Rezension – „Falling Skye – Kannst du deinem Verstand trauen?“ von Lina Frisch

Meine lieben Leser,

ich hatte die tolle Möglichkeit, im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks die Dystopie „Falling Skye“ von Lina Frisch zu schmökern. Ich hatte das Buch schon länger im Blick und mich sehr darauf gefreut. Die Story klang vielversprechend, aber barg für mich auch die Gefahr, eine der vielen Geschichten aus dem Genre zu werden, die sich leider nicht so sehr von den anderen abheben. Ob mich das Buch überzeugen konnte, lest ihr im Folgenden.

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Falling Skye – Kannst du deinem Verstand trauen?
  • Autor: Lina Frisch
  • Anzahl der Seiten: 460 Seiten
  • Verlag: Coppenrath Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Dystopie, Jugendbuch

INHALT:

In „Falling Skye“ begleiten wir Skye, ein Mädchen, welches ehrgeizig auf ihr Ziel hinarbeitet, an ihre Wunsch-Universität zu kommen. Nur eine Sache steht noch zwischen ihr und diesem Ziel – die Kristallisierung. In Skyes Welt – in einer späteren Version des heutigen Amerika – werden die Menschen seit einigen Jahren in Rationale und Emotionale eingeteilt. Jugendliche durchlaufen dazu die sogenannte Testung bzw. Kristallisierung. Eingeführt wurde diese Gesellschaftsteilung von Chloe Cremonte, die auch „der Kristall“ genannt wird. Sie ist eine Art Vorbild für Skye.

Skye tut alles, um als Rationale eingestuft zu werden. Eine Ausnahme bildet ihr Verhältnis zu Elias, ihrem besten Freund. Mit ihm trifft sie sich nicht nur heimlich nach der Sperrstunde, sondern verbringt auch den Schulalltag mit ihm.

Als beide die Nachricht bekommen, dass sie früher als üblich zur Testung einberufen werden, sind sie zunächst verunsichert. Danach überwiegt die Aufregung, was sie dort erwarten wird. Im Testungszentrum angekommen, macht alles einen guten Eindruck, doch dann kippt die Stimmung, als die Aufgaben immer merkwürdiger werden und emotionale Mädchen aus der Testungsgruppe verschwinden.

Skye ahnt da noch nicht, in was sie dort hineingeraten ist. Es stellt sich immer wieder die Frage, ob Skye wirklich so rational ist, wie sie es sich wünscht. Denn davon hängt auf einmal mehr ab, als ein simpler Studienplatz.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil liest sich leicht und schnell und ist eine der großen Stärken des Buchs. Es ist wirklich so geschrieben, dass man viele Seiten am Stück verschlingen kann und auch als Abendlektüre war es gut geeignet.

Ganz nett umgesetzt war der Perspektivwechsel zwischen Skye und einem zunächst Unbekannten, der sich als Testleiter entpuppt. Es war okay, hat den Verlauf der Story nicht gestört, aber ich denke, dass die Geschichte auch ohne diesen Wechsel erzählbar gewesen wäre. Für mich brachte der Perspektivwechsel keinen großen Mehrwert.

Leider gefiel mir am Schreibstil aber auch etwas ganz und gar nicht. Der rote Faden fehlte mir irgendwie. Es wurden gefühlt einzelne spannende Szenen aneinander gereiht, aber dabei kam dann leider keine Spannung auf.

Gerade bei der Love-Story fehlte mir Tiefe und Gefühle. Es war so wenig greifbar für mich, dass ich es den Protagonisten am Ende nicht abkaufte.

FAZIT:

Das Buch hat sich zwar gut gelesen, ging mir aber doch recht schnell aufgrund von Logikfehlern auf die Nerven. Davon gab es nämlich nicht nur einen und die Protagonistin verhält sich oft so naiv und unrealistisch, dass ich mit den Augen rollen musste. Für mich hatten die Hauptfiguren der Geschichte alle unverschämtes Glück und vieles basierte auf bloßen Zufällen. Dazu kam eine für mich absolut nicht nachvollziehbare und nicht authentische Love-Story. Ich bin bis zum Ende mit der Protagonistin und der Handlung nicht richtig warm geworden – vieles war einfach zu vorhersehbar oder nicht richtig durchdacht. Das war nicht so mein Fall.

Logikfehler, eine nicht authentische Love-Story und Charaktere, mit denen ich nicht warm wurde. Leider kein Jahres-Highlight und allerhöchstens ganz nett. Von mir keine direkte Leseempfehlung dieses Mal.

BEWERTUNG: ❤❤❤♡♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI