Japan – die kleine Lehrstunde ~ Wörter, die Geräusche sind ~

Japan-kleine_Lehrstunde

Hallo liebe Leser!

Nach fast einem Monat melde ich mich nun zurück!
Heute möchte ich euch den Tag wieder mal mit einer belustigenden Begebenheit der japanischen Sprache versüßen!

Zweifelsohne wisst ihr seit meinen vorhergehenden Beiträgen, dass die japanische Sprache einige Überraschungen bereithält.
Die folgende hat mir mal wieder ein gehöriges Grinsen ins Gesicht getrieben.
Japaner benutzen nämlich in ihrer Sprache sehr oft Aussprüche, die wie ein Geräusch klingen.
Diese Äußerungen beziehen sich auch auf ein Geräusch oder einen Zustand und werden meistens doppelt gesprochen.
Ich erkläre es einfach an einem Beispiel.

tonton tataku = klopfen
tsurutsuru suru = rutschig
betabeta suru = klebrig
korokoro korogaru = rollen
guruguru = drehen

An diesen Beispielen sieht man, dass es sich manchmal, beispielsweise bei tonton oder korokoro wie ein Geräusch anhört, das von etwas gemacht wird. Außerdem wird diese Form der „Doppelnennung“ auch auffallend oft angewendet, wenn es darum geht, wie sich etwas anfühlt. Ob etwas klebrig (betabeta), rutschig (tsurutsuru), fließend (sarasara) oder rau (zarazara) ist.

Es wirkt, als wenn damit etwas unterstrichen werden soll, wenn man etwas ausdrückt.
Das beste Beispiel dieser Doppelnennung von den wenigen, die ich kenne ist wohl
„GOROGORO“.
Das steht für hinlegen und nichts machen.
Und so mache ich das jetzt auch!
In diesem Sinne…GOROGORO!

EURE HACHIDORI

Japan – Die kleine Lehrstunde ~ lustige Körperteile ~

Japan-kleine_Lehrstunde

Und schon wieder ist mir eine japanische Sprachbelustigung aufgefallen! 😀

Ich muss es euch einfach erzählen, weil ich mich mit einer Freundin so schlapp gelacht habe ^^
Vielleicht findet ihr es gar nicht so lustig, aber wenigstens interessant.

Wir haben uns mit dem Körper der Menschen beschäftigt.

Zum Beispiel heißt Fuß/Bein 足 (ashi) und ja, ihr lest richtig. Ein einzelnes Wort gibt es für Füße nicht. Bein und Fuß ist das gleiche, nämlich ashi. Oder der Nacken heißt 首 (kubi)…
Wenn man nun den Fußknöchel bezeichnen möchte, gibt es natürlich wieder ein Wort dafür (totaaal logisch ^^) und zwar 足首 (ashikubi).
Na, fällt euch was auf? o,Ô Genau! Fußknöchel heißt frei übersetzt aus dem Japanischen „Fußnacken“. xD Wie immer sehr kreativ die Japaner! Und wen wundert es da, dass das Handgelenk  手首 (tekubi), also „Handnacken“ genannt wird.

Der Lacher des Tages gehörte aber zu einem anderen Körperteil. Und es ist *trommelwirbel* der Oberschenkel! *tadaaa*
Der klingt auf Japanisch nämlich ziemlich süß: 太もも (futomomo). Doch die Bedeutung ist in unseren Augen wahrscheinlich eher wenig schmeichelhaft, denn das bedeutet „dicker Schenkel“. 😀

Also, merkt euch: Nur weil ein Japaner euch dicke Schenkel bescheinigt, hat das nichts zu sagen! 😉

EURE HACHIDORI