Rezension – „Die letzte Astronautin“ von David Wellington

Meine lieben Leser,

das nächste Bingo-Buch war „Die letzte Astronautin“ von David Wellington. Der Klappentext und das Cover hatten mich total geflasht und ich war so heiß auf dieses Buch, dass ich es direkt zu Erscheinen gekauft habe. Leider ist es dann erstmal aufgrund anderer Projekte auf dem SuB gelandet. Im Folgenden lest ihr, wie es mir nun gefallen hat.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die letzte Astronautin – Wir dachten, wir würden sie nicht länger brauchen, wir haben uns geirrt
  • Autor/in: David Wellington
  • Übersetzer/in: Simon Weinert
  • Anzahl der Seiten: 480 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Science-Fiction, Horror

INHALT:

Sally Jansen ist die letzte Astronautin der Erde. Zumindest die letzte, die noch als Astronautin ausgebildet wurde. Nach einem Vorfall auf der Mars-Mission wurde sie zur Geächteten und das Raumfahrt-Programm eingestellt.
Doch nun stehen die Wissenschaftler, die Regierung, ja die ganze Welt vor einer nie da gewesenen Herausforderung. Ein außerirdisches Raumschiff steuert auf die Erde zu. Niemand weiß, mit welcher Intention es auf dem Weg zur Erde ist.
Die NASA will dem Objekt eine Besatzung entgegen schicken, um die Kommunikation zu suchen. Sie haben nur ein Problem – sie brauchen die über 50-Jährige Sally Jansen für die Mission und die Ausbildung der anderen Crew-Mitglieder.

Das Buch dreht sich anschließend natürlich hauptsächlich um die Weltraum-Mission. Es wird die Reise zum unbekannten Objekt beschrieben, aber viel länger verbringt der Leser die Zeit mit den Crew-Mitgliedern innerhalb des außerirdischen Raumschiffes und begegnet dort allerlei Merkwürdigkeiten und vor allem sehr viel Dunkelheit.
Ihr Leben ist in Gefahr, doch das realisieren sie viel zu spät. Ein Wettlauf gegen die Zeit und beginnt, der droht, ihr gesamtes Verständnis und Wissen auf den Kopf zu stellen.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil – ohja – der hat mich direkt zum Anfang des Buches erstmal sehr daran zweifeln lassen, ob ich das Buch beenden werde. Ich wurde ziemlich auf die Probe gestellt, denn zugegebenermaßen habe ich noch kein anderes Buch in einem ähnlichen Stil gelesen.
Die Geschichte bedient sich des Perspektivwechsels, der ja mittlerweile ein sehr bekanntes Mittel ist, um verschiedene Einsichten in das Geschehen zu ermöglichen. Allerdings wurden die Perspektiven nicht kapitelweise durchgeführt, sondern absatzweise. Noch schwieriger war der Umstand für mich dadurch, dass die Perspektiven nicht gekennzeichnet wurden und ich so niemals wusste, wer gerade spricht. Das hat gerade zum Anfang der Geschichte bei mir für einiges an Verwirrung gesorgt, weil man praktisch mitten ins kalte Wasser geworfen wird und gar keine Orientierungshilfe bekommt. Die vielen unterschiedlichen Charaktere machen es nicht unbedingt einfacher, sich ein Bild von der Ausgangssituation zu verschaffen.
Da wären wir bei einem weiteren Punkt, der mir etwas zu schaffen machte. Die Geschichte wird aus den Perspektiven aller Crew-Mitglieder und auch einer Menschen, die auf der Erde blieben, erzählt. Der Redeanteil hält sich hier fast die Waage, sodass nicht wie erwartet der Fokus auf Sally, der letzten Astronautin liegt. Ganz im Gegenteil verlor ich als Leser den Bezug zu Sally als vermeintlicher Hauptperson und konnte mich bis zuletzt kaum mit ihr identifizieren. Generell führte der ständige Perspektivwechsel zu einer unglaublichen Distanzierung von mir als Leser zu allen Personen und Geschehnissen. Unterstützt wurde dies dann auch noch durch den generell sehr trockenen, emotionsarmen Schreibstil des Autors, der nicht nur an Dialogen, sondern auch öfter an Tiefgründigkeit gespart hat.
Ich hatte mir da von dem Buch etwas ganz anderes erhofft und finde es wirklich sehr schade, dass ich zu Sally so wenig Verbindung aufbauen konnte.
Nichtsdestotrotz war der Handlungsstrang interessant und spannend, sodass ich motiviert war, herauszufinden, was eigentlich hinter all den Fragen steckt, die aufgeworfen wurden. Die größte Wendung um das Raumschiff hat mich dann auch wirklich beeindruckt, weil es für mich eine doch ganz andere Idee war, als man bisher in Sci-Fi-Romanen gelesen hat. Diese innovative Idee hatte unheimlich viel Potenzial, hat zum Ende hin allerdings an Magie und Strahlkraft verloren. Das passierte vor allem auch durch die vielen Längen, die sich immer wieder einschlichen. Aus meiner Sicht war der Spannungsbogen nicht groß, sondern es waren eher viele kleine Erhebungen, die durch direkt nachfolgende Längen ihre Wirkung nicht entfalten konnten.

FAZIT:

Das Cover, der Titel und der Klappentext haben aus meiner Sicht völlig andere Erwartungen geweckt, als das Buch sie erfüllen könnte. Sally Jansen steht nicht im Mittelpunkt und die Geschichte ist nicht so spannend konzipiert, wie ursprünglich gedacht. Zusätzlich wurde die Story immer wieder mit Grusel- bzw. Horror-Elementen ausgestattet, die für mich weder gruselig, noch ein Mehrwert waren.
Die Grundidee und vor allem die Wendung bezüglich des Alien-Raumschiffes hat mir unglaublich gut gefallen und war sehr innovativ. Das Potenzial wurde zum Ende leider nicht ausgeschöpft. Alles in allem war die Geschichte interessant, aber ich fand es teilweise sehr anstrengend zu lesen, weil viele unnötige Längen vorhanden waren.

Eine spannende Grundidee, leider mit vielen Längen. Horror-Elemente waren für mich zu gewollt platziert, der Perspektivwechsel unübersichtlich und inflationär gebraucht. An sich ein nettes Buch, ich fand es aber auch anstrengend beim Lesen. Meine Erwartungen wurden leider enttäuscht.

BEWERTUNG: ♥♥♥♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♡♡♡
Science-Fiction: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♡♡♡

Gesamtwertung = 2,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Love Show – Ist deine Liebe echt?“ von Britta Sabbag

Meine lieben Leser,

das Buch „Love-Show“ von Britta Sabbag hatte mich nicht nur aufgrund der traumhaft schönen Gestaltung gereizt, sondern auch die Story, die an die Truman-Show erinnert, klang für mich vielversprechend. Wie es mir nun tatsächlich gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Love Show – Ist deine Liebe echt?
  • Autor/in: Britta Sabbag
  • Anzahl der Seiten: 352 Seiten
  • Verlag: Fischer Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Liebesroman, Science-Fiction

INHALT:

Auf Aroha Island ist das Leben paradiesisch und beschaulich. Es gibt traumhafte Strände und eine üppige Flora und Fauna. Hier wächst Ray auf. Sie ist mittlerweile 17 Jahre alt und hat keinerlei Sorgen. Ihr Kindheitsfreund Noah ist ihr sehr vertraut, aber dennoch kann sie sich nicht darauf einlassen, mit ihm einen Schritt weiter zu gehen. Er ist mehr wie ein Bruder für sie.
Zur gleichen Zeit erfährt der Leser von einem Fernsehstudio, dass diese Entwicklungen kritisch beäugt. Denn was Ray nicht weiß: Sie und Noah sind die Stars der größten Reality-TV-Show der Welt. Alle Bewohner der Insel, außer den Beiden, sind eingeweiht. Dass aus Noah und Ray nicht wie vom Sender geplant ein Liebespaar wird, lässt die Quoten einstürzen. Darum senden sie Liam, einen Mitarbeiter des Senders auf die Insel, um Ray herumzukriegen.
Doch dann entdeckt Ray Kabel und Kameras und beginnt an ihrem heimatlichen Paradies zu zweifeln …

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil von Sabbag ist sehr einfach gehalten, für meinen Geschmack zu wenig anspruchsvoll. Natürlich ist dieses Buch ein All-Age-Roman, aber auch dann kann aus meiner Sicht etwas mehr sprachliche Rafinesse eingebaut werden. Es wirkte auf mich vom sprachlichen Anspruch eher wie ein Kinderbuch – oder ein Jugendbuch für niedrigere Altersklassen. Dadurch waren die Dialoge leider sehr substanzlos, oftmals nicht fesselnd und haben mich gelangweilt. Es wirkte gerade am Anfang alles sehr belanglos. Erst kurz vor Ende des Buchs erfährt der Schreibstil eine Art Bruch, der dem Lesefluss zugute kam. Ab diesem Moment schreibt die Autorin erwachsener und auch die Charaktere klingen auf einmal tatsächlich, als wären sie 17 Jahre alt und nicht erst 14, wie es vorher den Anschein hatte.
Leider gab es einige Punkte, die ich kritisch sehe. Zum Einen war mir das Auftreten des eingeschleusten Jungen zu aufdringlich – auch die Protagonistin bezeichnet ihn als „unverschämt und übergriffig“. Das wäre an sich nicht ganz so schlimm, wenn er der Antagonist wäre, hier wird aber immer wieder betont, wie sehr dieses Verhalten Ray gefallen würde. Sie lässt auch alles mit sich machen, ist sehr naiv und hat die meiste Zeit des Buches keine eigene Meinung. Dieses Bild bzw. Klischee über Frauen ist nicht mehr zeitgemäß und ich halte es in einem modernen Jugendbuch nicht für angebracht, die Schiene „Frauen lieben Arschlöcher und sind unterwürfig“ zu fahren.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Protagonistin kritisiert, dass der Neuling ein Botaniker ist und dieser gutaussehende Mensch mit so einem langweiligen Thema nicht zusammenpassen würde. Auch das ein sehr krasses Klischee. Es fiel in der Vergangenheit schon anderen Lesern auf, wie eine Art Bashing von Naturwissenschaften in Büchern an der Tagesordnung zu stehen scheint. Dass gutaussehende Menschen sich nicht dafür interessieren könnten oder das nur etwas für „Loser“ wäre, ist eine Ansicht, die für mich wie aus dem vorherigen Jahrhundert anmutet.
Der für mich größte Aufreger war jedoch das Thema Essen. Auch, wenn die Autorin im Schlusssatz nochmal eine Kurve bekommen wollte zu den im Buch getätigten Äußerungen, reichte das nicht für mich aus, die Brisanz des Themas zu verringern. In diesem Buch wird von den Protagonisten wirklich zu jeder Gelegenheit betont, wie ekelhaft und widerlich sie gesundes Essen finden würden. Im selben Atemzug werden sie meist nicht müde zu betonen, wie lecker und toll Fastfood wäre. Dabei werden so krasse Aussagen getroffen, dass Salz zum Glück gesunden Geschmack übertüncht oder dass sie sich nach 100% Zucker oder dem metallischen Geschmack von Zusatzstoffen sehnen, dass es ehrlich gesagt für mich als Leser nicht mehr angenehm zu lesen war. Ich, als Betroffene mehrerer seltener Intoleranzen, habe gelernt, wie sehr diese ungesunde Ernährung unseren Darm schädigt. Ich halte es für unverantwortlich, in einem Buch für eine so junge Zielgruppe von Fastfood, Zucker und Zusatzstoffen zu schwärmen, wo in unserer Gesellschaft doch mittlerweile 50-80% der Menschen mindestens eine Lebensmittelintoleranz haben. Pädagogisch ist das alles andere als wertvoll.

FAZIT:

Rückblickend muss ich sagen, dass der Klappentext ein komplett anderes Bild von dem Buch zeichnet, als es dann tatsächlich war. Im Klappentext wird eine Textstelle zitiert, die relativ spät im Buch ihren Platz findet. So wird suggeriert, dass der Fokus des Buchs auf dem Aufdecken der Lügen und der gespielten Realität im Ray liegt. Wer auf eine Story alá Truman-Show hofft, wird hier allerdings nicht zufrieden sein. Der Fokus liegt klar au der Liebesgeschichte und der Rest läuft nebenher. Das fand ich sehr schade.
Auch die mittlerweile überreizte Konstellation der Dreiecksbeziehung war für mich etwas aus der Zeit gefallen. Die kritischen Passagen taten ihr Übriges und zwischendurch war ich am Überlegen, das Buch abzubrechen. Tatsächlich gewann es aber kurz vorm Ende nochmal an Fahrt, weswegen ich es zwischenzeitlich wirklich angenehm zu lesen fand. Alles in allem wurde hier allerdings nicht das Potenzial ausgeschöpft, was die Geschichte mit sich brachte. Mir fehlte es an Tiefe und mehr Auseinandersetzung mit dem multimediapsychologischen Aspekt. Das Buch und ich wurden einfach keine Freunde, obwohl ich es wirklich wollte.

Ein Buch mit einer spannenden und guten Grundidee, die an die bekannte „Truman-Show“ erinnert. Das Potenzial wurde leider nicht genutzt, schwache Dialoge, blasse Charaktere und fehlende Tiefe ließen mich enttäuscht zurück. Pädagogisch sehe ich einige Aussagen in diesem Werk als sehr kritisch. Da der Fokus der Geschichte außerdem mehr auf der Liebesgeschichte lag, fand ich mit dem Buch letztendlich einfach nicht zusammen.

BEWERTUNG: ♥♥♡♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♡♡♡
Emotionen: ♥♥♡♡♡
Worldbuilding/Rahmen: ♥♥♥♡♡
Charaktere: ♥♥♡♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 2,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Star Wars – Jedi-Chroniken: Das goldene Zeitalter der Sith“ von K. J. Anderson / D. Carrasco u.a.

Meine lieben Leser,

nach den chronologisch ersten Comics aus dem Star Wars Universum habe ich mich nun an den nächsten gewagt. Dieser sollte mir helfen, die Geschehnisse des zweiten Romans besser einzuordnen, weil dort eine Person aus dem Comic eingegangen wird. Wie er mir abschließend gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – Jedi-Chroniken: Das goldene Zeitalter der Sith
  • Autor/in: K. J. Anderson / D. Carrasco u.a.
  • Anzahl der Seiten: 144 Seiten
  • Verlag: Panini Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

In diesem zeitlich gesehen ersten Comic der Jedi-Chroniken verfolgen wir die Geschehnisse rund um die beiden Geschwister Gav und Jori Daragon. Die beiden sind machtsensitiv, aber haben sich gegen die Ausbildung als Jedi entschieden. Sie geraten durch Umwege in die Fänge von Naga Sadow, einem Sith. Dieser steht im Wettstreit mit Ludo Kressh. Sie beide buhlen um die soeben frei gewordene Position als Sith Lord. Zwischen diesen Fronten stolpern die Geschwister ins Geschehen und wissen noch nicht, welche Bedrohung Sadow für die Jedi sein wird. Lediglich ein Jedi-Schüler namens Odan-Urr sieht die verhängnisvollen Geschehnisse voraus.

