Filmstadt Görlitz – Schnappschüsse vom Filmdreh zu „Alone in Berlin“

Hallo liebe Leser,

zurzeit wird bei uns „Jeder stirbt für sich allein“ oder auch „Alone in Berlin“ (Name international) gedreht. Es ist einfach schön, wieder eine Filmcrew bei uns zu haben, durch die Straßen von Görlitz zu laufen und hier und da mal in ein Filmset reinzustolpern.
Gestern konnte ich ein paar Schnappschüsse für euch erhaschen, die euch schonmal neugierig auf den Film machen können!

Hier ein Schnappschuss von der Berliner Straße in Görlitz. Das ist unsere „Shoppingmeile“, die sich vom Bahnhof bis zum Postplatz erstreckt. Vom Postplatz ist es nur noch ein Katzensprung bis in die historische Altstadt. Die Berliner Straße wurde auch beim Filmdreh von „The Grand Budapest Hotel“ genutzt. Gestern hätte auch ich beim Dreh dabei sein können, aber leider musste ich arbeiten und musste schweren Herzens meine nächste Komparsenerfahrung in den Wind schreiben. Dann durfte ich aber sehen, wie sie gedreht haben, was mich etwas aufgemuntert hat.

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Filmdreh auf der Berliner Straße

Auch wurde auf der Konsulstraße ein Bäcker in ein „Radiogeschäft“ umgewandelt, nebenan gibt es Milch, Eier und andere Sachen, die man zum Backen benötigen würde. Die Fassade hat eine ganz andere Farbe als sonst. Auf der Straße standen vor einigen Tagen noch Kostümwagen und Wohnmobile der „Stars“.

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Ein Bäcker, der zum Radiogeschäft wurde

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Quark, Sahne, Hefe und noch mehr

Vor ein paar Tagen hingen dort auch ein paar Flaggen aus der Zeit des dritten Reichs. Das hat so manchen Einheimischen und auch Gast der Stadt verschreckt. Doch das Filmteam ist sehr sensibel damit umgegangen. Auch beim Filmdreh der Bücherdiebin machten diese Flaggen Schlagzeilen, da auf dem Untermarkt eine Bücherverbrennung dargestellt wurde und der Bahnhof auf den Gleisen komplett damit behangen war.

Ich versuche euch soweit es geht weiter mit Infos zu versorgen, falls ich irgendwie mit dem Filmdreh in Berührung komme.

Wer sich schonmal ein Bild über die Schauplatzanordnung in Görlitz machen möchte, kann unter diesem Link eine Karte dazu finden:
http://www.goerlitz-filmstadt.de/LocationsFilm

EURE HACHIDORI

Filmstadt Görlitz – „Meine erste Erfahrung als Komparsin“ oder auch: „Die Kostümproben-Odyssee“

Hallo liebe Leser,

letztens habe ich darüber geschrieben, dass Görlitz (meine Heimatstadt) ein beliebter Drehort für diverse Filme ist und war. Auch aktuell werden wieder fleißig Komparsen für eine internationale Produktion gesucht.
Heute möchte ich euch über meine erste Erfahrung als Komparsin berichten. Das war im Jahr 2013.
Damals kam Hollywood nach Görlitz. Mit Wes Anderson und seinem Ziel, das „Grand Budapest Hotel“ hier zu drehen. Dafür waren die Schauspieler um die 3 Monate zu Gast in dieser kleinen Stadt an der polnischen Grenze.
Und es wurden sehr sehr viele Komparsen gebraucht. Auch ich hatte mich beworben, bevor ich aber meinen „großen Auftritt“ hatte (tatsächlich nur ein paar Sekunden im Film), stand mir erstmal eine Kostümproben-Odyssee bevor. 😀
Insgesamt war ich dreimal zur Kostümprobe.
Die erste Kostümprobe:
Ich traf ein und der Pförtner bemerkte mich nicht sofort. Als ich ihn nach dem Weg fragte, zeigte er nur in eine unbestimmte Richtung, sodass ich erstmal in ein Set reingeplatzt bin. Woher sollte ich auch wissen, dass der Pfeil des Schild „costumes“, welches auf die Tür zeigte, für die Treppe hinter der Tür bestimmt war!? 😀 Dann bin ich gefühlte 1 Mio. Stufen in unserem Kaufhaus nach oben gelaufen. Dort bin ich dann endlich richtig gewesen. Völlig außer Atem hat mich dort eine englischsprachige Empfangsdame begrüßt. Danach musste ich erstmal warten. Und zwar auf eine Frau, die von Statur und Kleidungsstil aussah wie „Cruella de Vil“ aus 101 Dalmatiner! Sie sah haargenau so aus! Nur die Haare waren rot… aber sie hatte einen Pelzmantel an, wenn auch ohne Dalmatiner-Punkte. Sehr beeindruckend. Diese Person war anscheinend zuständig für die Verteilung der Rollen, denn sie musterte mich von oben bis unten und sagte nur: „Hotel Fire Guest…“. Damit war also besiegelt, dass ich ein Hotelgast werden sollte. Nach dieser Festlegung ging es zur Maske. Eine Stunde wurde an meinen Haaren geglättet, gelockt, gesprayt und geföhnt. Ich sollte eine „Edeldamenfrisur“ bekommen. Die Leute in der Maske sprachen alle Deutsch, da sie vom Filmstudio Babelsberg waren. In dieser einen Stunde hatte ich drei verschiedene Damen, die sich an meinem Haar zu schaffen machten. Und vor mir waren solche dreiteiligen Spiegel, wie man sie aus der Gaderobe von Stars in irgendwelchen Filmen kennt (sogar mit der obligatorischen Beleuchtung!!!). Die Damen waren aus irgendeinem Grund total verzückt von mir und meinten ständig wie süß ich wäre. (>///<) Keine Ahnung warum.

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Meine erste Frisur bei der ersten Kostümprobe

Die Frisur war fertig und ich durfte wieder auf dem Gang warten. Unter den Komparsen wurden Kontakte geknüpft. Ein Mann mit Hund und ein kleiner Junge mit Latzhose kamen an mir vorüber. Alle in den für sie vorgesehenen Kostümen. Es war sehr interessant die Verwandlung der anderen zu beobachten. Umso ungeduldiger wurde man selbst, da man immer noch auf sein Kostüm warten musste. Dann war es endlich soweit. Ich wurde in einen Raum voller Kostüme gebracht und eine Angestellte hielt mir verschiedene Morgenmäntel an. Keiner war so wirklich in meiner Größe, ich war schlichtweg zu klein. Aber es fand sich dann doch einer in sattem Nachtblau mit Verzierungen. Die passenden Hausschuhe und das passende Nachthemd bekam ich ebenfalls. Und dann musste ich zu drei verschiedenen Personen, um mich absegnen zu lassen. Alle sprachen verschiedene Sprachen…
Irgendwas passte nicht, deswegen sollte ich mich umziehen und ein andermal wiederkommen, da ich insgesamt schon fünf Stunden dort war.

 

Die zweite Kostümprobe:

Zur zweiten Kostümprobe bin ich natürlich auch pünktlich erschienen und es ging auch alles etwas schneller. Zumindest, was die Frisur anging, denn die hatten sie ja letztes Mal schon festgelegt. Da wieder kein passender Morgenmantel gefunden wurde und zwischendurch bei den Tennisspielerinnen eine Komparsin abgesprungen war, wurde ich auf einmal dort eingeteilt. Als ich das Kostüm dafür schon anhatte und neben meiner neuen Partnerin stand, stellte Mrs. Cruella de Vil fest, dass ich etwas kleiner als meine Partnerin war und das geht natürlich nicht, deswegen musste ich mein Tennisspielerinnen-Dasein an den Nagel hängen. Aber halt, da kam die Idee auf, dass ich doch auch eine Zugreisende sein könnte! Gerade, als man mir dieses Kostüm anzog, sagte man mir für diese Rolle den Drehtag und da ich an diesem Tag eine Prüfung hatte, wurde ich wieder zum Hotelgast. 😀 So ein Hin und Her.
Am Ende wurde wieder kein passender Morgenmantel gefunden und ich sollte noch ein drittes Mal wiederkommen.

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Meine Frisur nach der zweiten Kostümprobe

 

Die dritte Kostümprobe:

Zur dritten Kostümprobe kam ich, oh Wunder, etwas demotiviert und in dem Glauben, dass es wohl nie einen passenden Morgenmantel für mich geben müsste und ich den Job als Edeldamen-Hotelgast ebenfalls an den Nagel hängen müsste, mein Dreheinsatz also somit gestorben wäre.
Der Dreheinsatz kam zwar… aber wenn ich gewusst hätte, wie ich für den Filmdreh zurechtgemacht werde, hätte ich es mir vielleicht nochmal überlegt. 😀 haha.
Zwischen der zweiten und dritten Kostümprobe (man kannte mich dann mittlerweile schon xD) wurde festgelegt, dass ich ein Hotelgast bleibe, allerdings nicht als Edeldame, sondern als kleines Mädchen.
Deshalb wurde mir kurzerhand ein totaler Lockenkopf verpasst. Um das noch etwas zu verschlimmern, gab es zwar nun einen Morgenmantel, der mir passte… der allerdings komplett in Rosa war, passend zu dem ebenfalls rosafarbenen Nachthemd und den rosa Pantoffeln. xD Ich dachte nur „Hilfe!“ und „Schlimmer gehts ja bald nicht!“… doch… es ging schlimmer. Zur Abrundung bekam ich eine „wunderschöne“ rosa Schleife in meine Locken gebunden. Die Folge: Ich lachte aus purer Verzweiflung. 😀 haha. Eine Komparsin, die ich kennenlernte, wurde ebenfalls in Rosa gekleidet. Ebenfalls als Mädchen. Das hat uns irgendwie für den Drehtag zusammengeschweißt. 😀
Aber Spaß beiseite, es war sehr witzig und spannend, auch wenn ich vielleicht lieber eine Edeldame geblieben wäre.

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Mein schlussendliches Kostüm

 

Meine Szene:

Meine Szene, wie ich vorhin schon erwähnte, ist nicht mehr als ein paar Sekunden lang und man sieht auch nichts von dem „ach so schlimmen“ Kostüm. Nur die obere Hälte meines Kopfes ist mit viel Mühe hinter dem Feuerwehrauto zu erkennen. Aber hey! Ich war dabei! 😀 Und der Film ist Oscar-Preisträger!

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Ich hoffe euch hat dieser kleine Einblick gefallen.
Und wer weiß, vllt kann ich euch mal wieder von so einer Erfahrung berichten.

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Hollywood – Görlitz als Filmstadt

In meinem ersten Post hier habe ich ja schon angekündigt, dass ich mal was über meine Heimatstadt Görlitz schreiben möchte.
Denn schon seit vielen vielen Jahren entwickelt sich Görlitz immer mehr zur Filmstadt.Nicht nur deutsche Produktionen (wegen denen schon öfters Jan Josef Liefers durch unsere Straßen wandelte), sondern auch Hollywood, wo sich anscheinend rumgesprochen hat, wie gut sich hier Filme drehen lassen.

Leider ist Görlitz immer noch sehr unbekannt als Filmstadt und ich möchte, dass mehr Leute davon erfahren! 🙂

Der erste Filmdreh, an den ich mich persönlich erinnern kann und bei dem ich zugeschaut habe, war der von „In 80 Tagen um die Welt“ mit Jackie Chan. Damals durfte ich miterleben, wie Jackie einen Stunt immer und immer wieder drehte. Und wie alle wissen sollte, ist das ja seine Spezialität. 😉 Ich war sehr begeistert und es war natürlich etwas ganz Besonderes.
Über die Jahre gesellten sich immer mehr Hollywoodmenschen zu Jackie Chan.
„Der Vorleser“ mit Kate Winslet war das nächste große Ereignis und ich war wirklich beeindruckt, als ich den fertigen Film gesehen habe, weil man in fast jeder Szene einen Ort in Görlitz wiedererkannt hat.
„Inglourious Basterds“ habe ich selbst nicht unmittelbar mitbekommen, aber die Szene, in der Daniel Brühl vom Turm herunter schießt, war so eindeutig als Görlitz zu erkennen, dass ich ziemlich verblüfft war 😀
Zu den neuesten Filmen gehört unter anderem „Die Vermessung der Welt“. Vor kurzem gedreht wurden „The Grand Budapest Hotel“ und „Die Bücherdiebin“. „The Grand Budapest Hotel“ vom Regisseur Wes Anderson hat für ziemlichen Trubel gesorgt, weil Größen wie Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Ralph Fiennes, Owen Wilson und viele weitere auf einen Schlag in Görlitz zu Gast waren. Und das für fast 3 Monate! Ich hatte ich dafür nur aus Spaß als Komparse angemeldet, durfte dann aber tatsächlich mit in einer Szene mit Bill Murray drehen. Es war furchtbar kalt (so minus 6 Grad), aber es war eine unglaubliche Erfahrung! Leider darf ich erst mehr davon erzählen, wenn der Film draußen ist, weil ich da so eine Vereinbarung unterschrieben habe (>.<)
Auch „Die Bücherdiebin“ hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil die ganze Stadt mal hier und mal da mit Flaggen aus den 30er Jahren dekoriert wurde. Trotzdem sehr spannend, mit anzusehen, wie so ein Film gedreht wird. Wen ihr mal einen Blick auf eine wirklich gelungene Seite zu diesem Thema werfen wollt, dort gibt es viele Infos und auch Fotos zu den Dreharbeiten. http://filmstadt.goerlitz-real.de/
Und als letztes natürlich: Ihr seid herzlich willkommen in Görlitz! Es gibt sogar schon eine Führung zu den Filmdrehorten. Und ich meine, wie oft kann man sich eine Hollywoodkulisse anschauen? 🙂
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Hachidoris Welt – Leipzig, Klappe, die Erste!

Hallo Welt!

Heut scheint seit Ewigkeiten wieder mal die Sonne. Es war ein viel zu grauer Winter und deswegen möchte ich mal zusammenfassen, was in diesem grauen Jahr 2013 schon Tolles passiert ist und was ich so erlebt habe. Denn diese „Sonnenstrahlen“, die mich schon erheitert haben, werden sicherlich noch in meinem Blog thematisiert.
1. Hollywood war und ist in Görlitz zu Gast. Sie drehen den Film „The Grand Budapest Hotel“ und ich durfte als Komparsin mitspielen.

2. Das Japan-Festival in Berlin war wunderschön und ich kann es jedem weiterempfehlen, der sich dafür begeistern kann! *すごい~*

3. Umzug nach Leipzig. Das Kennenlernen dieser Stadt macht einfach Spaß!

4. Das Basteljahr! Ich liebe es Geschenke zu verpacken und Sachen zu basteln. Außerdem beklebe ich gern mein Handy mit Stickern. Dabei entstehen immer einzigartige und manchmal vor allem eigenwillige Designs.

EURE HACHIDORI

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Today, after long long time, the sun is shining again! This winter was too grey and because of that, I want to summarize, what wonderful things in the grey year 2013 happened. Because these little „rays of sunshine“ made me happy. Later I want to talk about in my blog.

1. Hollywood was and is in my hometown Görlitz at time. They produce the movie „The Grand Budapest Hotel“ and I was a background-actor there!!!

2. The Japan-Festival in Berlin was very impressive and wonderful. I recommend to all, who love Japan!

3. I moved to Leipzig. Discovering this city is funny and impressive.

4. This year is my year of do arts and crafts. I love to design packaging for presents. Further I am designing outside of my mobilphone with sticker.

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