Frauen der Weltgeschichte – Maria Sybilla Merian

Maria Sybilla Merian
deutsche Naturforscherin und Kupferstecherin
1647 – 1717


Titel: Maria Sybilla Merian. Line engraving. (Quelle)
Künstler:
http://wellcomeimages.org/indexplus/obf_images/eb/5c/bcb2a745cb09c5084467fcd9dfd5.jpg / Gallery: http://wellcomeimages.org/indexplus/image/V0003987ER.html

Maria Sybilla Merian gilt als die Wegbereiterin der Insektenkunde.
Das Interesse für die Kupferstecherei lag in der Familie. Ihr Vater gründete eine Kupferstecherwerkstatt, die von ihren Brüdern übernommen wurde. Berühmt wurden vor allem die Stadtansichten.
Maria Sybilla Merian interessierte sich allerdings viel mehr für die Natur und schuf wissenschaftlich-künstlerische Darstellungen von Pflanzen und Insekten.
Ihr Hauptwerk trägt den Titel „Metamorphosis insectorum Surinamensium“ und erschien 1705. Für die Anfertigung dieses Werks verbrachte sie viel Zeit mit einer ihrer beiden Töchter in Surinam. Dort erforschte sie das Insektenleben im schwer zugänglichen südamerikanischen Dschungel.
Seit 1993 wird in Hessen jährlich der Maria-Sybilla-Merian-Preis an zwei Künstlerinnen verliehen.

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Reisetipp: Die Fatimakapelle

In meinen letzten Berichten habe ich von der Schönheit der Alpen ja schon zur Genüge geschrieben.
Da verwundert es nicht, dass hier noch ein Reisetipp erscheint, denn es gibt so unglaublich viel zu entdecken und dieser Tipp hier ist alles andere als von Touristen überlaufen!
Die Rede ist von der Fatimakapelle in Saulgrub. Hört sich orientalisch an, ist es aber nicht.
Diese Kapelle steht inmitten der Landschaft, etwas abseits einer kleinen Ortschaft, auf einer Anhöhe. Umgeben von mehreren Weiden und mit Blick auf das Tal und die Berge, ist es ein wirklich lohnenswertes Ziel. Dort kann man Ruhe finden, in unserem Fall auch mal das Mittagessen auf der kleinen Bank genießen und den Ausblick genießen. Nicht unweit davon befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem man einen wundervollen Blick auf die Berge hat.
Zwar ist der Weg zur Fatimakapelle nicht ohne, denn es geht einige Male steil bergauf, aber dort angekommen macht es allemal die Anstrengung wett. Und spätestens, als ich entdeckte, dass ich selbst die Kapellenglocke läuten konnte, war mein Kinderherz erfreut.
Die Geschichte der Kapelle hat mich außerdem berührt. Sie wurde nämlich von Josef Leismiller erbaut, welcher 1939 als junger Mann in den Weltkrieg gezogen ist. Für den Fall, dass er heil aus dem Krieg wiederkehren würde, sagte er sich, er würde eine Kapelle bauen. Nach 5-jähriger Kriegsgefangenschaft kehrte er wirklich zurück. Den Namen Fatimakapelle hat dieser kleine Bau, weil Leismiller zum Ort Fatima pilgerte und eine dort erworbene Heilige Fatima in der Kapelle unterbrachte, die er, wie versprochen baute, weil er aus dem Krieg wohlbehalten zurückgekehrt war. Somit ist diese Kapelle mehr als ein Gotteshaus, sondern vielmehr finde ich (die ich doch nicht einmal kirchlich bin) ist sie ein Symbol des Überlebens und der Hoffnung.

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