Rezension – „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“ von Mia Kankimäki

Meine lieben Leser,

ich hatte das große Glück, noch einen wunderbaren Buddyread mit der lieben Gabriela von Buchperlenblog zu erleben. Das Buch „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“ hatte uns beide aufgrund des Klappentextes sehr interessiert und wir waren beide gespannt, ob uns das Buch begeistern könnte. Wir waren aus einem besonderen Grund skeptisch, denn wir beide mögen nur selten Bücher im typisch japanischen Stil. Das vorliegende Buch thematisiert zwar Japan, wurde aber von einer Autorin aus Finnland geschrieben, weswegen wir hofften, dass der besagte Stil uns nicht ereilen würde. Wie mir das Buch nun gefallen hat, lest ihr wie immer im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

Danke, an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Dinge, die das Herz höher schlagen lassen
  • Autor/in: Mia Kankimäki
  • Übersetzer/in: Stefan Moster
  • Anzahl der Seiten: 526 Seiten
  • Verlag: btb Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (13. April 2021)
  • Genre: Biografischer Roman

INHALT:

Der Leser lernt am Anfang Mia Kankimäki, also die Autorin kennen und befindet sich zunächst in deren Heimat Finnland wieder. Sie berichtet von ihrer Leidenschaft für die Gedichte der japanischen Hofdame Sei Shōnagon, die im 10. Jahrhundert im fernen Japan lebte. Doch nicht nur ihre geschaffene Literatur, sondern auch deren Leben und Persönlichkeit faszinieren die Autorin und sie beginnt, über Sei zu recherchieren – ja noch viel mehr, denn sie gibt ihren Job auf, um ein Jahr in diese Recherchen zu stecken und selbst nach Japan zu reisen.
Sei ist immer dabei und begleitet die Autorin fast schon als imaginäre Freundin, als Seelenverwandte – und manchmal wirkt die Autorin geradezu besessen von dieser verkannten Dichterin, der viel zu häufig negative Attribute zugeschrieben werden.
Mia Kankimäki reist also nach Kyoto, um dort auf den Spuren Shōnagons zu wandeln. Das stellt sich vor Ort dann aber doch als nicht so leicht heraus, da kaum Daten über die Dichterin vorhanden sind.
Ob und welche Informationen die Autorin über Sei findet, was sie auf ihrer Reise durch Japan erlebt, wer sie auf ihrem Weg begleitet und welchen Problemen sie sich gegenüber sieht, das dürft ihr gern selbst lesen.

SCHREIBSTIL:

Die Autorin schreibt amüsant, immer öfter auch ironisch und sehr anschaulich. Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite gefangen nehmen und übte einen ungeheuren Sog auf mich aus, sodass ich es nicht erwarten konnte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen und Mia auf ihrer Suche nach Sei zu begleiten.
Was für mich ganz besonders zum Tragen kam, war das Talent der Autorin, die historischen Fakten um Sei Shōnagon so zu verpacken, dass ich die Informationen förmlich aufgesaugt habe wie ein Schwamm. Ich lechzte nach jedem kleinen Hinweis und bin immer noch begeistert, wie lebendig die Autorin die Heian-Zeit, deren Eigenarten, Sitten und Charaktere darstellte. Sei wurde über die Seiten hinweg auch für mich fast zu einer Freundin und ich vermisste sie schmerzlich, wenn sie sich eine Weile nicht zu Wort meldete. Das komplette historische Wissen ist amüsant und lebensnah aufbereitet. So hätte ich mir Geschichtsunterricht gewünscht. Denn vor dem Buch hatte ich von Sei und ihrem Kopfkissenbuch sowie der Heian-Zeit keinen Schimmer. Und trotzdem schaffte die Autorin es, dass ich genau so wissbegierig wie sie selbst auf ihre Recherchen schaute.
Das Buch ist im Stil eines Tagebuchs geschrieben. Zu Beginn jedes Kapitels wird der Ort und die Jahreszeit bzw. der Monat genannt, als Rahmeninformationen für die Erlebnisse der Autorin. Ergänzt werden die Kapitel durch immer wiederkehrende Einschübe von Seis Gedichten, Listen oder Tagebucheinträgen.

FAZIT:

Das Buch begeistert durch den tagebuchartigen Stil, die passenden Auszüge aus Sei Shōnagons Kopfkissenbuch und die amüsante Aufbereitung der historischen Fakten (ein bisschen erinnerte es uns an den typischen Bridget-Jones-Humor). Bei den Beschreibungen der Erlebnisse in Japan fand ich mich selbst oft wieder zurückversetzt in meine eigene Japanreise vor einigen Jahren. Die Autorin besuchte tatsächlich viele Orte, an denen ich ebenfalls war und kommentierte auch einiges an japanischen Eigenheiten, über die ich schmunzeln musste.
Auch wenn das Buch im letzten Viertel ein bisschen an Leichtigkeit verliert und dadurch auch an Tempo sowie Sog einbüßt, kann es sich gegen Ende wieder fangen und die tolle Wirkung vom Anfang entfalten.

