Rezension – „Dry“ von Neal Shusterman

Meine lieben Leser,

spätestens nach „Scythe“ war ich ein absoluter Fan von Neal Shusterman. Sein Schreibstil hat mich direkt angesprochen. Da war für mich klar, dass ich auch „Dry“ unbedingt lesen muss. 🙂
Die folgende Rezension enthält zwar ein paar Spoiler, allerdings habe ich mir Details und das Ende gespart, damit ihr es trotzdem noch lesen könnt. 🙂

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Dry – Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
  • Autor: Neal Shusterman / Jarrod Shusterman
  • Anzahl der Seiten: 437 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Thriller, Jugendbuch, Suspense, Dystopie

 

INHALT:

Zu Beginn lernen wir die Familie von Protagonistin Alyssa kennen, die sich ziemlich bald der Tatsache gegenüber sieht, dass kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn kommt. Die Medien berichten über einen sogenannten Tap-Out, dem Zusammenbruch der Wasserversorgung.
Ebenfalls am Anfang lernen wir Alyssas Nachbarn Kelton und dessen Familie kennen, deren Hobby die Vorbereitung auf einen eventuellen Weltuntergang ist. Von der Nachbarschaft in der Vorstadtidylle verschrien, kommt ihnen ihre Vorbereitung während des Tap-Outs dann zugute.
Alyssas Familie versucht, Wasser aufzutreiben, doch die Regale der Supermärkte sind leer und die Menschen werden nicht nur panischer, sondern auch rücksichtloser. Jeder ist sich mit einem Mal selbst der nächste.
Als in den Medien die Neuigkeit verbreitet wird, dass am Meer Entsalzungsanlagen errichtet werden, reisen Alyssas Eltern dorthin, um aufbereitetes Wasser zu besorgen. Als sie nicht zurückkehren, machen sich Alyssa, ihr Bruder Garrett und Kelton zusammen auf die Suche nach ihnen. Beim Erreichen des Strandes jedoch bietet sich den Helden der Geschichte ein Bild des Grauens. Langsam verstehen sie, dass dieser Tap-Out das schlimmste in den Menschen zutage fördert.
Während ihrer Suche treffen sie auf Jaqui, eine kleine Rebellin, die schon vor dem Tap-Out auf der Straße lebte. Zusammen wollen sie bei Keltons Familie Zuflucht suchen, doch die Nachbarschaft fühlt sich von deren Haus leider sehr angezogen und so eskaliert die Situation nicht nur blutig, sondern für alle beginnt ein harter Kampf ums Überleben.
Die kleine Gruppe aus Jugendlichen bricht auf, um den Fluchtbunker von Keltons Familie zu finden. Auf dem Weg dorthin treffen sie auf Henry, ein Sohn reicher Eltern, der sich an dem Leid seiner Nachbarschaft bereicherte.
Zwischendurch keimt Hoffnung auf, doch der Weg zum Fluchtbunker wird länger sein, als die Protagonisten es zunächst vermuteten.
Zum Ende wird der Kampf ums Überleben immer deutlicher und rückt immer mehr in den Fokus. Immer wieder ist ein kleiner Hoffnungsschimmer zu sehen, der sich wieder zerstreut.
Ob die Fünf endlich Wasser finden und den Tap-Out überleben, lasse ich euch aber lieber selbst lesen. Nur so viel – ich musste die letzten 200 Seiten in einem Rutsch lesen, weil mich die Geschichte nicht mehr losgelassen hat.

SCHREIBSTIL:

Wie nicht anders von Shusterman erwartet, hat er mich mit seinem Schreibstil wieder voll mitgenommen. Zugegeben, am Anfang musste ich ein wenig reinkommen, aber spätestens nach dem ersten Viertel des Buches, hat mich die Spannung nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist zwar nüchtern und vermittelt eine düstere, leere Stimmung – aber das passt zu dem Apokalypsen-Szenario.
Wir bekommen die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Alyssa, Garrett, Jaqui, Kelton und Henry erzählt. Zwischen der Hauptstory fließen immer kleine Einblicke in völlig außenstehende Personen ein – Nachrichtensprecher, Wasserflugzeugpiloten oder eine verzweifelte Frau, die auf einem Parkplatz wartet. Diese ganzen unterschiedlichen Blickwinkel fassen sich zu einem großen Gesamtbild der furchtbaren Situation des Tap-Outs zusammen.
Ein kleines Manko ist, dass die Perspektiven der Charaktere sich im Stil kaum unterscheiden. Deswegen war mir ziemlich lange nicht so richtig klar, wie jung Alyssas Bruder eigentlich ist.
Alles in allem kommt die machtlose Stimmung in einer apokalyptischen Situation hier voll zur Geltung. Einige Wendungen habe ich so nicht erwartet und es hat mich schon wirklich gefrustet, dass jeder Hoffnungsschimmer sich sofort wieder zerstreute. Ich dachte oft beim Lesen: „Wie bitte? Das kann er doch nicht so schreiben? Es muss doch alles gut werden!“

FAZIT:

Was will man mehr als Spannung, ein wichtiges gesellschaftliches, politisches Thema und ein durchdachtes Weltuntergangsszenario? Mich konnte die Geschichte wirklich fesseln, die Charaktere waren alle authentisch gezeichnet und ich konnte bei allen von ihnen mitfiebern, ob sie es nun schaffen oder nicht. Die bedrohliche Atmosphäre und die Abgründe sowie Chancen der Menschheit hat Shusterman super umgesetzt.
Ein Buch, welches den Wert unserer Ressource Wasser betont und in einem erschreckend realistischen Setting thematisiert. Schlimm ist es, dass diese Situation so unwahrscheinlich gar nicht ist und sich viel näher anfühlt, als es gut wäre. 
Für mich eine super Lektüre, die ich ohne Bedenken weiterempfehlen kann. Unbedingt lesen!

BEWERTUNG:❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension | „Scythe – Der Zorn der Gerechten“ von Neal Shusterman

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich euch schon vom ersten Band begeistert berichtet habe, konnte ich den zweiten Band von „Scythe“ gar nicht erwarten. Ich hatte ihn mir sofort zum Erscheinungsdatum gekauft und endlich bin ich dazu gekommen, es zuende zu schmökern!

Scythe - Band 2

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Scythe – Der Zorn der Gerechten“
  • Autor: Neal Shusterman
  • Anzahl der Seiten: 544 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 14.03.2018
  • Genre: Utopie, Urban-Fantasy, Jugendbuch

Inhalt:

Wie schon im ersten Band, stehen die Protagonisten Rowan und Citra im Mittelpunkt der Handlung. Beide müssen mit ihrem Schicksal, was in Band 1 seinen Lauf nahm, zurechtkommen. Und natürlich ist ebenfalls das politische Machtspiel der neuen Scythe-Ordnung wieder ein wichtiges Thema. Während Rowan sich zu DEM Feind des Scythetums gemausert hat, ist Citra immer mehr eine richtige und vor allem bedeutende Scythe. Auch der Thunderhead bekommt in diesem Band eine größere und tragende Rolle. Was im ersten Band an Hintergrundinformationen fehlte, wird in diesem Band großteils erklärt. Allerdings finde ich, dass gerade die Umstände, wie der Thunderhead entstand noch weiter im Detail behandelt werden könnten. Ich habe aber schon gesehen, dass es einen ausgekoppelten Band zu Scythe mit dem Namen „Thunderhead“ geben wird und da hoffe ich einfach, dass Shusterman dort alle offen gebliebenen Fragen zum Weltgeschehen und -geschichte beantworten wird. Während das erste Viertel des zweiten Bandes etwas schleppend vorangeht, legt der Autor ab Mitte des Buchs so richtig los. Es wird zunehmend spannender und vor allem stehen unerwartete Ereignisse und Wendungen auf der Tagesordnung. Mir passierte es oft, dass ich völlig fassungslos vor dem Buch hockte und nicht wusste, ob ich weiterlesen oder ob ich das Gelesene vielleicht erstmal setzen lassen soll. Das hat Shusterman mal wieder sehr gut hinbekommen. Gegen Ende des Buchs ist die Spannung bald nicht mehr auszuhalten und nach der letzten Seite sehnt man sich sehr nach Band 3, um dann festzustellen, dass noch nicht mal ein Erscheinungsdatum bekannt ist. Aaaargh! Das Los eines Buchwurms.

Schreibstil:

In Manier des ersten Bandes wird wieder auf verschiedenste Perspektiven, inklusive Nebencharaktere gesetzt. Dieses Konzept funktioniert ebenso grandios wie beim ersten Band, wobei sich in Band 2 gefühlt mehr auf die Hauptcharaktere konzentriert wird. Wie bereits im ersten Band, befinden sich zwischen den Kapiteln kleine Einschübe. Im ersten Band waren sie geprägt von Tagebucheinträgen verschiedener Scythe. Im zweiten Band werden diese Einschübe jedoch vom Thunderhead bestimmt, der seine Ansichten darin preisgibt. Während ich die Einschübe im ersten Band wirklich philosophisch und perfekt fand, wirkten die Gedanken des Thunderheads auf mich meisten ziemlich belanglos. Einige wenige mögen einen geringen Anteil zur Handlung beigetragen haben, aber beim Großteil wäre es mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, wären sie nicht vorhanden gewesen. Sehr viel mehr hätten mich hier auch ein paar weitere Tagebucheinträge von den Scythe interessiert. Alles in allem aber wieder eine grandiose Umsetzung des Perspektivwechsels, der zu keiner Zeit langweilig war oder gestört hat.

Fazit:

Wie der erste Band ein wahres MUST READ. Shusterman hat eine eigene und schlüssige Welt erschaffen, in der er es versteht, mit Spannung nicht zu geizen. Für mich schon eines meiner Jahreshighlights und eine unbedingte Leseempfehlung!

Bewertung: ❤❤❤❤❤

EURE HACHIDORI

Rezension – „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner

Liebe Leser,

zwischen Kisten und Umzug schaffte ich es, das Buch „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner zu beenden. An meiner Rezension lasse ich euch gern teilhaben. 🙂

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Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Sakura – Die Vollkommenen“
  • Autor: Kim Kestner
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: Arena Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.06.2017
  • Genre: Dystopie / Jugendbuch

Rezension:

*enthält SPOILER*

Ich habe mich auf dieses Buch sehr lange gefreut und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich auf eine spannende Dystopie gefreut, die mit Japanbezug glänzt. Die Japanbezüge sind da, aber irgendwie einfacher, als ich dachte. Das Feeling kam für mich nicht rüber. Und letztendlich ist es für mich schade, dass diese Dystopie auch ohne die japanischen Begriffe genauso stattgefunden haben könnte. Somit wirkt dieser Japanbezug nicht nötig und vor allem auch aufgezwungen. Schade. Man hätte mehr daraus machen können.

Dazu kommt, dass das Mädchen auf dem Cover so gar nichts mit der Beschreibung von Juri gemein hat. Juri wird als kräftig, groß und muskulös, ja fast männlich und nicht wirklich schön beschrieben. Das Cover vermittelt da einen ganz falschen Eindruck. Dadurch, dass Juri sich bei den Männern einschmuggelt, hat es was von einem Mulan-Abklatsch. War aber an sich nett gemacht, finde ich.

Was mich gestört hat, war die fehlende Tiefe und irgendwie ging mir die Liebesgeschichte am Ende dann doch zu schnell. Es hat sich vorher nichts wirklich entwickelt und dann war es ZACK unausgesprochen geklärt. Da kamen bei mir gar keine Gefühle auf.

Fast zu erwarten war die in Dystopien gern verwendete Glaskuppel in der die Menschen leben… ich denke, da gibt es noch hundert andere Möglichkeiten, hat mich daher etwas gelangweilt.

Die Idee der Ebenen ist an sich nicht schlecht, allerdings ist auf den unteren Ebenen nicht wirklich viel passiert. Diese Prüfungen haben am Ende nicht wirklich Sinn ergeben und ihnen wurde für die anfänglichen ausschweifenden Erklärungen am Ende zu wenig Bedeutung beigemessen.

*SPOILER ENDE*

Alles in allem war der Schreibstil okay, aber das Buch im Ganzen war schwerfällig, man hatte das Gefühl, es passiert nichts, erst im letzten Viertel nimmt es an Fahrt auf, sodass man weiterlesen möchte. Außerdem war die Ausdrucksweise der Protagonistin an manchen Stellen so verroht, dass es mich nervte. Außerdem finde ich die Brutalität des Buchs für ein Jugendbuch nicht unbedingt angemessen.

Fazit:

Irgendwie wirkt es wie eine Mischung aus gängigen Dystopien, Japan und Mulan. Aber es wirkte nicht gewollt, sondern als wenn jemand selbst gern Dystopien liest, Japan mag und dann einen Mix daraus schreiben wollte. Wirklich gefesselt hat mich das Buch trotz des schönen Covers und der vielversprechenden Idee nicht. Schade, ich finde hier wurde viel Potenzial verschenkt, weswegen ich nur das Prädikat „kann man mal lesen“ vergeben kann. Deswegen nur drei Herzchen. Eins für Japan, eins für das Cover und eins für das letzte Viertel des Buchs.

Bewertung: ❤❤❤ ♡ ♡

EURE HACHIDORI

Rezension – „Angepasst / Ich, Bakoo“ von Hubert Wiest

Meine lieben Leser,

wie ihr wisst, durfte ich in den letzten Wochen an der Leserunde zum Buch „Angepasst“ von Hubert Wiest teilnehmen. Dazu stellte er Bücher bereit, die zwar das alte Cover inklusive des alten Titels „Ich, Bakoo“ trugen, aber das tat der Geschichte zwischen den Buchdeckeln natürlich keinen Abbruch!
Zunächst möchte ich mich bei Hubert Wiest und dem Verlag Lomoco für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danken. Außerdem auch ein Dankeschön an die eben Genannten und lovelybooks für die tolle Leserunde. Es hat mir wirklich sehr viel Freude bereitet!

Die Rezension ist *SPOILERFREI*.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Ich, Bakoo“ bzw. „Angepasst“
  • Autor: Hubert Wiest
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: Lomoco / CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.12.2014
  • Genre: Science-Fantasy / Dystopie / Jugendbuch

Rezension:

In dem Buch geht es um Bakoo, einen Jugendlichen, der auf dem Wüstenplaneten Cambrium lebt. Er arbeitet auf einer Avoca-Zuchtstation. Avocas sind Reittiere, aber keine schmusigen Kuscheltiere, sondern potenziell gefährlich. Bakoo hat zu einem bestimmten Avoca, zu Muunabat, eine besonders innige Beziehung. Er träumt davon, zusammen mit Muunabat ein berühmter Avoca-Jockey auf der Rennbahn zu werden. Leider wird dieses Glück seinem Bruder Rango zuteil, der von den Eltern stark bevorzugt behandelt wird und dem Leser nicht wirklich ans Herz wächst. Wird Bakoo dennoch seinen Traum verwirklichen? Da möchte ich euch nicht zuviel verraten.

Der zweite Handlungsstrang widmet sich der Geschichte von Alelia und ihrem Bruder Jermo. Sie gehören zum Volk der Laikaren, eine Bevölkerungsgruppe, die in der Gesellschaft eher verpönt ist, da sie ein Nomadenleben in der Wüste führen. Sie stehen Jurlan, dem sozusagen „Vorstand“ des Planeten und Leiter einer Firma für Bromatium-Abbau gehörig im Weg, weswegen er die Stämme der Laikaren nach und nach in die Stadt umsiedeln lässt. Auch Alelia und ihr Bruder sind davon betroffen, verpassen aber die spontane Umsiedlung und sind auf einmal in der Wüste auf sich gestellt. Wie es mit den beiden weitergeht, möchte ich hier aber nicht verraten.

Am Anfang werden die einzelnen Schicksale der Protagonisten erläutert. Die vielen neuen Begriffe erschließen sich schnell und machen die Welt von Bakoo und Alelia erst so richtig lebendig. Nach und nach verweben sich die Geschichten der beiden und es öffnet sich der Vorhang für ein Sci-Fi-Abenteuer, in dem sich gesellschaftliche Intrigen genauso aufklären, wie die vielen Fragen, die durch die Erlebnisse von Bakoo und Alelia unweigerlich auftauchen. Wie sich am Ende der Kreis schloss, war für mich ein Höhepunkt des Buchs.

Die Geschichte aus zwei Perspektiven war angenehm geschrieben, der Perspektivwechsel war überhaupt nicht störend und sehr gut umgesetzt. Der Schreibstil ist klar, aussagekräftig und kreativ. Es hat richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, es wurde nie langweilig und der Autor hat eine authentische Welt geschaffen, mit eigene  Vokabeln und viel Liebe zur Gestaltung des Settings. Außerdem passt sich der Schreibstil dem Alter der Protagonisten an, was ich wirklich klasse fand. Aufgrund des Stils und der Geschichte werde ich mit Sicherheit noch das ein oder andere Buch von Hubert Wiest in die Hand nehmen, da mich dieses Werk sehr begeistern konnte.

Die Handlung ist sehr spannend und hat fast etwas heimisches. Ich konnte mich sehr schnell in diese Welt hineinfinden, die Darstellung der Charaktere machte dies ungemein leichter. Gerade Bakoo wird in seinen Handlungen und Gefühlen nachvollziehbar dargestellt. Bakoo und Alelia sind keine aalglatten Helden, sondern sympathische und fehlerbehaftete Figuren, die im Laufe der Geschichte an ihren Herausforderungen wachsen. Dieser Umstand und die gelungene Story mit einer Mischung aus Abenteuer, Spannung, Freundschaft und Weltraum machen das Buch für mich zu einem Highlight des bisherigen Jahres.

Wie ich in der Leserunde vom Autor erfuhr, ist die Inspiration für das Buch eine wahre geschichtliche Begebenheit, an der er sich orientierte und zwar die sogenannte „Stolen Generation„, ein trauriges Kapitel in der jüngeren australischen Geschichte. Allerdings soll dieser Jugendroman keine Aufarbeitung darstellen, sondern ist vollkommen fiktiv. Weiterhin kam die Frage auf, ob der Name Avoca für die Reittiere vom Wort „Avocado“ abgeleitet wurde. Tatsächlich ist es allerdings der Name eines kleinen Ortes nahe Sydney, der den Autor zur Namensgebung inspirierte.

Fazit:

„Angepasst / Ich, Bakoo“ von Hubert Wiest überzeugt durch eine authentische Geschichte mit sympathischen Charakteren, liebevoll gestaltetem Setting und einem kreativen, klaren Schreibstil. Dieses Sci-Fi-Abenteuer um Freundschaft und den Wüstenplaneten Cambrium traf mich direkt ins Herz, obwohl ich sonst kein allzu großer Sci-Fi-Fan bin. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die Lust auf eine abenteuerliche Geschichte haben, die ohne viel Schnickschnack auskommt.

Bewertung: ❤❤❤❤❤

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Angepasst“ bzw. „Ich, Bakoo“ von Hubert Wiest

Ihr Lieben,

was ist denn hier los? 🙂 Ich darf schon wieder bei einer Leserunde mitmachen. Die letzte ist gerade erst vorbei und sofort stürze ich mich in die nächste.
Und welches Buch diesmal? Nächste Woche wird mich das Buch „Angepasst“ von Hubert Wiest erreichen und dann startet die Leserunde. Hubert Wiest stellt dafür Exemplare mit dem ursprünglichen Cover unter dem Originaltitel „ICH, BAKOO“ zur Verfügung. Der Inhalt ist natürlich identisch. Die Leserunde findet wieder auf lovelybooks statt.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Ich, Bakoo“ bzw. „Angepasst“
  • Autor: Hubert Wiest
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.12.2014
  • Genre: Science-Fantasy / Dystopie / Jugendbuch

 

Das alte Cover von „Ich, Bakoo“:


Das neue Cover von „Angepasst“:

Klappentext:
„Natürlich kämpft Alelia, um ihren kleinen Bruder in der Wüste zu retten. Jeder hätte es getan. Doch dann trifft sie eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändert.
Warum sollte Bakoo ein schlechtes Gewissen haben, Aelia und die anderen zu hintergehen? Seit dem Überfall vor vielen Jahren hasst er die Wüstennomaden. Und natürlich ist er bereit, für eine Karriere als Avoca-Jockey alles zu tun – auch zu lügen. Der mächtige Jurlan hat es schließlich angeordnet.
Doch das Leben von Alelia und Bakoo ist untrennbar miteinander verwoben. Findet Bakoo die ersehnte Anerkennung als Avoca-Jockey in der Arena von Gazmata? Gelingt es Alelia ihren kleinen Bruder zu retten?

ANGEPASST/ ICH, BAKOO  spielt in den unwirtlichen Wüsten Cambriums und der Metropole Gazmata, einer Welt, die von Jurlans Minengesellschaft Bromstar Mining beherrscht wird. Eine Geschichte über Identität, Macht und Freundschaft.“ (Quelle, Stand: 16.05.2017)

Klingt spannend und ich bin gespannt, ob es den hohen Erwartungen gerecht wird. Immerhin wurden auf allen gängigen Portalen Bestbewertungen abgegeben. 😉 Auf gehts in eine weitere Leserunde!

EURE HACHIDORI