Japan – Letzte Planung, Gepäck & Flugangst

Meine lieben Leser,

in ein paar Tagen beginnt das für mich größte Abenteuer meines bisherigen Lebens. Natürlich bin ich dementsprechend aufgeregt. Dies soll mein letzter Beitrag vor der großen Reise werden. Nachdem ich wieder da bin, werde ich dann erstmal die Fotos sichten (und da will ich jedem japanischen Touristen alle Ehre machen) und dann werde ich euch für sehr lange Zeit mit jedem Detail beglücken. (Oder nerven, wenn ihr andere Beiträge lieber lest… Pech gehabt 😛 hihi)

Hach und wo fange ich jetzt nur an zu erzählen?

Was steht denn nun noch auf der Agenda? Die letzten Wochen haben wir die letzten Dinge geplant. Dabei ist mir erst richtig bewusst geworden, dass wir wirklich dorthin fliegen, als sich knapp 2 Wochen vorher alle meine japanischen Freunde gemeldet haben und alle wissen wollten, um welche Uhrzeit wir uns an den betreffenden Tagen sehen würden und wo denn der Treffpunkt wäre. Da hat es richtig Klick gemacht. Auf einmal war alles real. Leider blieb mir nicht genug Zeit, diesen Moment zu genießen, denn die Planungen hatten mich wieder eingenommen.

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Sitzplätze im Flugzeug

Aufgrund unseres Codeshare-Flugs gab es einige Verwirrung bezüglich unserer Sitzplatzreservierungen. Bei einigen Flügen konnten wir das schon alles im Vorhinein machen, bei anderen geht das erst die bekannten 23 Stunden vorher. Und natürlich ist das bei dem Langstreckenflug auf dem Hinflug auch der Fall, weswegen einen die Nervosität wohl erst nach erfolgreicher Reservierung loslassen wird. Der Vorteil an dem Codeshare-Flug ist aber, dass man alles über eine Airline buchen kann, die Flüge werden nur von verschiedenen Airlines durchgeführt.

Dokumente, Papiere und das alles…

Außerdem habe ich alle möglichen Dinge ausgedruckt… meine Herren, wenn diese Reise nicht gut vorbereitet ist… ein richtiger Stapel Papier. Da habe ich unsere Planungen ausgedruckt, dort mal ein paar Anleitungen, dann noch ein paar Notfalldinge… Was ich euch empfehlen würde, wenn ihr so weit fliegt: Kopiert euren Pass und eure Auslandskrankenversicherung, falls das wegkommen sollte. Den Tipp habe ich von einer lieben Freundin erhalten. 😉

Gepäck

Mein Koffer wurde gut eine Woche vorher gepackt und natürlich gewogen, ich habe eine Checkliste geschrieben, um nichts zu vergessen. Kann ich empfehlen, denn man denkt nicht, wo einem der Kopf bei so einer Reise stehen kann. Ich werde einen Koffer mitnehmen und einen Rucksack ins Handgepäck. Ich habe sehr minimalistisch gepackt, damit auf dem Rückflug mehr reinpasst. *höhö* Und natürlich sollte man sich nochmal darüber informieren, was alles rein darf und was nicht. Da gibts Sachen… also nichts entflammbares, nichts spitzes, Lithium-Batterien nur begrenzt und nur im Handgepäck (auch Powerbanks zählen da drunter)… also da habe ich wirklich viel Zeit draufgehen lassen, denn ich hatte keine Lust, dass der Koffer geöffnet wird, sie etwas untersuchen und wegschmeißen und der Koffer am Ende nicht mit- oder nachkommt. Seufz… informiert euch rechtzeitig. 😉
(Witzig fand ich den Hinweis, dass Musikinstrumente bis zu einer gewissen Größe mit dürfen, für diese allerdings ein eigener Sitzplatz gebucht werden soll. 😀 )

Medizin

Was banal klingt, habe ich lieber gleich abgesichert. Alle verschreibungspflichtigen Medikamente (bspw. auch die Anti-Baby-Pille, liebe Mädels) sollte man sich bescheinigen lassen, ich habe mir aber auch frei verkäufliche abstempeln lassen, wie bspw. Allergietabletten, damit die wirklich mit dürfen. Auch da kann ich nur raten – frühzeitig informieren, wenn ihr was braucht.

Gastgeschenke

Die letzten Wochen habe ich noch die letzten Gastgeschenke gekauft und eingepackt. Für alle, die es noch nicht gehört haben, eine kurze Erklärung: Gastgeschenke sind in Japan üblich. Wenn du jemanden triffst, von ihm nach Hause eingeladen wirst oder er dir hilft, solltest du immer ein kleines Dankeschön parat haben.

Flugangst

Schon am Anfang der Geschäftsflüge litt ich unter massiver Flugangst. Mit Atemtechniken und anderen Strategien lernte ich, sie unter Kontrolle zu bekommen. Diese Flüge sind jetzt aber schon sehr lange her und sie waren auch nur Inlandflüge. Seit der Buchung des ersten Langstreckenflugs habe ich wieder Flugangst. Tatsächlich konnte ich durch ein paar neue und alte Techniken in Kombination etwas Entspannung schaffen. Geholfen hat mir vor allem das Forum für Flugangst, in dem man auch viele Rundum-Informationen bekommt. Ich kann es allen Flugängstlichen empfehlen (und das sind mehr als man denkt).

Was mir sehr bei der Planung half

Neben dem Forum für Flugängstliche, haben mir viele andere Seiten bei der Vorbereitung geholfen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Die beste und informativste Seite (und auf deutsch!) mit wirklich ALLEM, was man wissen muss, ist der Japan-Blog von Wanderweib. Ich habe Stunden, ach was sag ich, Tage damit zugebracht, mich durch ihren Blog zu schmökern. Für einige Planungsabschnitte war sie unersetzlich für mich. Solltet ihr auch eine Japanreise planen, dann müsst ihr diese Seite unbedingt lesen.
Auf tsunagu Japan habe ich mir viele Ideen für unseren Trip geholt und mir lief bei den Essensempfehlungen jedes Mal das Wasser im Mund zusammen.
Die Seite des JR Passes hat mir viele nützliche Infos zur Transportation in Japan vermittelt und auch wichtige Detailinformationen geliefert.
Auf Japan-Kyoto habe ich ebenfalls den Blog geschmökert und die finalen Tipps für das Sammeln von Goshuin bekommen!
Die App Tabiko hat mir auf den letzten Metern nochmal richtig viel geholfen. Hier hat man die Möglichkeit, alle Fragen zur anstehenden Japanreise oder während der Reise an echte Japaner zu stellen. Ich habe jedes Mal sehr nützliche Infos bekommen und sogar noch manches, was ich auf anderem Weg nicht erfahren hätte.

Und zu guter Letzt: Freunde. Meine Freunde in Japan haben mich über die ganze Planungsphase begleitet und mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden, wenn ich etwas wissen wollte. In Deutschland haben mir nicht nur Freunde, sondern auch zahlreiche Bekannte geholfen, war es jemand, der schon in Japan war oder jemand, der mir einfach Tipps über Langstreckenflüge geben konnte. Danke für eure Geduld, Ausdauer und eure unschätzbar große Hilfe.

Und jetzt?

Ihr fragt euch vielleicht, wie das hier ablaufen wird. Ich habe mich dazu entschlossen, die Reise komplett zu genießen und der Blog hat deshalb solange Pause, bis ich wieder da bin. Ich werde mich sicherlich mal über Instagram oder Facebook melden (privat), aber ihr könnt euch jetzt schon auf ausführlichste Beiträge hier auf dem Blog freuen, wenn ich wieder da bin.

Bis dahin melde ich mich ab!
Bis dahin,

EURE HACHIDORI

Japan – Reisevorbereitung – JR-Pass, Suica-Card und Navigation

Liebe Leser,

die große Reise rückt immer näher und damit ihr bezüglich der Vorbereitungen auf dem Laufenden bleibt, kommt hier der nächste Beitrag zu der großen Frage „Wie bewege ich mich in Japan fort?“.
Diese Frage war für mich und meine Freundinnen essentiell, nicht zuletzt, weil wir mehrere Städte besuchen möchten.

