Rezension – „Never Grow Up – Die offizielle Autobiografie“ von Jackie Chan mit Zhu Mo

Meine lieben Leser,

als ich die Autobiografie von Jackie Chan entdeckte, konnte ich nicht anders, als sie zu bestellen. Ich mochte ihn schon immer gern, weil er der ewig gute gelaunte, tollpatschig wirkende Typ ist, der zum Erfolg gefunden hat. Ich wollte so gern mehr über ihn erfahren und wurde überrascht.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Never Grow Up – Die offizielle Autobiografie
  • Autor: Jackie Chan mit Zhu Mo
  • Anzahl der Seiten: 383 Seiten
  • Verlag: Verlag Neues Leben
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Biografie, Autobiografie

INHALT:

Niemals erwachsen zu werden gelingt, indem man das liebt, was man tut.“ – Jackie Chan in „Never Grow Up“, S. 16

Jackie Chan ist einer der bekanntesten Kampfkunst-Schauspieler der Welt. In seiner Autobiografie gibt er einen umfassenden Einblick in sein Leben, angefangen bei seiner Geburt, Kindheit und seiner Ausbildung.
Er beschreibt ausführlich, wie sich seine Karriere entwickelte – inklusive aller Fehlschläge. Generell sind Fehlschläge ein großes Thema, welches ihn, auch auf persönlicher Ebene, durch sein Leben begleitete.
Besonders erstaunlich sind einige Enthüllungen, die mir persönlich so noch nicht bekannt waren, die ich hier aber nicht spoilern will. Nur so viel, dass Jackie auch sehr selbstkritisch über seine Verfehlungen in jungen Jahren spricht und ehrlich berichtet, dass er nicht immer der Gute war.
Außerdem bietet das Buch viele private Einblicke in das Familienleben von Jackie Chan – inklusive seiner Beziehung zu seinen Eltern und zu seinem Sohn.
Einige der Passagen, die mich am meisten berührten, waren die Kapitel über seine Liebeleien, seine erste große Liebe und seine Liebe zu seiner Frau.
Es wird auch viel über seine Filmprojekte, sein Stunt-Team, seine Stunts und seine Verletzungen berichtet, was ich wirklich wahnsinnig interessant fand. Dazu gibt er auch Einblick in das harte Filmbusiness und seine Gesangskarriere, über die man hierzulande nicht viel weiß.
Am Ende wird ein großes Resümee gezogen über sein bisheriges Leben und er berichtet über sein Engagement und seine Wohltätigkeit – was wirklich beeindruckend ist und eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Seine letzten Kapitel widmet er seinen – manchmal sehr verrückten – Fans.
Über alle Kapitel hinweg bekommt man sehr persönliche Einblicke und Jackie Chan berichtet auch ehrlich über Selbstzweifel und Ängste.

SCHREIBSTIL:

Wenn jeder, der einen Jackie-Chan-Film sieht, sich gut fühlt und lacht und die positiven Botschaften empfängt, die ich weitergeben möchte, dann reicht mir das vollkommen.“ – Jackie Chan in „Never Grow Up“, S. 244

Das Buch war sehr gehaltvoll, weswegen die Lektüre recht lang gedauert hat. Das lag auch daran, dass man nach einigen Kapitel das Gelesene auch wirken lassen kann. Insgesamt betrachtet war der Schreibstil aber sehr angenehm zu lesen. Mit hat besonders gut gefallen, dass er sehr authentisch und persönlich war. Ich hatte das Gefühl, Jackie Chan würde mit mir beim Kaffee sitzen und mir erzählen, was er alles schon so erlebt hat. Nur, dass aus dem Kaffeekränzchen dann eine lange Unterhaltung wurde, bei der auch Abendessen gemacht werden musste, da es länger dauerte als gedacht. 😉
Tatsächlich habe ich mir einige Zitate markiert, weil sie für mich sehr ikonisch waren. Das ist ein großer Pluspunkt für mich gewesen.
Was für mich etwas enttäuschend war – waren die Rechtschreibfehler bzw. Tippfehler, die sicherlich durch die Übersetzung zustande kamen. In einer Erstausgabe kann das mal passieren, aber mir waren es dann doch einige Fehler zu viel. Da hätte ich mehr erwartet von einem Lektorat. Ich hoffe, dass sich das mit künftigen Auflagen verbessern wird. Besonders ärgerlich war, dass bereits im allerersten Satz des Buches so ein Fehler enthalten war. Dort fehlte ein Wort. Das ist für mich dann leider doch ein Minuspunkt für die deutsche Ausgabe.

FAZIT:

Früher wollte ich alles kaufen, und jetzt will ich alles hergeben.“ – Jackie Chan in „Never Grow Up“, S. 309

Das Buch gibt sehr interessante Einblicke und Informationen zu einem herausragenden Schauspieler, der den Zeitgeist einer Generation prägen konnte. Jackie Chan wirkt oft wie „Everybodys Darling“, doch dieses Buch räumt mit allen Vorurteilen auf – guten wie schlechten. Mir hat das besonders gefallen, weil ich viele neue Informationen über diesen tollen Schauspieler erfahren konnte. Mein Bild über ihn wurde nachhaltig verändert, ich sehe ihn in einem ganz anderen Licht. Jackie Chan selbst hat es geschafft, sich durch diese Autobiografie zu entzaubern. Er betont oft, dass er nur ein ganz gewöhnlicher Mensch ist. Ich sehe ihn in einem anderen Licht, sowohl schlechte als auch sehr gute neue Eindrücke haben das beeinflusst. Und das macht eine wirklich gute Autobiografie aus, wie ich finde.

Eine wunderbare Autobiografie, die Jackie Chan aus allen Perspektiven beleuchtet. Dieses Buch bietet nicht nur neue Informationen, sondern eine persönliche, authentische Schilderung eines aufregenden und außergewöhnlichen Lebens. Lesenswert!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Hollywood – Görlitz als Filmstadt

In meinem ersten Post hier habe ich ja schon angekündigt, dass ich mal was über meine Heimatstadt Görlitz schreiben möchte.
Denn schon seit vielen vielen Jahren entwickelt sich Görlitz immer mehr zur Filmstadt.Nicht nur deutsche Produktionen (wegen denen schon öfters Jan Josef Liefers durch unsere Straßen wandelte), sondern auch Hollywood, wo sich anscheinend rumgesprochen hat, wie gut sich hier Filme drehen lassen.

Leider ist Görlitz immer noch sehr unbekannt als Filmstadt und ich möchte, dass mehr Leute davon erfahren! 🙂

Der erste Filmdreh, an den ich mich persönlich erinnern kann und bei dem ich zugeschaut habe, war der von „In 80 Tagen um die Welt“ mit Jackie Chan. Damals durfte ich miterleben, wie Jackie einen Stunt immer und immer wieder drehte. Und wie alle wissen sollte, ist das ja seine Spezialität. 😉 Ich war sehr begeistert und es war natürlich etwas ganz Besonderes.
Über die Jahre gesellten sich immer mehr Hollywoodmenschen zu Jackie Chan.
„Der Vorleser“ mit Kate Winslet war das nächste große Ereignis und ich war wirklich beeindruckt, als ich den fertigen Film gesehen habe, weil man in fast jeder Szene einen Ort in Görlitz wiedererkannt hat.
„Inglourious Basterds“ habe ich selbst nicht unmittelbar mitbekommen, aber die Szene, in der Daniel Brühl vom Turm herunter schießt, war so eindeutig als Görlitz zu erkennen, dass ich ziemlich verblüfft war 😀
Zu den neuesten Filmen gehört unter anderem „Die Vermessung der Welt“. Vor kurzem gedreht wurden „The Grand Budapest Hotel“ und „Die Bücherdiebin“. „The Grand Budapest Hotel“ vom Regisseur Wes Anderson hat für ziemlichen Trubel gesorgt, weil Größen wie Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Ralph Fiennes, Owen Wilson und viele weitere auf einen Schlag in Görlitz zu Gast waren. Und das für fast 3 Monate! Ich hatte ich dafür nur aus Spaß als Komparse angemeldet, durfte dann aber tatsächlich mit in einer Szene mit Bill Murray drehen. Es war furchtbar kalt (so minus 6 Grad), aber es war eine unglaubliche Erfahrung! Leider darf ich erst mehr davon erzählen, wenn der Film draußen ist, weil ich da so eine Vereinbarung unterschrieben habe (>.<)
Auch „Die Bücherdiebin“ hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil die ganze Stadt mal hier und mal da mit Flaggen aus den 30er Jahren dekoriert wurde. Trotzdem sehr spannend, mit anzusehen, wie so ein Film gedreht wird. Wen ihr mal einen Blick auf eine wirklich gelungene Seite zu diesem Thema werfen wollt, dort gibt es viele Infos und auch Fotos zu den Dreharbeiten. http://filmstadt.goerlitz-real.de/
Und als letztes natürlich: Ihr seid herzlich willkommen in Görlitz! Es gibt sogar schon eine Führung zu den Filmdrehorten. Und ich meine, wie oft kann man sich eine Hollywoodkulisse anschauen? 🙂
EURE HACHIDORI