Frauen der Weltgeschichte – Karen (Tania) Blixen

Karen „Tania“ Blixen
1885 – 1962
Dänische Schriftstellerin

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Titel: Svenska: Ungdomsfotografi av Karen Dinesen (Karen Blixen). Fotograf Carl Sonne cirka 1903. (Quelle)
Fotograf: Carl Sonne 1845-1919

Karen Blixen wurde weltberühmt durch den Hollywood-Film „Jenseits von Afrika“, in dem sie von Meryl Streep dargestellt wurde. Auf dem deutschen Buchmarkt trägt die Schriftstellerin das Pseudonym Tania Blixen. Als Isak Dinesen veröffentlichte sie englischsprachige Bücher.

Aufgewachsen ist Blixen in Dänemark. Ihre Kindheit war geprägt durch eine strenge, bürgerliche Erziehung. Ihr Vater war Offizier, Schriftsteller und Politiker. Ihre Mutter lebte streng religiös. Sie hatte vier Geschwister.
Schon als Kind hatte sie viel Kontakt zu ihrem späteren Ehemann Bror von Blixen-Finecke, da er der Sohn der Cousine ihres Vaters war.
Karen wandte sich zeitig von der strengen und religiösen Lebensweise der Eltern ab. Ihrem Vater stand sie dennoch sehr nah, weswegen sein Selbstmord sie besonders schwer traf. Sie war erst zehn Jahre alt, als es geschah.
Karen Blixen besuchte in Kopenhagen mehrere Kunstschulen. Während ihres Studiums an der Kunstakademie begann sie zu schreiben. Auch ihre ersten Kurzgeschichten aus dieser Zeit veröffentlichte sie unter einem ihrer vielen Pseudonyme, die schon fast so etwas wie weitere Persönlichkeiten wurden.

Nach der Heirat mit ihrem Halbcousin Bror, wanderten die beiden nach Kenia aus, um dort eine Milchfarm zu betreiben. So hatte Karen endlich die Chance, den Ketten ihres strengen Elternhauses zu entfliehen. In Kenia angekommen, erkannte sie aber, dass ihr Mann anstatt einer Milch- eine Kaffeefarm gekauft hatte. Diese lag außerdem zu hoch, denn bis dato sah man es als unmöglich an, in 1700 Metern Höhe Kaffee anzubauen. Karen versuchte das Unmögliche. Später sollte ihr Buch „Afrika, dunkel lockende Welt“ mit ein paar Worten zu dieser Farm beginnen, genauso die bekannte Hollywood-Verfilmung. Später besaßen sie nicht nur Kaffeefarmen, sondern auch die anfänglich geplante Milchfarm.
Ihr Mann Bror verschwendete ihr Geld und das ihrer Familie, denn er war schon beim Kauf der Farm pleite. Er war ein Weiberheld und Anhänger der Prostitution. Aus diesem Grund erkrankten er und Karen an Syphilis. Neuartige Behandlungen mit Quecksilber und arsenhaltigen Mitteln und die Spätfolgen der Erkrankung führten dazu, dass sie lebenslang unter chronischen Schmerzen litt. Später litt sie zudem an der Spanischen Grippe, Blutvergiftung und ständigen Schmerzattacken. Die Ehe mit Bror wurde schlussendlich geschieden, nachdem sich Karen zunächst gegen eine Trennung wehrte. Nach der Trennung half ihr Bruder dabei, die Farmen allein weiterzuführen. Nach 17 Jahren Ertragslosigkeit musste sie jedoch endgültig dieses Projekt aufgeben. Allerdings sorgte sie dafür, dass ihre Angestellten vom Volksstamm der Kikuyu nicht vertrieben, sondern gemeinsam umgesiedelt wurden. Das Land um die Farm trägt bis heute den Namen „Karen“.

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Titel: Baroness Karen Blixen and her brother, engineer Thomas Dinesen, on the baroness’s African farm (Quelle)
Fotograf: Gottlieb Foto

Ihre spätere große Liebe zu Denys Finch Hatton war von Wirrungen durchzogen. Sie pflegte bereits eine Affäre zu ihm, als die Trennung zu Bror noch nicht vollzogen war. Als sie schwanger wurde, konnte sich Denys nicht vorstellen, Vater zu werden und verließ sie – Schluss gemacht hat er per Telegramm. Karen erlitt danach ihre zweite Fehlgeburt. Danach kehrte Denys wieder zu ihr zurück und wohnte mit auf der Farm. Das Verhältnis zerbrach, als Denys bei einem Besuch des Prinzen von Wales auch Bror mit auf die königliche Safari einlud. Denys kam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Nach Karens Rückkehr nach Dänemark veröffentlichte sie dann mehrere Bücher, von denen nicht nur eines verfilmt wurde. Für eines dieser Werke gewann sie einen Preis. Mit „Sieben phantastische Geschichten“ gelang ihr der Durchbruch. 1954 munkelte man, sie wäre für den Literaturnobelpreis nominiert, den allerdings Ernest Hemingway gewann. Dieser betonte, Blixen wäre dem Preis würdiger gewesen.
Aufgrund ihrer Gesundheit war ihr das Schreiben schließlich unmöglich, aber sie sprach in vielen Radiosendungen vor. Viele ihrer Werke erschienen postum. Sie wurde 77 Jahre alt.
Sie starb kurz vor der Verleihung des Literaturnobelpreises, für den sie nominiert war. Aufgrund ihres Todes konnte sie ihn nicht mehr entgegen nehmen und so wurde er John Steinbeck verliehen.

(Vgl. Rustikal u.a.: Karen Blixen. https://de.wikipedia.org/wiki/Karen_Blixen [Stand: 15.11.2019])

Karen_Blixen
Titel: Baroness Karen Blixen-Finecke at Kastrup Airport CPH, Copenhagen 1957-11-02. (Quelle)
Fotograf: SAS Scandinavian Airlines

Bis bald,
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Frauen der Weltgeschichte – Rosalind Franklin

Rosalind Franklin
1920 – 1958
Biochemikerin und Spezialistin für Röntgenstrukturanalyse


Titel: Rosalind Franklin CC-BY-SA (Quelle)
Fotograf: Rori!

Rosalind Franklin war maßgeblich zur Aufklärung über die Doppelhelixstruktur der DNA bei, bekam dafür allerdings nie einen Nobelpreis. Ihre dazu veröffentlichten Studien erschienen im selben Jahr wie die des Nobelpreisträgers Watson, der „Rosys“ Aufzeichnungen schon vor der Veröffentlichung zu lesen bekam und darauf seine eigenen Thesen stützte. Als Wissenschaftlerin war sie sehr engagiert, forschte unter anderem auch über Kohle und Viren. Auch die Übungen für Fliegeralarm konnten ihrem Drang nach Wissen nichts entgegensetzen. Sie nahm einfach nicht daran teil, blieb in den Gebäuden, forschte und lernte immer weiter. Vor allem in der Arbeitswelt zeigte Franklin sich temperamentvoll, schroff und ungeduldig.

Neben der unermüdlichen Wissenschaftlerin Franklin existierte jedoch auch eine ganz normale Rosalind, die das Bergsteigen und Reisen liebte und von allen als fröhlich und lebendig beschrieben wurde. Auch ihr Umgang mit Kindern wurde vielseitig gelobt.
Während Watson, der Franklin den Nobelpreis zu verdanken hatte, nur verschmähende Worte für sie übrig hat: „Sie tat nichts, um ihre weiblichen Eigenschaften zu unterstreichen.“, findet ihre Schwester, dass sie „einfach eine gute Wissenschaftlerin“ war.
Schlussendlich starb Rosalind Franklin nach jahrelanger Arbeit mit Röntgenstrahlung an Krebs, im Alter von nur 37 Jahren.

 

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Frauen der Weltgeschichte – Francoise Barré-Sinoussi

Francoise Barré-Sinoussi
französische Virologin und Entdeckerin des Aidsvirus
*1947


Titel: Françoise Barré-Sinoussi, Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin 2008, auf einer Pressekonferenz am Karolsinska, Solna (Quelle)
Künstler: Prolineserver (talk)

Francoise sah in der Wissenschaft Hoffnung und führte die Forschung zu neuen Erkenntnissen.
Sie entdeckte zusammen mit Luc Montagnier das HI-Virus und verfasste den ersten wissenschaftlichen Bericht darüber.
Dafür erhielten die beiden 2008 eine Hälfte  des Nobelpreises für Medizin. Die andere Hälfte bekam der deutsche Virologe Harald zur Hausen.
Barré-Sinoussi wurde Professorin und Leiterin der Forschungsgruppe über Retroviren im Institut Pasteur.
Der Expertenrat von Barré-Sinoussi ist weltweit gefragt. Als Beraterin der Vereinten Nationen nahm sie an den Programmen der WHO zur Bekämpfung von Aids sowie dem Programm UNAIDS teil.
Mit dieser Immunschwächekrankheit hat sie sich in über 200 Veröffentlichungen beschäftigt.

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