Leserunde – „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp

Liebe Leser,

ich habe solch ein Glück!
Sehnsüchtig wartete ich auf den Oktober, da ich wusste, dass mit „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp endlich der Nachfolger von „Seele aus Eis“ herauskommt. Außerdem hoffte ich, wieder bei der Leserunde auf lovelybooks.de dabei zu sein, weil sie mir beim letzten Mal so viel Freude bereitet hatte. Und ich bin wirklich dabei! Juhuu!!!

Ich habe dieses Mal nicht nur ein e-Book gewonnen, sondern ein signiertes Druck-Exemplar! Ich bin wirklich sehr glücklich und kann es kaum erwarten, das Buch zu verschlingen. Ich melde mich also erstmal ab und bin dann bald mit einer Rezension wieder da. 😉 Wer die Leserunde verfolgen möchte, kann das HIER tun.

EURE HACHIDORI

Rezension – „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, habe überlegt, ob ich es sofort zur Erscheinung kaufen soll oder nicht. Zum Glück habe ich es gekauft, denn ich wurde nicht enttäuscht!

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Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Scythe – Die Hüter des Todes“
  • Autor: Neal Shusterman
  • Anzahl der Seiten: 528 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 21.09.2017
  • Genre: Utopie, Urban-Fantasy, Jugendbuch

Inhalt:

Die Welt hat sich zu einer „perfekten“ Welt weiterentwickelt. Es gibt keine Krankheiten, keinen Tod, keine Kriege, keine Kriminalität. Für die Aufrechterhaltung dieses friedlebenden und unsterblichen Zustands ist der Thunderhead zuständig. Dabei handelt es sich um eine Art elektronisches, allwissendes und übermächtiges Gehirn. Es entwickelte sich aus der uns bekannten Cloud. Doch es gibt etwas, was unabhängig vom Thunderhead agieren darf, oder vielmehr es gibt jemanden. Die Scythe, die Hüter des Todes. Sie sind Menschen, die das natürliche Gleichgewicht unterstützen sollen. Dazu müssen sie töten. Wie eine Art Orden, folgen sie dabei Geboten und Regeln. Zum Scythe wird nicht ernannt, wer es sein möchte, sondern diejenigen, die diese Tätigkeit am meisten verabscheuen. So soll vor Missbrauch dieser Berufung geschützt werden. Das Töten wird von den Scythe als „nachlesen“ bezeichnet. Sie tragen Roben und verzichten auf viele Annehmlichkeiten, um dem Tod und den Toten gegenüber Respekt zu zollen. Jeder Scythe trägt zudem einen Ring.
Trotz der Einführung des Scythe-Ordens ist die Wahrscheinlichkeit, zu sterben, verschwindend gering. Somit leben die Menschen ein unsterbliches Leben. Die Menschen durchleben ihren normalen Lebenszyklus, können sich aber auch auf ein bestimmtes Alter zurücksetzen lassen, was „über den Berg kommen“ genannt wird.
Den Scythe gegenüber verhalten sie sich mal ehrfürchtig, mal ängstlich, mal heuchlerisch, sind es doch die einzigen, die ihnen gefährlich werden könnten.

„Wir können Dinge viel effektiver aufschieben, als die dem Tode Geweihten, weil der Tod für uns eine Ausnahme ist und nicht die Regel.“

Neal Shusterman (2017), Scythe – Die Hüter des Todes, Seite 443

Bei einer Nachlese erhalten die Hinterbliebenen Immunität, was bedeutet, dass sie ein Jahr lang nicht nachgelesen werden können. Diese Immunität wird durch das Küssen des Scythe-Rings gewährt. Weigert man sich gegen die Ausführung einer Nachlese, wird auch die gesamte Familie des Todgeweihten getötet.
Selbstmord ist ebenfalls nicht möglich, denn die Körper sind durch sogenannte Naniten selbstheilend und nach einem Selbstmordversuch werden die Menschen in Revival-Zentren wieder aufgepäppelt. Für Scythe ist der einzige Weg zu sterben allerdings der Selbstmord – die Selbstnachlese.

Soviel zur allgemeinen Schilderung der Gesetzmäßigkeiten dieser Welt. Natürlich ist das nur ein grober Anriss, denn das gesamte Bild um die Gebote der Scythe ergibt sich natürlich durch das Buch selbst. In dieser Welt stehen nun unsere Protagonisten Citra und Rowan im Mittelpunkt. Ihr alltägliches Leben wird dargestellt und dann folgt der wirkliche Anfang der Geschichte. Beide werden zu Scythe-Lehrlingen berufen. Sie müssen ihr vorheriges Leben hinter sich lassen und sich mit dem Tod mehr als jemals zuvor beschäftigen. Ich mochte es, wie sich der Autor auf die Gefühlswelten der Beiden konzentriert hat. Durch die Beschäftigung mit dem Tod und dem Töten wird ihnen das alte unsterbliche und sorglose Leben allmählich fremd. Das hat Shusterman wirklich super ausgearbeitet. Welcher Konflikt sich für die beiden ergibt, werde ich euch aber nicht verraten! 😉

Schreibstil:

Die Geschichte wird sowohl aus Citras als auch aus Rowans Perspektive erzählt. Es fließen allerdings immer mal wieder auch die Perspektiven von anderen Personen ein. Das dient meistens dazu, dass der Leser Gespräche oder Ereignisse mitbekommt, die den Protagonisten verborgen bleiben, die aber trotzdem für das Gesamtbild der Story sehr wichtig sind. Shusterman schafft es, dass der Perspektivwechsel kaum merkbar geschieht und der Leser nicht aus dem Lesefluss gerissen wird. Nein, ich tauchte sogar durch diese Perspektivwechsel immer weiter in die Geschichte ein und konnte mich ihr schließlich gar nicht mehr entziehen. Die Wirksamkeit dieser Erzählweise funktioniert dabei deswegen so grandios, weil Shustermann es versteht, das Instrument des Perspektivwechsels einzusetzen. Ganz anders als sonst, störten mich die vielen Ansichten nicht, sondern waren sogar vielmehr unbedingt notwendig.

Weiterhin findet sich nach jedem Kapitel ein kurzer Auszug aus verschiedenen Tagebüchern von unterschiedlichen Scythe. Die hier teils philosophischen Gedankengänge tragen maßgeblich zur Stimmung des Buches bei und regen den Leser auch zur Reflektion des Gelesenen an. Die Tagebucheinträge lassen unter anderem einen Einblick in das Seelenleben bekannter Scythe zu, sodass sich Beweggründe oder Charakterzüge sehr gut herausstellen.

„Unsterblichkeit kann die Torheit und Schwäche der Jugend nicht mindern. Die Unschuld ist dazu verdammt, einen sinnlosen Tod durch unsere eigenen Hände zu sterben, sie fällt den Fehlern zum Opfer, die wir niemals ungeschehen machen können. […]“

Neal Shusterman (2017), Scythe – Die Hüter des Todes, Seite 438

Besonders gut gefällt mir, dass sich durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Mittel die Frage aufwirft, ob ein unsterbliches oder ein sterbliches Leben lebenswerter ist.

Das Buch hat allgemein eine gewisse Grundspannung. In regelmäßigen Abständen werden interessante Infos gestreut und geschehen auch wirklich unvorhergesehene Dinge, die ich so nicht erwartet hätte.
Durch die prägnante, bildhafte und teilweise auch hochwertige Sprache ist der Schreibstil lebendig und hat mich auf jeder Seite gut unterhalten. Dank Shusterman weiß ich nun, was eine „Rotunde“ ist. 😉

Fazit:

Der Klappentext ließ mich vermuten, dass sich zwischen den Buchdeckeln eine 0815-Geschichte ala „die beiden Protagonisten lieben sich und begehren auf“ befindet. Ganz typisch, wie in vielen Dystopien/Utopien in den letzten Jahren. Erstaunlicherweise überraschte mich das Buch mit so viel mehr, als ich erwartet hatte. Da ist nicht nur das Dilemma der Berufung eines Scythe oder das Fremdwerden des alten Lebens durch den Tod (was im wahren Leben wirklich ein Thema ist), sondern auch politische Ränkespiele und eben so gar keine A-typische Liebesgeschichte im Sinne von „ich opfere mich für dich“. Die Liebe wird hier eher am Rand behandelt. Vielmehr steht im Mittelpunkt der Umgang mit dem Tod in einer Welt der Unsterblichkeit, die Aufklärung eines verschleiherten Mordes und die Konzentration auf die Gefühle der Protagonisten.

Das Buch ist einfach vollkommen durchdacht und spannend, aber auch grausam. Wer möchte, kann darin auch philosophisches über das Thema Tod finden. Diese eingeschobene Philosophie  ist schon fast ein Plädoyer für ein Leben in Endlichkeit und für den Tod selbst, welcher leider in unserem Leben oft noch ein Tabu-Thema ist. Besonders gut gefällt mir die Art, dieses Thema durch einen Roman zu thematisieren und dafür nicht nur zu sensibiliseren, sondern auch die eigenen Gedanken dorthin zu leiten, dass man ein endliches Leben schätzt, sich mehr auf das Leben konzentriert und dieses auch mehr genießt. Denn das ist die Botschaft. Durch die Thematisierung des Todes wird die Wertigkeit unseres Lebens betont. Grandios.

„[…] Es erinnert mich daran, dass einige Naturgewalten niemals ganz gebändigt werden können. Sie sind ewig, und das ist viel besser, als unsterblich zu sein.“

Neal Shusterman (2017), Scythe – Die Hüter des Todes, Seite 441

Ich kann nicht aufhören, dieses Buch zu loben. Eine Geschichte, die nachhallt. Für mich ein wirklich perfekter Reihenauftakt und mein zweites Jahreshighlight.
Darum: UNBEDINGT lesen.

Bewertung: ❤❤❤❤❤

 

EURE HACHIDORI

 

 

 

Auflösung: Der geheimnisvolle Brief – Leserunde zu „Das Lied der Krähen“

Vor einiger Zeit erhielt ich einen mysteriösen Brief. Ihr erinnert euch bestimmt.
Es kam heraus, dass es sich dabei um eine Buchverlosung / Leserunde zum neu erschienenen Buch „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo handelte.

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Mittlerweile sind die Gewinner in den Genuss des Buchs gekommen – nein, ich war leider nicht dabei – und es gibt die ersten Rezensionen. Ihr findet die Rezensionen zur Buchverlosung von lovelybooks HIER. Die Bewertungen klingen alle sehr vielversprechend und interessant. Ich denke, dieses Buch steht jetzt auch ganz oben auf meiner Wunschliste. Was meint ihr?

Rezension – „Die Spur der Bücher“ von Kai Meyer

Liebe Leser,

auf dieses Buch hatte ich mich lange gefreut. Pünktlich vor meinem Sommerurlaub erschien „Die Spur der Bücher“ von Kai Meyer. Es ist ein Prequel zu der Trilogie „Die Seiten der Welt“, spielt also vor den Ereignissen dieser Buchreihe.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Spur der Bücher“
  • Autor: Kai Meyer
  • Anzahl der Seiten: 448 Seiten
  • Verlag: Fischer FJB
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 24.08.2017
  • Genre: Fantasy

Rezension:

*SPOILERFREI*
Die Handlung des Buchs spielt im viktorianischen London. Anders als in den Vorgängern befinden sich die Szenen aber komplett in der wirklichen Welt. Während Furia durch die Seiten der Welt springt, kommt dieser Fähigkeit in „Die Spur der Bücher“ eine sehr kleine Rolle bei. In diesem Buch konzentriert sich der Autor auf die Protagonistin Mercy, ihre Gefährten und die spannende Detektivgeschichte, die mit bibliomantischer Magie gespickt wird.
Alles in allem war dieses Buch anders als die Vorgänger, irgendwie ruhiger, aber nicht minder spannend und nicht weniger magisch. Es strahlte die Atmosphäre des viktorianischen Londons förmlich von selbst aus und ich habe es geradezu verschlungen. Die Charaktere sind liebenswert und auch, wenn nicht alle Fragen des Buchs beantwortet wurden, ließ es mich äußerst zufrieden zurück. Der Folgeband wird mit nicht zu zügelnder Vorfreude von mir erwartet.
Der Schreibstil von Meyer ist hier, ebenso wie in „Die Seiten der Welt“ auf einem hohen sprachlichen Niveau. Er malt mit den Worten und ich konnte mich erneut völlig in der Welt der Bibliomanten verlieren.
Durch die gelungene Fantasy und das runde Gesamtpaket ist dieses Prequel für mich eindeutig (wie die Vorgänger auch) eins der besten Bücher der letzten Jahre und verdient eindeutig mehr Aufmerksamkeit.
Eine Anmerkung zum Schluss: Ich denke, es wäre besser „Die Seiten der Welt“ vor dem Prequel zu lesen, da einige Dinge dann leichter zu verstehen sind.

Fazit:

Wie so oft, fehlen mir bei den besonders großartigen Büchern einfach die Worte. Dieses Buch hat mich schon wie die drei Vorgänger „Die Seiten der Welt“ vom Hocker gehauen. Hohes sprachliches Niveau, wahnsinnig tolle Details, liebenswerte Charaktere und die richtige Mischung aus Action, Tiefgang und Humor, dazu noch die fantastische Welt der Bücher. Mein absolutes JAHRESHIGHLIGHT!

Bewertung: ❤❤❤❤❤

 

EURE HACHIDORI

Mysteriöse Rabenfeder im Briefkasten – Lüften wir zusammen das Geheimnis?

Heute war eine mysteriöse Rabenfeder im Briefkasten und mir wurde mitgeteilt, dass ich auserwählt bin. Ich solle mich den Krähen anschließen und beweisen, dass ich die richtige Person bin, um den gefährlichen Magier aus dem wohl best bewachtesten Gefängnis zu befreien. Wer von den eingefleischten Buchbloggern hat denn ebenfalls eine Feder? 🙂

Ich frage mich, wieso da ein Stück aus der Feder fehlt!?

#LBDasLiedderKrähen #seieinaussenseiter

Ich bin gespannt, wie es damit weitergeht.

EURE HACHIDORI

Rezension – „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner

Liebe Leser,

zwischen Kisten und Umzug schaffte ich es, das Buch „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner zu beenden. An meiner Rezension lasse ich euch gern teilhaben. 🙂

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Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Sakura – Die Vollkommenen“
  • Autor: Kim Kestner
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: Arena Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.06.2017
  • Genre: Dystopie / Jugendbuch

Rezension:

*enthält SPOILER*

Ich habe mich auf dieses Buch sehr lange gefreut und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich auf eine spannende Dystopie gefreut, die mit Japanbezug glänzt. Die Japanbezüge sind da, aber irgendwie einfacher, als ich dachte. Das Feeling kam für mich nicht rüber. Und letztendlich ist es für mich schade, dass diese Dystopie auch ohne die japanischen Begriffe genauso stattgefunden haben könnte. Somit wirkt dieser Japanbezug nicht nötig und vor allem auch aufgezwungen. Schade. Man hätte mehr daraus machen können.

Dazu kommt, dass das Mädchen auf dem Cover so gar nichts mit der Beschreibung von Juri gemein hat. Juri wird als kräftig, groß und muskulös, ja fast männlich und nicht wirklich schön beschrieben. Das Cover vermittelt da einen ganz falschen Eindruck. Dadurch, dass Juri sich bei den Männern einschmuggelt, hat es was von einem Mulan-Abklatsch. War aber an sich nett gemacht, finde ich.

Was mich gestört hat, war die fehlende Tiefe und irgendwie ging mir die Liebesgeschichte am Ende dann doch zu schnell. Es hat sich vorher nichts wirklich entwickelt und dann war es ZACK unausgesprochen geklärt. Da kamen bei mir gar keine Gefühle auf.

Fast zu erwarten war die in Dystopien gern verwendete Glaskuppel in der die Menschen leben… ich denke, da gibt es noch hundert andere Möglichkeiten, hat mich daher etwas gelangweilt.

Die Idee der Ebenen ist an sich nicht schlecht, allerdings ist auf den unteren Ebenen nicht wirklich viel passiert. Diese Prüfungen haben am Ende nicht wirklich Sinn ergeben und ihnen wurde für die anfänglichen ausschweifenden Erklärungen am Ende zu wenig Bedeutung beigemessen.

*SPOILER ENDE*

Alles in allem war der Schreibstil okay, aber das Buch im Ganzen war schwerfällig, man hatte das Gefühl, es passiert nichts, erst im letzten Viertel nimmt es an Fahrt auf, sodass man weiterlesen möchte. Außerdem war die Ausdrucksweise der Protagonistin an manchen Stellen so verroht, dass es mich nervte. Außerdem finde ich die Brutalität des Buchs für ein Jugendbuch nicht unbedingt angemessen.

Fazit:

Irgendwie wirkt es wie eine Mischung aus gängigen Dystopien, Japan und Mulan. Aber es wirkte nicht gewollt, sondern als wenn jemand selbst gern Dystopien liest, Japan mag und dann einen Mix daraus schreiben wollte. Wirklich gefesselt hat mich das Buch trotz des schönen Covers und der vielversprechenden Idee nicht. Schade, ich finde hier wurde viel Potenzial verschenkt, weswegen ich nur das Prädikat „kann man mal lesen“ vergeben kann. Deswegen nur drei Herzchen. Eins für Japan, eins für das Cover und eins für das letzte Viertel des Buchs.

Bewertung: ❤❤❤ ♡ ♡

EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm

Hallo liebe Leser,

es ist schon ein Weilchen her, als ich über die Teilnahme an der Leserunde zu berichtete. Heute bekommt ihr endlich die lang versprochene Rezension.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ (Band 1)
  • Art: e-Book
  • Autor: Nicole Böhm
  • Anzahl der Seiten: 113 Seiten
  • Verlag: Greenlight Press
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2014
  • Genre: Fantasy / Urban Fantasy

Rezension:

Der Schreibstil von Nicole Böhm hat mich schnell begeistert. Es ist wieder mal eins dieser Bücher, was so leicht geschrieben ist, dass man einfach nicht darüber nachdenkt, sondern Seite für Seite verfliegt. Perfekt für zwischendurch.

Aufgrund der Kürze des Buchs war eine Bewertung und Rezension nicht so einfach für mich. Wie ihr euch denken könnt, bieten etwas über 100 Seiten nicht viel Platz für viel Inhalt, wie es bei anderen Büchern der Fall ist.
Das erste Buch dieser mittlerweile über 20-teiligen Serie führt in die Welt von Jess ein und enthüllt einige Geheimnisse, die einen sofort in die Geschichte ziehen. Allerdings werden mindestens genauso viele Fragen aufgeworfen, wie Informationen rübergebracht werden.

Die Charaktere sind sympathisch, aber richtig warm geworden bin ich auf den wenigen Seiten nur mit den Protagonisten Jess und Jaydee. Für die anderen Charaktere bleiben ja aber noch viele weitere Bände. Das Buch ist zumindest so geschrieben, dass ich wissen will wie es weitergeht und es hat durchaus Potenzial, richtig gut zu werden. Allerdings konnte meiner Meinung nach eben auch nicht wirklich viel Inhalt geliefert werden.

Fazit:

Ein nettes kleines Vergnügen für Zwischendurch. Kein Epos, aber lesenswert, kurzweilig und angenehm spannend. Mich konnte der Einstieg begeistern und ich freue mich auf die Folgebände. Lesenswert!

Bewertung: ❤❤❤❤♡

EURE HACHIDORI

Leserunde – „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm

Hallo meine lieben Leser,

irgendwie schreibe ich ja fast nur noch über Bücher … 😛 und obwohl ich schon ein paar andere Beiträge vorbereite, muss ich euch schon wieder berichten, dass ich das Glück hatte, bei der Leserunde zu „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ von Nicole Böhm auf Lovelybooks dabei zu sein! 🙂

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Chroniken der Seelenwächter – Die Suche beginnt“ (Band 1)
  • Art: e-Book
  • Autor: Nicole Böhm
  • Anzahl der Seiten: 113 Seiten
  • Verlag: Greenlight Press
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2014
  • Genre: Fantasy / Urban Fantasy

Klappentext:

„Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders endet, als erwartet, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten verknüpft. Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.“ (Quelle, Stand: 22.06.2017)

Ich bin wirklich gespannt auf diese Leserunde, denn die Serie gewann 2016 den Deutschen Phantastikpreis und ist 2017 erneut als „Beste Serie“ nominiert. Es sind bereits 23 Bände erschienen. Besonders reizt mich die Kurzweiligkeit, denn jeder Band hat nur so um die 120 Seiten. Jeden Monat erscheint ein neuer Band. Alle zwei Monate werden die Taschenbücher gedruckt. 🙂 Ich freue mich, dabei zu sein!

EURE HACHIDORI

Rezension – „Angepasst / Ich, Bakoo“ von Hubert Wiest

Meine lieben Leser,

wie ihr wisst, durfte ich in den letzten Wochen an der Leserunde zum Buch „Angepasst“ von Hubert Wiest teilnehmen. Dazu stellte er Bücher bereit, die zwar das alte Cover inklusive des alten Titels „Ich, Bakoo“ trugen, aber das tat der Geschichte zwischen den Buchdeckeln natürlich keinen Abbruch!
Zunächst möchte ich mich bei Hubert Wiest und dem Verlag Lomoco für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danken. Außerdem auch ein Dankeschön an die eben Genannten und lovelybooks für die tolle Leserunde. Es hat mir wirklich sehr viel Freude bereitet!

Die Rezension ist *SPOILERFREI*.

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Ich, Bakoo“ bzw. „Angepasst“
  • Autor: Hubert Wiest
  • Anzahl der Seiten: 408 Seiten
  • Verlag: Lomoco / CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 06.12.2014
  • Genre: Science-Fantasy / Dystopie / Jugendbuch

Rezension:

In dem Buch geht es um Bakoo, einen Jugendlichen, der auf dem Wüstenplaneten Cambrium lebt. Er arbeitet auf einer Avoca-Zuchtstation. Avocas sind Reittiere, aber keine schmusigen Kuscheltiere, sondern potenziell gefährlich. Bakoo hat zu einem bestimmten Avoca, zu Muunabat, eine besonders innige Beziehung. Er träumt davon, zusammen mit Muunabat ein berühmter Avoca-Jockey auf der Rennbahn zu werden. Leider wird dieses Glück seinem Bruder Rango zuteil, der von den Eltern stark bevorzugt behandelt wird und dem Leser nicht wirklich ans Herz wächst. Wird Bakoo dennoch seinen Traum verwirklichen? Da möchte ich euch nicht zuviel verraten.

Der zweite Handlungsstrang widmet sich der Geschichte von Alelia und ihrem Bruder Jermo. Sie gehören zum Volk der Laikaren, eine Bevölkerungsgruppe, die in der Gesellschaft eher verpönt ist, da sie ein Nomadenleben in der Wüste führen. Sie stehen Jurlan, dem sozusagen „Vorstand“ des Planeten und Leiter einer Firma für Bromatium-Abbau gehörig im Weg, weswegen er die Stämme der Laikaren nach und nach in die Stadt umsiedeln lässt. Auch Alelia und ihr Bruder sind davon betroffen, verpassen aber die spontane Umsiedlung und sind auf einmal in der Wüste auf sich gestellt. Wie es mit den beiden weitergeht, möchte ich hier aber nicht verraten.

Am Anfang werden die einzelnen Schicksale der Protagonisten erläutert. Die vielen neuen Begriffe erschließen sich schnell und machen die Welt von Bakoo und Alelia erst so richtig lebendig. Nach und nach verweben sich die Geschichten der beiden und es öffnet sich der Vorhang für ein Sci-Fi-Abenteuer, in dem sich gesellschaftliche Intrigen genauso aufklären, wie die vielen Fragen, die durch die Erlebnisse von Bakoo und Alelia unweigerlich auftauchen. Wie sich am Ende der Kreis schloss, war für mich ein Höhepunkt des Buchs.

Die Geschichte aus zwei Perspektiven war angenehm geschrieben, der Perspektivwechsel war überhaupt nicht störend und sehr gut umgesetzt. Der Schreibstil ist klar, aussagekräftig und kreativ. Es hat richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, es wurde nie langweilig und der Autor hat eine authentische Welt geschaffen, mit eigene  Vokabeln und viel Liebe zur Gestaltung des Settings. Außerdem passt sich der Schreibstil dem Alter der Protagonisten an, was ich wirklich klasse fand. Aufgrund des Stils und der Geschichte werde ich mit Sicherheit noch das ein oder andere Buch von Hubert Wiest in die Hand nehmen, da mich dieses Werk sehr begeistern konnte.

Die Handlung ist sehr spannend und hat fast etwas heimisches. Ich konnte mich sehr schnell in diese Welt hineinfinden, die Darstellung der Charaktere machte dies ungemein leichter. Gerade Bakoo wird in seinen Handlungen und Gefühlen nachvollziehbar dargestellt. Bakoo und Alelia sind keine aalglatten Helden, sondern sympathische und fehlerbehaftete Figuren, die im Laufe der Geschichte an ihren Herausforderungen wachsen. Dieser Umstand und die gelungene Story mit einer Mischung aus Abenteuer, Spannung, Freundschaft und Weltraum machen das Buch für mich zu einem Highlight des bisherigen Jahres.

Wie ich in der Leserunde vom Autor erfuhr, ist die Inspiration für das Buch eine wahre geschichtliche Begebenheit, an der er sich orientierte und zwar die sogenannte „Stolen Generation„, ein trauriges Kapitel in der jüngeren australischen Geschichte. Allerdings soll dieser Jugendroman keine Aufarbeitung darstellen, sondern ist vollkommen fiktiv. Weiterhin kam die Frage auf, ob der Name Avoca für die Reittiere vom Wort „Avocado“ abgeleitet wurde. Tatsächlich ist es allerdings der Name eines kleinen Ortes nahe Sydney, der den Autor zur Namensgebung inspirierte.

Fazit:

„Angepasst / Ich, Bakoo“ von Hubert Wiest überzeugt durch eine authentische Geschichte mit sympathischen Charakteren, liebevoll gestaltetem Setting und einem kreativen, klaren Schreibstil. Dieses Sci-Fi-Abenteuer um Freundschaft und den Wüstenplaneten Cambrium traf mich direkt ins Herz, obwohl ich sonst kein allzu großer Sci-Fi-Fan bin. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die Lust auf eine abenteuerliche Geschichte haben, die ohne viel Schnickschnack auskommt.

Bewertung: ❤❤❤❤❤

EURE HACHIDORI

Rezension – „Alice = Alice“ von Maxi Schilonka

Hallo liebe Leser,

zunächst möchte ich mich bei der Autorin Maxi Schilonka, dem Papierverzierer Verlag und lovelybooks für die Leserunde und die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von „Alice = Alice“ bedanken.

ALICE = ALICE von Maxi Schilonka

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: Alice = Alice
  • Art: e-Book
  • Autor: Maxi Schilonka
  • Anzahl der Seiten: 268 Seiten
  • Verlag: Papierverzierer Verlag
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.03.2017
  • Genre: Fantasy / Jugendbuch

Inhalt:

In dem Buch geht es um Alice und Scarlett, zwei Zwillingsschwestern, die durch die Scheidung der Eltern voneinander getrennt wurden. Sie wohnen jeweils am anderen Ende der Stadt und sehen sich selten, kommunizieren hauptsächlich virtuell. Die Welt von Alice und ihren stark verstrittenen Eltern steht auf einmal Kopf, als Scarlett aus dem Fenster stürzt und im Krankenhaus fortan im Koma liegt. Schnell ist die Rede von einem Selbstmordversuch. Alice will sich nicht damit abfinden und versucht als Zwillingsschwester die Rolle von Scarlett einzunehmen, um die Umstände des Sturzes aufzuklären. An der Schule von Scarlett entdeckt Alice nicht nur ein normales Schulumfeld, sondern merkwürdige Schüler, Vorkommnisse und Verhaltensweisen. Langsam aber sicher lüftet sie die Geheimnisse um die Schule, Scarletts Sturz und die Hintergründe. Dazu nutzt sie ein paar Zeichnungen von Scarlett, die sie in ihrem Zimmer fand, um in das Unterbewusstsein ihrer Schwester zu reisen. Dort betritt sie das Wunderland, wie wir es aus der Geschichte von Lewis Carroll kennen und wo Alice langsam die Zusammenhänge zwischen Wunderland und Realität herstellt.

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *

Rezension:

Die Autorin Maxi Schilonka hat ein kleines aber feines e-Book geschaffen, welches vor allem durch seinen leichten, lockeren Schreibstil sehr angenehm zu lesen ist. Sie schreibt ohne viele Schnörkel, fast in Umgangssprache und besticht immer wieder durch Anspielungen auf Inhalte der Popkultur bspw. Harry Potter.

Inhaltlich hat mich die Story wirklich extrem gereizt, weil ich die Geschichte „Alice im Wunderland“ mag und auch Adaptionen stets interessant finde. Außerdem fand ich diese Zwillingsgeschichte gepaart mit der Reise ins Unterbewusstsein als psychischen Aufhänger irgendwie nett. Ich hatte dementsprechen hohe Erwartungen an das Buch.
Vielleicht auch aus diesem Grund, war ich dann ein wenig ernüchtert. Die Handlung ist zwar alleine durch die Frage nach Scarletts Sturz mit Spannung untersetzt, allerdings war mir bis zu einem Dreiviertel des Buchs zu wenig Fortschritt zu sehen. Ich war frustriert, weil ich das Gefühl hatte, Alice tritt bei ihren „Ermittlungen“ auf der Stelle bzw. waren die Erkenntnisse so minimal, wenn man sie auf das Große und Ganze betrachtete, dass es mir an einigen Stellen einfach zu langatmig vorkam, obwohl es wirklich in keinster Weise langatmig geschrieben ist! Ich hatte einfach das Gefühl, der Beobachter der Ermittlungen zu sein, der diese interessiert und aufmerksam verfolgt, aber mehr eben auch nicht. Am Ende nimmt das Buch dann nochmal richtig Fahrt auf, da war auch für mich die Spannung greifbar. Leider wurde in den letzten drei Kapiteln dann einiges nicht so ausführlich dargestellt, wie ich es mir gewünscht hätte. Es ging auf einmal Schlag auf Schlag. Das letzte Kapitel hat mir mit Abstand am besten gefallen, weil die Konfrontation mit der Herzkönigin wirklich gut herausgearbeitet ist. Es war ein gutes Finale. Auch das Ende konnte mich überzeugen, aber da möchte ich euch natürlich nicht zu viel verraten! 😉

Leider bin ich bis zum Ende nicht mit der Protagonistin warm geworden. Mir fehlte an einigen Stellen der Einblick in ihr Gefühlsleben und ihre Schulssfolgerungen, weshalb es manchmal schwer war, ihre Beweggründe und Handlungen nachzuvollziehen. Die anderen Charaktere waren zwar liebenswert, aber von ihnen ist mir auch nur Carter ans Herz gewachsen. Bei der Ausarbeitung der Figuren fehlte mir die gewisse Tiefe, die es zulässt, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Die Geschichte erinnerte mich stark an eine Mischung aus dem Videospiel „Alice – Madness Returns“ und der Geschichte „Das doppelte Lottchen“ (tatsächlich äußerte die Autorin, dass das wirklich Vorlagen waren) sowie einigen anderen Einflüssen, eben aus der Popkultur. Bis zu einem gewissen Grad war das passend und okay, aber leider wurde gegen Ende dann noch ein Wesen aus Harry Potter aufgegriffen, was für mich irgendwie dann doch too much war und für mich nicht richtig gepasst hat. Allerdings ist das wirklich sehr subjektiv, denn es gibt mindestens genauso viele Leser unter euch, die wahrscheinlich auf genau diese Mischung stehen. 😉

Um nicht nur zu meckern, möchte ich hier noch hervorheben, dass mit dir Gestaltung des Wunderlandes wirklich gut gefallen hat und ich mich bei jeder Person, die Alice dort traf, gefreut habe. Es ist eine gewisse Nostalgie, die einen da ergreift.

Fazit:

Leider konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen. Alles in allem ist dieses e-Book eine nette Geschichte für Zwischendurch, die sich flüssig liest und viele bekannte Gesichter für Alice-Fans bereit hält. Schon alleine die Begegnung mit den bekannten Figuren ist es wert, hier einen Blick zu riskieren, auch wenn die Handlung teilweise ausbaufähig wäre. Leider bin ich bis zum Ende nicht mit der Protagonistin warm geworden. Somit sind meine hohen Erwartungen nicht erfüllt und es ist leider kein Jahreshighlight geworden. Trotz einiger Schwächen lohnt sich diese kurzweilige Geschichte, wenn man mal wieder Lust auf ein bisschen Wunderland hat. Aber nehmt euch in Acht vor der Herzkönigin! („Ab mit dem Kooopf!„)

Dieses Mal leider nur gut gemeinte drei Herzchen:

Bewertung: ❤❤❤ ♡ ♡

EURE HACHIDORI