Eine Geschichte um zwei Freundinnen – Seelenschwestern, getrennt durch die Jahrtausende der Geschichte. Die pure Dosis Japan, amüsante Aufbereitung historischer Fakten, ein Seelenstreichler und herzerwärmend. Für mich ein absolutes Jahreshighlight!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Historische Informationen: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das verzauberte Haar“ von Serena Valentino

Meine lieben Leser,

endlich habe ich mich dazu durchringen können, die Fortsetzungen der Disney-Villians-Reihe zu lesen, um dieses Projekt endlich abzuschließen. Dieses Mal möchte ich euch den vorletzten Band „Das verzauberte Haar“ vorstellen, in dem sich alles um die Vorgeschichte von Gothel aus „Rapunzel neu verföhnt“ dreht. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, weil selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das verzauberte Haar
  • Autor/in: Serena Valentino
  • Anzahl der Seiten: 384 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch, Disney

INHALT:

Der fünfte und vorletzte Band der Disney-Villians-Reihe dreht sich um Gothel. Der Leser taucht also in die Welt von Rapunzel ein und verfolgt die kleine Gothel und ihre Schwestern beim Aufwachsen. Sie stehen unter enormen Druck, da ihre Mutter eine sehr mächtige und strenge Hexe ist, deren Ansprüchen sie nie gerecht werden.
Dabei nimmt Gothel für ihre Mutter eine geheimnisvolle Schlüsselrolle ein, die sich erst später erschließt.

Gothel lebt hier mit ihren Schwestern im Wald der Toten, verbringt ihre Tage in einem Anwesen, umgeben von Untoten und Grabsteinen. Den Wald dürfen die Schwestern nicht verlassen. Eine der Schwestern sehnt sich allerdings nach einem anderen Leben und Gothel liebt ihre Schwestern so innig, dass sie ihnen jeden Wunsch erfüllen würde – gleichzeitig ist der Wunsch in ihrem Herzen sehr stark, genau so viel Macht zu besitzen, wie ihre Mutter und eine der größten Hexen zu werden.

Mehr oder weniger beabsichtigt gerät Gothel zwischen ihre eigenen inneren Fronten und begibt sich auf einen dunklen Pfad, den sie nur schwerlich wieder verlassen kann. Die Liebe zu ihren Schwestern treibt sie stets an, doch wird sie sich dabei vielleicht sogar selbst verlieren?

SCHREIBSTIL:

Der Stil ist nicht sehr detailliert und hat eher Kinderbuchcharakter. Dennoch konnte mich die Handlung und die Geschichte um Gothel fesseln und bei der Stange halten, auch wenn einige Fragen offen blieben und die Schilderungen im Allgemeinen sehr oberflächlich blieben. Die Einfachheit der Geschichte macht die Handlung allerdings auch leicht zugänglich und das erste Mal konnte die Autorin in mir echte Emotionen wecken. Somit hatte ich bei diesem Band endlich dieses bekannte Disney-Gefühl. Gothel als Protagonistin hat mir sehr gefallen und sogar etwas Tiefe entwickelt, allerdings blieben viele Nebenfiguren eher blass und gleichartig. Letztlich komme ich aber nicht umhin, zuzugeben, dass mich das Buch schlichtweg unterhalten hat. 🙂

FAZIT:

Dieser Band war für mich mit Abstand der Beste der gesamten Reihe, da er meine Erwartungen erfüllt hat. Es wurde wirklich fast ausschließlich die Vorgeschichte von Gothel erzählt und selbst die drei mysteriösem Hexenschwestern, die ich in den anderen Bänden oft deplatziert fand, fügten sich hier schlüssig in die Geschichte ein. Ich habe mit Gothel mitgefiebert und gelitten und kann tatsächlich besser verstehen, warum sie so „böse“ war. So eine Umsetzung hätte ich mir von den anderen Bänden auch gewünscht.
Nun bin ich gespannt auf den letzten Band und hoffe, dass sich dort nun das Geheimnis um die drei Hexenschwestern auflöst und es am Ende alles einen Sinn ergibt.

Für mich der bisher beste und eingängiste Band der Reihe. Zu 90% wird wirklich die Vorgeschichte eines Disney-Böswichts dargestellt und keine Neuerzählung des Films abgeliefert. Super!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasy: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang – Warum wir einander endlich zuhören müssen“ von Kate Murphy

Meine lieben Leser,

als ich den Titel und das Cover von „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang“ gesehen habe, stand fest, dass ich es unbedingt lesen muss! Ich hoffte sehr auf eine differenzierte Auseinandersetzung mit diesem brandaktuellen und interessanten Thema. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Immer auf Sendung … Nie auf Empfang
  • Untertitel: Warum wir einander endlich zuhören müssen
  • Autor/in: Kate Murphy
  • Übersetzer/in: Nikolaus de Palézieux
  • Anzahl der Seiten: 350 Seiten
  • Verlag: Mosaik Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2021)
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

„Die Evolution gab uns Augenlider, damit wir unsere Augen schließen können, aber sie gab uns keine entsprechende Struktur, um unsere Ohren zu verschließen. Das lässt den Rückschluss zu, dass Zuhören für unser Überleben entscheidend ist.“

– „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang“ von Kate Murphy, S. 55

Dieses Buch umfasst wirklich alle möglichen Themenkomplexe rund um das (aktive) Zuhören.
Zunächst wird in der Einleitung überhaupt erstmal erklärt, welcher Unterschied eigentlich zwischen dem umgangssprachlich bekannten Zuhören und dem wahren, also dem aktiven Zuhören besteht. Es wird vor allem darauf eingangen, dass in unserer hoch technologisierten Gesellschaft diese Fähigkeit so wenig im Alltag zum Tragen kommt, dass wir alle sie zwangsläufig mehr oder minder verlernen. Natürlich bringen einige Menschen bezüglich dessen eine besondere Begabung mit, aber das ist kein Ausgleich für das übergreifende Verlernen.
Danach wird das Zuhören aus neurowissenschaftlicher, biologischer, sozialer, psychologischer, politischer und gesellschaftlicher Sicht beleuchtet. Dieser stetig stattfindende Perspektivwechsel macht das Buch aus meiner Sicht so dermaßen wertvoll, weil der Leser ein umfassendes Bild des Themas gewinnt.
Das Buch zeigt uns auf, dass wir vor allem eines benötigen: Neugier.
Außerdem wird immer wieder deutlich, wie wichtig und dennoch unterschätzt unser Hörsinn doch ist. Oder wusstet ihr bereits, dass dieser neben dem Tastsinn der letzte Sinn ist, den man vor dem Tode verliert? Ich habe das Hören immer eher als selbstverständlich betrachtet, tatsächlich ist er aber überlebenswichtiger als das Sehen.
Auch der Zusammenhang von Humor und dem Zuhören wird erläutert, was ich sehr interessant fand. Ebenfalls beeindruckend war das Kapitel, welches aufzeigte, warum Klatsch für uns ganz gesund ist.
Der Wert von Stille und auch der Zeitpunkt, zu dem man mit dem Zuhören aufhören sollte, werden ebenfalls thematisiert. Das Buch ist wirklich umfassend, ich muss es erneut betonen. Es bietet eine Vielzahl an Informationen und diese sind allesamt sehr gut recherchiert.

