Rezension – „Die Schönste im ganzen Land“ von Serena Valentino

Liebe Leser,

nach meinem letzten Beitrag zum Buch „Das Biest in ihm“, welches mich mehr als enttäuscht zurückließ, habe ich mich direkt dem nächsten Buch aus der Villians-Reihe von Disney gewidmet. „Die Schönste im ganzen Land“ ist tatsächlich sogar der erste Band dieser Reihe, die von Serena Valentino geschrieben wurde. Die ganze Reihe wurde generell sehr kontrovers diskutiert. Diese Bücher behandeln im Allgemeinen die Vorgeschichten der Bösewichte aus dem Disney-Universum. Vielleicht lag es auch daran, dass das Biest kein Bösewicht ist, dass mich das Buch nicht begeistern konnte. Nach diesem Reinfall möchte ich nun meinen Eindruck zum ersten Band mit euch teilen. Vielleicht erleben wir hier sogar eine Überraschung. 😉

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Schönste im ganzen Land
  • Autor: Serena Valentino / Disney
  • Anzahl der Seiten: 261 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2019)
  • Genre: Märchen, Fantasy

INHALT:

Im ersten Eindruck fällt direkt auf, dass der erste Band der Disney-Villians-Reihe etwas dicker ist als „Das Biest in ihm“. Hier habe ich mir von den 50 Seiten mehr auch mehr Inhalt und mehr Tiefe versprochen.

Tatsächlich verdient dieses Buch tatsächlich das Prädikat „Vorgeschichte“, soviel kann ich direkt vorweg nehmen. Die große Enttäuschung wie beim letzten Mal bleibt also diesbezüglich schon mal aus.

Das Buch steigt zum Zeitpunkt der Hochzeit der (später bösen) Königin und des Königs ein, der Schneewittchens Vater ist. Damals schon galt die neue Königin als unfassbar schön, im Gegensatz zur späteren Persönlichkeit, war sie aber auch sehr liebevoll. Sie liebte das Kind des Königs wie ihr eigenes. Das Buch berichtet über eine tiefe Liebe zwischen dem Paar, von einem sehr kleinen Selbstbewusstsein der Königin, die ihr Leben lang von ihrem Vater klein gehalten wurde und damit einhergehend ein Gefühl der Unterlegenheit gegenüber der früheren Königin, Schneewittchens Mutter.
Genau diese verstorbene Königin ist es aber, die durch ihren Nachlass ein Band der Liebe zwischen dem kleinen Schneewittchen und ihrer Stiefmutter knüpft. Schon fast rührend ist die Verbindung der beiden Frauen. Auch die Beziehung zu den Bediensteten des Schlosses wird erläutert, vor allem aber die Bindung zu Verona – der treuen Begleiterin der Königin.
Eine Wendung erlebt die Geschichte, als die Königin einen Spiegel als Geschenk erhält, der das längst vergessene Bild ihres Vaters enthält, dem allseits im Land bekannten Spiegelmacher.
Nachdem der König im Kampf verstirbt, stürzt der Spiegel die Königin in ihrer verzweifelten Suche nach Halt und Anerkennung in die Dunkelheit und verdirbt sie immer weiter, bis sie zu der bösen Königin wird, die wir aus dem klassischen Disney-Original kennen.

SCHREIBSTIL:

Der Stil von Valentino ist in diesem Buch wieder gut zu lesen und durch den einfachen Stil perfekt als Abendlektüre geeignet. Dennoch komme ich nicht umhin, zu betonen, dass der Unterschied zu „Das Biest in ihm“ frappierend ist. In „Die Schönste im ganzen Land“ ist der Schreibstil um einiges ausgereifter, macht viel mehr Sinn und man merkt deutlich, dass die Autorin hier Herzblut in die Geschichte gesteckt hat, die sich schlüssig in das Bild des Disney-Klassikers einfügt.
Weder wird hier die Verbindung zu anderen Klassikern erzwungen, noch wird ein neues Schneewittchen geschrieben – auch die Tiefe und psychologische Feinheit ist dieses Mal vorhanden. Toll!

FAZIT:

Auch hier muss ich zunächst erstmal wieder ein dickes Lob für die tolle Cover-Gestaltung aussprechen.
Dieses Mal hat Serena Valentino alles an Potential genutzt, was die Idee der Vorgeschichte hergab. Mich hat die innige Beziehung zwischen Schneewittchen und ihrer Stiefmutter ehrlich berührt. Auch die Zerrissenheit der Königin in Bezug auf ihr Selbstbild war abwechslungsreich und spannend dargestellt.
Einzig das Ende war nicht so mein Fall, dennoch aber in einem Rahmen umgesetzt, der es gut machte. Letztlich bleibt nur zu sagen, dass diese Vorgeschichte super mit dem Original zusammenfügt und die böse Königin auf einmal gar nicht mehr so böse erscheinen lässt, sondern sogar erschreckend menschlich.
Interessant, vor allem für alle Disney-Fans, die mehr über die böse Königin erfahren möchten. Lesenswert und deshalb eine klare Empfehlung von mir!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

 

Rezension – „Erebos“ von Ursula Poznanski

Hallo liebe Leser,

schon vor einiger Zeit kam mit der Titel „Erebos“ bei Recherchen unter die Augen. Seitdem stand das Buch auf meiner Liste der Jugendbücher, die ich unbedingt noch lesen muss. Nicht zuletzt, weil das Buch so viele Auszeichungen wie den deutschen Jugendliteraturpreis bekam, hatte es meine Neugier geweckt. Vergleichsweise spät beschäftige ich mich nun also mit diesem hochgelobten Werk der Jugendliteratur.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Erebos
  • Autor: Ursula Poznanski
  • Anzahl der Seiten: 488 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag
  • Ausgabe : 7. Auflage (2011)
  • Genre: Jugendbuch

INHALT:

Der Protagonist Nick führt ein ziemlich normales Leben, bis er eigenartige Vorkommnisse an seiner Schule wahrnimmt. Immer mehr Schüler verhalten sich eigenartig oder fehlen gänzlich, verteilen untereinander ein mysteriöses Paket. Nick möchte herausfinden, was es damit auf sich hat, nicht zuletzt, weil einer seiner besten Freunde diesem unbekannten Paket anheim gefallen ist. Eine Mitschülerin erwählt Nick schließlich, ebenfalls das Corpus Delicti weiterzugeben. Er möchte unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat und die merkwürdigen Vorfälle an der Schule stoppen. Als er herausfindet, dass es sich um ein Computerspiel handelt, ist er zunächst verwundert, lässt sich davon aber mitziehen und verliert sich schließlich selbst in der Welt von Erebos. Das Spiel bezieht sich dabei nicht nur auf das virtuelle Fantasy-Abenteuer, sondern greift mit Aufträgen immer wieder in das reale Leben und den Schulalltag ein. Als diese Aufgaben immer gefährlicher werden und dadurch sogar Personen zu Schaden kommen, merkt auch Nick, dass hier etwas nicht stimmen kann. Während Nick aber selbst den Bezug zur Realität verliert, regt sich Widerstand unter ein paar Mitschülern, die versuchen die Hintergründe des Spiels und dessen verborgenes Ziel aufzudecken, um die Vorfälle an der Schule aufzuklären.
Als sie, später auch mit Nicks Unterstützung, immer tiefer in das Spiel eintauchen, finden sie immer mehr erschreckende Details, die auf ein schreckliches Verbrechen hinweisen. Beim Versuch, diese Straftat zu verhindern, kommt es zum finalen Showdown zwischen alles Beteiligten und dem Spiel selbst.

SCHREIBSTIL:

Ursula Poznanski schreibt „Erebos“ packend, teilweise aber auch mit einem trockenen Pragmatismus, der einen erahnen lässt, wie eine virtuelle Welt das eigene Leben derart vereinnahmen kann, dass man nicht nur sich selbst, sondern auch alles andere um sich herum vergisst. Stellenweise hat das Buch einige Längen, dennoch zeigt die Darstellung von Nick erstaunlich realitätsnah, welchen Einfluss das Spiel auf seinen Alltag hat. Gelegentliche Spannungsmomente unterbrechen den sonst recht gleichbleibenden Bogen der Geschichte, um dann im letzten Viertel nochmal richtig loszulegen und ein fulminantes Ende zu liefern.

