Rezension – „Heartless – Der Kuss der Diebin“ von Sara Wolf

Meine lieben Leser,

dieses Jahr ist anscheinend wirklich ein gutes Lesejahr. Ich kann mich kaum von den Seiten losreißen, um etwas anderes zu machen. 🙂
Ein Buch, welches schon seit geraumer Zeit bei mir herumliegt, ist „Heartless“ von Sara Wolf. Ich hatte es mir kurz nach Erscheinen gekauft, weil ich es vor Release schon auf meiner Wunschliste stehen hatte. Allerdings kam ich erst jetzt dazu, es wirklich zu schmökern. Und meinen Eindruck von diesem Stück Literatur möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Heartless – Der Kuss der Diebin (Band 1)
  • Autor: Sara Wolf
  • Anzahl der Seiten: 473 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Jugendbuch, Fantasy, Dystopie

INHALT:

In „Heartless“ treffen wir auf Zera, unsere Protagonistin. Wir lernen sie in einem dunklen Wald kennen und das Setting ist nicht nur düster, sondern auch brutal. Zera ist eine sogenannte Herzlose. Sie war einstmals ein Mensch, wurde aber getötet und durch eine Hexe wieder erweckt. Die Hexe Nightsinger besitzt Zeras Herz und hat somit die Kontrolle über sie. Wird man zum Herzlosen, verblassen die Erinnerungen an das Leben als Mensch; nur dunkel können einige wesentliche Dinge erinnert werden. Am Anfang der Geschichte erfahren wir, dass Zera mit der Hexe Nightsinger und anderen Herzlosen zusammenwohnt und es wird viel über die Welt an sich erklärt.
Dann bekommt Zera den Auftrag, den Kronprinzen zu töten, ihm sein Herz zu stehlen und somit auch ihn zu einem Herzlosen zu machen. Sie gibt sich als sogenannte Frühlingsbraut aus und wird als diese am Hofe dem Prinzen vorgestellt. Ihre Tarnung kann nur aufrecht erhalten werden, weil Lady Y´shennria als Adlige sie unterstützt. Sie gibt sich als Zeras Tante aus. Zera gewinnt nach und nach immer mehr die Aufmerksamkeit des Prinzen und sie lernt nicht nur ihn, sondern auch seinen Hofstaat und seine Freunde kennen. Hinter dem eitel geglaubten Prinzen verbirgt sich allerdings ein tiefsinniger Geist, der Zera zu gefallen scheint. Die beiden verlieben sich ineinander, stehen sich aber in vielerlei Hinsicht selbst im Weg. Vor allem Zera schwankt zwischen der Entscheidung, das menschliche Gefühl der Liebe zu genießen oder durch den Tod des Prinzen den Frieden zu bringen. Das Buch baut immer mehr Spannung auf, mit gelegentlichen Höhepunkten, um dann mit einem fiesen Cliffhanger zu enden.

SCHREIBSTIL:

Sara Wolf schreibt bildhaft, düster, melancholisch und an einigen Stellen auch brutal. Das passt zu dem Setting der ganzen Geschichte. Das Leseerlebnis war flüssig, das Lektorat gut. Mir hat vor allem der Einfallsreichtum von Sara Wolf gefallen. Das Werk hebt sich von den vielen Büchern dieses Genres in den letzten Jahren ab und kann mit einem einzigartigen Worldbuilding und einer spannenden Grundidee punkten.
Sara Wolf schafft es, alle Charaktere sehr lebendig zu zeichnen, auch die Nebenfiguren, von denen es einige gibt.

FAZIT:

Mit „Heartless“ hat mich mal wieder eine Autorin komplett abgeholt. Nicht nur die Charaktere sind authentisch und kaufe ich komplett ab, sondern auch diese einzigartige Welt und die Idee der Herzlosen ist endlich mal wieder etwas komplett anderes als der Einheitsbrei des Dystopie-/Fantasy-Genres.
Weit weg von einer typischen Liebesgeschichte, wird hier eine spannende, düstere und tiefsinnige Geschichte über Liebe, Freundschaft und politische/gesellschaftliche Verwirrungen erzählt.
Ein tolles Buch, was ich euch wärmstens empfehlen muss! Lesenswert!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Leserunde – „Selection – Die Krone“ von Kiera Cass – Fazit

Liebe Leser (innen),

vor ein paar Tagen hatte ich davon berichtet, dass ich die große Ehre erhielt, den letzten Teil von Selection vor Erscheinungsdatum zu schmökern und zu rezensieren.
Heute nun möchte ich euch mein Fazit nicht vorenthalten.

 

Die Selection-Reihe (1-3)
Bevor ich den letzten Teil der Reihe bewerte, möchte ich euch nochmal einen kurzen Überblick geben, worum es im Groben geht und ich versuche, euch so wenig wie möglich zu spoilern. 😉

Die ersten drei Bände drehen sich um America, ein Mädchen aus armen Verhältnissen. Die Gesellschaft ist in Kasten eingeteilt und es existiert eine Königsfamilie, die diese Gesellschaft regiert. Trotz dieser „Prinzessinnengeschichte“ spielt alles in einer recht modernen Welt.
America hat einen Kindheitsfreund, der einer anderen Kaste angehört und den sie liebt. Er wartet auf sein Einberufungsschreiben, weil er durch den Sold genug ansparen könnte, um America trotz Standesunterschiede zu heiraten.
Nun kommt es so, dass der Prinz der Königsfamilie im heiratsfähigen Alter ist und ein Casting abgehalten wird, an dem alle Mädchen des Landes teilnehmen können. Die Gewinnerin des Castings heiratet den Prinzen, die anderen Mädchen fahren heim, bekommen eine höhere Kaste und eine Art Preisgeld. Americas Kindheitsfreund besteht darauf, dass sie teilnimmt, damit er weiß, dass sie die Chance auf mehr Vermögen wenigstens genutzt hat. America möchte das nicht, lässt sich aber von ihm überreden, weil sie, falls sie überhaupt unter die Castingteilnehmer kommen würde, eine nicht unerhebliche Auslöse erhalten würde.
Es kommt wie es kommen muss, America wird ausgewählt, muss im Palast mit weiteren 34 Mädchen wohnen und um den Prinzen buhlen. Nur, dass America das gar nicht will.
Das Casting ist hart und irgendwann überschlagen sich nicht nur die Ereignisse, sondern auch Americas Gefühle…

Fazit (Band 1-3):
Diese drei Bände waren für mich wirklich eine wunderschöne, märchenhafte Liebesgeschichte.
Jedem Mädchen oder jeder Frau, die gerne eine richtig romantische, spannende Geschichte für zwischendurch möchte, empfehle ich diese Bände wärmstens. Sie lesen sich unglaublich gut und man fiebert wirklich mit America und dem Prinzen mit, ob sie ihre wahre Liebe finden.

Zusammenfassung und Fazit (Band 4-5):

Die anderen zwei Bände drehen sich dann nicht mehr um America und den Prinzen, der mittlerweile König ist, sondern um dessen Tochter. Auch sie muss das Casting durchleben, doch Eadlyn, so ihr Name ist anfänglich mehr ein Eisklotz und Trampel als eine romantisch veranlagte Prinzessin. Aus der unsympathischen Protagonistin wird allerdings nach und nach eine junge Frau, die zu sich selbst und zur Liebe findet.

Für mich eine der märchenhaftesten Liebesgeschichten der letzten Jahre.
Klare Leseempfehlung für romantisch veranlagte und gern schmachtende Leserinnen. (für Männer zu schnulzig)

EURE HACHIDORI

 

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