Mehr möchte ich gar nicht verraten, um nichts zu spoilern.

SCHREIBSTIL:

Der Zeichenstil hat mir erst nicht so sehr gefallen, wurde aber im Verlaufe der Geschichte immer besser. Ähnlich des ersten Bandes der vorherigen Comic-Reihe, fehlt mir bei diesem hier ein wenig mehr Tiefe und Information. Es wurde alles eher oberflächlich behandelt und hier und da mit coolen Sprüchen unterlegt. Besonders gut fand ich allerdings, dass ich mehr über Naga Sadow erfahren habe, welcher auch im zweiten Roman Erwähnung findet.
Der Schreibstil war leider etwas flach und substanzlos, wenn man einige Charaktere betrachtete. Es bleibt zu hoffen, dass es bei den Folgebänden eine Besserung gibt.

FAZIT:

Ich bin selbst noch ganz überrascht, das ich mal Star-Wars-Comics in der Hand halte. Wer hätte das gedacht? Auf jeden Fall hat mich dieser Comic nicht ganz überzeugen können. Ich hatte mir etwas anderes erwartet, denn die Grundidee ist wirklich klasse. Vielleicht wird das Potential aber wieder in den Nachfolgern ausgeschöpft.

Alles in allem eine solide und unterhaltsame Geschichte, mit aber teils blassen Hauptcharakteren. Es fehlte etwas an Substanz, weswegen der Comic für mich nur durchschnittlich bleibt.

BEWERTUNG: ♥♥♥♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Science-Fiction: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 3,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Star Wars: Dawn of the Jedi III – Machtkrieg“ von John Ostrander & Jan Duursema

Meine lieben Leser,

und da hab ich auf einmal den letzten Band zuende gelesen. Offensichtlich hat mich das Star-Wars-Comic-Fieber ereilt. 😀 Ich musste nun einfach direkt wissen, wie es mit dieser Geschichte „Dawn of the Jedi“ weitergeht und habe mir den finalen Band geschnappt. Wie er mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – Dawn of the Jedi: Machtkrieg
  • Autor/in: John Ostrander / Jan Duursena
  • Übersetzer/in: Michael Nogla
  • Anzahl der Seiten: 121 Seiten
  • Verlag: Panini Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Oktober 2014)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

*** Achtung! Es handelt sich um den dritten und letzten Band – evtl. Spoiler zum den vorherigen Bänden vorhanden! ***

Im dritten und letzten Band der „Dawn of the Jedi“-Reihe müssen sich die Je’daii nun dem Angriff der Rakata stellen, den Daegen Lok schon vor langer Zeit in seiner Vision sah. Nach und nach wird aber klar, dass es auf beiden Seiten Verräter gibt und so wird die Schlacht auch zu einem Kräftemesse im Verborgenen.
Außerdem betritt der Leser den sagenumwobenen Spalt auf Tython, aus dem noch nie ein Je’daii zurückkam, ohne dem Wahnsinn zu verfallen. Was wird dort wohl zu finden sein? Da möchte ich gar nicht spoilern, ein Hinweis darauf findet sich aber im chronologisch ersten Roman. 😉
Leider kam mir das Ende dann doch etwas abrupt vor, aber dafür konnte der dritte Teil durch seine Handlung, die Charakterentwicklung und erneut durch die Zeichnungen begeistern. Und sogar ein bisschen Romantik wurde eingebaut, was in Star Wars ja nun nicht unbedingt Standard ist.
Es blieb für mich bis zum Ende spannend, ob die Je’daii oder die Rakata die Schlacht für sich entscheiden, denn beides war denkbar. Wie es ausgegangen ist und was aus Xesh, den Je’daii-Gesellen und Daegen Lok wurde, dürft ihr gern selbst herausfinden.

SCHREIBSTIL:

Auch der letzte Band konnte ähnlich wie der zweite begeistern, indem er sehr viel mehr Tiefe zeigte als der Auftakt. Die Dialoge waren zum Glück größtenteils gelungen und es wurden wieder viele Hintergrundinfos geliefert, die für Star-Wars-Fans interessant sind. Ansonsten ist mir aufgefallen, dass sich manchmal ein paar Tippfehler eingeschlichen hatten und ich frage mich, ob bei der Übersetzung, wirklich alles richtig ist. Die Je’daii und auch Daegen Lok und Xesh nennen sich „Bruder“ oder „kleiner/großer Bruder“, was ich irgendwie sehr merkwürdig fand.

FAZIT:

Auch wenn das Ende abrupt war und für mich einige Fragen offen geblieben sind, konnte das Finale mich abholen. Eventuell bin ich jetzt im totalen Star-Wars-Rausch. Es sei mir gegönnt, denn ich habe noch einige Jahre mit diesem Leseprojekt zu tun, vor allem, wenn ich mich jetzt auch noch in die Comics verliebe. 

Ein würdiges Finale mit Action, einer Mini-Prise Romantik und wirklich starken Zeichnungen. Konnte mich abholen, obwohl das Ende recht abrupt kam und Fragen offen blieben. Hat mich begeistern können.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Zeichnungen: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

MEIN LESEMONAT MAI & NEUZUGÄNGE

Meine lieben Leser,

da steht der Sommer praktisch schon vor der Tür und trotzdem war bisher eher mieses Wetter. Den Pflanzen hat es gut getan, aber ich wünsche mir endlich etwas mehr Sonne und Glücksgefühle. Da der vierte Mai der Star-Wars-Tag ist, habe ich diesen Monat auch für einige Star-Wars-Geschichten genutzt, um mein Leseprojekt voranzubringen. Das hat dann mehr oder minder gut geklappt, weil ich auch in die Comics reingeschaut habe. Alles in allem war der Mai wirklich Sci-Fi-lastig. Im Juni und Juli folgt aber wieder mehr Abwechslung, denn unser Sommerloch-Bingo ist gestartet!

LESEMONAT MAI

Insgesamt waren es sieben Bücher (und Comics), die ich im Mai gelesen habe. Auf „Der Astronaut“ hatte ich wirklich lange hingefiebert und deshalb war ich umso glücklicher, dass ich es als Rezensionsexemplar lesen durfte. 🙂 Mit den Comics habe ich mal etwas außerhalb meiner normalen Lese-Routine ausprobiert und war sogar recht angetan. Da ich mein Star-Wars-Leseprojekt aber nicht noch weiter vergrößern will, wird es wohl vorerst bei den Romanen als Zielstellung bleiben.

Und aus folgenden Büchern besteht mein Lesemonat:

„Der Astronaut“ von Andy Weir – ♥♥♥♥♥
„Roboterland“ von Jenny Kleeman – ♥♥♥♥♡
– „Star Wars – Jedi-Chroniken: Das goldene Zeitalter der Sith“ von K. J. Anderson / D. Carrasco u.a. – ♥♥♥♡♡
– „Star Wars – Der vergessene Stamm der Sith“ von John Jackson Miller – ♥♥♥♥♡
– „Star Wars – Dawn of the Jedi: Machtsturm“ von John Ostrander / Jan Duuserna – ♥♥♥♡♡
– „Star Wars – Dawn of the Jedi: Der Gefangene von Bogan“ von John Ostrander / Jan Duuserna – ♥♥♥♥♡
– „Star Wars – Dawn of the Jedi: Machtkrieg“ von John Ostrander / Jan Duuserna – ♥♥♥♥♡

BÜCHER-NEUZUGÄNGE MAI

Und hier ist die Liste meiner Neuzugänge und wie ich dazu gekommen bin:

– „Das fehlende Glied in der Kette“ von Agatha Christie aus dem Fischer Verlag (gebraucht gekauft)
 „Die Wächter von London“ von Benedict Jacka aus dem Blanvalet Verlag  (Mängelexemplar)
– „Star Wars – Darth Bane: Schöpfer der Dunkelheit“ von Drew Karpyshyn aus dem Blanvalet Verlag (gebraucht gekauft)
 „Star Wars – Darth Scabrous“ von Joe Schreiber aus dem Blanvalet Verlag  (gebraucht gekauft)
– „Star Wars – Darth Bane: Die Regel der Zwei“ von Drew Karpyshyn aus dem Blanvalet Verlag (gebraucht gekauft)
 „Artemis“ von Andy Weir aus dem Heyne Verlag  (Mängelexemplar)
– „Der Totgeglaubte“ von Michael Punke aus dem Malik Verlag (gebraucht gekauft)
 „Star Wars – The Old Republic: Eine unheilvolle Allianz“ von Sean Williams aus dem Panini Verlag  (gebraucht gekauft)
– „Aufstieg und Fall der Dinosaurier“ von Steve Brusatte aus dem Piper Verlag (Mängelexemplar)

SUB-ABBAU

Ende März lag der SuB bei 178 Büchern.
Der SuB liegt momentan bei 186 Büchern.

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Astronaut“ von Andy Weir

Meine lieben Leser,

nach dem großartigen Buch „Der Marsianer“ war ich gefesselt von Andy Weirs Schreibstil. Als ich nun sah, dass „Der Astronaut“ veröffentlicht wird, war ich Feuer und Flamme, es zu lesen. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Danke, an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Astronaut
  • Autor/in: Andy Weir
  • Übersetzer/in: Jürgen Langowski
  • Anzahl der Seiten: 560 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Mai 2021)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

Worum geht es dieses Mal? Ryland Grace, ein Biologe, arbeitet als Lehrer an einer Schule. Er hat Theorien veröffentlicht, die in Wissenschaftskreisen eher kritisch beäugt werden. Doch sein beschauliches Leben hört auf zu existieren, als er aufwacht – allein, ohne Gedächtnis, in einer sehr ungewöhnlichen Umgebung. Roboterarme versorgen ihn und zu allem Überfluss erkennt er, dass er sich mit zwei Leichen in einem Raum befindet. Wo ist er? Und was ist passiert? Langsam erkennt er die unumstößliche Wahrheit: Er befindet sich im Weltraum – und sehr sehr weit weg von seinem Heimatplaneten. Doch er weiß nicht, wieso.

Ich hatte eine Geschichte ähnlich der Blockbuster der letzten Jahre erwartet und dann kam alles völlig anders. Es ist schwierig über dieses Buch zu sprechen, ohne nicht alles zu spoilern. Aus diesem Grund halte ich den Umfang meiner Inhaltsbeschreibung nur begrenzt.
Natürlich sieht sich Grace einem Überlebenskampf gegenüber, jedoch nicht ausschließlich. Nach und nach kehren seine Erinnerungen zurück, die in Rückblicken erzählt werden. Seine Mission und damit sein wahres Ziel wird dadurch aufgeklärt und unterscheidet sich sehr von den anderen bekannten Szenarien, die in Film und Fernsehen bereits oft dargestellt wurden. Der Fokus der Geschichte liegt aber mit fortschreitenden Seiten auch auf einer ganz bestimmten Entdeckung Grace‘ – die ich nicht verraten will, um nichts vorwegzunehmen. Viele Wendungen in der Geschichte halten die Spannung hoch, obwohl das Buch kein lautes ist.

SCHREIBSTIL:

Andy Weir hat es wieder einmal geschafft. Er stellt hochwissenschaftliche Themen dar und trotzdem wollte ich immer weiterlesen. Dazu muss ich sagen, dass ich wirklich kein Profi in Naturwissenschaften bin. Ich liebe die Sterne und den Weltraum, aber Physik oder Mathematik ist so gar nicht meine Welt. Weir beschreibt aber ebensolche Zusammenhänge, Erklärungen oder Berechnungen sehr genau, was mich überhaupt nicht gestört hat – ähnlich wie beim Marsianer. Es wäre zu viel gesagt, dass ich alles im Detail verstanden hätte, aber es hat ausgereicht, um der Geschichte zu folgen. Diese hochwissenschaftlichen Darstellungen tragen selbst beim Lesen durch einen Laien zur Authentizität der Geschichte bei.
Ebenfalls typisch für Weir: „Der Astronaut“ glänzt durch seine vielen Wendungen. Immer wenn ich dachte, jetzt wird alles gut, sah sich Grace wieder einer anderen Schwierigkeit gegenüber.
Allgemein war dieses Buch zwar spannend, aber auch recht ruhig und gemütlich im Tempo. Für mich hat das zu den Weiten des Weltraums gut gepasst.
Das Buch hat für mich einen entscheidenden Unterschied zum Marsianer, den ich leider aus nicht verraten kann, wenn ich nicht spoilern möchte. Ich möchte es so zusammenfassen, dass beim Astronauten aus meiner Sicht mehr Emotionen im Spiel waren. Ich war zumindest öfter als gedacht sehr gerührt.
Was noch Erwähnung finden muss, ist, dass die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Grace im Weltraum und vor der Weltraumreise erzählt wird. Es werden also immer wieder Rückblicke eingearbeitet, sobald Erinnerungen zurückkehren. Am Anfang hat mich das etwas gestört, mit fortlaufenden Seiten jedoch wurde es immer stimmiger.
Einziges kleineres Manko waren selten auftretende Dopplungen von Erklärungen oder Absätzen.

FAZIT:

Nach anfänglicher Skepsis hat mich „Der Astronaut“ von Andy Weir vollends abholen können. Ich wollte das Buch gar nicht beenden, weil mir die zwischenzeitliche Atmosphäre so gut gefallen hat. Die Geschichte ging in eine ganz andere Richtung, als ich das vermutet hatte und genau das fand ich so super. Auch das Ende war für mich total passend, obwohl ich auch da etwas anderes erwartet hatte. Ein paar winzige Fragen bleiben offen – beispielsweise wird relativ spät aufgeklärt, warum Ryland Grace scheinbar keine sozialen Kontakte hatte – eine Frage, die ich mir das ganze Buch über gestellt habe. Wieso nie die Rede von etwaigen Angehörigen war. Die Begründung war am Ende okay – dennoch bleibt bei mir die Frage nach seinen Eltern oder seiner Familie offen. Ansonsten war aber alles sehr authentisch und ich habe den Protagonisten sehr gemocht. Am Ende bleibt nur eins zu sagen: Ich gehöre auf jeden Fall zu Team Rocky. Falls ihr es bereits gelesen habt, wisst ihr ja, was ich damit sagen möchte. 🙂

Eine Geschichte über Naturwissenschaft, Freundschaft und Raumfahrt. Realitätsnah, herzerwärmend und spannend – für mich ein Jahreshighlight!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♥
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Science-Fiction: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Wonderlands – Die fantastischen Welten von Lewis Carroll, J.K. Rowling, Stephen King, J.R.R. Tolkien, Haruki Murakami u.v.a.“ von Laura Miller u.a.

Meine lieben Leser,

als ich das Buch „Wonderlands“ sah, war ich sofort Feuer und Flamme, es zu lesen. Der wbg-Verlag hat mir freundlicherweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt, welches ich euch im Folgenden vorstellen darf. Schon der Untertitel des Buches verheißt uns, dass wir uns auf eine interessante Reise machen werden. Ganz nebenbei passte dieses Buch perfekt in den historischen November mit Buchperlenblog!

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Wonderlands –  Die fantastischen Welten von Lewis Carroll, J.K. Rowling, Stephen King, J.R.R. Tolkien, Haruki Murakami u.v.a.
  • Herausgeber/in: Laura Miller
  • Autoren/innen: Jes Battis, Lawrence Battersby, Matthew Cheney, Noel Chevalier, John Clute, Gary Dalkin, Richard Erlich, Peter Fitting, Andrew E. George, Lev Grossman, Mary Hamilton, Robert Holden, Nick Holdstock, Kat Howard, Maya Jaggi, Lydia Kiesling, Paul Kincaid, Reyes Lázaro, Ann Morgan, Mahvesh Murad, Jonathan Newell, Jeff Nunokawa, Abigail Nussbaum, Margaret J. Oakes, Laurie Penny, Andrew H. Plaks, Eric Rabkin, Adam Roberts, David Seed, Tom Shippey, Jared Shurin, Sharon Sieber, James Smythe, Maureen Speller, Darryl Sterk, Matthew Strecher, John Sutherland, Andrew Taylor, Kola Tubosun, Lisa Tuttle, Benjamin Widiss
  • Übersetzer/in: Hanne Henninger, Susanne Kolbert, Madeleine Kaiser
  • Anzahl der Seiten: 320 Seiten
  • Verlag: wbg Theiss Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Enzyklopädie

INHALT:

Vorweg muss direkt erwähnt werden, wie schön dieses Buch aufgemacht ist. Die Texte sind reich bebildert und sehr hochwertig aufbereitet.

Das Buch „Wonderlands“ ist eine Enzyklopädie, die mit dem Leser eine Reise durch 3000 Jahre der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur unternimmt. Jedem Buch sind dabei zwischen 2-5 Seiten gewidmet. Für jedes dieser Porträts wird über die Handlung des Buches und den Autor berichtet, sowie kleine interessante Fakten in einer Randnote erläutert. Das Cover der ersten Ausgabe und ein Foto bzw. eine Malerei des Autors werden ebenfalls untergebracht.

Gegliedert ist das gesamte Werk in unterschiedliche Epochen. Von „Alte Mythen & Legenden“ über „Wissenschaft & Romantik“, „Das Goldene Zeitalter der Fantasy“ geht es über in die „Neue Weltordnung“ und schließt ab mit dem „Computerzeitalter“.

Angefangen mit dem Gilgamesh-Epos und abschließend mit der neuzeitlichen Literatur, bin ich eingetaucht in die Geschichte meiner liebsten Genres. Hier trifft der Leser auf Altbekanntes, Unbekanntes und neue Impulse. Ich habe unfassbar viele Klebezettelchen verbraucht und meine Wunschliste ist durch dieses Buch nicht gerade kleiner geworden.

Bis auf wenige Ausnahmen, die ich gern vertreten gesehen hätte – mir fehlte bspw. Diana Wynne Jones – habe ich nichts missen müssen. Im Gegenteil war ich überrascht, welche Fülle an Büchern aus dem Genre mir bisher gänzlich unbekannt waren.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist in diese Fall sehr schwierig zu bewerten, da er in einer Enzyklopädie eher berichtend daherkommt. Zuweilen hatte ich zwar schon das Gefühl, dass die einzelnen Kommentare zum Buch von verschiedenen Autoren stammen könnten – aber das waren nur kleinere Unterschiede, die mich dazu veranlassten. Vor allem bemerkte ich es in der Nutzung von Fachtermini und der Verständlichkeit, mit der die Handlung des Buches erläutert wurde.
Für mich war der Großteil sehr leicht verständlich und interessant, nur wenige Passagen waren mir etwas zu trocken und konnten mich nicht packen, was dann aber auch an den behandelten Büchern gelegen haben kann.

FAZIT:

Zusammenfassend kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist nicht nur das perfekte Geschenk für jeden Bücherwurm, der die Genres Fantasy und Science-Fiction liebt, sondern auch eine unverzichtbare Dokumentation der wichtigsten Werke aus diesem Bereich. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, die vielen verschiedenen Welten und Geschichten zu entdecken. Die Aufmachung durch den wbg Theiss Verlag hat ihr Übriges getan, um mich abzuholen, da es durch die großformatigen Bilder ein wahrer Augenschmaus war. Durch die kurzen Kapitel lädt es ein, auch zwischendurch in diesem Buch zu blättern. Für mich ist es eines meiner Jahres-Highlights geworden.
Eine wunderschön anzusehende und sehr interessante Enzyklopädie der berühmtesten Werke der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur, beginnend vor 3000 Jahren. Absolut empfehlenswert!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


ÜBER DIE AKTION „HISTOLOVE“:

Im Rahmen von HistoLove lesen die liebe Buchperlenblog und ich alles von Steinzeit bis in die Neuzeit – also Bücher mit historischem Bezug, welche schon viel zu lange auf unserem SuB liegen. Außerdem hat dieses Genre ein viel zu angestaubtes Image. Auch neuere Erscheinungen sind dabei und erlaubt! Jeder kann jederzeit einsteigen – wir freuen uns auf eure Beiträge! Verlinkt uns gern und nutzt den Hashtag #histolove.

Hier geht es zur Übersicht all unserer gelesenen Bücher im Rahmen von HistoLove.


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Star Wars – Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts“ von Tim Lebbon

Meine lieben Leser,

wer kennt sie nicht, die Filme über den Krieg der Sterne? Tatsächlich haben ja viele eine Abneigung gegen Science-Fiction, was ich auch lange von mir dachte. Doch irgendwann habe ich entdeckt, dass es sich gar nicht so sehr von Fantasy unterscheidet – zumindest nicht in den Grundfesten. Außerdem fasziniert mich der Weltraum seit meiner Kindheit und vielleicht auch deswegen habe ich die Star-Wars-Filme immer gern gemocht. Da die Filme aber nur einen geringen Teil des Star-Wars-Universums abdecken und mein Freund da viel besser durchsieht als ich, habe ich mir vorgenommen, da tiefer einzusteigen. Und wie ihr wisst, mache ich keine halben Sachen. 😉 Der Roman „Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts“ von Tim Lebbon ist chronologisch gesehen der erste Band der Star-Wars-Romane. Eine vollständige Übersicht mit interessanten Zusatz-Infos findet man auf westhoefer-online.de. Wie ihr dort sehen könnt, kommen alle Star-Wars-Romane auf eine stattliche Anzahl von 231 Büchern. Comics sind da ja noch nicht mitgerechnet. Ihr seht, es gibt im Star-Wars-Universum deutlich mehr zu erzählen, als die bekannten Filme uns weismachen wollen.
Mit diesem Roman startet also mein bisher größtes Leseprojekt. Ich möchte nach und nach all diese Romane lesen – was für viele verrückt und für andere ambitioniert klingt. Mir ist klar, dass ich nicht übermorgen dieses Projekt beenden werde, sondern dass es mich wahrscheinlich Jahre begleiten wird, aber ich habe einfach richtig Lust darauf.