Viele werden jetzt sagen, dass sie gute Zuhörer sind und bereits alles über dieses Thema wissen. Aber dennoch, vielleicht auch gerade deshalb kann ich das Buch empfehlen. Denn ich garantiere, dass dieser Annahme nicht so ist und zu 100% jeder Leser aus diesem Buch essentiell wichtige Botschaften für sich mitnehmen kann.

SCHREIBSTIL:

Kate Murphy unterstreicht alle ihre Kapitel mit Anekdoten, wissenschaftlichen Studien sowie Erfahrungsberichten, was die Lektüre dieses Sachbuchs niemals langweilig werden ließ.
Der Schreibstil ist für ein Sachbuch sehr zugänglich und einfach zu verstehen, da sie alle Äußerungen anschaulich gestaltet. Tatsächlich sind so viele Aussagen für mich derart eingängig gewesen, dass mein Buch mit unzähligen Markierungen gespickt ist. Natürlich kann bei einem Sachbuch nicht erwartet werden, dass es in einem Rutsch verschlungen wird, da die pure Informationsfülle gewisse Pausen benötigt. Jedoch konnte ich es praktisch gar nicht aus der Hand legen.

FAZIT:

„Nicht zuzuhören ist ein Grund zur Reue, denn nachdem die Gelegenheit einmal vorüber ist, kann man diesen Moment nie mehr neu erschaffen, und man merkt oft nicht, was man verpasst hat, bis es zu spät ist.“

– „Immer auf Sendung … Nie auf Empfang“ von Kate Murphy, S. 271

Wie bei vielen großartigen Büchern, fehlen mir hier ein wenig die Worte, um zu beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Meiner Meinung nach ist das wieder mal eines dieser Sachbücher, was jeder mindestens einmal im Leben gelesen haben sollte, da es wirklich viele Infos enthält, die die eigene Sicht auf das Leben und sich selbst verändern kann. Deshalb war dieses Buch ein absoluter Volltreffer für mich. Für mich war es einfach rundum gelungen und sollte auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit erfahren.
Ein rundum gelungenes Werk, das jeder gelesen haben sollte. Ein wichtiges Thema, brandaktuell und viel zu wichtig, um nicht gelesen zu werden. Interessant, wegweisend und eingängig. Eine absolute Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei“ von Aimée Carter

Meine lieben Leser,

kurz vor Jahresende 2020 durfte ich dieses Schätzchen beenden. Und ja – mit einiger Verspätung präsentiere ich euch jetzt die Rezension, weil mir das Frühjahrsputz-Bingo dazwischen kam. Aber aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben. 😉 Nachdem ich letztes Jahr das Kinderbuch „Der Fluch des Phönix“ von Aimée Carter lesen durfte, standen weitere Bücher dieser Autorin auf meiner Wunschliste. Die liebe Ina von Ina’s Little Bakery hat mich dann im Rahmen ihrer Wichtelaktion mit dem ersten Band von „Blackcoat Rebellion“ bewichelt. 🙂 Danke nochmals dafür. Wie mir das Buch gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, weil selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei
  • Autor/in: Aimée Carter
  • Übesetzer/in: Tess Martin
  • Anzahl der Seiten: 320 Seiten
  • Verlag: Dragonfly Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Dystopie

INHALT:

Kitty wird in einer Gesellschaft groß, in der eine kastenähnliche Einstufung über das Vermögen und die Möglichkeiten im Leben entscheidet. Die Regierung betont immer wieder, dass jeder die Chance hat, durch den Eignungstest in eine höhere Stufe zu gelangen.
Eine 6 ist dabei die höchste Einstufung, die möglich ist und bietet die Möglichkeit in hochrangigen Positionen zu arbeiten, während beispielsweise eine 3 nur mindere Tätigkeiten ausführt, wie beispielsweise Kanalreinigungen.
Kitty und ihr fester Freund Benjy stehen kurz vor ihren Eignungsprüfungen. Benjy hat die Aussicht auf einen hohen Rang und hofft, dass Kitty einen Rang erreicht, der es ihnen erlaubt, ihre Beziehung weiterzuführen. Als Kitty bei der Eignungsprüfung nur eine 3 erhält, verheimlicht sie es zunächst, da sie die Befürchtung hegt, Benjy würde sein eigenes Leben für ihres aufgeben.
Als sie sich schlussendlich hochrangigen Mitgliedern der Gesellschaft und Polizisten gegenübersieht, kann sie es nicht fassen, dass ihr der Rang einer 7 angeboten wird. Dieser Rang wird sonst nur vererbt an die Familie der Regierungsangehörigen. Doch welchen Preis muss sie zahlen? Wie übersteht die Liebe zu Benjy die überraschenden Wendungen der Geschichte? Das dürft ihr gern selbst lesen. Alles, was ich darüber hinaus hier beschreiben würde, wäre ein zu krasser Spoiler.

