Buchtipp – „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay

Hallo liebe Leser,

heute gibt es endlich mal wieder einen Buchtipp! Bedanken könnt ihr euch bei meiner lieben Bloggerkollegin Miss Boleana, der ich von diesem Buch vor nicht allzu langer Zeit erzählte und nun Lust bekam, es mit euch allen zu teilen!

Ich möchte euch dieses Mal „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay nicht nur empfehlen, sondern geradewegs ans Herz legen.

Begegnung mit dem Buch:
Dieses Buch hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Meine Brieffreundin, die ich mittlerweile seit 12 Jahren kenne, treffe ich jedes Jahr einmal. Vor vielen Jahren besuchte ich sie wieder einmal in einem wunderschönen Sommer und abends haben wir immer gemeinsam noch ein paar Zeilen gelesen. Dabei entdeckte ich in ihrem Buchschrank ein unscheinbares Buch in einem mausgrauen Einband. Es war nicht wirklich dick und auch sonst kein sonderlicher Augenschmaus, aber der Inhalt hat mich sofort entschädigt. Und jedes weitere Mal, wenn ich sie besuchte, habe ich weitergelesen. Irgendwann haben sich unsere Treffen woandershin verlagert, unser Leben sich verändert und ich habe mir das Buch selbst gekauft. 🙂

Der Autor:
Jorge Bucay ist kein Schriftsteller von Natur aus, er ist ein angesehener Psycho- und Gestalttherapeut. Seit einigen Jahren hat er sich vor allem im spanischsprachigem Raum bekannt, was damit zusammenhängt, dass er aus Argentinien stammt. Bevor er zum Beruf des Gestalttherapeuten kam, der ihn auf die Idee zu diesem Buch brachte, war er Schauspieler, Clown und Straßenhändler. Mittlerweile kommt auf diese Liste eben auch der Begriff Schriftsteller.


By Edward the Confessor (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Das Buch:
Das Buch „Geschichten zum Nachdenken“ ist das zweite Buch, welches Bucay schrieb. Es ist eine Sammlung von verschiedenen Geschichten, die er Patienten zur Lebenshilfe erzählte oder die er irgendwo auf der Welt aufschnappte und hilfreich fand. Man kann das Buch als einfaches Geschichtenbuch für Erwachsene lesen, seine Wirkung entfaltet es aber erst, wenn man sich jede Geschichte bewusst durch den Kopf gehen, die verschiedenen Moralen, Einsichten und Lebensweisheiten an sich herankommen lässt. Ganz unterschwellig werden hier Botschaften an den Leser gesandt, der manchmal langsam, manchmal wundersam erleuchtend eine Erkenntnis gewinnt.
Eine der vielen Geschichten handelt von einem Friedhof, auf dem Grabsteine mit niedrigen Lebensdaten stehen…der Reisende, der vorüberzieht, wundert sich darüber und fragt sich, warum so viele Kinder hier gestorben sind. Warum diese Geschichte eine nicht erwartete Wendung mit einer wichtigen Botschaft zur Lebensbejahung hat, solltet ihr unbedingt nachlesen!

Fazit:
Manche Geschichten entfalten erst nach Jahren eine Bedeutung, wenn sie auf das eigene Leben passen. Manche Geschichten mag man von Anfang an, andere werden erst später sympathisch. Die Einsichten, die man durch das Buch gewinnen kann sind einfach und doch nicht immer einfach sichtbar. Das Buch ist zwar philosophisch, aber garantiert kein Fachbuch, weswegen es bei jedem einen ganz persönlichen Platz im Bücherregal finden kann.
Ein Buch, was man zwischendurch und immer wieder lesen kann. Das ist auch die Eigenschaft, die ich an diesem Buch am meisten schätze. Es ist immer da, wenn man es brauch und immer wieder aktuell.
Diese Geschichten machen süchtig nach mehr und sind ungemein heilsam.
UNBEDINGT LESEN!!!

EURE HACHIDORI

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Buchtipp – „Die Bestimmung“ von Veronica Roth

Auch heute gibt es wieder einen Buchtipp für euch, meine lieben Leser!
In meinem letzten Leseanfall habe ich auch „Die Bestimmung“ von Veronica Roth gelesen. Hier jetzt ein Überblick.

 

Begegnung mit dem Buch:

Wieder eines dieser Bücher, was ich schon seit geraumer Zeit im Buchladen anstarre und mich aufgrund des Klappentextes und des Covers nicht entscheiden kann, ob ich es mitnehmen soll oder nicht. Ich hatte im Buchladen die ersten fünf Seiten gelesen und war mir danach sicher, dass ich es mit diesem Buch probieren möchte. Ich wurde nicht enttäuscht und ärgere mich ein weiteres Mal, dass ich es nicht in gebundener Version gekauft habe. xD

Inhalt:

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes zünftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.

Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.

Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und ssich den wagemutigen Ferox anzuschließen. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht …
(Quelle: http://www.die-bestimmung.de/buecher.html)

Fazit:

Veronica Roth schreibt die Geschichte in der Ich-Perspektive, was ich bei „Tribute von Panem“ von sehr erfrischend fand. Ich mag es einfach, weil man sich komplett in den Gedanken der Hauptperson verlieren kann. Beatrice, die Hauptperson wird dabei in all ihrer Zerrissenheit und Liebenswürdigkeit dargestellt. Aber auch die „schlechten“ Seiten werden nicht vergessen, weswegen sie zu einer authentischen Figur heranwächst. Nach den ersten paar Seiten konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch nicht in die Gänge kommt, nein, es war vielmehr eine Entdeckungstour durch diese Welt, in der die fünf Fraktionen existieren. Nach und nach wurden meine Fragen, die ich mir während dem Lesen stellte aufgeklärt. Es bleibt allerdings auch genug Spielraum für eigene Vorstellungen, wie ich finde. Alles in allem wirkt die Welt sehr stimmig. Man merkt außerdem die Liebe zu den Charakteren. Sie sind so beschrieben, dass man selbst Nebencharaktere irgendwie lieb gewinnt. Und der unnahbare Four ist schließlich das letzte i-Tüpfelchen, um sich komplett in das Buch zu verlieben.
Thematisch ist das Buch eine Art utopische Zukunftvision unserer Gesellschaft, dargestellt werden die menschlichen, politischen und gesellschaftlichen Differenzen, Probleme, Schwierigkeiten.
Es ist spannend, diese Art von Gesellschaft zu durchdenken und die einzelnen Personen bei ihrem Weg durch die Veränderungen, die sie selbst durchmachen zu begleiten.
Spannung ist für mich sowieso DAS Wort für dieses Buch. Es ist außerdem angenehm leicht geschrieben, weswegen es die perfekte Abendlektüre ist. Auch wenn man sich oft zügeln muss, nicht die ganze Nacht durchzulesen……………
Unbedingte Leseempfehlung!
EURE HACHIDORI

Buchtipp – „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer

Hallo liebe Leser,

heute gibt es wieder mal einen neuen Buchtipp!

 

Begegnung mit dem Buch:
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer, geradezu verschlungen. Meine erste Begegnung mit dem Buch war eine Buchhandlung, in der mich vor allem das Cover des Buchs interessiert hat. Es hat mich irgendwie in seinen Bann gezogen. Der Klappentext klang auch toll und deswegen setzte ich es auf meine Wunschliste. Als ich dann zu meinem Geburtstag ein paar Büchergutscheine bekam, war das erste Buch, was ich davon kaufte „Die Seiten der Welt“. Nachdem ich auf den ersten paar Seiten das Gefühl hatte, das Buch würde nicht in die Gänge kommen, wurde es auf einmal so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Inhalt:
Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher. (Quelle: http://seiten-der-welt.de/das-buch/)

Fazit:
Kai Meyer schafft eine für mich völlig einzigartige und nie dagewesene Welt der Bücher. Eine Mischung aus Fantasy und irgendwas „buchigem“. Bücher sind für mich eher stille Unterhaltung, aber in diesem Roman bekommen sie eine laute, vielsagende und auch zerstörende Rolle. Diese Welt ist von Kai Meyer in sich so schlüssig beschrieben, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob es sowas nicht wirklich geben kann. Außerdem frage ich mich die ganze Zeit, was wohl mein eigenes Seelenbuch wäre. Die verschiedenen Charaktere sind mit Liebe gestaltet, die Handlung geheimnisvoll, zunächst nicht ganz durchsichtig und am Ende erwartet einen auch die eine oder andere Überraschung. Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen, es folgt ein zweiter Band.
Für mich ein ganz besonderes Buch, denn es ist ein Buch über Bücher, eine Hommage an alle Leseratten dieser Welt und eine garantiert abendfüllende Lektüre.
Ganz klare Leseempfehlung!

EURE HACHIDORI

 

 

Rückblick Leipziger Buchmesse 2015

Hallo liebe Leser,

gestern war es also soweit. Die Leipziger Buchmesse stand für mich wieder an. Nachdem ich letztes Jahr schon am Freitag da war und die Hallen nicht ganz so überflutet waren, musste ich mich dieses Jahr am Samstag natürlich erstmal wieder in diesen ganzen Massenauflauf reinfinden. Wahnsinn, wie viele Menschen da waren.
Etwas ärgerlich war durch den großen Andrang das veränderte Wegesystem, sodass man die Hallen teilweise nur durch andere Hallen erreichen konnte, weil die Wege gesperrt waren.
Ansonsten habe ich nicht viel zu beanstanden.

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Die tolle Aktion „Vorsicht Buch!“ war wieder mit am Start, wenn auch viel kleiner aufgezogen als die letzten Jahre. Ich konnte viele schöne Bücher und Leseproben ergattern und bin nun für gefühlte 10 Jahre mit Lesestoff ausgestattet, auch wenn ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder so viel mitnehmen werde.
Auch auf den Toiletten wurde dieses Mal passend dekoriert. 😀

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Was soll ich viel drum rum reden? Es war wie in den letzten Jahren echt eine schöne Messe und ich will gar nicht so viel schwafeln, sondern euch einfach ans Herz legen, nächstes Jahr unbedingt selbst dabei zu sein.
Ich finde es jedes Jahr wieder erhebend zu sehen, wie viele Menschen sich trotz „digitalisierter Welt“ für Bücher begeistern lassen.
Ich hoffe darauf, euch nächstes Jahr auf der Messe zu sehen. 😉

EURE HACHIDORI

Leipziger Buchmesse 2015

Hallo liebe Leser,

habt ihr auch alle auf dem Schirm, dass diese Woche die Leipziger Buchmesse ist? Ich bin gespannt, ob sie mich dieses Jahr wieder so fesselt wie letztes Jahr.

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Rückblick 2014:
Die Aktion „Vorsicht Buch!“ war wieder mit dabei und dieses Mal konnte man vor einer riesigen Leinwand Fotos machen. Das war ziemlich cool und man hat die Fotos sogar kostenlos ausgedruckt bekommen. Ansonsten war für mich das Ereignis überhaupt, dass letztes Jahr die Manga/ Comic-Convention eine eigene Halle bekommen hat. Einfach, weil es sonst immer viel zu voll in Halle 2 war. Das war auf jeden Fall eine gute Entscheidung der Veranstalter. Eine weitere gute Änderung war, dass die ganzen Cosplayer, die eh nur auf die Convention wollen, einen eigenen Eingang direkt zu Halle 1 hatten und somit der Andrang im Eingangsbereich reduziert wurde. Auch das war wirklich sinnvoll und da war ich echt begeistert. Ansonsten gab es natürlich wieder jede Menge kostenlose Leseproben und Stände, an denen man sich schon überlegen musste, ob das Budget reicht. Ein sehr großes und mich nachhaltig beeinflussendes Ereignis war jedoch das Treffen mit einer Bloggerin auf der Messe. Ich hatte mit Miss Boleana und meinen zwei besten Freundinnen wirklich einen tollen Tag. Es war, als würde man sich schon immer kennen und ich war so begeistert, dass wir jemand so Besonderen kennengelernt haben und sich dieser Kontakt weiterhin gehalten hat! Ihr seht, die Buchmesse verbindet. 😀

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Vorfreude 2015:
Dieses Jahr sehen wir Miss Boleana sogar wieder! Und ich habe mich die letzten Wochen beim Bücherkauf zurückgehalten, damit ich ordentlich auf der Messe zuschlagen kann. *höhö* Dieses Jahr kam ich irgendwie noch gar nicht recht dazu mich auf die Messe zu freuen. Aber heute hat die Vorfreude mich doch gepackt!

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Was ist mit euch? Geht ihr euch zur Buchmesse? Ist eure Vorfreude auch so groß?
Plant ihr Einkäufe vorher? Geht ihr immer mit einem Buch nach Hause oder ist euch das egal?

EURE HACHIDORI

Buchtipp – Silber – Bücher der Träume von Kerstin Gier

Hallo liebe Leser,

ich melde mich nach einer etwas längeren Pause wieder zurück. Und gleich mit einem Büchertipp! Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich euch die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier vorgestellt. Ihr nächstes Werk, das ich gelesen habe, ist die Silber-Reihe.

 

Begegnung mit dem Buch:
Lange bin ich an einem Schaufenster vorbeigegangen, in dem dieses Buch stand. Letztendlich hatte ich überlegt, ob ich es erst kaufe, wenn das Taschenbuch draußen ist, aber der „Weihnachtsmann“ hat mir beide Teile in gebundener Fassung beschert. 🙂

Worum geht´s?
Um Liv Silber und ihre Familie, bestehend aus ihrer Mutter, kleinen Schwester und Lottie, dem Kindermädchen, die nie an einem Ort sesshaft wurden und durch die Weltgeschichte getingelt sind. Doch am Anfang dieses Buches steht die Veränderung: Livs Mutter hat in England ihren Traummann gefunden, weswegen sie jetzt endlich ein sesshaftes normales Leben aufbauen können. Dieser „Traummann“ hat auch zwei Kinder. Indirekt durch ihren neuen Stiefbruder, Grayson, schlittert Liv in ein kleines Abenteuer. Sie entdeckt, dass man seine eigenen Träume in eine Art Korridor verlassen kann und die Macht hat, die Träume zu kontrollieren, verschiedene Formen anzunehmen etc.
Leider bleibt es nicht bei ein paar Spielereien. Die Geschichte wird immer verworrener und Liv muss aufpassen, denn bald geht es nicht nur um ein paar Träume, sondern auch um das reale Leben, welches dadurch beeinflusst wird.

Fazit:
Kerstin Gier erschafft wieder eine in sich stimmige Welt mit liebevoll beschriebenen Charakteren. Die Idee mit den Träumen ist wieder mal ein spannendes Konzept, das Platz für Spielraum lässt. Auch die Romantik kommt in ihren Büchern wie immer nicht zu kurz, ist aber nicht der Hauptschauplatz im Roman.  Herrlich leicht geschrieben, ist es wieder einmal eine gelungene Abendlektüre, die nicht zu sehr anstrengt, aber dennoch spannend bleibt. Lesenswert!

P.S.: Ich kann den dritten Teil kaum erwarten. ^^

 

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Buchtipp – „Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater

 

Inhalt:

Grace wartet jeden Winter auf die Wölfe. Vor allem auf ihren Wolf. Den Wolf mit den goldenen Augen. Den Wolf, der ihr das Leben rettete, als sie als Kind von den Wölfen gebissen und verschleppt wurde.
Trotz dieser traumatischen Erfahrung sind die Wölfe ihre große Leidenschaft. Sie wartet jeden Winter, dass sie plötzlich erscheinen. Vor allem ihr Wolf, der sich sogar nahe an ihr Haus heranwagt.
Irgendwann soll Jagd auf die Wölfe gemacht werden und Grace findet einen blutverschmierten nackten Jungen auf ihrer Veranda. Langsam begreift sie, warum die Wölfe im Sommer plötzlich verschwinden…
Grace wird durch ihre Liebe zu ihrem Wolf verwickelt in das Schicksal des Wolfsrudels und gerät zwischen Fronten Mensch gegen Wolf.

Fazit:

Dieses Buch habe ich wegen dem wunderschönen Einband gekauft. Ich hatte extra auf die Taschenbücher gewartet, weil ich Angst vor einem Fehlkauf hatte. Welche Illusion! Ich hatte eine typische und abgedroschene „Werwolf“-Geschichte erwartet, aber tatsächlich war es eine überraschend neue und gar nicht abgedroschene Erzählung.
Das Buch erzählt aus zwei Perspektiven. Über jedem Kapitel ist der Name des Charakters abgedruckt, aus dessen Perspektive erzählt wird und die Grad-Zahl, die zu diesem Zeitpunkt herrscht. Warum das eine Rolle spielt, erfährt man während der Geschichte.
Ich finde, es ist ein tolles Buch, es war mal etwas ganz anderes, obwohl es ja genug „Werwolf“-Storys gibt. Insofern das geht, würde ich sogar sagen, es war sehr realistisch geschrieben.
Die Stimmung des Buches ist eher melancholisch. Es ist der erste Teil von bisher drei Büchern. Den zweiten Teil habe ich allerdings noch nicht gelesen.
Besonders schön finde ich an der Reihe auch, dass die Titel der Bücher im Zusammenhang gelesen einen Satz ergeben. „Nach dem Sommer“, „Ruht das Licht“ und „In deinen Augen“ sind die Namen der drei Bücher. Das lässt vermuten, dass es bei einer Trilogie bleibt. Die Bücher waren gut geschrieben, es hat sich gut gelesen. Nur die Stimmung ist manchmal sehr wehmütig.
Alles in allem kann ich den ersten Teil voll und ganz empfehlen, da das Buch folgende Bewertung bekommt:

– spannend
– realistisch genug, um nicht albern zu sein
– abgedroschenes Thema in neuer Manier dargestellt
– wunderschön melancholische Liebesgeschichte

Mich hat das Buch begeistert, nachdem es mich wochenlang im Bücherladen angelächelt hat.
Unbedingt lesen!

 

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Buchtipp – Die Edelsteintrilogie „Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün“

Ich habe mich ewig nicht an diese Trilogie herangewagt. Ich dachte, es wäre zu jugendlich, zu kindisch und wahrscheinlich auch nicht mein Thema, da die Klappentexte eher eine stinknormale und nur durch einige Fantasy-Details verschönerte Romanze vermuten lassen.
Ich wurde überrascht mit einer Geschichte, die mich gefesselt hat.

 

Inhalt:
Es geht um Gwendolyn, die ein ganz „normales“ Leben führt. Naja, fast normal. Sie hat eine ziemlich nervige Familie, die man über die Zeit immer besser kennenlernt. Da gibt es verschiedene Charaktere, die man lieb gewinnt oder eben auch nicht. Ihre Cousine und deren Mutter sind dabei die schlimmsten. Sie halten sich für etwas Besseres, weil Gwendolyns Cousine Charlotte das in ihrer Familie existierende „Zeitreisegen“ besitzt und ihr ganzes Leben auf ihre erste Reise vorbereitet wird.
Dann stellt sich allerdings heraus, dass Gwendolyn die Erbin dieses Gens ist und das stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie muss nicht nur mit den Zeitsprüngen in die Vergangenheit leben lernen, sondern muss sich auch noch mit ihrem fürchterlich gut aussehenden Zeitreisepartner Gideon herumschlagen.
Nach und nach werden Geheimnisse entdeckt, die lieber im Verborgenen geblieben wären, denn die Wächter der Zeitreisen dienen dem unheimlichen Grafen von Saint Germain, der anscheinend nicht der Wohltäter zu sein scheint, als der er sich ausgibt…
Wer eine abgedrehte Science-Fiction-Geschichte erwartet, ist hier falsch. Denn Gwendolyn kann nur in die Vergangenheit reisen, bevor sie geboren wurde. Sie reist in verschiedenste Epochen Londons und wird in ein spannendes Abenteuer um das Geheimnis des Grafen von Saint Germain verwickelt. Ganz nebenbei wird hier die Romantik zwischen „Gwenny“ und Gideon erzählt. Es ist also keine pure Romanze, es ist ein spannendes Fantasy-Werk, das für mich eine große Überraschung war. Die Klappentexte verraten viel zu wenig über das Potenzial des Buches.
Mein Fazit:
Es ist einfach geschrieben und liest sich deshalb unheimlich gut. Mein Höhepunkt war der Showdown im dritten Buch und ein Rätsel im zweiten Buch, welches man nur lösen konnte, indem man aufmerksam gelesen hatte.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse am Anfang des zweiten und dritten Buches, was einen etwas nervt, wenn man die Bücher direkt hintereinander schmökert. Allerdings lag zwischen den Büchern eine gewisse Zeit, was die Zusammenfassungen rechtfertigt. Kerstin Gier schafft es eine schlüssige und in sich stimmige Geschichte zu erzählen, die einen fesselt und die man nicht weglegen möchte.
Man merkt, dass es ein Jugendbuch ist, aber wie Kerstin Gier selbst sagt, ist es für jede Frau mit einem „Marzipanherzen“ geschrieben. Ich würde auch zustimmen, dass es eher lesenswert für Frauen ist. Für männliche Vertreter ist es doch einen Tick zu romantisch.
Für mich war das mit den Zeitreisen eine völlig neue Idee. Kerstin Gier schafft es das typische Science-Fiction-Thema „Zeitreise“ in die Fantasybranche zu integrieren. Außerdem erschafft sie mit dem Orden der Zeitreise-Wächter eine wunderbar mysteriöse Untergrundorganisation. Ich habe jede Minute mit „Gwenny“ mitgefiebert.
Die vielen liebenswerten Charaktere machen es leicht, sich in sie zu verlieben.
Spannend, liest sich gut, empfehlenswert!

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Buchtipp – Frauen und Bücher ~ Eine Leidenschaft mit Folgen von Stefan Bollmann

Heute kommt, passend zur anstehenden Buchmesse, mal wieder ein Buchtipp.

Es geht um:
Frauen und Bücher – Eine Leidenschaft mit Folgen
von Stefan Bollmann
Ich hab das Buch ehrlich gesagt noch nichtmal ausgelesen und trotzdem finde ich es so interessant, dass ich es nur empfehlen kann!
Bollmann beschreibt anschaulich die Geschichte der Beziehung zwischen Frau und Buch.
Angefangen in einer früheren Zeit bei den Dichterlesungen Klopstocks, bei denen die Damen dahinschmolzen und es sich gehörte, bei Anbahnen einer Beziehung gemeinsam Klopstock-Lektüre zu lesen, bis hin in die Neuzeit mit Geschichten über Frauen wie Marylin Monroe, die begeisterte Leserin war, entgegen allen Vorurteilen.
Die Geschichte dieser besonderen Beziehung ist an sich schon spannend, schön ist aber, dass es nicht nur trocken erzählt wird, sondern mit Anekdoten und Originalzitaten unterlegt ist.
Mehr kann man dazu gar nicht sagen! Es ist ein tolles, informatives und interessantes Buch mit vielen Fakten, die man sicherlich noch nie gehört hat! Ich bin begeistert und möchte es euch wärmstens empfehlen.

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Frauen der Weltgeschichte – Katherine Mansfield

Katherine Mansfield
neuseeländische Schriftstellerin
1888 – 1923


Titel: Katherine Mansfield (Quelle)
Fotograf: Archives New Zealand from New Zealand

Katherine Mansfield gilt als eine der wichtigsten Kurzgeschichtenautorinnen der Moderne. Sie publizierte unter anderem die Kunst- und Literaturzeitschrift „Rhythm“ zusammen mit ihrem Mann.
Das große Ziel dieser Literatin war es, kein langweiliges Leben zu führen. Es war am Ende auch nicht langweilig, ganz und gar nicht monoton, aber auch nicht immer glücklich.
Im zarten Alter von 20 Jahren verließ sie Neuseeland Richtung London. Ihr Ziel war es, dort ein Leben in der Boheme zu führen. (Anmerkung: Der Begriff Boheme steht laut Duden für ein unkonventionelles Künstlermilieu und ungebundenes, ungezwungenes Künstlerdasein)
Ihren Ehemann verließ sie einen Tag nach der Hochzeit. Daraufhin wurde sie von ihrer Familie enterbt.
Ihre erste bekannte Kurzgeschichte schrieb sie in Bayern. Sie trug den Namen „In a German Pension“. Schlussendlich wurde sie eine berühmte Schriftstellerin, auf die angeblich sogar Virginia Woolf (selbst eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen und Literaturkritikerin der Moderne) eifersüchtig gewesen sein soll.
Tragischerweise starb sie schon im Alter von 34 Jahren an Tuberkulose.

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