Rezension – „Fire & Frost – Vom Feuer geküsst“ von Elly Blake

Hallo liebe Leser,

in Vorbereitung auf den dritten Teil der „Fire & Frost“-Reihe habe ich den ersten und zweiten Teil gelesen. Heute werde ich euch zusammenfassen, wie mir der zweite Band gefallen hat.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Fire & Frost – Vom Feuer geküsst
  • Autor: Elly Blake
  • Anzahl der Seiten: 444 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2018)
  • Genre: Jugendbuch, Fantasy, Romantasy

 

INHALT:

Ruby und Arcus haben den Frostthron zerstört und müssen sich mit den gesellschaftlichen Schwierigkeiten am Hofe auseinandersetzen. Außerdem versucht Ruby herauszufinden, wie sie den Minax, den sie aus dem Thron befreite, zerstören kann. Während Arcus sich mit seinen Pflichten als König beschäftigt, fühlt sich Ruby immer mehr fehl am Platz. Während eines Balls, der zur Verständigung zwischen dem Frosthof und den anderen Königreichen dienen soll, trifft Ruby auf Kai, der als Botschafter für Sudesien vor Ort ist und somit als Vertreter der Feuerkönigin fungiert. Dieser bringt Ruby dazu, ihm nach Sudesien zu folgen. Sie entscheidet sich unter anderem dafür, weil es das Heimatland ihrer Mutter war und sie die Möglichkeit sieht, dort nicht fremd zu sein und zu lernen, mit ihren Kräften richtig umzugehen. Natürlich will sie ebenfalls die Beziehungen zwischen der Feuerkönigin und dem Frostkönigreich stärken und den Feuerthron zerstören.
Im Feuerkönigreich sieht sich Ruby dann zusehends unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber. Sie kämpft nicht nur um die Gunst der Königin, sondern auch um die Anerkennung als Meisterin des Feuers, um Zugang zur Bibliothek zu bekommen und mehr Informationen zur Zerstörung des Minax zu erhalten.
Währenddessen entspinnen sich zweifelhafte Gefühle zu Kai, obwohl sie sich immer noch zu Arcus hingezogen fühlt.
Als die Königin sie mit einer Zwangsheirat unter Druck setzt, Arcus in Sudesien auftaucht und Ruby den Einfluss des Feuer-Minax auf die Königin entdeckt, überschlagen sich die Ereignisse und es kommt zum Showdown.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist wie im letzten Band sehr einfach, schnell zu lesen und angenehm. Allerdings war das Buch dieses Mal sehr schleppend, richtig gefesselt hat es erst in den letzten zwanzig Prozent. Gefühlt passierte nicht wirklich viel im zweiten Band der Reihe. Erst kurz vor Ende gewinnt es an Fahrt und dann geht auf einmal alles Schlag auf Schlag. Der Schreibstil gefällt mir auch gegen Ende besser. Insgesamt ist es kein weltbewegender Stil, wie gesagt ist er leicht zu lesen, aber auch ohne Wiedererkennungswert.

FAZIT:

Dadurch, dass das Buch erst gegen Ende wirklich spannend wird, ist der zweite Band deutlich schwächer als der Vorgänger. Gut gefallen hat mir, dass Ruby Sudesien erkundet – hier fehlte mir aber die Schilderung des alltäglichen Lebens in Sudesien, es konzentrierte sich alles zu sehr auf Rubys Leben am Feuerhof. Auch die sich entspinnende Dreiecksgeschichte durch die aufkeimenden Gefühle für Kai fand ich leider nicht nachvollziehbar und hat mir die Protagonistin irgendwie unsympathischer gemacht. Wäre das Ende nicht so stark gewesen, hätte ich wahrscheinlich noch weniger Herzen vergeben. Ich hoffe nun, dass der dritte Band als Finale wieder mehr bieten kann. Für Fans der Reihe okay, aber nicht unbedingt empfehlenswert.

BEWERTUNG: ❤❤❤♡♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Sadie“ von Courtney Summers

Hallo meine lieben Leser,

ich hatte das große Glück das Jugendbuch „Sadie“ bei einer Buchverlosung von lovelybooks zu gewinnen. Vielen Dank an dieser Stelle für diese Möglichkeit, das Buch zu gewinnen. Tatsächlich hatte ich schon vorher mal versucht, das Buch im Rahmen einer Leserunde zu ergattern, was nichts geworden ist. Seitdem stand „Sadie“ ganz große auf meiner To-Read-Liste. Besonders gut hat mir der Einband gefallen, denn das Wort „Sadie“ ist ausgestanzt und im Inneren des Einbands kann man noch eine versteckte Botschaft der Protagonistin finden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Sadie – Stirbt sie, wird niemand die Wahrheit erfahren
  • Autor: Courtney Summers
  • Anzahl der Seiten: 355 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2019)
  • Genre: Jugendbuch, Thriller, Mystery, Suspense

Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem Podcast und der Einsicht, dass Sadie verschwunden und ihre Schwester Mattie tot ist.

Mattie wurde umgebracht. Was mit Sadie geschehen ist erfährt man recht schnell. Sie ist auf der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester und scheint genau zu wissen, wen sie suchen muss, allerdings nicht unbedingt, wo.

Während der Reporter des Podcasts die Geschehnisse fünf Monate nach den Ereignissen von Sadie und Mattie aufrollt und sich Schritt für Schritt auf den Spuren Sadies an deren Geschichte herantastet, wird ihre Geschichte direkt nach dem Verschwinden von ihr selbst erzählt. So bekommt der Leser immer abwechselnd Informationen aus der Gegenwart und der Vergangenheit.

Die Beziehungen der Charaktere wurden praktisch zwischen den Zeilen erzählt und obwohl das Buch so kurz ist, hat man das Gefühl, jede Person wirklich zu kennen oder zumindest schon einmal jemanden getroffen zu haben, der dieser Person ähnelt. Die Autorin spielt hier mit Klischees und Eigenarten der Menschen, skizziert über Macken und Ticks Personen, die jeder zu kennen scheint.

Diese Beziehungen tragen die Geschichte und vermitteln deren Botschaft sowie Sadies Persönlichkeit selbst, in die wir einen nicht unerheblichen Einblick erhalten.

Zur Spannung tragen klassische Detektivmomente bei. Das Finden von Beweisen entgegen aller Hindernisse, die Kombination der Indizien und das Erreichen des Ziels über verschiedene Stationen, die von einer interessanten Person zur nächsten führen, laden die Spannung zusätzlich auf. Hierbei hat das Ganze manchmal einen Hauch von Roadtrip.

Besonders zeichnet sich „Sadie“ durch den durchgängigen Spannungsbogen aus, typisch für das Genre Suspense. Die Information, dass Sadie verschwunden und ihre Schwester tot ist, dass Sadie den Mörder sucht, der Reporter des Podcasts aber so viele Monate nach dem Verschwinden immer noch nach ihr sucht, erzeugt ein dumpfes, unterschwelliges und ungutes Gefühl. Da man als Leser hier so wenige Informationen wie nötig bekommt, bleibt die (An)Spannung bis zur letzten Seite erhalten.

Besonders das Ende des Buchs hat mich sehr mitgenommen. Allerdings möchte ich euch nichts vorwegnehmen und hülle mich daher bezüglich des Inhalts an dieser Stelle in Schweigen.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist kein 0815. Hier wird mit viel Zynik ein Tabuthema behandelt und das trotzdem mit viel Fingerspitzengefühl. Der Leser bekommt nur so viel Informationen wie nötig, sodass sich über die Seiten ein enormer Spannungsbogen aufbaut.

Die Sichtweise wechselt zwischen Podcast und Sadie selbst. Die Autorin schafft es, in dieser außergewöhnlichen Erzählweise den Leser unglaublich nah an Sadie heranzulassen, ohne die Dinge direkt beim Namen zu nennen. Den Großteil des Buchs weiß man nicht, was Sadie erlebt hat und was mit ihrer Schwester genau geschah und bis zum Ende wird dies auch nur so wenig wie möglich thematisiert. Hier spielt Summers mit der Sensationslust der Leser und bringt sie dazu, sich selbst zu reflektieren.

Besonders gefallen hat mir, dass mit wenig Tamtam viel erzählt wurde. Der Schreibstil ist weder ausschweifend, noch besonders blumig und genau deswegen passt er zu dieser Geschichte. Und vielleicht gerade deshalb ist es umso erstaunlicher, wie Summers es schafft, so viel Gefühl und Tiefe zu vermitteln. Einfach wunderbar.

Dazu ist der Schreibstil noch sehr leicht zu lesen und somit auch für Zwischendurch eine super Lektüre. Hier nur die Warnung – als Bettlektüre nur bedingt geeignet – weil man das Buch dank der durchgängigen Spannung nicht mehr weglegen kann.

Fazit:

Als ich das Buch zuschlug, ließ es mich mit einem leisen „Wow“ auf den Lippen zurück. Allerdings wollte ich auch gleichzeitig „Was!? Warum!?“ rufen.

Ich bin von dem Buch mehr als begeistert. Es hat einen tollen Stil, genügend Spannung und interessante Charaktere, sodass es mich von der ersten Seite an mitreißen konnte. Das Thema des Buchs ist allerdings auch ziemlich harter Tobak und nichts für ganz zarte Seelen. Allerdings – wenn ich es lesen konnte, mag das schon was heißen, denn ich bin der Schisser vom Dienst. Die Autorin ist hier brutal, ohne wirklich brutal zu schreiben. Diese unterschwelligen Botschaften und Gefühle machen für mich dieses Werk aus.

So sehr mich das Buch mitgenommen hat, so sprachlos lässt es mich irgendwie auch zurück. Ich kann es nur empfehlen!

Für mich jetzt schon eines meiner Jugendbuch-Highlights 2019!
Unbedingt lesen!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Fire & Frost – Vom Eis berührt“ von Elly Blake

Hallo meine lieben Leser,

endlich habe ich zwischen den anderen Buchprojekten ein Buch beendet, was ich schon ewig nebenbei lese. Deswegen bin ich mit der Rezension dazu zwar spät dran, aber fast schon wieder brandaktuell, denn der dritte Band der Reihe erscheint dieses Jahr. 🙂 Momentan widme ich mich dem zweiten Band, sodass ich hoffe, die komplette Reihe hier zu rezensieren. Der erste Band ist mir vor allem auch durch die wunderschöne Gestaltung des Covers ins Auge gefallen. Seid gespannt, ob dies ein guter oder schlechter Cover-Kauf war. 😉

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Fire & Frost – Vom Eis berührt
  • Autor: Elly Blake
  • Anzahl der Seiten: 404 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2018)
  • Genre: Fantasy, Romantasy

 

INHALT:

Ruby lebt in einer Welt, in der es Menschen gibt, die Gaben haben. Die Gabe des Feuers und die Gabe des Eises. Natürlich gibt es auch Menschen, die keine der beiden Gaben besitzen. Aber die spielen hier erstmal keine bedeutende Rolle.
Der Frostkönig herrscht mit Gewalt und Unterdrückung der sogenannten Firebloods über das Land. Er lässt alle Feuerbegabten gefangen nehmen oder töten. Die stärksten von ihnen treten in seiner Arena gegen seine Meister oder schreckliche Kreaturen an.
Doch woher kommt diese Grausamkeit? Dem Frostthron wohnt ein Fluch inne, der den König fest im Griff hält.

Ruby lebt versteckt mit ihrer Mutter im Wald nahe einer kleinen Ortschaft. Um sich nicht in Gefahr zu bringen, soll sie ihre Gabe nicht einsetzen, die sie ohnehin noch kein bisschen unter Kontrolle hat. Eine Feuerbegabung zu haben würde sie alle in erhebliche Gefahr bringen. Heimlich übt Ruby im Wald, ihre Gabe zu beherrschen.
Doch die Schergen des Frostkönigs werden auf Ruby aufmerksam und stürmen das Dorf. Sie töten nicht nur ihre Mutter, sondern Ruby wird anschließend verschleppt. Sie landet in einem Gefängnis und wird schließlich von zwei Unbekannten befreit.

Diese zwei Unbekannten werden sich als Bruder Thistle und Arcus zu erkennen geben. Beide beherrschen den Frost, gehören aber zu einer Gruppe, die den Plan hat, den Frostthron zu zerstören und somit den König von dessen Einfluss zu befreien. Ruby wird in der Abtei des Bruders aufgenommen und in ihren Kräften geschult.

Durch verschiedene Umstände landet Ruby irgendwann im Schloss des Frostkönigs, wo es zum finalen Showdown kommt, nachdem sie sich in seiner Arena behaupten musste.

Was im Detail passiert und was es im Einzelnen mit den Charakteren auf sich hat, dürft ihr dann aber gern selbst herausfinden.

SCHREIBSTIL:

Blake schreibt in der Ich-Perspektive von Ruby. Der Schreibstil an sich ist wenig aufregend, sondern eher leicht und unanstrengend. Sicherlich wird hier kein literarisch hochwertiges Werk aus dem Schreibstil geboren, allerdings finde ich, dass diese Geschichte einen solchen Anspruch auch gar nicht erfüllen muss. Wer Romantasy mag, der wird hier ein Buch vorfinden, was sich gut liest und gut ausformuliert wurde.

FAZIT:

Um ehrlich zu sein, ist das Buch wie schon erwähnt, kein literarisches Meisterwerk. Es ist einfach mal wieder eine richtig schöne Romantasy-Geschichte, die man gern entspannt als Abendlektüre genießen kann.
Gut gefallen haben mir die sekundären Charaktere, zu denen ich einen guten Draht finden konnte und die alles andere als leer wirkten. Auch die Liebesbeziehung in diesem Buch wurde für mich ausreichend in ihrer Entwicklung dargestellt, um sie zumindest nachvollziehbar zu machen. Daran scheitern für mich dann doch einige Romantasy-Bücher. Die Story hat Gefühle, Spannung und einen interessanten Konflikt – alles, was man braucht, um weiterlesen zu wollen.
Leider fehlt dem Buch am Anfang die Fähigkeit, Fahrt aufzunehmen. So richtig passiert das erst ab der Hälfte der Geschichte. Außerdem fehlt mir an einigen Stellen die Tiefe und ich finde außerdem, dass zu den Hintergründen der Gaben und der Ereignisse, ja sogar zum „Bösewicht“ zu wenig berichtet wurde. So bleibt die Handlung doch ein bisschen oberflächlich.

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch an jeden weiterempfehlen, der gern romantische Fantasy schmökert und sich in anderen Welten verliert. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich freue mich auf den zweiten Band, in dem hoffentlich noch mehr Informationen zu den Hintergründen der Geschichte erläutert werden. Hier darf man gespannt sein. 🙂 Mein Fazit ist also: Endlich mal wieder eine gute Romantasy-Geschichte!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Welcome to Reality“ von Len Vlahos

Liebe Leser,

eines der Bücher, auf das ich mich 2019 schon gefreut habe, war „Welcome to Reality“ von Len Vlahos. Am Erscheinungstag bin ich deswegen direkt in die Buchhandlung gehüpft und habe mir ein Exemplar besorgt. Ob es meinen Erwartungen entsprechen konnte, werde ich euch nun schildern.

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Welcome to Reality
  • Autor: Len Vlahos
  • Anzahl der Seiten: 395 Seiten
  • Verlag: cbj Kinder- und Jugendbuch Verlag
  • Ausgabe : 1. Auflage (2019)
  • Genre: Jugendbuch

INHALT:

Bereits im Klappentext erfährt man, dass Jackie, die 15 Jahre alt ist, einen schweren Schicksalsschlag erleiden muss. Ihr Vater erkrankt an einem Hirntumor. Um die Familie nach seinem Tod abzusichern, verkauft er sich meistbietend an einen Fernsehsender, der sein Sterben als Reality-Show übertragen soll. Jackie beschließt, dieses irrsinnige Vorhaben zu stoppen, um ihrem Vater und der Familie die Würde zurückzugeben.

Aufgrund dieser Informationen habe ich zunächst erstmal mit einem komplett anderen Einstieg in die Geschichte gerechnet. Ich dachte, es wäre bereits bekannt, dass Jackies Vater Jared den Tumor hat und dass relativ schnell der Konflikt mit dem Fernsehteam thematisiert werden würde.
Ich sollte mich täuschen. Gut das erste Viertel des Buches schildert zunächst die Familie mit all ihren Mitgliedern und es wird erläutert, wie Jared auf die Idee kommt, sein Leben bei ebay zu versteigern. Daraufhin gesellen sich zu den bereits bekannten Personen (Mutter, Vater, Jackie und deren Schwester) nun eine Vielzahl an unterschiedlichen Personen, die immer wieder in den Mittelpunkt der Geschichte rücken und deren Schicksale sich mit Jareds Idee verweben. Ein egoistischer TV-Mogul, ein stinkreicher Wahnsinniger, eine selbstverliebte Nonne, eine schüchterne Gamerin, Jackies russischer Facebook-Freund und der Tumor selbst (der hier eine Stimme bekommt) ergänzen nun das Dilemma der Familie Stone.

Das Buch brauchte insgesamt ungefähr ein Dreiviertel der Seiten, bis es an dem Punkt ankam, der sich mit meinen Erwartungen zumindest teilweise deckte. Erst dann nahm es wirklich Fahrt auf, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Erst dort wurde der Konflikt der Familie mit dem Fernsehteam wirklich stark thematisiert. So kann ich zumindest sagen, dass mich das letzte Viertel des Buches wirklich überzeugt hat.
Der Rest des Buches lässt mich leider eher verhalten zurück. Die vielen Charaktere sind zwar sehr gut dargestellt und der Autor versteht es, die unterschiedlichen Motive der Personen schockierend real und dabei sehr trocken zu vermitteln, jedoch erschlug mich die Vielzahl an verschiedenen Einblicken. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Im Ganzen gesehen war mir da zu viel Drumherum geschildert und zu wenig Handlung bei den Hauptpersonen.

Kommen wir zum kontroversesten Charakter in diesem Buch. Der Tumor von Jared. An sich ist die Idee, wenn auch makaber, einfallsreich. Dem unsichtbaren „Bösewicht“ eine Stimme zu verleihen, sein „Leben“ und seinen Werdegang als Tumor zu beschreiben – ja, ihn sogar als menschlich, fehlbar und fast bemitleidenswert und gutmütig darzustellen – ist sehr gewagt. Am Anfang wird der Tumor fachmännisch als Glioblastom beschrieben, im Laufe der Geschichte gewinnt er an (Jareds) Persönlichkeit und wird fortan nur noch Glio genannt. Diese Auseinandersetzung mit Krebs und Tumoren hat für mich zwar einen makaberen Beigeschmack, ist aber im Zusammenhang mit der Handlung im Buch durchaus gelungen. Gegenüber der Gräueltaten der modernen Unterhaltungsindustrie sieht das Glioblastom schon fast harmlos aus, wenn man nur die Motive hinter den Handlungen betrachtet. Und das ist auch der Kern, die Message und das, was das Buch uns zwischen den Zeilen sagen möchte. Es will uns darauf aufmerksam machen, dass es oft die gefährlichsten Bedrohungen sind, die wir zwar sehen können, die aber dabei unsichtbar bleiben.

Jackie als tragische Protagonistin der Geschichte bekommt, wie bereits geschildert, gerade in der ersten Hälfte des Buches, für meinen Geschmack viel zu wenig Raum. Umso erstaunlicher und bemerkenswerter finde ich, dass sie bis zum Ende der Geschichte eine wahre Wandlung erlebt. Sie erwächst von einer unterschätzten Jugendlichen zu einer wahren Heldin.

Die restlichen Charaktere waren mir, wie bereits erwähnt, zu detailliert gepackt und aus meiner Sicht auch oft überflüssig. Hier hätte man mehr Augenmerk auf die Protagonisten legen sollen, anstatt das Buch durch die vielen Nebenrollen dermaßen in die Länge zu ziehen. Ein Buch, was 100 Seiten weniger hat, kann manchmal erstaunlich viel mehr sagen, als ein Buch, welches diese vielen Seiten besitzt.

SCHREIBSTIL:

Den Schreibstil von Vlahos kann man als trocken, fokussiert und personengebunden beschreiben. In einer Klarheit werden hier auch sehr schockierende Fakten präsentiert, was deren Wirkung nur unterstreicht.

Vordergründig und präsent ist der Perspektivwechsel zwischen den vielen Charakteren. Ich habe schon mehr als einmal betont, dass es nur wenige Bücher gibt, die für mich einen Wechsel der Perspektive gekonnt einsetzen. Das Werk von Vlahos gehört leider nicht dazu. Der ständige Wechsel dient hier nicht der Geschichte, sondern reißt sie meiner Meinung nach auseinander. Ich habe mich oft ertappt, wie ich beim Lesen dachte: „Oh nein, ich habe keine Lust auf eine Passage über die Nonne, warum kann die Handlung nicht einfach weiter bei Jackie bleiben!?“ Somit tut diese Art zu Schreiben rein gar nichts für die Wirkung des Buchs. Viel eindrucksvoller wäre es für mich gewesen, sich hier auf die Familie und den Tumor zu beschränken, um an dieser Stelle noch mehr Tiefe zu erreichen.

FAZIT:

Allgemein wirkt das Buch langatmig, kommt nicht richtig in Gang und nimmt erst gegen Ende richtig Fahrt auf. Großteils fehlt mir hier auch die Tiefe und das Fingerspitzengefühl, was ich von einem Buch mit der Thematisierung von schwierigen gesellschaftlichen Themen wie Sterbehilfe, Machtmissbrauch und sozialen Medien erwartet hätte. Schade, dass das Potenzial der Handlung nicht ausgenutzt wurde.
Die Charaktere sind zwar vielschichtig und eingängig, leider verliert die Story durch die vielen Perspektivwechsel an Tempo und Spannung.

Ein Buch, was man mal lesen kann, welches ich aber nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Es war mir einfach zu schwerfällig und es ging zuviel von dem verloren, was das Buch besonders macht. Auch wenn ich denke, dass es für die Interpretation in Schulstunden genug hergeben wird, bin ich etwas enttäuscht und muss zugeben, dass dieses Buch es entgegen meiner Erwartungen zu keinem Highlight 2019 schaffen konnte.

BEWERTUNG: ❤❤❤♡♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp

Liebe Leser,

wie ich bereits vor einiger Zeit berichtete, war ich wieder bei einer tollen Leserunde dabei. Dieses Mal schmökerte ich den zweiten Band der Seelen-Trilogie, „Seele aus Feuer“ von Marie Rapp. Ich hatte sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet, hatte mich doch der erste Teil in vollem Maße begeistert. (HIER gehts zur Rezension von Band 1)

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Band 2 – Seele aus Feuer

Allgemeines zum Buch:

  • Titel: „Seele aus Feuer“
  • Autor: Marie Rapp
  • Anzahl der Seiten: 614 Seiten
  • Verlag: Selfpublisher
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.10.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 04.10.2017
  • Genre: Urban-Fantasy, Jugendbuch

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Inhalt:

Wie kehren zurück in die Welt von Lena. Oder auch nicht. Denn Lenas Geschichte spielt sich im zweiten Band größtenteils in der Welt der Avindan ab, was unheimlich viele interessante Personen und Orte zu Tage fördert. Lena verbringt, ohne  euch zu viel zu verraten, viel Zeit sowohl auf „guter“ als auch auf „böser“ Seite. Somit lernt sie nicht nur das Devindanat kennen, sondern auch die Legion und eben auch die Menschen, die an den jeweiligen Orten leben. Zuviel möchte ich über die Handlung nicht verraten, nur soviel: Mit Spannung wurde wieder nicht gegeizt und es sind wieder unerwartete Wendungen vorhanden sowie Liebe, Action und jede Menge Fantasy. Gerade im fantasievollen Bereich hat sich Marie Rapp dieses Mal richtig ausgetobt und begeistert mit wunderschönen Szenerien, einfallsreichen Fähigkeiten der Charaktere und fantastischen Wesen.

Sprachstil:

Gibt es ein schöneres Kompliment für ein Buch, als dass man sich darin völlig verlieren kann? Und genauso war es auch wieder bei diesem Folgeband. Schon der erste Teil überzeugte mit dem prägnanten und kurzweiligen Sprachstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Besonders toll ist es, dass die Autorin sich wirklich niemals zu lange an Details aufhält und dadurch nicht langweilt. Hier wird wirklich klar beschrieben und die Geschichte kommt zügig voran. Natürlich sind auch Momente der Ruhe in einem Buch wichtig. Auch das beherrscht die Autorin. An den richtigen Stellen werden Details genannt oder auch mal länger in einer Situation verweilt. Allerdings, wie zuvor schon betont, ohne jemals langweilig zu sein. Durch diesen tollen Stil wurde ich erneut komplett in die Geschichte gezogen und konnte mich nur sehr schwer daraus befreien.

Charaktere:

Mir ist die Entwicklung der Charaktere in Büchern immer wichtig. Ich finde, dass unsere Protagonistin Lena sich da super gemausert hat. Ich finde sie ist von einem anfangs normalen Teenie zu einer wahren Heldin erwachsen.
Im zweiten Band stoßen aber auch sehr viele neue Charaktere dazu und auch hier kann ich nur wieder bewundern (wie beim ersten Band), dass die Autorin es schafft, eine Vielzahl von Personen in die Geschichte einzubringen und sie dennoch alle mit Leben zu versehen. Allzu oft sind Nebenfiguren farblos und man bekommt keinen Draht zu ihnen. Aber auch in „Seele aus Feuer“ sind die unzähligen Personen und Figuren so toll dargestellt, dass jeder von ihnen auf seine eigene Art liebenswert ist. Aber nicht nur die Nebenfiguren verdienen ein Lob, sondern auch die vielen Figuren, die im Mittelpunkt stehen und wirklich toll ausgearbeitet wurden.

Fazit:

Was für ein Nachfolger! Ich finde ihn sogar noch besser als den ersten Band und bin hellauf begeistert. Dieses Buch hatte alles, was für mich zu einem guten Buch gehört. Spannung, Witz, Liebe, Action und Tiefe. Ich habe dieses Buch nicht einfach nur gelesen, ich war praktisch bei allen Geschehnissen hautnah dabei. Kaum eine Buchreihe hat das Prädikat „Pageturner“ so sehr verdient wie die Seelen-Trilogie. Dieses Buch ist für mich ein weiteres Jahres-Highlight! Unbedingt lesen!!!

Bewertung: ❤❤❤❤❤

EURE HACHIDORI

Rezension – „Seele aus Eis“ von Marie Rapp

Liebe Leser,

In den letzten Wochen durfte ich bei der Leserunde zu „Seele aus Eis“ von Marie Rapp teilnehmen.
Was soll ich sagen!? Es war der Wahnsinn. Ich habe noch nie ein so gutes Debüt gelesen. Ich kann nichtmal richtig glauben, dass das wirklich nur ein Debütroman war!

„Seele aus Eis“ von Marie Rapp

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Seitenanzahl: 364 Seiten
  • Art: e-Book

Klappentext:

Schwarze Asche, die von einem brennenden Himmel regnet. Das ist nur einer der Träume, die Lena seit Monaten den Schlaf rauben. Ihr sonst so normales Leben wird zunehmend eigenartiger und gefährlicher, denn ihre Albträume fangen an, sich nach und nach zu bewahrheiten. Als sie beinahe ertrinkt, glauben ihre Freunde an einen Unfall, doch Lena weiß es besser – jemand hat versucht, sie umzubringen. Schnell verdächtigt sie den mysteriösen Darian, denn trotz seines charmanten Auftretens wird sie den Gedanken nicht los, dass sich hinter seiner freundlichen Fassade etwas Düsteres verbirgt. (Quelle)

Rezension:

Diese Rezension ist **SPOILERFREI**.

In „Seele aus Eis“ geht es um die Protagonistin Lena, welche ein ganz normales Leben in einer ganz normalen Welt an einer ganz normalen Schule führt. Die Autorin nimmt sich Zeit, diesen Alltag von Lena, ihrer Familie und ihren Freunden zu beschreiben, wird dabei aber niemals langweilig. Das einzig unnormale in Lenas Welt sind ihre Träume und komischen Wahrnehmungen. Schon seit einiger Zeit hat sie furchtbare Albträume und sieht ihr Spiegelbild verzerrt. Auch der Leser bekommt das Gefühl, dass sich irgendetwas anbahnt.
Nach und nach lernt man Lenas Umfeld kennen. Neben Lenas Eltern, die eher eine Nebenrolle einnehmen, erfährt man von Daniel, ihrem Bruder, von Ariana, ihrer besten Freundin, Lukas, ihrem besten Freund und einigen anderen.
Immer mehr komische Vorfälle gesellen sich zu den Träumen von Lena und dann taucht auch noch ein komischer Typ auf, der immer in der Nähe ist, wenn Lena in Schwierigkeiten gerät. Mit ihm muss ja was faul sein, oder?

Der Teenie-Anfang der Geschichte wandelt sich sehr bald in große Spannung. Nach und nach werden die Fragen, die sich für den Leser stellen aufgeklärt. Das Buch bekommt eine überraschende Wendung in Richtung Fantasy und lässt einen dank seiner Vielschichtigkeit nicht los. Spätestens nach dem Viertel des Buchs ist man der Geschichte verfallen.

Der Anfang erinnert den Leser an eigene Teenie-Zeiten zurück, es gibt wahnsinnig süße Momente und man fühlt mit Lena, da sie durch ihre Träume und Wahrnehmungen eine schwere Zeit durchmacht. Betrachtet man die Geschichte am Ende, finde ich, die Geschichte hat eine Wandlung von „Teenie-Geschichte“ zu „spannendes Fantasy-Debüt“ hingelegt.

Trotz der vielen Charaktere schafft es die Autorin bereits nach den ersten fünf Kapiteln, dass sich ein gefühl von „Zuhause“ eingestellt hat. Jedem Charakter wird Leben eingehaucht, es sind keine leeren Hüllen, sondern für den Leser tatsächliche Persönlichkeiten, mit denen man mitfühlt.

Lenas Gedankengänge, die immer wieder in die Geschichte einfließen sind sehr authentisch und der Humor für mich ansprechend gewesen. Dadurch wird die ernste Stimmung immer wieder aufgelockert. Die Protagonistin stolpert von einem Zwischenfall in den nächsten, sodass es bis zur letzten Seite absolut spannend bleibt. Gerade, wenn man denkt, dass alles seine Ordnung hat und man als Leser nun durchsieht, findet man sich in einer völlig unerwarteten Situation wieder, die die nächsten Fragen aufwirft. Auch diese möchte man schnellstmöglich beantwortet haben, weswegen man weiter und weiter und weiterliest.
Das Buch lässt einen trotz der vielen Fragen während des Lesens niemals enttäuscht zurück, vielmehr baut jedes Geschehen auf den vorherigen Ereignissen auf, sodass sich am Ende des Buchs ein großes Ganzes ergibt und man erfährt, was es mit Lenas komischen Wahrnehmungen auf sich hat.

Fazit:

Was für ein Debüt! Ich bin vollends begeistert. Nie hätte ich so ein gutes Buch hinter dem Begriff „Debütroman“ vermutet. Der klare und prägnante Sprachstil und die anhaltende Spannung lassen einen nicht mehr los und die Geschichte zieht den Leser schnell in seinen Bann. Unheimlich liebenswerte Charaktere, die tolle Umsetzung und das richtige Maß an Liebe lassen mich zurück mit dem Wunsch, sofort den zweiten Band zu lesen (der allerdings erst im Oktober 2017 herauskommt). Wirklich eine Überraschung und deshalb eine klare Leseempfehlung!

Bewertung: ❤❤❤❤❤

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Buchtipp – Silber – Bücher der Träume von Kerstin Gier

Hallo liebe Leser,

ich melde mich nach einer etwas längeren Pause wieder zurück. Und gleich mit einem Büchertipp! Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich euch die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier vorgestellt. Ihr nächstes Werk, das ich gelesen habe, ist die Silber-Reihe.

 

Begegnung mit dem Buch:
Lange bin ich an einem Schaufenster vorbeigegangen, in dem dieses Buch stand. Letztendlich hatte ich überlegt, ob ich es erst kaufe, wenn das Taschenbuch draußen ist, aber der „Weihnachtsmann“ hat mir beide Teile in gebundener Fassung beschert. 🙂

Worum geht´s?
Um Liv Silber und ihre Familie, bestehend aus ihrer Mutter, kleinen Schwester und Lottie, dem Kindermädchen, die nie an einem Ort sesshaft wurden und durch die Weltgeschichte getingelt sind. Doch am Anfang dieses Buches steht die Veränderung: Livs Mutter hat in England ihren Traummann gefunden, weswegen sie jetzt endlich ein sesshaftes normales Leben aufbauen können. Dieser „Traummann“ hat auch zwei Kinder. Indirekt durch ihren neuen Stiefbruder, Grayson, schlittert Liv in ein kleines Abenteuer. Sie entdeckt, dass man seine eigenen Träume in eine Art Korridor verlassen kann und die Macht hat, die Träume zu kontrollieren, verschiedene Formen anzunehmen etc.
Leider bleibt es nicht bei ein paar Spielereien. Die Geschichte wird immer verworrener und Liv muss aufpassen, denn bald geht es nicht nur um ein paar Träume, sondern auch um das reale Leben, welches dadurch beeinflusst wird.

Fazit:
Kerstin Gier erschafft wieder eine in sich stimmige Welt mit liebevoll beschriebenen Charakteren. Die Idee mit den Träumen ist wieder mal ein spannendes Konzept, das Platz für Spielraum lässt. Auch die Romantik kommt in ihren Büchern wie immer nicht zu kurz, ist aber nicht der Hauptschauplatz im Roman.  Herrlich leicht geschrieben, ist es wieder einmal eine gelungene Abendlektüre, die nicht zu sehr anstrengt, aber dennoch spannend bleibt. Lesenswert!

P.S.: Ich kann den dritten Teil kaum erwarten. ^^

 

EURE HACHIDORI

 

 

Buchtipp – Die Edelsteintrilogie „Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün“

Ich habe mich ewig nicht an diese Trilogie herangewagt. Ich dachte, es wäre zu jugendlich, zu kindisch und wahrscheinlich auch nicht mein Thema, da die Klappentexte eher eine stinknormale und nur durch einige Fantasy-Details verschönerte Romanze vermuten lassen.
Ich wurde überrascht mit einer Geschichte, die mich gefesselt hat.

 

Inhalt:
Es geht um Gwendolyn, die ein ganz „normales“ Leben führt. Naja, fast normal. Sie hat eine ziemlich nervige Familie, die man über die Zeit immer besser kennenlernt. Da gibt es verschiedene Charaktere, die man lieb gewinnt oder eben auch nicht. Ihre Cousine und deren Mutter sind dabei die schlimmsten. Sie halten sich für etwas Besseres, weil Gwendolyns Cousine Charlotte das in ihrer Familie existierende „Zeitreisegen“ besitzt und ihr ganzes Leben auf ihre erste Reise vorbereitet wird.
Dann stellt sich allerdings heraus, dass Gwendolyn die Erbin dieses Gens ist und das stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie muss nicht nur mit den Zeitsprüngen in die Vergangenheit leben lernen, sondern muss sich auch noch mit ihrem fürchterlich gut aussehenden Zeitreisepartner Gideon herumschlagen.
Nach und nach werden Geheimnisse entdeckt, die lieber im Verborgenen geblieben wären, denn die Wächter der Zeitreisen dienen dem unheimlichen Grafen von Saint Germain, der anscheinend nicht der Wohltäter zu sein scheint, als der er sich ausgibt…
Wer eine abgedrehte Science-Fiction-Geschichte erwartet, ist hier falsch. Denn Gwendolyn kann nur in die Vergangenheit reisen, bevor sie geboren wurde. Sie reist in verschiedenste Epochen Londons und wird in ein spannendes Abenteuer um das Geheimnis des Grafen von Saint Germain verwickelt. Ganz nebenbei wird hier die Romantik zwischen „Gwenny“ und Gideon erzählt. Es ist also keine pure Romanze, es ist ein spannendes Fantasy-Werk, das für mich eine große Überraschung war. Die Klappentexte verraten viel zu wenig über das Potenzial des Buches.
Mein Fazit:
Es ist einfach geschrieben und liest sich deshalb unheimlich gut. Mein Höhepunkt war der Showdown im dritten Buch und ein Rätsel im zweiten Buch, welches man nur lösen konnte, indem man aufmerksam gelesen hatte.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse am Anfang des zweiten und dritten Buches, was einen etwas nervt, wenn man die Bücher direkt hintereinander schmökert. Allerdings lag zwischen den Büchern eine gewisse Zeit, was die Zusammenfassungen rechtfertigt. Kerstin Gier schafft es eine schlüssige und in sich stimmige Geschichte zu erzählen, die einen fesselt und die man nicht weglegen möchte.
Man merkt, dass es ein Jugendbuch ist, aber wie Kerstin Gier selbst sagt, ist es für jede Frau mit einem „Marzipanherzen“ geschrieben. Ich würde auch zustimmen, dass es eher lesenswert für Frauen ist. Für männliche Vertreter ist es doch einen Tick zu romantisch.
Für mich war das mit den Zeitreisen eine völlig neue Idee. Kerstin Gier schafft es das typische Science-Fiction-Thema „Zeitreise“ in die Fantasybranche zu integrieren. Außerdem erschafft sie mit dem Orden der Zeitreise-Wächter eine wunderbar mysteriöse Untergrundorganisation. Ich habe jede Minute mit „Gwenny“ mitgefiebert.
Die vielen liebenswerten Charaktere machen es leicht, sich in sie zu verlieben.
Spannend, liest sich gut, empfehlenswert!

EURE HACHIDORI