SCHREIBSTIL:

Die Geschichte wird aus Sicht von Kitty erzählt. Aimée Carter hat es genau wie zuvor geschafft, mich in ihren Bann zu schlagen. Ich klebte förmlich an den Seiten und war sehr erstaunt über die Fülle des Inhalts auf diesen doch überschaubaren Seiten. Außerdem fand ich es super, dass Carter eine bereits gefestigte Liebesbeziehung an den Anfang der Geschichte gestellt hat und diese über die Geschichte hinweg eine Rolle spielte, wenn auch keine übergeordnete. Das hat mir sehr gut gefallen, grenzt es sich so doch von vielen Werken des Genres ab, in denen sonst eher das Entstehen einer Beziehung und/oder eine Dreiecksbeziehung im Fokus steht.
Carter legt ihr Hauptaugenmerk jedoch auf das politische Geschehen und die Intrigen sowie Wirrnisse der Regierungsfamilie, in die Kitty hineingerät. Die Geschichte ist außerdem so geschrieben, dass ich einige der Wendungen überhaupt nicht vorhersehen konnte, was mir ebenfalls gut gefallen hat.

FAZIT:

Dieses Buch hat alles geboten, was ich bereits zuvor an Aimée Carter lieben gelernt habe. Sie geht mit der gefestigten Liebesbeziehung in einer Dystopie untypische Wege, schreibt flüssig, spannend und mit viel Eindruckskraft und Emotionen. Ich habe sehr mit Kitty mitgefiebert und einige der Personen sind mir total ans Herz gewachsen – wenn auch einige davon nicht so lange überlebten, wie ich es mir erhoffte. Denn Carter hat auch keine Scheu davor, Charaktere loszuwerden. Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass mir etwas gefehlt hat – ich hätte mir im gesellschaftlichen System noch einen Knackpunkt gewünscht und mehr über die Rebellen erfahren. Aber da es noch zwei Folgebände gibt, kann das ja noch kommen. Zudem hoffe ich, dass einige wenige Charaktere noch mehr Tiefe bekommen.
Ein wahnsinnig toller Auftakt, der mich an die Seiten gefesselt hat. Spannend, mit einer für das Genre untypischen gefestigten Liebesbeziehung direkt zum Anfang. Hat mir wirklich gut gefallen. Ein paar Fragen blieben offen – ich bin gespannt auf die Folgebände.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Dystopischer Rahmen: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,2


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Mit dem Herzen siehst du mehr – Buddhistische Weisheitsgeschichten und Meditationen über die Kraft des Mitgefühls“ von Aljoscha Long und Ronald Schweppe

Meine lieben Leser,

gerade in den jetzigen Zeiten sehnen wir uns nach Entspannung und auch nach einem Lichtblick. Ich habe gerade im letzten Jahr viel Kraft aus meinen Yoga-Einheiten gezogen und wollte mich nun auch eingehender mit etwas beschäftigen, was mir immer wieder auf meinem Weg begegnet ist. Die Rede ist von buddhistischen Weisheiten und Meditationen, da ich oft einen wirklich guten Zugang dazu gefunden hatte. Um mich näher damit zu beschäftigen, kam mir das Buch „Mit dem Herzen siehst du mehr“ gerade recht. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden:

| Werbung | Rezensionsexemplar |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Mit dem Herzen siehst du mehr – Buddhistische Weisheitsgeschichten und Meditationen über die Kraft des Mitgefühls
  • Autor/in: Aljoscha Long / Ronald Schweppe
  • Übersetzer/in:
  • Anzahl der Seiten: 256 Seiten
  • Verlag: Lotos Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Ratgeber

INHALT:

Dieses Buch besteht aus mehreren Elementen, die den Gesamteindruck bestimmen. Zum Einen gibt es da die „sachlichen“ Kapitel, die ein bestimmtes Thema behandeln und aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Zum Anderen werden diese Kapitel ergänzt durch eine oder mehrere buddhistische Weisheitsgeschichten, zu erkennen an ihrer kursiven Schriftart. Diese Geschichten sind ebenfalls auf das Thema des jeweiligen Kapitels abgestimmt und laden zum Nachdenken ein. Dabei ist die berühmte Moral von der Geschicht‘ meist nicht das offensichtlich Sichtbare, sondern viel öfter das Unsichtbare und Lehrreiche. Weiterhin werden die Kapitel mit Anleitungen zu Meditationen aufgewertet. Ich persönlich finde schriftliche Meditationsanleitungen immer etwas schwierig, weil ich als Leser sie erst auswendig lernen müsste, um sie dann wirklich anwenden zu können. Und ich könnte mich dann beim Erinnern an die einzelnen Schritte nicht entspannen. Aus meiner persönlichen Sicht sind geführte Meditationen mit Audioanweisungen besser geeignet, vielleicht könnte das in zukünftigen Auflagen ja noch irgendwie mit einer Spotify-Playlist oder ähnlichem kombiniert werden.
Das große allumspannende Thema dieses Buches ist jedoch nicht nur einfach „buddhistische Weisheiten“, sondern die Kapitel umfassen allgemein das Thema des Mitgefühls. Dieses ist nicht zu verwechseln mit Mitleid, was etwas völlig anderes ist. Es wird deutlich gemacht, welche Wichtigkeit Mitgefühl für das Funktionieren einer Gesellschaft hat und, dass wir Mitgefühl nicht nur für andere, sondern auch für uns selbst empfinden sollten, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.
Im Detail beschäftigen sich die Kapitel unter anderem mit der Definition von Verbundenheit, Mitgefühl und Güte. Es wird darauf eingegangen, welche Botschaft das Mitgefühl aussendet und was das mit unserem Herzen zu tun hat. Die Kraft der Meditation wird ebenfalls theoretisch untermauert und erläutert. Der Zusammenhang zwischen Liebe, Angst und Mitgefühl spielt ebenfalls eine Rolle, sowie Mitgefühl in der Praxis. Eines der spannendsten Kapitel für mich war „Vom weisen Umgang mit Hindernissen“, weil mir eine der Übungen daraus sehr nahe ging. Auch Themen wie Einsamkeit, die Kraft des Wir und Toleranz werden angesprochen. Abschließend beleuchtet das Buch außerdem, wie Großzügigkeit mit Mitgefühl und Glückseligkeit zusammenhängt.
Besonders interessant war es, dass die Autoren viele der Inhalte mit Fakten aus Studien untermauerten.
Ich kann mir vorstellen, dass das Buch für Fortgeschrittene auf diesem Gebiet etwas zu oberflächlich in den Informationen sein könnte.

SCHREIBSTIL:

Die Autoren haben es geschafft, komplizierte und oft nicht greifbare Sachverhalte sehr zugänglich und oft amüsant zu schildern, was das Buch sehr unterhaltsam machte.
Die Weisheitsgeschichten werden vielleicht aus Überlieferungen des Buddhismus stammen und auch, wenn hier den Autoren die schriftstellerische Leistungen nicht zugerechnet werden kann, muss der Leser dennoch würdigen, wie passend und herausragend die Auswahl und Zusammenstellung dieser Weisheiten im vorliegenden Werk erfolgte.
Die Anleitungen zu den Meditationen und Übungen sind ausführlich und gut beschrieben, sodass sie gut ausführbar sind, sollte die eigenständige Meditation dem Leser liegen.

FAZIT:

Dieses Buch bietet neben Informationen vor allem eines: Gefühl. Die enthaltenen Weisheiten wirken auf einer philosophischen Ebene und funktionieren nicht, wenn der Leser reines Wissen sucht. Es muss ich darauf eingelassen und manchmal auch länger darüber nachgedacht werden, damit das Buch seine Aussage entfalten kann. Die Meditationen waren für mich allein schwer durchführbar, aber es gab auch viele Übungen, die ich ausprobieren konnte. Diese konnten mich oft direkt abholen und haben mir sehr gut getan. Ich hoffe, dass ich einige Erkenntnisse aus diesem Buch mit in den Alltag nehmen kann.

Ein inspirierendes und informatives Buch, welches vor allem für Einsteiger in das Thema zu empfehlen ist. Die Kombination aus sachlichen Kapiteln, buddhistischen Weisheitsgeschichten und Anleitungen für Meditationen macht daraus eine runde Sache. Wer Entspannung und Ruhe sucht, wird sie in diesem Buch finden.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♡♡
Unterhaltung: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 3,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Serafin – Das kalte Feuer“ von Kai Meyer

Meine lieben Leser,

nach dem dramatischen Ende der Merle-Bücher hat Kai Meyer 2020 vielen Fans einen lang gehegten Traum erfüllt und eine Fortsetzung geschrieben. Ob es die Erwartungen vieler Fans erfüllte und wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, weil selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Serafin – Das kalte Feuer
  • Autor/in: Kai Meyer
  • Anzahl der Seiten: 382 Seiten
  • Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

*** Achtung! Es handelt sich um den vierten Band – evtl. Spoiler zum den vorherigen Bänden vorhanden! ***

Nach dem Ende der Merle-Trilogie wird die Reihe durch den Serafin-Band zur Tetralogie erweitert. Merle und Junipa reisen seit zwei Jahren durch die Spiegelwelt in andere Versionen von Venedig, um Merles Vater zu finden. Dabei treffen sie auch oft auf andere Versionen von sich selbst oder andere Charaktere aus ihrer Welt.
In der Welt von Serafin tauchen die beiden in einem Kanal auf und er schafft es, Junipa zu retten, während Merle verschleppt wird.
Ob Serafin, seine fliegende Katze Cagliostra und Junipa Merle retten können und deren Vater finden, dürfte ihr aber selbst lesen. Alles, was ich jetzt noch weiter über den Inhalt schreiben würde, würde zu viel verraten.

SCHREIBSTIL:

Selbst nach diesen vielen Jahren knüpft Kai Meyer nahtlos an den Schreibstil der Merle-Reihe an. Er konzentriert sich auch hier aufs Wesentliche und trotzdem ist das Buch sehr fantasievoll und tiefgreifend. Einige Entwicklungen haben mir als Leser das Herz gebrochen, aber ich fand sie sehr grandios.
Jedoch muss man klar sagen, dass Kai Meyer nicht den offensichtlichen Weg gewählt hat, den sich viele Leser erhofft hatten. Ich bin sehr froh, dass er das nicht getan hat und freue mich, dass es mich trotzdem so abgeholt hat. Wieder einmal wurde extrem viel Fantasie und Spannung geboten. Ein Ereignis jagte das nächste, sodass ich förmlich an den Seiten klebte.

FAZIT:

Das Buch war so ganz anders, als ich das erwartet hatte und genau das machte es so phänomenal. Serafin steht hier zwar im Fokus, aber genau so ist Merle wieder die Protagonistin. Auch die anderen Charaktere sind mir wieder sehr ans Herz gewachsen. Wieder einmal bin ich fasziniert, wie viel auf diesen wenigen Seiten passiert ist. Ich bin immer noch total traurig, dass ich die Welt von Merle wieder verlassen musste, weil ich mich dort so heimisch gefühlt habe. Einige Fragen blieben für mich noch offen, weswegen ich hoffe, dass ein fünfter Band noch folgen wird.
Eine unglaublich gelungene Fortsetzung, die einen ganz anderen Weg geht, als von vielen Fans erwartet. Genau diese Umsetzung macht das Buch aber so besonders. Offene Fragen lassen auf einen fünften Band hoffen. Jeder Merle-Fan sollte dieses Buch gelesen haben.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasie: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Alice im Wunderland – Wie alles begann“ von Peter Hunt

Meine lieben Leser,

der März neigt sich dem Ende und ich hatte das große Glück, das Buch „Alice im Wunderland – Wie alles begann“ von Peter Hunt als Rezensionsexemplar zu lesen. Der Titel und die Beschreibung hatten mich direkt interessiert, da ich Alice im Wunderland sehr mag und gern mehr über Dodgson alias Lewis Carroll erfahren wollte. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Alice im Wunderland – Wie alles begann
  • Autor/in: Peter Hunt
  • Übersetzer/in: Gisela M. Vorderobermeier
  • Anzahl der Seiten: 128 Seiten
  • Verlag: wbg Theiss Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (März 2021)
  • Genre: Fantasy, Sachbuch

INHALT:

In diesem Buch wird auf einer knackig kurzen Seitenanzahl das wichtigste und manchmal auch skurrilste Wissen über das Buch „Alice im Wunderland“ und dessen Autor vermittelt.
Zu Beginn wird auf Lewis Carroll selbst eingegangen und vor allem darauf, dass dieser Name nur ein Künstlername des in Wirklichkeit als „Charles Dodgson“ bekannten Mannes war.
Nach dem Vorwort widmet sich das Werk zunächst der Entstehungsgeschichte des berühmten Buches „Alice im Wunderland“. Fast jeder hat schon einmal etwas über den Mythos gehört, dass Dodgson mit der echten kleinen Alice und ihren Schwestern eine Bootsfahrt unternahm und zu ihrer Unterhaltung die Geschichte aus dem Stehgreif erfunden hätte, die später an solch großer Beliebtheit und Bekanntheit gewann. Wie viel an diesem Mythos dran ist und welche anderen Einflüsse eine Rolle spielten, wird hier erläutert.
Es wird auch ausführlich auf die Personen eingegangen, die in das Buch eingeflossen sind, welche Figuren diese darstellen und auf welchen Charaktereigenschaften deren Verhalten teilweise beruht.
Die Biografie Dodgsons wird in jedem Kapitel mit eingeflochten, um ein umfassendes Gesamtbild zu liefern.
In eigenen Kapiteln wird schließlich die Außenwelt und Innenwelt des Autors dargestellt, bevor am Ende der Werdegang von „Alice im Wunderland“ als Buch noch einmal erzählt wird – welche Schwierigkeiten gab es beispielsweise beim Druck oder beim Verlegen?
Die unterhaltsamen und interessanten Darlegungen werden am Ende durch Literatur- und Abbildungsverzeichnisse vervollständigt.

Die Texte werden im gesamten Buch viel bebildert und unterstreichen die Botschaften. Es werden Fotografien, originale Illustrationen oder die erste Version eines Deckblatts abgedruckt gezeigt.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist unterhaltsam und sehr einfach gehalten. Aufgelockert werden die reinen Fakten durch kleinere Anekdoten aus Dodgsons Leben. Der Druck ist zusätzlich zu diesem Stil sehr groß, sodass das Buch ein eher kurzweiliges Vergnügen ist. Das tut dem Inhalt jedoch keinen Abbruch.
An einigen Stellen hätte ich zwar gern auch noch etwas mehr Informationen gelesen, allerdings kann der interessierte Leser sich auch im Nachgang weiter damit beschäftigen. An anderen Stellen wurde mir dafür manchmal zu detailliert auf gewisse Umstände anderer Personen eingegangen, die mit Dodgson Berührungspunkte hatten.
Für mein Dafürhalten waren die wichtigsten Aussagen auf den Punkt gebracht und so aufbereitet, dass eine gelungenes Leseerlebnis entstanden ist.

FAZIT:

Dieses gar nicht mal so kleine, dafür aber nicht sehr seitenstarke Buch konnte mich wirklich gut unterhalten und hat mich auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln und Staunen gebracht. Wer mehr über die Hintergründe von „Alice im Wunderland“ und dessen Autor erfahren möchte, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse – vorausgesetzt ist natürlich, dass einem der Umfang des Werkes bewusst ist. Es wird das Wichtigste in den Mittelpunkt gerückt, aber nichts bis ins kleinste Details analysiert, was für mich allerdings sehr angenehm war.

Ein gelungenes, viel bebildertes Werk, welches sich näher mit einem der berühmtesten Bücher aller Zeiten und dessen Autor beschäftigt. Vielseitig, interessant und außergewöhnlich – dieses Buch lädt auf 128 Seiten zum Staunen und Schmunzeln ein. Empfehlenswert!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♡
Unterhaltung: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Merle – Das gläserne Wort“ von Kai Meyer

Meine lieben Leser,

dem dritten und letzten Band der Merle-Reihe von Kai Meyer schaute ich mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf der einen Seite konnte ich es kaum erwarte, weiterzulesen. Auf der anderen Seite hatte ich von vielen anderen Lesern gehört, dass dieser Band ein schockierendes Ende bereithalten sollte. Dieses war auch der Grund, warum sich viele Merle-Fans mit dem Ende nicht zufriedengeben konnten und von Kai Meyer immer wieder eine Fortsetzung verlangten. Wie mir der Abschlussband des Merle-Zyklus dann schlussendlich gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt, weil selbstgekauft |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Merle – Das gläserne Wort
  • Autor/in: Kai Meyer
  • Anzahl der Seiten: 302 Seiten
  • Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

*** Achtung! Es handelt sich um den dritten/letzten Band – evtl. Spoiler zu vorherigen Bänden vorhanden! ***

Nach den Abenteuern in Venedig und der Hölle, erreichen Merle und Serafin unabhängig voneinander Ägypten. Doch dieses Land der Pharaonen liegt unter tiefen Schneemassen begraben. Schnell wird klar, dass nur Winter, die Jahreszeit in Person, dafür verantwortlich sein kann.
Merle, Serafin deren jeweilige Begleiter treffen nun wieder aufeinander und müssen sich gemeinsam dem Urvater der Sphinxen in den Labyrinthen der Pyramiden stellen. Doch dieser kann nur durch eine bestimmte Person bezwungen werden.
Wie die Gruppe aus dem Schlamassel herausfindet, wer den Urvater der Sphinxen besiegen kann, was dies alles kostet und ob sie die Jahreszeit Sommer retten können – das lest ihr am Besten selbst

SCHREIBSTIL:

Der abschließende Band wird ebenso rasant und spannend erzählt, wie seine Vorgänger. Kai Meyer schafft es, selbst im letzten Teil noch neue Elemente mit der Hauptgeschichte zu verweben, ohne das der ständige Mix aus Religionen, Symbolen und Fabelwesen langweilig werden könnte.
Die zahlreichen unterschiedlichen Charaktere sind stets vielschichtig, fantasievoll und wirken niemals farblos. Das ist besonders aufgrund der niedrigen Seitenanzahl wirklich eine Kunst.
Eine bunte Sammlung von Emotionen, eine dauerhafte und abwechslungsreiche Spannungskurve und die magische Handlung machen diese Reihe – und den Abschlussband – zu etwas ganz Besonderem.

FAZIT:

Der Abschluss der Merle-Reihe konnte mich wieder genau so begeistern wie der Auftakt. Ich war sehr traurig, dass ich keine weiteren Abenteuer mehr mit Merle erleben würde. Das angekündigte, schockierende Ende war letztendlich für mich persönlich nicht so schlimm wie gedacht. Zwar waren die Ereignisse tatsächlich schockierend, aber es war für mich ein akzeptables, nicht so genretypisches Ende, mit dem ich gut hätte leben können. Doch Kai Meyer hat mittlerweile den Ruf nach eine Fortsetzung gehört – mit „Serafin – Das kalte Feuer“ kam 2020 ein Nachfolgeband auf den Markt. Ob dieser die Erwartungen der Fans erfüllen kann? Das kann ich euch bald berichten, da er bereits bereit liegt.
Der Abschluss der Reihe wartet mit allem auf, was die ersten zwei Bände besonders machte. Unglaubliche Fantasie, abwechslungsreiche Emotionen, Spannung pur – diese Reihe sollte jeder Fantasy-Fan gelesen haben.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♥
Fantasie: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Erfindung von Mittelerde – Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte“ von John Garth

Meine lieben Leser,

ich bin ein Fan von Mittelerde, all seinen Orten und Charakteren. Darum ist es nicht verwunderlich, dass ich beim Titel „Die Erfindung von Mittelerde“ aufhorchte und umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich es als Rezensionsexemplar lesen durfte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den wbg Theiss Verlag!

| Werbung | Rezensionsexemplar |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Erfindung von Mittelerde – Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte
  • Autor/in: John Garth
  • Übersetzer/in: Andreas Schiffmann
  • Anzahl der Seiten: 210 Seiten
  • Verlag: wbg Theiss Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2021)
  • Genre: Fantasy, Lexikon, Sachbuch

INHALT:

Das Buch „Die Erfindung von Mittelerde“ umfasst wirklich viel geballtes Wissen um die Orte dieser wunderbaren Fantasy-Welt, die so viele Leser begeistern konnte. Dabei überraschte mich vor allem, dass die Analysen sehr viel Sachbuch-Charakter hatten und sicherlich auch für eine Untersuchung im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit geeignet wäre. Es werden Symboliken erläutert, Bezüge zu antiken Figuren oder nordischen Mythen aufgezeigt.
Es beeindruckte mich vor allem, wie vielfältig und groß die Einflüsse klassicher Literatur auf Tolkiens Schaffen waren. Da gibt es nicht nur starke Parallelen zur Artussage, sondern auch zu Homer oder der nordischen Schöpfungsgeschichte.
All das ist so detailliert unter die Lupe genommen worden, dass ich zugegebenermaßen manchmal etwas überfordert mit der Menge an Informationen war, die auf einen einprasselten. Dennoch kann der interessierte Leser und Tolkien-Fan hier viele Infos erschließen, die ich so noch nirgendwo anders in dieser Aufmachung konzentriert vorgefunden hätte.
Besonders begeistert hat mich die Idee der Strukturierung des Inhalts. Dabei wird sich vor allem auf geografische Besonderheiten konzentriert und kategorisiert. Zunächst wird auf England und das Auenland eingangen, was auch eng mit Tolkiens Kindheit verwoben ist. Auch die kartographische Entstehung wird sehr genau beleuchtet.
Das Kapitel „Vier Winde“ erläutert Mittelerdes Entstehung anhand der Himmelsrichtungen und fasst zusammen, was hier jeweils ganz allgemein einen Einfluss ausübte.
Danach folgen „Lúthiens Land“, „Küste und Meer“, „Wurzeln der Berge“, „Flüsse, Seen und Wasserwelten“ sowie „Baumdurchwirkte Lande“. Zum Abschluss wird nochmals eine andere Perspektive eingenommen, die wegführt von den geografischen Merkmalen und mehr hin zur eigentlichen Handlung von Mittelerde. Beleuchtet werden dort „Altertümliche Spuren“, „Wacht und Hut“, „Kriegsschauplätze“ und „Handwerk und Industrie“.
Untermalt werden alle Beschreibungen durch alte Fotografien, Karten, originale Zeichnungen Tolkiens und großformatige Landschaftsbilder, so wie der wissende Leser es bereits von anderen Büchern des Verlags kennt.

SCHREIBSTIL:

Vorweg muss gesagt werden, dass ich sehr überrascht war, wie klein dieses Buch gedruckt ist. Somit ergibt sich eben auch die erwähnte Informationsfülle auf diesen wenigen Seiten. Es wird also trotz geringer Seitenanzahl sehr viel geboten. Die Texte sind aus meiner Sicht sehr wissenschaftlich formuliert, sehr analytisch und zuweilen auch ein kleines Bisschen trocken. Wer also kein Sachbuch, sondern lediglich ein unterhaltsames Feuilleton erwartet, der sollte erneut prüfen, ob das Buch wirklich die richtige Lektüre für ihn ist. Auf jeden Fall liest es sich nicht schnell weg und ist auch kein Buch für Zwischendurch, da es einiges an Hirnschmalz verlangt, um die ganzen Zusammenhänge übergreifend zu verstehen. Die jeweiligen Beschreibungen sind allerdings von solch sprachlicher Schönheit und Informationstiefe, dass der Leser das gern verzeiht.

FAZIT:

Dieses Buch ist zwar keines, was ich einfach zwischendurch lesen würde, aber es ist einfach so vollgepackt mit interessanten Informationen, dass ich nicht umhin komme, es euch wärmstens ans Herz zu legen, wenn ihr mehr über Mittelerde und deren Entstehung erfahren wollt. Zugegebenermaßen hätte ich mir noch die ein oder andere biographische Information mehr zu Tolkien gewünscht, doch das tat der Qualität des Buchs keinen Abbruch.
Ein Buch für echte Tolkien- und Mittelerde-Fans in anspruchsvoller Umsetzung und wunderschöner Aufmachung. Geballte Informationen treffen auf gelungene Bildauswahl. Lesenswert!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♡♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Töchter der Freiheit“ von Theresa Jeßberger

Meine lieben Leser,

das vorletzte Buch „Töchter der Freiheit“ habe ich letztes Jahr im Sommerurlaub gekauft und seitdem wollte ich es unbedingt lesen. Der Klappentext hört sich ziemlich vielversprechend an. Und das Cover ist schon sehr episch, findet ihr nicht?
Wie es mir schlussendlich gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Töchter der Freiheit
  • Autor/in: Theresa Jeßberger
  • Anzahl der Seiten: 448 Seiten
  • Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Juni 2020)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

Die Geschichte dreht sich um Elodea und viele andere Personen. Elodea ist die Magieschülerin der Professorin Loreba. Diese erregt mit ihrer letzten Vorlesung zu verbotenen Dokumenten der Geschichte Aufsehen, sodass sie von den Gesetzeshütern festgenommen wird. Schlussendlich wird sie zum Tode verurteilt.
Das Königreich wird durch die grausame Hand der Königin Obsidia regiert. Doch es regt sich Widerstand durch die Brüder Mhyrias und die sogenannte Aurenen, zu denen auch Elodea gehört. Sie stehen mehr als einmal vor der Frage, was sie bereit sind zu geben, um ihre Freiheit zu erkämpfen.
In dem Buch wird auch aus der Sicht von Obsidia geschrieben und manchmal auch aus Sicht anderer Nebenpersonen. Da es so viele Charaktere gibt, ist es schwierig, einen echten Protagonisten ausfindig zu machen. Elodea kommt dem noch am nächsten.
Der Inhalt fokussiert sich zunächst auf Elodea und Lorebas Schicksal bis hin zur Hinrichtung. Später wird vor allem der Widerstand und die Pläne zur Schlacht thematisiert.
Handlungstechnisch passiert nicht allzu viel, aber es wird viel politisch beschrieben und erläutert. Nicht nur die Geschichte von Avendúr, sondern auch die Machtverhältnisse werden sehr detailliert angegangen. Wer gern über politische Sachverhalte und Intrigen liest, der sollte hier mehr als genug auf seine Kosten kommen.
Für Leser wie mich, die es in dieser Fülle eher nicht so mögen, ist es vielleicht nicht das richtige Buch. Für mich erzeugten gerade die vielen politischen Gespräche irgendwann aufgrund ihrer Ausgeprägtheit sehr viele Längen und die Spannung blieb dadurch für mich aus.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil an sich ist tatsächlich mehr als 0815, da hier schon ein anspruchsvollerer Ton angeschlagen wird. Allerdings ist mir öfter beim Lesen aufgefallen, dass die Sätze sehr kurz und abgehackt wirkten, was den Lesefluss für mich etwas gemindert hat.
Die vielen Charaktere haben erstaunlich viel Leben in sich gehabt, auch wenn Tiefe nicht immer vorhanden war. Tatsächlich gab es viele Figuren, die mir sehr sympathisch waren, doch ihre Beziehungen kamen durch die Überlagerung der Politik zu kurz – für mein Dafürhalten zumindest.
Die Autorin fokussiert sich wirklich sehr auf die Politik, auf die Strategieentwicklung für eine Schlacht und den Widerstand, sodass andere Themen leider keinen Raum bekamen.

FAZIT:

Das Buch war einfach sehr viel anders als meine Erwartung. Ich hatte ehrlich gesagt eine anspruchsvolle Romantasy-Geschichte erwartet, tatsächlich war es dann aber eher ein Fantasy-Roman mit vorrangig politischen Themen, weniger Fantasy und eben auch weniger fokussiert auf die Beziehungen der Charaktere. Wer das mag, kann hier auf seine Kosten kommen, für mich war es leider nichts.
Wenig Spannung, viel Politik. Anders als erwartet und leider nicht mein Fall gewesen, obwohl ich die Charaktere sehr mochte. Hinter der Politik treten einfach alle anderen Themen zurück. Schade.

BEWERTUNG: ♥♥♥♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Fantasie: ♥♥♥♡♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 3,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI