Rezension – „Der Dinge-Erklärer – Komplizierte Sachen in einfachen Worten“ von Randall Munroe

Meine lieben Leser,

durch eine liebe Bloggerkollegin bin ich auf dieses zwar dünne, allerdings sehr großformatige Buch gestoßen, welches ich unbedingt anfragen musste. Ob „Der Dinge-Erklärer“ von Randall Munroe meine Erwartungen erfüllen konnte und wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

Vielen Dank, an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Dinge-Erklärer – Komplizierte Sachen in einfachen Worten
  • Autor/in: Randall Munroe
  • Übersetzer/in: Ralf Pannowitsch, Benjamin Schilling
  • Anzahl der Seiten: 72 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag
  • Ausgabe: September 2021
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

Der Dinge-Erklärer zeigt bereits auf dem Cover, was in ihm steckt. In sehr einfachen Wörtern – genauer gesagt in den häufigsten 1000 benutzten Wörtern – werden hier komplexe Themen aus der Wissenschaft erläutert. Dabei wird sowohl auf biologische Naturphänomene wie unsere Zellen oder Bäume eingegangen, als auch technische Geräte wie Handys oder Waschmaschinen im Detail beleuchtet. Auch Atomkraftwerke oder Raumfahrzeuge finden ihren Platz.
Besonders zugute kommen dem Buch die vielen Illustrationen und die eben sehr einfach gestaltete Sprache. Manchmal finden sich sogar große Seiten zum Ausfalten im Buch, um noch mehr Platz für Erklärungen zu bieten. Dabei ist das Buch schon richtig großformatig angelegt, was es angenehm macht, es anzuschauen und sicherlich auch für Kinder leichter lesbar ist.
Der Autor schafft es somit, eine originelle Art der Wissensvermittlung zu schaffen.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil beschränkt sich wie bereits erwähnt auf 1000 Wörter. Das macht die Benennung einiger Gegenstände oder Teile genau so schwierig wie kreativ. Natürlich benötigt man für das Verständnis einer Funktionsweise keine Kenntnis über jeden Namen eines winzigen Teiles, weswegen das Konzept der Wissensvermittlung hier trotzdem funktioniert.
Manchmal muss der Leser dabei zwar ganz schön scharf nachdenken, was mit den einfachen Umschreibungen gemeint ist, aber andererseits versteht man die Funktionsweise einiger Dinge wirklich sehr viel schneller, als das wohl in Fachtermini der Fall wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch gerade dadurch auch etwas für sehr interessierte Kinder sein könnte.

FAZIT:

Für mich war das Buch nicht nur unfassbar lehrreich und interessant, sondern hat mich auch wirklich toll unterhalten. Ich kann mir vorstellen, dass es nichts für absolute Wissenschaftsprofis ist, aber für den Nachwuchs sicherlich ein guter Einstieg. Und für alle von uns, die mit Naturwissenschaften so ihre Probleme haben, ist es auf jeden Fall ein lustiger Weg, etwas besser zu verstehen wie Dinge in unserer Welt zusammenwirken und funktionieren.

Ein wirklich besonderes Buch und eine amüsante Art der Wissensvermittlung für Groß und Klein. Durch die Illustrationen, das Großformat und die farbliche Gestaltung ist es zudem ein Hingucker und angenehm zu Lesen!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♡
Unterhaltung/Emotionen: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♡♡
Botschaft/Praxisbezug: ♥♥♥♥♥
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♡

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Roboterland – Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden“ von Jenny Kleeman

Meine lieben Leser,

es ist unglaublich, wie schnell sich unsere Welt in den letzten Jahren entwickelt hat – vor allem die Technik. Mich fasziniert das, allerdings bin ich auch der Meinung, dass nicht alle Entwicklungen nur positiv sind. Als „Roboterland – Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden“ von Jenny Kleeman meinen Weg kreuzte, war klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

Danke, an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Roboterland – Wie wir morgen lieben, leben, essen und und sterben werden
  • Autor/in: Jenny Kleeman
  • Übersetzer/in: Petra Pyka
  • Anzahl der Seiten: 412 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (Mai 2021)
  • Genre: Sachbuch, Reportage

INHALT:

„Wir können entscheiden, ob wir uns mit den Unzulänglichkeiten unserer Existenz abfinden oder weiter versuchen, sie durch Technik auszumerzen.“

– „Roboterland – Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden“ von Jenny Kleeman, S. 402 –

Der Titel verrät schon, dass dieses Buch sich um das Lieben, Leben, Esse und Sterben unserer Zukunft dreht. Ich hatte zuerst die Erwartung, dass das Buch sich sehr allgemein als Überblick mit der Zukunft und den Erfindungen beschäftigt, die uns vielleicht erwarten könnten. Tatsächlich fokussiert sich die Autorin jedoch auf vier spezielle Erfindungen: Intelligente Sexpuppen, Kulturfleisch, Baby-Beutel und Maschinen für den selbstbestimmten Tod.
Diesen Erfindungen wird je ein ganzer Abschnitt mit mehreren Kapiteln gewidmet. Zu Anfang wird meist der Status Quo erläutert und auf bisherige Erfindungen, Studien und die Rahmendaten eingegangen. Danach folgen mehrere Kapitel zu besagter Erfindung in Form von verschiedenen Interviews. Es werden nicht nur die Erfinder interviewt, sondern auch Nutzer, Kritiker und Unterstützer sowie Wissenschaftler. Am Ende jedes Kapitels kann sich der Leser also aufgrund der Bandbreite an Informationen und Meinungen selbst ein Bild machen und entscheiden, wo er sich einordnet. Außerdem folgt am Ende jedes Abschnitts ein kleiner Ausblick in die Zukunft, falls diese Erfindungen tatsächlich auf den Markt kommen sollten.
Die Themen sind kontrovers, meistens nicht klar zu umreißen, da viele Punkte Einfluss nehmen. Dennoch schafft es die Autorin, alles auf den Punkt zu bringen, sodass der Leser nie die Orientierung verliert.

SCHREIBSTIL:

Am Anfang, gerade im Kapitel über die Sexpuppen, die eine Persönlichkeit bekommen sollen, war mir die Autorin erstmal nicht so sympathisch. Viel zu oft stellte sie sehr kritische Fragen und kam mir zu engstirnig vor. Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht wirklich sachlich an das Thema herangeht und somit auch die Meinung leicht zu beeinflussender Leser mehr oder minder in eine vorgegebene Richtung treibt. Ich wünschte mir zu diesem Zeitpunkt einen neutraleren Standpunkt der Journalistin, um mir selbst ein adäquates Bild machen zu können.
Das besserte sich massiv mit Fortschreiten des Buchs. Praktisch von Kapitel zu Kapitel und mit jedem Abschnitt wurden die Darstellungen professioneller und angemessener. Natürlich sind kritisches Hinterfragen und eine umfassende Beleuchtung in Journalismus und gerade bei Sachbüchern erwünscht, jedoch ist es auch wichtig, dass diese zum Nachdenken anregen und der Leser nicht einfach nur eine vorgefertigte Meinung übernimmt. Ich bin froh, dass die Autorin hier nochmal einen Wandel im Schreibstil hatte.
Das Buch ist ansonsten natürlich sehr fachlich, allerdings auch sehr spannend und einprägsam, teilweise erschreckend. Die Fülle der Informationen war sehr dicht und so konnte ich es nicht am Stück lesen, musste einige Stellen immer wieder mal setzen und nachhallen lassen. Doch genau das ist ein Merkmal für ein gutes Sachbuch, wie ich finde.

FAZIT:

„Des einen Dystopie ist des anderen glänzende Zukunft.“

– „Roboterland – Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden“ von Jenny Kleeman, S. 402 –

Das Buch hat mich fasziniert, erschreckt, teilweise geekelt und nachhaltig zum Nachdenken gebracht. Genau so wünsche ich mir ein Sachbuch. Nichtsdestotrotz war es eine recht schwere Lektüre, weil die Informationsfülle ihre Zeit brauchte. Oftmals entsteht bei den genannten Themen eine Diskrepanz zwischen Innovation und Ethik. Jeder muss hier für sich selbst definieren, wie viel Menschlichkeit er aufgeben möchte, um das Leben zu vereinfachen. Wie die Autorin mehrmals betont, wird der Wandel kaum aufzuhalten sein – jedoch sollten wir uns bewusst sein, dass unsere Art und Weise, wie wir die Erfindungen nutzen, dazu beitragen wird, ob sie uns zum Guten oder Schlechten gereichen.

Ein Buch, welches die technische Entwicklung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten thematisiert und vier ausgewählte Erfindungen vorstellt. Dadurch werden vier kontroverse Themenkomplexe in den Mittelpunkt gestellt und diskutiert, wobei der Leser am Ende selbst entscheidet, wie er dazu steht. Beeindruckend, erschreckend, futuristisch – ein wichtiges Werk, das nachhaltig zum Nachdenken anregt.

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: ♥♥♥♥♥
Unterhaltung: ♥♥♥♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Botschaft / Praxisbezug: ♥♥♥♥♡
Strukturiertheit: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,2


Bis bald,
EURE HACHIDORI