Rezension „Mondprinzessin“ von Ava Reed

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Cover und Gestaltung:

Wen verzaubert dieses wunderschöne Cover nicht? Das Cover war auch der Grund, warum ich das Buch unbedingt haben musste. Es wirkt wunderschön und geheimnisvoll. Einfach rundum perfekt.Die Gestaltung innerhalb des Buchs dagegen passt mit dem „erwachsenen“ Charakter des Covers leider so gar nicht zusammen. Zuerst wunderte ich mich über das Bild eines Mädchens oder einer Frau, die ich nicht zuordnen konnte…sie passte weder vom Aussehen noch vom Stil zur Prinzessin auf dem Cover.Sehr unnötig waren für mich die Illustrationen vom Waschbären Tia und das Bild eines Paares am Ende. Sicherlich hatten diese Bilder für die Autorin privaten Wert, wirken aber leider nicht sehr professionell und verkitschen das Bild der Geschichte. Für mich leider unpassend und unnötig und wirklich wenig nachvollziehbar.Dazu kommt die Gestaltung jeder einzelnen Seite, die alle mit Sternen bedruckt sind. Auch das fand ich sehr kitschig, das hätte mich aber an sich nicht gestört. In Kombination mit den anderen Gestaltungselementen ergibt sich aber ein extrem unrundes Design, wirklich schade, das Cover allein hätte für sich gesprochen und ausgereicht.

Story:
Die Story ist süß und romantisch, auch ab und zu spannend. Allgemein eine gute Mischung. Eine Heldin, die stark alle Widrigkeiten akzeptiert und zuerst nur vor sich selbst Schwäche zeigt. Langsam öffnet sie sich.
Aufgewachsen auf der Erde erfährt Lynn, dass sie ein Sternenkind ist und die Tochter des Mondkönigspaars, somit also Prinzessin. Doch warum wurde sie damals entführt? Und wie entkommt sie dem Schlamassel, dass sie sich Hals über Kopf in ihre Leibgarde verliebt? Und warum verfolgt sie auf einmal ein leuchtender Waschbär namens Tia? Eigentlich ein guter Stoff mit viel Potenzial, der leider mit zu wenig Tiefe behandelt wurde.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist pragmatisch, aber im richtigen Moment detailliert. Das einzige Manko, was zum Punkteabzug maßgeblich beiträgt, ist, dass die Autorin jede Menge „coole“ Sprüche und „Witze“ eingebaut hat, die mit der Zeit bei mir eine Art Fremdschämen verursacht haben, da ich das Gefühl bekam, die Hauptperson wäre erst 13 und nicht 17.
Besonders auffällig finde ich die Erwähnungen und Zitate von bekannten Marken wie „Nutella“, „Star Wars“, „Disney“ und „Pokemon“. Sicherlich wollte die Autorin damit unterstreichen, wie verbunden die Heldin sich mit der Erde fühlt, allerdings führt die konkrete Nennung und das Zitieren von Filmen eher dazu, dass man die Charaktere nicht mehr ernst nimmt und sich nicht in die Geschichte vertieft. Es katapultiert einen bei jeder Nennung aus der Geschichte in die Wirklichkeit und das frustrierte mich zunehmend, weil alle 10 Seiten so eine Anspielung eingefügt wurde. Der sonst tolle Schreibstil wurde dadurch leider albern beeinträchtigt. Die Ernsthaftigkeit, welche sich über die Geschichte hinweg aufbaut, wird somit unterbrochen. Schade und leider nervig.

Fazit:
Die Story musste ich zuende lesen, leider konnte diese über das uneinheitliche Gesamtbild nicht hinweg trösten, welches sich durch chaotisches Design und zwanghafte Gags und Product Placements ergibt.
Ein Buch, das mit weniger Schnickschnack mehr Charme hätte.


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