Rezension – „Die Stadt der träumenden Bücher – Teil 2: Die Katakomben (Graphic Novel)“ von Walter Moers

Meine lieben Leser,

wer mir schon etwas länger folgt, wird sich vielleicht dunkel an meine Begeisterung für das Buch „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers erinnern. Als ich durch eine Bloggerkollegin darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es die dazu passenden Graphic Novels noch als Rezensionsexemplare zu ergattern gibt, wollte ich die Chance natürlich nutzen, um mir ein eigenes Bild darüber zu machen. Denn vorher hatte ich schon unzählige Meinungen dazu gehört und die waren alle voll des Lobes. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Stadt der träumenden Bücher – Teil 2: Die Katakomben
  • Autor/in: Walter Moers
  • Zeichner/in: Florian Biege
  • Anzahl der Seiten: 122 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

Achtung! Es handelt sich um einen zweiten Band. Eventuelle Spoiler zu Band 1 enthalten!

Der Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“ war mein allererstes Buch von Walter Moers. Ich hatte es gekauft, nachdem ich ewig darum herumgeschlichen war. Die Covergestaltung hatte mir zuerst gar nicht gefallen, aber der Klappentext hat mich schließlich überzeugt. Und wer hätte gedacht, dass es zu einem meiner Lieblingsbücher werden würde? Ich war vollends begeistert und es ist eins der besten Bücher, was ich je gelesen habe.

Umso gespannter war ich auf die Umsetzung als Graphic Novel bzw. Comic. Die Welt Zamonien und ihre Bewohner sind schließlich allesamt bunt, abstrus und einzigartig. Demzufolge war ich sehr neugierg, ob dieser Comic mich überzeugen könnte – allerdings hatte ich schon sehr viel gutes Feedback gehört und war recht optimistisch.

Der Comic wird mit „Teil 2: Die Katakomben“ untertitelt und behandelt die zweite Hälfte der Abenteuer aus dem Roman. Im Mittelpunkt steht dabei erneut der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, der nach dem Tod seines Dichtpaten Danzelot Silbendrechsler ein geheimnisvolles Manuskript überreicht bekommt. Dieses Manuskript ist geradezu perfekt und löst beim Lesen alle Emotionen aus, die ein Leser während einer Lektüre fühlen kann. Hildegunst ist sich nach diesem Ereignis sicher: Der Autor dieses Manuskripts soll sein neuer Dichtpate werden. Deshalb zieht er aus, um in der großen Stadt „Buchhaim“ mehr über den Autor herauszufinden. Dabei gerät er an manngfaltige Gestalten und Kreaturen, erlebt unfassbare Momente und das größte Abenteuer seines Lebens, das ihn unter anderem in die Katakomben unter Buchhaim führt. Im ersten Teil endet die Handlung, als Mythenmetz die Heimstatt der Buchlinge erreicht. Ab diesem Zeitpunkt beginnt auch der zweite Comic. Der Leser begleitet den Lindwurm auf seiner Entdeckungsreise im Reich der Buchlinge und wird Zeuge einer Reihe emotionaler und schrecklicher Ereignisse, die dem Helden der Geschichte alles abverlangen, ihn in die Tiefen von Schloss Schattenhall verschlagen und fast um den Verstand bringen. Wird er je wieder den Weg ans Tageslicht finden? Und wird Smeik seine gerechte Strafe erhalten? Das und was es mit dem Schattenkönig auf sich hat, dürft ihr aber selbst entdecken.

SCHREIBSTIL/ZEICHNUNGEN:

Ich kann zum Schreibstil nur erneut mein Fazit zum ersten Band wiederholen:

„Der Schreibstil ist ebenso bildhaft und blumig geschrieben wie der originale Roman. Das mag auch daran liegen, dass der Autor selbst an diesem Comic mitgearbeitet hat. Es wird also nicht mit Worten gespart, die Romanfassung allerdings auf ein sehr viel geringeres Maß zusammengedampft. Für den Comic ist es genau angemessen und ich muss loben, wie es geschafft wurde, dass die Handlung dennoch alles vermittelt, was mir der deutlich seitenstärkere Roman rübergebracht hat. Ich war ebenso verzaubert und gefangen in dieser Welt von Buchhaim, wie bei meiner vorherigen Lektüre. Und somit war der Comic zwar schnell gelesen, aber alles andere als zu kurzweilig, weil eben doch sehr viele Informationen aus dem Roman übernommen wurden, was ich echt toll fand.“

„Die Zeichnungen von Florian Biege machen mich ehrlich gesagt etwas sprachlos. Sie sind so passend, so detailgetreu und fangen genau die Stimmung ein, die ich damals beim Lesen des Romans hatte. Jede Zeichnung ist hier ein Kunstwerk und traumhaft schön. Es gibt sogar kleine Easter-Eggs zu entdecken. Alleine der Optik wegen ist es für mich ein absolutes Highlight gewesen.“

Ich möchte außerdem ergänzen, dass ich die Darstellung der Buchlinge einfach nur herzerwärmend und grandios finde. Sowohl im Roman als auch im Comic. Durch den Comic wird ihr spezieller Charme nochmals auf eine andere Ebene gehoben.

FAZIT:

Auch der zweite Comic konnte mich vollends begeistern. Ab viele Handlungselemente konnte ich mich noch aus dem Roman erinnern, aber ich staunte auch dieses Mal nicht schlecht darüber, wie sehr die Darstellungen meinen Vorstellungen beim Lesen entsprachen. Der unverwechselbare Humor ist ebenfalls erhalten geblieben, genau so wie die tiefen Emotionen, die ich beim Lesen der zweiten Hälfte des Romans empfunden habe. Ich fühlte mich sehr stark an meine Lektüre erinnert, bei der ich am Ende ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebte und das erste Mal ein paar Tränchen beim Lesen verdrückt habe. Ebenso beim Ende des Comics.

Der zweite Comic überzeugt wie der erste und setzt dem Roman ein Denkmal. Der unverwechselbare Humor und die vielfältigen Emotionen beim Lesen wurden auch hier in die Bilder übertragen. Ein wahres Meisterwerk und wieder ein Jahreshighlight!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♥
Zeichnungen: ♥♥♥♥♥
Fantasy: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 5,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Stadt der träumenden Bücher – Teil 1: Buchhaim (Graphic Novel)“ von Walter Moers

Meine lieben Leser,

wer mir schon etwas länger folgt, wird sich vielleicht dunkel an meine Begeisterung für das Buch „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers erinnern. Als ich durch eine Bloggerkollegin darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es die dazu passenden Graphic Novels noch als Rezensionsexemplare zu ergattern gibt, wollte ich die Chance natürlich nutzen, um mir ein eigenes Bild darüber zu machen. Denn vorher hatte ich schon unzählige Meinungen dazu gehört und die waren alle voll des Lobes. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Stadt der träumenden Bücher – Teil 1: Buchhaim
  • Autor/in: Walter Moers
  • Zeichner/in: Florian Biege
  • Anzahl der Seiten: 112 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

Der Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“ war mein allererstes Buch von Walter Moers. Ich hatte es gekauft, nachdem ich ewig darum herumgeschlichen war. Die Covergestaltung hatte mir zuerst gar nicht gefallen, aber der Klappentext hat mich schließlich überzeugt. Und wer hätte gedacht, dass es zu einem meiner Lieblingsbücher werden würde? Ich war vollends begeistert und es ist eins der besten Bücher, was ich je gelesen habe.

Umso gespannter war ich auf die Umsetzung als Graphic Novel bzw. Comic. Die Welt Zamonien und ihre Bewohner sind schließlich allesamt bunt, abstrus und einzigartig. Demzufolge war ich sehr neugierg, ob dieser Comic mich überzeugen könnte – allerdings hatte ich schon sehr viel gutes Feedback gehört und war recht optimistisch.

Der Comic wird mit „Teil 1: Buchhaim“ untertitelt und behandelt die erste Hälfte der Abenteuer aus dem Roman. Im Mittelpunkt steht dabei der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, der nach dem Tod seines Dichtpaten Danzelot Silbendrechsler ein geheimnisvolles Manuskript überreicht bekommt. Dieses Manuskript ist geradezu perfekt und löst beim Lesen alle Emotionen aus, die ein Leser während einer Lektüre fühlen kann. Hildegunst ist sich nach diesem Ereignis sicher: Der Autor dieses Manuskripts soll sein neuer Dichtpate werden. Deshalb zieht er aus, um in der großen Stadt „Buchhaim“ mehr über den Autor herauszufinden. Dabei gerät er an manngfaltige Gestalten und Kreaturen, erlebt unfassbare Momente und das größte Abenteuer seines Lebens, das ihn unter anderem in die Katakomben unter Buchhaim führt.

SCHREIBSTIL/ZEICHNUNGEN:

Der Schreibstil ist ebenso bildhaft und blumig geschrieben wie der originale Roman. Das mag auch daran liegen, dass der Autor selbst an diesem Comic mitgearbeitet hat. Es wird also nicht mit Worten gespart, die Romanfassung allerdings auf ein sehr viel geringeres Maß zusammengedampft. Für den Comic ist es genau angemessen und ich muss loben, wie es geschafft wurde, dass die Handlung dennoch alles vermittelt, was mir der deutlich seitenstärkere Roman rübergebracht hat. Ich war ebenso verzaubert und gefangen in dieser Welt von Buchhaim, wie bei meiner vorherigen Lektüre. Und somit war der Comic zwar schnell gelesen, aber alles andere als zu kurzweilig, weil eben doch sehr viele Informationen aus dem Roman übernommen wurden, was ich echt toll fand.

Die Zeichnungen von Florian Biege machen mich ehrlich gesagt etwas sprachlos. Sie sind so passend, so detailgetreu und fangen genau die Stimmung ein, die ich damals beim Lesen des Romans hatte. Jede Zeichnung ist hier ein Kunstwerk und traumhaft schön. Es gibt sogar kleine Easter-Eggs zu entdecken. Alleine der Optik wegen ist es für mich ein absolutes Highlight gewesen.

FAZIT:

Die Umsetzung als Comic hätte keine geeignetere Feder als die des Autors und keinen besseren Stift als den von Florian Biege finden können. Ein Kunstwerk in Perfektion, hier kann niemand auch nur ansatzweise meckern, weil es einfach formvollendet den Roman auf seine Essenz reduziert darstellt. Wer keine Muße hat, den Roman zu lesen, der nehme also dieses wunderschöne Graphic Novel zur Hand – und wer den Roman bereits kennt, dem empfehle ich dies ebenfalls, um in Erinnerungen und grandiosen Visualisierungen zu schwelgen.

Ein Comic, der dem Roman alle Ehre macht. Die Handlung des Romans auf sein innertes Wesen zusammengedampft, unterlegt mit traumhaft schönen und grandiosen Zeichnungen ergeben für mich ein vollkommen rundes Bild und somit eines meiner Jahreshighlights!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♥
Zeichnungen: ♥♥♥♥♥
Fantasy: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 5,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Schwur der Adlerkrieger“ von Jin Yong

Meine lieben Leser,

mit dem ersten Band „Die Legende der Adlerkrieger“ von Jin Yong durfte praktisch ein Stück Weltliteratur in meinen Bücherschrank einziehen. Im chinesischen Raum hat diese Romanreihe einen vergleichbaren Status wie „Herr der Ringe“ in der westlichen Kultur. Außerdem ist die Geschichte um die Adlerkrieger der meistgelesene Fantasy-Epos aller Zeiten. Nachdem mich der Auftakt auf eine ganz besondere Weise überzeugt hat – Rezension lest ihr hier – konnte ich nicht anders und musste den zweiten Band unbedingt lesen! Wie er mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Schwur der Adlerkrieger (Band 2)
  • Autor/in: Jin Yong
  • Übersetzer/in: Karin Betz
  • Anzahl der Seiten: 560 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Erstausgabe (September 2021)
  • Genre: Fantasy, Historische Fiktion

INHALT:

Auch im zweiten Band erwartet uns wie im Auftakt eine komplexe und epische Geschichte mit einem sehr umfangreichen Personenverzeichnis von über 50 Personen. Die Namen sind dem Leser nun schon teilweise bekannt, sodass die Zuordnung etwas leichter fällt als im ersten Teil. Dennoch sind ein paar Charaktere dazugekommen, die es also nochmal herausfordernder machen, zwischen all den chinesischen Namen und manchmal noch zweiten Kung-Fu Namen der Personen durchzusehen.

Die Geschichte im zweiten Band dreht sich zwar ähnlich wie im zweiten Teil hauptsächlich um Guo Jing, jedoch werden die Handlungsstränge manchmal aus leicht veränderter Perspektive geschildert. Gerade im ersten Viertel des Buchs hatte ich das Gefühl, dass eher Huang Rong im Mittelpunkt steht.
Generell ist Guo Jing im ganzen Buch mit Huang Rong, seiner Liebsten, unterwegs und im Groben liegt der Fokus auf all den Abenteuern, die sich den Liebenden in den Weg stellen. Dabei wollen die beiden nur eins und zwar heiraten. Ob sie sich entgegen aller Widrigkeiten das Ja-Wort geben können, lasse ich hier aber aus Spoilergründen offen.
Ich muss aber zusammenfassend feststellen, dass der zweite Band deutlich düsterer daherkommt. Der erste Teil wirkte auf mich bunter und alberner, während der Nachfolger gleich zu Beginn mit sehr ernsten, traurigen und dramatischen Szenen aufwartet. Davon gibt es einige und so kann der „Schwur der Adlerkrieger“ grob als nachdenklicher bezeichnet werden, wenn er mit dem Auftakt verglichen wird. Dennoch lassen die wunderbar skurrilen Kung-Fu-Kämpfer keine Gelegenheit aus, um sehr abstruse und amüsante Witze zu reißen. Sowieso ist der Humor und die Art der Geschichte etwas ganz besonderes. Guo Jing trifft in diesem Band auf allerlei Bekannte, aber auch auf viele neue – davon auch Kung-Fu-Meister.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist von einer ähnlichen Qualität wie im vorherigen Band. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich auf dem Markt schon etwas vergleichbares gelesen hätte. Sicherlich muss man als Leser offen sein und diese Art der Erzählung mögen, es bietet aber eine schöne Abwechslung zum Mainstream.
Teilweise fand ich einige Witze oder Situationen unangebracht – wahrscheinlich kollidieren hier meine aufgeklärten, modernen, feministischen und tierfreundlichen Ansichten mit der Herkunft des Buches. Hier bleibt allerdings zu sagen, dass das Buch vieles davon ins Lächerliche zieht oder auch mit einem Augenzwinkern behandelt, sodass eine Kritik zwischen den Zeilen erahnt werden kann. Ich denke jedenfalls, dass hier eine zu kritische Bewertung fehl am Platz wäre. Dennoch gab es mir ein paar Denkanstöße.
Eine Sache, die mich beim Lesen aber leider sehr gestört hat, war die Darstellung von Guo als dumm, naiv und dadurch minderwertig. Da er sich allerdings im Laufe der Geschichte mehrmals beweisen muss und über sich hinauswächst, konnte ich schlussendlich darüber hinwegsehen. Es war trotz alle leider eine sehr prominente Aussage bzw. Ansicht, die ich so als Leser nicht teilen konnte.

FAZIT:

Wie schon mehrfach betont ist dieses Buch etwas, was sich schlecht mit anderen Werken vergleichen lässt. Es ist so ganz anders als alles, was wir im westlichen Raum normalerweise lesen. Ich fühlte mich ähnlich wie beim Auftakt so, als würde ich einen Jackie-Chan-Film lesen, nur mit historischem Fantasy-Kontext. Einige Schilderungen kamen mir deshalb auch etwas fremd daher, doch die spannende Grundidee, die skurrilen Charaktere und die einzigartige Note haben mich komplett gefesselt.

Ein würdiger Nachfolger, der düsterer daherkommt als sein Auftakt, aber mindestens genau so amüsant ist. Ich fühlte mich wieder gut unterhalten und bin mit Guo gern in ein neues chinesisches Abenteuer eingetaucht. Dieses Mal muss er alles dafür tun, um seine große Liebe zu verteidigen – gegen alle Widrigkeiten, die sich ein Kung-Fu-Kämpfer nur vorstellen kann. Und so warte ich nun gespannt auf das große Finale!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasy: ♥♥♥♡♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,8


ÜBER DIE AKTION „ASIABOOKS“:

Wer mich kennt, weiß um meine tiefe Leidenschaft für Japan. Genau so sehr faszinieren mich schon viele Jahre Geschichten, die einen asiatischen Kontext haben. Dazu muss es nicht zwingend japanisch sein – auch chinesisch angehauchte Settings können mich durchaus begeistern.
Ich werde bei der Aktion „AsiaBooks“ Bücher vorstellen, die ich gelesen und rezensiert habe. Vielleicht seid ihr ja genau so begeistert von Geschichten im asiatischen Setting wie ich? Dann hoffe ich, dass ihr bei mir noch etwas Anregung findet. 🙂


ÜBER DIE AKTION „HISTOLOVE“:

Im Rahmen von HistoLove lesen die liebe Buchperlenblog und ich alles von Steinzeit bis in die Neuzeit – also Bücher mit historischem Bezug, welche schon viel zu lange auf unserem SuB liegen. Außerdem hat dieses Genre ein viel zu angestaubtes Image. Auch neuere Erscheinungen sind dabei und erlaubt! Jeder kann jederzeit einsteigen – wir freuen uns auf eure Beiträge! Verlinkt uns gern und nutzt den Hashtag #histolove.

Hier geht es zur Übersicht all unserer gelesenen Bücher im Rahmen von HistoLove.


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das Reich der Asche“ von Victoria Aveyard

Meine lieben Leser,

das Buch „Das Reich der Asche (Realm Breaker 1)“ von Victoria Aveyard hat mich sehr gereizt und ich bin froh, dass ich es direkt nach Erscheinen lesen durfte. Ich war erst etwas skeptisch, ob es mich überzeugen können wird, da ich nicht wusste, ob es eher ein klassisches oder modernes Fantasy-Abenteuer wird. Wie es mir schlussendlich gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das Reich der Asche (Realm Breaker 1)
  • Autor/in: Victoria Aveyard
  • Übersetzer/in: Michaela Link
  • Anzahl der Seiten: 608 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag
  • Ausgabe: Erstausgabe (August 2021)
  • Genre: High-Fantasy

INHALT:

Dieses Buch hat für mich alles, was ich an klassischer Fantasy so liebe. Viele individuelle und vor allem eigensinnige Charaktere, die einem trotzdem vertraut vorkommen. Weite, endlos wirkende, verträumt anmutende Landschaften und Königreiche sowie einzigartige Völker und Fähigkeiten. Monster, Wesen, magische Erscheinungen und mächtige Feinde. Und vor allem die Helden der Geschichte, die liebenswerten und auch zuweilen schrulligen Protagonisten.
Im Detail geht es direkt am Anfang um Corayne, die Tochter einer Piratin, die sich nach fernen Welten und Abenteuern sehnt, allerdings auf Befehl ihrer Mutter in ihrer Heimat aufhält. Tagtäglich wartet sie darauf, dass ihre Mutter von Streifzügen durchs Meer wiederkehrt – und derweil träumt sie selbst von ihren (leider versagten) Routen auf dem Meer.
Ganz woanders in der Welt Allwacht verfolgt der Leser Andry, einen jungen Knappen, der in eine Schlacht verwickelt wird, die merkwürdige Umstände zustandebringen. Er überlebt und flieht als einziges Mitglied der Gruppe mit einem sagenumwobenen Schwert an den Hof zurück. Er weiß da noch nicht, dass dieser Tag sein Leben für immer verändern wird. Am Hof erwartet ihn Erida, die Königin, die kurz vor der Wahl eines Verlobten steht und als Frau die Geschicke des Landes leitet, was ihr immer wieder nicht zugetraut wird.
Domacridhan überlebte die Schlacht ebenfalls nur knapp und spürt nun Sorasa, eine Verbrecherin und Auftragsmörderin auf, mit der er Corayne über ihr Schicksal informieren möchte. Als sie Corayne begreiflich machen, dass nur sie das Land vor dem Untergang retten kann, indem sie die aus Legenden bekannten Spindeln schließt, die jetzt von jemand Mächtigen wieder geöffnet wurden – da ändert sich für Corayne alles und sie muss sich ihrem ganz eigenen Abenteuer stellen – auf Leben und Tod.

Der Inhalt ist sehr komplex und am Anfang brauchte ich einige Zeit, um in das Geschehen hineinzufinden. Den Prolog habe ich deshalb direkt zweimal gelesen, danach war mir aber einiges klarer. Es mag vielleicht auch an der Müdigkeit bei der ersten Lektüre gelegen haben. 😉
Ich mochte den Mix aus Piraten, Königreichen, Wüste, Magie und ein paar Artus-Saga-Vibes. Die Gestaltung des Covers spiegelt super die zentrale Rolle der Spindelklinge wieder.
Ich hatte ein bisschen Bedenken, dass das Buch in Richtung Romantasy abdriften könnte, aber das war zu keiner Zeit der Fall. Es ist sehr fokussiert auf die Problemstellung und deren Lösung, dabei fehlte es zuweilen etwas an Tempo, was der Geschichte aber gar keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil schätze ich dieses „gemütliche“ Vorankommen an den klassischen Fantasy-Geschichten sehr, da es trotz Spannung und Schlachten immer ein Gefühl von Nachhausekommen im Buch erzeugt. Da die Welt und das Geschehen sehr komplex ist, muss man als Leser das Buch sowieso auch mal beiseite legen, sodass das moderate Tempo passend ist und nicht negativ auffällt.
Die Spannungshöhepunkte lagen für mich eindeutig mittig im Buch und am Ende. Ich bin schon sehr neugierig, wie der zweite Band wohl aufgebaut sein wird, jetzt wo die Gruppe der Protagonisten vollständig zueinander gefunden hat.

SCHREIBSTIL:

Das Buch wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Immer wieder wechselt das Geschehen zwischen Corayne, Andry, Sorasa, Erida und Domacridhan. Corayne nimmt dabei die wohl zentralste Rolle ein. Eine Besonderheit ist, dass die Charaktere die meiste Zeit von einem allwissenden Erzähler betrachtet werden, für kurze Gedanken allerdings in Kursivschrift die jeweiligen Personen aus der Ich-Perspektive Äußerungen treffen.
Der Schreibstil war insgesamt sehr anspruchsvoll, bildhaft und unheimlich detailliert. Diese Detailtiefe hat die Geschichte sehr lebendig und die Charaktere tiefenscharf gestaltet. Gerade dadurch baute ich als Leser schnell Nähe zu den vielen Personen auf, was eine Kunst für sich ist. Die Sprache des Buches konnte mich dadurch sehr begeistern und das eher gemütliche Tempo ausgleichen.
Nicht nur die Beschreibungen zu den Personen waren geradezu ausladend und detailverliebt, sondern auch die Beschreibung aller Orte, an die Corayne und die anderen gelangen. Ich konnte alles so bildhaft vor meinem inneren Auge sehen, dass ich immer wieder über die Aussagekräftigkeit des Geschriebenen staunte.

FAZIT:

Wie ich bereits betonte, ist das Tempo nicht allzu hoch und es wird nicht gerade mit Spannung um sich geworfen in diesem Buch. Aber es konnte mich gerade dadurch und durch die sprachliche Raffinesse sowie die außergewöhnliche Welt und die wirklich sehr tollen Charaktere komplett abholen. Die Geschwindigkeit der Geschichte war sicherlich auch deshalb etwas gedrosselt, weil die Gruppe der Charaktere hier im ersten Band hauptsächlich zusammenfindet und sich formiert. Erst gegen Ende erlebt die Gruppe dann gemeinsam ihre erste Herausforderung. Daher fällt dieser Punkt für mich kaum ins Gewicht, weil es der Auftakt ist und dieser ist sehr vielversprechend für die Folgebände.
Besonders gut hat mir auch das Reisen zwischen den einzelnen Orten gefallen. Von den Charakteren wünsche ich mir in den Folgebänden noch mehr Entwicklung, gerade von Corayne. Das hat dieser wahnsinnig detaillierte erste Teil allerdings nicht mehr zugelassen. Was diesen Punkt angeht, ist Andry mein liebster Protagonist, weil er eine relativ starke Veränderung durchmacht und ich ihn wirklich sehr mochte. Aber generell fand ich alle Charaktere sehr gelungen.

Ein Buch, welches mich überrascht hat und komplett abholen konnte. Einfach mal wieder richtig gute, klassische Fantasy, anspruchsvoll geschrieben, gemäßigtes Tempo, komplex ausgearbeitet und veredelt durch charismatische, liebenswerte Charaktere. Macht mir eindeutig Lust auf mehr, ein klasse Auftakt und somit ein Higlight für mich!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasy: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Book Elements“ von Stefanie Hasse

Meine lieben Leser,

das vorletzte Buch des Bingos war „Book Elements“ von Stefanie Hasse, welches ich von meiner lieben Cousine geschenkt bekommen habe. Seitdem musste es auf meinem SuB auf seinen Einsatz warten. Das Sommerloch-Bingo war also die ideale Chance, es endlich zu erlösen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen
  • Autor/in: Stefanie Hasse
  • Anzahl der Seiten: 284 Seiten
  • Verlag: Impress Verlag (Carlsen)
  • Ausgabe: Taschenbuch (März 2017)
  • Genre: Urban Fantasy

INHALT:

Lin ist eine sogenannte Wächterin und beherrscht die Kraft der Lüfte. Sie und die anderen Wächter beschützen die menschliche Welt vor sogenannten Seelenlosen, die aus Büchern entstehen, wenn der Leser und die Figur eine besondere Bindung eingehen. Deshalb ist es den Wächtern auch untersagt, zu lesen. Lektüre ist ihnen nur in einer dafür vorgesehenen Bibliothek erlaubt und nur, um ihre Arbeit zu unterstützen. In dieser Bibliothek sind sämtliche Emotionen beim Lesen ausgeschaltet. Lin birgt allerdings ein großes Geheimnis. Sie versteckt ein Buch und liest es heimlich privat. Als eine riesige Anomalie auftaucht und das Gleichgewicht der Welten zu schwanken droht, begreift sie, was sie angerichtet haben könnte. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Zusätzlich sieht sie sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zur Buchfigur und den Gefühlen zu ihrem Partner Ric.

SCHREIBSTIL:

Zuerst einmal ist zu sagen, wie grandios ich die Grundidee fand. Ich war ganz begeistert von dieser Leser-Buchfigur-Beziehung und auch der Fantasy-Gedanke war wirklich sehr charmant. Dass sich die Wächter in verschiedene Wesen verwandeln können, entsprechend ihrer Elemente, hat für mich sehr gut in das Setting gepasst.
Persönlich lag mir im Buch der Fokus leider zu sehr auf der Love-Story, die zusätzlich noch ein Dreieck war. Seit ein paar Jahren mag ich diese Konstellationen nicht mehr so wirklich, nur ganz selten kann mich ein Autor mittlerweile damit abholen. Hier war es zusätzlich so, dass ich die Liebesgeschichte inklusive aller Gefühle eher nicht authentisch fand, was es für mich schwer machte, der Protagonistin ihre Gedanken abzukaufen. Dass alle Charaktere inflationär oft erröteten hat es für mich nicht so zugänglich gestaltet.
Viele Phrasen, Sätze oder Aussprüche wurden immer wieder genutzt, sodass ich als Leser wenig Abwechslung hatte. Dadurch war ich etwas auf Distanz und es fiel mir schwer, in die Geschichte richtig abzutauchen. Vielleicht lag es auch daran, dass mir die Protagonistin unsympathisch war. Keiner rückte mit der Sprache raus, alle versteckten sich zunächst hinter ihrem geheimnisvollen Verhalten. Das fand ich etwas anstrengend. Jedoch konnte mich das Buch am Ende dann noch überraschen und ich fand den Abschluss wirklich sehr gelungen.
Mir bleiben leider auch viele Fragen offen und ich fand es schade, dass das Privatleben bzw. das menschliche Leben von Lin kaum zur Sprache kam. Mich hätte da noch mehr interessiert, wie sie das Wächterdasein mit dem Alltag verknüpft, denn so wirkte es, als wären die Wächter eine isolierte Gemeinschaft, die keine Bindung zu den Menschen haben. Da hätten sich aus meiner Sicht auch nochmal tolle Problemstellungen ergeben können.

FAZIT:

Das Buch hat sich unheimlich schnell weggelesen und hatte ein hohes Tempo. Generell hat es mich unterhalten können, kam aber auch mit ein paar Längen und Schwächen daher. Die Protagonistin war mir leider unsympathisch und ich habe mich nicht wirklich in die Geschichte fallen lassen können. Die Grundidee und das Ende der Geschichte konnten mich jedoch überzeugen. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

Unterhaltsame, solide Urban-Fantasy-Geschichte mit kleineren Schwächen und Längen. Das Ende war jedoch überzeugend, ebenso wie die Grundidee. Mir war persönlich die Love-Story zu sehr im Vordergrund.

BEWERTUNG: ♥♥♥♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Fantasy: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♡♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 3,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Legende der Adlerkrieger“ von Jin Yong

Meine lieben Leser,

mit dem Buch „Die Legende der Adlerkrieger“ von Jin Yong durfte praktisch ein Stück Weltliteratur einziehen. Im chinesischen Raum hat diese Romanreihe einen vergleichbaren Status wie „Herr der Ringe“ in der westlichen Kultur. Außerdem ist die Geschichte um die Adlerkrieger der meistgelesene Fantasy-Epos aller Zeiten. Das waren genug gute Gründe, um mir den ersten Band mal genauer anzuschauen. Wie es mir nun insgesamt gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Legende der Adlerkrieger (Band 1)
  • Autor/in: Jin Yong
  • Übersetzer/in: Karin Betz
  • Anzahl der Seiten: 576 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Erstausgabe (November 2020)
  • Genre: Fantasy, Historische Fiktion

INHALT:

Der Inhalt dieses Epos‘ ist schwer auf den Punkt zu bringen. Die Geschichte ist unheimlich komplex. Außerdem wartet das Buch direkt zum Anfang erstmal mit einem Personenverzeichnis auf, welches ganze 55 Charaktere umfasst. Die Namen in der Geschichte sind natürlich aufgrund des Ursprungs der Geschichte alle chinesisch oder mongolisch, was für westliche Leser durchaus – auch mit Interesse für Asien – zu einer kleinen Herausforderung werden kann. Denn einige Personen haben noch einen zweiten Namen aufgrund ihres Kung-Fus.

Es kann aber zumindest gesagt werden, dass die Geschichte sich hauptsächlich um Guo Jing dreht. Dieser ist ein junger Mann, der die hohe Kunst des Kung-Fu erlernt. In die Geschichte steigt der Leser allerdings weit vor der Existenz dieses jungen Schülers ein, den zunächst wird das Schicksal seiner Eltern beschrieben. Sein Vater hat dabei einen wichtigen Verbündeten, seinen Schwurbruder. Diese beiden Männer vereinbaren, dass ihre Kinder für immer verbunden sein mögen. Sollten es zwei Jungen oder Mädchen werden, sollen diese ebenfalls Schwurbrüder/-schwestern sein, bei unterschiedlichem Geschlecht sollen sie heiraten.
Als die Männer durch einen Hinterhalt in einen Kampf geraten und ihre Frauen verschleppt werden, wird Guo Jings Vater tödlich verwundet. Was aus den anderen elterlichen Parteien geworden ist, bleibt zunächst im Dunkeln.
Danach konzentriert sich das Geschehen auf Guo Jings Kindheit und Jugend, seine Ausbildung und seine Abenteuer. Er wird in allerlei Kämpfe und Intrigen hineingezogen und am Ende laufe viele rote Fäden zusammen, die allerlei Handlungsstränge verbinden.
Die Geschichte basiert dabei auf historischen Tatsachen, auch bekannte Persönlichkeiten wie Dschingis Khan tauchen auf. Es werden unzählige, aber niemals gleiche Kung-Fu-Kämpfe bestritten, bei Speis‘ und Trank‘ zusammengesessen und heimlich Gegener belauscht. Diese Geschichte bringt also zusammenfassend alles zusammen, was eine gute Kung-Fu-Geschichte ausmacht.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist wirklich etwas ganz Besonderes. Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren etwas vergleichbares gelesen zu haben. Durch die Erzählweise mutet es wirklich an wie eine alte Legende aus längst vergangenen Zeiten, es wirkt mythisch, oft auch amüsant oder skurril.
Die vielen Handlungsstränge sind vom Autor gekonnt gesetzt und laufen am Ende alle zusammen. Ledliglich am Ende des ersten Viertels erzeugte die genauere Beschreibung der Mongolen und ihrer politischen Ränkespiele eine gewisse Länge. Das Buch hat eher ein gemächliches Tempo, allerdings wollte ich als Leser immer wissen, wie es mit Guo Jing weitergeht und ob er seinem Schwurbruder oder seiner zukünftigen Braut begegnen wird.
Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass dieser so ganz andere Schreibstil und die teilweise sehr skurrilen Situationen und Beschreibungen mir einiges abverlangt haben und für mich eine kleine Herausforderung waren.

FAZIT:

„Der Daoist legte einen Arm um Guo Jing, der sich wie von einer unsichtbaren Kraft angehoben fühlte. Wie Wolken im Sturmwind sausten sie über die Steppe.“

– „Die Legende der Adlerkrieger“ von Jin Yong, S. 291 –

Wie bereits erwähnt, ist dieses Buch etwas sehr Besonderes, was sich aus meiner Sicht schlecht vergleichen lässt. Es ist fast, als würde man Heldenmythen über die germanischen Götter bewerten wollen. Die Charaktere und die Geschichte stehen für sich allein und sind episch anmutend. Besonders gut gefallen haben mir die oft witzigen Situationen, in denen die Charaktere beispielsweise anstatt eines Kampfes zusammen tranken und mit Melonenkernen Schriftzeichen in den Schnee schrieben. Diese sehr merkwürdigen Aktionen werden im Buch gern durch Applaus quittiert und im Verlauf des Buches musste ich immer wieder darüber schmunzeln. Dieses Werk hat einen so einzigartigen Charme, dass sich viel mehr Leser heranwagen sollten. Allerdings nur, wenn sie offen für eine ganz andere Welt und eine besondere Erzählweise sind.

Eine Legende, ein Mythos, ein Epos – das meistgelesene Fantasy-Werk hat mich mit seinem besonderen Charme beeidruckt, mir aber durch diese ganz andere Erzählweise und die vielen Namen auch einiges abverlangt. Dennoch war ich am Ende so Feuer und Flamme, das Schicksal Guo Jings weiterzuverfolgen, dass es eine Schande wäre, dieses Buch nicht weiterzuempfehlen. Für mich war diese Lektüre so ganz anders als alles andere und eben deshalb besonders!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Fantasy: ♥♥♥♡♡
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,6


ÜBER DIE AKTION „ASIABOOKS“:

Wer mich kennt, weiß um meine tiefe Leidenschaft für Japan. Genau so sehr faszinieren mich schon viele Jahre Geschichten, die einen asiatischen Kontext haben. Dazu muss es nicht zwingend japanisch sein – auch chinesisch angehauchte Settings können mich durchaus begeistern.
Ich werde bei der Aktion „AsiaBooks“ Bücher vorstellen, die ich gelesen und rezensiert habe. Vielleicht seid ihr ja genau so begeistert von Geschichten im asiatischen Setting wie ich? Dann hoffe ich, dass ihr bei mir noch etwas Anregung findet. 🙂


ÜBER DIE AKTION „HISTOLOVE“:

Im Rahmen von HistoLove lesen die liebe Buchperlenblog und ich alles von Steinzeit bis in die Neuzeit – also Bücher mit historischem Bezug, welche schon viel zu lange auf unserem SuB liegen. Außerdem hat dieses Genre ein viel zu angestaubtes Image. Auch neuere Erscheinungen sind dabei und erlaubt! Jeder kann jederzeit einsteigen – wir freuen uns auf eure Beiträge! Verlinkt uns gern und nutzt den Hashtag #histolove.

Hier geht es zur Übersicht all unserer gelesenen Bücher im Rahmen von HistoLove.


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Palast im Himmel“ von Diana Wynne Jones

Meine lieben Leser,

der erste Band der Howl-Saga („Das wandelnde Schloss“) konnte mich sehr begeistern und war eines meiner Jahreshighlights 2020. Im Bingo habe ich nun den zweiten Band dieser Saga gelesen. Wie mir das Buch gefallen hat, lest ihr im Folgenden

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Palast im Himmel
  • Autor/in: Diana Wynne Jones
  • Anzahl der Seiten: 272 Seiten
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

„Der Palast im Himmel“ ist der zweite Band der Howl-Saga. Und tatsächlich treffen wir im Laufe des Geschehens auf alte Bekannte des wandelnden Schlosses. ☺
Die Geschichte mutet aber zunächst gar nicht so an, wie die Geschichte um Howl. Dieses Buch spielt in einem arabisch anmutenden Kontext, erinnert sehr stark an die bekannte Geschichte um Aladdin.
Abdullah ist Teppichverkäufer und ersteht unter merkwürdigen Umständen einen fliegenden Teppich. In seinen Tagträumen trifft er immer wieder auf eine wunderschöne Prinzessin in einem prachtvollen Garten. Als er nachts aufwacht, befindet er sich auf einmal wirklich an diesem Ort. Der Teppich hat ihn magischerweise dorthin gebracht. Die Prinzessin „Blume-in-der-Nacht“ ist sofort seine große Liebe. Als diese jedoch von einem Dschinn entführt wird, beginnt für Abdullah nicht nur eine liebestolle Suche nach ihr, sondern ein aufregendes Abenteuer mit Charme, Witz und Magie.
Gerade zum Ende der Geschichte, glänzt diese durch die herrliche Skurrilität, die ich am wandelnden Schloss so mochte. Ein bisschen schade war die stete Betonung von Äußerlichkeiten, von denen auf den Charakter geschlossen wurde. Nichtsdestotrotz war das Buch eine gute Unterhaltung und hat mir märchenhafte Stunden beschert.

SCHREIBSTIL:

Diana Wynne Jones schafft es erneut, ein fast 300 Seiten umfassendes Buch mit Leben zu füllen, wie es seinesgleichen sucht. Eigentlich ist diese Seitenanzahl nicht viel, aber der Inhalt war so dicht geschrieben, dass ich dafür mehr Zeit benötigte als für andere Bücher, die manchmal sogar noch mehr Seiten haben. Ich konnte mich komplett darin verlieren. Die Welt ist so fantastisch und die Ideen von Jones teilweise wieder so ausgefallen, abstrus und skurril, dass andere Autoren sich niemals trauen würden, sie zu kombinieren.
Ein kleines Manko war für mich, dass die Autorin dieses Mal auffallend oft Wertungen unter den Charakteren eingebaut hat, die lediglich auf das Aussehen zurückzuführen sind. Diese Oberflächlichkeit, gerade wenn dicke Charaktere als dumm oder sehr hässlich umschrieben werden, stoß mir nach einigen Malen dann doch sehr sauer auf. Es gibt zwar auch Personen, die das durch ihre Aussagen relativieren und genau gegenteilig handeln, aber es war sehr auffällig.
Ansonsten hat Jones wieder eine geradezu märchenhafte Atmosphäre geschaffen, der das 1001-Nacht-Setting sehr zuträglich war.

FAZIT:

Das Buch war am Anfang mehr Märchen aus 1001 Nacht, als wirklich Fantasy. Jedoch wandelte sich das im Laufe der Geschichte. Es wurde zu einer Mischung aus Aladdin und englischem Charme. Auch das Aufeinandertreffen mit alten Bekannten aus dem ersten Band fand ich sehr gelungen.

Ein Buch, welches nicht ganz an den vorherigen Band heranreicht, mich jedoch gut unterhalten konnte. Ein Setting wie aus 1001 Nacht, Charme wie im vornehmen England und aberwitzige Charaktere sowie skurrile Situationen machen das Buch zu etwas Besonderem. Ein typisches Diana-Wynne-Jones-Buch.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Fantasie: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das Geheimnis der Schwestern“ von Serena Valentino

Meine lieben Leser,

ich kann nun stolz verkünden, dass ich den letzten Band der Disney-Villians-Reihe gelesen habe. Endlich ist dieses Projekt abgeschlossen und ich kann mich wieder neuen zuwenden. Der letzte Band der Reihe beschäftigt sich mit den verdrehten Schwestern, die überall ihre Finger im Spiel hatten. Wie mir das Buch gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das Geheimnis der Schwestern
  • Autor/in: Serena Valentino
  • Anzahl der Seiten: 288 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch, Disney

INHALT:

Der letzte Band beleuchtet nicht die Vorgeschichte eines spezifischen Disney-Bösewichts, so wie es in den anderen Bänden der Fall war. Hier wird der Fokus auf die geheimnisvollen und verdrehten drei Hexenschwestern gelegt, die in jedem Band auftauchten und scheinbar überall ihre Finger im Spiel hatten.
Wer sind diese drei Schwestern? Und warum sind sie offenbar voller Hass und abgrundtiefer Boshaftigkeit? Das wird hier versucht, zu erklären. Wirklich tief hat mich das Buch dabei nicht berührt, aber es war wirklich spannend, die Geschichte hinter den Hexen zu erfahren. Am Ende hat dann doch alles Sinn ergeben und ich konnte mich mit den Erklärungen zufriedengeben.
Ich möchte gar nicht so viel über die Handlung verraten, nur so viel: Es kommen einige bekannte Gesichter aus den vorherigen Bänden vor.

Jedem Kapitel wird eine wunderschöne Illustration vorangestellt. Am Anfang des Buchs findet sich zudem ein Stammbaum und eine Karte auf der die Disney-Königreiche verzeichnet sind.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil war spannend und hatte die ganze Zeit eine düstere unterschwellige Note, welche sicherlich das Finale nochmals unterstreichen sollte. Die Märchen-Atmosphäre aus dem vorherigen Band war nicht mehr ganz so stark vorhanden und auch das bisschen Tiefgang, was beim vorletzten Band vorhanden war, ist hier leider für mich nicht gegeben gewesen. Da hätte ich mir manchmal noch mehr Infos gewünscht. So blieb es wie auch schon die anderen Bände sehr oberflächlich, jedoch eine Geschichte mit Unterhaltungswert.
Vom Stil her ist auch der letzte Band eher ein Kinderbuch als ein Buch für Erwachsene, trotzdem thematisiert es gewisse Brutalität, die ich einem Kind nicht unbedingt zumuten wöllte. Daher fällt es mir – wie bei den Vorbänden – sehr schwer, diesen Stil einzuordnen.

FAZIT:

Der letzte Band war aus meiner Sicht zwar etwas schwächer als der erste und vorletzte Band, allerdings wartet er dafür mit einer unglaublich tollen grafischen Untermalung auf.
Natürlich ist die Geschichte wie bei allen Büchern der Reihe nicht mit einem ausgeprägten Tiefgang zu verbinden, aber sie unterhält und lässt den Leser einen anderen Blick in das Disney-Universum werfen. Ein gelungener Abschluss ist dieses Buch nun für die gesamten Bände.

Ein gelungener Abschluss der Reihe, auch wenn er mich nicht vollständig abholen konnte. Endlich wurde das Geheimnis um die Hexenschwestern gelüftet. Ich hätte mir zwar mehr Tiefe gewünscht, bin mit der Umsetzung aber dennoch recht zufrieden, da ich unterhalten wurde.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasy: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Serafin – Das kalte Feuer“ von Kai Meyer

Meine lieben Leser,

nach dem dramatischen Ende der Merle-Bücher hat Kai Meyer 2020 vielen Fans einen lang gehegten Traum erfüllt und eine Fortsetzung geschrieben. Ob es die Erwartungen vieler Fans erfüllte und wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Serafin – Das kalte Feuer
  • Autor/in: Kai Meyer
  • Anzahl der Seiten: 382 Seiten
  • Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

*** Achtung! Es handelt sich um den vierten Band – evtl. Spoiler zum den vorherigen Bänden vorhanden! ***

Nach dem Ende der Merle-Trilogie wird die Reihe durch den Serafin-Band zur Tetralogie erweitert. Merle und Junipa reisen seit zwei Jahren durch die Spiegelwelt in andere Versionen von Venedig, um Merles Vater zu finden. Dabei treffen sie auch oft auf andere Versionen von sich selbst oder andere Charaktere aus ihrer Welt.
In der Welt von Serafin tauchen die beiden in einem Kanal auf und er schafft es, Junipa zu retten, während Merle verschleppt wird.
Ob Serafin, seine fliegende Katze Cagliostra und Junipa Merle retten können und deren Vater finden, dürfte ihr aber selbst lesen. Alles, was ich jetzt noch weiter über den Inhalt schreiben würde, würde zu viel verraten.

SCHREIBSTIL:

Selbst nach diesen vielen Jahren knüpft Kai Meyer nahtlos an den Schreibstil der Merle-Reihe an. Er konzentriert sich auch hier aufs Wesentliche und trotzdem ist das Buch sehr fantasievoll und tiefgreifend. Einige Entwicklungen haben mir als Leser das Herz gebrochen, aber ich fand sie sehr grandios.
Jedoch muss man klar sagen, dass Kai Meyer nicht den offensichtlichen Weg gewählt hat, den sich viele Leser erhofft hatten. Ich bin sehr froh, dass er das nicht getan hat und freue mich, dass es mich trotzdem so abgeholt hat. Wieder einmal wurde extrem viel Fantasie und Spannung geboten. Ein Ereignis jagte das nächste, sodass ich förmlich an den Seiten klebte.

FAZIT:

Das Buch war so ganz anders, als ich das erwartet hatte und genau das machte es so phänomenal. Serafin steht hier zwar im Fokus, aber genau so ist Merle wieder die Protagonistin. Auch die anderen Charaktere sind mir wieder sehr ans Herz gewachsen. Wieder einmal bin ich fasziniert, wie viel auf diesen wenigen Seiten passiert ist. Ich bin immer noch total traurig, dass ich die Welt von Merle wieder verlassen musste, weil ich mich dort so heimisch gefühlt habe. Einige Fragen blieben für mich noch offen, weswegen ich hoffe, dass ein fünfter Band noch folgen wird.
Eine unglaublich gelungene Fortsetzung, die einen ganz anderen Weg geht, als von vielen Fans erwartet. Genau diese Umsetzung macht das Buch aber so besonders. Offene Fragen lassen auf einen fünften Band hoffen. Jeder Merle-Fan sollte dieses Buch gelesen haben.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Fantasie: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Alice im Wunderland – Wie alles begann“ von Peter Hunt

Meine lieben Leser,

der März neigt sich dem Ende und ich hatte das große Glück, das Buch „Alice im Wunderland – Wie alles begann“ von Peter Hunt als Rezensionsexemplar zu lesen. Der Titel und die Beschreibung hatten mich direkt interessiert, da ich Alice im Wunderland sehr mag und gern mehr über Dodgson alias Lewis Carroll erfahren wollte. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Alice im Wunderland – Wie alles begann
  • Autor/in: Peter Hunt
  • Übersetzer/in: Gisela M. Vorderobermeier
  • Anzahl der Seiten: 128 Seiten
  • Verlag: wbg Theiss Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (März 2021)
  • Genre: Fantasy, Sachbuch

INHALT:

In diesem Buch wird auf einer knackig kurzen Seitenanzahl das wichtigste und manchmal auch skurrilste Wissen über das Buch „Alice im Wunderland“ und dessen Autor vermittelt.
Zu Beginn wird auf Lewis Carroll selbst eingegangen und vor allem darauf, dass dieser Name nur ein Künstlername des in Wirklichkeit als „Charles Dodgson“ bekannten Mannes war.
Nach dem Vorwort widmet sich das Werk zunächst der Entstehungsgeschichte des berühmten Buches „Alice im Wunderland“. Fast jeder hat schon einmal etwas über den Mythos gehört, dass Dodgson mit der echten kleinen Alice und ihren Schwestern eine Bootsfahrt unternahm und zu ihrer Unterhaltung die Geschichte aus dem Stehgreif erfunden hätte, die später an solch großer Beliebtheit und Bekanntheit gewann. Wie viel an diesem Mythos dran ist und welche anderen Einflüsse eine Rolle spielten, wird hier erläutert.
Es wird auch ausführlich auf die Personen eingegangen, die in das Buch eingeflossen sind, welche Figuren diese darstellen und auf welchen Charaktereigenschaften deren Verhalten teilweise beruht.
Die Biografie Dodgsons wird in jedem Kapitel mit eingeflochten, um ein umfassendes Gesamtbild zu liefern.
In eigenen Kapiteln wird schließlich die Außenwelt und Innenwelt des Autors dargestellt, bevor am Ende der Werdegang von „Alice im Wunderland“ als Buch noch einmal erzählt wird – welche Schwierigkeiten gab es beispielsweise beim Druck oder beim Verlegen?
Die unterhaltsamen und interessanten Darlegungen werden am Ende durch Literatur- und Abbildungsverzeichnisse vervollständigt.

Die Texte werden im gesamten Buch viel bebildert und unterstreichen die Botschaften. Es werden Fotografien, originale Illustrationen oder die erste Version eines Deckblatts abgedruckt gezeigt.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist unterhaltsam und sehr einfach gehalten. Aufgelockert werden die reinen Fakten durch kleinere Anekdoten aus Dodgsons Leben. Der Druck ist zusätzlich zu diesem Stil sehr groß, sodass das Buch ein eher kurzweiliges Vergnügen ist. Das tut dem Inhalt jedoch keinen Abbruch.
An einigen Stellen hätte ich zwar gern auch noch etwas mehr Informationen gelesen, allerdings kann der interessierte Leser sich auch im Nachgang weiter damit beschäftigen. An anderen Stellen wurde mir dafür manchmal zu detailliert auf gewisse Umstände anderer Personen eingegangen, die mit Dodgson Berührungspunkte hatten.
Für mein Dafürhalten waren die wichtigsten Aussagen auf den Punkt gebracht und so aufbereitet, dass eine gelungenes Leseerlebnis entstanden ist.

FAZIT:

Dieses gar nicht mal so kleine, dafür aber nicht sehr seitenstarke Buch konnte mich wirklich gut unterhalten und hat mich auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln und Staunen gebracht. Wer mehr über die Hintergründe von „Alice im Wunderland“ und dessen Autor erfahren möchte, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse – vorausgesetzt ist natürlich, dass einem der Umfang des Werkes bewusst ist. Es wird das Wichtigste in den Mittelpunkt gerückt, aber nichts bis ins kleinste Details analysiert, was für mich allerdings sehr angenehm war.

Ein gelungenes, viel bebildertes Werk, welches sich näher mit einem der berühmtesten Bücher aller Zeiten und dessen Autor beschäftigt. Vielseitig, interessant und außergewöhnlich – dieses Buch lädt auf 128 Seiten zum Staunen und Schmunzeln ein. Empfehlenswert!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♡
Unterhaltung: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 3,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI