Rezension – „One true Queen – Von Sternen gekrönt“ von Jennifer Benkau

Meine lieben Leser,

heute möchte ich mit euch über ein Buch sprechen, welches praktisch in aller Munde ist. Schon allein das wunderschöne Cover treibt einen dazu, dieses Buch wenigstens einmal in die Hand zu nehmen. Ich hatte das Glück, bei einer Aktion von Thalia, ein signiertes Exemplar zu ergattern. Nun endlich hatte ich Zeit, es zu lesen und möchte meine Eindrücke wie immer mit euch teilen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: One true Queen – Von Sternen gekrönt (Band 1)
  • Autor: Jennifer Benkau
  • Anzahl der Seiten: 509 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy, Romantasy

INHALT:

Mailin ist ein ganz normales Mädchen. Oder naja – vielleicht ist in ihrem Leben doch nicht alles normal. Ihre alleinerziehende Mutter gönnt sich selbst kaum eine Pause, damit die Protagonistin und ihre Schwester nicht zu kurz kommen. Vicky, Mailins Schwester, liegt seit sieben Jahren im Wachkoma. Sie wird zuhause von ihrer Mutter gepflegt, obwohl diese noch nebenbei arbeiten geht. Mailin wollte nicht, dass Vicky in ein Heim verlegt wird. Einzig das Hobby unserer Hauptperson gibt ihr Halt – sie trainiert Kendou, eine japanische Sportart.
Nach einem Training bricht Mailin zusammen. Plötzlich findet sie sich in einer anderen Welt wieder – in Lyaskye. Nicht nur die Natur und die Tiere sind komplett anders, sondern auch ihr Verhalten. In Lyaskye ist nichts, wie es scheint. Das spürt Mailin am eigenen Leib, als sie von einem wildgewordenen Baum fast umgebracht wird. Sie kämpft um ihr Leben und mehr oder minder kommt ihr ein Fremder zu Hilfe.
Der Fremde wird von Mailin auf den Namen „Peter“ getauft, nach der Geschichte von Peter Pan. Er willigt ein, sie bis in die Hauptstadt Rubia zu begleiten, danach allerdings soll Mailin auf sich selbst gestellt sein. Sie ist natürlich mehr als verwirrt, warum sie in dieser Welt ist und nicht in ihrer eigenen. Zudem muss sie sich mit „Peter“ durch einige kleine Abenteuer schlagen. Als wäre diese Situation nicht schon verwirrend genug, erfährt sie bei ihrer Ankunft in Rubia eher unfreiwillig, dass die Königin dieses Landes ihrer Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht. Und nicht nur das – sie regiert seit sieben Jahren …

Mailin versucht im Folgenden Kontakt zur Königin aufzunehmen und gerät in ein Geflecht aus politischen Verwirrungen und Intrigen. Auf ihrer Suche nach einem Weg zurück in ihre Heimat bringt sie sich mehr als einmal in Lebensgefahr und verliebt sich in einen ihr alten Bekannten. Doch nichts ist, wie es scheint, in Lyaskye und so weiß Mailin zu keiner Zeit, wem sie wirklich trauen kann und wem nicht.

Wen Mailin alles auf ihrer Reise trifft, ob die Königin mit ihrer Schwester zu tun hat, was der geheimnisvolle „Peter“ für eine Rolle spielt und welche Abenteuer sie erlebt, das lasse ich euch lieber selbst lesen. Aber am liebsten würde ich euch direkt die ganze Geschichte erzählen!

SCHREIBSTIL:

Am Anfang hat es mich etwas genervt, dass Gedanken und Gesprochenes direkt ineinander übergehen. Diese wurden nicht, wie sonst gewohnt, durch Absätze getrennt. Das hat mich anfänglich sehr verwirrt und mich auch öfter beim Lesen innehalten lassen, weil ich aufpassen musste, was Mailin nun wirklich sagt oder nur denkt.

Ansonsten ist der Schreibstil von Jennifer Benkau wunderbar fantasievoll und ausführlich, aber nie langweilig. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte mich in ihrer Sprache verlieren, ohne zu merken, wieviel ich wirklich gelesen habe. Das ist immer ein gutes Zeichen.

Die unterschiedlichen Charaktere waren gut herausgearbeitet und ich habe selbst in den Nebenfiguren Leben gespürt. Es ist toll, wenn die Figuren zum Leben erwachen und nicht farblos bleiben.

