Rezension – „Fire & Frost – Von der Dunkelheit geliebt“ von Elly Blake

Meine lieben Leser,

nach einer kleinen Schreibpause auf dem Blog aus privaten Gründen, bekommt ihr heute endlich wieder einen neuen Beitrag zum Lesen. Den dritten und letzten Band von „Fire & Frost“ hatte ich mir direkt zum Release gekauft und seitdem kamen mir immer wieder andere Buchprojekte dazwischen, sodass ich ihn erst jetzt endlich lesen konnte. Ob das Finale mich mehr begeistern konnte als die letzten beiden Teile, werde ich euch im Folgenden erläutern.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Fire & Frost – Von der Dunkelheit geliebt
  • Autor: Elly Blake
  • Anzahl der Seiten: 446 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy, Romantasy

 

INHALT:

Nachdem Ruby, Arcus und Kai in Sudesien dem Gott Eurus gegenüberstanden, schmieden sie im dritten Band nun einen Plan, um das Böse aus der Welt zu vertreiben. Der Frostminax aus dem Frostthron wurde zerstört, doch Ruby trägt den Feuerminax aus dem Feuerthron in sich. Im zweiten Band erfuhr sie, dass sie die Tochter des Gittes Eurus ist und somit als Nightblood fähig ist, die Dunkelheit zu beherbergen und zu kontrollieren.
Am Anfang des dritten Bandes fahren Ruby und die anderen von Sudesien zurück nach Tempesien. Als sie dieses erreichen, müssen sie sich einer neuen unbekannten Bedrohung stellen – der blauen Legion. Diese Vereinigung hat in der Abwesenheit von Arcus das Frostkönigreich unter ihre Kontrolle gebracht.
Unsere Protagonisten beginnen, Tempesien von diesem Einfluss zu befreien, doch Ruby entschließt sich, in der Abtei mit Bruder Thistle über die jüngsten Entwicklungen zu sprechen und einen Weg zu diskutieren, auf dem sie dem Gott Eurus das Handwerk legen könnten. So erfährt die Truppe letztendlich von der Existenz einer Insel, auf der das Tor stehen soll, durch dessen Zerstörung Eurus die Minaxe und somit die Dunkelheit über die Welt senden möchte. Wo sich diese Insel befindet, gilt es nun zu erfahren. So kommt es, dass sie sich auf einer Seefahrt zu verschiedenen Adressen begeben, um mehr Informationen zu erhalten. Dabei folgen sie einer Vision, die Ruby hatte.

Im Verlauf der Handlung treffen die Charaktere auf alte Bekannte aus der Geschichte, es folgen ebenfalls einige Enthüllungen und spannende Ereignisse. Letztendlich wird die Insel erreicht und die große Schlacht um das Wohl der Welt beginnt. Ruby hat allerdings nicht nur physisch zu kämpfen, denn sie muss während der gesamten Reise immer wieder dem innewohnenden Minax widerstehen, der nach und nach mehr mit ihr verschmilzt, ihr Wesen verändert und sie an den Rand der Dunkelheit treibt. Als sie Eurus selbst in der Dunkelheit des Tores gegenübersteht, muss sie jeden Funken Selbstbeherrschung aufbringen, den sie in sich trägt und sogar noch mehr. Ihre einzige Stütze ist Arcus. Bleibt nur die Frage: Wird die Dunkelheit besiegt? Und wenn ja, zu welchem Preis?

SCHREIBSTIL:

Elly Blakes Stil ist immer noch leicht und gut lesbar, wenn es auch nicht die hohe literarische Sensation ist. Ich war überrascht, dass die Autorin vom ersten Band der Reihe bis zu diesem finalen Teil eine sprachliche Entwicklung durchgemacht hat. Tatsächlich hat sie viel weniger Längen in diesem Band gehabt als im zweiten Teil und die Sprache hat sich meiner Meinung nach in ihrer Bildhaftigkeit sehr verbessert. Was ich sehr begrüßt habe, war, dass die weit hergeholte Nähe zwischen Kai und Ruby nicht wirklich weiter ausgebaut wurde. Das hatte mich im zweiten Teil besonders gestört. Sehr gut dargestellt hat die Autorin Rubys Wesensveränderung und deren Zwiegespräche mit dem Minax.

FAZIT:

Der finale Band der Trilogie ist zusammengefasst sehr viel besser als der zweite Teil und weist im Vergleich zum ersten Band eine sichtbare Entwicklung auf. Ich finde, die Geschichte hat sich wahnsinnig komplex ausgeformt und für viele meiner Fragen, die ich mir nach dem Auftakt stellte, wurden auch Antworten gegeben.
Teilweise Längen haben die Spannung, die Ereignisse und die Wendungen nicht getrübt. Gerade kurz vor Ende spielten sich Dinge ab, die ich so nicht erwartet hatte und die mir das Herz brachen. Rubys Kampf mit der Dunkelheit war Dauerthema und hat mir sehr gut gefallen.
Der finale, dritte Band ist somit ein würdiger Abschluss einer Reihe, die sich weiterentwickelt hat und eine wirklich solide Romantasy-Geschichte präsentiert. Für Fans der Reihe ein absolutes Muss, da er mehr glänzen kann als der zweite Teil. Super Abendlektüre und empfehlenswert.

BEWERTUNG:❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Buchtipp – „Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater

 

Inhalt:

Grace wartet jeden Winter auf die Wölfe. Vor allem auf ihren Wolf. Den Wolf mit den goldenen Augen. Den Wolf, der ihr das Leben rettete, als sie als Kind von den Wölfen gebissen und verschleppt wurde.
Trotz dieser traumatischen Erfahrung sind die Wölfe ihre große Leidenschaft. Sie wartet jeden Winter, dass sie plötzlich erscheinen. Vor allem ihr Wolf, der sich sogar nahe an ihr Haus heranwagt.
Irgendwann soll Jagd auf die Wölfe gemacht werden und Grace findet einen blutverschmierten nackten Jungen auf ihrer Veranda. Langsam begreift sie, warum die Wölfe im Sommer plötzlich verschwinden…
Grace wird durch ihre Liebe zu ihrem Wolf verwickelt in das Schicksal des Wolfsrudels und gerät zwischen Fronten Mensch gegen Wolf.

Fazit:

Dieses Buch habe ich wegen dem wunderschönen Einband gekauft. Ich hatte extra auf die Taschenbücher gewartet, weil ich Angst vor einem Fehlkauf hatte. Welche Illusion! Ich hatte eine typische und abgedroschene „Werwolf“-Geschichte erwartet, aber tatsächlich war es eine überraschend neue und gar nicht abgedroschene Erzählung.
Das Buch erzählt aus zwei Perspektiven. Über jedem Kapitel ist der Name des Charakters abgedruckt, aus dessen Perspektive erzählt wird und die Grad-Zahl, die zu diesem Zeitpunkt herrscht. Warum das eine Rolle spielt, erfährt man während der Geschichte.
Ich finde, es ist ein tolles Buch, es war mal etwas ganz anderes, obwohl es ja genug „Werwolf“-Storys gibt. Insofern das geht, würde ich sogar sagen, es war sehr realistisch geschrieben.
Die Stimmung des Buches ist eher melancholisch. Es ist der erste Teil von bisher drei Büchern. Den zweiten Teil habe ich allerdings noch nicht gelesen.
Besonders schön finde ich an der Reihe auch, dass die Titel der Bücher im Zusammenhang gelesen einen Satz ergeben. „Nach dem Sommer“, „Ruht das Licht“ und „In deinen Augen“ sind die Namen der drei Bücher. Das lässt vermuten, dass es bei einer Trilogie bleibt. Die Bücher waren gut geschrieben, es hat sich gut gelesen. Nur die Stimmung ist manchmal sehr wehmütig.
Alles in allem kann ich den ersten Teil voll und ganz empfehlen, da das Buch folgende Bewertung bekommt:

– spannend
– realistisch genug, um nicht albern zu sein
– abgedroschenes Thema in neuer Manier dargestellt
– wunderschön melancholische Liebesgeschichte

Mich hat das Buch begeistert, nachdem es mich wochenlang im Bücherladen angelächelt hat.
Unbedingt lesen!

 

EURE HACHIDORI

 

Buchtipp – Die Edelsteintrilogie „Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün“

Ich habe mich ewig nicht an diese Trilogie herangewagt. Ich dachte, es wäre zu jugendlich, zu kindisch und wahrscheinlich auch nicht mein Thema, da die Klappentexte eher eine stinknormale und nur durch einige Fantasy-Details verschönerte Romanze vermuten lassen.
Ich wurde überrascht mit einer Geschichte, die mich gefesselt hat.

 

Inhalt:
Es geht um Gwendolyn, die ein ganz „normales“ Leben führt. Naja, fast normal. Sie hat eine ziemlich nervige Familie, die man über die Zeit immer besser kennenlernt. Da gibt es verschiedene Charaktere, die man lieb gewinnt oder eben auch nicht. Ihre Cousine und deren Mutter sind dabei die schlimmsten. Sie halten sich für etwas Besseres, weil Gwendolyns Cousine Charlotte das in ihrer Familie existierende „Zeitreisegen“ besitzt und ihr ganzes Leben auf ihre erste Reise vorbereitet wird.
Dann stellt sich allerdings heraus, dass Gwendolyn die Erbin dieses Gens ist und das stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie muss nicht nur mit den Zeitsprüngen in die Vergangenheit leben lernen, sondern muss sich auch noch mit ihrem fürchterlich gut aussehenden Zeitreisepartner Gideon herumschlagen.
Nach und nach werden Geheimnisse entdeckt, die lieber im Verborgenen geblieben wären, denn die Wächter der Zeitreisen dienen dem unheimlichen Grafen von Saint Germain, der anscheinend nicht der Wohltäter zu sein scheint, als der er sich ausgibt…
Wer eine abgedrehte Science-Fiction-Geschichte erwartet, ist hier falsch. Denn Gwendolyn kann nur in die Vergangenheit reisen, bevor sie geboren wurde. Sie reist in verschiedenste Epochen Londons und wird in ein spannendes Abenteuer um das Geheimnis des Grafen von Saint Germain verwickelt. Ganz nebenbei wird hier die Romantik zwischen „Gwenny“ und Gideon erzählt. Es ist also keine pure Romanze, es ist ein spannendes Fantasy-Werk, das für mich eine große Überraschung war. Die Klappentexte verraten viel zu wenig über das Potenzial des Buches.
Mein Fazit:
Es ist einfach geschrieben und liest sich deshalb unheimlich gut. Mein Höhepunkt war der Showdown im dritten Buch und ein Rätsel im zweiten Buch, welches man nur lösen konnte, indem man aufmerksam gelesen hatte.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse am Anfang des zweiten und dritten Buches, was einen etwas nervt, wenn man die Bücher direkt hintereinander schmökert. Allerdings lag zwischen den Büchern eine gewisse Zeit, was die Zusammenfassungen rechtfertigt. Kerstin Gier schafft es eine schlüssige und in sich stimmige Geschichte zu erzählen, die einen fesselt und die man nicht weglegen möchte.
Man merkt, dass es ein Jugendbuch ist, aber wie Kerstin Gier selbst sagt, ist es für jede Frau mit einem „Marzipanherzen“ geschrieben. Ich würde auch zustimmen, dass es eher lesenswert für Frauen ist. Für männliche Vertreter ist es doch einen Tick zu romantisch.
Für mich war das mit den Zeitreisen eine völlig neue Idee. Kerstin Gier schafft es das typische Science-Fiction-Thema „Zeitreise“ in die Fantasybranche zu integrieren. Außerdem erschafft sie mit dem Orden der Zeitreise-Wächter eine wunderbar mysteriöse Untergrundorganisation. Ich habe jede Minute mit „Gwenny“ mitgefiebert.
Die vielen liebenswerten Charaktere machen es leicht, sich in sie zu verlieben.
Spannend, liest sich gut, empfehlenswert!

EURE HACHIDORI