pünktlich zum 01. Juni 2021 ist das Sommerloch-Bingo gestartet. Alle Infos zu dieser Lese-Challenge findet ihr auf der Aktionsseite auf meinem Blog.
Nur so viel: Es werden wieder 9 Bücher ausgewählt, die in den kommenden 2 Monaten gelesen werden sollen. Die Reihenfolge wird bei mir von der lieben Gabriela von Buchperlenblog ausgelost.
Hier seht ihr den aktuellen Stand des Sommerloch-Bingos 2021:
Meine Losfee hat mir als siebtes Buch ein Buch ausgelost, welches ich schon das ganze Bingo über herbeisehne und welches mit 600 Seiten der dickste Wälzer ist:
„DIE LEGENDER DER ADLERKRIEGER“ VON JIN YONG
Geschrieben wurde er von DEM chinesischen Fantasy-Autor und ich bin sehr gespannt, ob es mich abholen wird.
Ich halte euch wie letztes Mal beim Frühjahrsputz-Bingo auf dem Laufenden!
die liebe Gabriela von Buchperlenblog hat sich etwas ganz Besonderes für uns einfallen lassen! Die Welt der Blogger ist etwas stiller geworden, Gründe sind vielfältig. Fakt ist, dass ich selbst auch etwas faul geworden bin, was das Lesen anderer Blogs angeht. Woran das liegt, ich kann es es nicht sagen und wenn, wären es auch hier vielfältige Gründe. Und so wurde von Gabriela der Innovations-Award ins Leben gerufen, der an die vielen Awards aus der Blogosphären-Vergangenheit erinnern soll. So können wir uns untereinander vernetzen und neue oder bekannte Gesichter entdecken und unterstützen. Nachdem ich mit ihr darüber gesprochen hatte, wurde ich natürlich direkt nominiert und freue mich sehr, dass ich ein Teil davon sein darf. Ich mache gern mit, wenn es darum geht, die Blogosphäre wieder ein wenig bunter werden zu lassen!
Die Regeln zum Award:
Nenne den Schöpfer des Awards und setze einen Link auf den Blog
Du kannst Bucherplenblogs Header nutzen oder selbst einen gestalten, ganz wie du magst!
Danke der Person, die Dich nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Post
Nominiere selbst ein paar Blogger
Vor allem, hab Spaß daran mitzumachen!
Vorschlag zur Beitragsgestaltung:
Den eigenen Blog kurz vorstellen.
Welche Genres liest und bespricht man?
Was bietet man eventuell an abseits der Rezensionen?
Kurze Vorstellung eines anderen Blogs.
Welche Aktionen möchte man mit anderen Bloggern gemeinsam starten? Stelle diese Ideen vor.
Also dann beginne ich mal mit dem Award. Etwas aufgeregt und mit schwitzigen Händen, versuche ich gerade die richtigen Worte zu finden, während an meinem Vogelhaus ein Spatz herumpickt und mich extrem davon ablenkt, was ich eigentlich schreiben will. 😀
Mein Künstlername bzw. Bloggername „Sani Hachidori“ ist jetzt schon seit über 8 Jahren Teil meines Lebens. Denn so lange blogge ich nun schon – mal mehr, mal weniger viel und erfolgreich. Trotz der langen Dauer habe ich nie so viele Follower erreicht wie andere, was mir mittlerweile nichts mehr ausmacht. Ich hatte gesundheitliche Pausen und mein Leben 1.0 hat für mich immer noch Priorität, denn das Bloggen soll mir vor allem Spaß machen. Ansonsten habe ich nach einer sehr langen inaktiven Phase wieder zurückgefunden ins Lesen und Bloggen. Früher habe ich über alles mögliche geschrieben, vielleicht sogar etwas zu konzeptlos. Und als ich dann endlich wieder meine Leidenschaft für Bücher ausgelebt habe, was lange nicht möglich war – ja, seitdem schreibe ich hier auf dem Blog auch hauptsächlich Rezensionen. Ich genieße es, dass ich dieses Hobby so intensiv für mich wieder entfachen konnte und möchte die tollen Geschichten mit euch teilen. Noch vor ein paar Jahren war ich froh, wenn ich 10 Bücher im Jahr in der Hand hielt, letztes Jahr habe ich das erste Mal in meinem Leben 50 Bücher im Jahr gelesen. Und dieses Jahr scheine ich auf einem guten Weg zu sein, das zu übertreffen. Ansonsten habe ich mich sehr gefreut, bei den Bloggeraktionen wie dem Frühjahrsputz-Bingo und dem Sommerloch-Bingo dabei zu sein. Das hat frischen Wind gebracht – auch in meinen Blog. Zukünftig würde ich gern ein paar mehr Ideen umsetzen auf dem Blog, aber immer so, dass es zeitlich für mich passt und ich mich nicht unter Druck setze.
Am liebsten lese ich übrigens in den Genres Fantasy, Science-Fiction und Sachbuch, bin aber auch offen und wage mich auch mal an Klassiker, stinknormale Romane oder ganz selten mal an eine Liebesgeschichte. Krimis und Thriller sind so gar nicht meins, es sei denn, es handelt sich um Cozy Crime. Bücher über Japan oder in einem asiatischen Kontext sind für mich übrigens auch immer direkt interessant.
Und was sonst noch, außer Rezensionen?
Ich habe eine eigene Beitragsreihe über meine beiden täglichen Begleiter: Meine Histaminintoleranz und meine Salicylatintoleranz. Diese beiden sind zwar gar nicht mal so selten, wie man denken könnte, aber immerhin so unbekannt, dass die Diagnose eine wahre Odyssee war. Ein paar Beiträge dazu habe ich bereits geschrieben. Wer regelmäßig dazu Updates möchte, kann einmal im Monat meine HIT-Talks auf Instagram verfolgen. Mein Ziel ist es, darüber aufzuklären, anderen Betroffenen zu helfen, einen Lichtblick zu geben und vielleicht auch das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Mehr dazu findet ihr in der betreffenden Beitragskategorie.
Im letzten November haben Gabriela von Buchperlenblog und ich den Historischen November ins Leben gerufen. Eine Aktion, die auf die vielen tollen Geschichten im historischen Kontext aufmerksam machen soll. Allzu oft merkt man, dass diesem Genre ein schlechtes Image anhaftet, dabei gibt es so viel mehr als die klassischen historischen Romane. Nach Ablauf des HistoNovs wurde diese Aktion zur HistoLove – und soll stetig um weitere Bücher erweitert werden. Mehr dazu findet ihr auf der Aktionsseite.
Eine meiner größten Beitragsreihen war in der Vergangenheit „Frauen der Weltgeschichte„, die ich gern wiederbeleben würde. Ich habe immer versucht, in Kurzbiografien interessante Frauen unserer Weltgeschichte vorzustellen. Mein Antrieb war, darüber aufzuklären, wie viele tolle, erfolgreiche und selbstständige Frauen es zu allen Zeiten gegeben hat und dass jede von uns das Recht hat zu träumen und alles zu schaffen, was sie sich vornimmt. Mehr dazu findet ihr in der betreffenden Beitragskategorie.
Außerdem habe ich mehrere Leseprojekte wie beispielsweise mein Star-Wars-Leseprojekt, bei dem ich mir vorgenommen habe, alle Star-Wars-Romane zu lesen. Oder mein Projekt, das Gesamtwerk von Walter Moers und Kai Meyer zu lesen.
Meine Blogempfehlung:
Ich möchte euch heute Leos Buchblog vorstellen. Sie ist nicht nur eine wahnsinnig liebe und offene Persönlichkeit, sondern hat auch eine absolut positive Ausstrahlung, die mich schon öfter total beeindruckt hat. Außerdem gibt sie sich mit ihren Bildern so viel Mühe, dass ich immer wieder begeistert bin. Es gibt wenige Menschen, deren Werdegang ich so gern verfolge wie Leos. Ihr Lesegeschmack reicht von Kinderbüchern über Fantasy, New Adult bis hin zu Thrillern. Sie ist also mit ihrem Buchgeschmack richtig breit aufgestellt. Schaut doch einfach mal bei ihr vorbei und lasst etwas Liebe bei ihr. 🙂
pünktlich zum 01. Juni 2021 ist das Sommerloch-Bingo gestartet. Alle Infos zu dieser Lese-Challenge findet ihr auf der Aktionsseite auf meinem Blog.
Nur so viel: Es werden wieder 9 Bücher ausgewählt, die in den kommenden 2 Monaten gelesen werden sollen. Die Reihenfolge wird bei mir von der lieben Gabriela von Buchperlenblog ausgelost.
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Meine Losfee hat mir als sechstes Buch ein Buch gelesen, was ganz anders ist als mein normales Beuteschema:
„DIE KURIOSEN SYMPTOME DER LIEBE“ VON COLLEEN OAKLEY
Ich bin gespannt, ob mich dieser Roman über eine junge Frau, die an einer Menschenallergie leidet, überzeugen kann.
Ich halte euch wie letztes Mal beim Frühjahrsputz-Bingo auf dem Laufenden!
pünktlich zum 01. Juni 2021 ist das Sommerloch-Bingo gestartet. Alle Infos zu dieser Lese-Challenge findet ihr auf der Aktionsseite auf meinem Blog.
Nur so viel: Es werden wieder 9 Bücher ausgewählt, die in den kommenden 2 Monaten gelesen werden sollen. Die Reihenfolge wird bei mir von der lieben Gabriela von Buchperlenblog ausgelost.
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Meine Losfee hat mir als fünftes Buch ein Sci-Fi-Buch gezogen, auf das ich schon richtig heiß bin:
„DIE LETZTE ASTRONAUTIN“ VON DAVID WELLINGTON
Dieses Buch hatte ich schon vor Erscheinen auf meiner Liste und bin direkt zum Erscheinen in den Buchladen gerannt, um es zu kaufen. Allerdings kamen mir dann so viele andere Projekte dazwischen, dass es immer noch auf meinem SuB auf mich gewartet habe. Ich freue mich total, es jetzt zu erlösen!
Ich halte euch wie letztes Mal beim Frühjahrsputz-Bingo auf dem Laufenden!
pünktlich zum 01. Juni 2021 ist das Sommerloch-Bingo gestartet. Alle Infos zu dieser Lese-Challenge findet ihr auf der Aktionsseite auf meinem Blog.
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Es gab das erste B-B-Bingo! 🙂
Meine Losfee hat mir als viertes Buch etwas gezogen, was ich schon ewig lesen wollte, weil mir die Gestaltung auch einfach so gut gefällt:
„LOVE SHOW – IST DEINE LIEBE ECHT?“ VON BRITTA SABBAG
Das Buch hatte ich mir damals in einer Bücherbox mit passendem Zubehör zum Buch bestellt. Bisher kam ich aber einfach nicht dazu, es zu lesen. Hoffen wir, dass es meinen Erwartungen gerecht wird.
Ihr könnt gern immer noch einsteigen, wenn ihr euren SuB etwas erleichtern wollt. Es sind schon viele Blogs dabei! Ich halte euch wie letztes Mal beim Frühjahrsputz-Bingo auf dem Laufenden!
das Thema der Nahtoderfahrungen ist für viele Menschen etwas, was nicht zu greifen ist. Für einige ist es Hokus Pokus, andere haben sie selbst erlebt und berichten davon wie von echten Erlebnissen. Und sie werfen viele Fragen auf. Nicht zuletzt sind sie für uns Menschen so interessant, weil sie uns die Möglichkeit vermitteln, etwas darüber zu erfahren, was nach unserem Tod passiert. Doch ist das wirklich so? Und was weiß die Wissenschaft über das Phänomen der Nahtoderfahrungen? Das wird in diesem Buch von Dr. med. Bruce Greyson erläutert, dem führenden Forscher, wenn es um dieses Thema geht. Wie mir das Buch gefallen hat, lest ihr im Folgenden.
| Werbung | Rezensionsexemplar |
Danke, an den Ansata Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
ALLGEMEINES ZUM BUCH:
Titel: Nahtod – Grenzerfahrungen zwischen den Welten
Autor/in: Dr. med. Bruce Greyson
Übersetzer/in: Juliane Molitor
Anzahl der Seiten: 400 Seiten
Verlag: Ansata Verlag
Ausgabe: 1. Auflage (Juni 2021)
Genre: Sachbuch
INHALT:
„Es wurde schon viel über das Sterben und darüber, was danach kommen könnte, gesagt und geschrieben – und oft werden wissenschaftliche und religiöse Standpunkte gegeneinander ausgespielt. (…) Ich hoffe, zeigen zu können, dass Wissenschaft und Spiritualität durchaus vereinbar sind und dass Sie die Wissenschaft nicht aufgeben müssen, um spirituell zu sein.“
– Dr. med. Bruce Greyson in „Nahtod – Grenzerfahrungen zwischen den Welten“ von Dr. med. Bruce Greyson, S. 26 –
Der Autor Dr. med. Bruce Greyson arbeitet seit vielen Jahren als Psychiater und forscht mittlerweile seit über 45 Jahren an dem Phänomen der Nahtoderfahrungen. Ausgangspunkt war eine Erfahrung mit einer Patientin, die einen Tomatensoßenfleck auf seiner Krawatte bemerkte, als sie im Koma lag. Dieses Ereignis beschäftigte Greyson jahrelang, bis andere Patienten ebenfalls merkwürdige Beobachtungen und Erfahrungen schilderten. Als Psychiater und Kind eines nicht religiösen Chemikers war er sehr skeptisch und machte es sich zur Aufgabe, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Der Begriff der Nahtoderfahrungen geht zwar auf einen anderen Forscher zurück, aber schnell avancierte Greyson zu DER Person, die andere Mediziner mit diesem Phänomen und dessen Erforschung in Verbindung brachten. Es wurde das Herzensthema des Autors und in diesem Buch stellt er verschiedene Ergebnisse vor sowie Fragen, die während der Forschungen aufgeworfen wurden.
Dabei geht Bruce Greyson darauf ein, wie man ein vermeintlich unwissenschaftliches Thema wissenschaftlich untersucht. Er betont immer wieder, dass nicht das Thema eine Untersuchung wissenschaftlich macht, sondern die Art der Untersuchung die Wissenschaft definiert. Im Buch beschreibt er außerdem eindrucksvoll die verschiedenen wissenschaftlich untersuchten, typischen Merkmale von Nahtoderfahrungen wie das Gefühl der Zeitlosigkeit, die Lebensrückschau, außerkörperliche Erfahrungen, „göttliche“ Erscheinungen, das Treffen von Verstorbenen sowie die positiven und negativen Gefühle während dieses Ereignisses. Zur Verdeutlichung zitiert er immer wieder die Erfahrungsberichte von Betroffenen und analysiert diese unter den wissenschaftlich möglichen Prämissen. Zudem wird auf die Biologie eingangen. Also was passiert im Gehirn während einer Nahtoderfahrung? Welche Fragen werden dadurch wiederum aufgeworfen? Und was hat das alles mit der größten, bisher ungeklärten Frage der Neurowissenschaft zu tun: „Wo sitzt das Bewusstsein?“? Anders als wir vielleicht denken ist es nämlich keineswegs wissenschaftlich nachzuweisen, dass das Gehirn das Bewussstsein erzeugt. Einer der interessantesten Aspekte des Buches waren für mich die Auswirkungen der Nahtoderfahrungen auf die Betroffenen – danach. Es gibt zumeist gut, aber auch schlechte Nachwirkungen. Die positiven können nachweislich sogar zur Prävention von Selbstmorden oder als Unterstützung in der Trauerarbeit fungieren.
Die letztendlichen Schlussfolgerungen zum sehr komplexen Thema der Nahtoderfahrungen möchte ich an dieser Stelle nicht spoilern, weil sie meiner Meinung nach als Fazit das Buch rund werden lassen und ich nichts vorweg nehmen möchte. Nur soviel: Wir müssen offen sein und vielleicht in Kauf nehmen, dass da etwas ist, was wir nicht erklären können. Allerdings ist der Beweis für ein Leben nach dem Tod vielleicht gar nicht so wichtig, sondern die Wirkung, die diese Erfahrungen auf uns Menschen ausüben können.
SCHREIBSTIL:
Direkt zum Anfang der Lektüre überraschte mich der doch sehr eingängige, fast schon romanartige, erzählerische Ton des Autors. Sollte ich gar kein Sachbuch lesen? Meine Befürchtung wurde zerstreut, denn Greyson beleuchtet wirklich jeden noch so kleinen Aspekt zum Thema Nahtoderfahrungen sehr genau und wissenschaftlich fundiert. Der doch recht ungewöhnliche Schreibstil hat hier allerdings sehr dazu beigetragen, dass die Seiten praktisch dahinflogen, was für ein Sachbuch eine außergewöhnliche Leistung ist, wie ich finde. Dieses Werk ist kein bisschen trocken. Informationen aus Wissenschaft und Medizin werden stets aufgelockert durch Erfahrungsberichte und Beispiele, die einen emotionale berühren, tief bewegen und auch manchmal erschrecken. Ein bisschen lesen sich die themengebundenen Kapitel dann aber übergreifend auch wie eine beruflich geprägte Biografie des Autors, was ebenfalls sehr zum Unterhaltungswert des Buches beitrug. Es ist überraschend, wie leichtfüßig dieses Buch geschrieben ist, obwohl es ein so ernstes, anspruchsvolles sowie in der Kritik stehendes Thema aufgreift. Meine Sympathie konnte Greyson durch seine Art der Schreibe auf jeden Fall für sich gewinnen.
Besonders gut fand ich, dass dieses Buch frei von religiösen Wertungen war, wie es in anderen Werken zu diesem Thema der Fall war. Der Autor schrieb stets wertungsfrei und gab dem Leser somit die Möglichkeit, sich auf Basis der Schilderungen selbst eine Meinung zu bilden.
FAZIT:
Dieses Buch beginnt als Reise in unbekannte, mysteriöse Gefilde und endet mit einem hoffnungsvollen Ausruf an das Leben. Wieder einmal hat mir ein Buch gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit dem Tod – egal in welcher Form – nichts schreckliches sein muss, sondern die Chance beinhaltet, die Wertigkeit des Lebens zu betonen. Das Leben kann durch eine Begegnung mit diesem Phänomen – in Buchform oder anderweitig – dazu führen, das Leben neu zu bewerten, einen neuen Blickwinkel zu gewinnen, Veränderungen anzustoßen oder mehr Freude zu empfinden. Aus meiner Sicht eine völlig zu unrecht unterschätztes Thematik in der Literatur, die mehr Aufmerksamkeit verdient hat.
Ein Buch, welches mit einer unfassbaren Leichtigkeit über ein sehr komplexes Thema berichtet. Nie wurde wissenschaftlicher über den Nahtod berichtet, nie neutraler Schlussfolgerungen dazu gezogen. Ein Werk für Betroffene, Interessierte, aber auch und vor allem für alle anderen, die sich bisher nicht an solche Themen herangewagt haben. Ein wichtiges Stück Literatur – unbedingt lesen!
pünktlich zum 01. Juni 2021 ist das Sommerloch-Bingo gestartet. Alle Infos zu dieser Lese-Challenge findet ihr auf der Aktionsseite auf meinem Blog.
Nur so viel: Es werden wieder 9 Bücher ausgewählt, die in den kommenden 2 Monaten gelesen werden sollen. Die Reihenfolge wird bei mir von der lieben Gabriela von Buchperlenblog ausgelost.
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Meine Losfee hat erneut ein glückliches Händchen bewiesen und mir als drittes Buch das gezogen, was mein erstes Bingo komplettiert:
„EVE OF MAN – DIE LETZTE FRAU“ VON GIOVANNA & TOM FLETCHER
Dieses Buch habe ich mal bei einem Gewinnspiel ergattert und wollte es unbedingt lesen, nachdem andere Kritiken so positiv ausfielen. Ich bin gespannt, ob es mich auch so überzeugen kann und werde selbstverständlich berichten. 🙂
Ihr könnt gern immer noch einsteigen, wenn ihr euren SuB etwas erleichtern wollt. Es sind schon viele Blogs dabei! Ich halte euch wie letztes Mal beim Frühjahrsputz-Bingo auf dem Laufenden!
dem dritten und letzten Band der Merle-Reihe von Kai Meyer schaute ich mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf der einen Seite konnte ich es kaum erwarte, weiterzulesen. Auf der anderen Seite hatte ich von vielen anderen Lesern gehört, dass dieser Band ein schockierendes Ende bereithalten sollte. Dieses war auch der Grund, warum sich viele Merle-Fans mit dem Ende nicht zufriedengeben konnten und von Kai Meyer immer wieder eine Fortsetzung verlangten. Wie mir der Abschlussband des Merle-Zyklus dann schlussendlich gefallen hat, lest ihr im Folgenden.
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ALLGEMEINES ZUM BUCH:
Titel: Merle – Das gläserne Wort
Autor/in: Kai Meyer
Anzahl der Seiten: 302 Seiten
Verlag: Fischer Sauerländer Verlag
Ausgabe: 1. Auflage (2020)
Genre: Fantasy, Jugendbuch
INHALT:
*** Achtung! Es handelt sich um den dritten/letzten Band – evtl. Spoiler zu vorherigen Bänden vorhanden! ***
Nach den Abenteuern in Venedig und der Hölle, erreichen Merle und Serafin unabhängig voneinander Ägypten. Doch dieses Land der Pharaonen liegt unter tiefen Schneemassen begraben. Schnell wird klar, dass nur Winter, die Jahreszeit in Person, dafür verantwortlich sein kann. Merle, Serafin deren jeweilige Begleiter treffen nun wieder aufeinander und müssen sich gemeinsam dem Urvater der Sphinxen in den Labyrinthen der Pyramiden stellen. Doch dieser kann nur durch eine bestimmte Person bezwungen werden. Wie die Gruppe aus dem Schlamassel herausfindet, wer den Urvater der Sphinxen besiegen kann, was dies alles kostet und ob sie die Jahreszeit Sommer retten können – das lest ihr am Besten selbst
SCHREIBSTIL:
Der abschließende Band wird ebenso rasant und spannend erzählt, wie seine Vorgänger. Kai Meyer schafft es, selbst im letzten Teil noch neue Elemente mit der Hauptgeschichte zu verweben, ohne das der ständige Mix aus Religionen, Symbolen und Fabelwesen langweilig werden könnte. Die zahlreichen unterschiedlichen Charaktere sind stets vielschichtig, fantasievoll und wirken niemals farblos. Das ist besonders aufgrund der niedrigen Seitenanzahl wirklich eine Kunst. Eine bunte Sammlung von Emotionen, eine dauerhafte und abwechslungsreiche Spannungskurve und die magische Handlung machen diese Reihe – und den Abschlussband – zu etwas ganz Besonderem.
FAZIT:
Der Abschluss der Merle-Reihe konnte mich wieder genau so begeistern wie der Auftakt. Ich war sehr traurig, dass ich keine weiteren Abenteuer mehr mit Merle erleben würde. Das angekündigte, schockierende Ende war letztendlich für mich persönlich nicht so schlimm wie gedacht. Zwar waren die Ereignisse tatsächlich schockierend, aber es war für mich ein akzeptables, nicht so genretypisches Ende, mit dem ich gut hätte leben können. Doch Kai Meyer hat mittlerweile den Ruf nach eine Fortsetzung gehört – mit „Serafin – Das kalte Feuer“ kam 2020 ein Nachfolgeband auf den Markt. Ob dieser die Erwartungen der Fans erfüllen kann? Das kann ich euch bald berichten, da er bereits bereit liegt. Der Abschluss der Reihe wartet mit allem auf, was die ersten zwei Bände besonders machte. Unglaubliche Fantasie, abwechslungsreiche Emotionen, Spannung pur – diese Reihe sollte jeder Fantasy-Fan gelesen haben.
ich habe mein erstes Buch im historischen November mit Buchperlenblog beendet. 🙂 Mehr über unsere Aktion erkläre ich weiter unten. Das Buch „Selma Lagerlöf – Die Liebe und der Traum vom Fliegen“ wollte ich unbedingt lesen! Schon seit meinem Beitrag über Lagerlöf als bedeutende Frau der Weltgeschichte bin ich fasziniert von ihr. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt auf diese Romanbiografie. Wie sie mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.
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ALLGEMEINES ZUM BUCH:
Titel: Selma Lagerlöf – Die Liebe und der Traum vom Fliegen
Autor/in: Maria Regina Kaiser
Übersetzer/in: –
Anzahl der Seiten: 256 Seiten
Verlag: Südverlag
Ausgabe: 1. Auflage (2020)
Genre: Romanbiografie
INHALT:
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die die Kindheit, das Erwachsenwerden und die Karriere Selma Lagerlöfs beleuchten. Es wird auch ihre Liebe zu Frauen in den Mittelpunkt gerückt. Selma Lagerlöf ist vielen wahrscheinlich ein Begriff als Autorin von „Nils Holgersson“. Viel weniger Personen wissen allerdings, dass sie für die Verhältnisse der damaligen Zeit (Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts) sehr modern lebte. Sie hatte zwei Partnerinnen, mit denen sich eine Dreiecksbeziehung entwickelte, die von Eifersucht geprägt war. In Schweden wurde „Freundschaft unter Frauen“ soweit geduldet, dass diese auch zusammenwohnen konnten. Alles darüber hinaus wurde mit dem Gefängnis bestraft. Deshalb verbrannte Lagerlöf viele Briefe und schwärzte brisante Stellen. Das machte die Recherche für die Autorin des vorliegenden Buches natürlich schwieriger. Lagerlöf heiratete nie und hatte keine eigenen Kinder. Ihr einziges Kind war ihr Adoptivsohn Nils Holgersson, um dessen Adoption sie aufgrund seines Namens gebeten wurde. So richtig Mutter wurde sie für ihn nicht, sie kam lediglich für seinen Unterhalt auf. Besonders engagierte sich Selma Lagerlöf in Frauenfragen. Sie trug maßgeblich dazu bei, dass in Europa das Frauenwahlrecht ein Thema wurde. Ungewöhnlich war auch, dass sie als Frau zur damaligen Zeit als Schriftstellerin ihr eigenes Brot verdiente. Später kaufte sie den Hof, auf dem sie aufgewachsen war und wurde dessen Gutsbesitzerin.
Zuviel möchte ich aber nicht verraten, falls ihr das Buch noch selbst lesen möchtet.
SCHREIBSTIL:
An diesem Buch hat mir besonders gefallen, dass Maria Regina Kaiser es schafft, Selma Lagerlöf total lebendig werden zu lassen. Ich habe mich wirklich gefühlt, als würde ich mit ihr gemeinsam durchleben, was sie erfährt. Zudem wurde die Sprache dem Ton der damaligen Zeit angepasst, was für mich ein absolutes Muss in Büchern mit historischem Bezug ist. Nichts ist schlimmer, als wenn die Leute im 19. Jahrhundert so sprechen wie heutzutage. Ein bisschen ausschweifender hätte die Autorin hier und da gern noch werden können, da gerade Selmas Kindheit sehr reduziert behandelt wurde. Kaiser lässt zwischen den Zeilen eine leichte Poesie mitschwingen, denn oftmals sind die tieferen Botschaften in Symboliken und Tagträumen von Selma versteckt.
FAZIT:
Zeitweise wäre ich gern noch tiefer in das Leben Lagerlöfs eingetaucht und hätte über so einige Thematiken noch mehr Details erfahren wollen. Durch das zugrundeliegende Material war dieser Romanbiografie aber eine natürliche Grenze gesetzt. Das Buch konnte mich dennoch beeindrucken und begeistern. Es hat mich darin bestätigt, was für eine außergewöhnliche Persönlichkeit Selma Lagerlöf gewesen sein muss. Ein Buch, das einen Eindruck über die Person Selma Lagerlöf und den damaligen Zeitgeist in Schweden vermittelt. Die Faszination der ersten Literaturnobelpreisträgerin wird bestätigt und lässt einen noch neugieriger zurück. Sehr lesenswert!
BEWERTUNG: ♥♥♥♥♡
Informationen zur Person: ♥♥♥♥♡ Informationen zu Motiven: ♥♥♥♥♡ Darstellung Kontexte: ♥♥♥♡♡ Persönlichkeit: ♥♥♥♥♥ Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♡
Gesamtwertung = 4,0
ÜBER DIE AKTION „HISTOLOVE“:
Im Rahmen von HistoLove lesen die liebe Buchperlenblog und ich alles von Steinzeit bis in die Neuzeit – also Bücher mit historischem Bezug, welche schon viel zu lange auf unserem SuB liegen. Außerdem hat dieses Genre ein viel zu angestaubtes Image. Auch neuere Erscheinungen sind dabei und erlaubt! Jeder kann jederzeit einsteigen – wir freuen uns auf eure Beiträge! Verlinkt uns gern und nutzt den Hashtag #histolove.
Hier geht es zur Übersicht all unserer gelesenen Bücher im Rahmen von HistoLove.
und schon wieder durfte ich im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks ein Buch schmökern! Dieses Jahr habe ich einfach unverschämtes Glück. Das diesmalige Objekt der Begierde war „Crescent City“ von Sarah J. Maas. Ich hatte vorher noch nie ein Buch dieser Autorin gelesen, aber alleine die Aufmachung des Buches mit wunderschönem Buchschnitt, über 900 Seiten und traumhaften Cover sowie Illustrationen innenliegend, haben mein bibliophiles Herz erfreut. Ob mich der Inhalt ebenso überzeugen konnte, lest ihr im Folgenden.
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ALLGEMEINES ZUM BUCH:
Titel: Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
Autor/in: Sarah J. Maas
Übersetzer/in: Franka Fritz, Heinrich Koop
Anzahl der Seiten: 925 Seiten
Verlag: dtv Verlag
Ausgabe: 1. Auflage (September 2020)
Genre: Fantasy
INHALT:
Vorab möchte ich euch den guten Rat geben: Solltet ihr das Buch lesen wollen, dann spart euch die Lektüre der Klappentexte, sowohl außen als auch innen. Denn diese beiden Texte spoilern die ersten 200 Seiten des Buches, was die Lektüre für mich sehr beeinträchtigt hat.
Ich versuche euch also im Folgenden die wichtigsten Charaktere und Rahmenpunkte der Handlung darzustellen, ohne euch zu spoilern:
In „Crescent City“ lernt der Leser die Protagonistin Bryce kennen. Ein hemmungsloses Party-Girl, welches sämtliche Klischees bedient. Auf High Heels und in viel zu kurzen Kleidern stöckelt sie durch Crescent City und ist dabei keine Kostverächterin. Sie trinkt viel, nimmt Drogen und hüpft mit jedem ins Bett, der bei Drei nicht auf den Bäumen ist. Dass sie selbst sich so oft darüber wundert, dass viele Menschen sie für ein leichtes Mädchen halten, hat mich doch sehr erstaunt. Provoziert sie dieses Bild doch jeden Tag aufs Neue von sich aus. Mit ihrer Freundin Danika, die einst die Führung der Wölfe übernehmen wird, bildet sie ein skandalöses Gespann. Als Crescent City von einem Mord überschattet wird, beginnt für Bryce eine schwere Zeit und sie wird alles daran setzen, diesen Mord aufzuklären. Unterstützung erhält sie unter anderem von ihrem Halbbruder Rhune, ihrem beauftragten Beschützer und Engel Hunt, der Feuerkoboldin Lehaba und weiteren Charakteren. Wer hinter den Morden steckt, welche Vergangenheit Bryce in sich trägt und in welchem spannungsgeladenen Ende die Geschichte mündet, dürft ihr gern selbst lesen.
Nun zu meiner Meinung – die Handlung und auch die Idee klangen spannend und hatten wirklich viel Potential. Leider war durch den Spoiler der ersten 200 Seiten durch den Klappentext bereits viel Länge im Vorfeld erzeugt worden. Gerade am Anfang verliert sich die Geschichte in vielen unwichtigen Details, die später nicht mehr relevant sind. Bryce Ausschweifungen werden mir für ein Jugendbuch dabei einen Tick zu genau beschrieben. Die unsinnigen und nicht relevanten Dialoge ziehen sich leider durch das gesamte Buch. Dadurch wird die Handlung fad und langatmig. Ich bin mir auch sicher, wenn diese ganzen Dialoge und Informationen auf die wirklich relevanten gekürzt werden würden, hätte das Buch locker 300-400 Seiten weniger. Die Haupthandlung selbst jedenfalls gibt keine über 900 Seiten her. Durch einen größeren Fokus auf den roten Faden hätte mehr Tempo erzeugt werden können – so plätscherte die Geschichte meist so vor sich hin und es wurde schnell langweilig.
Zudem war für mein Dafürhalten kaum Fantasy vorhanden. Mit Ausnahme der Charaktere selbst und kleinerer Elemente ist „Crescent City“ kein Fantasy-Buch. Für mich ist es eher zu bezeichnen als erotischer Krimi mit (lediglich) Fantasy-Elementen. Einige der wenigen Fantasy-Anteile erinnerten mich außerdem an bereits vor Jahren veröffentlichte, namhafte Werke, sodass es jetzt auch nichts Weltbewegendes oder Neues war. Besonders gestört haben mich die modernen elektrischen Geräte wie Handys, Tablets oder Computer. Bryce lebt mit Ausnahme der wenigen Fantasy-Andeutungen in einer modernen Welt, die unserer gleicht und das wird auch zu jeder sich bietenden Gelegenheit in die Geschichte eingebaut.
Wer beim Lesen des vorherigen Absatzes gestockt hat – das Buch hat eine nicht zu übersehende erotische Komponente. Hier habe ich sehr großen Redebedarf. Denn die Umsetzung ist aus meiner Sicht so dermaßen plump und übertrieben, dass ich mehr als einmal beim Lesen die Augen verdrehte. Praktisch jede Person in Crescent City ist – pardon – dauergeil. Mir fällt einfach keine andere Umschreibung ein. Jeder schaut jedem begierig hinterher und natürlich – wie könnte es anders sein – stehen ausnahmslos alle Männer in dieser Geschichte auf die Protagonistin Bryce. Selbst vermeintlich mächtige Gegenspieler bitten sie da zwischendrin um ein Date. Für mich war diese Art der sexuellen Anziehung zwischen einfach allem und jedem so wenig authentisch und die Dialoge so platt, dass ich einfach nur noch genervt war. Dabei gibt es nur eine tatsächliche Sex-Szene im ganzen Buch. Diese ist zwar ebenfalls mit devoten und Macho-Klischees ausgekleidet, aber dennoch frage ich mich, wie ein Buch mit nur einem Akt so viel unnötige, platte und ausschweifende Dialoge zu diesem Thema beinhalten kann. Für mich war das nicht nur ein Zuviel, sondern übertrieben und leider auch keine geschmackvolle Erotik. Vor allem, dass ernste und wichtige Situationen durch diese Einschübe oft nicht mehr ernst genommen werden können, hat mich gestört. Außerdem verliert die Liebesgeschichte an Glaubhaftigkeit, weil praktisch das komplette Buch ausschließlich eine sexuelle Anziehung besteht und dann von einem Moment auf den anderen in die klischeehafteste aller Romantik wechselt.
Was mir besonders sauer aufgestoßen ist, sind zwar wenige, dafür aber einprägsame Momente, in denen äußerliche Merkmale als Grund für Diskriminierungen genutzt wurden. Bryce selbst ist eine schlanke Frau mit üppigen Kurven und lässt es sich nicht nehmen, sich abwertend über die flachen Brüste und den flachen Po ihrer besten Freundin zu äußern – vermeintlich im Spaß. Für mich ist sowas nichtmal im Spaß erlaubt und deshalb mehr als unter der Gürtellinie. Was für eine Botschaft dabei an junge Leser gesendet wird, deren Körper sich gerade verändert und niemals mit vermeintlich perfekten Maßen daherkommt, brauche ich denke ich nicht weiter erläutern.
SCHREIBSTIL:
Der Ton der Charaktere untereinander ist rau. Beschimpfungen bzw. Beleidigungen werden faktisch im Spaß zueinander gesagt, denn die besten Freundinnen bezeichnen sich gegenseitig als „Arschgeige“ oder „Bitch“. Auch Äußerungen wie „Fi** dich“ sind an der Tagesordnung. Wer diese raue Sprache nicht gern liest, sollte einen Bogen um das Buch machen. Es soll vermeintlich cool wirken, hat für mich aber eher einen niveaulosen Eindruck gemacht. Auch die Wörter „Schwanz“, „Titten“ und „vögeln“ werden dermaßen inflationär gebraucht, dass ich mich manchmal fragte, ob es eigentlich noch ein anderes Thema in diesem Buch gibt. Auch die Schilderungen, ob jemand ein Typ ist, der einen von hinten nimmt, Gespräche über Vibratoren und sexuelle Fantasien im Zusammenhang mit dem Lutschen anderer Zehen (bäh!) sind Dinge, die ich dazuzähle und die ich weder in einem Fantasy-Roman, noch in einem Jugendbuch lesen möchte. Der Schreibstil von Maas ist ansonsten sehr schlicht, aber leider auch sehr nichtssagend und verliert sich viel zu oft in Details. Leider schreibt sie genau das Gegenteil vom viel gelobten „Show, don´t tell“, was das Buch recht schwerfällig macht.
FAZIT:
Wie ihr schon gemerkt haben solltet, konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Die Charaktere lassen durch ihre aufgesetzte „taffe“ Art wenig Spielraum für Tiefgründigkeit und sollte diese doch mal vorhanden sein, wird diese durch die vermeintlich coolen, sexuellen Anmerkungen ins Lächerliche gezogen. Die Grundidee und die Charaktere hatten viel Potential, welches nicht genutzt wurde. Das Worldbuilding war komplex, aber leider zu strukturlos. Und letztlich muss ich ganz klar sagen, dass es mich aufgrund der vielen Beschimpfungen, der ausgeprägten Brutalität und doch sehr harten und sexuellen Inhalte doch recht sprachlos zurücklässt, dass dieses Buch in Buchhandlungen bisher immer in der Jugendbuch-Ecke zu finden war. Für mein Dafürhalten ist das Buch nicht ab 14 Jahren geeignet, maximal ab 16 Jahren – denn es ist viel zu vulgär und teilweise niveaulos. In diesem Alter können diese Inhalte nicht angemessen eingeordnet werden. Kein Fantasy – sondern vielmehr ein übertrieben erotischer Krimi mit lediglich Fantasy-Elementen. Viele Längen, unsympathische Charaktere und viele nicht relevante Dialoge machen dieses Buch eher schwerfällig. Außen hui, innen pfui. Für mich leider ein Flop des Jahres 2020.