinn doch ist. Oder wusstet ihr bereits, dass dieser neben dem Tastsinn der letzte Sinn ist, den man vor dem Tode verliert? Ich habe das Hören immer eher als selbstverständlich betrachtet, tatsächlich ist er aber überlebenswichtiger als das Sehen.
Auch der Zusammenhang von Humor und dem Zuhören wird erläutert, was ich sehr interessant fand. Ebenfalls beeindruckend war das Kapitel, welches aufzeigte, warum Klatsch für uns ganz gesund ist.
Der Wert von Stille und auch der Zeitpunkt, zu dem man mit dem Zuhören aufhören sollte, werden ebenfalls thematisiert. Das Buch ist wirklich umfassend, ich muss es erneut betonen. Es bietet eine Vielzahl an Informationen und diese sind allesamt sehr gut recherchiert.

Viele werden jetzt sagen, dass sie gute Zuhörer sind und bereits alles über dieses Thema wissen. Aber dennoch, vielleicht auch gerade deshalb kann ich das Buch empfehlen. Denn ich garantiere, dass dieser Annahme nicht so ist und zu 100% jeder Leser aus diesem Buch essentiell wichtige Botschaften für sich mitnehmen kann.

SCHREIBSTIL:

Kate Murphy unterstreicht alle ihre Kapitel mit Anekdoten, wissenschaftlichen Studien sowie Erfahrungsberichten, was die Lektüre dieses Sachbuchs niemals langweilig werden ließ.
Der Schreibstil ist für ein Sachbuch sehr zugänglich und einfach zu verstehen, da sie alle Äußerungen anschaulich gestaltet. Tatsächlich sind so viele Aussagen für mich derart eingängig gewesen, dass mein Buch mit unzähligen Markierungen gespickt ist. Natürlich kann bei einem Sachbuch nicht erwartet werden, dass es in einem Rutsch verschlungen wird, da die pure Informationsfülle gewisse Pausen benötigt. Jedoch konnte ich es praktisch gar nicht aus der Hand legen.

FAZIT:

„Nicht zuzuhören ist ein Grund zur Reue, denn nachdem die Gelegenheit einmal vorüber ist, kann man diesen Moment nie mehr neu erschaffen, und man merkt oft nicht, was man verpasst hat, bis es zu spät ist.“

– „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang“ von Kate Murphy, S. 271

Wie bei vielen großartigen Büchern, fehlen mir hier ein wenig die Worte, um zu beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Meiner Meinung nach ist das wieder mal eines dieser Sachbücher, was jeder mindestens einmal im Leben gelesen haben sollte, da es wirklich viele Infos enthält, die die eigene Sicht auf das Leben und sich selbst verändern kann. Deshalb war dieses Buch ein absoluter Volltreffer für mich. Für mich war es einfach rundum gelungen und sollte auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit erfahren.
Ein rundum gelungenes Werk, das jeder gelesen haben sollte. Ein wichtiges Thema, brandaktuell und viel zu wichtig, um nicht gelesen zu werden. Interessant, wegweisend und eingängig. Eine absolute Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Schreiben Sie mir, oder ich sterbe“ von Hrsg. Petra Müller u. Rainer Wieland

Meine lieben Leser,

wer mir hier auf dem Blog schon länger folgt, der weiß, dass ich Bücher über historische Liebesbriefe sammle. Zu Weihnachten hat wieder einmal eines dieser Bücher den Weg zu mir gefunden. Wie es mir gefallen hat, erläutere ich euch im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Schreiben Sie mir, oder ich sterbe
  • Autor/in: Hrsg. Petra Müller / Rainer Wieland
  • Anzahl der Seiten: 295 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag
  • Ausgabe: 3. Auflage (2019)
  • Genre: Sammlung historischer Liebesbriefe

INHALT:

Das Buch umfasst 77 Liebesbriefe berühmter Männer und Frauen wie beispielsweise Briefe des Ehepaars Curie, Johann Wolfgang von Goethe, John Lennon, Zarin Katharina II. oder Marilyn Monroe.
Die Liebesbriefe wurden dabei in Auszügen abgedruckt und durch Bilder der Briefe oder der Persönlichkeiten ergänzt.
Besonders interessant sind die Kommentare der Herausgeber, die jeden Brief um wichtige Fakten und kleine Biografien der Briefeschreiber erweitern. So kann der Leser sich ein umfassendes Bild des Kontextes jedes Briefes machen.

Wer denkt, dass in diesem Buch allerdings nur schmachtende Liebesbekundungen enthalten sind, der irrt. Denn in diesem Werk sind alle Facetten der Liebe dargestellt, von großer Liebe über Affären bis hin zu Abschiedsbriefen oder Abweisungen ist hier alles dokumentiert.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil der Briefe ist selbstverständlich schwerlich zu bewerten. Es bleibt zu sagen, dass die Briefe in ihrer originalen Mundart abgedruckt wurden und daher auch ab und zu schwierig zu lesen sind. Gerade der Brief von Martin Luther ist aufgrund seiner Datierung in einer ganz anderen sprachlichen Welt angesiedelt und verbrauchte bei mir einiges an Hirnschmalz.
Die Kommentare zu den Briefen sind kurz und bündig und fassen das Wichtigste zusammen, um den Brief zu verstehen und den Leser für weitere Recherchen zu den Persönlichkeiten zu motivieren.

FAZIT:

Eine wirklich gelungene Zusammenstellung von Liebesbriefen berühmter Persönlichkeiten, die vor allem durch ihre Aufmachung mit Bildern derer und der Briefe besticht. Wer zwischendurch in die historischen Gefühle und Geschichten anderer Paare eintauchen möchte, der ist hier genau richtig.
Eine wunderschöne Ausgabe von Liebesbriefen, die ihresgleichen sucht. Durch die Unterlegung mit vielen Bildern ist sie in meinem Bücherregal anderen Versionen etwas voraus und macht die Briefe noch lebendiger. Die Darstellung im Großband macht die Leseerfahrung noch monumentaler. Empfehlenswert!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Auswahl der Briefe: ♥♥♥♥♡
Aufmachung: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,7


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei“ von Aimée Carter

Meine lieben Leser,

kurz vor Jahresende 2020 durfte ich dieses Schätzchen beenden. Und ja – mit einiger Verspätung präsentiere ich euch jetzt die Rezension, weil mir das Frühjahrsputz-Bingo dazwischen kam. Aber aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben. 😉 Nachdem ich letztes Jahr das Kinderbuch „Der Fluch des Phönix“ von Aimée Carter lesen durfte, standen weitere Bücher dieser Autorin auf meiner Wunschliste. Die liebe Ina von Ina’s Little Bakery hat mich dann im Rahmen ihrer Wichtelaktion mit dem ersten Band von „Blackcoat Rebellion“ bewichelt. 🙂 Danke nochmals dafür. Wie mir das Buch gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, weil selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei
  • Autor/in: Aimée Carter
  • Übesetzer/in: Tess Martin
  • Anzahl der Seiten: 320 Seiten
  • Verlag: Dragonfly Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Dystopie

INHALT:

Kitty wird in einer Gesellschaft groß, in der eine kastenähnliche Einstufung über das Vermögen und die Möglichkeiten im Leben entscheidet. Die Regierung betont immer wieder, dass jeder die Chance hat, durch den Eignungstest in eine höhere Stufe zu gelangen.
Eine 6 ist dabei die höchste Einstufung, die möglich ist und bietet die Möglichkeit in hochrangigen Positionen zu arbeiten, während beispielsweise eine 3 nur mindere Tätigkeiten ausführt, wie beispielsweise Kanalreinigungen.
Kitty und ihr fester Freund Benjy stehen kurz vor ihren Eignungsprüfungen. Benjy hat die Aussicht auf einen hohen Rang und hofft, dass Kitty einen Rang erreicht, der es ihnen erlaubt, ihre Beziehung weiterzuführen. Als Kitty bei der Eignungsprüfung nur eine 3 erhält, verheimlicht sie es zunächst, da sie die Befürchtung hegt, Benjy würde sein eigenes Leben für ihres aufgeben.
Als sie sich schlussendlich hochrangigen Mitgliedern der Gesellschaft und Polizisten gegenübersieht, kann sie es nicht fassen, dass ihr der Rang einer 7 angeboten wird. Dieser Rang wird sonst nur vererbt an die Familie der Regierungsangehörigen. Doch welchen Preis muss sie zahlen? Wie übersteht die Liebe zu Benjy die überraschenden Wendungen der Geschichte? Das dürft ihr gern selbst lesen. Alles, was ich darüber hinaus hier beschreiben würde, wäre ein zu krasser Spoiler.

SCHREIBSTIL:

Die Geschichte wird aus Sicht von Kitty erzählt. Aimée Carter hat es genau wie zuvor geschafft, mich in ihren Bann zu schlagen. Ich klebte förmlich an den Seiten und war sehr erstaunt über die Fülle des Inhalts auf diesen doch überschaubaren Seiten. Außerdem fand ich es super, dass Carter eine bereits gefestigte Liebesbeziehung an den Anfang der Geschichte gestellt hat und diese über die Geschichte hinweg eine Rolle spielte, wenn auch keine übergeordnete. Das hat mir sehr gut gefallen, grenzt es sich so doch von vielen Werken des Genres ab, in denen sonst eher das Entstehen einer Beziehung und/oder eine Dreiecksbeziehung im Fokus steht.
Carter legt ihr Hauptaugenmerk jedoch auf das politische Geschehen und die Intrigen sowie Wirrnisse der Regierungsfamilie, in die Kitty hineingerät. Die Geschichte ist außerdem so geschrieben, dass ich einige der Wendungen überhaupt nicht vorhersehen konnte, was mir ebenfalls gut gefallen hat.

FAZIT:

Dieses Buch hat alles geboten, was ich bereits zuvor an Aimée Carter lieben gelernt habe. Sie geht mit der gefestigten Liebesbeziehung in einer Dystopie untypische Wege, schreibt flüssig, spannend und mit viel Eindruckskraft und Emotionen. Ich habe sehr mit Kitty mitgefiebert und einige der Personen sind mir total ans Herz gewachsen – wenn auch einige davon nicht so lange überlebten, wie ich es mir erhoffte. Denn Carter hat auch keine Scheu davor, Charaktere loszuwerden. Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass mir etwas gefehlt hat – ich hätte mir im gesellschaftlichen System noch einen Knackpunkt gewünscht und mehr über die Rebellen erfahren. Aber da es noch zwei Folgebände gibt, kann das ja noch kommen. Zudem hoffe ich, dass einige wenige Charaktere noch mehr Tiefe bekommen.
Ein wahnsinnig toller Auftakt, der mich an die Seiten gefesselt hat. Spannend, mit einer für das Genre untypischen gefestigten Liebesbeziehung direkt zum Anfang. Hat mir wirklich gut gefallen. Ein paar Fragen blieben offen – ich bin gespannt auf die Folgebände.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Dystopischer Rahmen: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,2


Bis bald,
EURE HACHIDORI