Rezension – „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner

Liebe Leser,

zwischen Kisten und Umzug schaffte ich es, das Buch „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner zu beenden. An meiner Rezension lasse ich euch gern teilhaben. 🙂

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Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Sakura – Die Vollkommenen“
  • Autor: Kim Kestner
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: Arena Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.06.2017
  • Genre: Dystopie / Jugendbuch

Rezension:

*enthält SPOILER*

Ich habe mich auf dieses Buch sehr lange gefreut und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich auf eine spannende Dystopie gefreut, die mit Japanbezug glänzt. Die Japanbezüge sind da, aber irgendwie einfacher, als ich dachte. Das Feeling kam für mich nicht rüber. Und letztendlich ist es für mich schade, dass diese Dystopie auch ohne die japanischen Begriffe genauso stattgefunden haben könnte. Somit wirkt dieser Japanbezug nicht nötig und vor allem auch aufgezwungen. Schade. Man hätte mehr daraus machen können.

Dazu kommt, dass das Mädchen auf dem Cover so gar nichts mit der Beschreibung von Juri gemein hat. Juri wird als kräftig, groß und muskulös, ja fast männlich und nicht wirklich schön beschrieben. Das Cover vermittelt da einen ganz falschen Eindruck. Dadurch, dass Juri sich bei den Männern einschmuggelt, hat es was von einem Mulan-Abklatsch. War aber an sich nett gemacht, finde ich.

Was mich gestört hat, war die fehlende Tiefe und irgendwie ging mir die Liebesgeschichte am Ende dann doch zu schnell. Es hat sich vorher nichts wirklich entwickelt und dann war es ZACK unausgesprochen geklärt. Da kamen bei mir gar keine Gefühle auf.

Fast zu erwarten war die in Dystopien gern verwendete Glaskuppel in der die Menschen leben… ich denke, da gibt es noch hundert andere Möglichkeiten, hat mich daher etwas gelangweilt.

Die Idee der Ebenen ist an sich nicht schlecht, allerdings ist auf den unteren Ebenen nicht wirklich viel passiert. Diese Prüfungen haben am Ende nicht wirklich Sinn ergeben und ihnen wurde für die anfänglichen ausschweifenden Erklärungen am Ende zu wenig Bedeutung beigemessen.

*SPOILER ENDE*

Alles in allem war der Schreibstil okay, aber das Buch im Ganzen war schwerfällig, man hatte das Gefühl, es passiert nichts, erst im letzten Viertel nimmt es an Fahrt auf, sodass man weiterlesen möchte. Außerdem war die Ausdrucksweise der Protagonistin an manchen Stellen so verroht, dass es mich nervte. Außerdem finde ich die Brutalität des Buchs für ein Jugendbuch nicht unbedingt angemessen.

Fazit:

Irgendwie wirkt es wie eine Mischung aus gängigen Dystopien, Japan und Mulan. Aber es wirkte nicht gewollt, sondern als wenn jemand selbst gern Dystopien liest, Japan mag und dann einen Mix daraus schreiben wollte. Wirklich gefesselt hat mich das Buch trotz des schönen Covers und der vielversprechenden Idee nicht. Schade, ich finde hier wurde viel Potenzial verschenkt, weswegen ich nur das Prädikat „kann man mal lesen“ vergeben kann. Deswegen nur drei Herzchen. Eins für Japan, eins für das Cover und eins für das letzte Viertel des Buchs.

Bewertung: ❤❤❤ ♡ ♡

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm

Hallo meine lieben Leser,

irgendwie schreibe ich ja fast nur noch über Bücher … 😛 und obwohl ich schon ein paar andere Beiträge vorbereite, muss ich euch schon wieder berichten, dass ich das Glück hatte, bei der Leserunde zu „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm auf Lovelybooks dabei zu sein! 🙂

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ (Band 1)
  • Art: e-Book
  • Autor: Nicole Böhm
  • Anzahl der Seiten: 113 Seiten
  • Verlag: Greenlight Press
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2014
  • Genre: Fantasy / Urban Fantasy

Klappentext:

„Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders endet, als erwartet, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten verknüpft. Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.“ (Quelle, Stand: 22.06.2017)

Ich bin wirklich gespannt auf diese Leserunde, denn die Serie gewann 2016 den Deutschen Phantastikpreis und ist 2017 erneut als „Beste Serie“ nominiert. Es sind bereits 23 Bände erschienen. Besonders reizt mich die Kurzweiligkeit, denn jeder Band hat nur so um die 120 Seiten. Jeden Monat erscheint ein neuer Band. Alle zwei Monate werden die Taschenbücher gedruckt. 🙂 Ich freue mich, dabei zu sein!

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Alice = Alice“ von Maxi Schilonka

Hallo ihr Lieben,

hier geht es wirklich Schlag auf Schlag, ich kann mein Glück kaum fassen! Obwohl ich das Buch zu meiner angekündigten Leserunde zu „Angepasst“ noch nicht einmal in den Händen halte, habe ich schon die nächste Zusage für eine Leserunde erhalten! 🙂
Somit werde ich parallel noch das Buch „Alice = Alice“ von Maxi Schilonka lesen und rezensieren.
Die Leserunde findet auf lovelybooks statt.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: Alice = Alice
  • Art: e-Book
  • Autor: Maxi Schilonka
  • Anzahl der Seiten: 268 Seiten
  • Verlag: Papierverzierer Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.03.2017
  • Genre: Fantasy / Jugendbuch

Klappentext:

Die Eltern von Alice und ihrer Zwillingsschwester Scarlett haben sich vor einiger Zeit scheiden lassen. Alice lebt bei ihrer Mutter und Scarlett bei ihrem Vater, und alles wäre auch so geblieben, wenn … ja wenn Scarlett nicht aus dem Fenster gefallen wäre. Scarlett landet im Krankenhaus, liegt im Koma und die Ärzte gehen von einem Selbstmordversuch aus. Alice stellt daraufhin Nachforschungen an und nimmt die Rolle ihrer Schwester ein. Sie wohnt beim Vater, geht auf Scarletts Schule und trifft die gleichen Personen. Mit Hilfe der Zeichnungen, die sie im Zimmer ihrer Zwillingsschwester findet, reist Alice in ihr Unterbewusstsein. Und dort trifft sie auf Herzogin, Herzkönigin, Grinsekatze, Hutmacher und eine Teegesellschaft. Bald lernt sie, die Parallelen zur Realität zu deuten und erfährt dabei Geheimnisse, die sie sich so nie hätte träumen lassen. Denn wie so oft liegen Wirklichkeit und Fiktion näher zusammen, als man glaubt. Eine spannende Reise durch die moderne Variante der von Lewis Carroll geschaffenen Zauberwelt, die sich dabei überraschend neu definiert. Es ist eine Erzählung eines Jugendromans, der in die Tiefe, weit unter die Haut, geht und für Leser jeden Alters zur Fahrt durch den Kaninchenbau wird. (Quelle [Stand: 24.05.2017])

Diese Beschreibung hat mich wirklich sehr sehr neugierig gemacht und ich bin gespannt, ob es meine Erwartungen erfüllt!

EURE HACHIDORI

Gewinnspiel: Blogger schenken Lesefreude!

Liebe Leser,

am 23. April 2017 ist wieder der Welttag des Buches!
Anlässlich dieses Ereignisses bin ich dieses Jahr bei der tollen Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei!
Gleichzeitig wird die Teilnahme an dieser Aktion auch mein allererstes Gewinnspiel. 🙂

Gewinnen könnt ihr eines meiner Lieblingsbücher!
Ich verlose 1 Exemplar „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay. HIER könnt ihr meine Rezension zum Buch lesen.

Was müsst ihr tun, um beim Gewinnspiel dabei zu sein?
Schreibt mir auf meinem Blog, auf meiner Facebook- oder Twitter-Seite oder auf Instagram einen Kommentar und ihr wandert automatisch in den Lostopf. Nach Teilnahmeschluss wird der Gewinner ausgelost, auf meinem Blog bekannt gegeben und von mir benachrichtigt (Nachricht, Mail oder Antwort in den Kommentaren). Meldet sich der Gewinner innerhalb von 48 Stunden nicht zurück, wird neu ausgelost. Der Gewinner muss mir anschließend seine Adresse mitteilen und bekommt danach das Buch zugesendet. Das Porto übernehme ich.

Teilnahmeschluss: 23.04.2017 23:59 Uhr

Datenschutzbedingungen: Bitte beachtet, dass ich für die Auslosung den Namen, der über dem Kommentar steht, auf meinem Blog veröffentlichen werde. Eure E-Mail-Adresse wird nur für die Benachrichtigung im Falle eines Gewinns von mir genutzt, ansonsten wird sie weder veröffentlicht, noch an Dritte weitergegeben.

Viel Glück euch allen! Ich freue mich auf eine rege Teilnahme. 🙂 Auf einen tollen Welttag des Buches!

EURE HACHIDORI

Buchtipp – „Das Juwel“ Band 1 und 2 von Amy Ewing

Begegnung mit dem Buch:
Dieses Buch hatte ich schon lange im Visier und ich habe es eigentlich wegen dem Cover kaufen wollen. Irgendwie fand ich es superschön, wie es gestaltet war. Wie sich bei einem Blick auf den angekündigten dritten Band, der im April 2017 erscheint, ergeben die Cover-Gestaltungen der drei Bände sogar eine Bildfolge. Ich habe lange immer wieder im Buchladen auf dieses Buch gestarrt, bis der Weihnachtsmann sich dann erbarmte, mir ein Exemplar unter den Baum zu legen.

Klappentext Band 1:
(Die Texte von Band 2 verheimliche ich euch, damit ich euch nicht spoilere!)

„Darf ich dir eine Frage stellen, Nummer 197?“, sagt Lucien leise. „Willst du dieses Leben?“
Prunkvolle Schlösser, schöne Kleider, rauschende Feste. Stell dir vor, du wirst aufgrund deiner Begabung für ein solches Schwelgen im Luxus auserwählt. Du darfst im Palast der Herzogin wohnen. Aber was passiert, wenn du ihr trotz deines herausragenden Talents und deiner außergewöhnlichen Schönheit nicht geben kannst, was sie verlangt?

Hinter den glänzenden Fassaden des Juwels lauern Manipulation, Gewalt und Tod.


Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: Gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahre und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

(Amy Ewing: Das Juwel – Die Gabe. (2014). Fischer Verlag. Frankfurt am Main.)
Fazit:
Die Handlung spielt in einer Stadt, in der viele arme und eine reiche Schicht existieren. Der wohlhabenste Teil der Stadt ist das Juwel. Daneben gibt es noch den Sumpf, den Schlot, die Bank und die Farm.
Violet wird wie viele andere Mädchen mit der Gabe in einer Verwahranstalt trainiert, bevor sie bei einer Auktion versteigert wird. Die Mädchen landen bei Frauen, die sich ein Kind wünschen, denn diese Gabe ist nur den armen Mädchen geblieben, den wohlhabenden nicht.
Auf dieser Basis entwickelt sich eine spannende Geschichte über das Schicksal von Violet und ihre vielen Begleiter. Ich war erst skeptisch, ob das Buch wie viele andere dieser Art werden würde. Ich wurde überrascht. Tatsächlich dreht sich sehr lange Zeit nicht alles um Liebe, sondern um die Situation und die Gefühle der Protagonistin. Auch im weiteren Verlauf ist die Liebe nicht der vorrangige Handlungsstrang. Langsam entdeckt man die Gabe von Violet und fiebert mit ihr mit, ob sie das Kind gebähren muss oder ob sie einen Ausweg aus ihrer Lage findet.
Auch der zweite Band war spannend und aufregend. Es haben sich einige Fragen um die mysteriöse Gabe gelüftet und ein zuvor ungeahnter Weg vor Violet aufgetan. Ich warte nun gespannt auf den dritten Teil!
Ich konnte die Bücher nicht aus der Hand legen, sie waren einfach und gut geschrieben, sodass man sich entspannt zurücklehnen konnte. Es war aber auch genügend Spannung vorhanden. Deswegen spreche ich diesen Büchern auf jeden Fall eine Empfehlung aus!

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Selection – Die Krone“ von Kiera Cass – Fazit

Liebe Leser (innen),

vor ein paar Tagen hatte ich davon berichtet, dass ich die große Ehre erhielt, den letzten Teil von Selection vor Erscheinungsdatum zu schmökern und zu rezensieren.
Heute nun möchte ich euch mein Fazit nicht vorenthalten.

 

Die Selection-Reihe (1-3)
Bevor ich den letzten Teil der Reihe bewerte, möchte ich euch nochmal einen kurzen Überblick geben, worum es im Groben geht und ich versuche, euch so wenig wie möglich zu spoilern. 😉

Die ersten drei Bände drehen sich um America, ein Mädchen aus armen Verhältnissen. Die Gesellschaft ist in Kasten eingeteilt und es existiert eine Königsfamilie, die diese Gesellschaft regiert. Trotz dieser „Prinzessinnengeschichte“ spielt alles in einer recht modernen Welt.
America hat einen Kindheitsfreund, der einer anderen Kaste angehört und den sie liebt. Er wartet auf sein Einberufungsschreiben, weil er durch den Sold genug ansparen könnte, um America trotz Standesunterschiede zu heiraten.
Nun kommt es so, dass der Prinz der Königsfamilie im heiratsfähigen Alter ist und ein Casting abgehalten wird, an dem alle Mädchen des Landes teilnehmen können. Die Gewinnerin des Castings heiratet den Prinzen, die anderen Mädchen fahren heim, bekommen eine höhere Kaste und eine Art Preisgeld. Americas Kindheitsfreund besteht darauf, dass sie teilnimmt, damit er weiß, dass sie die Chance auf mehr Vermögen wenigstens genutzt hat. America möchte das nicht, lässt sich aber von ihm überreden, weil sie, falls sie überhaupt unter die Castingteilnehmer kommen würde, eine nicht unerhebliche Auslöse erhalten würde.
Es kommt wie es kommen muss, America wird ausgewählt, muss im Palast mit weiteren 34 Mädchen wohnen und um den Prinzen buhlen. Nur, dass America das gar nicht will.
Das Casting ist hart und irgendwann überschlagen sich nicht nur die Ereignisse, sondern auch Americas Gefühle…

Fazit (Band 1-3):
Diese drei Bände waren für mich wirklich eine wunderschöne, märchenhafte Liebesgeschichte.
Jedem Mädchen oder jeder Frau, die gerne eine richtig romantische, spannende Geschichte für zwischendurch möchte, empfehle ich diese Bände wärmstens. Sie lesen sich unglaublich gut und man fiebert wirklich mit America und dem Prinzen mit, ob sie ihre wahre Liebe finden.

Zusammenfassung und Fazit (Band 4-5):

Die anderen zwei Bände drehen sich dann nicht mehr um America und den Prinzen, der mittlerweile König ist, sondern um dessen Tochter. Auch sie muss das Casting durchleben, doch Eadlyn, so ihr Name ist anfänglich mehr ein Eisklotz und Trampel als eine romantisch veranlagte Prinzessin. Aus der unsympathischen Protagonistin wird allerdings nach und nach eine junge Frau, die zu sich selbst und zur Liebe findet.

Für mich eine der märchenhaftesten Liebesgeschichten der letzten Jahre.
Klare Leseempfehlung für romantisch veranlagte und gern schmachtende Leserinnen. (für Männer zu schnulzig)

EURE HACHIDORI

 

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Buchtipp – „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay

Hallo liebe Leser,

heute gibt es endlich mal wieder einen Buchtipp! Bedanken könnt ihr euch bei meiner lieben Bloggerkollegin Miss Boleana, der ich von diesem Buch vor nicht allzu langer Zeit erzählte und nun Lust bekam, es mit euch allen zu teilen!

Ich möchte euch dieses Mal „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay nicht nur empfehlen, sondern geradewegs ans Herz legen.

Begegnung mit dem Buch:
Dieses Buch hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Meine Brieffreundin, die ich mittlerweile seit 12 Jahren kenne, treffe ich jedes Jahr einmal. Vor vielen Jahren besuchte ich sie wieder einmal in einem wunderschönen Sommer und abends haben wir immer gemeinsam noch ein paar Zeilen gelesen. Dabei entdeckte ich in ihrem Buchschrank ein unscheinbares Buch in einem mausgrauen Einband. Es war nicht wirklich dick und auch sonst kein sonderlicher Augenschmaus, aber der Inhalt hat mich sofort entschädigt. Und jedes weitere Mal, wenn ich sie besuchte, habe ich weitergelesen. Irgendwann haben sich unsere Treffen woandershin verlagert, unser Leben sich verändert und ich habe mir das Buch selbst gekauft. 🙂

Der Autor:
Jorge Bucay ist kein Schriftsteller von Natur aus, er ist ein angesehener Psycho- und Gestalttherapeut. Seit einigen Jahren hat er sich vor allem im spanischsprachigem Raum bekannt, was damit zusammenhängt, dass er aus Argentinien stammt. Bevor er zum Beruf des Gestalttherapeuten kam, der ihn auf die Idee zu diesem Buch brachte, war er Schauspieler, Clown und Straßenhändler. Mittlerweile kommt auf diese Liste eben auch der Begriff Schriftsteller.


By Edward the Confessor (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Das Buch:
Das Buch „Geschichten zum Nachdenken“ ist das zweite Buch, welches Bucay schrieb. Es ist eine Sammlung von verschiedenen Geschichten, die er Patienten zur Lebenshilfe erzählte oder die er irgendwo auf der Welt aufschnappte und hilfreich fand. Man kann das Buch als einfaches Geschichtenbuch für Erwachsene lesen, seine Wirkung entfaltet es aber erst, wenn man sich jede Geschichte bewusst durch den Kopf gehen, die verschiedenen Moralen, Einsichten und Lebensweisheiten an sich herankommen lässt. Ganz unterschwellig werden hier Botschaften an den Leser gesandt, der manchmal langsam, manchmal wundersam erleuchtend eine Erkenntnis gewinnt.
Eine der vielen Geschichten handelt von einem Friedhof, auf dem Grabsteine mit niedrigen Lebensdaten stehen…der Reisende, der vorüberzieht, wundert sich darüber und fragt sich, warum so viele Kinder hier gestorben sind. Warum diese Geschichte eine nicht erwartete Wendung mit einer wichtigen Botschaft zur Lebensbejahung hat, solltet ihr unbedingt nachlesen!

Fazit:
Manche Geschichten entfalten erst nach Jahren eine Bedeutung, wenn sie auf das eigene Leben passen. Manche Geschichten mag man von Anfang an, andere werden erst später sympathisch. Die Einsichten, die man durch das Buch gewinnen kann sind einfach und doch nicht immer einfach sichtbar. Das Buch ist zwar philosophisch, aber garantiert kein Fachbuch, weswegen es bei jedem einen ganz persönlichen Platz im Bücherregal finden kann.
Ein Buch, was man zwischendurch und immer wieder lesen kann. Das ist auch die Eigenschaft, die ich an diesem Buch am meisten schätze. Es ist immer da, wenn man es brauch und immer wieder aktuell.
Diese Geschichten machen süchtig nach mehr und sind ungemein heilsam.
UNBEDINGT LESEN!!!

EURE HACHIDORI

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Buchtipp – „Die Bestimmung“ von Veronica Roth

Auch heute gibt es wieder einen Buchtipp für euch, meine lieben Leser!
In meinem letzten Leseanfall habe ich auch „Die Bestimmung“ von Veronica Roth gelesen. Hier jetzt ein Überblick.

 

Begegnung mit dem Buch:

Wieder eines dieser Bücher, was ich schon seit geraumer Zeit im Buchladen anstarre und mich aufgrund des Klappentextes und des Covers nicht entscheiden kann, ob ich es mitnehmen soll oder nicht. Ich hatte im Buchladen die ersten fünf Seiten gelesen und war mir danach sicher, dass ich es mit diesem Buch probieren möchte. Ich wurde nicht enttäuscht und ärgere mich ein weiteres Mal, dass ich es nicht in gebundener Version gekauft habe. xD

Inhalt:

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes zünftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.

Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.

Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und ssich den wagemutigen Ferox anzuschließen. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht …
(Quelle: http://www.die-bestimmung.de/buecher.html)

Fazit:

Veronica Roth schreibt die Geschichte in der Ich-Perspektive, was ich bei „Tribute von Panem“ von sehr erfrischend fand. Ich mag es einfach, weil man sich komplett in den Gedanken der Hauptperson verlieren kann. Beatrice, die Hauptperson wird dabei in all ihrer Zerrissenheit und Liebenswürdigkeit dargestellt. Aber auch die „schlechten“ Seiten werden nicht vergessen, weswegen sie zu einer authentischen Figur heranwächst. Nach den ersten paar Seiten konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch nicht in die Gänge kommt, nein, es war vielmehr eine Entdeckungstour durch diese Welt, in der die fünf Fraktionen existieren. Nach und nach wurden meine Fragen, die ich mir während dem Lesen stellte aufgeklärt. Es bleibt allerdings auch genug Spielraum für eigene Vorstellungen, wie ich finde. Alles in allem wirkt die Welt sehr stimmig. Man merkt außerdem die Liebe zu den Charakteren. Sie sind so beschrieben, dass man selbst Nebencharaktere irgendwie lieb gewinnt. Und der unnahbare Four ist schließlich das letzte i-Tüpfelchen, um sich komplett in das Buch zu verlieben.
Thematisch ist das Buch eine Art utopische Zukunftvision unserer Gesellschaft, dargestellt werden die menschlichen, politischen und gesellschaftlichen Differenzen, Probleme, Schwierigkeiten.
Es ist spannend, diese Art von Gesellschaft zu durchdenken und die einzelnen Personen bei ihrem Weg durch die Veränderungen, die sie selbst durchmachen zu begleiten.
Spannung ist für mich sowieso DAS Wort für dieses Buch. Es ist außerdem angenehm leicht geschrieben, weswegen es die perfekte Abendlektüre ist. Auch wenn man sich oft zügeln muss, nicht die ganze Nacht durchzulesen……………
Unbedingte Leseempfehlung!
EURE HACHIDORI

Rückblick Leipziger Buchmesse 2015

Hallo liebe Leser,

gestern war es also soweit. Die Leipziger Buchmesse stand für mich wieder an. Nachdem ich letztes Jahr schon am Freitag da war und die Hallen nicht ganz so überflutet waren, musste ich mich dieses Jahr am Samstag natürlich erstmal wieder in diesen ganzen Massenauflauf reinfinden. Wahnsinn, wie viele Menschen da waren.
Etwas ärgerlich war durch den großen Andrang das veränderte Wegesystem, sodass man die Hallen teilweise nur durch andere Hallen erreichen konnte, weil die Wege gesperrt waren.
Ansonsten habe ich nicht viel zu beanstanden.

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Die tolle Aktion „Vorsicht Buch!“ war wieder mit am Start, wenn auch viel kleiner aufgezogen als die letzten Jahre. Ich konnte viele schöne Bücher und Leseproben ergattern und bin nun für gefühlte 10 Jahre mit Lesestoff ausgestattet, auch wenn ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder so viel mitnehmen werde.
Auch auf den Toiletten wurde dieses Mal passend dekoriert. 😀

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Was soll ich viel drum rum reden? Es war wie in den letzten Jahren echt eine schöne Messe und ich will gar nicht so viel schwafeln, sondern euch einfach ans Herz legen, nächstes Jahr unbedingt selbst dabei zu sein.
Ich finde es jedes Jahr wieder erhebend zu sehen, wie viele Menschen sich trotz „digitalisierter Welt“ für Bücher begeistern lassen.
Ich hoffe darauf, euch nächstes Jahr auf der Messe zu sehen. 😉

EURE HACHIDORI

Buchtipp – „Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater

 

Inhalt:

Grace wartet jeden Winter auf die Wölfe. Vor allem auf ihren Wolf. Den Wolf mit den goldenen Augen. Den Wolf, der ihr das Leben rettete, als sie als Kind von den Wölfen gebissen und verschleppt wurde.
Trotz dieser traumatischen Erfahrung sind die Wölfe ihre große Leidenschaft. Sie wartet jeden Winter, dass sie plötzlich erscheinen. Vor allem ihr Wolf, der sich sogar nahe an ihr Haus heranwagt.
Irgendwann soll Jagd auf die Wölfe gemacht werden und Grace findet einen blutverschmierten nackten Jungen auf ihrer Veranda. Langsam begreift sie, warum die Wölfe im Sommer plötzlich verschwinden…
Grace wird durch ihre Liebe zu ihrem Wolf verwickelt in das Schicksal des Wolfsrudels und gerät zwischen Fronten Mensch gegen Wolf.

Fazit:

Dieses Buch habe ich wegen dem wunderschönen Einband gekauft. Ich hatte extra auf die Taschenbücher gewartet, weil ich Angst vor einem Fehlkauf hatte. Welche Illusion! Ich hatte eine typische und abgedroschene „Werwolf“-Geschichte erwartet, aber tatsächlich war es eine überraschend neue und gar nicht abgedroschene Erzählung.
Das Buch erzählt aus zwei Perspektiven. Über jedem Kapitel ist der Name des Charakters abgedruckt, aus dessen Perspektive erzählt wird und die Grad-Zahl, die zu diesem Zeitpunkt herrscht. Warum das eine Rolle spielt, erfährt man während der Geschichte.
Ich finde, es ist ein tolles Buch, es war mal etwas ganz anderes, obwohl es ja genug „Werwolf“-Storys gibt. Insofern das geht, würde ich sogar sagen, es war sehr realistisch geschrieben.
Die Stimmung des Buches ist eher melancholisch. Es ist der erste Teil von bisher drei Büchern. Den zweiten Teil habe ich allerdings noch nicht gelesen.
Besonders schön finde ich an der Reihe auch, dass die Titel der Bücher im Zusammenhang gelesen einen Satz ergeben. „Nach dem Sommer“, „Ruht das Licht“ und „In deinen Augen“ sind die Namen der drei Bücher. Das lässt vermuten, dass es bei einer Trilogie bleibt. Die Bücher waren gut geschrieben, es hat sich gut gelesen. Nur die Stimmung ist manchmal sehr wehmütig.
Alles in allem kann ich den ersten Teil voll und ganz empfehlen, da das Buch folgende Bewertung bekommt:

– spannend
– realistisch genug, um nicht albern zu sein
– abgedroschenes Thema in neuer Manier dargestellt
– wunderschön melancholische Liebesgeschichte

Mich hat das Buch begeistert, nachdem es mich wochenlang im Bücherladen angelächelt hat.
Unbedingt lesen!

 

EURE HACHIDORI