FAZIT:

Poznanski hat es geschafft, ein Jugendbuch zu schreiben, welches ganz unterschwellig die Gefahren eines Computerspiels aufzeigt. Dabei ist es in keinem Fall anklagend, jedoch in hohem Maße zur Vorsicht ermahnend und dabei erschreckend realistisch. Der „Verfall“ des Protagonisten Nick durch das Spiel und die Auswirkungen auf die Realität, lassen aufhorchen und reißen Nick in eine Art Sog, den der Leser ebenfalls zu spüren scheint. Die teilweisen Längen konnte das Buch gut durch die aufregenden Momente und das spannungsgeladene, etwas unerwartete Ende wettmachen. Für mich völlig zurecht ein viel gelobtes Jugendbuch, welches ich mir gerade als Schullektüre sehr gut vorstellen kann, weil es ein interessantes Thema für Jugendliche thematisiert, dabei Diskussionsstoff liefert und zur Selbstreflektion animiert. Wer Jugendbücher mag, sollte dieses Werk unbedingt lesen! Klare Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Lange habe ich mich gescheut, ja förmlich gesträubt, die Bücher von Walter Moers in Augenschein zu nehmen. Warum? Irgendwie war mir die Covergestaltung nicht recht sympathisch.

Diese Meinung änderte sich aber spätestens nach meiner ersten Begegnung mit „Die Stadt der träumenden Bücher“ als Abendlektüre.

Die Stadt der träumenden Bücher

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die Stadt der träumenden Bücher“
  • Autor: Walter Moers
  • Anzahl der Seiten: 476 Seiten
  • Verlag: PIPER
  • Ausgabe : 35. Auflage September 2017
  • Genre: Roman, Fantasy

Inhalt:

Die Hauptrolle hat Hildegunst von Mythenmetz inne. Er ist entgegen allen Konventionen der gängigen Fantasy-Literatur kein Mensch oder anderes menschenähnliches Wesen, sondern ein Lindwurm. In Moers Buch stammt dieser Lindwurm von einem Ort – wie naheliegend ist doch die Bezeichnung – mit dem Namen Lindwurmfeste. Die Lindwürmer sind in der Welt Zamonien, wo alle Bücher Moers spielen, für ihre meisterhafte Dichtkunst bekannt.

Hildegunst von Mythenmetz erhält nun von seinem Dichtpaten ein geheimnisvolles Manuskript, auf dessen Spuren er in die Stadt Buchhain gelangt. Allerlei fantastische Ereignisse widerfahren unserem Helden. Von abstrus über lustig, aber auch dramatisch, abenteuerlich und traurig, deckt der Roman so ziemlich alle Facetten ab.

Mit der Zeit gerät Mythenmetz in ein Gespinst aus Intrigen und weiteren Geheimnissen, die von Moers mit einer unglaublichen Fantasie und sprachlichen Einzigartigkeit geschildert werden.

Sprachstil:

Walter Moers ist einzigartig in seinem Stil. Jeder, der auch nur ein Buch von ihm gelesen hat, wird mir zustimmen, dass man ihn entgegen vieler anderer Autoren sofort wiedererkennt.

Ihn zeichnet nicht nur aus, dass er es versteht, mit Wörtern zu jonglieren und mit seiner unglaublichen Sprachvielfalt zu glänzen; er überzeugt außerdem durch völlig eigene Wortneuschöpfungen und einen unverwechselbaren Humor. Das alles erzeugt eine Authentizität der Geschichten, von denen andere nur zu träumen wagen.

Ich ziehe den Hut vor diesem Autor, er hat mich beeindruckt wie kein anderer. Ein Meister seines Fachs – wenn auch oft sehr unkonventionell, dadurch aber ebenso erfrischend.

Fazit:

Entgegen all meiner Erwartungen ein Meisterwerk auf allen Ebenen! Ich habe danach zwei Wochen lang nichts anderes lesen können – ich hatte das Gefühl, nie wieder ein Buch dieser Qualität zu finden. Ich würde 100 Herzen verleihen, wenn ich mich nicht auf fünf beschränkt hätte. 😉

Bewertung: ❤❤❤❤❤

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Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“
  • Autor: Walter Moers
  • Anzahl der Seiten: 703 Seiten
  • Verlag: Goldmann
  • Ausgabe : 36. Auflage Dezember 2002
  • Genre: Roman, Fantasy

Inhalt:

Der Leser begleitet den kleinen Blaubär auf seinem Lebensweg, zumindest die ersten 13 1/2 Jahre lang. Jedes dieser „Leben“ wird in einem extra Kapitel beschrieben.

Aufgrund der vielfältigen und wirklich sehr unterschiedlichen Lebensumstände und -orte des Blaubären, gewinnt man nach Beendigung des Buchs tatsächlich das Gefühl, man hätte mehrere verschiedene Lebensgeschichten gelesen.

Ohne viel vorwegzugreifen, kann zumindest gesagt werden, dass Moers wieder nicht mit Fantasie gegeizt hat und ein eigenes Universum geschaffen hat.

Sprachstil:

Man merkt deutlich, dass dieses Buch das erste Buch von Moers in seinem Reich Zamonien war.

Sein Sprachstil ist wie in seinen späteren Büchern einzigartig und humorvoll, jedoch fehlt der Schliff, den er nach einigen Büchern Erfahrung gesammelt hatte.

Teilweise langatmig, aber niemals wirklich langweilig – eine sehr gelungene Abendlektüre!

Fazit:

Kommt nicht an die Stadt der träumenden Bücher ran, aber ist auf jeden Fall lesenwert und unterhaltsam. Wer ein entspanntes Lesevergnügen mit einer guten Prise Humor und Fantasie sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

Bewertung: ❤❤❤❤♡

So kann es gehen …

… von einer kritisch beäugten zur hoch gefeierten Lektüre.

Ich muss meine anfängliche Skepsis gegenüber Moers in jedem Punkt revidieren!

Jeder, der sich einmal auf seine Bücher eingelassen hat, wird garantiert nach mehr lechzen, da auf dem deutschen Buchmarkt nichts Vergleichbares zu finden ist.

Unbedingt lesen!!!

EURE HACHIDORI

Rezension – „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, habe überlegt, ob ich es sofort zur Erscheinung kaufen soll oder nicht. Zum Glück habe ich es gekauft, denn ich wurde nicht enttäuscht!

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Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Scythe – Die Hüter des Todes“
  • Autor: Neal Shusterman
  • Anzahl der Seiten: 528 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 21.09.2017
  • Genre: Utopie, Urban-Fantasy, Jugendbuch

Inhalt:

Die Welt hat sich zu einer „perfekten“ Welt weiterentwickelt. Es gibt keine Krankheiten, keinen Tod, keine Kriege, keine Kriminalität. Für die Aufrechterhaltung dieses friedlebenden und unsterblichen Zustands ist der Thunderhead zuständig. Dabei handelt es sich um eine Art elektronisches, allwissendes und übermächtiges Gehirn. Es entwickelte sich aus der uns bekannten Cloud. Doch es gibt etwas, was unabhängig vom Thunderhead agieren darf, oder vielmehr es gibt jemanden. Die Scythe, die Hüter des Todes. Sie sind Menschen, die das natürliche Gleichgewicht unterstützen sollen. Dazu müssen sie töten. Wie eine Art Orden, folgen sie dabei Geboten und Regeln. Zum Scythe wird nicht ernannt, wer es sein möchte, sondern diejenigen, die diese Tätigkeit am meisten verabscheuen. So soll vor Missbrauch dieser Berufung geschützt werden. Das Töten wird von den Scythe als „nachlesen“ bezeichnet. Sie tragen Roben und verzichten auf viele Annehmlichkeiten, um dem Tod und den Toten gegenüber Respekt zu zollen. Jeder Scythe trägt zudem einen Ring.
Trotz der Einführung des Scythe-Ordens ist die Wahrscheinlichkeit, zu sterben, verschwindend gering. Somit leben die Menschen ein unsterbliches Leben. Die Menschen durchleben ihren normalen Lebenszyklus, können sich aber auch auf ein bestimmtes Alter zurücksetzen lassen, was „über den Berg kommen“ genannt wird.
Den Scythe gegenüber verhalten sie sich mal ehrfürchtig, mal ängstlich, mal heuchlerisch, sind es doch die einzigen, die ihnen gefährlich werden könnten.

„Wir können Dinge viel effektiver aufschieben, als die dem Tode Geweihten, weil der Tod für uns eine Ausnahme ist und nicht die Regel.“

Neal Shusterman (2017), Scythe – Die Hüter des Todes, Seite 443

Bei einer Nachlese erhalten die Hinterbliebenen Immunität, was bedeutet, dass sie ein Jahr lang nicht nachgelesen werden können. Diese Immunität wird durch das Küssen des Scythe-Rings gewährt. Weigert man sich gegen die Ausführung einer Nachlese, wird auch die gesamte Familie des Todgeweihten getötet.
Selbstmord ist ebenfalls nicht möglich, denn die Körper sind durch sogenannte Naniten selbstheilend und nach einem Selbstmordversuch werden die Menschen in Revival-Zentren wieder aufgepäppelt. Für Scythe ist der einzige Weg zu sterben allerdings der Selbstmord – die Selbstnachlese.

Soviel zur allgemeinen Schilderung der Gesetzmäßigkeiten dieser Welt. Natürlich ist das nur ein grober Anriss, denn das gesamte Bild um die Gebote der Scythe ergibt sich natürlich durch das Buch selbst. In dieser Welt stehen nun unsere Protagonisten Citra und Rowan im Mittelpunkt. Ihr alltägliches Leben wird dargestellt und dann folgt der wirkliche Anfang der Geschichte. Beide werden zu Scythe-Lehrlingen berufen. Sie müssen ihr vorheriges Leben hinter sich lassen und sich mit dem Tod mehr als jemals zuvor beschäftigen. Ich mochte es, wie sich der Autor auf die Gefühlswelten der Beiden konzentriert hat. Durch die Beschäftigung mit dem Tod und dem Töten wird ihnen das alte unsterbliche und sorglose Leben allmählich fremd. Das hat Shusterman wirklich super ausgearbeitet. Welcher Konflikt sich für die beiden ergibt, werde ich euch aber nicht verraten! 😉

Schreibstil:

Die Geschichte wird sowohl aus Citras als auch aus Rowans Perspektive erzählt. Es fließen allerdings immer mal wieder auch die Perspektiven von anderen Personen ein. Das dient meistens dazu, dass der Leser Gespräche oder Ereignisse mitbekommt, die den Protagonisten verborgen bleiben, die aber trotzdem für das Gesamtbild der Story sehr wichtig sind. Shusterman schafft es, dass der Perspektivwechsel kaum merkbar geschieht und der Leser nicht aus dem Lesefluss gerissen wird. Nein, ich tauchte sogar durch diese Perspektivwechsel immer weiter in die Geschichte ein und konnte mich ihr schließlich gar nicht mehr entziehen. Die Wirksamkeit dieser Erzählweise funktioniert dabei deswegen so grandios, weil Shustermann es versteht, das Instrument des Perspektivwechsels einzusetzen. Ganz anders als sonst, störten mich die vielen Ansichten nicht, sondern waren sogar vielmehr unbedingt notwendig.

Weiterhin findet sich nach jedem Kapitel ein kurzer Auszug aus verschiedenen Tagebüchern von unterschiedlichen Scythe. Die hier teils philosophischen Gedankengänge tragen maßgeblich zur Stimmung des Buches bei und regen den Leser auch zur Reflektion des Gelesenen an. Die Tagebucheinträge lassen unter anderem einen Einblick in das Seelenleben bekannter Scythe zu, sodass sich Beweggründe oder Charakterzüge sehr gut herausstellen.

„Unsterblichkeit kann die Torheit und Schwäche der Jugend nicht mindern. Die Unschuld ist dazu verdammt, einen sinnlosen Tod durch unsere eigenen Hände zu sterben, sie fällt den Fehlern zum Opfer, die wir niemals ungeschehen machen können. […]“

Neal Shusterman (2017), Scythe – Die Hüter des Todes, Seite 438

Besonders gut gefällt mir, dass sich durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Mittel die Frage aufwirft, ob ein unsterbliches oder ein sterbliches Leben lebenswerter ist.

Das Buch hat allgemein eine gewisse Grundspannung. In regelmäßigen Abständen werden interessante Infos gestreut und geschehen auch wirklich unvorhergesehene Dinge, die ich so nicht erwartet hätte.
Durch die prägnante, bildhafte und teilweise auch hochwertige Sprache ist der Schreibstil lebendig und hat mich auf jeder Seite gut unterhalten. Dank Shusterman weiß ich nun, was eine „Rotunde“ ist. 😉

Fazit:

Der Klappentext ließ mich vermuten, dass sich zwischen den Buchdeckeln eine 0815-Geschichte ala „die beiden Protagonisten lieben sich und begehren auf“ befindet. Ganz typisch, wie in vielen Dystopien/Utopien in den letzten Jahren. Erstaunlicherweise überraschte mich das Buch mit so viel mehr, als ich erwartet hatte. Da ist nicht nur das Dilemma der Berufung eines Scythe oder das Fremdwerden des alten Lebens durch den Tod (was im wahren Leben wirklich ein Thema ist), sondern auch politische Ränkespiele und eben so gar keine A-typische Liebesgeschichte im Sinne von „ich opfere mich für dich“. Die Liebe wird hier eher am Rand behandelt. Vielmehr steht im Mittelpunkt der Umgang mit dem Tod in einer Welt der Unsterblichkeit, die Aufklärung eines verschleiherten Mordes und die Konzentration auf die Gefühle der Protagonisten.

Das Buch ist einfach vollkommen durchdacht und spannend, aber auch grausam. Wer möchte, kann darin auch philosophisches über das Thema Tod finden. Diese eingeschobene Philosophie  ist schon fast ein Plädoyer für ein Leben in Endlichkeit und für den Tod selbst, welcher leider in unserem Leben oft noch ein Tabu-Thema ist. Besonders gut gefällt mir die Art, dieses Thema durch einen Roman zu thematisieren und dafür nicht nur zu sensibiliseren, sondern auch die eigenen Gedanken dorthin zu leiten, dass man ein endliches Leben schätzt, sich mehr auf das Leben konzentriert und dieses auch mehr genießt. Denn das ist die Botschaft. Durch die Thematisierung des Todes wird die Wertigkeit unseres Lebens betont. Grandios.

„[…] Es erinnert mich daran, dass einige Naturgewalten niemals ganz gebändigt werden können. Sie sind ewig, und das ist viel besser, als unsterblich zu sein.“

Neal Shusterman (2017), Scythe – Die Hüter des Todes, Seite 441

Ich kann nicht aufhören, dieses Buch zu loben. Eine Geschichte, die nachhallt. Für mich ein wirklich perfekter Reihenauftakt und mein zweites Jahreshighlight.
Darum: UNBEDINGT lesen.

Bewertung: ❤❤❤❤❤

 

EURE HACHIDORI

 

 

 

Buchtipp – Werke und Briefe von John Keats

Liebe Leser,

schon seit einiger Zeit begleitet mich ein wirklicher kleiner Buch-Schatz, den ich allen Bücherliebhabern, Poesiebegeisterten und Romantikern unter euch empfehlen möchte.

Es geht um eine Sammlung der wichtigsten Werke des Dichters John Keats. Er gilt als der bedeutendste Dichter der englischen Romantik. Außerdem ist er einer der meistgelesenen Lyriker überhaupt. Mir persönlich ist er erst durch den Film „Bright Star“ bekannt geworden.

„Fast wünschte ich mir, wir wären Schmetterlinge und lebten nur drei Sommertage lang. Drei solcher Tage mit dir könnte ich mit mehr Entzücken füllen, als fünfzig gewöhnliche Jahre jemals fassen könnten.“

– John (Bright Star. Jane Campion. UK / AUS / FRA 2009) –

Nachdem mich der Film mit seiner überladenden Poesie, Romantik und Tragik ins Herz traf, wollte ich unbedingt selbst die Werke von John Keats lesen, dem zu Lebzeiten verkannten Dichter. Allen Werken voran, stand der Endymion auf meiner To-Do-Liste.

Das Buch „John Keats – Werke und Briefe“ erschienen im Reclam-Verlag vereint nun alles, was das Leserherz begehrt. Die Gedichte, Sonette und Oden werden sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Übersetzung dargestellt, was ich besonders interessant finde. Gerade einige Formulierungen aus dem Englischen können in ihrer sprachlichen Schönheit nicht direkt ins Deutsche transferiert werden, weshalb diese Gegenüberstellung einen speziellen Reiz ausstrahlt. Außerdem werden Keats‘ Verserzählungen, das Drama „König Stephen. Ein Fragment einer Tragödie“ sowie seine Briefe mit dem Leser geteilt. Selbst der Anhang mit seinen unzähligen Zusatzerklärungen ist eine echte Bereicherung. Nachdem dieses Buch durch die Finger des Lesers gewandert ist, hat dieser ein umfassendes Bild der Werke und der Persönlichkeit von John Keats. Rührend finde ich selbst vor allem die Gedichte und Erwähungen von Fanny, seiner Geliebten, die auch im Film eine tragende Rolle spielt.

„[…] Ich weiß – und weiß er es, verzweifelt der,
Der dich liebt, süße Fanny, wie ich dich liebe!
Stets schlägt sein Herz dir flatternd hinterher
Und bleibt doch, schweifst du fort,
An seinem dumpfen Ort. […]“

– John Keats: Werke und Briefe – Ode „An Fanny“ VI. Stuttgart. 1995. Reclam Universal-Bibliothek. (S. 159) –

Ganz nebenbei entdeckte ich das Sonett welches augescheinlich (im englischen Original) die Grundlage für den Filmtitel „Bright Star“ darstellte. So schließt sich für mich der Kreis von der Entdeckung durch den Film und dem Versinken in der Poesie eines großen Romantikers, der leider erst nach seinem Tod den notwendigen Ruhm erntete.

„Bright star! would I were steadfast as thou art –
Not in lone splendour hung aloft the night
And watching, with eternal lids apart,
Like nature’s patient, sleepless Eremite,
The moving waters at their priestlike task
Of pure ablution round earth’s human shores, […]“

– John Keats: Werke und Briefe – Sonett. Stuttgart. 1995. Reclam Universal-Bibliothek. (S. 128) –

Fazit:

Dieses Buch gehört in jeden poesieverliebten Bücherschrank oder zumindest auf die To-Do-Liste für die Romantiker unter euch! Ein echter Meister der Lyrik, den man nicht verpassen sollte. Ein Buch zum Immer-wieder-Lesen und zwischendurch-mal-Genießen. Von mir also eine klare Empfehlung!

Bewertung: ❤❤❤❤❤

EURE HACHIDORI

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Buchtipp – „Der Marsianer“ von Andy Weir

Der Marsianer
von Andy Weir
Klappentext:
Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes …

Begegnung mit dem Buch:
Nach einem harten Arbeitstag stand da dieses spannend klingende Buch im Laden und ich musste es einfach mitnehmen. Außerdem sollte bald der Film in die Kinos kommen und deshalb wollte ich es vorher nochmal lesen.

Leseerlebnis:
Am Anfang tat ich mich schwer mit dem vielen naturwissenschaftlichen und technischen Vokabular. Nach kurzer Zeit gewöhnte ich mich daran und sofort wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Trotz dieser vielen Begriffe liest sich das Buch echt gut. Es ist sehr spannend, weil immer wieder positive und negative Wendungen enthalten sind. Bis zum Schluss war nicht klar, ob Mark Watney nun überlebt oder nicht. Das machte das Buch bis zur letzten Sekunde spannend und ich bin wirklich sehr beeindruckt.
Die Hauptfigur hat einen sehr ironischen, speziellen und trockenen Humor, den man mögen muss, aber ich fand es passend und auflockernd.

Fazit:
Dieses Buch ist eines der besten Bücher, das ich in der letzten Zeit gelesen habe!
Es ist spannend, sehr realitätsnah und enthält meiner Meinung nach eine angemessene Tiefe.
Klare Leseempfehlung!

EURE HACHIDORI

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Buchtipp – „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay

Hallo liebe Leser,

heute gibt es endlich mal wieder einen Buchtipp! Bedanken könnt ihr euch bei meiner lieben Bloggerkollegin Miss Boleana, der ich von diesem Buch vor nicht allzu langer Zeit erzählte und nun Lust bekam, es mit euch allen zu teilen!

Ich möchte euch dieses Mal „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay nicht nur empfehlen, sondern geradewegs ans Herz legen.

Begegnung mit dem Buch:
Dieses Buch hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Meine Brieffreundin, die ich mittlerweile seit 12 Jahren kenne, treffe ich jedes Jahr einmal. Vor vielen Jahren besuchte ich sie wieder einmal in einem wunderschönen Sommer und abends haben wir immer gemeinsam noch ein paar Zeilen gelesen. Dabei entdeckte ich in ihrem Buchschrank ein unscheinbares Buch in einem mausgrauen Einband. Es war nicht wirklich dick und auch sonst kein sonderlicher Augenschmaus, aber der Inhalt hat mich sofort entschädigt. Und jedes weitere Mal, wenn ich sie besuchte, habe ich weitergelesen. Irgendwann haben sich unsere Treffen woandershin verlagert, unser Leben sich verändert und ich habe mir das Buch selbst gekauft. 🙂

Der Autor:
Jorge Bucay ist kein Schriftsteller von Natur aus, er ist ein angesehener Psycho- und Gestalttherapeut. Seit einigen Jahren hat er sich vor allem im spanischsprachigem Raum bekannt, was damit zusammenhängt, dass er aus Argentinien stammt. Bevor er zum Beruf des Gestalttherapeuten kam, der ihn auf die Idee zu diesem Buch brachte, war er Schauspieler, Clown und Straßenhändler. Mittlerweile kommt auf diese Liste eben auch der Begriff Schriftsteller.


By Edward the Confessor (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Das Buch:
Das Buch „Geschichten zum Nachdenken“ ist das zweite Buch, welches Bucay schrieb. Es ist eine Sammlung von verschiedenen Geschichten, die er Patienten zur Lebenshilfe erzählte oder die er irgendwo auf der Welt aufschnappte und hilfreich fand. Man kann das Buch als einfaches Geschichtenbuch für Erwachsene lesen, seine Wirkung entfaltet es aber erst, wenn man sich jede Geschichte bewusst durch den Kopf gehen, die verschiedenen Moralen, Einsichten und Lebensweisheiten an sich herankommen lässt. Ganz unterschwellig werden hier Botschaften an den Leser gesandt, der manchmal langsam, manchmal wundersam erleuchtend eine Erkenntnis gewinnt.
Eine der vielen Geschichten handelt von einem Friedhof, auf dem Grabsteine mit niedrigen Lebensdaten stehen…der Reisende, der vorüberzieht, wundert sich darüber und fragt sich, warum so viele Kinder hier gestorben sind. Warum diese Geschichte eine nicht erwartete Wendung mit einer wichtigen Botschaft zur Lebensbejahung hat, solltet ihr unbedingt nachlesen!

Fazit:
Manche Geschichten entfalten erst nach Jahren eine Bedeutung, wenn sie auf das eigene Leben passen. Manche Geschichten mag man von Anfang an, andere werden erst später sympathisch. Die Einsichten, die man durch das Buch gewinnen kann sind einfach und doch nicht immer einfach sichtbar. Das Buch ist zwar philosophisch, aber garantiert kein Fachbuch, weswegen es bei jedem einen ganz persönlichen Platz im Bücherregal finden kann.
Ein Buch, was man zwischendurch und immer wieder lesen kann. Das ist auch die Eigenschaft, die ich an diesem Buch am meisten schätze. Es ist immer da, wenn man es brauch und immer wieder aktuell.
Diese Geschichten machen süchtig nach mehr und sind ungemein heilsam.
UNBEDINGT LESEN!!!

EURE HACHIDORI

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Buchtipp – „Die Bestimmung“ von Veronica Roth

Auch heute gibt es wieder einen Buchtipp für euch, meine lieben Leser!
In meinem letzten Leseanfall habe ich auch „Die Bestimmung“ von Veronica Roth gelesen. Hier jetzt ein Überblick.

 

Begegnung mit dem Buch:

Wieder eines dieser Bücher, was ich schon seit geraumer Zeit im Buchladen anstarre und mich aufgrund des Klappentextes und des Covers nicht entscheiden kann, ob ich es mitnehmen soll oder nicht. Ich hatte im Buchladen die ersten fünf Seiten gelesen und war mir danach sicher, dass ich es mit diesem Buch probieren möchte. Ich wurde nicht enttäuscht und ärgere mich ein weiteres Mal, dass ich es nicht in gebundener Version gekauft habe. xD

Inhalt:

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes zünftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.

Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.

Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und ssich den wagemutigen Ferox anzuschließen. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht …
(Quelle: http://www.die-bestimmung.de/buecher.html)

Fazit:

Veronica Roth schreibt die Geschichte in der Ich-Perspektive, was ich bei „Tribute von Panem“ von sehr erfrischend fand. Ich mag es einfach, weil man sich komplett in den Gedanken der Hauptperson verlieren kann. Beatrice, die Hauptperson wird dabei in all ihrer Zerrissenheit und Liebenswürdigkeit dargestellt. Aber auch die „schlechten“ Seiten werden nicht vergessen, weswegen sie zu einer authentischen Figur heranwächst. Nach den ersten paar Seiten konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch nicht in die Gänge kommt, nein, es war vielmehr eine Entdeckungstour durch diese Welt, in der die fünf Fraktionen existieren. Nach und nach wurden meine Fragen, die ich mir während dem Lesen stellte aufgeklärt. Es bleibt allerdings auch genug Spielraum für eigene Vorstellungen, wie ich finde. Alles in allem wirkt die Welt sehr stimmig. Man merkt außerdem die Liebe zu den Charakteren. Sie sind so beschrieben, dass man selbst Nebencharaktere irgendwie lieb gewinnt. Und der unnahbare Four ist schließlich das letzte i-Tüpfelchen, um sich komplett in das Buch zu verlieben.
Thematisch ist das Buch eine Art utopische Zukunftvision unserer Gesellschaft, dargestellt werden die menschlichen, politischen und gesellschaftlichen Differenzen, Probleme, Schwierigkeiten.
Es ist spannend, diese Art von Gesellschaft zu durchdenken und die einzelnen Personen bei ihrem Weg durch die Veränderungen, die sie selbst durchmachen zu begleiten.
Spannung ist für mich sowieso DAS Wort für dieses Buch. Es ist außerdem angenehm leicht geschrieben, weswegen es die perfekte Abendlektüre ist. Auch wenn man sich oft zügeln muss, nicht die ganze Nacht durchzulesen……………
Unbedingte Leseempfehlung!
EURE HACHIDORI