Rezension – „Die kuriosen Symptome der Liebe“ von Colleen Oakley

Meine lieben Leser,

das Buch „Die kuriosen Symptome der Liebe“ von Colleen Oakley habe ich in einem Bücher-Sale erworben und eigentlich ist es so gar kein typisches Buch für mich, da es keines meiner bevorzugten Genres ist. Vielleicht auch gerade deshalb habe ich es gekauft. Der Klappentext klang einfach super und die Aufmachung des Buches hat mich ebenfalls überzeugt. Ich habe mir sagen lassen, dass das wohl beim Wunderraum-Verlag öfter der Fall sein soll. 😉 Wie mir das Buch abschließend gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die kuriosen Symptome der Liebe
  • Autor/in: Colleen Oakley
  • Übersetzer/in: Stefanie Retterbush
  • Anzahl der Seiten: 480 Seiten
  • Verlag: Wunderraum Verlag
  • Ausgabe: Erstauflage (2017)
  • Genre: Roman, Liebesroman

INHALT:

Die Protagonistin dieser Geschichte ist Jubilee. Jubilee Jenkins hat eine große Besonderheit, die sie von anderen Menschen unterscheidet. Sie hat einer Allergie. Jedoch ist diese Allergie nicht irgendeine Allergie, sondern eine Allergie gegen Menschen. Jede Berührung oder sogar feinste Hautschuppen können schwere Reaktionen bei ihr auslösen oder sie sogar in eine lebensbedrohliche Lage bringen.
Die Beziehung zu ihrer Mutter ist seit einem Vorfall in der Schule schwierig, als Jubilee nach einem Kuss mit einem Jungen fast gestorben wäre. Die Mutter flüchtet sich in eine andere Stadt zu ihrem neuen Partner. Jubilee bleibt alleine in dem Elternhaus zurück. Dort verschanzt sie sich neun Jahre lang zwischen Büchern und den Habseligkeiten ihrer Mutter.
Doch als sie erfährt, dass ihre Mutter gestorben ist, muss Jubilee sich wohl oder übel der Welt vor ihrer Haustür stellen, um Geld zu verdienen. Sie beginnt in der örtlichen Bibliothek zu arbeiten und lernt Eric und seinen Adoptivsohn Aja kennen. Die Beiden stellen ihre Welt auf den Kopf und sie sieht sich auf einmal im Zwiespalt zwischen ihrer Krankheit und ihren Gefühlen – und ihrer plötzlich aufkeimenden Lust am Leben.

SCHREIBSTIL:

Tatsächlich fällt es mir schwer, den Schreibstil von Oakley zu beschreiben. Er war fast so leicht wie eine Feder, obwohl teilweise ernste Thematiken angesprochen wurden. Ich hatte beim Lesen stets dieses heimelige Gefühl, als wenn man nach Hause kommt – ein typisches Gefühl von Wohlfühlbüchern. Die Autorin hat es außerdem geschafft, sehr starke Bilder im Kopf zu erzeugen. Das haben ihre blumigen Formulierungen, aber auch die zitierten Buchverse unterstützt.
Das Buch hat mich vor allem auch in Bezug auf die Allergie-Thematik sehr berührt. Oakley hat es geschafft, die ambivalenten Gefühle authentisch darzustellen, die mit einer solchen Einschränkung einhergehen. Besonders gelungen war, wie Jubilee sich selbst im Weg stand und Schritt für Schritt ihre Ängste überwinden konnte.
Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass die Autorin die Liebesgeschichte so authentisch beschrieben hat. Sie kommt dabei ganz ohne Kitsch aus, wenn auch nicht immer ohne Klischees. Das war aber zu verkraften, vor allem, weil das Ende für mich sehr überraschend und vor allem auffallend lebensnah, realistisch und so gar nicht verklärt war.

FAZIT:

Dieses Buch ist relativ unbekannt und ich verstehe überhaupt nicht wieso. Es hat einen unwiderstehlichen Charme, eine einnehmende Herzlichkeit und sprüht beim Lesen in den buntesten Farben. Ich habe mich von der ersten Zeile an sehr wohl darin gefühlt. Jubilee als Protagonistin hat mich manchmal genervt, oftmals konnte ich mich aber auch mit ihr identifizieren und ganz wie bei einem echten Menschen mit Macken, habe ich sie genau deswegen lieben gelernt. Überhaupt war ich ganz verzaubert von den liebenswerten Charakteren, der heimeligen Atmosphäre und der unfassbaren Authentizität, die selbst in den abstrusesten Momenten vorhanden war.