Wer jetzt Angst bekommt – ich lese natürlich trotzdem weiterhin alle anderen Genres und bleibe bei meinem gemischten Büchergeschmack – es wird sich also nicht primär um Star Wars drehen auf meinem Blog. 😉

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts
  • Autor/in: Tim Lebbon
  • Übersetzer/in: Andreas Kasprzak
  • Anzahl der Seiten: 400 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Juni 2014)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

Lanoree ist eine Jedaii-Rangerin, die auf ihren Missionen quer durch das Universum reist. Als sie zu den Jedaii-Meistern gerufen wird, erwartet sie jedoch eine außergewöhnliche Aufgabe.
Die Welten und allen voran Lanorees Heimat Tython scheint bedroht – durch einen neuen Widersacher, der versucht, die alten Technologien der Gree zu aktivieren. Jedoch bergen diese die Gefahr, dass der Planet zerstört werden könnte, allen voran die Aktivierung des sogenannten Hypertors. Lanoree soll den Drahtzieher aufhalten, doch da erfährt sie, dass es sich dabei um ihren Bruder handelt. Eine Jagd quer durch den Weltraum beginnt.

Die Handlung spielt sehr lange Zeit vor den bekannten Star-Wars-Filmen und es ist alles noch sehr viel natürlicher. Tython wird als ein Planet dargestellt, der voll ist von der Macht und der Natur. Es wird auf das Jedaii-Rekrutierungsverfahren der Bewohner von Tython eingegangen und mich hat auch fasziniert, dass die Jedaii damals noch keine Laserschwerter führten, sondern ganz normale Schwerter, in die sie ihre Macht leiten konnten. Es wurden auch viele interessante Themen angeschnitten wie vorherige Kriege oder Rebellionen oder auch das Volk der Gree und deren Technologien sowie andere geheimnisumwobene Schilderungen.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil war anfangs recht trocken und ich hatte so meine liebe Mühe, damit warm zu werden. Mitte des Buches wurde die Spannung erhöht, sodass ich ab da richtig Gefallen am Buch fand. Ob der Schreibstil im Original ähnlich ist, kann ich nicht sagen, aber ich kann mir hier nur denken, dass es am Übersetzer liegt. Da ich bereits das nächste Buch von demselben Übersetzer lese, kann ich da zumindest eine Parallele entdecken. Wie gesagt hat dieser sich im ersten Band deutlich ab der Hälfte gesteigert, aber ich hoffe ehrlich gesagt auch darauf, dass die Star-Wars-Bände von anderen Autoren bzw. Übersetzern mich dann doch noch etwas mehr packen können.

FAZIT:

„Mit sich im Einklang sein ist leicht. Doch aus dem Gleichgewicht zu geraten und die Balance wiederzufinden bedeutet, dass man stärker sein muss als die meisten anderen … „

Dam Powl in „Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts“ von Tim Lebbon, S. 395

Die Geschichte um Lanoree habe ich supergern verfolgt und gerade einige Charaktere haben die Geschichte deutlich aufgewertet – allen vorander Schurke Tre Sana, der für mich die absolut beste Figur in der gesamten Geschichte war. Ich fand auch die Ansätze sehr interessant, hätte aber zu gern noch mehr Tiefe erfahren. Viele Themen wie das Volk der Gree oder Visionen von Lanoree blieben unkommentiert, sodass bei mir megaviele Fragen offen sind. Ich fand, da wurde leider oft viel zu viel angeschnitten und der Leser heiß gemacht und am Ende weiß man nichts damit anzufangen. Da es ja praktisch unmöglich ist, alle Comics und Romane zu lesen, hätte ich mir da schon mehr Vollständigkeit gewünscht.
Ein Star-Wars-Roman mit tollen Charakteren, Weltraum-Flair und einer spannenden Grundidee, deren Potenzial leider nicht an allen Stellen ausgeschöpft wurde. Einige Längen und viele offene Fragen am Ende lassen den Roman nur durchschnittlich für mich zurück. Trotzdem eine gute Lektüre für Zwischendurch, die mich gespannt auf die Folgebände schauen lässt.

BEWERTUNG: ♥♥♥♡♡


Wer sich für Star Wars interessiert, wird wissen, dass es unzählige Bücher und Comics aus diesem Universum gibt. Ich hatte irgendwann die fixe Idee, alle Romane zu lesen, die mit Star Wars zu tun haben. Ich halte mich dabei an die zeitliche Chronologie. In anderen Quellen wird noch zwischen den Legends-Romanen und den Kanon-Romanen unterschieden. Ihr dürft mir Glück wünschen bei diesem galaktischen Unterfangen. 😉


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ von Christopher Paolini

Meine lieben Leser,

es ist mittlerweile fast ein Jahrzehnt her, dass wir das letzte Mal etwas vom Autor Christopher Paolini gehört haben. Es ist mittlerweile 16 Jahre her, dass ich mich in den ersten Band der „Eragon“-Reihe verliebte. Noch heute stehen sie in meinem Regalbrett für Allzeit-Favoriten. Nach dem letzten Band der Reihe wurde es jedoch sehr still um Paolini, die Gründe dafür erläutert er in der Danksagung seines neuen Buches.
Und damit sind wir bei diesem Schmuckstück, welches ich euch heute vorstellen möchte! Was habe ich dieses Buch herbeigesehnt, denn als ich Anfang des Jahres erfuhr, dass Paolini ein neues Buch geschrieben hat, war ich ganz aus dem Häuschen. Mich überraschte, dass er kein Fantasy-Jugendbuch geschrieben hatte, sondern sich an das Science-Fiction-Genre heranwagte. Umso mehr fieberte ich auf den Erscheinungstermin hin.
Als ich dann bei einer Aktion auf Instagram eine von 30 glücklichen Gewinnern war, die das Buch vorablesen durften, bin ich quasi ausgerastet. 🙂 Deswegen kann ich euch meine Rezension jetzt schon präsentieren.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne
  • Autor: Christopher Paolini
  • Übersetzer: Barbara Häusler, Anke Kreutzer, Eberhard Kreutzer, Katharina Naumann
  • Anzahl der Seiten: 960 Seiten
  • Verlag: Droemer-Knaur Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (15. September 2020)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

„Unbezahlbar wertvoll waren sie [die Planeten], leuchtende Gärten, in denen die Wärme und Bewegung inmitten der todlosen Leere pulsierten.“

„Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ von Christopher Paolini, S. 771

Der Klappentext des Buches verrät noch nicht allzu viel. 🙂 Die Geschichte dreht sich um die junge Xenobiologin Kira Navarez, die immer davon träumte, ferne Welten zu entdecken. Zusammen mit ihrem Forschungsteam erkundet sie Monde und Planeten, um sicherzustellen, dass dort Bedingungen herrschen, die eine Kolonialisierung möglich machen. Dazu gehört auch der Nachweis, dass es dort kein außerirdisches Leben gibt. Auf einer Mission, die eigentlich reine Routine ist, stürzt sie in eine Felsspalte und entdeckt etwas, was kein Mensch vor ihr zu Gesicht bekommen hat. Diese Entdeckung verändert anschließend ihr komplettes Leben und bringt nicht nur sie, sondern das ganze Universum in Gefahr.

Das ist die Zusammenfassung der anfänglichen Ereignisse, die meiner Meinung nach noch viel zu wenig darüber vermittelt, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Da ich aber niemanden spoilern will, belasse ich es dabei und fasse nur allgemein die Eindrücke zusammen.

Der Inhalt strukturiert sich in sechs Teile. Die ersten drei Teile bauen sozusagen die Brücke zu den letzten drei Teilen. Jeder Teil ist in Kapitel unterteilt, wobei jeder Teil mit dem Kapitel „Exeunt“ (lat. Verlassen) endet. Die Teile sind ebenfalls lateinisch bezeichnet und heißen „Exogenesis“ (lat. Exogenese: von außen einwirkend / eindringend), „Sublimare“ (lat. Sublimieren: verfeinern / von einem Zustand in einen anderen übergehen), „Apokalypsis“ (lat. Apokalypse: Untergang), „Fidelitatis“ (lat. Treue), „Malignitatem“ (lat. Bösartigkeit) und „Quietus“ (lat. Schlafen).
Angehängt ist noch das sogenannte „Addendum“ (lat. Zusatz, Nachtrag), welches physikalische Berechnungen und Erklärungen zur Raumzeit und Überlichtgeschwindigkeit bietet, sowie ein Glossar und eine Chronik.

Ergänzt wird der Inhalt durch zahlreiche Abbildungen, darunter eine Sternenkarte, auf der die unterschiedlichen Planeten und Sterne und deren Entfernung zueinander verzeichnet sind. Außerdem finden sich zwischen den Kapiteln mehrere Abbildungen der Sonnensysteme, in denen Kira unterwegs ist.

Allgemein ist die Handlung in den ersten drei Teilen sehr rasant. So rasant, dass ich mir manchmal wirklich gewünscht hätte, in einigen Momenten länger zu verweilen. Denn lange war nicht klar, wo das Buch mit dem Leser eigentlich hin will, es fehlte an einem übergeordneten Ziel. Die ersten drei Teile warfen unzählige Fragen auf und davon im Verlauf immer mehr, sodass ich mir danach wirklich eine Auflösung wünschte. Weiterhin waren diese Teile geprägt von technischen Details, der Einführung in diese ganz andere Welt und auch von Weltraumschlachten. Diese Schlachten gab es in hoher Zahl und für mein Dafürhalten hätten das in diesen drei Teilen gern ein paar weniger sein können, da sie unnötige Längen provozierten.

Der Leser wird ab Teil vier jedoch mit Gefühlen, Tiefe und Antworten belohnt, die bis dahin gefehlt hatten. Zwar werden bis zum Ende nicht alle Fragen abschließend geklärt, aber es wird eine Spannung geboten, die fast nicht auszuhalten ist. Das Tempo in den letzten drei Teilen war mir aber deutlich angenehmer und sie lasen sich viel leichter weg.

Viele Wendungen oder Ereignisse in diesem Buch waren für mich unerwartet, viele Szenen meisterhaft und bildgewaltig beschrieben. Die Charaktere waren liebenswert und authentisch. Einige von ihnen haben mein Herz gestohlen, allen voran Göffel und über den Verlauf der Geschichte auch der Schiffsverstand Gregorovich.

Letztlich wurde von Paolini sogar der ein oder andere Hinweis auf Eragon eingebaut, den der Leser mit wachem Auge entdecken kann.

SCHREIBSTIL:

„Der Pfad an unser Ziel ist selten gerade. Er ist oft verschlungen, das macht die Reise unterhaltsamer, als sie es sonst wäre.“

„Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ von Christopher Paolini, S. 180

Wer Paolini bereits durch Eragon kennt, weiß, dass er gut darin ist, sich NICHT kurz zu fassen. Sein Schreibstil erzeugt beim Lesen dafür aber sehr starke Bilder und ich hatte mehr als einmal das Gefühl, einen richtig ausgefeilten Hollywood-Blockbuster zu schauen.
Und auch, wenn der Schreibstil an sich gar nicht so komplex ist, erzeugt er durch die vielen Details der Handlung eine Komplexität, die sich nicht mal eben schnell wegliest.
Trotzdem ist die Sprache des Autors von einer Schönheit und Prägnanz geprägt, die ihresgleichen sucht. Der Einfallsreichtum sprengte bisweilen meine eigene Vorstellungskraft, sodass ich einige Absätze mehrmals lesen musste, um sie komplett in mich aufnehmen zu können.
Durch diese Punkte wird aus dem doch recht unspektakulär wirkenden Schreibstil eine anspruchsvolle Lektüre, die ganz ohne Schnörkel auskommt und gerade dadurch das Leserherz erfreut.

Erinnert hat mich das Buch in der Aufmachung und dem Schreibstil an bekannte Werke wie „Der Marsianer“ von Andy Weir sowie „DinoPark“ von Michael Crichton.

FAZIT:

„Das Entscheidende, könnte man sagen, ist doch wohl, dass wir lernen, damit klarzukommen, wo wir gerade sind, und nicht, wo wir waren.“

„Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ von Christopher Paolini, S. 180

Für mich hat Paolini mit seinem Come-Back einwandfrei abgeliefert.
Zuweilen war mir das Tempo zu schnell, aber er hat es geschafft, in diesem Buch zu beweisen, dass er nicht nur Fantasy, sondern auch Science-Fiction at it’s best schreiben kann. Mit seinen 960 Seiten und der doch komplexen Handlung ist dieses Buch alles andere als eine Lektüre für Zwischendurch und verbraucht gerade durch die technischen Details einiges an Hirnschmalz, jedoch begeisterte mich die Vielfalt, der Humor, die Authentizität und der (mit Sicherheit) extrem hohe Rechercheaufwand in diesem Buch. Er hat ein Meisterwerk mit Herzblut geschaffen.

Bildgewaltig, brutal und unbegreiflich (schön) wie das Universum selbst. Science-Fiction in Reinform und ein wahrer Epos mit ein paar Längen. Für mich ein Jahres-Highlight, trotz kleinerer Schwächen.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „DinoPark“ von Michael Crichton

Meine lieben Leser,

wie ich euch letztens berichten konnte, habe ich in Gabriela von Buchperlenblog eine grandiose Lesepartnerin gefunden. Nachdem wir uns zusammen dem Glöckner von Notre-Dame gestellt haben, stellten wir fest, dass wir doch recht viele identische Bücher auf dem SuB haben, die wir im Buddyread lesen könnten. Spontan haben wir uns diesen Monat für einen Buddyread zu „DinoPark“ von Michael Crichton entschieden, welches die Romanvorlage für den bekannten Film „Jurassic Park“ ist. Wie sie uns gefallen hat und sie im Vergleich mit dem Film abschneidet, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: DinoPark
  • Autor: Michael Crichton
  • Übersetzer: Klaus Berr
  • Anzahl der Seiten: 536 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch (1993)
  • Genre: Thriller, Sci-Fi

INHALT:

„Haben Sie eigentlich eine Vorstellung (…) wie unwahrscheinlich es ist, dass auch nur einer von uns diese Insel lebend verlässt?“

Ian Malcom in „DinoPark“ von Michael Crichton, S. 423

Ein alter Mann namens Hammond kauft eine Insel und jede Menge Personal, um einen Zoo der besonderen Art zu eröffnen. Wer die Filme kennt, weiß, dass er aber gleichzeitig die Grenzen der Gentechnik sprengt und das Unmögliche möglich macht – er erschafft aus Millionen Jahre alter DNS die ersten Dinosaurier der Neuzeit. Er wittert ein großes Geschäft und lädt mehrere Menschen vor der Eröffnung ein, um sein Projekt zu begutachten.
Darunter befinden sich unter anderem Dr. Grant, Paläontologe und seine Studentin Ellie Sattler, die sich auf Paläobotanik spezialisiert hat. Dazu kommt Gennaro, ein Vertreter einer Firma, die Hammonds Projekt finanzieren. Er soll überprüfen, ob die Investitionen sich weiterhin lohnen. Zudem werden die Enkel von Hammond eingeladen, Tim (11 Jahre) und Lex (8 Jahre). Er verspricht sich davon, dass Gennaro durch die Kinder besänftigt wird und die Schönheit des Parks erkennt. Auch der aus dem Film bekannte Ian Malcom, ein philosophischer Mathematiker, der stets vor den Gefahren des Parks warnt, findet hier seinen angestammten Platz.
Einige Angestellte von Hammond bekommen nach und nach ebenfalls tragende Nebenrollen im Buch – so zum Beispiel Dr. Wu, der Genetiker von Hammond und Muldoon, der Sicherheitsbeauftragte und sozusagen „Wildhüter“ des Parks. Eine besondere Rolle bekommt Nedry, der Chef-Entwickler, der am Ende der Auslöser für die schlimmen Ereignisse im Park sein wird.

Als sie die Insel betreten, sind alle Beteiligten zunächst geblendet von den vielen Informationen und der unglaublichen Schönheit der Dinosaurier als Wesen, die so eigentlich nicht existieren dürften. Dr. Grant und Ellie Sattler sind vor allem aus wissenschaftlicher Sicht fasziniert, da sie nun Erkenntnisse gewinnen, die über das Deuten von Knochen hinaus gehen.
Tim ist so begeistert von den Dinosauriern, dass er direkt einen Draht zu Dr. Grant aufbauen kann.
Während der Tour entspinnt sich im Hintergrund eine Intrige. Nedry lässt sich bestechen und setzt das komplette Sicherheitssystem des Parks außer Kraft, um die wertvollen Embryos zu stehlen und einem Gegenspieler Hammonds zukommen zu lassen. Dafür soll er reich entlohnt werden.
Durch dieses Ereignis werden auch die Sicherheitszäune abgeschaltet und das Chaos bricht im Park aus. Die Dinosaurier, inklusive des gefürchteten Tyrannosaurus Rex, hinterlistigen Velociraptoren, giftspuckender Dilophosaurier und kleiner, aber gefährlicher Compys kann sich nun frei im Park bewegen.
Die Insassen der Jeeps auf der Besichtigungstour stecken auf einmal fest und spätestens nach dem ersten Aufeinandertreffen mit den großen Bestien ist klar, dass hier nichts nach Plan läuft.
Ein Wettrennen ums Überleben beginnt und die Charaktere stolpern ab diesem Moment von einer Herausforderung in die nächste.

Buch vs. Film – einige Unterschiede

Anders als im Film, sind die Rollen der Kinder leicht vertauscht. So ist Lex im Film die Ältere der beiden und besitzt Computerkenntnisse, während im Buch all das Tim zugeschrieben wird. Lex ist im Buch lediglich nervig und macht sich durch ihren Lieblingssatz: „Ich habe Hunger.“ mehr als unbeliebt, da sie uneinsichtig bleibt und niemals den Ernst der Lage zu erfassen scheint.
Zudem ist Hammond alles andere als der nette Bilderbuch-Opa. Vielmehr ist er ein gieriger Raffzahn, der die ganze Zeit nur an sein Projekt denkt und zu keiner Zeit einsehen will, dass Lebensgefahr besteht. Bis zuletzt besteht er darauf, dass seinen Dinosauriern kein Haar gekrümmt wird, weil er sie für den Umsatz noch brauchen wird. Geld, Geld und nochmals Geld – mehr scheint in seinem Kopf nicht mehr zu existieren. Er ist geradezu besessen vom DinoPark.
Eine weitere Abweichung liegt in dem Ablauf der Geschichte. Zwar finden wir uns als Leser oftmals an bekannten Schauplätzen wie dem Aviarum mit den bedrohlichen Pteranodons oder der Cafetaria des Besucherzentrums wieder, aber der Ablauf ist weit weniger actiongeladen als im Film, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut.
Die Art, wie die Menschen in diesem Buch zu Tode kommen, ist jedoch weitaus brutaler als im Film und die Anzahl höher. Ich möchte hier nicht spoilern, wen es betrifft, nur soviel: im Buch sterben mindestens zwei Personen, die im Film am Leben bleiben.
Im Buch gibt es zudem noch deutlich mehr Erzählperspektiven, die im Film gar nicht vorkommen. Gerade am Anfang der Geschichte wird über mehrere Personen am Festland berichtet, die in Kontakt mit kleinen Echsen geraten. Es werden vermehrt Angriffe auf Kinder und Babys beobachtet und eine Ärztin auf dem Festland behandelt einen von Dinosauriern verletzten Bauarbeiter von Hammonds Insel.

SCHREIBSTIL:

„Das ist die alte Crux unserer Spezies (…) Jeder sieht es kommen, nur nicht so bald.“

Ian Malcom in „DinoPark“ von Michael Crichton, S. 129

Und schon im Jahre 1993 bewies Michael Crichton, wie gut Perspektivwechsel in einer Geschichte funktionieren können, wenn man sie nur gekonnt einsetzt. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von wechselnden Perspektiven bin, es sei denn, es trägt unmittelbar zum Verständnis der Geschichte bei. Das ist im vorliegenden Buch der Fall und ich finde, es wurde grandios geschrieben.
Crichton versteht sich darauf, wissenschaftliche Zusammenhänge ganz nebenbei in die Geschichte einzubauen und so zu erklären. Außerdem hat er einen trockenen Humor, der mir sehr gut gefallen hat. Der Spannungsbogen erhöht sich über den Verlauf der Geschichte und bleibt dann bis zum Ende mit kleineren Unterbrechungen stetig erhalten.
Bis auf einige Szenen, in denen mit Crichton wohl etwas die Fantasie durchgegangen ist, war das Buch für mich sehr authentisch und erschreckend real. Ganz nebenbei ruft der Autor zwischen den Zeilen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur auf und weist auf den Schaden hin, der durch eine wirtschaftliche Nutzung der Genforschung entstehen kann.
Gleichzeitig sind die über 500 Seiten nur so dahingeflogen. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und der Schreibstil war mehr als eingängig und gleichzeitig intelligent.

FAZIT:

„Der Planet ist nicht in Gefahr. Wir sind in Gefahr. Wir haben nicht die Macht, den Planeten zu zerstören – oder ihn zu retten. Aber vielleicht haben wir die Macht, uns zu retten.“

Ian Malcom in „DinoPark“ von Michael Crichton, S. 492

Dieser Klassiker unter den Thrillern ist eine Hommage an die Dinosaurier und das Leben, welches wir nicht versuchen sollten, zu kontrollieren. Wie an meinen Zitaten zu sehen ist, kommen die scharfsinnigsten Worte von Ian Malcom, der schon früh vor den Folgen und Gefahren des DinoParks warnt. Gerade diese Äußerungen sind es auch oft gewesen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Das Buch hat mich aber auch schmunzeln und mitfiebern lassen – und am Ende ist es das, was ich bei einem Buch suche: ein Potpourri an Gefühlen, die beim Lesen ausgelöst werden. Ich komme zu dem Schluss, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte, der sich einen echten Dinosaurier-Fan schimpft. 🙂
Ein intelligentes, immer noch brandaktuelles Buch mit wichtigen Botschaften, trockenem Humor, viel Spannung und einer gehörigen Portion Dinosaurier-Biss. Ein unsterblicher Klassiker der Neuzeit!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI