Frauen der Weltgeschichte – Marie Tussaud

Marie Tussaud
französische Wachsbildnerin
1761 – 1850

452px-Madame_Tussaud,_age_20
Titel: Madame Tussaud, age 20. (Quelle)
Künstler: John Theodore Tussaud

Die Basis von Maries Talent bildete sich in ihrer Kindheit. Ihr Stiefvater P. Curtius war Arzt und formte für den Anschauungsunterricht menschliche Organe aus Wachs. Auch kleine Miniaturen hat er hergestellt. Später begann er auch mit dem Aufbau eines Wachsfigurenkabinetts. Marie lernte von Curtius das Modellieren und mit 17 Jahren fertigte sie ihr erstes lebensgroßes Modell von Voltaire.
Während der Französischen Revolution wurden ihre Abbilder verspottet und sie wurde gezwungen, Todesmasken von Prominenten zu erstellen.
Nach dem Tod von Curtius erbte sie seine Wachsfigurensammlung. Allerdings blieben die Kunden aus und nach finanzieller Not erhielt sie das Angebot, ihre Werke in England auszustellen. Sie reiste mehrere Jahre mit ihren Söhnen durch England und Irland, um schließlich 1835 in London in der Baker Street ihr eigenes Museum zu eröffnen. Sie vermachte es ihren Söhnen, von denen einer das Handwerk erlernte. Mit 81 Jahren erschuf sie ihre letzte Figur, Frankfreich sah sie aufgrund der Kontinentalsperre nie wieder. Marie Tussaud wurde 88 Jahre alt.

(Vgl. Kaisehr74 u.a.: Marie Tussaud. https://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Tussaud [Stand: 21.09.2017])

EURE HACHIDORI

Frauen der Weltgeschichte – Louise Bourgeois

Louise Bourgeois
US-amerikanische französische Bildhauerin
1911 – 2010


Titel: Sculpture of the spider mother in France (Quelle – CC BY)
Fotograf: Sam valadi

Louise selbst sagte: „Meine Dämonen sind meine Werke.“
Sie bezog sich damit auf ihre von Bedrohungen dominierte Kindheit und auf das konfliktreiche Verhältnis zu ihrem Vater. Bourgeois beschäftigte sich provozierend, aber auch witzig mit der ihrem zentralen Thema der weiblichen Sexualität. Sie lehnte es generell ab, von feministischer Ästhetik zu sprechen. Umso ironischer, dass zuerst die Feministinnen ihre Arbeiten zu schätzen wussten.

Für Louise Bourgeois verkörperte die Spinne Schutz und so erschuf sie aus Stahl eine 9 Meter hohe Spinnenskulptur mit dem Namen „Maman“. Neben dieser Ausführung, die vor der Tate Modern in London steht, gibt es weltweit noch circa zehn Bronzeabgüsse.

Bourgeoise wurde erst mit 70 Jahren einem größeren Publikum bekannt.

(Vgl. Se4598 u.a.: Louise Bourgeois. https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Bourgeois [Stand: 29.06.2016])

EURE HACHIDORI

 

Merken

Frauen der Weltgeschichte – Margarete von Navarra

Margarete von Navarra
Königin von Navarra
1492 – 1548


kein frei lizensiertes Bild vorhanden

Margarete von Navarra war die ältere Schwester des französischen Königs Franz I. und hochgebildet wie weltgewandt.
Als ihr Bruder nach einer Schlacht gefangen genommen wurde, schickte man Margarete nach Madrid, um über seine Freilassung zu verhandeln. Sie hatte Erfolg.
Nach dem Tod ihres Mannes heiratete sie 1527 den elf Jahre jüngeren Henri d`Albret, welcher der Fürst des kleinen Königreichs Navarra in den Pyrenäen war. Margarete war nicht nur als Mäzenin und Literatin bekannt, sondern auch als Sympathisantin der gerade aufkommenden Reformation und konnte zeitweise ihren Bruder von einem drastischen Durchgreifen gegen die Protestanten abhalten.
Von Margarete existieren viele Schriften und Gedichte. „Heptaméron“ ist ihr bekanntestes Werk. Dort beschreiben zehn Erzähler und Erzählerinnen in 72 Novellen (angeblich wahre) Geschichten über amouröse Verwicklungen und diskutieren danach über deren moralische Bewertung.

 

EURE HACHIDORI

Frauen der Weltgeschichte – Josephine Baker

Josephine Baker
französische Tänzerin US-amerikanischer Herkunft
1906 – 1975


Titel: Portrait of Josephine Baker, Paris (Quelle)
Fotograf: Carl van Vechten

In Paris hatte Josephine Baker ihren ersten Auftritt. Jean Cocteau (französischer Schriftsteller, Regisseur und Maler) sah diesen ersten Auftritt und schwärmte danach von ihr. Sie wäre ein „Idol aus dunklem Stahl und Bronze, Ironie und Gold“. In ihrem Bananenröckchen eroberte Baker Europas Varietébühnen und wurde zum Star.
Sie hatte nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa mit rassistischen Vorurteilen zu kämpfen, nahm aber trotzdem die französische Staatsbürgerschaft an. Sie kämpfte sogar in der Résistance (Sammelbegriff für französische und belgische Widerstandsbewegungen gegen die deutschen und italienischen Besatzungsmächte) mit.
Privat hat Josephine ihren Traum von einer multikulturellen Familie verwirklicht. Sie adoptierte zwölf Kinder unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe. Sie lebte mit ihnen in Südfrankreich.
Von ihrer Großfamilie wurde sie gezwungen bis zu ihrem letzten Tag auf der Bühne zu stehen, um Geld zu verdienen. Ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte sie kurz vor ihrem Tod.

Joséphine_Baker_-_Girdle_of_Bananas
Titel: Joséphine Baker in her famous „Girdle of Bananas“ outfit (Quelle)
Fotograf: Lucien Walery

EURE HACHIDORI

 

Frauen der Weltgeschichte – Antoinette Deshouliéres

Antoniette Deshouliéres
französische Dichterin
1638 – 1694


Titel: Antoinette Du Ligier de la Garde Deshoulières (1638 – 1694) (Quelle)
Künstler: Unbekannt

In Frankreich wurde Antoniette Deshouliéres als Kalliope, also wie die Muse der Erzählkunst und Wissenschaft, bezeichnet. Außerdem wurde sie als erste Frau überhaupt in die „Academie des Artes“ aufgenommen.

Schon mit 13 Jahren heiratete sie Guillaume de Boisguerin Deshouliéres, mit dem sie während der Unruhen der Fronde (eine Abfolge von Aufständen und Bürgerkriegen im damaligen Frankreich) nach Flandern (ein Gebiet in Belgien) zog.
Ihr Mann diente dort am Hofe eines Prinzen. Antoniette Deshouliéres war nicht nur für ihre Lyrik, sondern auch für ihre Schönheit bekannt. Eine weitere Begebenheit, die sich in alle Köpfe einprägte, war das ständige Nachfragen nach dem Sold ihres Mannes.
Aufgrund dieser, für damalige Verhältnisse, Frechheit soll sie mehrere Monate im Gefängnis verbracht haben. Ihr Mann soll sie mit Waffengewalt daraus befreit haben.
Als sie nach Frankreich zurückkehrte wurde sie unter dem Namen „Amaryllis“ als Dichterin am Hofe von Ludwig XIV. bekannt.
Selbst Voltaire lobte ihre Dichtkunst.
Eine Leibrente des Königs brachte ihr erstmals ein sorgenfreies Leben.

EURE HACHIDORI