Rezension – „Atlas der verlorenen Sprachen“ von Rita Mielke

Meine lieben Leser,

das Buch „Atlas der verlorenen Sprachen“ habe ich gesehen und war sofort Feuer und Flamme, es zu lesen. Der Duden Verlag hat eine Menge interessanter und liebevoll gestalteter Bücher über Sprache und alles, was es darüber zu erzählen gibt. Ob und wie mir nun der Atlas gefallen hat, berichte ich euch im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Atlas der verlorenen Sprachen
  • Autor/in: Rita Mielke
  • Illustrationen: Hanna Zeckau
  • Anzahl der Seiten: 240 Seiten
  • Verlag: Duden Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Sachbuch, Atlas, Lexikon, Sprachen

INHALT:

Der Atlas der verlorenen Sprachen untergliedert sich in Kontinente. Für jeden Kontinent werden zwischen 9-11 Sprachen vorgestellt, die ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind.
Dabei wird auch viel Wissen über die Völker vermittelt, die diese Sprachen lebten und jetzt noch sprechen. Denn – und das lernt der Leser ganz eindrücklich in diesem Buch – die Sprache ist eng mit unserer Kultur, unserem Denken und unserer Sicht auf die Welt verknüpft.
Natürlich sind diese Sprachen nicht die einzigen, die hier aufgeführt werden müssten, aber der DUDEN Verlag hat mich dahingehend informiert, dass die Auswahl der Sprachen für dieses Buch ennorm schwer fiel, weil jede Sprache etwas Besonderes hat.
Zwischen all den Kapiteln gibt es immer mal wieder Zusammenfassungen, die allgemein Wissenswertes zu Sprachen vermitteln.
Die einzelnen Kapitel werden immer durch eine Karte eingeleitet, die das Verbreitungsgebiet auf dem Globus darstellt. Manchmal sind es winzig kleine Inseln bis hin zu riesigen Gebieten.
Das Buch berichtet mit Charme und Witz, aber auch viel Feingefühl und Tiefgründigkeit von der Vielfalt unserer bedrohten Sprachen. 
Da gibt es Sprachen von Völkern, deren Urtier und somit Erschaffer der Welt eine Ente ist.
Oder Sprachen, die nur von einer einzigen Person auf dem Planeten gesprochen werden.
Sprachen, die Völker sprachen, die die Grundlage für die Geschichte Jim Knopfs waren.
Oder viele Sprachen, die durch die Kolonialisierung zerstört oder neu erschaffen wurden.
Sprachen von vermeintlich Wilden in denen der Eigenname des Volkes schlichtweg „Mensch“ bedeutet.
Sprachen, die keine Farben oder Richtungen kennen.
Sprachen, die über 60 verschiedene Verwandschaftsverhältnisse kennen.
Sprachen, die viel komplexer als unsere eigene sind und von unseren Vorfahren trotzdem als minderwertig angesehen wurden.
Sprachen, die nur mündlich oder schriftlich existieren.
Geheimsprachen, die bspw. Frauen ohne Zugang zu Bildung eine Möglichkeit zum Ausdruck gaben.
Und vor allem Sprachen, die kein „Danke“ kennen, weil sowieso alles geteilt wird, in denen die Wörter „Krieg“ und „Mord“ nicht existieren.

Die vielen farbigen Illustrationen aus der Feder von Hanna Zeckau runden das Gesamtbild ab und setzen dem Lesevergnügen das Krönchen auf.

SCHREIBSTIL:

Rita Mielke schreibt mit einer Leichtigkeit über die Völker und ihre Sprachen, die mich oft vergessen ließ, dass ich ein Sachbuch lese. Für Laien ist es genau so verständlich, wie für Sprachinteressierte – und ich denke, dass selbst Experten dem Buch etwas abgewinnen werden. Die Autorin bringt das Wichtigste auf den Punkt, ohne dabei langweilig zu werden. Einige Kapitel haben mich so neugierig gemacht, dass ich mich tiefer belesen habe. Der Humor und die liebevolle Note, mit der das Wissen vermittelt wird, geben dem Buch den letzten Schliff. So geht unterhaltsame Aufbereitung von Informationen!

FAZIT:

Der DUDEN Verlag hat hier ein brandaktuelles Thema wunderbar charmant und liebevoll verpackt. Die einzelnen Kapitel lesen sich auch schnell mal zwischendurch oder nebenbei und vermitteln neben dem Wissen über die vielen Sprachen auch eine wahnsinnig wichtige Botschaft. Ich war so fasziniert von den Sprachen und Völkern dieser Welt dass ich es nicht aus der Hand legen wollte. So konnte sich der Atlas zu einem absoluten Highlight mausern.
Ein Buch wie eine Liebeserklärung an unsere Welt, an uns selbst, unsere Vielfältigkeit und an unsere Sprachen, die es sich zu erhalten lohnt. Ein Weckruf gegen das Sprachensterben und ein so gar nicht langweiliges Lexikon, welches mich oft zum Staunen brachte.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 5,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Japan – Reisevorbereitung – Karten für das Ghibli-Museum buchen

Hallo liebe Leser,

wie versprochen kommen nach und nach einige Beiträge zur Reiseplanung unserer Japanreise. 🙂 Dieses Mal berichte ich euch etwas darüber, wie ihr an Eintrittskarten für das Ghibli-Museum kommt.

Jeder Japan-Liebhaber kennt sicherlich die wunderschönen Filme von Hayao Miyazaki. Das Ghibli-Museum in Tokyo behandelt auf 7 Stockwerken genau dieses Thema. Mittlerweile ist dieses Museum schon fast ein Must-To-Do für alle, die nach Tokyo reisen. Man müsste meinen, dass es gar nicht so schwierig wäre, an Karten für ein Museum zu kommen, schließlich ist es hierzulande üblich, diese direkt an einem Schalter vor dem Besuch zu erwerben. Nun, bei diesem Museum ist das leider etwas komplizierter.

Die Buchung von Deutschland aus hat zwei Varianten – ausgenommen die Variante „ihr-kennt-einen-Japaner-und-der-bucht-für-euch“. 😉

Variante 1 – Karten über das Reisebüro JTB buchen

Die erste Möglichkeit bietet sich durch das Reisebüro JTB. HIER sind auf der Website von JTB alle Infos zur Buchung zusammengefasst. Unter Angabe persönlicher Daten hat man hier die Chance, über E-Mail eine der begehrten Karten zu ergattern (Das Reisebüro hat auf Nachfrage ca. 10 Karten pro Tag zur Verfügung). Wichtig: Die Buchung muss 4 Monate im Voraus (ab dem 1. des Monats) erfolgen und auf ein Datum festgelegt werden. Dafür sind die Karten aber nicht uhrzeitgebunden. (Die Buchung direkt beim Museum ist zusätzlich uhrzeitgebunden.) Für Erwachsene kostet die Karte hier 18 €. Nach der erfolgreichen Buchung erhält man ein Voucher, was in Japan am Museum dann in eine Eintrittskarte getauscht wird.

Beispiel:
Falls ihr also am 16. Juni eine Karte buchen wollt, müsst ihr am 01. März die Karten buchen.

Variante 2 – Karten direkt beim Museum buchen

Die Tickets des Museums sind an ein festes Datum und eine feste Uhrzeit gebunden. Die Buchung kann ab dem 10. des Vormonats ab 10:00 Uhr japanischer Zeit erfolgen. Weitere Infos erhaltet ihr HIER direkt auf der Seite des Ghibli Museums. Die Buchung erfolgt über die Anwendung LAWSON Ticket. Das Ticket kostet hier umgerechnet 7,54 € (1000 Yen). Die Buchung erfolgt über die folgende Seite.

Beispiel:
Falls ihr also am 16. Juni eine Karte buchen wollt, müsst ihr am 01. Mai die Karten buchen.

Preislich habt ihr also direkt beim Museum einen Vorteil und beim Reisebüro ist es dafür nicht uhrzeitgebunden. Bei beiden ist eine vorherige Reservierung notwendig. Die Entscheidung liegt also ganz bei euch. 🙂

Wir haben etwas mehr investiert und Variante 1 gewählt, damit wir uhrzeitlich flexibel sind. Ich hoffe, euch kann dieser Beitrag bei eurer Reiseplanung irgendwann nützlich sein. Bei Fragen hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir über das Kontaktformular.

EURE HACHIDORI