Ein völlig unterschätztes Buch, das mein Herz erwärmt hat. Ein Wohlfühlbuch, ein Buch zum Nachdenken, zum Träumen, zum Mutmachen – aber vor allem eine lustig-melancholische Geschichte über Jubilee, das Leben mit Allergien, Freundschaft und Liebe. Eine große Leseempfehlung von mir für entspannte Lesestunden!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♡
Emotionen: ♥♥♥♥♡
Lovestory: ♥♥♥♥♡
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ von Lyssa Kay Adams

Meine lieben Leser,

dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks lesen. Ich habe mich wirklich riesig gefreut, denn es gab über 1000 Bewerber für die Leseexemplare. Ich hatte wahnsinniges Glück. Normalerweise lese ich ja kaum Liebesromane, aber hier hat mich die Idee des Buch-Clubs sehr interessiert. Ob es mir am Ende gefallen konnte, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
  • Autor: Lyssa Kay Adams
  • Anzahl der Seiten: 397 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag „Kyss“
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Liebesroman

INHALT:

Thea und Gavin sind seit ein paar Jahren ein Ehepaar und haben zwei zuckersüße Töchter. Doch in ihrer Ehe kriselt es offensichtlich mehr als beiden lieb ist, denn nach einem Schlüsselereignis droht die heile Welt zusammenzubrechen.
Die beiden gehen auf Abstand und da kommen Gavin seine Freunde zur Hilfe. Sie weihen ihn in die Geheimnisse ihres Buch-Clubs ein. Dort beschäftigen sich die Männer mit Frauenromanen, um ihre Frauen besser zu verstehen und ihre Ehen zu retten. Gavin ist da auf jeden Fall ein würdiges neues Mitglied und es bleibt abzuwarten, ob der Buch-Club seine Ehe vor dem sicheren Aus bewahren kann. Denn hinter dem Auslöser der Krise stecken viel tiefere Probleme als gedacht.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und liest sich ziemlich flüssig und leicht. Das macht das Buch zu einer perfekten Abendlektüre oder dem berühmten Buch „zwischendurch“.
Tatsächlich ist das Buch sehr kitschig aufgemacht und wirklich eine typische Liebesgeschichte à la amerikanische Liebeskomödie. Doch die Autorin schafft es, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Das ist vor allem einigen Charakteren der Geschichte und dem Humor zu verdanken. Die Darstellung der Männer im Buch-Club ist zwar klischeehaft, aber sehr liebenswert geschrieben.
Was mir leider weniger gut gefallen hat und mich mit einigen Fragen zurückgelassen hat, war der zeitliche Rahmen der Handlung. Die Autorin beschreibt die ganze Zeit eine Ehe, die schon viele Jahre auf dem Buckel haben sollte – nicht nur von den beschriebenen Gefühlen her, sondern auch von den vielen Erlebnissen und unzähligen gerahmten Fotos an der Wand, die jedes Jahr geschossen wurden. Wenn ich das aber im Buch richtig verstanden habe, sind die beiden Protagonisten erst 3 Jahre verheiratet und die Kinder demzufolge ebenfalls 3 Jahre alt? Da kommen wir auch zu einem weiteren Kritikpunkt, dass die Kinder extrem erwachsen sprechen und sich verhalten und ich sehr erstaunt war, dass sie in einer Szene noch in Hochstühlen essen. Das passte für mich alles nicht zusammen.
Außerdem war ich etwas enttäuscht, dass der Buch-Club so wenig in den Fokus gestellt wurde, obwohl er dem Buch seinen Namen gegeben hat. Es gibt nur wenige Szenen, wo der Buch-Club wirklich eine Rolle spielt, was ich sehr schade finde.
Ebenfalls nicht so mein Fall – das ist aber Geschmackssache – waren die sehr detailliert beschriebenen Sexszenen. Auf jeden Fall ist es zum Ende hin keine harmlose Liebesgeschichte mehr, sondern schon stark tendierend in Richtung Erotik, weswegen ich keine Empfehlung für jüngere Menschen aussprechen kann. Ich finde ja sowieso, dass sowas besser gekennzeichnet werden sollte.
Generell waren einige Personen auch sehr anstrengend konzipiert, wie Theas Schwester Liv. Die sollte aber wahrscheinlich auch so sein. Was mir leider nicht so gut gefallen hat, war aber das ständige Hin und Her zwischen den Protagonisten. Leider haben sie sich sehr unreif verhalten und ich konnte die Auslöser für die Dramatiken nicht so recht nachvollziehen.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Einschübe des Romans, den Gavin liest. Da es im Stil von Jane Austen gehalten war, gefielen mir diese Passagen sehr gut – fast sogar besser als die Hauptgeschichte. Ich denke, das Buch „Die Verführung der Gräfin“ sollte die Autorin vielleicht auch veröffentlichen. 😉
Abschließend möchte ich nur noch erwähnen, dass die großen Seitenränder mir nicht so gut gefallen haben – das lässt das Buch gehaltvoller erscheinen, als es dann tatsächlich ist. Und es haben sich doch einige Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen.

FAZIT:

Das Buch war angenehm und entspannt zu lesen. Die Geschichte um die beiden Protagonisten war sehr süß gemacht und romantisch, zum Ende auch mit immer mehr erotischen Schilderungen. Mir fehlte es insgesamt leider an etwas mehr Tiefe und Einfallsreichtum. Die Geschichte las sich dann doch recht gewöhnlich.

Eine liebenswerte Geschichte für Zwischendurch, teils mit detaillierten erotischen Elementen. Leider fehlte das gewisse Etwas, der Fokus auf dem Buch-Club und das Thema hätte durchaus mehr Tiefe zugelassen. Mein Fazit: Ein prima Buch für Zwischendurch, aber kein Highlight für mich.

BEWERTUNG: ❤❤❤♡♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Buchtipp – Liebesbriefe großer Männer und Frauen

Hallo meine lieben Leser da draußen!

Dieser Beitrag wird etwas für die Romantiker unter euch!
Heute möchte ich euch ein paar besondere Bücher vorstellen, die mich nachhaltig und immer wieder begeistern. Ich bin ein großer Fan von Liebesbriefen, vor allem historische Exemplare sind für mich eine Unterhaltung mit Schmachtgarantie.
Ich besitze drei Exemplare, die ich euch nun vorstellen möchte.

„Liebesbriefe großer Männer“ Band 1 – herausgegeben von Petra Müller und Rainer Wieland, PIPER Verlag

Dieses Buch ist veröffentlicht worden, weil die Hauptperson der Fernsehserie „Sex in the City“ ihrem Angebeteten aus diesem Buch vorliest. Ich habe die Serie nie gesehen, aber das Buch ist klasse!
es beinhaltet 44 Liebesbriefe, die Männer der Weltgeschichte an ihre Herzensdamen schrieben. Einer davon ist allerdings der Liebesbrief von den eben schon erwähnten Hauptpersonen aus der Serie „Sex in the City“.
Zusätzlich zu jedem Brief gibt es einen kleinen historischen Überblick über den Autor des Briefes und seine Liebe. Sehr interessant und ergreifen, denn man bekommt einen tiefen Einblick in die persönlichen Gefühle bekannter Persönlichkeiten und das über das Thema, was jeden Menschen bewegt: Liebe.
Enthalten sind auch ein paar Abbildungen der Liebenden.

„Liebesbriefe großer Männer“ ewig Dein, ewig mein, ewig uns – herausgegeben von Sabine Anders und Katharina Maier, marixverlag

Man könnte denken, dass sich die Liebesbriefe doppeln, tatsächlich gibt es einige Dopplungen, aber nicht zu viel und wer einmal den Liebesbriefen verfällt, liest sie ohnehin mehrmals. Hier finde ich die Gestaltung im Buch sehr schön. der Name des Liebesbriefautors mit Lebensdaten dient als Überschrift, danach folgt eine kurze Schilderung seiner Person und Liebschaften. Und danach folgt der Brief oder auch mehrere.
Wieder sehr lesenswert und interessant.
Enthalten sind hier wieder ein paar Abbildungen.

 

„Liebesbekenntnisse berühmter deutscher Männer und Frauen – 100 bewegende Briefe von Luther bis Rilke“ – herausgegeben von Paul Herrmann, Pawlak Verlag

Dieses Exemplar erwarb ich für 2 Euro in einem Wühltisch eines Antiquariats. Es war ein Glücksfund, hat sich aber wieder einmal gelohnt. Es ist ein sehr dicker Wälzer, enthält Porträts und originale Kopien von Texten oder Unterschriften unter den Briefen. Sehr schön, auch wenn es winzig gedruckt ist.
Unbedingt lesen! Vor allem, weil man etwas über deutsche Persönlichkeiten erfährt.
Fazit:
Wer Lust auf romantische Leseabende hat, findet wohl kaum eine bessere Lektüre als diese Bücher. Schmachtende Seufzer inklusive!

EURE HACHIDORI

 

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Frauen der Weltgeschichte – Jane Austen

Jane Austen
britische Schriftstellerin
1775 – 1817


Titel: 1869 engraving showing an idealized, young en:Jane Austen, based on a sketch by Cassandra Austen (Quelle)
Künstler: Cassandra Austen; Quelle: James Andrews

„Es ist eine allgemei anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.“
Dies ist der erste Satz aus dem Werk „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Er verrät, dass die Romane der britischen Schriftstellerin bestimmt sind von der Suche nach dem richtigen Lebenspartner. Jane Austen selbst gab dieses Ziel schnell auf, lehnte einen Heiratsantrag ab und beschloss, ihr Leben allein zu verbringen.
In ihren sechs Romanen finden die Richtigen nach großen Umwegen und Umständen zueinander. Und da ist für jeden etwas dabei. Es gibt Lesestoff für die Romantiker unter den Lesern und auch für alle, die sich ein Bild über das Leben auf dem Land im frühen 19. Jahrhundert machen wollen.
Jane Austen war eine gute Beobachterin, schrieb mit viel Witz und Ironie über die damalige Zeit und auch über die Schwächen ihrer Heldinnen.
Sie hätte sicherlich nicht damit gerechnet, dass ihre Werke auch im 21. Jahrhundert noch Anklang finden. Ihre Bücher gehören zu den meistverfilmten englischen Büchern. Sage und schreibe über 30-mal wurden ihre Werke auf die Leinwand gebracht.

EURE HACHIDORI