Rezension – „Heartless – Der Kuss der Diebin“ von Sara Wolf

Meine lieben Leser,

dieses Jahr ist anscheinend wirklich ein gutes Lesejahr. Ich kann mich kaum von den Seiten losreißen, um etwas anderes zu machen. 🙂
Ein Buch, welches schon seit geraumer Zeit bei mir herumliegt, ist „Heartless“ von Sara Wolf. Ich hatte es mir kurz nach Erscheinen gekauft, weil ich es vor Release schon auf meiner Wunschliste stehen hatte. Allerdings kam ich erst jetzt dazu, es wirklich zu schmökern. Und meinen Eindruck von diesem Stück Literatur möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Heartless – Der Kuss der Diebin (Band 1)
  • Autor: Sara Wolf
  • Anzahl der Seiten: 473 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Jugendbuch, Fantasy, Dystopie

INHALT:

In „Heartless“ treffen wir auf Zera, unsere Protagonistin. Wir lernen sie in einem dunklen Wald kennen und das Setting ist nicht nur düster, sondern auch brutal. Zera ist eine sogenannte Herzlose. Sie war einstmals ein Mensch, wurde aber getötet und durch eine Hexe wieder erweckt. Die Hexe Nightsinger besitzt Zeras Herz und hat somit die Kontrolle über sie. Wird man zum Herzlosen, verblassen die Erinnerungen an das Leben als Mensch; nur dunkel können einige wesentliche Dinge erinnert werden. Am Anfang der Geschichte erfahren wir, dass Zera mit der Hexe Nightsinger und anderen Herzlosen zusammenwohnt und es wird viel über die Welt an sich erklärt.
Dann bekommt Zera den Auftrag, den Kronprinzen zu töten, ihm sein Herz zu stehlen und somit auch ihn zu einem Herzlosen zu machen. Sie gibt sich als sogenannte Frühlingsbraut aus und wird als diese am Hofe dem Prinzen vorgestellt. Ihre Tarnung kann nur aufrecht erhalten werden, weil Lady Y´shennria als Adlige sie unterstützt. Sie gibt sich als Zeras Tante aus. Zera gewinnt nach und nach immer mehr die Aufmerksamkeit des Prinzen und sie lernt nicht nur ihn, sondern auch seinen Hofstaat und seine Freunde kennen. Hinter dem eitel geglaubten Prinzen verbirgt sich allerdings ein tiefsinniger Geist, der Zera zu gefallen scheint. Die beiden verlieben sich ineinander, stehen sich aber in vielerlei Hinsicht selbst im Weg. Vor allem Zera schwankt zwischen der Entscheidung, das menschliche Gefühl der Liebe zu genießen oder durch den Tod des Prinzen den Frieden zu bringen. Das Buch baut immer mehr Spannung auf, mit gelegentlichen Höhepunkten, um dann mit einem fiesen Cliffhanger zu enden.

SCHREIBSTIL:

Sara Wolf schreibt bildhaft, düster, melancholisch und an einigen Stellen auch brutal. Das passt zu dem Setting der ganzen Geschichte. Das Leseerlebnis war flüssig, das Lektorat gut. Mir hat vor allem der Einfallsreichtum von Sara Wolf gefallen. Das Werk hebt sich von den vielen Büchern dieses Genres in den letzten Jahren ab und kann mit einem einzigartigen Worldbuilding und einer spannenden Grundidee punkten.
Sara Wolf schafft es, alle Charaktere sehr lebendig zu zeichnen, auch die Nebenfiguren, von denen es einige gibt.

FAZIT:

Mit „Heartless“ hat mich mal wieder eine Autorin komplett abgeholt. Nicht nur die Charaktere sind authentisch und kaufe ich komplett ab, sondern auch diese einzigartige Welt und die Idee der Herzlosen ist endlich mal wieder etwas komplett anderes als der Einheitsbrei des Dystopie-/Fantasy-Genres.
Weit weg von einer typischen Liebesgeschichte, wird hier eine spannende, düstere und tiefsinnige Geschichte über Liebe, Freundschaft und politische/gesellschaftliche Verwirrungen erzählt.
Ein tolles Buch, was ich euch wärmstens empfehlen muss! Lesenswert!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Love to share“ von Beth O´Leary

Meine lieben Leser,

ich hatte das Glück, wieder einmal bei einer Leserunde von Lovelybooks dabei zu sein. Dieses Mal habe ich es mit einem Liebesroman versucht, welcher mein Projekt 2019 weiter ausbauen soll, dass ich mal außerhalb meiner Genres lese. Ich hatte ungeheures Glück, mich bei über 450 Bewerbungen durchzusetzen und das Buch „Love to share“ von Beth O´Leary in der Leserunde zu besprechen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Love to share – Liebe ist die halbe Miete
  • Autor: Beth O´Leary
  • Anzahl der Seiten: 478 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Mai 2019)
  • Genre: Roman, Liebesroman

INHALT:

Der Roman beginnt mit der Wohnungssuche der Protagonistin Tiffy. Unterstützung erhält sie schon zu Beginn (sowie auch im Rest der laufenden Handlung) von ihren Freunden Mo und Gerty. Die beiden sind von Tiffys Wohnungsangeboten alles andere als begeistert, da deren schlechter Zustand die Sorge um ihre Freundin verstärkt. Tiffy entdeckt später eine Anzeige, in der eine WG in einer 1-Zimmer-Wohnung angeboten wird. Der Clou daran: Der Besitzer arbeitet genau zu anderen Zeiten als Tiffy und man würde sich nie begegnen. Für Tiffy klingt diese Abmachung nahezu perfekt, auch wenn sie bezüglich des geteilten Bettes einige Bedenken hat.
Letztendlich lässt sie sich jedoch trotzdem darauf ein und bezieht ihr neues Zuhause. Die Kommunikation mit ihrem WG-Mitbewohner Leon beginnt, als Tiffy kleine Nachrichten auf Post-it-Zettelchen an ihn schreibt.

Im Laufe der Geschichte lernt man viele Nebenfiguren kennen. Da wären zum Einen die Kollegen von Tiffy im Verlag für DIY-Themen, wo sie als Lektorin arbeitet. Zum Anderen die schon erwähnten Freunde Mo und Gerty, die sich stetig um das Wohlergehen von Tiffy sorgen und viele brisante Situationen zu erden wissen. Gerty kommt später als Rechtsanwältin sogar eine Art Schlüsselposition zu. Eine ebenfalls wichtige, wenn auch mehr als unsympathische Nebenfigur ist Tiffys Ex-Freund Justin, der sie nach wie vor kontaktiert und über den immer mehr erschreckende Details in Bezug auf die Ex-Beziehung gelüftet werden.
Leon als zweiter Protagonist bringt ebenfalls viele weitere Charaktere ins Spiel. Vor allem auf zwei seiner Patienten wird das Augenmerk gelegt – die kleine Holly und der liebe Mr. Prior, deren Schicksale Leon und auch den Leser tief berühren. Leons Bruder nimmt ungefähr ab der Hälfte des Buches ebenfalls mehr Raum ein und wird wie Gerty zu einer Schlüsselfigur. Abgesehen von diesen Nebendarstellern, gibt es freilich noch viele andere Personen, die den beiden Hauptfiguren im Laufe der Handlung begegnen.

Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Irgendwann begegnen sich Tiffy und Leon. Danach entspinnt sich eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren, die sich eigentlich niemals begegnen wollten. Die Romanze steht zwar im Fokus, allerdings wird sie von vielen Elementen umrahmt, die sie nicht vorrangig erscheinen lassen. Wir lernen nicht nur viel über Tiffys Persönlichkeit und ihre Gefühle, sondern auch über ihren Arbeitsalltag und die Loslösung von ihrem Ex-Freund. Ähnlich sind die Themen, die bei Leon behandelt werden, wobei hier auch sein Bruder und dessen unschuldige Verurteilung vor Gericht immer wieder im Mittelpunkt steht. Richie sitzt zu Unrecht im Gefängnis und es gibt zunächst wenig Hoffnung auf Freilassung.

Gerade als sich die Liebesgeschichte zwischen Leon und Tiffy entwickelt, wird diese von der Einmischung durch Tiffys Ex-Freund Justin überschattet. Während der Leser auf der einen Seite nicht genug von romantischen Situationen zwischen dem Protagonisten-Paar bekommen kann, steigert sich die Spannung immer mehr und gipfelt im letzten Viertel in einem Höhepunkt, dem ein Happy End folgt.

SCHREIBSTIL:

Die Geschichte wird im Perspektivwechsel zwischen Tiffy und Leon erzählt. Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass die Perspektiven in einem unterschiedlichen Stil gearbeitet wurden. Tiffy erzählt leicht und unbedarft, nimmt kein Blatt vor den Mund. Leon hingegen beschreibt gerade am Anfang alles in kurzen, abgehakten Sätzen, die sehr gut vermitteln, wie gestresst und ruhelos er ist. Sein Stil wird mit der Bekanntschaft von Tiffy und der voranschreitenden Entwicklung der Liebesgeschichte weicher und ausführlicher. Auch hier wird über den Schreibstil zwischen den Zeilen die Wandlung des männlichen Protagonisten durch die Liebe gezeigt.
Wie ich schon oft betonte, bin ich kein wirklicher Fan vom Perspektivwechseln in Büchern. Und wie ich in der letzten Zeit immer öfter betonen musste, gab es für mich gerade in den vergangenen Jahren wahnsinnig viele Bücher, die dieses Stilmittel super umgesetzt haben. Auch dieser Liebesroman hat es geschafft, dass einem der Wechsel zwischen den Protagonisten fast gar nicht mehr auffällt und es die Handlung überhaupt nicht stört.
Der Schreibstil von Beth O´Leary ist generell sehr unkompliziert, schnell und leicht zu lesen. Was mir aber besonders gut daran gefällt, ist, dass der Stil nicht nur sympathisch klingt, sondern sie es auch geschafft hat, selbst die unzähligen Nebenschauplätze zum Leben zu erwecken. Niemals wurde es langweilig den Nebenfiguren zu folgen und das auch abseits der Hauptstory. Die Autorin hat es wirklich geschafft, dass alle Charaktere Tiefe und Farbe bekamen. Wirklich perfekt.
Hinzu kommt ein großes Lob für das richtige Maß an Humor und Tiefe, welche im Wechsel den Großteil der Geschichte ausmachen.

FAZIT:

Was soll ich sagen? Obwohl ich Liebesgeschichten nicht zu meinen typischen Genres zähle, konnte mich dieses Buch fesseln und begeistern. Vor allem die gute Mischung aus allen genannten Komponenten war es, die es geschafft hat, die Lektüre zu etwas Besonderem zu machen. Nicht umsonst bezeichnet Cosmopolitan die Autorin als neue Jojo Moyes. „Love to share“ war für mich tatsächlich ein Highlight im bisherigen Lesejahr 2019. Kleine Abstriche gab es für mich in der Nachvollziehbarkeit des Verhaltens einiger Figuren in ein paar Situationen und im Lektorat, welches nicht perfekt war. Teilweise haben Leerzeichen gefehlt oder es wurde „wie“ anstatt „als“ genutzt. Sowas stört mich beim Lesen extrem. Allerdings hat der Inhalt mich so überzeugt, dass diese Kritik nicht weiter ins Gewicht fällt.
Das Buch hat einfach alles, was eine entspannte und gute Sommerlektüre braucht. Wer also noch eine Liebesgeschichte für den Strand sucht, der kann mit diesem Schmöker nichts falsch machen. Allerdings solltet ihr euch dann noch ein anderes Buch einpacken – denn ich konnte es nicht mehr weglegen und habe die Seiten praktisch eingeatmet. Deswegen wirken die rund 480 Seiten doch sehr kurzweilig. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Romantik-Liebhaber und alle, die entspannte Lektüre mögen!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Frauen der Weltgeschichte – Selma Lagerlöf

Selma Lagerlöf
schwedische Schriftstellerin und erste Nobelpreisträgerin für Literatur
1858 – 1940

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Titel: Selma Lagerlöf painted by Carl Larsson (Quelle)
Künstler: Carl Larsson

Selma Lagerlöf war eine schwedische Schriftstellerin, deren Werke noch heute zur Weltliteratur gehören. Sie war nicht nur die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhielt, sondern setzte sich mit ihrem bekannten Kinderbuch „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ selbst ein Denkmal.

Lagerlöf war eines von sechs Geschwistern. Zwei der Kinder starben früh, eine ihrer Schwestern an Tuberkulose. Dieses Thema verarbeitete sie in späteren Romanen. Selma Lagerlöf selbst wurde mit einem Hüftleiden geboren, welches ihr das Gefühl gab, eine Außenseiterin zu sein. Auch diesen Umstand ließ sie in ihre Werke einfließen, da dort oft Außenseiter eine tragende Rolle spielen. Später verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation der Familie, bis das Heim der Lagerlöfs veräußert werden musste. Auch diese Angst und der Verlust des Heims wurden in ihren Werken thematisiert. Die vielen prägenden Erfahrungen und ihr bereits frühes Interesse an Literatur (sie las wahnsinnig gern und führte auf dem Dachboden Puppentheaterstücke auf) schienen es mit ihr nicht anders zu wollen, als dass sie eine berühmte Schriftstellerin werden sollte.

Entgegen dem Willen ihres Vaters ging Lagerlöf nach Stockholm und wurde Volksschullehrerin. Während ihrer Lehramtstätigkeit schrieb sie ihren ersten Roman „Gösta Berling“, der heute zu den meistgelesenen Romanen in Schweden gehört. Nach vielen schlechten Kritiken, warf der Roman allerdings nicht so viel ab, wie Lagerlöf hoffte. Sie plante, den Beruf des Lehrers zugunsten der Schriftstellertätigkeit an den Nagel zu hängen. Ende des 19. Jh. gab Lagerlöf ihren Beruf als Lehrerin auf und unternahm eine Südeuropareise. Danach zog sie in den Ort, an dem ihre Schwester wohnte. Dort bekam sie durch ein paar Einheimische die Vorlage für ihren Roman „Jerusalem“, der ihr Durchbruch sein sollte. 1906 schließlich schrieb sie ihr wohl bekanntestes Buch über Nils Holgersson, welches bis heute in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Sie erhielt im Laufe der darauffolgenden Jahre nicht nur die Ehrendoktorwürde zweier Universitäten, sondern bekam außerdem im Jahre 1909 als erste Frau den Literaturnobelpreis verliehen. Lagerlöf kaufte vom Preisgeld das veräußerte Heim ihrer Familie zurück – ein kleines persönliches Happy End.

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Titel: Photograph by Atelje Jaeger, Stockholm 1928. (Quelle)
Künstler: Atelje Jaeger

Lagerlöf verband eine tiefe Freundschaft zu Sophie Elkan, ebenfalls eine schwedische Schriftstellerin. Mit ihr und der Studienrätin Valborg Olander bildete Lagerlöf eine brisante Dreiecksbeziehung. In mehreren Briefen sind die Liebesbekundungen und Eifersüchteleien der Frauen zu lesen.

Ebenfalls interessant ist, dass Lagerlöf gebeten wurde, sich um einen Jungen zu kümmern, der zufällig den Namen Nils Holgersson trug. Tatsächlich nahm sie ihn als ihren Pflegesohn auf und versuchte ihn nicht nur literarisch hoch zu bilden. Ihren Bemühungen zum Trotz wurde Nils Holgersson Bauarbeiter und wanderte nach Amerika aus.

Neben ihrem sozialen und politischem Engagement für Frauenrechte und jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, schrieb sie noch viele weitere Romane, bevor sie 1940 in ihrem Haus an einem Schlaganfall starb.

(Vgl. Emmridet u.a.: Selma Lagerlöf. https://de.wikipedia.org/wiki/Selma_Lagerl%C3%B6f [Stand: 13.01.2019])

EURE HACHIDORI

Rezension – „Unverfrorene Freunde“ von Klemens Pütz

Liebe Leser,

dieses Jahr fängt mit mehr Büchern an als gewöhnlich. „Unverforene Freunde“ ist schon das zweite Buch, was ich dieses Jahr beendet habe. Unglaublich. Ich glaube, das ist mir noch nie passiert. 😀
Das Buch ist mir kurz vor Weihnachten im Buchladen ins Auge gefallen. Und auch, wenn man sich vor dem Fest eigentlich keine eigenen Geschenke machen soll … ich musste es einfach haben!
Und so habe ich das Jahr nicht nur untypisch mit einem Roman gestartet (siehe meine letzte Rezension), sondern nun auch noch mit einem Sachbuch. 🙂

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Unverfrorene Freunde – Mein Leben unter Pinguinen
  • Autor: Klemens Pütz / Dunja Batarilo
  • Anzahl der Seiten: 267 Seiten
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2018)
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

Von „Unverfrorene Freunde“ habe ich zuerst einmal etwas ganz anderes erwartet, als ich dann letztendlich gelesen habe. Ich habe wahrscheinlich gedacht, dass es hauptsächlich um den Pinguin an sich gehen wird. Dabei hätte mir bei dem Untertitel „Mein Leben unter Pinguinen“ völlig klar sein müssen, dass hier ein Forscher von seinem Berufsleben und seiner Passion berichtet.
Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Pütz behandelt neben Themen wie „Pinguine an Land“, „Pinguine im Wasser“ und der Evolution von Pinguinen auch erstaunlich viel alle gesellschaftlichen Themen, die mit diesen Tieren in Verbindung stehen. Er erläutert die Arbeit seiner Stiftung, den Einfluss des Menschen auf Pinguinpopulationen und politische Verträge und Beschlüsse zum Schutz von Pinguinen und dem Lebensraum Antarktis.
Besonders interessiert haben mich nicht nur die Beschreibungen der Lebensweise der Pinguine, sondern auch die Widerlegung so ziemlich aller Pinguin-Klischees. Laut Pütz sind sie nämlich „weder nett noch niedlich“ und ich muss ihm nach der Lektüre wohl oder übel zumindest teilweise recht geben.
Auch die Erläuterungen zur Antarkis und dem Kontinent Antarktika haben mich in ihren Bann gezogen. So sehr, dass ich mir direkt ein Buch über die Antarktis bestellt habe, auf welches Pütz verweist.
Natürlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Forschung mit Fahrtenschreibern und ähnlichem Equipment für mich teilweise etwas langatmig gewesen, allerdings ist es nicht weniger interessant, welche Ergebnisse sie zutage fördern. Pütz stellt ganz eindrucksvoll dar (und das in mehrerlei Hinsicht), dass man als einzelner Mensch auch im kleinen Stil etwas für Umwelt und auch für bedrohte Arten tun kann, die tausende Kilometer entfernt ums Überleben kämpfen.
Zu sagen bleibt, dass im Großteil des Buches die Forschung, also die Arbeit von Klemens Pütz im Vordergrund steht. Wer aber schon immer gern einen Einblick haben wollte, wie ein (oder vielmehr DER) Pinguinforscher arbeitet, was Pinguinarten unterscheidet, wie es um deren Lebensräume steht und dazu noch eine sehr umfangreiche Schilderung von Rahmenbedingungen lesen möchte – der ist hier genau richtig.
Für mich war es zwar anders als erwartet, allerdings hat mich das Buch unheimlich fasziniert und ich bin begeistert, was für die Pinguine dieser Erde bereits alles getan wird. Entschuldigt mich jetzt – ich muss nochmal einen Pinguin bei SANCCOB adoptieren! 😀

SCHREIBSTIL:

Pütz hat eine erfrischenden Schreibstil mit viel Humor, ja man möchte schon fast sagen, dass er Umgangssprache mit Fachtermini mixt. Die Schilderungen sind auch für Laien verständlich und es macht Freude, wenn der Autor die Pinguine in ihrem Verhalten beschreibt. Denn hier spürt man beim Lesen förmlich die Liebe und Verbundenheit, die er zu diesen Vögeln hegt. Von diesen Erläuterungen des Pinguin-Verhaltens hätte es nach meinem Geschmack noch viel mehr geben können. Allerdings zurecht betont Pütz immer wieder, dass das den Rahmen eines Buches sprengen würde. Eventuell wäre das ja eine Idee für ein weiteres Buch? 😉

FAZIT:

Klemens Pütz hat es geschafft, ein Sachbuch zu schreiben, welches sich gar nicht wie ein Sachbuch liest. Die geringe Seitenanzahl sollte hier nicht über den hochwertigen Inhalt hinwegtäuschen. Immerhin erhält man hier Informationen rund um Pinguine aus erster Hand. Besonders hat mich begeistert, dass Pütz die Pinguine eben nicht in gängiger Manier vermenschlicht hat, sondern ehrlich über diese wunderbaren Tiere und die aktuellen Zustände berichtet hat. Außerdem bietet er Einblicke in Umweltthemen und die Politik, die eng mit diesen Tieren und deren Habitaten zusammenhängen. Einziges Manko war für mich, dass sich an einigen Stellen Wiederholungen einschlichen und einige fachmännische Schilderungen etwas langatmig daherkamen. Man darf an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass es nunmal ein Sachbuch ist. Ich bin auf jeden Fall begeistert!

Ein Buch, welches nicht nur interessant ist und sich mit Pinguinen und aktuellen Umweltthemen beschäftigt, sondern auch mit allen Pinguin-Klischees dieser Welt aufräumt. Ehrlich, teilweise schockierend und mit erfrischend viel Humor geschrieben. Für jeden Pinguinliebhaber und Sachbuchinteressierten UNBEDINGT zu empfehlen.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner

Liebe Leser,

zwischen Kisten und Umzug schaffte ich es, das Buch „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner zu beenden. An meiner Rezension lasse ich euch gern teilhaben. 🙂

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Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Sakura – Die Vollkommenen“
  • Autor: Kim Kestner
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: Arena Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.06.2017
  • Genre: Dystopie / Jugendbuch

Rezension:

*enthält SPOILER*

Ich habe mich auf dieses Buch sehr lange gefreut und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich auf eine spannende Dystopie gefreut, die mit Japanbezug glänzt. Die Japanbezüge sind da, aber irgendwie einfacher, als ich dachte. Das Feeling kam für mich nicht rüber. Und letztendlich ist es für mich schade, dass diese Dystopie auch ohne die japanischen Begriffe genauso stattgefunden haben könnte. Somit wirkt dieser Japanbezug nicht nötig und vor allem auch aufgezwungen. Schade. Man hätte mehr daraus machen können.

Dazu kommt, dass das Mädchen auf dem Cover so gar nichts mit der Beschreibung von Juri gemein hat. Juri wird als kräftig, groß und muskulös, ja fast männlich und nicht wirklich schön beschrieben. Das Cover vermittelt da einen ganz falschen Eindruck. Dadurch, dass Juri sich bei den Männern einschmuggelt, hat es was von einem Mulan-Abklatsch. War aber an sich nett gemacht, finde ich.

Was mich gestört hat, war die fehlende Tiefe und irgendwie ging mir die Liebesgeschichte am Ende dann doch zu schnell. Es hat sich vorher nichts wirklich entwickelt und dann war es ZACK unausgesprochen geklärt. Da kamen bei mir gar keine Gefühle auf.

Fast zu erwarten war die in Dystopien gern verwendete Glaskuppel in der die Menschen leben… ich denke, da gibt es noch hundert andere Möglichkeiten, hat mich daher etwas gelangweilt.

Die Idee der Ebenen ist an sich nicht schlecht, allerdings ist auf den unteren Ebenen nicht wirklich viel passiert. Diese Prüfungen haben am Ende nicht wirklich Sinn ergeben und ihnen wurde für die anfänglichen ausschweifenden Erklärungen am Ende zu wenig Bedeutung beigemessen.

*SPOILER ENDE*

Alles in allem war der Schreibstil okay, aber das Buch im Ganzen war schwerfällig, man hatte das Gefühl, es passiert nichts, erst im letzten Viertel nimmt es an Fahrt auf, sodass man weiterlesen möchte. Außerdem war die Ausdrucksweise der Protagonistin an manchen Stellen so verroht, dass es mich nervte. Außerdem finde ich die Brutalität des Buchs für ein Jugendbuch nicht unbedingt angemessen.

Fazit:

Irgendwie wirkt es wie eine Mischung aus gängigen Dystopien, Japan und Mulan. Aber es wirkte nicht gewollt, sondern als wenn jemand selbst gern Dystopien liest, Japan mag und dann einen Mix daraus schreiben wollte. Wirklich gefesselt hat mich das Buch trotz des schönen Covers und der vielversprechenden Idee nicht. Schade, ich finde hier wurde viel Potenzial verschenkt, weswegen ich nur das Prädikat „kann man mal lesen“ vergeben kann. Deswegen nur drei Herzchen. Eins für Japan, eins für das Cover und eins für das letzte Viertel des Buchs.

Bewertung: ❤❤❤ ♡ ♡

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm

Hallo meine lieben Leser,

irgendwie schreibe ich ja fast nur noch über Bücher … 😛 und obwohl ich schon ein paar andere Beiträge vorbereite, muss ich euch schon wieder berichten, dass ich das Glück hatte, bei der Leserunde zu „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm auf Lovelybooks dabei zu sein! 🙂

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ (Band 1)
  • Art: e-Book
  • Autor: Nicole Böhm
  • Anzahl der Seiten: 113 Seiten
  • Verlag: Greenlight Press
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2014
  • Genre: Fantasy / Urban Fantasy

Klappentext:

„Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders endet, als erwartet, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten verknüpft. Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.“ (Quelle, Stand: 22.06.2017)

Ich bin wirklich gespannt auf diese Leserunde, denn die Serie gewann 2016 den Deutschen Phantastikpreis und ist 2017 erneut als „Beste Serie“ nominiert. Es sind bereits 23 Bände erschienen. Besonders reizt mich die Kurzweiligkeit, denn jeder Band hat nur so um die 120 Seiten. Jeden Monat erscheint ein neuer Band. Alle zwei Monate werden die Taschenbücher gedruckt. 🙂 Ich freue mich, dabei zu sein!

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Alice = Alice“ von Maxi Schilonka

Hallo ihr Lieben,

hier geht es wirklich Schlag auf Schlag, ich kann mein Glück kaum fassen! Obwohl ich das Buch zu meiner angekündigten Leserunde zu „Angepasst“ noch nicht einmal in den Händen halte, habe ich schon die nächste Zusage für eine Leserunde erhalten! 🙂
Somit werde ich parallel noch das Buch „Alice = Alice“ von Maxi Schilonka lesen und rezensieren.
Die Leserunde findet auf lovelybooks statt.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: Alice = Alice
  • Art: e-Book
  • Autor: Maxi Schilonka
  • Anzahl der Seiten: 268 Seiten
  • Verlag: Papierverzierer Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.03.2017
  • Genre: Fantasy / Jugendbuch

Klappentext:

Die Eltern von Alice und ihrer Zwillingsschwester Scarlett haben sich vor einiger Zeit scheiden lassen. Alice lebt bei ihrer Mutter und Scarlett bei ihrem Vater, und alles wäre auch so geblieben, wenn … ja wenn Scarlett nicht aus dem Fenster gefallen wäre. Scarlett landet im Krankenhaus, liegt im Koma und die Ärzte gehen von einem Selbstmordversuch aus. Alice stellt daraufhin Nachforschungen an und nimmt die Rolle ihrer Schwester ein. Sie wohnt beim Vater, geht auf Scarletts Schule und trifft die gleichen Personen. Mit Hilfe der Zeichnungen, die sie im Zimmer ihrer Zwillingsschwester findet, reist Alice in ihr Unterbewusstsein. Und dort trifft sie auf Herzogin, Herzkönigin, Grinsekatze, Hutmacher und eine Teegesellschaft. Bald lernt sie, die Parallelen zur Realität zu deuten und erfährt dabei Geheimnisse, die sie sich so nie hätte träumen lassen. Denn wie so oft liegen Wirklichkeit und Fiktion näher zusammen, als man glaubt. Eine spannende Reise durch die moderne Variante der von Lewis Carroll geschaffenen Zauberwelt, die sich dabei überraschend neu definiert. Es ist eine Erzählung eines Jugendromans, der in die Tiefe, weit unter die Haut, geht und für Leser jeden Alters zur Fahrt durch den Kaninchenbau wird. (Quelle [Stand: 24.05.2017])

Diese Beschreibung hat mich wirklich sehr sehr neugierig gemacht und ich bin gespannt, ob es meine Erwartungen erfüllt!

EURE HACHIDORI

Gewinnspiel: Blogger schenken Lesefreude!

Liebe Leser,

am 23. April 2017 ist wieder der Welttag des Buches!
Anlässlich dieses Ereignisses bin ich dieses Jahr bei der tollen Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei!
Gleichzeitig wird die Teilnahme an dieser Aktion auch mein allererstes Gewinnspiel. 🙂

Gewinnen könnt ihr eines meiner Lieblingsbücher!
Ich verlose 1 Exemplar „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay. HIER könnt ihr meine Rezension zum Buch lesen.

Was müsst ihr tun, um beim Gewinnspiel dabei zu sein?
Schreibt mir auf meinem Blog, auf meiner Facebook- oder Twitter-Seite oder auf Instagram einen Kommentar und ihr wandert automatisch in den Lostopf. Nach Teilnahmeschluss wird der Gewinner ausgelost, auf meinem Blog bekannt gegeben und von mir benachrichtigt (Nachricht, Mail oder Antwort in den Kommentaren). Meldet sich der Gewinner innerhalb von 48 Stunden nicht zurück, wird neu ausgelost. Der Gewinner muss mir anschließend seine Adresse mitteilen und bekommt danach das Buch zugesendet. Das Porto übernehme ich.

Teilnahmeschluss: 23.04.2017 23:59 Uhr

Datenschutzbedingungen: Bitte beachtet, dass ich für die Auslosung den Namen, der über dem Kommentar steht, auf meinem Blog veröffentlichen werde. Eure E-Mail-Adresse wird nur für die Benachrichtigung im Falle eines Gewinns von mir genutzt, ansonsten wird sie weder veröffentlicht, noch an Dritte weitergegeben.

Viel Glück euch allen! Ich freue mich auf eine rege Teilnahme. 🙂 Auf einen tollen Welttag des Buches!

EURE HACHIDORI

Buchtipp – „Das Juwel“ Band 1 und 2 von Amy Ewing

Begegnung mit dem Buch:
Dieses Buch hatte ich schon lange im Visier und ich habe es eigentlich wegen dem Cover kaufen wollen. Irgendwie fand ich es superschön, wie es gestaltet war. Wie sich bei einem Blick auf den angekündigten dritten Band, der im April 2017 erscheint, ergeben die Cover-Gestaltungen der drei Bände sogar eine Bildfolge. Ich habe lange immer wieder im Buchladen auf dieses Buch gestarrt, bis der Weihnachtsmann sich dann erbarmte, mir ein Exemplar unter den Baum zu legen.

Klappentext Band 1:
(Die Texte von Band 2 verheimliche ich euch, damit ich euch nicht spoilere!)

„Darf ich dir eine Frage stellen, Nummer 197?“, sagt Lucien leise. „Willst du dieses Leben?“
Prunkvolle Schlösser, schöne Kleider, rauschende Feste. Stell dir vor, du wirst aufgrund deiner Begabung für ein solches Schwelgen im Luxus auserwählt. Du darfst im Palast der Herzogin wohnen. Aber was passiert, wenn du ihr trotz deines herausragenden Talents und deiner außergewöhnlichen Schönheit nicht geben kannst, was sie verlangt?

Hinter den glänzenden Fassaden des Juwels lauern Manipulation, Gewalt und Tod.


Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: Gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahre und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

(Amy Ewing: Das Juwel – Die Gabe. (2014). Fischer Verlag. Frankfurt am Main.)
Fazit:
Die Handlung spielt in einer Stadt, in der viele arme und eine reiche Schicht existieren. Der wohlhabenste Teil der Stadt ist das Juwel. Daneben gibt es noch den Sumpf, den Schlot, die Bank und die Farm.
Violet wird wie viele andere Mädchen mit der Gabe in einer Verwahranstalt trainiert, bevor sie bei einer Auktion versteigert wird. Die Mädchen landen bei Frauen, die sich ein Kind wünschen, denn diese Gabe ist nur den armen Mädchen geblieben, den wohlhabenden nicht.
Auf dieser Basis entwickelt sich eine spannende Geschichte über das Schicksal von Violet und ihre vielen Begleiter. Ich war erst skeptisch, ob das Buch wie viele andere dieser Art werden würde. Ich wurde überrascht. Tatsächlich dreht sich sehr lange Zeit nicht alles um Liebe, sondern um die Situation und die Gefühle der Protagonistin. Auch im weiteren Verlauf ist die Liebe nicht der vorrangige Handlungsstrang. Langsam entdeckt man die Gabe von Violet und fiebert mit ihr mit, ob sie das Kind gebähren muss oder ob sie einen Ausweg aus ihrer Lage findet.
Auch der zweite Band war spannend und aufregend. Es haben sich einige Fragen um die mysteriöse Gabe gelüftet und ein zuvor ungeahnter Weg vor Violet aufgetan. Ich warte nun gespannt auf den dritten Teil!
Ich konnte die Bücher nicht aus der Hand legen, sie waren einfach und gut geschrieben, sodass man sich entspannt zurücklehnen konnte. Es war aber auch genügend Spannung vorhanden. Deswegen spreche ich diesen Büchern auf jeden Fall eine Empfehlung aus!

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Selection – Die Krone“ von Kiera Cass – Fazit

Liebe Leser (innen),

vor ein paar Tagen hatte ich davon berichtet, dass ich die große Ehre erhielt, den letzten Teil von Selection vor Erscheinungsdatum zu schmökern und zu rezensieren.
Heute nun möchte ich euch mein Fazit nicht vorenthalten.

 

Die Selection-Reihe (1-3)
Bevor ich den letzten Teil der Reihe bewerte, möchte ich euch nochmal einen kurzen Überblick geben, worum es im Groben geht und ich versuche, euch so wenig wie möglich zu spoilern. 😉

Die ersten drei Bände drehen sich um America, ein Mädchen aus armen Verhältnissen. Die Gesellschaft ist in Kasten eingeteilt und es existiert eine Königsfamilie, die diese Gesellschaft regiert. Trotz dieser „Prinzessinnengeschichte“ spielt alles in einer recht modernen Welt.
America hat einen Kindheitsfreund, der einer anderen Kaste angehört und den sie liebt. Er wartet auf sein Einberufungsschreiben, weil er durch den Sold genug ansparen könnte, um America trotz Standesunterschiede zu heiraten.
Nun kommt es so, dass der Prinz der Königsfamilie im heiratsfähigen Alter ist und ein Casting abgehalten wird, an dem alle Mädchen des Landes teilnehmen können. Die Gewinnerin des Castings heiratet den Prinzen, die anderen Mädchen fahren heim, bekommen eine höhere Kaste und eine Art Preisgeld. Americas Kindheitsfreund besteht darauf, dass sie teilnimmt, damit er weiß, dass sie die Chance auf mehr Vermögen wenigstens genutzt hat. America möchte das nicht, lässt sich aber von ihm überreden, weil sie, falls sie überhaupt unter die Castingteilnehmer kommen würde, eine nicht unerhebliche Auslöse erhalten würde.
Es kommt wie es kommen muss, America wird ausgewählt, muss im Palast mit weiteren 34 Mädchen wohnen und um den Prinzen buhlen. Nur, dass America das gar nicht will.
Das Casting ist hart und irgendwann überschlagen sich nicht nur die Ereignisse, sondern auch Americas Gefühle…

Fazit (Band 1-3):
Diese drei Bände waren für mich wirklich eine wunderschöne, märchenhafte Liebesgeschichte.
Jedem Mädchen oder jeder Frau, die gerne eine richtig romantische, spannende Geschichte für zwischendurch möchte, empfehle ich diese Bände wärmstens. Sie lesen sich unglaublich gut und man fiebert wirklich mit America und dem Prinzen mit, ob sie ihre wahre Liebe finden.

Zusammenfassung und Fazit (Band 4-5):

Die anderen zwei Bände drehen sich dann nicht mehr um America und den Prinzen, der mittlerweile König ist, sondern um dessen Tochter. Auch sie muss das Casting durchleben, doch Eadlyn, so ihr Name ist anfänglich mehr ein Eisklotz und Trampel als eine romantisch veranlagte Prinzessin. Aus der unsympathischen Protagonistin wird allerdings nach und nach eine junge Frau, die zu sich selbst und zur Liebe findet.

Für mich eine der märchenhaftesten Liebesgeschichten der letzten Jahre.
Klare Leseempfehlung für romantisch veranlagte und gern schmachtende Leserinnen. (für Männer zu schnulzig)

EURE HACHIDORI

 

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