Rezension – „Der Wald der verlorenen Schatten“ von Danbi Eo

Meine lieben Leser,

als hätte ich mit dem Frühjahrsputz-Bingo nicht schon genug zu tun … da mogelte sich dieses Büchlein noch mit rein. Als ich die Inhaltsangabe las, war ich sofort Feuer und Flamme. Wie es mir nun gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Wald der verlorenen Schatten
  • Autor/in: Danbi Eo
  • Übersetzer/in: Hyuk-Sook Kim / Manfred Selzer
  • Anzahl der Seiten: 248 Seiten
  • Verlag: Golkonda Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (26. Februar 2021)
  • Genre: Fantasy, asiatische Literatur

INHALT:

Hyoju erwartet nicht mehr viel vom Leben, als sie ihren Freund und ihren Job verliert. Ganz unerwartet erreicht sie ein Brief, dass sie die Haupttrauerne auf der Beerdigung ihrer Großmutter wäre. Diese Großmutter kannte Hyoju jedoch nie.
Sie fährt in das Heimatdorf ihrer Oma und wird direkt vor dem angrenzenden Wald gewarnt, in dem Menschen einfach verschwinden sollen.
Sie betritt ihn trotzdem und verliert ihren Schatten, weshalb sie den Wald und das Haus ihrer Großmutter nicht mehr verlassen kann.
Sie begibt sich auf die Suche nach ihrem Schatten und trifft nicht nur auf einen geheimnisvollen Mann im Wald, sondern auch viele andere mysteriöse Wesen, die ihr die Suche mehr oder weniger erleichtern.

SCHREIBSTIL:

Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich hatte aufgrund des Settings und der asiatischen Autorin auf ein Ghibli-Film-Feeling gehofft. Die Bilder, die beim Lesen entstanden, waren auch sehr schön, aber leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.
Der Text umfasst nur fast 250 Seiten, aber zieht sich leider für mich sehr in die Länge, aufgrund der vielen Wiederholungen. Der Ausdruck in diesem Roman bietet leider wenig Abwechslung, da immer die gleichen Wörter oder Umschreibungen genutzt werden. Beispielsweise haben viele Dinge eine „alabasterne“ Farbe oder die Augenlider, Pupillen und die Iris zittern bei jeder Gelegenheit.
Auch die Dialoge zwischen den Personen sind wenig inhaltsreich und wiederholen oft immer die gleiche Aussage in verschiedenen Ausprägungen.
Für mich war das leider sehr künstlich in die Länge gezogen und schwerfällig.
Zudem war die Protagonistin mir bis zuletzt sehr unsympathisch, weil sie auch oft sehr unfreundlich war. Es gab einige wenige Charaktere, die mich begeistern konnten, ansonsten blieb auch der Rest recht farblos und ich hätte gern mehr über die Hintergründe erfahren. Für mich wurde sich zu sehr auf unwichtige oder alltägliche Details konzentriert, dafür aber nicht auf die Charaktere oder die Hintergrundinformationen.

FAZIT:

Für mich blieben leider zu viele Fragen offen, dazu kamen einige Logikfehler. Das Buch und ich haben leider nicht zusammengefunden.
Dennoch kann ich mir vorstellen, dass es Lesern gefallen könnte, die dem typisch asiatischen Schreibstil alà Haruki Murakami etwas abgewinnen können.
Ein Buch mit einer guten Grundidee, für mich jedoch mit schwacher Umsetzung. Stetige Wiederholungen von Wörtern und Phrasen haben für mich den Ausdruck der Geschichte geschmälert. Logikfehler und offene Fragen ließen mich leider unzufrieden zurück. Für Fans asiatischer Literatur eventuell zugänglicher als für mich.

BEWERTUNG: ♥♥♡♡♡


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♡♡
Emotionen: ♥♥♡♡♡
Fantasy: ♥♥♡♡♡
Charaktere: ♥♥♥♡♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♡♡♡

Gesamtwertung = 2,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

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