Rezension – „Book Elements“ von Stefanie Hasse

Meine lieben Leser,

das vorletzte Buch des Bingos war „Book Elements“ von Stefanie Hasse, welches ich von meiner lieben Cousine geschenkt bekommen habe. Seitdem musste es auf meinem SuB auf seinen Einsatz warten. Das Sommerloch-Bingo war also die ideale Chance, es endlich zu erlösen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen
  • Autor/in: Stefanie Hasse
  • Anzahl der Seiten: 284 Seiten
  • Verlag: Impress Verlag (Carlsen)
  • Ausgabe: Taschenbuch (März 2017)
  • Genre: Urban Fantasy

INHALT:

Lin ist eine sogenannte Wächterin und beherrscht die Kraft der Lüfte. Sie und die anderen Wächter beschützen die menschliche Welt vor sogenannten Seelenlosen, die aus Büchern entstehen, wenn der Leser und die Figur eine besondere Bindung eingehen. Deshalb ist es den Wächtern auch untersagt, zu lesen. Lektüre ist ihnen nur in einer dafür vorgesehenen Bibliothek erlaubt und nur, um ihre Arbeit zu unterstützen. In dieser Bibliothek sind sämtliche Emotionen beim Lesen ausgeschaltet. Lin birgt allerdings ein großes Geheimnis. Sie versteckt ein Buch und liest es heimlich privat. Als eine riesige Anomalie auftaucht und das Gleichgewicht der Welten zu schwanken droht, begreift sie, was sie angerichtet haben könnte. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Zusätzlich sieht sie sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zur Buchfigur und den Gefühlen zu ihrem Partner Ric.

SCHREIBSTIL:

Zuerst einmal ist zu sagen, wie grandios ich die Grundidee fand. Ich war ganz begeistert von dieser Leser-Buchfigur-Beziehung und auch der Fantasy-Gedanke war wirklich sehr charmant. Dass sich die Wächter in verschiedene Wesen verwandeln können, entsprechend ihrer Elemente, hat für mich sehr gut in das Setting gepasst.
Persönlich lag mir im Buch der Fokus leider zu sehr auf der Love-Story, die zusätzlich noch ein Dreieck war. Seit ein paar Jahren mag ich diese Konstellationen nicht mehr so wirklich, nur ganz selten kann mich ein Autor mittlerweile damit abholen. Hier war es zusätzlich so, dass ich die Liebesgeschichte inklusive aller Gefühle eher nicht authentisch fand, was es für mich schwer machte, der Protagonistin ihre Gedanken abzukaufen. Dass alle Charaktere inflationär oft erröteten hat es für mich nicht so zugänglich gestaltet.
Viele Phrasen, Sätze oder Aussprüche wurden immer wieder genutzt, sodass ich als Leser wenig Abwechslung hatte. Dadurch war ich etwas auf Distanz und es fiel mir schwer, in die Geschichte richtig abzutauchen. Vielleicht lag es auch daran, dass mir die Protagonistin unsympathisch war. Keiner rückte mit der Sprache raus, alle versteckten sich zunächst hinter ihrem geheimnisvollen Verhalten. Das fand ich etwas anstrengend. Jedoch konnte mich das Buch am Ende dann noch überraschen und ich fand den Abschluss wirklich sehr gelungen.
Mir bleiben leider auch viele Fragen offen und ich fand es schade, dass das Privatleben bzw. das menschliche Leben von Lin kaum zur Sprache kam. Mich hätte da noch mehr interessiert, wie sie das Wächterdasein mit dem Alltag verknüpft, denn so wirkte es, als wären die Wächter eine isolierte Gemeinschaft, die keine Bindung zu den Menschen haben. Da hätten sich aus meiner Sicht auch nochmal tolle Problemstellungen ergeben können.

FAZIT:

Das Buch hat sich unheimlich schnell weggelesen und hatte ein hohes Tempo. Generell hat es mich unterhalten können, kam aber auch mit ein paar Längen und Schwächen daher. Die Protagonistin war mir leider unsympathisch und ich habe mich nicht wirklich in die Geschichte fallen lassen können. Die Grundidee und das Ende der Geschichte konnten mich jedoch überzeugen. Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

Unterhaltsame, solide Urban-Fantasy-Geschichte mit kleineren Schwächen und Längen. Das Ende war jedoch überzeugend, ebenso wie die Grundidee. Mir war persönlich die Love-Story zu sehr im Vordergrund.

BEWERTUNG: ♥♥♥♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♥♡♡
Fantasy: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♡♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 3,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die kuriosen Symptome der Liebe“ von Colleen Oakley

Meine lieben Leser,

das Buch „Die kuriosen Symptome der Liebe“ von Colleen Oakley habe ich in einem Bücher-Sale erworben und eigentlich ist es so gar kein typisches Buch für mich, da es keines meiner bevorzugten Genres ist. Vielleicht auch gerade deshalb habe ich es gekauft. Der Klappentext klang einfach super und die Aufmachung des Buches hat mich ebenfalls überzeugt. Ich habe mir sagen lassen, dass das wohl beim Wunderraum-Verlag öfter der Fall sein soll. 😉 Wie mir das Buch abschließend gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die kuriosen Symptome der Liebe
  • Autor/in: Colleen Oakley
  • Übersetzer/in: Stefanie Retterbush
  • Anzahl der Seiten: 480 Seiten
  • Verlag: Wunderraum Verlag
  • Ausgabe: Erstauflage (2017)
  • Genre: Roman, Liebesroman

INHALT:

Die Protagonistin dieser Geschichte ist Jubilee. Jubilee Jenkins hat eine große Besonderheit, die sie von anderen Menschen unterscheidet. Sie hat einer Allergie. Jedoch ist diese Allergie nicht irgendeine Allergie, sondern eine Allergie gegen Menschen. Jede Berührung oder sogar feinste Hautschuppen können schwere Reaktionen bei ihr auslösen oder sie sogar in eine lebensbedrohliche Lage bringen.
Die Beziehung zu ihrer Mutter ist seit einem Vorfall in der Schule schwierig, als Jubilee nach einem Kuss mit einem Jungen fast gestorben wäre. Die Mutter flüchtet sich in eine andere Stadt zu ihrem neuen Partner. Jubilee bleibt alleine in dem Elternhaus zurück. Dort verschanzt sie sich neun Jahre lang zwischen Büchern und den Habseligkeiten ihrer Mutter.
Doch als sie erfährt, dass ihre Mutter gestorben ist, muss Jubilee sich wohl oder übel der Welt vor ihrer Haustür stellen, um Geld zu verdienen. Sie beginnt in der örtlichen Bibliothek zu arbeiten und lernt Eric und seinen Adoptivsohn Aja kennen. Die Beiden stellen ihre Welt auf den Kopf und sie sieht sich auf einmal im Zwiespalt zwischen ihrer Krankheit und ihren Gefühlen – und ihrer plötzlich aufkeimenden Lust am Leben.

SCHREIBSTIL:

Tatsächlich fällt es mir schwer, den Schreibstil von Oakley zu beschreiben. Er war fast so leicht wie eine Feder, obwohl teilweise ernste Thematiken angesprochen wurden. Ich hatte beim Lesen stets dieses heimelige Gefühl, als wenn man nach Hause kommt – ein typisches Gefühl von Wohlfühlbüchern. Die Autorin hat es außerdem geschafft, sehr starke Bilder im Kopf zu erzeugen. Das haben ihre blumigen Formulierungen, aber auch die zitierten Buchverse unterstützt.
Das Buch hat mich vor allem auch in Bezug auf die Allergie-Thematik sehr berührt. Oakley hat es geschafft, die ambivalenten Gefühle authentisch darzustellen, die mit einer solchen Einschränkung einhergehen. Besonders gelungen war, wie Jubilee sich selbst im Weg stand und Schritt für Schritt ihre Ängste überwinden konnte.
Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass die Autorin die Liebesgeschichte so authentisch beschrieben hat. Sie kommt dabei ganz ohne Kitsch aus, wenn auch nicht immer ohne Klischees. Das war aber zu verkraften, vor allem, weil das Ende für mich sehr überraschend und vor allem auffallend lebensnah, realistisch und so gar nicht verklärt war.

FAZIT:

Dieses Buch ist relativ unbekannt und ich verstehe überhaupt nicht wieso. Es hat einen unwiderstehlichen Charme, eine einnehmende Herzlichkeit und sprüht beim Lesen in den buntesten Farben. Ich habe mich von der ersten Zeile an sehr wohl darin gefühlt. Jubilee als Protagonistin hat mich manchmal genervt, oftmals konnte ich mich aber auch mit ihr identifizieren und ganz wie bei einem echten Menschen mit Macken, habe ich sie genau deswegen lieben gelernt. Überhaupt war ich ganz verzaubert von den liebenswerten Charakteren, der heimeligen Atmosphäre und der unfassbaren Authentizität, die selbst in den abstrusesten Momenten vorhanden war.

Ein völlig unterschätztes Buch, das mein Herz erwärmt hat. Ein Wohlfühlbuch, ein Buch zum Nachdenken, zum Träumen, zum Mutmachen – aber vor allem eine lustig-melancholische Geschichte über Jubilee, das Leben mit Allergien, Freundschaft und Liebe. Eine große Leseempfehlung von mir für entspannte Lesestunden!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Lovestory: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Love Show – Ist deine Liebe echt?“ von Britta Sabbag

Meine lieben Leser,

das Buch „Love-Show“ von Britta Sabbag hatte mich nicht nur aufgrund der traumhaft schönen Gestaltung gereizt, sondern auch die Story, die an die Truman-Show erinnert, klang für mich vielversprechend. Wie es mir nun tatsächlich gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Love Show – Ist deine Liebe echt?
  • Autor/in: Britta Sabbag
  • Anzahl der Seiten: 352 Seiten
  • Verlag: Fischer Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Liebesroman, Science-Fiction

INHALT:

Auf Aroha Island ist das Leben paradiesisch und beschaulich. Es gibt traumhafte Strände und eine üppige Flora und Fauna. Hier wächst Ray auf. Sie ist mittlerweile 17 Jahre alt und hat keinerlei Sorgen. Ihr Kindheitsfreund Noah ist ihr sehr vertraut, aber dennoch kann sie sich nicht darauf einlassen, mit ihm einen Schritt weiter zu gehen. Er ist mehr wie ein Bruder für sie.
Zur gleichen Zeit erfährt der Leser von einem Fernsehstudio, dass diese Entwicklungen kritisch beäugt. Denn was Ray nicht weiß: Sie und Noah sind die Stars der größten Reality-TV-Show der Welt. Alle Bewohner der Insel, außer den Beiden, sind eingeweiht. Dass aus Noah und Ray nicht wie vom Sender geplant ein Liebespaar wird, lässt die Quoten einstürzen. Darum senden sie Liam, einen Mitarbeiter des Senders auf die Insel, um Ray herumzukriegen.
Doch dann entdeckt Ray Kabel und Kameras und beginnt an ihrem heimatlichen Paradies zu zweifeln …

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil von Sabbag ist sehr einfach gehalten, für meinen Geschmack zu wenig anspruchsvoll. Natürlich ist dieses Buch ein All-Age-Roman, aber auch dann kann aus meiner Sicht etwas mehr sprachliche Rafinesse eingebaut werden. Es wirkte auf mich vom sprachlichen Anspruch eher wie ein Kinderbuch – oder ein Jugendbuch für niedrigere Altersklassen. Dadurch waren die Dialoge leider sehr substanzlos, oftmals nicht fesselnd und haben mich gelangweilt. Es wirkte gerade am Anfang alles sehr belanglos. Erst kurz vor Ende des Buchs erfährt der Schreibstil eine Art Bruch, der dem Lesefluss zugute kam. Ab diesem Moment schreibt die Autorin erwachsener und auch die Charaktere klingen auf einmal tatsächlich, als wären sie 17 Jahre alt und nicht erst 14, wie es vorher den Anschein hatte.
Leider gab es einige Punkte, die ich kritisch sehe. Zum Einen war mir das Auftreten des eingeschleusten Jungen zu aufdringlich – auch die Protagonistin bezeichnet ihn als „unverschämt und übergriffig“. Das wäre an sich nicht ganz so schlimm, wenn er der Antagonist wäre, hier wird aber immer wieder betont, wie sehr dieses Verhalten Ray gefallen würde. Sie lässt auch alles mit sich machen, ist sehr naiv und hat die meiste Zeit des Buches keine eigene Meinung. Dieses Bild bzw. Klischee über Frauen ist nicht mehr zeitgemäß und ich halte es in einem modernen Jugendbuch nicht für angebracht, die Schiene „Frauen lieben Arschlöcher und sind unterwürfig“ zu fahren.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Protagonistin kritisiert, dass der Neuling ein Botaniker ist und dieser gutaussehende Mensch mit so einem langweiligen Thema nicht zusammenpassen würde. Auch das ein sehr krasses Klischee. Es fiel in der Vergangenheit schon anderen Lesern auf, wie eine Art Bashing von Naturwissenschaften in Büchern an der Tagesordnung zu stehen scheint. Dass gutaussehende Menschen sich nicht dafür interessieren könnten oder das nur etwas für „Loser“ wäre, ist eine Ansicht, die für mich wie aus dem vorherigen Jahrhundert anmutet.
Der für mich größte Aufreger war jedoch das Thema Essen. Auch, wenn die Autorin im Schlusssatz nochmal eine Kurve bekommen wollte zu den im Buch getätigten Äußerungen, reichte das nicht für mich aus, die Brisanz des Themas zu verringern. In diesem Buch wird von den Protagonisten wirklich zu jeder Gelegenheit betont, wie ekelhaft und widerlich sie gesundes Essen finden würden. Im selben Atemzug werden sie meist nicht müde zu betonen, wie lecker und toll Fastfood wäre. Dabei werden so krasse Aussagen getroffen, dass Salz zum Glück gesunden Geschmack übertüncht oder dass sie sich nach 100% Zucker oder dem metallischen Geschmack von Zusatzstoffen sehnen, dass es ehrlich gesagt für mich als Leser nicht mehr angenehm zu lesen war. Ich, als Betroffene mehrerer seltener Intoleranzen, habe gelernt, wie sehr diese ungesunde Ernährung unseren Darm schädigt. Ich halte es für unverantwortlich, in einem Buch für eine so junge Zielgruppe von Fastfood, Zucker und Zusatzstoffen zu schwärmen, wo in unserer Gesellschaft doch mittlerweile 50-80% der Menschen mindestens eine Lebensmittelintoleranz haben. Pädagogisch ist das alles andere als wertvoll.

FAZIT:

Rückblickend muss ich sagen, dass der Klappentext ein komplett anderes Bild von dem Buch zeichnet, als es dann tatsächlich war. Im Klappentext wird eine Textstelle zitiert, die relativ spät im Buch ihren Platz findet. So wird suggeriert, dass der Fokus des Buchs auf dem Aufdecken der Lügen und der gespielten Realität im Ray liegt. Wer auf eine Story alá Truman-Show hofft, wird hier allerdings nicht zufrieden sein. Der Fokus liegt klar au der Liebesgeschichte und der Rest läuft nebenher. Das fand ich sehr schade.
Auch die mittlerweile überreizte Konstellation der Dreiecksbeziehung war für mich etwas aus der Zeit gefallen. Die kritischen Passagen taten ihr Übriges und zwischendurch war ich am Überlegen, das Buch abzubrechen. Tatsächlich gewann es aber kurz vorm Ende nochmal an Fahrt, weswegen ich es zwischenzeitlich wirklich angenehm zu lesen fand. Alles in allem wurde hier allerdings nicht das Potenzial ausgeschöpft, was die Geschichte mit sich brachte. Mir fehlte es an Tiefe und mehr Auseinandersetzung mit dem multimediapsychologischen Aspekt. Das Buch und ich wurden einfach keine Freunde, obwohl ich es wirklich wollte.

Ein Buch mit einer spannenden und guten Grundidee, die an die bekannte „Truman-Show“ erinnert. Das Potenzial wurde leider nicht genutzt, schwache Dialoge, blasse Charaktere und fehlende Tiefe ließen mich enttäuscht zurück. Pädagogisch sehe ich einige Aussagen in diesem Werk als sehr kritisch. Da der Fokus der Geschichte außerdem mehr auf der Liebesgeschichte lag, fand ich mit dem Buch letztendlich einfach nicht zusammen.

BEWERTUNG: ♥♥♡♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♡♡♡
Emotionen: ♥♥♡♡♡
Worldbuilding/Rahmen: ♥♥♥♡♡
Charaktere: ♥♥♡♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡

Gesamtwertung = 2,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Madame Picasso“ von Anne Girard

Meine lieben Leser,

weiter geht es mit dem Historischen November von Buchperlenblog und mir. Das zweite Buch, welches ich im Rahmen dieser Aktion von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit habe, ist „Madame Picasso“ von Anne Girard. Ich war wie immer sehr skeptisch, weil es ein Liebesroman ist und ich typischen Liebesgeschichten meistens nicht viel abgewinnen kann. Doch das Buch hat mich überrascht. Wieso, erkläre ich euch im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Madame Picasso
  • Autor/in: Anne Girard
  • Übersetzer/in: Yasemin Dinçer
  • Anzahl der Seiten: 478 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2015)
  • Genre: Historischer Liebesroman, Biografischer Liebesroman

INHALT:

Die Handlung dreht sich rund um Eva Gouel, welche unter ihrem neuen Namen „Marcelle Humbert“ im Paris des frühen 20. Jahrhunderts ein neues Leben als Schneiderin beginnen möchte. Sie hat sich von ihren Eltern losgesagt, da diese sie verheiraten wollten. Zu ihrem Glück findet sie durch eine Freundin eine Anstellung im bekannten Moulin Rouge, wo sie die Kostüme während der Vorstellungen ausbessert. Dort begegnet sie auch das erste Mal Pablo Picasso, der regelmäßig mit seinen Dichter- und Künstlerkumpanen die Aufführungen besucht.
Der anfänglichen Anziehung steht Eva zunächst ablehnend gegenüber, schließlich pflegt Picasso bereits eine Liason zu Fernande, die überall als Madame Picasso bekannt und berüchtigt ist.
Als sie die Karriere von Mistinguett, einer Tänzerin im Moulin Rouge, entscheidend durch ihre Nähkünste verändert, überschlagen sich die Ereignisse und bald findet sie sich in einem Beziehungsgeflecht wieder, welches sie vor einige Herausforderungen stellt.
Nicht zuletzt muss sie sich entscheiden, ob sie Picasso, dem Schürzenjäger vertraut, der sich ebenso unsterblich in sie verliebt hat, wie sie in ihn.

Die Darstellung der Liebe zwischen Eva und Picasso begleitet die beiden von ihren Anfängen bis zum bitteren Ende. Eva blieb lebenslang Picassos größte Liebe und Muse. Das Buch vermittelt neben der Liebesgeschichte biografische und psychologische Einblicke ins Leben Picassos, einer der größten Künstler seiner Zeit.

SCHREIBSTIL:

Anne Girard hat ein Buch geschaffen, welches nicht laut, dafür aber umso stimmungsvoller ist. Ihr Schreibstil ist feinsinnig und gefühlvoll und vermittelt ein sehr tiefgehendes Porträt der Liebe zwischen Eva und Picasso.
Im Fokus stehen die Beziehungen zwischen allen Charakteren. Girard schafft es hierbei, selbst Nebenfiguren lebendig und interessant zu gestalten. Auch hier treffen wir auf bekannte Persönlichkeiten wie den Künstler Braque, den Dichter Apollinaire oder die Schriftstellerin Gertrude Stein und ihre Partnerin Alice.
Mit Feingefühl wird auch auf die psychologischen und familiären Einflüsse Picassos eingegangen und welche Rolle die Liebe zu Eva in seinem Leben diesbezüglich spielte.
Gerade im Mittelteil erzeugte die Autorin durch viele alltägliche Beschreibungen kleinere Längen, die man als Leser gern verzeiht, da die Persönlichkeiten und die Handlung einen gewissen Sog ausüben.

FAZIT:

Wie ihr schon lesen konntet, hat mich das Buch erstaunlicherweise trotz Liebesgeschichte komplett abholen können. Kleinere Längen konnte ich bereitwillig verzeihen, weil das Buch mit seinem stimmungsvollen Charme und der großen Authentizität punkten konnte. Das ist wahrscheinlich nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass es sich um eine wahre Liebesgeschichte handelt. Dennoch ist es nicht einfach, Persönlichkeiten gerecht zu werden, die wirklich existiert haben. Das hat die Autorin für mich umfassend erfüllt und ich bin gespannt, wie mir die weiteren Teile dieser Reihe gefallen werden.
Ein historischer und biografischer Liebesroman über Eva Gouel und Pablo Picasso, der mich durch seine Authentizität, sein Feingefühl und seine stimmungsvolle Atmosphäre überzeugen konnte. Eine klare Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♥
Historischer Kontext: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,4


ÜBER DIE AKTION „HISTOLOVE“:

Im Rahmen von HistoLove lesen die liebe Buchperlenblog und ich alles von Steinzeit bis in die Neuzeit – also Bücher mit historischem Bezug, welche schon viel zu lange auf unserem SuB liegen. Außerdem hat dieses Genre ein viel zu angestaubtes Image. Auch neuere Erscheinungen sind dabei und erlaubt! Jeder kann jederzeit einsteigen – wir freuen uns auf eure Beiträge! Verlinkt uns gern und nutzt den Hashtag #histolove.

Hier geht es zur Übersicht all unserer gelesenen Bücher im Rahmen von HistoLove.


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ von Lyssa Kay Adams

Meine lieben Leser,

dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks lesen. Ich habe mich wirklich riesig gefreut, denn es gab über 1000 Bewerber für die Leseexemplare. Ich hatte wahnsinniges Glück. Normalerweise lese ich ja kaum Liebesromane, aber hier hat mich die Idee des Buch-Clubs sehr interessiert. Ob es mir am Ende gefallen konnte, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
  • Autor: Lyssa Kay Adams
  • Anzahl der Seiten: 397 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag „Kyss“
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Liebesroman

INHALT:

Thea und Gavin sind seit ein paar Jahren ein Ehepaar und haben zwei zuckersüße Töchter. Doch in ihrer Ehe kriselt es offensichtlich mehr als beiden lieb ist, denn nach einem Schlüsselereignis droht die heile Welt zusammenzubrechen.
Die beiden gehen auf Abstand und da kommen Gavin seine Freunde zur Hilfe. Sie weihen ihn in die Geheimnisse ihres Buch-Clubs ein. Dort beschäftigen sich die Männer mit Frauenromanen, um ihre Frauen besser zu verstehen und ihre Ehen zu retten. Gavin ist da auf jeden Fall ein würdiges neues Mitglied und es bleibt abzuwarten, ob der Buch-Club seine Ehe vor dem sicheren Aus bewahren kann. Denn hinter dem Auslöser der Krise stecken viel tiefere Probleme als gedacht.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und liest sich ziemlich flüssig und leicht. Das macht das Buch zu einer perfekten Abendlektüre oder dem berühmten Buch „zwischendurch“.
Tatsächlich ist das Buch sehr kitschig aufgemacht und wirklich eine typische Liebesgeschichte à la amerikanische Liebeskomödie. Doch die Autorin schafft es, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Das ist vor allem einigen Charakteren der Geschichte und dem Humor zu verdanken. Die Darstellung der Männer im Buch-Club ist zwar klischeehaft, aber sehr liebenswert geschrieben.
Was mir leider weniger gut gefallen hat und mich mit einigen Fragen zurückgelassen hat, war der zeitliche Rahmen der Handlung. Die Autorin beschreibt die ganze Zeit eine Ehe, die schon viele Jahre auf dem Buckel haben sollte – nicht nur von den beschriebenen Gefühlen her, sondern auch von den vielen Erlebnissen und unzähligen gerahmten Fotos an der Wand, die jedes Jahr geschossen wurden. Wenn ich das aber im Buch richtig verstanden habe, sind die beiden Protagonisten erst 3 Jahre verheiratet und die Kinder demzufolge ebenfalls 3 Jahre alt? Da kommen wir auch zu einem weiteren Kritikpunkt, dass die Kinder extrem erwachsen sprechen und sich verhalten und ich sehr erstaunt war, dass sie in einer Szene noch in Hochstühlen essen. Das passte für mich alles nicht zusammen.
Außerdem war ich etwas enttäuscht, dass der Buch-Club so wenig in den Fokus gestellt wurde, obwohl er dem Buch seinen Namen gegeben hat. Es gibt nur wenige Szenen, wo der Buch-Club wirklich eine Rolle spielt, was ich sehr schade finde.
Ebenfalls nicht so mein Fall – das ist aber Geschmackssache – waren die sehr detailliert beschriebenen Sexszenen. Auf jeden Fall ist es zum Ende hin keine harmlose Liebesgeschichte mehr, sondern schon stark tendierend in Richtung Erotik, weswegen ich keine Empfehlung für jüngere Menschen aussprechen kann. Ich finde ja sowieso, dass sowas besser gekennzeichnet werden sollte.
Generell waren einige Personen auch sehr anstrengend konzipiert, wie Theas Schwester Liv. Die sollte aber wahrscheinlich auch so sein. Was mir leider nicht so gut gefallen hat, war aber das ständige Hin und Her zwischen den Protagonisten. Leider haben sie sich sehr unreif verhalten und ich konnte die Auslöser für die Dramatiken nicht so recht nachvollziehen.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Einschübe des Romans, den Gavin liest. Da es im Stil von Jane Austen gehalten war, gefielen mir diese Passagen sehr gut – fast sogar besser als die Hauptgeschichte. Ich denke, das Buch „Die Verführung der Gräfin“ sollte die Autorin vielleicht auch veröffentlichen. 😉
Abschließend möchte ich nur noch erwähnen, dass die großen Seitenränder mir nicht so gut gefallen haben – das lässt das Buch gehaltvoller erscheinen, als es dann tatsächlich ist. Und es haben sich doch einige Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen.

FAZIT:

Das Buch war angenehm und entspannt zu lesen. Die Geschichte um die beiden Protagonisten war sehr süß gemacht und romantisch, zum Ende auch mit immer mehr erotischen Schilderungen. Mir fehlte es insgesamt leider an etwas mehr Tiefe und Einfallsreichtum. Die Geschichte las sich dann doch recht gewöhnlich.

Eine liebenswerte Geschichte für Zwischendurch, teils mit detaillierten erotischen Elementen. Leider fehlte das gewisse Etwas, der Fokus auf dem Buch-Club und das Thema hätte durchaus mehr Tiefe zugelassen. Mein Fazit: Ein prima Buch für Zwischendurch, aber kein Highlight für mich.

BEWERTUNG: ❤❤❤♡♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Love to share“ von Beth O´Leary

Meine lieben Leser,

ich hatte das Glück, wieder einmal bei einer Leserunde von Lovelybooks dabei zu sein. Dieses Mal habe ich es mit einem Liebesroman versucht, welcher mein Projekt 2019 weiter ausbauen soll, dass ich mal außerhalb meiner Genres lese. Ich hatte ungeheures Glück, mich bei über 450 Bewerbungen durchzusetzen und das Buch „Love to share“ von Beth O´Leary in der Leserunde zu besprechen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Love to share – Liebe ist die halbe Miete
  • Autor: Beth O´Leary
  • Anzahl der Seiten: 478 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Mai 2019)
  • Genre: Roman, Liebesroman

INHALT:

Der Roman beginnt mit der Wohnungssuche der Protagonistin Tiffy. Unterstützung erhält sie schon zu Beginn (sowie auch im Rest der laufenden Handlung) von ihren Freunden Mo und Gerty. Die beiden sind von Tiffys Wohnungsangeboten alles andere als begeistert, da deren schlechter Zustand die Sorge um ihre Freundin verstärkt. Tiffy entdeckt später eine Anzeige, in der eine WG in einer 1-Zimmer-Wohnung angeboten wird. Der Clou daran: Der Besitzer arbeitet genau zu anderen Zeiten als Tiffy und man würde sich nie begegnen. Für Tiffy klingt diese Abmachung nahezu perfekt, auch wenn sie bezüglich des geteilten Bettes einige Bedenken hat.
Letztendlich lässt sie sich jedoch trotzdem darauf ein und bezieht ihr neues Zuhause. Die Kommunikation mit ihrem WG-Mitbewohner Leon beginnt, als Tiffy kleine Nachrichten auf Post-it-Zettelchen an ihn schreibt.

Im Laufe der Geschichte lernt man viele Nebenfiguren kennen. Da wären zum Einen die Kollegen von Tiffy im Verlag für DIY-Themen, wo sie als Lektorin arbeitet. Zum Anderen die schon erwähnten Freunde Mo und Gerty, die sich stetig um das Wohlergehen von Tiffy sorgen und viele brisante Situationen zu erden wissen. Gerty kommt später als Rechtsanwältin sogar eine Art Schlüsselposition zu. Eine ebenfalls wichtige, wenn auch mehr als unsympathische Nebenfigur ist Tiffys Ex-Freund Justin, der sie nach wie vor kontaktiert und über den immer mehr erschreckende Details in Bezug auf die Ex-Beziehung gelüftet werden.
Leon als zweiter Protagonist bringt ebenfalls viele weitere Charaktere ins Spiel. Vor allem auf zwei seiner Patienten wird das Augenmerk gelegt – die kleine Holly und der liebe Mr. Prior, deren Schicksale Leon und auch den Leser tief berühren. Leons Bruder nimmt ungefähr ab der Hälfte des Buches ebenfalls mehr Raum ein und wird wie Gerty zu einer Schlüsselfigur. Abgesehen von diesen Nebendarstellern, gibt es freilich noch viele andere Personen, die den beiden Hauptfiguren im Laufe der Handlung begegnen.

Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Irgendwann begegnen sich Tiffy und Leon. Danach entspinnt sich eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren, die sich eigentlich niemals begegnen wollten. Die Romanze steht zwar im Fokus, allerdings wird sie von vielen Elementen umrahmt, die sie nicht vorrangig erscheinen lassen. Wir lernen nicht nur viel über Tiffys Persönlichkeit und ihre Gefühle, sondern auch über ihren Arbeitsalltag und die Loslösung von ihrem Ex-Freund. Ähnlich sind die Themen, die bei Leon behandelt werden, wobei hier auch sein Bruder und dessen unschuldige Verurteilung vor Gericht immer wieder im Mittelpunkt steht. Richie sitzt zu Unrecht im Gefängnis und es gibt zunächst wenig Hoffnung auf Freilassung.

Gerade als sich die Liebesgeschichte zwischen Leon und Tiffy entwickelt, wird diese von der Einmischung durch Tiffys Ex-Freund Justin überschattet. Während der Leser auf der einen Seite nicht genug von romantischen Situationen zwischen dem Protagonisten-Paar bekommen kann, steigert sich die Spannung immer mehr und gipfelt im letzten Viertel in einem Höhepunkt, dem ein Happy End folgt.

SCHREIBSTIL:

Die Geschichte wird im Perspektivwechsel zwischen Tiffy und Leon erzählt. Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass die Perspektiven in einem unterschiedlichen Stil gearbeitet wurden. Tiffy erzählt leicht und unbedarft, nimmt kein Blatt vor den Mund. Leon hingegen beschreibt gerade am Anfang alles in kurzen, abgehakten Sätzen, die sehr gut vermitteln, wie gestresst und ruhelos er ist. Sein Stil wird mit der Bekanntschaft von Tiffy und der voranschreitenden Entwicklung der Liebesgeschichte weicher und ausführlicher. Auch hier wird über den Schreibstil zwischen den Zeilen die Wandlung des männlichen Protagonisten durch die Liebe gezeigt.
Wie ich schon oft betonte, bin ich kein wirklicher Fan vom Perspektivwechseln in Büchern. Und wie ich in der letzten Zeit immer öfter betonen musste, gab es für mich gerade in den vergangenen Jahren wahnsinnig viele Bücher, die dieses Stilmittel super umgesetzt haben. Auch dieser Liebesroman hat es geschafft, dass einem der Wechsel zwischen den Protagonisten fast gar nicht mehr auffällt und es die Handlung überhaupt nicht stört.
Der Schreibstil von Beth O´Leary ist generell sehr unkompliziert, schnell und leicht zu lesen. Was mir aber besonders gut daran gefällt, ist, dass der Stil nicht nur sympathisch klingt, sondern sie es auch geschafft hat, selbst die unzähligen Nebenschauplätze zum Leben zu erwecken. Niemals wurde es langweilig den Nebenfiguren zu folgen und das auch abseits der Hauptstory. Die Autorin hat es wirklich geschafft, dass alle Charaktere Tiefe und Farbe bekamen. Wirklich perfekt.
Hinzu kommt ein großes Lob für das richtige Maß an Humor und Tiefe, welche im Wechsel den Großteil der Geschichte ausmachen.

FAZIT:

Was soll ich sagen? Obwohl ich Liebesgeschichten nicht zu meinen typischen Genres zähle, konnte mich dieses Buch fesseln und begeistern. Vor allem die gute Mischung aus allen genannten Komponenten war es, die es geschafft hat, die Lektüre zu etwas Besonderem zu machen. Nicht umsonst bezeichnet Cosmopolitan die Autorin als neue Jojo Moyes. „Love to share“ war für mich tatsächlich ein Highlight im bisherigen Lesejahr 2019. Kleine Abstriche gab es für mich in der Nachvollziehbarkeit des Verhaltens einiger Figuren in ein paar Situationen und im Lektorat, welches nicht perfekt war. Teilweise haben Leerzeichen gefehlt oder es wurde „wie“ anstatt „als“ genutzt. Sowas stört mich beim Lesen extrem. Allerdings hat der Inhalt mich so überzeugt, dass diese Kritik nicht weiter ins Gewicht fällt.
Das Buch hat einfach alles, was eine entspannte und gute Sommerlektüre braucht. Wer also noch eine Liebesgeschichte für den Strand sucht, der kann mit diesem Schmöker nichts falsch machen. Allerdings solltet ihr euch dann noch ein anderes Buch einpacken – denn ich konnte es nicht mehr weglegen und habe die Seiten praktisch eingeatmet. Deswegen wirken die rund 480 Seiten doch sehr kurzweilig. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Romantik-Liebhaber und alle, die entspannte Lektüre mögen!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Buchtipp – „Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater

 

Inhalt:

Grace wartet jeden Winter auf die Wölfe. Vor allem auf ihren Wolf. Den Wolf mit den goldenen Augen. Den Wolf, der ihr das Leben rettete, als sie als Kind von den Wölfen gebissen und verschleppt wurde.
Trotz dieser traumatischen Erfahrung sind die Wölfe ihre große Leidenschaft. Sie wartet jeden Winter, dass sie plötzlich erscheinen. Vor allem ihr Wolf, der sich sogar nahe an ihr Haus heranwagt.
Irgendwann soll Jagd auf die Wölfe gemacht werden und Grace findet einen blutverschmierten nackten Jungen auf ihrer Veranda. Langsam begreift sie, warum die Wölfe im Sommer plötzlich verschwinden…
Grace wird durch ihre Liebe zu ihrem Wolf verwickelt in das Schicksal des Wolfsrudels und gerät zwischen Fronten Mensch gegen Wolf.

Fazit:

Dieses Buch habe ich wegen dem wunderschönen Einband gekauft. Ich hatte extra auf die Taschenbücher gewartet, weil ich Angst vor einem Fehlkauf hatte. Welche Illusion! Ich hatte eine typische und abgedroschene „Werwolf“-Geschichte erwartet, aber tatsächlich war es eine überraschend neue und gar nicht abgedroschene Erzählung.
Das Buch erzählt aus zwei Perspektiven. Über jedem Kapitel ist der Name des Charakters abgedruckt, aus dessen Perspektive erzählt wird und die Grad-Zahl, die zu diesem Zeitpunkt herrscht. Warum das eine Rolle spielt, erfährt man während der Geschichte.
Ich finde, es ist ein tolles Buch, es war mal etwas ganz anderes, obwohl es ja genug „Werwolf“-Storys gibt. Insofern das geht, würde ich sogar sagen, es war sehr realistisch geschrieben.
Die Stimmung des Buches ist eher melancholisch. Es ist der erste Teil von bisher drei Büchern. Den zweiten Teil habe ich allerdings noch nicht gelesen.
Besonders schön finde ich an der Reihe auch, dass die Titel der Bücher im Zusammenhang gelesen einen Satz ergeben. „Nach dem Sommer“, „Ruht das Licht“ und „In deinen Augen“ sind die Namen der drei Bücher. Das lässt vermuten, dass es bei einer Trilogie bleibt. Die Bücher waren gut geschrieben, es hat sich gut gelesen. Nur die Stimmung ist manchmal sehr wehmütig.
Alles in allem kann ich den ersten Teil voll und ganz empfehlen, da das Buch folgende Bewertung bekommt:

– spannend
– realistisch genug, um nicht albern zu sein
– abgedroschenes Thema in neuer Manier dargestellt
– wunderschön melancholische Liebesgeschichte

Mich hat das Buch begeistert, nachdem es mich wochenlang im Bücherladen angelächelt hat.
Unbedingt lesen!

 

EURE HACHIDORI