Rezension – „Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos“ (Band 4) von Christelle Dabos

Meine lieben Leser,

da ist es nun, das Finale der Spiegelreisenden-Saga. Lange habe ich darauf hingefiebert und trotzdem war ich hin- und hergerissen zwischen Neugier und Wehmut, weil diese großartige Reihe ein Ende findet.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos
  • Autor: Christelle Dabos
  • Anzahl der Seiten: 614 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

! Achtung – Band 4 der Reihe ! Spoiler zu vorherigen Bänden ! –

„Solange Ihr nicht die vollständige Wahrheit kennt, werdet ihr Euch selbst niemals vollständig fühlen.“

– „Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos“ von Christelle Dabos, S. 375

Während der kompletten Saga hat Ophelia viele Archen gesehen – angefangen bei ihrer Heimatarche Anima, dem Pol und schlussendlich Babel. Keine der Archen bleibt vor der Zerstörung verschont. Völlig mysteriös brechen ganze Teile der einzelnen Archen ab und verschwinden im Nichts. Bereits im vorherigen Band hat Ophelia den „Anderen“ im Verdacht und die Identität von Gott aufgedeckt. Im Finale steht sie nun vor der Aufgabe diesem Wesen und seinem Schöpfer nachzuspüren, um den Untergang der Archen und somit der Welt aufzuhalten.
Nachdem sie und Thorn wieder vereint sind, schmieden sie gemeinsam einen Plan, um ihren noch gesichtslosen Widersachern das Handwerk zu legen. Dazu müssen die beiden sich in das Observatorium einschleusen, um von innen heraus Informationen zu erhalten.
Dabei erfahren sie immer haarsträubendere Fakten, begeben sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Füllhorn und Ophelia läuft nicht nur einmal Gefahr, ihren Verstand und sich selbst zu verlieren.
Ob Ophelia und Thorn den Untergang der Archen verhindern können, was hinter all den Geschehnissen wirklich steckt und ob sie ein Happy End erwartet oder nicht, das dürft ihr gern selbst herausfinden.

Ich für meinen Teil fand, dass der letzte Band nicht nur spannend war, sondern auch sehr überragend. Die Handlung und die Enthüllungen haben mich teilweise verwirrt und überfordert, weil ich mich gefühlt habe, als wöllte ich mir das Universum vorstellen – denn ähnlich abstrus und unmöglich erschien mir das Geschilderte in meiner Vorstellung.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist im finalen Band ebenso wunderschön wie in den anderen Bänden der Reihe. Dabos setzt hier sogar fast nochmal einen drauf und glänzt wie immer durch einen sehr vielfältigen, niemals langweiligen und ausgefeilten Stil, der seinesgleichen sucht. Ich kenne kein vergleichbares Werk in diesem Genre, das mich mit seiner Schreibe dermaßen überzeugen konnte. Es ist einfach purer Genuss, diese Worte in sich aufzunehmen. Für mich eine der herausragendsten Autorinnen (und Übersetzerinnen) der letzten Jahre. Nicht umsonst hat sich diese Reihe zu einer meiner Lieblingsreihen entwickelt, die diesen Platz wohl noch lange behalten wird. Sprachlich spielen diese Bücher in einer komplett anderen Liga als das, was durchschnittlich in diesem Genre zu finden ist. Alleine die sprachliche Raffinesse und Komplexität sind Gründe, warum jeder diese Bücher gelesen haben sollte.

FAZIT:

„Die schwarzen Strahlen fluten in ihre Brillengläser, erhellen mit ihrem paradoxen Licht Ophelias Gedanken, und sei´s drum, dass sie unfähig ist, diese laut auszusprechen. Sie ist erfüllt von einem Verstehen, das keiner Worte bedarf.“

– „Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos“ von Christelle Dabos, S. 527 –

Ich bin voll des Lobes, aber ich bin gelinde gesagt auch etwas zerstört. Das Ende hat mich eiskalt erwischt. Es tat mir in der Seele weh, den Buchdeckel hinter Ophelia und den anderen Charakteren zuklappen zu müssen. Diese Reihe hat mich auf so vielen Ebenen abgeholt und begeistert, dass ich sie auf jeden Fall erneut lesen werde – denn eines ist klar – mit dem Wissen der Enthüllungen und Erklärungen aus dem letzten Band, sollte eine erneute Lektüre noch mehr entdecken lassen. Was in allen vorherigen Bänden oft recht verwirrend und mysteriös war, wird nun ganz anders zu betrachten sein. Für solche Bücher lese ich – wenn dieses Buch keine fünf Sterne verdient hat, frage ich mich, welches sonst.
Es kann nach diesem grandiosen Finale niemand mehr abstreiten, dass Dabos hier einen wahren Epos geschaffen hat, der mit seinen skurrilen und liebenswerten Charakteren direkt ins Herz trifft. Die überbordende Fantasie, das unfassbare Worldbuilding und die sprachgewaltige Umsetzung heben dieses Buch in meinen ganz persönlichen Olymp.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Fluch des Phönix“ von Aimée Carter

Meine lieben Leser,

ich hatte das große Glück direkt noch eine Leserunde bei Lovelybooks zu gewinnen. Dadurch konnte ich mein erstes Buch von Aimée Carter lesen. Eingeordnet wird es zwar in das Genre der Kinderbücher, aber der Klappentext hörte sich einfach so spannend an, dass ich es unbedingt lesen wollte. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Fluch des Phönix
  • Autor: Aimée Carter
  • Anzahl der Seiten: 352 Seiten
  • Verlag: Oetinger Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Kinderbuch, Fantasy, Urban Fantasy

INHALT:

Die Zwillinge Lu und Zac leben nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater in Trauer zusammen. Zac wird geplagt durch schlimmes Asthma und vielfältige Allergien, weswegen er nicht aus dem Haus darf. Die beiden Geschwister sind sich nicht immer grün, aber Lu hat nach dem Schicksalsschlag dir Mutterrolle für Zac übernommen, auch wenn sie das niemals zugeben würde.
Die Sommerferien stehen bevor und ihr Vater beschließt, die beiden 12-Jährigen zu entfernten Verwandten nach England zu schicken, denn durch den Verlust ist er wie gelähmt und kann sich nicht richtig um die Beiden kümmern. Er ist schlichtweg überfordert und nimmt das Angebot von Zacs und Lus Tante aus England an.
Die beiden Protagonisten sind von dieser Idee überhaupt nicht begeistert, kennen sie doch ihre angeblichen Verwandten nicht einmal vom Hörensagen. Sie fühlen sich abgeschoben und haben so gar keine Lust auf diese Sommerferien in England.
Als sie in England aber auf einem riesigen Anwesen ankommen und im Wald den Zugang zu einer mysteriösen Welt voller Fabelwesen finden – die den Wildlands aus den Gute-Nacht-Geschichten ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich ist – sind die Sommerferien auf einmal doch nicht mehr so schlimm wie gedacht. Was die beiden allerdings über diese Welt herausfinden, wird mehr fordern als ihre freie Zeit – denn dieses Wissen verändert nicht nur ihre Ferien, sondern auch ihre Zukunft

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist eine der ganz großen Stärken dieses Buchs. Die Autorin schafft es bereits auf den ersten 20 Seiten, die Charaktere so vielschichtig, tief und authentisch zu erzählen, dass man sprachlos zurückbleibt.
Die Zerrissenheit der Geschwister angesichts des Verlusts, die Schwäche von Zac angesichts seiner Allergien und die Stärke von Lu, die für Zac mehr Mutter wird als ein Kind, das unbeschwert in den Tag hineinlebt – das alles hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich hatte von einem Kinderbuch solch eine Tiefe nicht erwartet. Die Konflikte sind so greifbar, dass man mit den beiden Zwillingen mitleidet und mitfühlt.

Die Autorin schreibt in klaren, kurzen Sätzen, allerdings niemals fantasielos. Der Schreibstil ist alles andere als detailreich, dafür sitzt jede Formulierung und jeder Satz ist auf den Punkt. Mehrmals dachte ich beim Lesen: „Diese Autorin hat es echt drauf.“.
Es macht unheimlich Spaß, dieses Buch zu lesen, weil der Schreibstil es dem Leser einfach gemacht hat, in die Geschichte einzutauchen.

FAZIT:

Dieses Buch ist viel mehr als ein Kinderbuch. Durch die erwachsenen Konflikte, den ausgereiften Schreibstil und die spannende Geschichte kann es für mich locker mit Büchern für junge Erwachsene mithalten. Für ein Kinderbuch finde ich es an manchen Stellen tatsächlich etwas düster. Es bleibt zu sagen, dass auch ein Erwachsener Lesespaß in diesem Buch finden kann. Einzig das Ende kam schnell, ließ ein paar Fragen offen und ließ einen merken, dass es für Kinder geschrieben wurde. Ich bin hellauf begeistert und würde mir tatsächlich noch mehr Geschichten um die Wildlands erhoffen. Leider wirkt das Buch wie ein Einzelband, da die Geschichte in sich geschlossen ist.

Ein fantastisches Buch, welches weit mehr bietet, als ich von einem Kinderbuch erwartet hätte. Ein ausgreifter Schreibstil und wunderbar authentische Charaktere machen dieses Buch zu etwas Besonderem. Auch für erwachsene Fantasy-Fans sehr lesenswert! Für mich jetzt schon eines meiner Jahreshighlights.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das wandelnde Schloss“ oder „Sophie im Schloss des Zauberers“ von Diana Wynne Jones

Meine lieben Leser,

mögt ihr Ghibli-Filme auch so sehr? Ich finde sie wirklich sehr schön und schaue sie gern. Einer davon ist „Das wandelnde Schloss“, welches auf der Romanvorlage von Diana Wynne Jones basiert. Im Original erschien dieses Buch unter dem Titel „Sophie im Schloss des Zauberers“ und der Knaur Verlag hat es Ende letzten Jahres in der mir vorliegenden Version aufgelegt. Sieht sie nicht wunderschön aus? Aber nun genug vom Vorgeplänkel. Jetzt möchte ich euch nämlich erzählen, wie das Buch mir gefallen hat. Auf das Buch gebracht hat mich eine Rezension bei der lieben Buchperlenblog.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das wandelnde Schloss
  • Autor: Diana Wynne Jones
  • Anzahl der Seiten: 300 Seiten
  • Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
  • Ausgabe: Überarbeitete Neuausgabe (2019)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

„Wenn man sein Glück sucht, darf man es nicht so genau nehmen.“
– Sophie in „Das wandelnde Schloss“ von Diana Wynne Jones, S. 37 –

Sophie ist die Älteste von drei Schwestern. Das bedeutet in ihrer Welt nichts Gutes und so geht auch sie selbstverständlich davon aus, das Unglück für sich gepachtet zu haben.
Vielleicht auch deshalb wird sie von der bösen Hexe der Wüste verflucht und in eine alte Frau verwandelt. Ohne Aussicht auf eine Umkehr dieses Zaubers, zieht Sophie aus, um ihr Glück zu finden. So kann sie ihrer Familie schließlich nicht unter die Augen treten. Sie macht sich auf zum wandelnden Schloss. Dessen Besitzer namens Howl ist ein Zauberer, dem allerdings nichts Gutes nachgesagt wird. Er soll Mädchenherzen zum Vergnügen sammeln, um sie zu essen. Sophie hat jedoch keine Wahl, als ihn um Hilfe zu bitten. Eine alte Frau wird er doch hoffentlich verschonen? Leider ist es für Sophie keinesfalls einfach, ihre Misere zu erklären – denn auch daran hindert sie der Fluch.
Sie wird kurzerhand zur Haushälterin des wandelnden Schlosses und wird in allerlei zauberhafte Vorkommnisse verstrickt, die sie sich vorher niemals erträumt hätte.

Die Handlung verläuft am Anfang noch recht deckungsgleich zum Film, geht aber recht bald einen komplett andere Weg. Dieser ist jedoch keinesfalls schlecht, sondern überzeugt durch ganz eigene Ideen und einen unüberwindbaren Charme. Neben aus dem Film bekannten Orten, trifft man auf einige bekannte Figuren.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist klar und prägnant, geizt jedoch nicht mit Einfallsreichtum. Zusätzlich besticht Jones durch einen subtilen Humor, der mich nicht nur einmal zum Lächeln gebracht hat.
Die Charaktere sind so liebevoll dargestellt und mit Marotten versehen, dass sie an vielen Stellen schon fast liebenswert schrullig daherkommen. Genau das macht aber auch die herrliche Skurrilität dieses Buches aus.
Besonders herausragend war es für mich, dass in der Handlung eine gemütliche Atmosphäre geschaffen wird – ja, es passiert eigentlich kaum etwas wirklich Spannungsgeladenes – und trotzdem möchte man unbedingt weiterlesen. Allein der Schreibstil ist so schön, dass es einen wahren Genuss darstellt.

FAZIT:

Eine Originalvorlage zu einem Film, die sich sehr von der Filmumsetzung unterscheidet. Sie ist weder besser noch schlechter, sondern beide Versionen haben eine wunderbare Art gefunden, eine zauberhafte Geschichte zu erzählen. Das Buch besticht durch wundersame Details, ein magisches Worldbuilding und die verrücktesten und zugleich sympathischsten Charaktere, die man sich vorstellen kann.

Nicht nur ein Klassiker der Fantasy-Literatur, sondern eine skurrile, humorvolle und unheimlich liebevoll ausgestaltete Geschichte über Selbstvertrauen, Freundschaft und Magie. Für mich ein Highlight! Unbedingt lesen!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „One true Queen – Aus Schatten geschmiedet (Band 2)“ von Jennifer Benkau

Meine lieben Leser,

nach dem großartigen Auftakt des ersten Bandes war ich wirklich gespannt auf die Fortsetzung. Ich fand es persönlich etwas schade, dass das Cover so hell war, mir hatte die dunkle Gestaltung viel besser gefallen. Aber bekanntlich sollte man ein Buch ja nicht nur nach seinem Cover beurteilen, sondern vor allem aufgrund des Inhaltes. Ob mich dieser überzeugen konnte, möchte ich euch im Folgenden erläutern. 🙂

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: One true Queen – Aus Schatten geschmiedet
  • Autor: Jennifer Benkau
  • Anzahl der Seiten: 544 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Romantasy, Jugendbuch

INHALT:

Nach ihrer Krönung zur Königin von Lyaskye am Ende des ersten Bandes, scheint Mailins Schicksal besiegelt. Sie lebt nun in der Gewissheit, dass sie entweder dasselbe Ende ereilt, wie ihre Schwester oder sie für immer ohne Liam in ihrer Welt leben muss. Doch was für ein Leben ist ein Leben ohne Liam? Zudem quälen Mailin schreckliche Visionen über ihn. Schlussendlich entscheidet sie sich, nach Lyaskye zurückzukehren. Dazu braucht sie allerdings die Hilfe von Nathaniel.
Als wenn der Weg zurück nach Lyaskye nicht schon beschwerlich genug gewesen wäre, sieht sich Mailin vor Ort immer größeren Problemen gegenüber. Nicht nur die Tyrannei von Cassian will sie beenden, sondern auch verhindern, dass Unschuldige zu Schaden kommen. Der Band gipfelt in einem Showdown, der beide Wünsche zugleich nicht zu erfüllen vermag. Wird Mailin Lyaskye den Frieden bringen können? Und welche Opfer muss sie dafür bringen?

SCHREIBSTIL:

Auch, wenn dieser Band einige Längen hatte, war der Schreibstil für mich oftmals der Grund, warum ich weitergelesen habe. Jennifer Benkau schafft es, sich bildhaft und vielfältig auszudrücken. Im Vergleich zu anderen Büchern des Genres ist sie meiner Meinung nach im Niveau des Schreibstils im höheren Drittel angesiedelt. So sehr mir der Stil gefällt, so sehr kann er sich leider an einigen Stellen zu sehr in Unwichtigem oder in Details verstricken. Ich denke, das war der Knackpunkt, durch den die Längen des zweiten Bandes entstanden sind. Lange kam keine Spannung auf, weil die Handlung in Alltagsszenen verharrte. Ich hätte mir hier mehr Tempo gewünscht. Am Ende der Handlung war es meiner Meinung nach dann leider genau umgekehrt. Wichtige Showdown-Gespräche und Enthüllungen bekamen nicht genug Raum, um zu wirken.
Nichtsdestotrotz konnte mich dieser Band im letzten Viertel vom vierten Stern überzeugen, obwohl dieser für mich nur kanpp verdient wurde.

FAZIT:

Der zweite Band tritt deutlich hinter dem Auftakt zurück, was ich sehr schade finde. Die Spannung kam recht spät auf, aber die Charaktere waren nach wie vor liebevoll dargestellt. Die Handlung war leider etwas blass und es fehlte an vielen Stellen das Gefühl für das richtige Tempo.

Einige Längen machen das Finale leider zu zäh für den grandiosen Auftakt in Band 1. Jedoch bieten die liebenswerten Charaktere, der schöne Schreibstil und der Showdown am Ende genügend Lesespaß, um sich knappe 4 Sterne zu verdienen.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Goldene Flammen“ von Leigh Bardugo

Hallo meine lieben Leser,

im Rahmen einer Leserunde vom Knaur Taschenbuch Verlag auf Instagram habe ich nun endlich mal die vielgelobte Grisha-Trilogie angefangen zu lesen. Was ich von dem ersten Band „Goldene Flammen“ halte, werde ich euch im Folgenden erzählen. 🙂

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Goldene Flammen
  • Autor: Leigh Bardugo
  • Anzahl der Seiten: 352 Seiten
  • Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
  • Ausgabe: 2019 (Schuber)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

Alina, eine Kartografin in der ersten Armee, ist niemand, der als besonders bezeichnet werden würde. Mit ihrem Freund aus Kindertagen, Mal, ist sie weit unter den mysteriösen Grisha. Diese magischen Kämpfer sind sagenumwoben und ziehen mit der Armee gegen die Kreaturen in der bedrohlichen Schattenflur.
Während eines Überfalls rettet Alina Mal das Leben – in ihr erwacht etwas, was sie selbst nie für möglich gehalten hätte. Sie selbst wird nicht nur zu einer Grisha, sondern zur mächtigsten Grisha, die in dieser Zeit existiert.
Der „Dunkle“, der die Armee befehligt, hat bald ganz eigene Pläne mit Alina, die ins Trainingslager der Grisha geschickt wird.
Schnell sieht sich Alina Intrigen und Gefahren gegenüber und muss viel zu schnell Kräfte beherrschen lernen, die sie sich nicht ausgesucht hat.

SCHREIBSTIL:

Die Autorin schreibt sehr bildhaft und fantasievoll. Trotzdem fliegen die Seiten nur so dahin, weil der Schreibstil eine gewisse Leichtigkeit mit sich bringt. Zwar ist der Stil nicht anspruchsvoll, aber er eignet sich perfekt als Abendlektüre, da er so eingängig ist. Jedoch muss man anmerken, dass in den gut 350 Seiten dank der ausführlichen Beschreibungen niemals Langeweile aufkommt und sie sehr gehaltvoll sind. Auf diesen wenigen Seiten wird dann doch erstaunlich viel geboten.

FAZIT:

Mir bleibt nicht viel zu sagen, außer, dass mich der erste Band neugierig auf mehr gemacht hat. Es war eigentlich nichts Herausragendes am Schreibstil, aber das Buch hat sich so entspannend und leicht gelesen, dass ich wirklich begeistert war. Die Geschichte hat großes Potenzial und ich bin sehr gespannt, ob dieses dann in den nächsten beiden Bänden auch ausgenutzt wird. Mir hat das Worldbuilding und auch die Idee der Grisha sehr gefallen.

Ein Buch, welches durch seine Leichtigkeit überzeugt und die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ein solides Fantasy-Abenteuer, was mittlerweile schon fast zu den Klassikern im Genre gehört. Macht Lust auf mehr und daher eine klare Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Die Spiegelreisende – Das Gedächtnis von Babel“ (Band 3) von Christelle Dabos

Meine lieben Leser,

wie ihr schon lesen konntet, hat mich die Spiegelreisenden-Saga bisher sehr begeistern können. Das geht leider nicht allen so. Ich habe auch schon viele Gegenstimmen gelesen. Es macht sich das Gefühl in mir breit, dass dies eine Reihe ist, die man entweder liebt oder hasst. Ich gehöre zu der ersten Kategorie und habe deswegen sehnsüchtig auf den dritten Band gewartet. Nun habe ich ihn beendet und möchte euch meinen Eindruck mitteilen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Die Spiegelreisende – Das Gedächtnis von Babel
  • Autor: Christelle Dabos
  • Anzahl der Seiten: 514 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch

INHALT:

Auch der dritte Band der Spiegelreisenden-Saga hält allerlei Abenteuer für Ophelia bereit. Ich musste mich oft fragen, in was für einen Schlamassel sie nun wieder hinein geraten ist.
Nach dem Ende des zweiten Bandes hätte ich nicht erwartet, dass die Geschichte in diese Richtung weitergeht. Ophelia hat Thorn schon drei Jahre nicht gesehen und fristet ein langweiliges Dasein auf ihrer Heimatarche. Nach den Vorfällen am Pol ist sie einfach nicht mehr Dieselbe und scheint nicht mehr so recht nach Anima zu passen.
Deshalb muss sie erneut zu einer anderen Arche reisen, um Thorn zu finden und mehr über Gott herauszufinden. Allerdings ist die Arche Babel alles andere als einfach zu bewältigen – sie wird ein Lehrling an der Universität für die sogenannten Virtuosen und muss nicht nur ihre Fähigkeiten als Leserin dabei unter Beweis stellen. Es passieren immer mehr mysteriöse Vorfälle, die für Ophelia kein Zufall sein können.
Bei ihren Ermittlungen trifft sie nicht nur auf neue Freunde, hartnäckige Widersache wie den Ohne-Furcht-und-beinah-ohne-Tadel, sondern schlussendlich auch auf alte Bekannte.
Am Anfang fehlt der Handlung zunächst die Spannung, welche nach dem ersten Viertel dann aber wieder an Fahrt aufnimmt.
Am Ende möchte man einfach nur wissen, ob für Ophelia endlich alles gut wird. Doch das dürft ihr selbst lesen.

„Zu eurer Information, junge Dame, Frieden ist lediglich eine Vision. Es gab und wird stets Konflikte geben, welche Gestalt sie auch immer annehmen.“

– „Die Spiegelreisende – Das Gedächtnis von Babel“ von Christelle Dabos, S. 177 –

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil der Spiegelreisenden-Saga ist so wunderschön, dass es mir völlig egal ist, wenn die Handlung mal etwas dahinplätschert. Ich finde einfach, dass das Niveau des Schreibens sehr hoch ist. Der Stil hat eine hohe Vielfältigkeit und ist so bildhaft, dass man tief in die Geschichte eintauchen kann.
Viel bleibt hier nicht zu sagen, ich habe in den vorhergehenden Rezensionen denke ich schon genug von Dabos Schreibe geschwärmt. Für mich grenzt es sich einfach von dem Einheitsbrei des Genres ab.

FAZIT:

Für mich sind diese Bücher einfach Meisterwerke. Sie sind in meinem Lieblingsregalfach gelandet. Der dritte Band hat mich wieder vollends überzeugt. Ich kann nicht glauben, dass der nächste Band schon der Abschluss der Reihe sein soll. 😦 Der dritte Band wartete wie immer mit sprachlicher Finesse und einer spannenden und manchmal verwirrenden Handlung auf. Ich vergleiche die Bücher immer gern mit den bekannten japanischen Filmen des Studios Ghibli.

Der dritte Band bringt neben Spannung und ausgefeilter Sprache wieder meine lieb gewonnenen skurrilen Charaktere mit. Nach dem etwas schwächeren zweiten Band für mich wieder ein Volltreffer. Klare Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das Geheimnis der dunklen Fee“ von Serena Valentino

Meine lieben Leser,

wie ihr wisst, habe ich bereits die drei Vorgänger der Disney-Villians Reihe gelesen und rezensiert. Diese Buchserie beschäftigt sich mit den Vorgeschichten einiger Bösewichte aus dem Disney-Universum. Dass dieses Vorhaben leider in zwei Bänden für mich nur unzureichend geglückt ist, habe ich in meinen Rezensionen erläutert. Der aktuelle Band beschäftigt sich mit Malefiz, der bösen Hexe aus dem Disney-Film „Dornröschen“. Ich war gespannt, ob dieser Band mich nun überzeugen kann wie „Die Schönste im ganzen Land“ oder ob es ein Flop wird, so wie die anderen Bücher.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das Geheimnis der dunklen Fee
  • Autor: Serena Valentino
  • Anzahl der Seiten: 320 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2020)
  • Genre: Fantasy, Fanfiction

INHALT:

Wie zuvor bereits erwähnt, dreht sich dieses Buch rund um Malefiz und ihre Vorgeschichte. Es wird aufgeklärt, warum sie böse wurde und was in ihrer Kindheit passierte. Was mir wie in allen anderen Bänden der Reihe nicht gefallen hat, waren die drei ominösen Hexenschwestern, die anscheinend in jeder Disney-Geschichte ihre Finger im Spiel haben sollen. Das ist für mich nach wie vor unglaubwürdig, unter anderem deshalb, weil ein Wegfallen dieser Figuren an dem Verlauf der einzelnen Vorgeschichten nichts wirklich ändern würde. Man hätte die Geschichten auch ohne sie schreiben können. Die Geschehnisse um die drei Hexenschwestern hätten sich meiner Meinung nach sehr gut in einer eigenen Geschichte gemacht.
Ansonsten wird auch auf die Rolle der drei Feen aus Dornröschen eingegangen, die ebenfalls einen Teil zu Malefiz‘ Vergangenheit beitragen. Und natürlich wird auch Dornröschen aufgeführt, obwohl es sich zu meiner Freude in Grenzen hielt, dass hier eine neue Dornröschen-Fassung geschrieben wurde
Die Kindheit von Malefiz wurde nachvollziehbar beschrieben und war für mich eine echtes Highlight. Einige Fragen blieben zwar für mich offen, die Umsetzung war aber im Großen und Ganzen gut. An einigen Stellen hätte Valentino aber gern noch in die Tiefe gehen können.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist ein wenig gereift, wenn man ihn mit den Vorgängern vergleicht. Sehr zu meiner Zufriedenheit war, dass der Carlsen Verlag dieses Mal ein 1A-Lektorat vorzuweisen hatte. Gerade dieser Punkt war in den letzten Rezensionen großer Kritik meinerseits ausgesetzt. Valentinos Stil liest sich schnell, leicht und flüssig, ist aber auch wenig detailliert und teilweise etwas fantasielos. Sprachliche Raffinesse sucht man hier vergeblich, dennoch ist es ein solides Werk. Was mir leider wieder sauer aufstieß, war die Abänderung des deutschen Namens Malefiz in Maleficiant. Natürlich ist dies der eigentliche Originalname, aber als Fan wäre es mir bei der deutschen Übersetzung deutlich lieber gewesen, wenn man den Namen aus dem Film verwendet hätte. Das gleiche gilt für Flora, Fauna und Sonnenschein. Sonnenschein hat den nervigen Namen „Merryweather“, der sich in der deutschen Übersetzung für mich einfach zu sehr vom Rest abhebt und etwas störend war.

FAZIT:

Die Geschichte von Malefiz war erstaunlich spannend und fast schon tiefgründig. Leider blieb eine einprägsame Botschaft aus. Alles in allem war ich echt überrascht, wie gut mir diese Version gefallen hat – die Umsetzung als Film hat mir nämlich gar nicht gefallen. Hier weichen Buch und Film voneinander ab, was ich gut finde. „Das Geheimnis der dunklen Fee“ ist für mich tatsächlich bisher der beste Teil der Disney-Villians-Reihe, wenn auch mit gewohnten Abstrichen.

Für mich der beste Teil der Disney-Villians-Reihe. Eine tolle Vorgeschichte von Malefiz, die zum Glück nichts mit dem Film gemein hat. Kleinere Schwächen sind vorhanden, werden aber durch eine spannende Handlung wettgemacht. Für Disney-Fans empfehlenswert.

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten (Band 3)“ von Neal Shusterman

Meine lieben Leser,

lange haben wir gewartet und endlich war er da – der Moment, als der finale Band der Scythe-Trilogie auf den Markt kam. Zugegeben, es hat etwas gedauert, bis ich dieses Buch beenden konnte, aber meine Rezension möchte ich euch jetzt natürlich nicht vorenthalten.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
  • Autor: Neal Shusterman
  • Anzahl der Seiten: 604 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Dystopie, Utopie, Sci-Fi, Fantasy, Abenteuerfiktion

Inhalt:

„Menschen sind Gefäße (…) Sie nehmen das auf, was in sie hineingeschüttet wird.“

– Jeri in „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ von Neal Shusterman, Seite 425 –

Wie habe ich diesen dritten und finalen Band der Scythe-Reihe herbeigesehnt! Ich war wirklich Feuer und Flamme, da mich die beiden vorhergehenden Teile so begeistern konnten. Zu meiner hellen Freude gewann ich den letzten Band bei einem Gewinnspiel anderer Blogger und bekam ihn sogar schon vor dem offiziellen Erscheinungsdatum zugesendet. Ich war wirklich glücklich. Umso enttäuschter war ich, dass ich mich mit dem „Vermächtnis der Ältesten“ so schwergetan habe. Ich kam irgendwie einfach nicht rein in die Story. Nach dem tragischen Ende des zweiten Bandes, war ich in hoffnungsvoller Erwartung, dass die Geschichte wieder bei Citra und Rowan anknüpft, was sie aber leider nicht tat. Erstmal bekommen wir ganz typisch für Shusterman andere Personen und Schauplätze unter die Nase gehalten. Ich war dermaßen hibbelig, dass ich sehr froh war, als man nun doch mehr über Citras und Rowans Schicksal erfuhr.

„Ideale verblassten, Tugenden trübten sich, und selbst der Königsweg hatte schlecht beleuchtete Nebenstraßen.“

– „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ von Neal Shusterman, Seite 505 –

Generell ist die erste Hälfte des Buches aber recht schleppend für mich gewesen. Ich bin einfach nicht richtig warm geworden damit. Das, was der Perspektivwechsel in den anderen Bänden so groß machte, nahm der ersten Hälfte des Finales irgendwie die Substanz. Ich würde gern anders urteilen, aber was das angeht, war der dritte Band der bisher schwächste der ganzen Scythe-Reihe. Es fehlte die Spannung, die Gefühle und das besondere Etwas.
Jedoch schafft es Shusterman, ab der zweiten Hälfte zu gewohntem Esprit zurückzufinden. Ab da ist es wieder rundum gelungen, der Perspektivwechsel greift wieder mit der Story ineinander und fesselt den Leser an das Buch. Diese bessere Hälfte des Werks mündet in einem Finale, welches spannend, aber auch kurzweilig ist. Ein Ende, für das sich das Durchhalten lohnt, was allerdings auch gern noch etwas mehr Tiefe und Details haben könnte.
Alles in allem ein guter Abschluss für diese grandiose Reihe, auch, wenn er am Anfang schwächelte.

Schreibstil:

“ (…) Sein eigenes Ende zu fürchten ist Teil des Lebens. So weiß ich, dass wir tatsächlich wahrhaft lebendig sind.“

– Thunderhead in „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ von Neal Shusterman, S. 485 –

Ganz klar, die Scythe-Reihe lebt von den Perspektivwechseln. Leider hat Shusterman sich meiner Meinung nach in der ersten Hälfte des Buchs in eben diesem Erzählstil verloren. Mir lag der Fokus im Großteil des Buchs leider zu viel auf den Nebenfiguren und viel zu wenig auf den beiden Protagonisten. Dadurch geriet die Bindung und Spannung zum Buch in den Hintergrund.

Shusterman findet in der zweiten Hälfte zu seiner gewohnten Qualität zurück – fast als hätte vorher ein anderer Mensch geschrieben. Schlagartig ist man wieder gefangen in seinen prägnanten und fast schon trockenen Schilderungen, die zwischen den Zeilen so viel Gefühl vermitteln und mit feinem Gespür die gesellschaftlichen Missstände anprangern. Wäre er im gesamten Finale auf diesem Niveau gewesen, wäre diese Reihe perfekt gewesen.

Fazit:

“ ‚Was ist los mit uns, dass wir uns dermaßen hochgesteckte Ziele suchen und dann das Fundament in Stücke reißen? Warum müssen wir immer das Streben nach unseren eigenen Träumen sabotieren?‘
‚Weil wir fehlerhafte Wesen sind (…) Wie sollten wir in eine perfekte Welt passen?‘ „

– Faraday & Munira in „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ von Neal Shusterman, Seite 571 –

Meine hohen Erwartungen nach den grandiosen Vorgängern wurden leider nicht komplett erfüllt. Shusterman konnte nicht durchgängig sein hohes Niveau halten und hat mich mit der ersten Hälfte des Buchs schon fast ein wenig gelangweilt. Ich war wirklich enttäuscht von diesem Finale, bis ich über den Berg war (😉 Scythe-Insider-Witz, haha.) und die zweite Hälfte des Buchs umso mehr genießen konnte.
Für den Abschluss auf den letzten Seiten hat sich das Durchhalten und Warten gelohnt. Mit etwas mehr Substanz am Anfang hätte mir der finale Band allerdings besser gefallen. Ab der zweiten Hälfte jedoch gewohnt grandios.
Deswegen trotz Mankos eine Leseempfehlung, denn wer diese Reihe nicht beendet, ist selbst Schuld!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤♡

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Seele aus Licht“ von Marie Rapp

Meine lieben Leser,

ich wünsche euch ein gesundes neues Jahr und möchte euch gleich zum Jahresanfang mit einer Rezension begrüßen. Noch im alten Jahr habe ich „Seele aus Licht“ endlich beendet. Den dritten Band der Seelen-Saga hatte ich ja sehr lange herbeigesehnt. Ob er meine Erwartungen erfüllen konnte, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Seele aus Licht (Band 3 der Seelen-Saga)
  • Autor: Marie Rapp
  • Anzahl der Seiten: 400 Seiten
  • Verlag: Self-Publisher
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy, Urban-Fantasy, Romantasy

Inhalt:

„Ein grüner und ein silberner Blitz erhellten die Ruinen eines zerstörten Tempels, als sie mit unvorstellbaret Geschwindigkeit aufeinander zurasten. Für einen Bruchteil einer Sekunde verschmolzen sie am Nachthimmel zu einem wunderschönen, glühenden Gebilde (…)“
– „Seele aus Licht“ von Marie Rapp, Seite 7 –

Der zweite Band endete mit einer traurigen Gewissheit. Dort setzt der dritte Band an. Lena gilt außerdem als tot, tatsächlich fristet sie aber ihr Dasein in Isaton bei den Legionären. Tavis hält sie heimlich in seinem Zimmer versteckt. Lena wird von ihren zwiegespaltenen Gefühlen umhergetrieben. Sie vertraut niemandem mehr und fühlt sich letztendlich allein. Niemand weiß, dass sie lebt, außer Tavis. Zwischen den beiden entsteht eine ganz besondere Freundschaft.

Schlussendlich ist es auch Tavis, der Lena zur Flucht verhilft. Als Lena auf ihre Freunde trifft, ist jedoch nichts wie vorher und sie muss nicht nur um deren Vertrauen und Akzeptanz kämpfen, sondern auch um die Kontrolle ihres eigenen Geistes.

Lena schlägt sich weder auf die Seite der Legionäre noch auf die des Devindanats und versucht aus dieser Position heraus Schlimmeres zu verhindern. Sie wird jedoch immer wieder von Visionen geplagt und findet so immer mehr über ihre Vergangenheit heraus. Endlich erfährt der Leser, warum Lena ihre Kräfte besitzt, was es mit dem oft merkwürdigen Verhalten der anderen ihr gegenüber auf sich hat und wer sie in Wirklichkeit ist.

Auf der Suche nach ihrer Identität, ihrer Zugehörigkeit und ihrer ganz persönlichen Liebe gerät sie immer weiter in ein Geflecht aus Konflikten, die nur schwer zu entwirren sind. Der dritte Band der Seelen-Saga gipfelt wie bereits die Vorgänger in einem spannenden Finale, sodass man den letzten Band kaum erwarten kann.

Schreibstil:

„Sie rief ihren Spirit und ließ ihn durch das Zimmer fliegen. Das blaue Licht spendete mehr Trost, als es Worte in diesem Augenblick vermocht hätten.“
– „Seele aus Licht“ von Marie Rapp, Seite 37 –

Trotz Leseflaute konnte mich der Schreibstill der Autorin wie immer gefangen nehmen. Er liest sich so leicht und ist dabei so ausdrucksstark, dass man sich der Geschichte schwer entziehen kann. Wieder einmal staunte ich, wie viel Inhalt in diesen Seiten steckte. Bereits die Vorgänger ließen mich mit dem Gefühl zurück, ich hätte nicht nur ein einziges Buch gelesen, da der Inhalt so voll war. Es passieren auch in diesem dritten Band so viele Dinge und es geschehen so viele Wendungen, dass man gar nicht umhin kommt, immer weiterzulesen. Obwohl so viel Zeit zwischen dem zweiten und dritten Band lagen, bin ich wieder sofort in das Geschehen eingetaucht. Es war ein Gefühl von Nachhausekommen. Besonders auffallend ist auch hier wieder, dass die unzähligen Charaktere niemals blass wirken und alle authentisch sind.

Fazit:

„Die Dunkelheit, die sich in ihr Herz geschlichen hatte, wich einem inneren Leuchten – azurblaues Licht erfüllte Lenas Augen.“
-„Seele aus Licht“ von Marie Rapp, Seite 55 –

Lang habe ich diesen Band herbeigesehnt und dann übertraf er meine Erwartungen. Ich hatte alles erwartet, nur die Entwicklung der Geschichte in diese Richtung nicht wirklich. Für mich war es ein wunderbares Gefühl, wieder in diese Welt einzutauchen und Lena, Darian & Co. wiederzutreffen. Gerade die Freundschaft zwischen Lena und Tavis hat mich sehr berührt. Ich kann es nicht glauben, dass die Reihe mit dem nächsten Band bereits ihren Abschluss findet. 😦

Für Fans der Reihe ein würdiger Nachfolger mit spannendem Ende, das einen jetzt schon auf den letzten Band fieberhaft warten lässt. Für diejenigen, die die Seelen-Saga noch nicht kennen, sollte spätestens dieser Band ein Grund sein, sie zu lesen. Von mir gibt es eine klar Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „One true Queen – Von Sternen gekrönt“ von Jennifer Benkau

Meine lieben Leser,

heute möchte ich mit euch über ein Buch sprechen, welches praktisch in aller Munde ist. Schon allein das wunderschöne Cover treibt einen dazu, dieses Buch wenigstens einmal in die Hand zu nehmen. Ich hatte das Glück, bei einer Aktion von Thalia, ein signiertes Exemplar zu ergattern. Nun endlich hatte ich Zeit, es zu lesen und möchte meine Eindrücke wie immer mit euch teilen.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: One true Queen – Von Sternen gekrönt (Band 1)
  • Autor: Jennifer Benkau
  • Anzahl der Seiten: 509 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (2019)
  • Genre: Fantasy, Romantasy

INHALT:

Mailin ist ein ganz normales Mädchen. Oder naja – vielleicht ist in ihrem Leben doch nicht alles normal. Ihre alleinerziehende Mutter gönnt sich selbst kaum eine Pause, damit die Protagonistin und ihre Schwester nicht zu kurz kommen. Vicky, Mailins Schwester, liegt seit sieben Jahren im Wachkoma. Sie wird zuhause von ihrer Mutter gepflegt, obwohl diese noch nebenbei arbeiten geht. Mailin wollte nicht, dass Vicky in ein Heim verlegt wird. Einzig das Hobby unserer Hauptperson gibt ihr Halt – sie trainiert Kendou, eine japanische Sportart.
Nach einem Training bricht Mailin zusammen. Plötzlich findet sie sich in einer anderen Welt wieder – in Lyaskye. Nicht nur die Natur und die Tiere sind komplett anders, sondern auch ihr Verhalten. In Lyaskye ist nichts, wie es scheint. Das spürt Mailin am eigenen Leib, als sie von einem wildgewordenen Baum fast umgebracht wird. Sie kämpft um ihr Leben und mehr oder minder kommt ihr ein Fremder zu Hilfe.
Der Fremde wird von Mailin auf den Namen „Peter“ getauft, nach der Geschichte von Peter Pan. Er willigt ein, sie bis in die Hauptstadt Rubia zu begleiten, danach allerdings soll Mailin auf sich selbst gestellt sein. Sie ist natürlich mehr als verwirrt, warum sie in dieser Welt ist und nicht in ihrer eigenen. Zudem muss sie sich mit „Peter“ durch einige kleine Abenteuer schlagen. Als wäre diese Situation nicht schon verwirrend genug, erfährt sie bei ihrer Ankunft in Rubia eher unfreiwillig, dass die Königin dieses Landes ihrer Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht. Und nicht nur das – sie regiert seit sieben Jahren …

Mailin versucht im Folgenden Kontakt zur Königin aufzunehmen und gerät in ein Geflecht aus politischen Verwirrungen und Intrigen. Auf ihrer Suche nach einem Weg zurück in ihre Heimat bringt sie sich mehr als einmal in Lebensgefahr und verliebt sich in einen ihr alten Bekannten. Doch nichts ist, wie es scheint, in Lyaskye und so weiß Mailin zu keiner Zeit, wem sie wirklich trauen kann und wem nicht.

Wen Mailin alles auf ihrer Reise trifft, ob die Königin mit ihrer Schwester zu tun hat, was der geheimnisvolle „Peter“ für eine Rolle spielt und welche Abenteuer sie erlebt, das lasse ich euch lieber selbst lesen. Aber am liebsten würde ich euch direkt die ganze Geschichte erzählen!

SCHREIBSTIL:

Am Anfang hat es mich etwas genervt, dass Gedanken und Gesprochenes direkt ineinander übergehen. Diese wurden nicht, wie sonst gewohnt, durch Absätze getrennt. Das hat mich anfänglich sehr verwirrt und mich auch öfter beim Lesen innehalten lassen, weil ich aufpassen musste, was Mailin nun wirklich sagt oder nur denkt.

Ansonsten ist der Schreibstil von Jennifer Benkau wunderbar fantasievoll und ausführlich, aber nie langweilig. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte mich in ihrer Sprache verlieren, ohne zu merken, wieviel ich wirklich gelesen habe. Das ist immer ein gutes Zeichen.

Die unterschiedlichen Charaktere waren gut herausgearbeitet und ich habe selbst in den Nebenfiguren Leben gespürt. Es ist toll, wenn die Figuren zum Leben erwachen und nicht farblos bleiben.

FAZIT:

Am Anfang war ich mehr als skeptisch – die Grundidee eines Menschen, der im Koma liegt und einer damit verbundenen Reise in eine andere Welt ist schließlich nicht ganz neu. Noch dazu liest Mailin Vicky am Anfang aus „Alice im Wunderland“ vor. Dadurch hatte ich extreme Angst, dass es in diese Richtung gehen würde. Ich habe in den letzten Jahren mehrere Adaptionen der Alice-Geschichte gelesen und die waren alle nicht so wirklich prall. Diese Angst wurde schnell ausgeräumt. Allerdings blieb eine weitere Angst – denn die Geschichte erinnerte mich am Anfang direkt auch an „The Unwhispered World“, ein Videospiel, in dem ein Junge im Koma liegt und nur wieder erwacht, weil er das Böse in dieser Welt besiegt. Ich hatte wirklich Bedenken, es könnte ein Abklatsch werden und war zunächst etwas enttäuscht. Denn ich ahnte irgendwie direkt, dass die Schwester von Mailin und Lyaskye zusammenhängen würden.
Meine Bedenken wurden restlos ausgeräumt. Die Geschichte ging in eine völlig andere Richtung, als ich es erwartet hatte und auch der Übergang zwischen den Welten war anders geregelt als gedacht. Auch die Entwicklung der Charaktere und er gesamte Plot waren nicht so angelegt, wie befürchtet. Hier wurde ich definitiv überzeugt.
Dazu kam eine herzzerreißend schöne Liebesgeschichte mit ordentlich Verwirrung und tiefen Gefühlen. Auch das Worldbuilding konnte mich überzeugen, wenngleich die Welt an sich etwas in den Hintergrund vor der großen Geschichte trat. Ich hätte gern mehr zu meckern und würde gern Punkte abziehen – aber ich weiß einfach nicht warum. Vielleicht hat die Königskrone von mir Besitz ergriffen und erfüllt mich mit purer Harmonie und Glückseligkeit. 😉

Alles in allem und wider Erwarten eines meiner Jahres-Highlights 2019. Fantasy gepaart mit Romantik, Spannung und Dramatik. Liebevoll gezeichnete Charaktere runden die gewaltige Story ab. Klare Leseempfehlung!

BEWERTUNG: ❤❤❤❤❤

Bis bald,
EURE HACHIDORI