Buchtipp – Silber – Bücher der Träume von Kerstin Gier

Hallo liebe Leser,

ich melde mich nach einer etwas längeren Pause wieder zurück. Und gleich mit einem Büchertipp! Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich euch die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier vorgestellt. Ihr nächstes Werk, das ich gelesen habe, ist die Silber-Reihe.

 

Begegnung mit dem Buch:
Lange bin ich an einem Schaufenster vorbeigegangen, in dem dieses Buch stand. Letztendlich hatte ich überlegt, ob ich es erst kaufe, wenn das Taschenbuch draußen ist, aber der „Weihnachtsmann“ hat mir beide Teile in gebundener Fassung beschert. 🙂

Worum geht´s?
Um Liv Silber und ihre Familie, bestehend aus ihrer Mutter, kleinen Schwester und Lottie, dem Kindermädchen, die nie an einem Ort sesshaft wurden und durch die Weltgeschichte getingelt sind. Doch am Anfang dieses Buches steht die Veränderung: Livs Mutter hat in England ihren Traummann gefunden, weswegen sie jetzt endlich ein sesshaftes normales Leben aufbauen können. Dieser „Traummann“ hat auch zwei Kinder. Indirekt durch ihren neuen Stiefbruder, Grayson, schlittert Liv in ein kleines Abenteuer. Sie entdeckt, dass man seine eigenen Träume in eine Art Korridor verlassen kann und die Macht hat, die Träume zu kontrollieren, verschiedene Formen anzunehmen etc.
Leider bleibt es nicht bei ein paar Spielereien. Die Geschichte wird immer verworrener und Liv muss aufpassen, denn bald geht es nicht nur um ein paar Träume, sondern auch um das reale Leben, welches dadurch beeinflusst wird.

Fazit:
Kerstin Gier erschafft wieder eine in sich stimmige Welt mit liebevoll beschriebenen Charakteren. Die Idee mit den Träumen ist wieder mal ein spannendes Konzept, das Platz für Spielraum lässt. Auch die Romantik kommt in ihren Büchern wie immer nicht zu kurz, ist aber nicht der Hauptschauplatz im Roman.  Herrlich leicht geschrieben, ist es wieder einmal eine gelungene Abendlektüre, die nicht zu sehr anstrengt, aber dennoch spannend bleibt. Lesenswert!

P.S.: Ich kann den dritten Teil kaum erwarten. ^^

 

EURE HACHIDORI

 

 

Buchtipp – Die Edelsteintrilogie „Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün“

Ich habe mich ewig nicht an diese Trilogie herangewagt. Ich dachte, es wäre zu jugendlich, zu kindisch und wahrscheinlich auch nicht mein Thema, da die Klappentexte eher eine stinknormale und nur durch einige Fantasy-Details verschönerte Romanze vermuten lassen.
Ich wurde überrascht mit einer Geschichte, die mich gefesselt hat.

 

Inhalt:
Es geht um Gwendolyn, die ein ganz „normales“ Leben führt. Naja, fast normal. Sie hat eine ziemlich nervige Familie, die man über die Zeit immer besser kennenlernt. Da gibt es verschiedene Charaktere, die man lieb gewinnt oder eben auch nicht. Ihre Cousine und deren Mutter sind dabei die schlimmsten. Sie halten sich für etwas Besseres, weil Gwendolyns Cousine Charlotte das in ihrer Familie existierende „Zeitreisegen“ besitzt und ihr ganzes Leben auf ihre erste Reise vorbereitet wird.
Dann stellt sich allerdings heraus, dass Gwendolyn die Erbin dieses Gens ist und das stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie muss nicht nur mit den Zeitsprüngen in die Vergangenheit leben lernen, sondern muss sich auch noch mit ihrem fürchterlich gut aussehenden Zeitreisepartner Gideon herumschlagen.
Nach und nach werden Geheimnisse entdeckt, die lieber im Verborgenen geblieben wären, denn die Wächter der Zeitreisen dienen dem unheimlichen Grafen von Saint Germain, der anscheinend nicht der Wohltäter zu sein scheint, als der er sich ausgibt…
Wer eine abgedrehte Science-Fiction-Geschichte erwartet, ist hier falsch. Denn Gwendolyn kann nur in die Vergangenheit reisen, bevor sie geboren wurde. Sie reist in verschiedenste Epochen Londons und wird in ein spannendes Abenteuer um das Geheimnis des Grafen von Saint Germain verwickelt. Ganz nebenbei wird hier die Romantik zwischen „Gwenny“ und Gideon erzählt. Es ist also keine pure Romanze, es ist ein spannendes Fantasy-Werk, das für mich eine große Überraschung war. Die Klappentexte verraten viel zu wenig über das Potenzial des Buches.
Mein Fazit:
Es ist einfach geschrieben und liest sich deshalb unheimlich gut. Mein Höhepunkt war der Showdown im dritten Buch und ein Rätsel im zweiten Buch, welches man nur lösen konnte, indem man aufmerksam gelesen hatte.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse am Anfang des zweiten und dritten Buches, was einen etwas nervt, wenn man die Bücher direkt hintereinander schmökert. Allerdings lag zwischen den Büchern eine gewisse Zeit, was die Zusammenfassungen rechtfertigt. Kerstin Gier schafft es eine schlüssige und in sich stimmige Geschichte zu erzählen, die einen fesselt und die man nicht weglegen möchte.
Man merkt, dass es ein Jugendbuch ist, aber wie Kerstin Gier selbst sagt, ist es für jede Frau mit einem „Marzipanherzen“ geschrieben. Ich würde auch zustimmen, dass es eher lesenswert für Frauen ist. Für männliche Vertreter ist es doch einen Tick zu romantisch.
Für mich war das mit den Zeitreisen eine völlig neue Idee. Kerstin Gier schafft es das typische Science-Fiction-Thema „Zeitreise“ in die Fantasybranche zu integrieren. Außerdem erschafft sie mit dem Orden der Zeitreise-Wächter eine wunderbar mysteriöse Untergrundorganisation. Ich habe jede Minute mit „Gwenny“ mitgefiebert.
Die vielen liebenswerten Charaktere machen es leicht, sich in sie zu verlieben.
Spannend, liest sich gut, empfehlenswert!

EURE HACHIDORI