 

Der Japan Rail Pass

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Unerlässlich und vielen ein Begriff ist der „JR-Pass“ (Japan Rail Pass). Dieses Ticket ermöglicht es, alle Züge (mit Ausnahme von einigen Privatlinien) in Japan für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen. Das Ticket kann für 7, 14 oder 21 Tage erworben werden. Eine Besonderheit des JR-Pass ist außerdem, dass es neben dem nationalen Pass (gilt in ganz Japan) auch Regionspässe gibt. Solltet ihr also planen, nur in einer bestimmten Region, wie bspw. Kyushu oder Kansai, unterwegs zu sein, dann kann mit den Regionalpässen etwas Geld gespart werden.
Für unsere Reiseplanung war der nationale Pass ein Muss, da wir auch in verschiedenen Regionen unterwegs sein werden. Generell ist der JR-Pass, egal ob national oder regional, eine sinnvolle Anschaffung, da er für den Preis einer Hin- und Rückfahrt von Tokyo nach Kyoto zu haben ist und somit die Kosten für den Transport zwischen verschiedenen Städten bzw. Zügen innerhalb von Städten aufwiegt. Regional lohnt es sich, auch andere Pässe in Betracht zu ziehen, die nicht von JR sind. Hier muss man individuell entscheiden, was besser gefällt und vom Preis her stimmt.

Mehr Infos zum JR-Pass findet ihr auf der Website von japan experience, auf der ich auch mein Ticket bestellt habe. Diese Seite hat viele interessante Infos, wenn man eine Japanreise plant, es lohnt sich, dort etwas zu stöbern!

Suica- und Pasmo-Card

Mir hat sich lange die Frage gestellt, ob in dem JR-Pass auch die U-Bahnen integriert sind. Und das kann ich klar mit NEIN beantworten. (Busse sind einige, aber nicht alle integriert). In Tokyo kann man sicher über einige JR-Züge auch gewünschte Stationen erreichen, will man aber die U-Bahn nutzen, muss man jedes Mal ein Ticket lösen. Diese Kosten sollte man bei der Planung einkalkulieren. Natürlich gibt es Tagestickets und auch hier gibt es spezifische Tickets für einzelne Städte, falls man sich länger dort aufhält, ähnlich der Travelcard in London. Es gibt aber auch elektronische Karten in Japan, die mit einem Guthaben aufgeladen werden können und die dann nur an den U-Bahn-Schalter gehalten werden. So erübrigt sich der ständige Ticketkauf. Die bekanntesten Karten sind die Suica-Card und die Pasmo-Card. Beide sind von der Gültigkeit komplett vergleichbar und decken wirklich viele Regionen ab. Im Endeffekt ist es wirklich egal, welche von beiden gekauft wird. Wir haben uns für die Suica-Card entschieden, weil uns das Design besser gefallen hat – ich meine … da ist ein kleiner Pinguin drauf! 😀

Alle Infos zu den Karten findet ihr ebenfalls auf der Website von japan experience:
Suica-Card
Pasmo-Card

Wie navigiere ich in Japan?

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Diese Frage war natürlich die nächste, die sich mir stellte. Zwar kann man vorher alles schonmal auf Google Maps checken, aber vor Ort wäre eine Navigationshilfe doch wichtig, oder!?

Ich habe daraufhin gedacht – hey kein Ding, dazu gibt es doch die Offline-Karten von Google, da speichere ich mir ganz schlau einfach die Karten ab, die ich brauche. Tja, das wäre zu einfach. Da wir hier in Deutschland leben und dementsprechend auch ein deutsches Telefon haben und einen deutschen Google-Account (ich mutmaße mal, dass es daran liegt), ist es uns nicht gegönnt, Offline-Karten für Japan zu downloaden bzw. zu speichern. 😦 Großes Dislike! Wie unpraktisch ist das bitte!?
(Falls hier einer eine Lösung findet – ich bin interessiert an Lösungen!)

Ich bin also auf die Suche gegangen und habe alles mögliche versucht, um auch gleich meine geplanten Punkte fürs Sightseeing darauf zu speichern. Das, was am besten für die Navigation zu gebrauchen und kostenlos war, ist die App „MAPS.ME“. Allerdings ist das Speichern eigener Orte an eine Überprüfung gebunden und man kann auch keine eigenen Karten speichern usw.

Nun hat Google ja auch die Anwendung „My Maps“. Mit dieser habe ich unsere Routen geplant. Das Manko ist, dass die Navigation eben wieder über Google Maps laufen würde. Und da sind wir auch schon bei der besten Navigationsapplikation. Es ist Google Maps. Das Einzige, was der Nutzung entgegen steht ist das fehlende mobile Internet. Zum Glück gibt es da schon viele verschiedene Möglichkeiten, auch in Japan mobiles Internet zu bekommen (ich berichtete). Mit einer japanischen SIM-Karte steht der Navigation über Google Maps natürlich nichts mehr im Weg.

Und zur Sicherheit sollte man sich vielleicht noch einen guten alten Stadtplan einstecken. Womit wir bei der nächsten Schwierigkeit sind. Es gibt von Tokyo einfach keinen Stadtplan, wo alle Stadtteile drauf sind, die ich gebrauchen konnte. Meistens fehlte Ikebukuro. Außerdem ist der Maßstab sehr sehr grob, was bei der Größe von Tokyo verständlich ist. Aber mal ehrlich, es wäre sehr hilfreich, wenn ich einen richtig großen Stadtplan mit vielen Details hätte, da wäre mir auch egal, wie oft man den falten muss. Ganz brauchbar erscheint mir nun der, den man direkt zum JR-Pass dazukaufen kann. Da sind zumindest alle Stadtteile auf einen Blick.

Speziell auf die Zugfahrpläne bezogen kann ich die App „Hyperdia“ empfehlen. Sie liefert aktuelle Abfahrten. Ein kleiner Haken ist, dass man den Namen der Bahnhöfe kennen muss (Bsp.: nicht „Fukuoka Station“ sondern „Hakata“).

So, das ist jetzt erstmal das, was mir zu diesen Themen einfällt. 🙂 Ich hoffe, es kann euch bei euren Planungen etwas helfen. Bei Fragen zu meinen Erfahrungen wendet euch gern an mich.

Bis bald!

EURE HACHIDORI

Japan – Reisevorbereitung – Karten für das Ghibli-Museum buchen

Hallo liebe Leser,

wie versprochen kommen nach und nach einige Beiträge zur Reiseplanung unserer Japanreise. 🙂 Dieses Mal berichte ich euch etwas darüber, wie ihr an Eintrittskarten für das Ghibli-Museum kommt.

Jeder Japan-Liebhaber kennt sicherlich die wunderschönen Filme von Hayao Miyazaki. Das Ghibli-Museum in Tokyo behandelt auf 7 Stockwerken genau dieses Thema. Mittlerweile ist dieses Museum schon fast ein Must-To-Do für alle, die nach Tokyo reisen. Man müsste meinen, dass es gar nicht so schwierig wäre, an Karten für ein Museum zu kommen, schließlich ist es hierzulande üblich, diese direkt an einem Schalter vor dem Besuch zu erwerben. Nun, bei diesem Museum ist das leider etwas komplizierter.

Die Buchung von Deutschland aus hat zwei Varianten – ausgenommen die Variante „ihr-kennt-einen-Japaner-und-der-bucht-für-euch“. 😉

Variante 1 – Karten über das Reisebüro JTB buchen

Die erste Möglichkeit bietet sich durch das Reisebüro JTB. HIER sind auf der Website von JTB alle Infos zur Buchung zusammengefasst. Unter Angabe persönlicher Daten hat man hier die Chance, über E-Mail eine der begehrten Karten zu ergattern (Das Reisebüro hat auf Nachfrage ca. 10 Karten pro Tag zur Verfügung). Wichtig: Die Buchung muss 4 Monate im Voraus (ab dem 1. des Monats) erfolgen und auf ein Datum festgelegt werden. Dafür sind die Karten aber nicht uhrzeitgebunden. (Die Buchung direkt beim Museum ist zusätzlich uhrzeitgebunden.) Für Erwachsene kostet die Karte hier 18 €. Nach der erfolgreichen Buchung erhält man ein Voucher, was in Japan am Museum dann in eine Eintrittskarte getauscht wird.

Beispiel:
Falls ihr also am 16. Juni eine Karte buchen wollt, müsst ihr am 01. März die Karten buchen.

Variante 2 – Karten direkt beim Museum buchen

Die Tickets des Museums sind an ein festes Datum und eine feste Uhrzeit gebunden. Die Buchung kann ab dem 10. des Vormonats ab 10:00 Uhr japanischer Zeit erfolgen. Weitere Infos erhaltet ihr HIER direkt auf der Seite des Ghibli Museums. Die Buchung erfolgt über die Anwendung LAWSON Ticket. Das Ticket kostet hier umgerechnet 7,54 € (1000 Yen). Die Buchung erfolgt über die folgende Seite.

Beispiel:
Falls ihr also am 16. Juni eine Karte buchen wollt, müsst ihr am 01. Mai die Karten buchen.

Preislich habt ihr also direkt beim Museum einen Vorteil und beim Reisebüro ist es dafür nicht uhrzeitgebunden. Bei beiden ist eine vorherige Reservierung notwendig. Die Entscheidung liegt also ganz bei euch. 🙂

Wir haben etwas mehr investiert und Variante 1 gewählt, damit wir uhrzeitlich flexibel sind. Ich hoffe, euch kann dieser Beitrag bei eurer Reiseplanung irgendwann nützlich sein. Bei Fragen hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir über das Kontaktformular.

EURE HACHIDORI

London-Impressionen: Sherlock Holmes, Wachsfiguren und Antiquitäten

Hallo liebe Leser,

nach langer Zeit nun wieder etwas zu meinen Impressionen, meinen Erfahrungen, meinen Erlebnissen aus London! 🙂
Heute berichte ich über den dritten Tag der Reise meiner Freundinnen und mir. Zu dritt haben wir diese wunderschöne Stadt fünf Tage erkundet.

Am dritten Tag führt unser Weg uns zuerst auf die Bakerstreet. Für alle Kriminalroman-Fans wird diese Straße ein Begriff sein, denn der bekannteste Detektiv der Welt, „Sherlock Holmes“, wohnt in eben dieser Straße in London. Zumindest hat sein Erschaffer Arthur Conan Doyle den Wohnsitz seiner Figur dort festgelegt. Auf dieser Straße findet sich neben einem Sherlock-Holmes-Museum auch eine Statue der berühmten Spürnase.

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In der Nähe der Bakerstreet und der Welt von Sherlock Holmes findet man sich zum weltbekannten Wachsfigurenkabinett „Madame Tussauds“. Es war wirklich ein Erlebnis und ist nur zu empfehlen. Um euch nicht die Spannung auf die Stars und Sternchen zu verderben, hier nur ein paar Schnappschüsse.

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Nach der langen Erkundungstour des Wachsfigurenkabinetts machten wir uns auf den Weg nach Notting Hill. Unser Ziel sollte die Antiquitätenstraße „Portobello Road“ sein. Auf dem Weg dorthin schauten wir noch in einem der unzähligen Jamie-Oliver-Stores vorbei. Restaurants und Shops von ihm findet man in London wirklich sehr sehr oft. Für alle, die Jamie Oliver nicht kennen sollten: er ist ein britischer Fernsehkoch, der sich mit seinen Gerichten auch hierzulande einen Namen gemacht hat.

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Durch einige Straßen mit ihren bunten Häusern (was, laut meines Reiseführers, typisch für Notting Hill sein soll) bahnten wir uns den Weg zur Portobello Road.

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Letztlich erreichten wir unser Ziel. 🙂 Auf der Portobello Road gab es viel zu entdecken. Silberbesteck noch und nöcher. Alte Dosen, Briefe, Zertifikate. Auch Porzellan, Kronleuchter, ach eigentlich alles, was ein Herz begehrt, welches sich für alte Sachen begeistern kann. Auch hier waren die Häuser bunt und farbig leuchtend. Das ist wirklich ein einmaliger Anblick, weswegen ich die Portobello Road jedem empfehlen möchte, der fernab von den Touristenmagneten ein etwas ruhigeres und besonderes London erleben möchte.

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Witzig fand ich außerdem die Hinweisschilder in London, die auf die Videoüberwachung in der Stadt aufmerksam machten. Ob diese Überwachung gut oder schlecht ist, darüber möchte ich nicht debattieren, aber die Schilder waren oft mit Witz geschrieben.
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Das war´s erstmal wieder über unseren London-Aufenthalt. Freut euch schon auf den nächsten Beitrag, in dem wir mit unserem japanischen Kumpel die Kunstgalerie, China Town und den Covent Garden erkunden.

Bis dahin.
EURE HACHIDORI

Lest hier weitere London-Beiträge
London-Impressionen: Anreise und erste Eindrücke
London-Impressionen: Sightseeing und andere Erlebnisse
London-Impressionen: U-Bahn, Kultur und SüßigkeitenLondon-Impressionen: Shopping und Camden Town

London-Impressionen: Anreise und erste Eindrücke

Hallo liebe Leser,

ich melde mich zurück aus meinem Urlaub! London war das Ziel und leider verging die Zeit viel zu schnell. Ein paar Beiträge hier auf meinem Blog werden meine Sentimentalität und hoffentlich euer Interesse an dieser atemberaubenden Stadt vergrößern!
Heute möchte ich euch von der Anreise und meinen/unseren ersten Eindrücken berichten. Ich war nämlich mit meinen zwei besten Freundinnen unterwegs. Ich bin ewig nicht geflogen, weswegen ich natürlich auch ordentlich nervös war. Der Start beim Fliegen ist alles andere als schön, aber die Aussicht entlohnt alles wieder! Ich musste mich auch daran gewöhnen, dass es in den Wolken immer etwas ruckelt und das, wo ich doch so ein Angsthase bin und Höhenangst habe. Solange das Flugzeug sich nicht geneigt hat, ging auch alles gut. Irgendwie begreift man ja doch nicht, dass man wirklich über den Wolken ist.
Nun endlich zu Großbritannien, England, London, wie auch immer! 😀 Ich finde das britische Geld sehr schön. Die Queen ziert die Geldscheine und auch Charles Darwin ist auf der 10-Pfund-Note zu sehen, auf dem übrigens auch ein Kolibri gedruckt ist 😉 (Anmerkung: Hachidori heißt Kolibri). Und es ist so bunt! 😀

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Witzig fand ich auch diese „interaktiven Umfragen“ an den Flughäfen in London, wie der Service zwecks Gepäck und Sicherheit war. Da haut man einfach im Vorbeigehen auf einen Knopf 😀
Ansonsten sind die Hinweise der Engländer ganz niedlich, in welche Richtung man vor dem Überqueren einer Straße schauen muss. Und ich mag die Ampeln. Schaut euch einfach die folgenden Bilder an, ich denke, das erklärt alles am besten. Von den Telefonzellen brauch ich ja nicht so viel erzählen, die sind eh weltbekannt und (zumindest von außen) schön. Innen hängen Schmuddelblätter und riechen tut´s da auch nicht so gut. Unser Erlebnis des Tages war ein Spaziergang durch mehrere Hintergassen, während dem wir an einer Villa vorbeikamen, in der gerade eine Art Swing-Sänger ein Konzert gab. Die Musik hat uns mitgerissen, wir haben auf der Straße dazu getanzt und dann kamen wir zu einem Fenster, durch das wir in den Festsaal schauen konnten, in dem der Sänger auf einer Art Podest performte. In Anzug und sehr stilvoll. Während einer Textpassage in der mehrmals das Wort „you“ vorkam und er in die Menge zeigte, schaute er auf einmal durch das Fenster zu uns nach draußen und zeigte bei „you“ auf uns. Das war so ein großartiger Moment. In einer englischen Straße, mit Livemusik, einbezogen von einem edel gekleideten Gentleman. Traumhaft.
Außerdem haben wir sogenannte „Flapjacks“ ausprobiert. Das sind kleine Haferhappen mit Honig und wahrscheinlich viiiiel Zucker, die beim ersten Bissen etwas interessant und komisch schmecken, aber sagen wir mal im Abgang ihren wahren Genuss entfalten. Sehr lecker, sehr empfehlenswert. Nach den Flügen und diesem ersten AUSflug waren wir dann ziemlich kaputt und sind schlafen gegangen.

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Soviel zum ersten Tag in London.
Lest bald mehr zu meinen Impressionen aus dieser Stadt!

Bis bald!

EURE HACHIDORI

Lest hier weiter!
London-Impressionen: Sightseeing und andere Erlebnisse
London-Impressionen: Sherlock Holmes, Wachsfiguren und Antiquitäten
London-Impressionen: U-Bahn, Kultur und SüßigkeitenLondon-Impressionen: Shopping und Camden Town

Reisetipp: Die Fatimakapelle

In meinen letzten Berichten habe ich von der Schönheit der Alpen ja schon zur Genüge geschrieben.
Da verwundert es nicht, dass hier noch ein Reisetipp erscheint, denn es gibt so unglaublich viel zu entdecken und dieser Tipp hier ist alles andere als von Touristen überlaufen!
Die Rede ist von der Fatimakapelle in Saulgrub. Hört sich orientalisch an, ist es aber nicht.
Diese Kapelle steht inmitten der Landschaft, etwas abseits einer kleinen Ortschaft, auf einer Anhöhe. Umgeben von mehreren Weiden und mit Blick auf das Tal und die Berge, ist es ein wirklich lohnenswertes Ziel. Dort kann man Ruhe finden, in unserem Fall auch mal das Mittagessen auf der kleinen Bank genießen und den Ausblick genießen. Nicht unweit davon befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem man einen wundervollen Blick auf die Berge hat.
Zwar ist der Weg zur Fatimakapelle nicht ohne, denn es geht einige Male steil bergauf, aber dort angekommen macht es allemal die Anstrengung wett. Und spätestens, als ich entdeckte, dass ich selbst die Kapellenglocke läuten konnte, war mein Kinderherz erfreut.
Die Geschichte der Kapelle hat mich außerdem berührt. Sie wurde nämlich von Josef Leismiller erbaut, welcher 1939 als junger Mann in den Weltkrieg gezogen ist. Für den Fall, dass er heil aus dem Krieg wiederkehren würde, sagte er sich, er würde eine Kapelle bauen. Nach 5-jähriger Kriegsgefangenschaft kehrte er wirklich zurück. Den Namen Fatimakapelle hat dieser kleine Bau, weil Leismiller zum Ort Fatima pilgerte und eine dort erworbene Heilige Fatima in der Kapelle unterbrachte, die er, wie versprochen baute, weil er aus dem Krieg wohlbehalten zurückgekehrt war. Somit ist diese Kapelle mehr als ein Gotteshaus, sondern vielmehr finde ich (die ich doch nicht einmal kirchlich bin) ist sie ein Symbol des Überlebens und der Hoffnung.

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Reisetipp: Die Schleierfälle

Eines der tollsten Naturschauspiele in den Ammergauer Alpen sind für mich die Schleierfälle gewesen.
Gelegen sind sie westlich von Saulgrub, nahe dem Ammerdurchbruch.
Der Ammerdurchbruch ist ausgeschildert. Auf der B23 ist bei Saulgrub „Achele“ ausgeschildert und diesen Weg kann man getrost mit dem Fahrrad absolvieren, bis man an ein paar Kuhweiden (mit nebenbei bemerkt lohnenswertem Blick auf die Berge) passiert, später dann eine sehr steile Straße erreicht (die ist wirklich nichts für zarte Gemüter), welche in eine Kurve mündet und am Ende dieser Straße ist ein Schild und eine Brücke. Geht man tiefer in den Wald hinein gelangt man irgendwann zum Aussichtspunkt des Ammerdurchbruchs.
Wenn ihr also folgendes Bild vor euch seht, seid ihr richtig:
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Eine kleine Wanderung zu den (mehr oder weniger) naheliegenden Schleierfällen ist wirklich zu empfehlen!!!
Die Brücke vor dem Wald wird überquert, zur Zeit ist dort eine Baustelle, man geht also an dem Baustellenzaun entlang und folgt dem nicht ganz eindeutigen Schild (Schleierfälle ->) am Zaun entlang. (Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und folgt dem Pfeil auf die Baustelle!)
Dort geht es einige Meter erstmal nur bergauf. Lasst eure Fahrräder also am besten am Zaun angeschlossen stehen, sonst schleppt man sich dumm und dämlich.
Ihr müsst dann eine ganze Weile durch den Wald, immer wieder aus dem Wald raus, am Waldesrand entlang und über Stock und Stein und das im wahrsten Sinne des Wortes! (Das auf dem Bild ist nämlich der Weg…)

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Der Wanderweg, den ihr beschreitet, ist der W6 und solange man sich an die Markierungen der Bäume hält, kann man sich eigentlich nicht verlaufen.

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Falls man doch mal an eine Weggabelung kommt, an der man keine Hinweisschilder findet (was gar nicht so unüblich ist), kann man sich beruhigen, dass man keine steilen Abhänge im Dickicht herunterrobben muss. Man kann sich an diese „Kühe-komm-hier-nicht-durch“-Durchgänge halten, davon muss man mehrere durchqueren.

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Irgendwann, völlig überrascht, dass man doch noch so lang laufen musste (es ist nämlich ein unerwartet langer Marsch für uns gewesen), steht man vor einem Naturschauspiel, das wirkt, wie aus einer anderen Welt. Aus einer magischen Märchenwelt.
Die Schleierfälle.

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Soviel zu einem weiteren Reisetipp von mir!

EURE HACHIDORI

Absolute Sprüche im Schilderwald der Alpen…

Der Urlaub in den Alpen hatte wirklich einiges zu bieten…
Eine der einprägsamsten Angewohnheiten dort in der Umgebung war die unglaubliche Flut an „coolen“ Sprüchen, gereimten Hinweisen und Verbotsschildern in der bayerischen Landschaft.
Standardsatz von uns: „Die haben´s hier irgendwie mit solchen Schildern, kann das sein?“
Nicht nur auf Schildern konnte man mehr oder weniger vielsagende Sprüche lesen, auch an der Gestaltung der Hauswände mit eben solchen wurde nicht gespart.

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Auch jedes noch so kleine Hinweisschild wurde zu einem poetischen Erguss der bayerischen Schildergestalter. Sehr beliebt war dabei das Thema „Fahrradfahrer komm´hier nicht rein.“ Ob es sich dabei um einen Wanderweg vom Laber (wie im folgenden Bild zu sehen) handelte oder um eine Beschilderung rund um den Soier See, wo mit leichter Ironier versucht wurde, witzig zu sein, indem man auf einem Schild vermerkte: „Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Für alle anderen ist es verboten.“

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Man wusste nicht, sollte man lachen oder weinen!? So schön und freundlich alles in den Alpen war, wurde ich das Gefühl nicht los, dass mit Krampf versucht wurde witzig und unbekümmert zu sein und zu wirken. Auf weiteren Touren war man schon nicht mehr belustigt von diesen Schildern; das gleiche Phänomen, als wenn man einen Witz zehnmal erzählt.
Trotzdem im Allgemeinen amüsant, wie viel Mühe sich bei solchen Kleinigkeiten wie Hinweisschildern gemacht wird. Geschmunzelt haben wir allemal.

Eine weitere Auffälligkeit und an mehreren Stellen in den Ammergauer Alpen zu beobachten: Alles ist absolut.
Man hatte das Gefühl, dass ein normales Verbot beim Parken, beim Wandern oder auch bei geheimen Wegen nicht gereicht hat, denn es wurde alles ABSOLUTisiert. Es gab kein Parkverbot, es gab das ABSOLUTE Parkverbot. Es gab keine Lebensgefahr, sondern die ABSOLUTE Lebensgefahr.
Ich habe mich gefragt, ob es denn dort überhaupt einer Steigerung bedarf!?

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Neben den ganzen Beschilderungen, die sowieso schon für die Touristen angebracht wurden, waren diese kleinen Auffälligkeiten ein richtiges, wie sagt man (!?) Schmankerl im großen Schilderwald der Alpen.

EURE HACHIDORI