Rezension – „Star Wars – The Old Republic – Revan“ von Drew Karpyshyn

Meine lieben Leser,

und es geht weiter mit meinem Star-Wars-Leseprojekt! Heute widmen wir uns dem chronologisch dritten Roman und auf den habe ich mich richtig gefreut, da es mit dem Spiel „Star Wars – Knights of the Old Republic“ zusammenhängt, was ich mal gezockt hatte (und nun eventuell nochmals spiele). Wie mir das Buch nun abschließend gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – The Old Republic – Revan
  • Autor/in: Drew Karpyshyn
  • Übersetzer/in: Jan Dinter
  • Anzahl der Seiten: 315 Seiten
  • Verlag: Panini Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (März 2012)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

Wer das Spiel „KotoR“ gespielt hat, wird die Figur Revan eventuell kennen. Das Spiel muss man als Leser jedoch nicht zwangsweise kennen.
Revan, ein Jedi, der zur dunklen Seite der Macht wechselte und danach wieder zurück auf die helle Seite. Diese ambivalente Figur ist genau aus diesem Grund so spannend – und auch so mächtig.
Das vorliegende Buch behandelt sozusagen das Ende der Geschichte um Revan. Nach seiner Beteiligung an den Mandalorianischen Kriegen ohne Zustimmung des Jedi-Rates und als er zurückkehrt, löscht der Rat seine Erinnerungen, um ihn vor sich selbst zu schützen.

Revan lebt nun ohne Erinnerungen an seine Taten mit seiner Frau Bastila und seinem Sohn in Coruscant. Er wird immer wieder von Albträumen geplagt. Schlussendlich macht er sich mit seinem Freund Canderous auf die Suche nach dem Ort aus seinen Träumen und auch nach seinen Erinnerungen. Während dieses Abenteuers sieht er sich sowohl Mandalorianern als auch Sith gegenüber und er gerät in einen Kampf auf Leben und Tod. Warum gleich zwei Masken/Helme eine Rolle in diesem Buch spielen, dürft ihr gern selbst lesen.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil hat mir enorm gut gefallen. Er ist sehr angenehm und trotzdem anspruchsvoll genug. Ich mochte die vielen, lebendigen Dialoge und epischen Kämpfe.
Am Anfang kam ich zwar etwas schleppend in die Geschichte hinein, aber ich wurde danach mit ordentlich Spannung, Action und Emotionen entschädigt. Vor allem das Ende hat mich sehr bewegt und war ganz anders als erwartet, vor allem tiefgehender als vermutet. Ich möchte hier allerdings nichts verraten, um niemanden zu spoilern.
Die Charaktere waren allesamt charmant und interessant, insbesondere der tapfere, kleine Droide T3-M4 hat mein Herz im Sturm erobert. 🙂

FAZIT:

Die Geschichte ist wirklich ein würdiger Abschluss der Erzählung um Revan, eine der spannendsten Figuren im Star-Wars-Universum. Das Ende der Geschichte hat mich praktisch umgehauen und emotional leicht zerstört, allerdings ist es so stimmig, dass ich es dem Autor nicht übel nehmen kann. Es hat sich auch so schnell weggelesen, dass ich es nur jedem Fan dieses Universums ans Herz legen kann.

Ein Buch, das mich zugegebenermaßen überrascht hat. Für mich eins der besten Bücher der Star-Wars-Romane. Gerade das Ende hat es in sich und ich habe einen neuen Lieblingscharakter für mich gefunden. Nein, nicht Revan, sondern T3-M4.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Science-Fiction: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,4


Wer sich für Star Wars interessiert, wird wissen, dass es unzählige Bücher und Comics aus diesem Universum gibt. Ich hatte irgendwann die fixe Idee, alle Romane zu lesen, die mit Star Wars zu tun haben. Ich halte mich dabei an die zeitliche Chronologie. In anderen Quellen wird noch zwischen den Legends-Romanen und den Kanon-Romanen unterschieden. Ihr dürft mir Glück wünschen bei diesem galaktischen Unterfangen. 😉


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Tage in Tokio“ von Christian Peters

Meine lieben Leser,

ganz unerwartet hat sich ein bisschen Japan-Lektüre zwischen meine aktuellen Bücher gemogelt. Ich hatte wirklich richtig Bock auf Japan-Vibes und Fernweh-Gefühle. Da kam mir „Tage in Tokio“ von Christoph Peters gerade recht. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Danke, an den Luchterhand Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Tage in Tokio
  • Autor/in: Christian Peters
  • Zeichner/in: Matthias Beckmann
  • Anzahl der Seiten: 256 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (September 2021)
  • Genre: Reisebericht

INHALT:

Christoph Peters beschäftigte sich laut Klappentext 35 Jahre lang intensiv mit Japan. In dem vorliegenden Buch beschäftigt er sich mit den Eindrücken seiner allerersten Japanreise, die ihn nach Tokio führt. Was mich persönlich solche Vorfreude auf das Buch entwickeln ließ, war die Ankündigung einer wahren Liebeserklärung an das Land der aufgehenden Sonne – so wird es im Klappentext bezeichnet.

Das Buch gliedert sich in acht Kapitel. Diese behandeln die Ankunft des Autors, die japanische Landschaft, seine Unterkunft in einem Ryokan (ein traditionelles japanisches Hotel), die Zen-Kultur, Kunst, die U-Bahn, Teekeramik, Sushi, Sprachgewohnheiten, das älteste Kaufhaus der Welt, Tempel und Boxkämpfe.

Am Anfang erfasste mich während der Lektüre erst einmal Wehmut. Die Schilderung der Ankunft, das erste Mal den Fujiyama sehen und die Beschreibung von Landschaft und Architektur erinnerten mich zwangsläufig an meine eigene Japanreise zurück. Auch seine Beschreibungen über den Asakusa-Tempel oder andere japanische Eindrücke waren für mich eine kurze mentale Reise in mein Herzensland.
Leider machen diese Reiseeindrücke nicht den Hauptteil des Buches aus. Der Autor baut immer wieder längere Passagen ein, in denen er über gewisse Eigenheiten der Japaner oder auch über komplett japanfremde Themen philosophiert und Interpretationen seinerseits erläutert. Viel Raum im Buch wird von seinen Erfahrungen und seinem Wissen über Teekeramik eingenommen, was ich zwar auch informativ fand, in diesem Detailgrad aus meiner Sicht aber unnötige Längen provoziert hat. Auch das letzte Kapitel über die Boxkämpfe hatte für mich wenig Japan-Flair und trug für mich nicht dazu bei, dass der Autor den Unterschied zwischen Japan und Deutschland darstellen konnte, was, wie er selbst erwähnt, das Leitthema seiner Werke ist.

Die Seitenanzahl ist eher niedrig angesetzt, würde für einen fokussierten Reisebericht aber meiner Meinung nach ausreichen, um ein grobes Bild mit einigen Details des Landes nachzuzeichnen.

SCHREIBSTIL:

Hier kommen wir zu einem für mich großen Manko des Buches. Mir hat der Schreibstil leider gar nicht zugesagt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach der angekündigten Liebeserklärung in dem Buch lange suchen musste und sie nur zwischen den Zeilen entdecken konnte. Der Autor hat für mich einen gewissen Unterton in seinem Schreibstil, der alle Schilderungen negativ und überkritisch wirken lässt. Wird am Anfang noch erläutert, dass er verneinte, als andere Leute ihn fragten, ob er nicht enttäuscht sein wird, wenn er nach so langer Zeit nach Japan reist; ergibt sich mir beim Lesen dann ein anderes Bild. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass er unterbewusst eben dieser Erwartung entsprechen wollte, indem er alles besonders kritisch betrachtet, damit er nur nicht zu begeistert sein könnte.
Ich hatte wahrscheinlich auch einfach andere Erwartungen an das Buch. Denn für jemanden, der sich 35 Jahre mit Japan beschäftigt, wirkte er im Umgang mit den japanischen Gepflogenheiten sehr unsicher, manchmal etwas wie der typische Tourist. Ich hätte zumindest erwartet, dass man in dieser langen Zeit einer Leidenschaft ein paar Worte Japanisch lernt, beispielsweise „sumimasen“ (Entschuldigen Sie) oder ein paar Floskeln für eine Bestellung in einem Restaurant, was nicht der Fall war. Denn als Japankenner ist einem durchaus bewusst, dass in diesem Land wenig bis gar kein Englisch gesprochen wird.
Eine weitere Ausprägung des Schreibstils waren die seitenlangen philosophischen Auseinandersetzungen mit den Details der japanischen Lebensweise oder einigen Marotten, die Japaner aus meiner Sicht so liebenswert machen. Oftmals wurde von Seiten des Autor hier eine Interpretation in Richtung Nationalismus und Angepasstheit der Japaner vorgenommen, der ich nicht vorbehaltlos zustimmen kann. Auch hier wirkten die Auseinandersetzungen mit diesen Themen eher kleinlich und überkritisch, anstatt liebevoll und begeistert. Zudem hatten diese Passagen wenig mit dem eigentlichen Reisebericht zu tun, sodass es mir schnell langatmig vorkam und ich ein bisschen die Lust an der Lektüre verlor.
Letztendlich war mir der Schreibstil zu distanziert, so kalt und zu stark analysierend sowie unnötig interpretierend, da hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Mir hätte es besser gefallen, wenn er sich mehr auf den Reisebericht fokussiert hätte, denn ich weiß nicht einmal, wie langer er jetzt eigentlich dort war, noch hat er aus meiner Lesersicht sonderlich viel gesehen oder erlebt in Tokio – zumindest habe ich es als Leser nicht wirklich erfahren.
Was ich allerdings als einen guten Ansatz empfunden habe, waren die historischen Fakten, die hier und da in den Bericht eingeflossen sind und sehr informativ und spannend waren.

FAZIT:

Leider konnte mich das Buch nicht abholen. Als echter Japan-Fan hatte ich mir davon eine mentale Reise nach Japan erhofft, aber nur sehr wenige Reiseeindrücke bekommen. Stattdessen wurde sich auf Themen konzentriert, die zwar nicht uninteressant waren, aber wenig Bezug zu Japan hatten. Die Infos über die Teekeramik waren zwar informativ, aber zu detailliert und dadurch langatmig. Auch die überkritische Auseinandersetzung und das Fremdeln mit der japanischen Kultur ließen mich beim Lesen eher unbehaglich zurück. Dazu kam ein sehr abruptes Ende, ohne wirkliches Schlusswort. Ich konnte für mich aus dem Buch leider nicht viel mitnehmen und deshalb war es leider nicht mein Fall und ich kann es schweren Herzens nicht besser bewerten, obwohl ich mich echt so sehr darauf gefreut hatte.

Zu wenig Reisebericht, zu viele Nebenschauplätze. Mir fehlte die Liebeserklärung an Japan, dafür waren mir der Ton des Buches zu negativ unterstetzt. Teils seitenlange Interpretationen und philosophische Gedankengänge des Autors erzeugten für mich eine dämpfende Schwerfälligkeit. Schade, ich hatte mir mehr versprochen.

BEWERTUNG: ♥♥♡♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♡♡
Unterhaltung/Emotionen: ♥♥♡♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♡♡♡
Japan-Vibes: ♥♥♡♡♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 2,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Star Wars – Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi“ von Charles Soule

Meine lieben Leser,

und es geht weiter mit meinem Star-Wars-Leseprojekt! Dieses Mal weiche ich ab von meiner chronologischen Reihenfolge beim Lesen und zwar für die Neuerscheinung „Das Licht der Jedi“, welches der Auftakt zu einer ganz neuen Epoche in der Star-Wars-Zeitrechnung ist. Es werden mehrere Romane und anderes zur Hohen Republik erscheinen. Mit „Das Licht der Jedi“ wird hier also der Startschuss gesetzt. Ich hatte das Buch lange herbeigesehnt und bin froh, dass ich es nun gelesen habe. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi
  • Autor/in: Charles Soule
  • Übersetzer/in: Andreas Kasprzak
  • Anzahl der Seiten: 496 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (August 2021)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

Und endlich beginnt sie, die neue Epoche im Star-Wars-Universum! Endlich können Fans die Zeit der Hohen Republik erkunden! Zeitlich gesehen spielen die Ereignisse nach „The Old Republic“ und vor Episode I, um für euch eine ungefähre Einordnung zu erreichen. In meiner chronologischen Liste der Romane findet ihr allerdings noch eine genauere Zuordnung.

Die Ereignisse starten im Hetzal-System und überschlagen sich. Im System erscheinen unzählige Objekte aus dem Hyperraum, die nicht identifiziert werden können. Da die Objekte nicht angreifen, wird eine feindliche Invasion ausgeschlossen. Außerdem gibt es im Hetzal-System nichts zu holen, da sie nur Landwirtschaft betreiben. Dennoch steuern die Objekte direkt auf die Planeten, Monde und Stationen in diesem Sonnensystem zu und müssen um jeden Preis gestoppt werden, da sie sonst drohen, die komplette Bevölkerung auszulöschen.
Es wird eine Hilfseinheit der Republik informiert, die gemeinsam mit den Jedi alles versucht und ihr Leben aufs Spiel setzt, um die Bewohner des Hetzal-Systems zu retten.
Was sie nicht wissen, ist, dass sie sich durch diese Rettungsmission bald einem bisher unbekannten, aber skrupellosen Gegner gegenübersehen werden …

Die Geschichte ist in drei Teilen geschrieben.
Im ersten Teil werden hauptsächlich die Ereignisse im Hetzal-System beschrieben inklusive der Schicksale vieler Menschen, die daran beteiligt sind.
In Teil zwei lernt der Leser dann mehr über einige dieser Personen, aber auch viele neue tauchen auf, die eine mehr oder minder große Rolle spielen. Eine besonders hervorstechende Figur ist der Antagonist Marchion Ro. Dieser entwickelt sich vom Mittelsmann zum brutalen Drahtzieher und macht durch seine geheimnisvolle Vergangenheit neugierig auf die Folgebände.
Im letzten Teil werden die Ereignisse des ersten und die Erkenntnisse des zweiten Teils gekonnt miteinander verwoben, eine Brücke zum Anfang geschlagen, was alle Ereignisse im Buch in einem anderen Licht erscheinen lässt und ein großartiges Ende abgeliefert, das neugierig auf mehr macht. Das Ende hat mich tatsächlich nochmal richtig hart erwischt und war einfach nur episch, sodass ich fassungslos, begeistert und voll des Lobes für Charles Soule und seinen Roman zurückbleibe.

SCHREIBSTIL:

Da ich vom Buch zuerst etwas ganz anderes erwartet hatte, war ich umso überraschter, wie sehr mich der Autor auch mit seinem Schreibstil abholen konnte. Dabei hat das Buch einige sehr hervorstechende Besonderheiten!

Tatsächlich gibt es in diesem Buch keine expliziten Protagonisten, denn es gibt nicht nur unzählige Charaktere, sondern es wird auch kaum zwischen Haupt- und Nebencharakter entschieden. Diese sind in ihren Schicksalen meisterhaft mit der Rahmenhandlung verstrickt, auf die das Buch den Fokus legt. Dennoch schafft der Autor es, innerhalb kürzester Zeit Nähe zu den Charakteren zu schaffen und ihnen Tiefe zu verleihen. Chapeau!

Die Handlung steigt mit einem sehr hohen Tempo und Spannungsbogen ein – das besondere ist, dass dieses Niveau fast durchgängig bis zum Ende gehalten wird, was ich als eher untypisch, aber gerade deshalb sehr erfrischend für ein Star-Wars-Buch empfinde. Der Autor hat es wirklich geschafft, niemals langweilig zu schreiben, sondern mich stets wieder aufzurütteln.

Das Buch glänzt außerdem durch seine zahlreichen Wendungen und deren Kompromisslosigkeit, die mich emotional einnehmen konnten. Hier ist es dem Autor gelungen, mich sehr oft zu überraschen. Viele Ereignisse habe ich so absolut nicht kommen sehen und er zögert auch nicht, den ein oder anderen Charakter umzubringen, der dem Leser durchaus wichtig erscheint. Und immer, wenn ich dachte, dass jetzt alles gut wird oder die Gerechtigkeit siegen würde, kam der Autor mit einem Moment um die Ecke, der mich einfach eiskalt erwischte.

FAZIT:

Ich kann echt nicht viel meckern, das Buch hat mich absolut begeistert. Wow, wow, wow! Was für ein Auftakt für diese neue Epoche in der Star-Wars-Welt! Falls ihr einen Star-Wars-Roman lesen wollt, dann lest diesen hier. Es war für mich wie ein spannender Blockbuster, der mich nicht mehr losgelassen hat. Eigentlich hatte ich eine gemütliche „Meister-Schüler-retten-die-Welt“-Geschichte erwartet und dann war es so anders und gerade dadurch so absolut meisterhaft!

Temporeich, spannungsgeladen, kompromisslos. Der Auftakt zu den Romanen aus der Zeit der Hohen Republik mit einem grandiosen Antagonisten, dem Fokus auf einer Rahmenhandlung, die viele Charaktere in ihren Schicksalen verbindet und prominent platzierte Protagonisten überflüssig macht. Das epische Ende konnte mich vollends begeistern. Eines meiner absoluten Jahreshighlights!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♥
Emotionen: ♥♥♥♥♥
Science-Fiction: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,8


Wer sich für Star Wars interessiert, wird wissen, dass es unzählige Bücher und Comics aus diesem Universum gibt. Ich hatte irgendwann die fixe Idee, alle Romane zu lesen, die mit Star Wars zu tun haben. Ich halte mich dabei an die zeitliche Chronologie. In anderen Quellen wird noch zwischen den Legends-Romanen und den Kanon-Romanen unterschieden. Ihr dürft mir Glück wünschen bei diesem galaktischen Unterfangen. 😉


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Entwicklung der Kontinente“ von Christian Grataloup

Meine lieben Leser,

üben Landkarten auf euch auch eine ganz besondere Anziehungskraft aus? Ob in Fantasy-Romanen ganz am Anfang platziert und fikitv oder in Atlanten und realistisch – ich für meinen Teil war schon immer von diesen Karten fasziniert. Das Buch „Die Erfindung der Kontinente“ beschäftigt sich nun im Detail mit der Entstehung der Landkarten unserer Welt. Wie mir das Buch gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Danke, an den wbg Theiss Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Erfindung der Kontinente – Eine Geschichte der Darstellung der Welt
  • Autor/in: Christian Grataloup
  • Übersetzer/in: Andrea Dabbou
  • Anzahl der Seiten: 256 Seiten
  • Verlag: wbg Theiss Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (August 2021)
  • Genre: Sachbuch, Bildband

INHALT:

Das Buch „Die Erfindung der Kontinente“ widmet sich diesem Thema nicht so, wie ich es ursprünglich erwartet hätte in strikter Reihenfolge von Jahreszahlen, sondern nähert sich der Analyse in übergeordneten Thematiken.
So wird in der Einführung bereits darauf hingewiesen, dass heutzutage von der historisch bedingten Einteilung in Länder und Kontinente sogar politische Entscheidungen getroffen werden wie bspw. der Eintritt in die EU als Wertegemeinschaft. Hier wird auch die Frage aufgeworfen, ob Europa wirklich ein geografisches Gebiet oder eine Gemeinschaft der Werte ist oder sein kann. Bereits zum Anfang des Buches wird der Leser damit konfrontiert, die Einteilung der Kontinente zu hinterfragen und zu überlegen, ob dies überhaupt noch zeitgemäß und richtig erscheint. Denn eigentlich – und das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse dieses Buches – existiert diese Einteilung gar nicht, sondern ist menschengemacht. Jedoch ist diese Abgrenzung so stark durch Bildung und die Historie der Kartografie in unseren Köpfen verankert, dass eine Abkehr davon schon sehr merkwürdig anmutet.

Im ersten Kapitel wird dann zunächst darauf eingegangen, wie sich die Einteilung in Himmelsrichtungen und Kontinente ergab. Auch hier erstaunlich, dass theoretisch eine Einteilung nach tektonischen Platten eine Alternative wäre. Jedoch ist seit dem 18. Jh. die Einteilung in Kontinente normal, damit wir Menschen uns einordnen können und zurechtfinden. Allerdings bleibt weiterhin zu bedenken, dass starre Grenzen auf Landkarten die Anpassung der geistigen Weltkarte an die Entwicklungen der Welt erschwert.

Im nächsten Kapitel wird die Patristik beleuchtet und gezeigt, dass die Lehren der Kirchenväter aus der Spätantike die Basis der heutigen Vorstellungen von Kontinenten und der Welteinteilung sind. Karten waren ursprünglich zwar nicht genordet, sondern nach Osten ausgerichtet, weil dort das Paradies liegen sollte – dennoch waren sie der Ursprung unserer heutigen Karten. Seefahrer wie Kolumbus brachen unter anderem deshalb auf, weil sie das Paradies finden wollten. Sehr ausführlich wird auf die damalige Welteinteilung in drei Kontinente – also Europa, Asien und Afrika – eingegangen und die Zusammenhänge zu kirchlichen Darstellungen wie den heiligen drei Königen aufgezeigt. Besonders interessant fand ich die Auswirkungen der Kartografie in Kombination mit kirchlichen Inhalten auf bspw. den Sklavenhandel.

Im dritten Kapitel wird der Fokus dann auf das große Zeitalter der Seefahrer gelegt. Die Entdeckung Amerikas und dessen Eingliederung in die Karten war ein weiterer großer Entwicklungsschritt in der Kartografie, aber auch im Verständnis der Welt.

Das vierte Kapitel rückt die Personifizierung der Kontinente in Kunst und Kultur in den Mittelpunkt. Hier wird auf die Darstellung der Erdteile als Damen und bekannte Malereien sowie Skulpturen ein Augenmerk gelegt.

Im fünften Kapitel sind Ozeanien und auch Atlantis Thema. Sehr prägnant ist der Versuch der Kartografen, hier alles, was nach Amerika noch nicht auf den Karten zu finden war, irgendwie in einer Bezeichnung zusammenzufassen.

Das sechste Kapitel widmet sich komplett den Meeren und Ozeanen. Diese wurden auch eingeteilt, obwohl es erst recht keine Grenzen gibt. Die Geschichte der Benennungen zieht sich dabei durch die gesamte Nautik.

Im Kapitel „Wir und die anderen“ wird schließlich sehr umfangreich auf die Bildung der nationale und kontinentalen Identitäten eingegangen. Wie sich Ländern bzw. Erdteile selbst definieren und von außen gesehen werden, ist ein spanender Aspekt in der Geschichter der Kartografie.

Schlussendlich stellt das Buch die große Frage nach einer postkontinentalen Welt und wirft viele Fragen auf, die sehr eng mit den Themen Identität, Rassismus und den Umbrüchen unserer Zeit verwoben sind. Dieses Werk lässt also durchaus den Leser mit ein paar Fragen zurück, über die er nachsinnen kann.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil in diesem Buch ist aufgrund des Genres sehr fachlich und dabei auch sehr detailliert. Allerdings wechselt der Ton auch gern mal zu einer lockeren, fast umgangssprachlichen Variante. Diese Passagen fand ich persönlich sehr erfrischend und meistens waren diese Thematiken dann auch die, die ich mir am meisten behalten habe.
Die fachlichen Informationen waren sehr interessant, dennoch gab es Stellen, die mir zu tief in einige Themen hineingingen.
Manchmal habe ich an einigen Stellen auch das Gefühl gehabt, etwas doppelt in mehreren Kapiteln zu lesen, weil ähnliche Aussagen wiederholt getroffen wurden. Das hat aus meiner Sicht auch ein paar Längen erzeugt, die auch zu vermeiden gewesen wären.

FAZIT:

Alles in allem hat mich das Buch vor allem in der ersten Hälfte richtig gepackt. Hier ging es um die ganz frühe Entstehung der Karten und die großen Seefahrerzeiten, was mich auch einfach mehr interessiert. Die Dopplungen haben mich manchmal etwas abgelenkt, jedoch wurde ich durch die unzähligen großformatigen Bilder in diesem Buch entschädigt. Ich konnte vieles erfahren, was ich so noch nicht gewusst habe und kann es nur jedem empfehlen, der sich mehr als oberflächlich mit der Entstehung unserer Kontinente auf Landkarten beschäftigten möchte.

Ein wirklich umfangreiches, sehr informatives Werk mit vielen großformatigen Bildern. Bietet neue Erkenntnisse und taucht auch gern mal tiefer in die Thematik der Kartografie ein. Ein Buch, welches mich nicht nur informieren, sondern auch unterhalten konnte. Ein besonderes Sachbuch!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung: ♥♥♥♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,2


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Schwur der Adlerkrieger“ von Jin Yong

Meine lieben Leser,

mit dem ersten Band „Die Legende der Adlerkrieger“ von Jin Yong durfte praktisch ein Stück Weltliteratur in meinen Bücherschrank einziehen. Im chinesischen Raum hat diese Romanreihe einen vergleichbaren Status wie „Herr der Ringe“ in der westlichen Kultur. Außerdem ist die Geschichte um die Adlerkrieger der meistgelesene Fantasy-Epos aller Zeiten. Nachdem mich der Auftakt auf eine ganz besondere Weise überzeugt hat – Rezension lest ihr hier – konnte ich nicht anders und musste den zweiten Band unbedingt lesen! Wie er mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Schwur der Adlerkrieger (Band 2)
  • Autor/in: Jin Yong
  • Übersetzer/in: Karin Betz
  • Anzahl der Seiten: 560 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Erstausgabe (September 2021)
  • Genre: Fantasy, Historische Fiktion

INHALT:

Auch im zweiten Band erwartet uns wie im Auftakt eine komplexe und epische Geschichte mit einem sehr umfangreichen Personenverzeichnis von über 50 Personen. Die Namen sind dem Leser nun schon teilweise bekannt, sodass die Zuordnung etwas leichter fällt als im ersten Teil. Dennoch sind ein paar Charaktere dazugekommen, die es also nochmal herausfordernder machen, zwischen all den chinesischen Namen und manchmal noch zweiten Kung-Fu Namen der Personen durchzusehen.

Die Geschichte im zweiten Band dreht sich zwar ähnlich wie im zweiten Teil hauptsächlich um Guo Jing, jedoch werden die Handlungsstränge manchmal aus leicht veränderter Perspektive geschildert. Gerade im ersten Viertel des Buchs hatte ich das Gefühl, dass eher Huang Rong im Mittelpunkt steht.
Generell ist Guo Jing im ganzen Buch mit Huang Rong, seiner Liebsten, unterwegs und im Groben liegt der Fokus auf all den Abenteuern, die sich den Liebenden in den Weg stellen. Dabei wollen die beiden nur eins und zwar heiraten. Ob sie sich entgegen aller Widrigkeiten das Ja-Wort geben können, lasse ich hier aber aus Spoilergründen offen.
Ich muss aber zusammenfassend feststellen, dass der zweite Band deutlich düsterer daherkommt. Der erste Teil wirkte auf mich bunter und alberner, während der Nachfolger gleich zu Beginn mit sehr ernsten, traurigen und dramatischen Szenen aufwartet. Davon gibt es einige und so kann der „Schwur der Adlerkrieger“ grob als nachdenklicher bezeichnet werden, wenn er mit dem Auftakt verglichen wird. Dennoch lassen die wunderbar skurrilen Kung-Fu-Kämpfer keine Gelegenheit aus, um sehr abstruse und amüsante Witze zu reißen. Sowieso ist der Humor und die Art der Geschichte etwas ganz besonderes. Guo Jing trifft in diesem Band auf allerlei Bekannte, aber auch auf viele neue – davon auch Kung-Fu-Meister.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist von einer ähnlichen Qualität wie im vorherigen Band. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich auf dem Markt schon etwas vergleichbares gelesen hätte. Sicherlich muss man als Leser offen sein und diese Art der Erzählung mögen, es bietet aber eine schöne Abwechslung zum Mainstream.
Teilweise fand ich einige Witze oder Situationen unangebracht – wahrscheinlich kollidieren hier meine aufgeklärten, modernen, feministischen und tierfreundlichen Ansichten mit der Herkunft des Buches. Hier bleibt allerdings zu sagen, dass das Buch vieles davon ins Lächerliche zieht oder auch mit einem Augenzwinkern behandelt, sodass eine Kritik zwischen den Zeilen erahnt werden kann. Ich denke jedenfalls, dass hier eine zu kritische Bewertung fehl am Platz wäre. Dennoch gab es mir ein paar Denkanstöße.
Eine Sache, die mich beim Lesen aber leider sehr gestört hat, war die Darstellung von Guo als dumm, naiv und dadurch minderwertig. Da er sich allerdings im Laufe der Geschichte mehrmals beweisen muss und über sich hinauswächst, konnte ich schlussendlich darüber hinwegsehen. Es war trotz alle leider eine sehr prominente Aussage bzw. Ansicht, die ich so als Leser nicht teilen konnte.

FAZIT:

Wie schon mehrfach betont ist dieses Buch etwas, was sich schlecht mit anderen Werken vergleichen lässt. Es ist so ganz anders als alles, was wir im westlichen Raum normalerweise lesen. Ich fühlte mich ähnlich wie beim Auftakt so, als würde ich einen Jackie-Chan-Film lesen, nur mit historischem Fantasy-Kontext. Einige Schilderungen kamen mir deshalb auch etwas fremd daher, doch die spannende Grundidee, die skurrilen Charaktere und die einzigartige Note haben mich komplett gefesselt.

Ein würdiger Nachfolger, der düsterer daherkommt als sein Auftakt, aber mindestens genau so amüsant ist. Ich fühlte mich wieder gut unterhalten und bin mit Guo gern in ein neues chinesisches Abenteuer eingetaucht. Dieses Mal muss er alles dafür tun, um seine große Liebe zu verteidigen – gegen alle Widrigkeiten, die sich ein Kung-Fu-Kämpfer nur vorstellen kann. Und so warte ich nun gespannt auf das große Finale!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasy: ♥♥♥♡♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,8


ÜBER DIE AKTION „ASIABOOKS“:

Wer mich kennt, weiß um meine tiefe Leidenschaft für Japan. Genau so sehr faszinieren mich schon viele Jahre Geschichten, die einen asiatischen Kontext haben. Dazu muss es nicht zwingend japanisch sein – auch chinesisch angehauchte Settings können mich durchaus begeistern.
Ich werde bei der Aktion „AsiaBooks“ Bücher vorstellen, die ich gelesen und rezensiert habe. Vielleicht seid ihr ja genau so begeistert von Geschichten im asiatischen Setting wie ich? Dann hoffe ich, dass ihr bei mir noch etwas Anregung findet. 🙂


ÜBER DIE AKTION „HISTOLOVE“:

Im Rahmen von HistoLove lesen die liebe Buchperlenblog und ich alles von Steinzeit bis in die Neuzeit – also Bücher mit historischem Bezug, welche schon viel zu lange auf unserem SuB liegen. Außerdem hat dieses Genre ein viel zu angestaubtes Image. Auch neuere Erscheinungen sind dabei und erlaubt! Jeder kann jederzeit einsteigen – wir freuen uns auf eure Beiträge! Verlinkt uns gern und nutzt den Hashtag #histolove.

Hier geht es zur Übersicht all unserer gelesenen Bücher im Rahmen von HistoLove.


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Star Wars – Das Alphabet Geschwader“ von Alexander Freed

Meine lieben Leser,

und es geht weiter mit meinem Star-Wars-Leseprojekt! Dieses Mal weiche ich ab von meiner chronologischen Reihenfolge beim Lesen und zwar für die Neuerscheinung „Das Alphabet Geschwader“ von Alexander Freed. Das Cover hat mich sehr begeistert, weil es ein bisschen Retro-Charme hat und im Folgenden könnt ihr lesen, wie es mir gefallen hat.

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Vielen Dank, an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – Das Alphabet Geschwader
  • Autor/in: Alexander Freed
  • Übersetzer/in: Andreas Kasprzak
  • Anzahl der Seiten: 574 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Juni 2021)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

Das Buch ist unterteilt in drei Teile. Der erste Teil „Elemente einer Vernichtungsmaschine“ führt den Leser in die Leben der verschiedenen Protagonisten ein, zeigt erste Weltraumschlachten und lässt das Team des Alphabet Geschwaders aufeinandertreffen. Im zweiten Teil „Symptome eines endlosen Krieges“ werden die Charaktere dann schon detaillierter behandelt und das Team fängt an unter Konflikten zusammenzuwachsen. Hier wird auch einiges an Rahmenhandlung vermittelt. Die Tiefe, die ich mir im ersten Teil so sehr erhofft hatte, wurde in diesem Teil langsam umgesetzt. Im dritten Teil „Phasen eines gescheiterten Plans“ reift das Team nun weiter und muss sich einigen Herausforderungen stellen. Die Tiefe der Charaktere wird noch sichtbarer und es treten einige unerwartete Wendungen zutage.

Im Fokus des Buches stehen fünf Piloten, die sich zum Alphabet Geschwader zusammensetzen.
Zunächst liegt der Fokus auf Quell, eine ehemalige Pilotin des Imperiums. Sie ist nach Operation Asche zu den Rebellen übergewechselt, weil ihre bestehenden Zweifel durch die Tötung von Unschuldigen nur noch bestärkt wurden. Als ehemalige Imperiale hat sie einen schweren Stand bei den Rebellen und muss sich mehr als einmal beweisen. Quells einziger Wunsch ist es, als Pilotin zu fliegen – und das Schattengeschwader, dessen Mitglied sie war, auszuschalten.
Wyl ist genau wie Chass ein Pilot der Republik und sie sind die einzigen Überlebenden ihrer Staffel, nachdem sie einen harten Kampf gegen das Schattengeschwader hinter sich gebracht haben.
Kairos ist eine stumme, sehr geheimnisvolle Person, über die der Leser nur wenig erfährt. Sie fliegt von Anfang an mit Quell zusammen, zunächst als überwachende Einheit. Was sich jedoch hinter ihrer Maske verbirgt bleibt zumindest in diesem Band größtenteils ungeklärt.
Nath Tensent, ebenfalls ein Pilot mit imperialer Vergangenheit, hatte sich bereits vor dem Sturz des Imperiums auf die Seite der Rebellen geschlagen und gern Geschäfte auf der eher nicht so legalen Seite des Universums getätigt.

Gerade bei Quell hatte ich auf einen Konflikt zwischen ihrer imperialen Vergangenheit und ihrer Mission gehofft. Diese Erwartungen wurden vollends erfüllt und ich habe ihre Zerissenheit und ihre Fehler geliebt. Das hat sie unheimlich authentisch gemacht. Auch, dass sie Schwierigkeiten hatte, sich ihren Kameraden zu öffnen und sie in den imperialen Angewohnheiten feststeckte, war sehr interessant umgesetzt.
Auch die anderen Personen bekamen immer mehr Tiefe, da im Laufe der Geschichte über alle Vergangenheiten gesprochen wurde. Eines eint sie alle – sie wollen das 204. Geschwader (das Schattengeschwader) des Imperiums vernichten. Dafür hat jeder spezielle Gründe, aber es wird ihr gemeinsames Ziel.

Das Buch besteht zu einem großen Teil aus der Beschrebung von Weltraumschlachten. Meiner Meinung nach hätten sie auch etwas reduzierter auftreten können, weil mir manchmal der Fokus zu sehr von den Konflikten und Gefühlen der Charaktere abgelenkt wurde. Nichtsdestotrotz waren einige dieser Gefechte unheimlich unterhaltsam geschrieben und ich war trotzdem immer von der Handlung gefesselt.

Auch die anderen Figuren wie die leitenden Personen auf Rebellen- sowie Imperiumsseiten haben genügend Raum bekommen. Für mich wie immer ein Higlight waren die unzähligen Droiden, die man einfach nur ins Herz schließen konnte. Allen voran IT-O und D6-L haben mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

SCHREIBSTIL:

Zunächst einmal muss ich vor dem Autor den Hut ziehen. Die Story ist wahnsinnig komplex und es ist eine echte Meisterleistung, dass er all diese Handlungsstränge dieser vielen Charaktere zu einem schlüssigen Konzept verwoben hat. Natürlich hatte ich als Leser auch meine Lieblingsfiguren, aber das ist ja immer so, wenn mehrere Protagonisten am Start sind. Der Schreibstil war gerade in den Weltraumgefechten sehr technisch und Sci-Fi at it´s best, allerdings trotzdem sehr eingängig und spannend geschrieben. Ein paar Längen sind dadurch entstanden, über die ich aber getrost hinwegsehen kann.
Am besten gefielen mir die Stellen, an denen der Autor sein Hauptaugenmerk auf die Gefühlswelt der Figuren gelegt hat. Das ist ihm wirklich außerordentlich gut gelungen, vor allem, wenn ich mich auf Quell beziehe. Sie war für mich eine so besondere Person, ein richtig spannender Charakter, von dem man bis zuletzt nicht wusste, ob man das richtige Bild von ihr hat.
Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil es sich auch als Abendlektüre geeignet hat, jedoch trotzdem einen gewissen Anspruch mitbrachte.

FAZIT:

Alles in allem bin ich wirklich erstaunt darüber, wie gut mir das Buch am Ende gefallen hat. Da ich nicht wusste, ob mich die vielen Weltraumschlachten abschrecken werden, war ich erstmal etwas skeptisch. Doch die Charaktere haben mich so in ihren Bann geschlagen und einige Wendungen haben mich erstaunt zurückgelassen. Vor allem das Ende des ersten Bandes hat mich so dermaßen vom Hocker gehauen, dass ich nicht weiß, wie ich es bis zum zweiten Band aushalten soll.

Unzählige Weltraumschlachten, Charaktere mit Tiefe und Charme sowie viel Spannung, Unterhaltung und unerwartete Wendungen. Meiner Meinung nach großes Kino mit kleineren Längen, auch wenn einige Fragen für die Folgebände offen blieben. Her mit dem zweiten Band! Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Science-Fiction: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,4


Wer sich für Star Wars interessiert, wird wissen, dass es unzählige Bücher und Comics aus diesem Universum gibt. Ich hatte irgendwann die fixe Idee, alle Romane zu lesen, die mit Star Wars zu tun haben. Ich halte mich dabei an die zeitliche Chronologie. In anderen Quellen wird noch zwischen den Legends-Romanen und den Kanon-Romanen unterschieden. Ihr dürft mir Glück wünschen bei diesem galaktischen Unterfangen. 😉


Bis bald,
EURE HACHIDORI