FAZIT:

Am Anfang war ich mehr als skeptisch – die Grundidee eines Menschen, der im Koma liegt und einer damit verbundenen Reise in eine andere Welt ist schließlich nicht ganz neu. Noch dazu liest Mailin Vicky am Anfang aus „Alice im Wunderland“ vor. Dadurch hatte ich extreme Angst, dass es in diese Richtung gehen würde. Ich habe in den letzten Jahren mehrere Adaptionen der Alice-Geschichte gelesen und die waren alle nicht so wirklich prall. Diese Angst wurde schnell ausgeräumt. Allerdings blieb eine weitere Angst – denn die Geschichte erinnerte mich am Anfang direkt auch an „The Unwhispered World“, ein Videospiel, in dem ein Junge im Koma liegt und nur wieder erwacht, weil er das Böse in dieser Welt besiegt. Ich hatte wirklich Bedenken, es könnte ein Abklatsch werden und war zunächst etwas enttäuscht. Denn ich ahnte irgendwie direkt, dass die Schwester von Mailin und Lyaskye zusammenhängen würden.
Meine Bedenken wurden restlos ausgeräumt. Die Geschichte ging in eine völlig andere Richtung, als ich es erwartet hatte und auch der Übergang zwischen den Welten war anders geregelt als gedacht. Auch die Entwicklung der Charaktere und er gesamte Plot waren nicht so angelegt, wie befürchtet. Hier wurde ich definitiv überzeugt.
Dazu kam eine herzzerreißend schöne Liebesgeschichte mit ordentlich Verwirrung und tiefen Gefühlen. Auch das Worldbuilding konnte mich überzeugen, wenngleich die Welt an sich etwas in den Hintergrund vor der großen Geschichte trat. Ich hätte gern mehr zu meckern und würde gern Punkte abziehen – aber ich weiß einfach nicht warum. Vielleicht hat die Königskrone von mir Besitz ergriffen und erfüllt mich mit purer Harmonie und Glückseligkeit. 😉

Alles in allem und wider Erwarten eines meiner Jahres-Highlights 2019. Fantasy gepaart mit Romantik, Spannung und Dramatik. Liebevoll gezeichnete Charaktere runden die gewaltige Story ab. Klare Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Japan – Tag 11: Onsen-Ausflug nach Yufuin, Spezialzug „Yufuin no Mori“ und Karaoke in Fukuoka

Liebe Leser,

da habe ich die Weiterführung des Reiseberichts aus Japan ja wirklich lange genug vor mir hergeschoben. Ich gebe aber zu, dass das vor allem daran liegt, dass ich mir nicht eingestehen will, dass die Reise schon wieder 1,5 Jahre her ist und ich diese Beitragsreihe nicht beenden möchte. Dann ist es wirklich vorbei. Seufz. Mir kommt das überhaupt nicht so vor. Zwischendurch ist auch so viel passiert, dass ich gar keinen Kopf hatte, mir die Zeit für diese ausführlichen Berichte zu nehmen. Allerdings werde ich das jetzt nachholen. 🙂 Denn es gibt noch zwei Tage zu berichten. Zum vorletzten Tag unserer Reise kommen wir heute. Nachdem wir im letzten Beitrag Hiroshima und Miyajima besichtigten, machen wir uns am elften Tag der Reise auf den Weg in das kleine Dorf Yufuin, um in einem Onsen zu baden.

Vor unserer Reise stand für uns fest: Wir wollen unbedingt ein Onsen besuchen. Für alle, die das Wort eventuell noch nicht gehört haben, folgt eine kurze Definition. Ein Onsen ist eine heiße Quelle, in der man baden kann. Es gibt heiße Quellen mit Freiluftbecken, Hotels haben kleine innenliegende Bäder und es gibt auch Badehäuser, die von heißen Quellen gespeist werden. Das besondere daran ist die hohe Temperatur und die Zusammensetzung des Wassers, welches sehr mineralreich und somit kreislaufanregend und gesundheitsfördernd wirkt. Onsen können nach Geschlechtern getrennte Becken besitzen oder gemischte Becken.

Für uns stand ebenfalls fest, dass wir auf jeden Fall ein Onsen im Freien besuchen wollten, damit wir ein Naturerlebnis dabeihaben. Wir haben viel recherchiert, denn es stellte sich uns ein kleines Problem. Ein Onsen mit Freiluftbecken, welches unseren ästhetischen Ansprüchen genügt, würde sich immer sehr weit von unserer Route entfernt befinden. Wir erkundigten uns bei unseren Gastgebern in Fukuoka, welche uns schlussendlich das Onsen in Yufuin empfohlen hatten. Mit seinem großen gemischten Becken, welches einen Ausblick auf die Berge bietet, gehört es sogar zu den schönsten Onsen in Japan. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Yufuin no Mori – ein japanischer Spezial-Zug

Noch in Tokyo und ganz am Anfang unserer Reise besprachen wir unsere Pläne mit meinem japanischen Kumpel, der uns empfahl, an einem Fahrkartenschalter der japanischen Zuglinie JR direkt alle Fahrten vorzubuchen und zu reservieren. Eher durch Zufall erfuhren wir, dass nach Yufuin ein Spezialzug namens „Yufuin no Mori“ fährt. Wir konnten unser Glück kaum fassen, als der Bahnmitarbeiter uns erklärte, dass wir nicht einmal einen Aufpreis für diesen Zug zahlen müssten, weil es im JR-Pass inklusive wäre. Da sagt man doch nicht nein und schon war unser Trip nach Yufuin gebucht!

Als wir dann am elften Tag unserer Reise in Fukuoka zum Bahnhof aufbrachen, waren wir etwas aufgeregt und freuten uns schon auf einen entspannten Tag. Die Fahrt von Fukuoka nach Yufuin dauert mit dem Spezialzug gute vier Stunden. Japaner lieben das Zugfahren und es ist eine Art Urlaubserlebnis lange Zugreisen zu unternehmen. Richtig begreifen konnten wir den Zug-Hype erst, als wir den Zug betraten. Mit unseren Fahrkarten im Anschlag, machten wir uns auf den Weg zum betreffenden Gleis. Als wir dort warteten, fuhr schließlich der Zug ein. In diesem Moment realisierte eine meiner Freundinnen, dass sie ihre Fahrkarte nicht mehr finden konnte – sie hatte sie verloren. Wir brachen natürlich dezent in Panik aus und machten uns alle schnell auf den Weg zum Bahnhofsbüro. Mit Händen und Füßen erklärten wir, was vorgefallen war. Ihre Rückfahrkarte konnte meine Freundin schließlich noch vorzeigen. Die Mitarbeiter des Bahnhofs waren mehr als zuvorkommend und druckten uns mir nichts, dir nichts eine neue Fahrkarte aus. Dazu muss man sagen, dass man in diesem Spezialzug feste Sitzplätze hat und deswegen eigentlich sehr streng mit den Fahrkarten umgegangen wird. Wir waren superglücklich. Meine Freundin hatte eine neue Fahrkarte für einen anderen Platz und setzte sich erstmal auf den Platz, den sie eigentlich reserviert hatte, damit wir nebeneinander sitzen konnten. Wir waren völlig außer Atem, als wir uns auf den Plätzen niederließen, weil wir zurück zum Gleis gerannt waren, um den Zug noch rechtzeitig zu erreichen. Gerade, als wir uns ein bisschen beruhigt hatten, kam eine Zugbegleiterin in unser Abteil und blieb vor dem Platz meiner Freundin stehen. Sie übergab ihr die verlorene Fahrkarte und erklärte uns, dass sie beim Schaffner abgegeben wurde. Ein Fremder hatte die Karte also im Bahnhof gefunden und zum Zug gebracht. Wieder einmal waren wir beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Japaner.

Als der Zug dann startete, bewunderten wir das erste Mal das auffallend luxuriöse Interior. Der Zug ist auch deswegen ein Spezial-Zug. Er ist bekannt für seine aus Holz geschaffene Innenausstattung. An vielen Orten in diesem Zug kam man sich eher vor, als würde man sich in einem Hotel befinden und nicht in einem Zug. Während der Fahrt machten wir einen interessanten Rundgang durch den Zug, der uns vielfältig faszinieren konnte. Hier lasse ich gern die Bilder sprechen.

Was haben wir denn noch gemacht in diesen vier Stunden? Erstaunlicherweise ging die Zeit wahnsinnig schnell rum. Wir haben manchmal einfach nur aus dem Fenster geschaut und genossen, wie Japan an uns vorbeizieht. Nach den turbulenten und ereignisreichen Tagen, die hinter uns lagen, tat uns diese Entschleunigung und Entspannung einfach wahnsinnig gut. Außerdem hatten wir ja mobiles Internet und konnten so ein bisschen in den japanischen Apps und Spielen stöbern. Eine lange Zugfahrt war auch perfekt zum Reisetagebuch oder Postkarten schreiben. Und dann kam eine Zugbegleiterin mit einem großen Bild des Zuges inklusive Datum vorbei – inklusive in der Zugfahrt ist nämlich, dass man ein Erinnerungsfoto bekommt. Die Zugbegleiterin drückt einem dieses Bild in die Hand und bietet sich an, ein Foto zu schießen. Für Kinder gibt es die Möglichkeit, kleine Schaffnermützen aufzusetzen. Einfach liebevoll, wie man umsorgt wird. Zudem können Souvenirs im Zug gekauft werden oder typische Essenspakete, Getränke und Süßigkeiten. Zudem gibt es kleine Stempelkarten, auf denen man sich im Zug einen Stempel platzieren kann. Dieses Sammeln von Stempeln ist in Japan offensichtlich sehr beliebt und uns hatte dieser Virus direkt infiziert. Und dann waren die vier Stunden auch schon um. Wir hätten nie gedacht, dass diese Zeit so schnell vergeht. Doch am Ende fuhren wir schneller als gedacht in den Bahnhof des kleinen Dorfes Yufuin ein.

Yufuin – ein kleines japanisches Dorf

Yufuin begrüßte uns mit einem aus Holz gebauten Bahnhof. Wir fühlten uns direkt in der Zeit zurück versetzt. Nach dem Durchqueren des kleinen Bahnhofsgebäudes empfängt einen Yufuin mit direktem Blick auf den Berg Yufu.

Auf unserem Weg zum Onsen wanderten wir durch kleine Straßen, einen kleinen Berg empor und standen dabei ziemlich oft im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dieses Dorf ist wirklich sehr weit weg von den üblichen Touristenzentren und die Bewohner beäugten uns interessiert und zuweilen kritisch. Eine meiner Freundinnen hatte sich entschieden, einen Spaziergang durch das Dorf zu machen, während meine andere Freundin und ich uns im Onsen entspannen würden. Deswegen teilt sich hier meine Berichterstattung, weil ich euch die Entdeckungen auf ihrem Spaziergang nicht vorenthalten möchte. Yufuin ist nicht groß und fast von überall im Dorf hat man einen wunderbaren Blick auf den Berg Yufu und die Natur um das Dorf herum. Auch hier möchte ich gern die Bilder sprechen lassen.

Das Onsen „Musouen“ in Yufuin

Nachdem wir den kleinen Berg zum Onsen erklommen hatte, sahen wir schon von Weitem einen kleinen Eingang aus Holz. Erstmal waren wir leicht orientierungslos, weil wir nicht wussten, wo wir einen Ansprechpartner finden würden. Dann fanden wir so etwas wie eine kleine Rezeption mit einer älteren Dame dahinter. Wir machten ihr verständlich, dass wir gern das Onsen nutzen würden. Es brauchte einige Zeit, bis wir verstanden, was sie uns im Gegenzug klarmachen wollte. Das große Becken mit Blick auf die Berge wurde an diesem Tag gereinigt und deswegen konnten wir es nicht nutzen. 😦 Wir waren so enttäuscht, waren wir doch extra wegen diesem Ausblick in dieses Onsen gefahren! Nach der ersten Enttäuschung besuchten wir also das kleinere Becken, welches nur für Frauen war. Für unsere erste Onsen-Erfahrung war das vielleicht auch besser so, denn in diesem kleinen Rahmen konnten wir uns besser an den anderen Frauen orientieren. Wir hatten uns vorher einige Anleitungen durchgelesen, wie man sich im Onsen verhält. Als wir dann tatsächlich im Umkleideraum zwischen den Japanerinnen standen, hatten wir ein totales Black-Out und sehr viel Angst, etwas falsch zu machen. Deswegen ließen wir uns ganz viel Zeit bei allen Dingen, die wir taten und orientierten uns an den Japanerinnen vor uns. Von dem Becken selbst haben wir leider keine Bilder, weil wir niemanden in Verlegenheit bringen wollten.

Zur Erklärung, in einem Onsen ist man komplett nackt. Es wird keine Badekleidung genutzt. Als wir die Tür zum Becken öffneten, standen wir gleich das nächste Mal im Mittelpunkt. So oft hatten die Japanerinnen wohl noch keine Ausländer dort gesehen. 🙂 Wir wunderten uns zunächst, dass die Anwesenden nicht direkt im Wasser saßen, sondern außen auf den Steinen. Es war Februar und nur fünf Grad Außentemperatur. Als wir dann eine Weile im sehr heißen Wasser saßen und die Minerale unseren Kreislauf auf Touren gebracht hatten, wussten wir wieso. Wir hielten es im Wasser gar nicht mehr aus und saßen auf einmal selbst draußen auf den Steinen, mit den Füßen im Wasser. Als nächstes waren wir verwirrt, dass die Anwesenden das Onsen so schnell wieder verließen. Selbst Personen, die nach uns das Becken betraten, waren eher wieder weg als wir. Später lasen wir nach, dass in einem Onsen eine Verweildauer von 10-15 Minuten empfohlen wird, da die Mineralien für den Kreislauf so fordernd sind. Das wussten wir nicht und waren ungefähr eine halbe Stunde in dem Becken. Danach war uns nicht nur wohlig warm, sondern wir schwebten wie auf Wolken durch die Welt. Unsere Haut und unsere Haare waren butterweich. Ein wunderbares Gefühl. Pure Entspannung. Warum wir so wabbelige Beine hatten, wussten wir ja dann später. 😉 Auf dem Rückweg machten wir noch ein paar Fotos von Yufuin und trafen unsere Freundin. Die Sperrung des Hauptbeckens hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon komplett vergessen, wir waren einfach glückselig.

Abschied von Yufuin

Wieder vereint, besuchten wir ein Restaurant und genossen das erste Mal kalte Soba. Spätestens seit unserem ersten Soba-Genuss in Kyoto waren wir große Fans dieses japanischen Nudelgerichts. In den angrenzenden Souvenir-Shops gingen wir noch kurz auf Entdeckungstour, bevor wir wieder in den Yufuin no Mori stiegen, der uns zurück nach Fukuoka bringen sollte. Zu unserem Erstaunen saßen wir dieses Mal sogar im Abteil der ersten Klasse, welches sehr nobel aussah und uns wieder mit der schönen Ausstattung begeisterte. Auch diese vier Stunden vergingen wie im Flug. Wahrscheinlich waren wir wirklich einfach geschafft von den Eindrücken der bisherigen Reise. Zudem mussten wir für unsere Abendpläne noch etwas Energie tanken.

Karaoke in Fukuoka

In Fukuoka trafen wir uns mit einem Freund von mir, den ich gebeten hatte, dass wir zusammen eine Karaoke-Bar besuchen. Das stand ganz groß auf unserer To-Do-Liste und am vorletzten Tag unserer Reise wollten wir da gern noch einen Haken dran setzen. Unweit vom Bahnhof nutzten wir eine Karaoke-Bar – Bezahlung und Klärung aller Details übernahm zum Glück mein Kumpel, denn unser Kopf war nach dem Onsen-Abenteuer wie in Watte gepackt. Wie läuft das alles ab? Man bezahlte eine Grundgebühr für einen bestimmten Zeitraum und bekam ein separates Zimmer mit Mikrofonen, Bildschirmen und einem Tablet. Zudem lag dort eine Getränkekarte. Jeder musste mindestens ein Getränk bestellen. Und danach begann unser Karaoke-Abend. Auf dem Tablet kann nach jedem erdenklichen Lied gesucht werden. Wer denkt, er muss japanische Schlager singen, hat hier weit gefehlt, denn wir konnten unsere gesamten Singstar-Erfahrungen unter Beweis stellen. Von George Michael bis Queen war alles dabei. Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei. Danach sind wir noch ein bisschen im Book-Off-Store stöbern gegangen und haben eine Kleinigkeit zum Abendbrot gegessen. Und danach war der entspannte Onsen-Tag auch schon wieder vorbei. Für den nächsten Tag hatten wir gar nicht viel geplant. Und damit endete der elfte Tag unserer Japan-Reise.

Erfahrt im nächsten Beitrag, was wir an unserem letzten Tag in Fukuoka unternommen haben und wie sich unser Rückflug nach Deutschland am darauffolgenden Tag für uns angefühlt hat.

Bis dahin!

EURE HACHIDORI

Rezension – „Devilish Beauty – Das Flüstern der Hölle“ von Justine Pust

Meine lieben Leser,

heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen. Besonders ist es für mich, weil es das erste Buch ist, welches ich aufgrund von sozialen Medien gekauft und gelesen habe. Normalerweise informiere ich mich über andere Quellen über Neuerscheinungen und stöbere im Buchladen. Doch gerade Instagram hat mittlerweile eine starke Buch-Community und in dieser Gemeinschaft, die sich auf „Bookstagram“ austauscht, bin ich irgendwann auf Justine (the reading mermaid) gestoßen. Mit ihrer unverwechselbaren Art und vor allem mit ihren Mecker-Rezensionen hatte ich sie direkt ins Herz geschlossen. Außerdem wurde vor nicht allzu langer Zeit ihr Debütroman „Devilish Beauty“ veröffentlicht. Ziemlich schnell hatte ich beschlossen, dass ich das Buch lesen möchte. Wie es mir gefallen hat, könnt ihr im Folgenden lesen. Ich bin mittlerweile sehr froh, dass ich über die sozialen Medien immer mehr tolle Bücher entdecke, die nicht so bekannt sind bzw. nicht so eine große Marketing-Maschine hinter sich wissen. Hier verstecken sich oft echte Perlen. 🙂 Und nun zum Buch!

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Devilish Beauty – Das Flüstern der Hölle
  • Autor: Justine Pust
  • Anzahl der Seiten: 340 Seiten
  • Verlag: Dark Diamonds (Imprint CARLSEN Verlag)
  • Ausgabe: 1. Auflage (Juli 2019)
  • Genre: Fantasy, Romantasy

INHALT:

Mimi ist eine Dämonin. Eine untypische Dämonin. Sie hasst es, für die Hölle Seelen einzutreiben. Noch dazu hat sie eine Affäre mit ihrem Chef – der zufällig einer der Prinzen der Hölle ist. Auch, wenn dieser sie nicht gerade zimperlich behandelt und sie anhält, ihren Job zu machen, hat er eine Sonderregelung für die aufmüpfige Dämonin ausgehandelt. Unterstützt wird Mimi vor allem von ihrem Dämonenhund, der zur Strafe für ihr ständiges Aufbegehren in der Form eines Dackels durch die Welt laufen muss.

Auch ihre Freundin Tessa, eine begabte Hexe, ist Mimi eine große Stütze. In Tessas Bar arbeitet die Protagonistin als Barkeeperin und kommt dabei mit allen möglichen Wesen in Kontakt. Neben betrunkenen Werwölfen und Vampiren sieht sich Mimi allerdings bald ganz anderen Problemen gegenüber.

Um ihre Seelen einzutreiben, schließt sie einen Deal mit einem begnadigten Jäger namens Drake. Die für die Hölle vorbestimmte Seele des Jägers war durch die Begnadigung dem Himmel zugesagt. Durch den Deal bricht Mimi aus Versehen das Friedensabkommen zwischen Himmel und Hölle und löst somit die Apokalypse aus. Drake avanciert zum zweiten Protagonisten der Geschichte.

„Ihr habt damit den Waffenstillstand zwischen Himmel und Hölle gebrochen und den Grundstein zur Apokalypse gelegt, ihr elenden Idioten!“

– Tessa in „Devilish Beauty – Das Flüstern der Hölle“ von Justine Pust, S. 94 –

Auf einmal sind sowohl Engel als auch Höllenfürsten hinter Mimi her und sie muss mit ihren Freunden einen Plan schmieden, um die nahende Apokalypse aufzuhalten. Der Plan lautet vorrangig: Jesus muss getötet werden, bevor er die sieben Siegel zum Untergang der Welt öffnen kann.
Schon alleine dieser Punkt der Geschichte birgt einiges an Konfliktpotenzial. Nimmt man nicht nur den geplanten Tod des Sohn Gottes, sondern auch andere Äußerungen in diesem Werk, komme ich nicht umhin, streng gläubigen Christen von diesem Buch abzuraten! Gott und seine Unterstützer nehmen hier ganz ungewohnt die Rollen der Gegenspieler ein. Noch dazu wurde Jesus als Frau wiedergeboren – als homosexuelle Frau. Auch das könnte für streng gläubige Christen ein Problem sein. Ich fand es tatsächlich amüsant und passend zum Humor des Buches. Was Sexualitäten angeht, ist hier von den Love-Storys her für jeden etwas dabei. 🙂

Wer schnell rot wird (so wie ich), wird einige Stellen in diesem Büchlein finden, die er nicht in der Öffentlichkeit lesen will. Hihi. Frei nach dem Motto Sex, Drugs & Rock´n´Roll wird hier ordentlich Unterhaltung geboten. 😉 Langeweile kommt in „Devilish Beauty“ auf jeden Fall nicht auf.

Ob Mimi und ihre Allianz es schlussendlich schaffen, Jesus zu töten, die Öffnung der Siegel und somit die Apokalypse zu stoppen, dürft ihr selbst lesen. Nur so viel sei verraten – es wird spannend, romantisch und herzzerreißend zugleich.


SCHREIBSTIL:

„All diese Menschen, die nichts von dem ewigen Krieg zwischen Himmel und Hölle wissen … sie werden ins Verderben stürzen. Zusammen mit den Tieren, den Pflanzen und all dem restlichen Leben auf dieser kleinen Welt. All die Menschen, all die Seelen – für immer im Nichts. Und ich bin schuld.“

– Mimi in „Devilish Beauty – Das Flüstern der Hölle“ von Justine Pust, S. 96 –

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht zu lesen, immer gewürzt mit einer guten Prise Humor und Sarkasmus.

Geschildert werden die Ereignisse hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Mimi, aber auch immer mal wieder aus dem Blickwinkel des Jägers Drake. Wer mich kennt, weiß, dass ich Perspektivwechsel nicht so sehr mag. In der Geschichte von Justine Pust hat man durch diese Art der Geschichtsdarstellung Informationen erhalten, die Mimi vorenthalten geblieben sind. Somit waren die unterschiedlichen Perspektiven sinnvoll angelegt. Für mich hätte auch nur Mimis Blickwinkel gereicht, aber Drakes Kapitel waren schlüssig und haben mich nicht gestört. Zudem war die Love-Story von Drake einfach zuckersüß.

Was mir an dem Schreibstil besonders gut gefallen hat, war die bildhafte Sprache und die fantasievollen Beschreibungen. Damit hebt sich dieses Buch von den vielen Romantasy-Werken ab. Die Autorin kann zudem alle Situationen glaubhaft schildern, egal ob es sich um Liebesszenen, brutale Kämpfe oder mysteriöse Träume handelt.


FAZIT:

Ich war zuerst sehr skeptisch, ob mir eine sexy Dämonen-Geschichte gefallen wird. Ich bin ja eher eine Disney-Prinzessin als ein Bösewicht. Doch diesbezüglich hat mich die Story und vor allem Mimi komplett abgeholt. Mimi ist nicht der typische Dämon und mir hat es erstaunlich gut gefallen, dass die klassischen „Guten“ dieses Mal den Part des Gegenspielers eingenommen haben.

Meine Befürchtung, dass ich bei jeder zweiten Seite rot anlaufe, weil das Buch zu sexy geschrieben sein könnte, wurde auch nicht bestätigt. Die vielen Szenen, in denen sich die Charaktere näher kommen sind zwar vorhanden, aber stehen nicht im Fokus, was ich sehr angenehm fand.
Erstaunt war ich über die Wendungen, die gerade gegen Ende des Buches eintreffen. Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass Mimi mysteriöse Träume hat und sie auf die Suche nach ihren Erinnerungen an ihr früheres Leben geht. Das hat der ganzen Geschichte nochmal mehr Tiefe und Spannung gegeben. Und dann war auch noch so viel Romantik vorhanden, dass es mich zum Schmachten gebracht hat, es aber auch nicht zu viel war. Was will man also mehr.

Spannung, Romantik und eine unkonventionelle Basis der Geschichte konnten mich begeistern. Viel zu sagen bleibt nicht außer: Was für ein Debüt! Für Fantasy- und Romance-Fans eine klare Leseempfehlung! 

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“ von Christelle Dabos

Meine lieben Leser,

ganz ungewohnt bekommt ihr heute einen Beitrag mitten in der Woche, passend zum Feiertag. 🙂 Ich wünsche euch schon einmal viel Spaß beim Schmökern.
Nachdem mich der erste Band der Spiegelreisenden-Reihe restlos begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band. Ob der Nachfolger dem Auftakt gerecht werden konnte, schildere ich euch im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
  • Autor: Christelle Dabos
  • Anzahl der Seiten: 613 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

„Je voller ihr Herz war, desto leerer war ihr Kopf.“
– Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast, S. 222 –

Nach den unerwarteten Wendungen am Ende des ersten Bandes, wird Ophelia eher ungeplant zur Vize-Geschichtenerzählerin am Hofe ernannt. Ihre Aufgabe besteht nun darin, dem Familiengeist Faruk Geschichten zu erzählen, die ihm gefallen. Dabei muss Ophelia sich im Theater vor dem gesamten Hofstaat behaupten. Während sie den Intrigen und Wirrungen am Hofe widersteht, schlägt Ophelia sich weiterhin mit Thorn herum, der trotz der bevorstehenden Hochzeit auf Abstand geht.
Und als wenn das nicht reicht, kündigt sich Ophelias Familie zu einem Besuch an. Da es der Protagonistin nicht möglich war, sich persönlich bei ihrer Verwandschaft per Telegramm zu melden, machte sich diese schnurstracks auf den Weg zu ihr.
Damit das Chaos auch perfekt ist, verschwinden mehrere Personen in der so sicher geglaubten Himmelsburg. Als Ophelia in die Ermittlungen einbezogen wird, muss sie einsehen, dass der Schuldige jedwede Vorkehrungen getroffen hat, um ihre Fähigkeit des Lesens zu blockieren.
Thorn tut alles dafür, dass Ophelia als Leserin nicht in den Fokus von Faruk gerät, damit er selbst das Lesen von Faruks Buch übernehmen kann. Damit möchte er seine Verlobte schützen. Ophelia ihrerseits erwirkt, dass Thorn ihre Wünsche erfüllt – sie darf ein eigenes Lese-Atelier führen. Als Faruk darauf aufmerksam wird, überschlagen sich schließlich die Ereignisse. Ophelia muss die Ermittlungen zu den Verschwundenen leiten und hat eine sehr kurze Gnadenfrist. Außerdem muss sie das Buch von Faruk lesen und der Botschafter Archibald verschwindet bei seinen Ermittlungen ebenfalls plötzlich.
Ob sie diese Aufgaben meistert, warum Thorn im Gefängnis landet, wer hinter den Verschwundenen steckt und warum „Gott“ endlich ein Gesicht bekommt, müsst ihr allerdings selbst lesen.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist wie vom ersten Band gewohnt sehr niveauvoll, bildhaft und atemberaubend. Unterbrochen werden die Kapitel von den sogenannten „Fragmenten“, die inhaltlich aus dem Rahmen fallen und einen Rückblick zu den Familiengeistern und Gott zeigen. Mit den Fragmenten konnte ich bis zum Ende nicht viel anfangen, weil sich erst am Ende der Sinn des Ganzen ergab. Mich haben die Fragmente tatsächlich sogar etwas genervt, weil sie den Lesefluss gestört haben. Ansonsten war der Schreibstil aber wieder wunderbar zu lesen und ich muss sagen, dass die Autorin wieder nur für den Schreibstil einen Bonuspunkt bei der Bewertung bekommt.

FAZIT:

Leider brauchte das Buch für mich dieses Mal sehr, sehr lange, um in die Gänge zu kommen. Deswegen war der zweite Band für mich sehr viel schwächer als der Auftakt. Das ist oftmals bei zweiten Bänden der Fall, aber dennoch hat mir das Wiedersehen mit den Charakteren wieder sehr viel Freude gemacht. Im letzten Viertel des Buches sind dann einige Wendungen und Entwicklungen vorhanden, die ich so wieder nicht erwartet habe. Wie schon der erste Band, konnte mich der zweite Teil diesbezüglich sehr begeistern. Ich hätte mir gewünscht, dass der Spannungsbogen schon etwas eher beginnt und auch kontinuierlich weitergeführt wird. Dafür muss ich leider Punkte abziehen. Mit gefällt sehr gut, dass Ophelia sich auch im zweiten Band wieder entwickelt und immer mehr zu einer starken Frau reift.

Die Mischung aus Fantasy, Steam-Punk und Jane Austen ist weiterhin vorhanden. Als Nachfolger leider schwächer, aber dennoch lesenswert!

BEWERTUNG:❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI