Do it yourself – Das Sorgenfresserchen

Als ich in einem Katalog ein sogenanntes „Sorgenfresserchen“ sah, habe ich beschlossen, mich selbst am Nähen eines solchen Kuschelfreunds zu versuchen. Ihr kennt sie sicher, diese kleinen süßen Gefährten mit dem Reißverschlussmund!?
So einen wollte ich also nun selbst machen. In meiner Vorstellung war das allerdings leichter als gedacht und nun hier die Entstehungsgeschichte meines persönlichen Sorgenfresserchens „Klappsl“. Und an alle, die sich nicht an sowas rantrauen: Es ist nicht so schwer, wenn man erstmal drin ist und mit ein bisschen Geduld klappt auch die schwierigste Aufgabe bei diesem Projekt!

Angefangen habe ich natürlich mit einem „Schnittmuster“, insofern man meine stümperhaften Versuche so nennen kann. Die Maße auf der Abbildung sind inklusive Rand, der Rand betrug bei jedem dieser Musterstücke 1 cm.

Schnittmuster

Die Lücke zwischen dem „zweiten“ Körper ist für den Reißverschlussmund, denn der muss ja irgendwo eingenäht werden. Es ist sicherlich kein perfektes Schnittmuster, aber Fakt ist, dass mein Sorgenfresser doch einigermaßen ansehnlich geworden ist und das ist ja die Hauptsache. 😉

Als erstes habe ich den „Körper hinten“ genäht. Ich habe die Körperhälften nicht einfach nur zusammengenäht, sondern vorher doppelt genäht. Also wie auf den folgenden Bilder zu sehen, zwei Stoffstücken in der jewiligen Form ausgeschnitten und zusammengefügt. (ACHTUNG: Alles wird hier zugenäht. Dieses Stück wird nicht gewendet!)

anfang

Nach dem Feststecken mit den Stecknadel konnte es also losgehen: Die Produktion eines Sorgenfressers. (Der ja, mal nebenbei bemerkt, echt praktisch ist, ich meine, wer von uns hat nicht schonmal den Wunsch gehabt, dass alle Sorgen einfach verschwinden xD)
anfangnadel

Danach habe ich erstmal die Ohren gefertigt. Das war nicht so schwer. Ich habe ein olivfarbenes und ein graues Stück übereinander gelegt, zusammengenäht und gewendet/umgedreht. Und das dann dreimal. (ACHTUNG: Hier muss man darauf achten, dass natürlich unten nicht alles zugenäht wird, sonst kann man es ja nicht mehr umdrehen bzw. wenden. Da ich selbst als Nähanfängerin öfter einfach vergessen habe etwas offen zu lassen, möchte ich das hier nochmal explizit wiederholen!)

ohren

Bei den Armen bzw. Beinen habe ich das alles genau wie bei den Ohren gemacht, nur eben alles in grau. Und auch diese werden gewendet.
armbein

Bis hierhin war alles eigentlich nicht so schwer und es sollte bis zu diesem Punkt auch keine größeren Schwierigkeiten geben.
Auch der untere Teil des „Körper vorne“ wird genau wie das erste Körperteil (s.o.) gefertigt, was keine Probleme machen sollte. Allerdings habe ich diesen Teil nicht ganz zugenäht, sondern an der Stelle, wo der Reißverschluss eingenäht wird, offen gelassen. Auch dieses Teil wird NICHT gewendet. (Wird ja eh durch den Reißverschluss geschlossen.)
Das erste bisschen Nachdenken muss man bei der Anfertigung des Kopfes. Diesen habe ich auch an der Seite, wo der Reißverschluss hinkommt offen gelassen, was sich beim Annähen der Augen als nützlich erwiesen hat.

Kopf

Der nächste Schritt ist das Verbinden des Kopfes und des unteren Teils des vorderen Körpers durch den Reißverschluss. Logischerweise so, dass der Reißverschluss dort zu öffnen ist, wo die Augen auch zu sehen sind.
Danach kann man sich der hinteren Seite zuwenden, an die man die Beine, Arme und Ohren anbringt. Die unteren Ecken der Ohren sollte überschlagen werden, damit es am Ende wie ein Ohr aussieht. Hier sollte man daran denken, in welche Richtung diese Gliedmaßen zeigen, wenn man es umgedreht hat! Sie müssen so angenäht werden, dass alle nach innen zeigen. Dann legt man den vorderen Körperteil darauf und schließt im Prinzip die Gliedmaßen durch das Aneinandernähen ein. (ACHTUNG: Vorher den Mund aufmachen, damit man dadurch alles wenden kann!)
Am Ende hat man hoffentlich alles richtig angebracht und daran gedacht, alles richtig rum zusammenzunähen. Für Verwirrte wie mich hier eine Auflistung für das richtige Zusammennähen am Schluss:

Immer verkehrtherum denken! Das was am Ende zu sehen sein soll, darf man beim Zusammennähen und vor dem Umdrehen nicht sehen.
– Also Augen des Kopfes nach innen, vordere Seite des Bauches nach innen usw. !
Gliedmaßen einklappen! Die Gliedmaßen sollten beim Annähen nach „innen“ zeigen, also in die Mitte des Stoffteiles für den hinteren Körper.
Reißverschlussmund aufmachen! Sonst ist das Umdrehen am Ende nicht möglich.

Mit etwas Mühe und viel Geduld schafft man so ein kleines Monster, dass alle Sorgen vertilgen kann.
Hier ist er: Mein Sorgenfresserchen Klappsl!
fertig

Ich hoffe, er gefällt euch genauso gut wie mir. Er ist so schön weich. 🙂
Vielleicht näht ihr ja auch mal was und gebt mir ein paar Anregungen!

P.S.: Vergesst nicht, an Stellen, die ihr gern weich und kuschelig wollt, etwas Füllwatte reinzustopfen, bevor ihr alles zunäht 🙂

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Reisetipp: Die Fatimakapelle

In meinen letzten Berichten habe ich von der Schönheit der Alpen ja schon zur Genüge geschrieben.
Da verwundert es nicht, dass hier noch ein Reisetipp erscheint, denn es gibt so unglaublich viel zu entdecken und dieser Tipp hier ist alles andere als von Touristen überlaufen!
Die Rede ist von der Fatimakapelle in Saulgrub. Hört sich orientalisch an, ist es aber nicht.
Diese Kapelle steht inmitten der Landschaft, etwas abseits einer kleinen Ortschaft, auf einer Anhöhe. Umgeben von mehreren Weiden und mit Blick auf das Tal und die Berge, ist es ein wirklich lohnenswertes Ziel. Dort kann man Ruhe finden, in unserem Fall auch mal das Mittagessen auf der kleinen Bank genießen und den Ausblick genießen. Nicht unweit davon befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem man einen wundervollen Blick auf die Berge hat.
Zwar ist der Weg zur Fatimakapelle nicht ohne, denn es geht einige Male steil bergauf, aber dort angekommen macht es allemal die Anstrengung wett. Und spätestens, als ich entdeckte, dass ich selbst die Kapellenglocke läuten konnte, war mein Kinderherz erfreut.
Die Geschichte der Kapelle hat mich außerdem berührt. Sie wurde nämlich von Josef Leismiller erbaut, welcher 1939 als junger Mann in den Weltkrieg gezogen ist. Für den Fall, dass er heil aus dem Krieg wiederkehren würde, sagte er sich, er würde eine Kapelle bauen. Nach 5-jähriger Kriegsgefangenschaft kehrte er wirklich zurück. Den Namen Fatimakapelle hat dieser kleine Bau, weil Leismiller zum Ort Fatima pilgerte und eine dort erworbene Heilige Fatima in der Kapelle unterbrachte, die er, wie versprochen baute, weil er aus dem Krieg wohlbehalten zurückgekehrt war. Somit ist diese Kapelle mehr als ein Gotteshaus, sondern vielmehr finde ich (die ich doch nicht einmal kirchlich bin) ist sie ein Symbol des Überlebens und der Hoffnung.

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Japan – Die kleine Lehrstunde ~ Das Seifenblasenlied ~

Japan-kleine_Lehrstunde

Beim Japanischlernen entdeckte ich in einem meiner Bücher in Lied über Seifenblasen, welches ich sehr schön, aber auch traurig fand.
Ich habe es frei übersetzt und hoffe, dass es euch gefällt.
Bei dem Lied handelt es sich um ein Kinderlied. Es ist in Japan also nicht unbekannt.

Die Geschichte hinter dem Lied
Eine ebenfalls traurige Geschichte steckt hinter diesem Lied. Es wurde 1922 von Ujou Noguchi geschrieben. Seine Tochter starb im Alter von 7 Jahren im Jahre 1908. In dieser Zeit war die Kindersterblichkeitsrate wirklich hoch, weswegen es eigentlich normal war viele Kinder zu haben, aber Noguchi war geschieden und hatte nur seine Tochter. Darum trauerte er eine sehr lange Zeit um das kleine Mädchen. Es wird vermutet, dass er sich durch das Spielen der kleinen Mädchen in seiner Heimat an seine Tochter erinnert sah und so dieses Lied für sie schrieb.

しゃぼんだま (shabondama)

しゃぼんだま とんだ やねまで とんだ (shabondama tonda yanemade tonda)
やねまで とんで こわれて きえた (yanemade tonde kowarete kieta)
しゃぼんだま きえた とばずに きえた (shabondama kieta tobazuni kieta)
うまれて すぐに こわれて きえた (umarete suguni kowarete kieta)
かぜ かぜ ふくな しゃぼんだま とばそ (kaze kaze fukuna shabondama tobaso)

Seifenblasen
Die Seifenblase fliegt, fliegt zum Dach hinauf.
Fliegt zum Dach, zerplatzt und ist verschwunden.
Die Seifenblase verschwindet, verschwindet, ohne wirklich geflogen zu sein.
Zerplatzt, sofort nachdem sie geboren wurde.
Wind, Wind, macht dich das nicht traurig? Lass meine Seifenblase fliegen.

Eine sehr schöne Interpretation des Liedes findet sich im Special-Soundtrack zum Spiel Pikmin 2, gesungen von Strawberry Flowers,
zu finden unter: http://www.youtube.com/watch?v=gKz0DfJ0TJM

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Reisetipp: Die Schleierfälle

Eines der tollsten Naturschauspiele in den Ammergauer Alpen sind für mich die Schleierfälle gewesen.
Gelegen sind sie westlich von Saulgrub, nahe dem Ammerdurchbruch.
Der Ammerdurchbruch ist ausgeschildert. Auf der B23 ist bei Saulgrub „Achele“ ausgeschildert und diesen Weg kann man getrost mit dem Fahrrad absolvieren, bis man an ein paar Kuhweiden (mit nebenbei bemerkt lohnenswertem Blick auf die Berge) passiert, später dann eine sehr steile Straße erreicht (die ist wirklich nichts für zarte Gemüter), welche in eine Kurve mündet und am Ende dieser Straße ist ein Schild und eine Brücke. Geht man tiefer in den Wald hinein gelangt man irgendwann zum Aussichtspunkt des Ammerdurchbruchs.
Wenn ihr also folgendes Bild vor euch seht, seid ihr richtig:
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Eine kleine Wanderung zu den (mehr oder weniger) naheliegenden Schleierfällen ist wirklich zu empfehlen!!!
Die Brücke vor dem Wald wird überquert, zur Zeit ist dort eine Baustelle, man geht also an dem Baustellenzaun entlang und folgt dem nicht ganz eindeutigen Schild (Schleierfälle ->) am Zaun entlang. (Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und folgt dem Pfeil auf die Baustelle!)
Dort geht es einige Meter erstmal nur bergauf. Lasst eure Fahrräder also am besten am Zaun angeschlossen stehen, sonst schleppt man sich dumm und dämlich.
Ihr müsst dann eine ganze Weile durch den Wald, immer wieder aus dem Wald raus, am Waldesrand entlang und über Stock und Stein und das im wahrsten Sinne des Wortes! (Das auf dem Bild ist nämlich der Weg…)

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Der Wanderweg, den ihr beschreitet, ist der W6 und solange man sich an die Markierungen der Bäume hält, kann man sich eigentlich nicht verlaufen.

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Falls man doch mal an eine Weggabelung kommt, an der man keine Hinweisschilder findet (was gar nicht so unüblich ist), kann man sich beruhigen, dass man keine steilen Abhänge im Dickicht herunterrobben muss. Man kann sich an diese „Kühe-komm-hier-nicht-durch“-Durchgänge halten, davon muss man mehrere durchqueren.

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Irgendwann, völlig überrascht, dass man doch noch so lang laufen musste (es ist nämlich ein unerwartet langer Marsch für uns gewesen), steht man vor einem Naturschauspiel, das wirkt, wie aus einer anderen Welt. Aus einer magischen Märchenwelt.
Die Schleierfälle.

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Soviel zu einem weiteren Reisetipp von mir!

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Absolute Sprüche im Schilderwald der Alpen…

Der Urlaub in den Alpen hatte wirklich einiges zu bieten…
Eine der einprägsamsten Angewohnheiten dort in der Umgebung war die unglaubliche Flut an „coolen“ Sprüchen, gereimten Hinweisen und Verbotsschildern in der bayerischen Landschaft.
Standardsatz von uns: „Die haben´s hier irgendwie mit solchen Schildern, kann das sein?“
Nicht nur auf Schildern konnte man mehr oder weniger vielsagende Sprüche lesen, auch an der Gestaltung der Hauswände mit eben solchen wurde nicht gespart.

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Auch jedes noch so kleine Hinweisschild wurde zu einem poetischen Erguss der bayerischen Schildergestalter. Sehr beliebt war dabei das Thema „Fahrradfahrer komm´hier nicht rein.“ Ob es sich dabei um einen Wanderweg vom Laber (wie im folgenden Bild zu sehen) handelte oder um eine Beschilderung rund um den Soier See, wo mit leichter Ironier versucht wurde, witzig zu sein, indem man auf einem Schild vermerkte: „Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Für alle anderen ist es verboten.“

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Man wusste nicht, sollte man lachen oder weinen!? So schön und freundlich alles in den Alpen war, wurde ich das Gefühl nicht los, dass mit Krampf versucht wurde witzig und unbekümmert zu sein und zu wirken. Auf weiteren Touren war man schon nicht mehr belustigt von diesen Schildern; das gleiche Phänomen, als wenn man einen Witz zehnmal erzählt.
Trotzdem im Allgemeinen amüsant, wie viel Mühe sich bei solchen Kleinigkeiten wie Hinweisschildern gemacht wird. Geschmunzelt haben wir allemal.

Eine weitere Auffälligkeit und an mehreren Stellen in den Ammergauer Alpen zu beobachten: Alles ist absolut.
Man hatte das Gefühl, dass ein normales Verbot beim Parken, beim Wandern oder auch bei geheimen Wegen nicht gereicht hat, denn es wurde alles ABSOLUTisiert. Es gab kein Parkverbot, es gab das ABSOLUTE Parkverbot. Es gab keine Lebensgefahr, sondern die ABSOLUTE Lebensgefahr.
Ich habe mich gefragt, ob es denn dort überhaupt einer Steigerung bedarf!?

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Neben den ganzen Beschilderungen, die sowieso schon für die Touristen angebracht wurden, waren diese kleinen Auffälligkeiten ein richtiges, wie sagt man (!?) Schmankerl im großen Schilderwald der Alpen.

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„Urlaub in den Alpen“ oder „Ich bin eine Blume.“

Hallo liebe Leser,

Urlaub ist doch die schönste Freizeitbeschäftigung, die es gibt!? Ich war dieses Jahr in den Alpen und vorher war ich dort noch nie. Ich bin eigentlich ein ziemlicher Wandermuffel, da ich mit wandern nur Erinnerungen an gemeinsame (und langweilige) Ausflüge mit meinen Großeltern verknüpfe. Wie es aber so spielt das Leben, habe ich mich entschlossen neue Erfahrungen zu sammeln, da das schon ziemlich lange her war.
In den nächsten Tagen möchte ich also für alle „Wanderfreunde“ und auch „Wandermuffel“ (oder einfach nur Interessierte) einen kleinen Überblick über empfehlenswerte Reiseziele geben und natürlich meine persönlichen Eindrücke weitertragen.

Mein Weg führte mich in das beschauliche Unterammergau, also ins Ammertal bzw. die Ammgergauer Alpen. Besonderheit sind dort (und auch im naheliegenden Oberammergau) die schön bemalten und verzierten Häuser. Eine Bank ist nicht einfach nur ein Geldinstitut, sondern Kunst:
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Die beiden kleinen Orte kann man sich getrost mal anschauen, sie sind wirklich sehr idyllisch, ruhig und friedlich.
Meine erste Empfehlung daher: Ober- und Unterammergau!
Zweiter wirklich schöner Reisetipp ist das Kloster Ettal. Das ist eine vergleichsweise kleine Station und lässt sich gut zwischendurch einbauen. Mit etwas Glück erlebt man eine Messe mit und die Bemalung der Decke ist wunderschön. Auch die klostereigene Brauerei kann man besichtigen.
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In Bayern ist es uns öfter passiert, dass Schilder uns am Weitergehen hindern wollten. Getrost kann man aber oft auch diese Wege beschreiten und entdeckt dabei manche eigenwillige Konstruktion oder magische Orte. Wie hier, nicht unweit vom Kloster, eine etwas andere Möglichkeit, einen Schuppen zu verriegeln und ein magischer Brunnen, welcher so aussieht, als wenn gleich eine Märchenfigur dahinter auftaucht.
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Ein unbedingtes Muss in Bayern ist, das dort typische Essen auszuprobieren! Meine erste Weißwurst hat, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig geschmeckt, die Brezel dort sind allerdings GRANDIOS!!! Auch die Spätzle sind wirklich zu empfehlen!
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Kommen wir also nun zu einem besonderen Highlight! Die Fahrt mit der Gondel auf den Laber (1683 m) und der Abstieg. Ich war noch nie auf solch einem hohen Berg und ich muss sagen, da meine Höhenangst nicht unerheblich ist, hatte ich doch ziemlichen Respekt vor dieser Höhe. Ich stieg trotzdem in die Gondel. Ich berichte nun ehrlich, wer Höhenangst hat, sollte nicht in eine Gondel steigen! Mag für einige logisch klingen, aber ich dachte, das wäre kein Problem, da man ja etwas um sich herum hat. Es war schrecklich, aber gute Schocktherapie. Und man ist schnell oben. Die Aussicht war auch aus der Gondel phänomenal, auch wenn es mir in diesem Moment alles andere als geheuer war. Doch ich kann euch sagen, sobald man dort oben ist, ist alles andere egal. Man vergisst alles, ob nun Angst, Pflichten oder Probleme. All das verschwindet im Angesicht der Aussicht auf die Zugspitze und weitere Berge.

 

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Es ist außerdem atemberaubend schön, wie sich die kleinen dünnen Wege durch die Natur nach unten schlängeln.

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Und vielleicht fragt ihr euch ja schon, warum der Titel dieses Beitrages unter anderem „Ich bin eine Blume.“ heißt!? Ich hatte ein kleines Erlebnis, das mich dazu veranlasst hat. Und zwar setzte sich mitten im Abstieg ein Schmetterling auf mein Bein. Da fühlte ich mich schon ein wenig geehrt, da er ja sonst nur die schönen Alpenblumen anfliegt. Also: Ich bin anscheinend eine Blume! 😉
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Besonders faszinierend sind auch die vielen kleinen versteckten Aussichten, die an Gemälde von Caspar David Friedrich erinnern!

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Und witzig fand ich auch, dass wir während dem Abstieg über eine Alm spazieren konnten. Den Kühen ganz nah, ständiges Gebimmel (da jede Kuh eine Glocke trägt) und eine sympathische Almhütte lädt zum Verweilen ein.

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Lieblingsspruch auf der Alm war folgender: “ Auf der Alm gibt´s keine Sünden und keine Gläser!“ Dort waren in einem Wasserbecken Getränke hinterlegt und in eine Büchse am Haus konnte man das Geld werfen, wenn man etwas entnehmen wollte. Dort war zwar niemand, aber wie das Schild schon sagt: „Auf der Alm gibt´s keine Sünden.“

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Soviel erstmal zum ersten Teil meines kleinen Reiseberichts.
Bald gibt es mehr von Alpen und Umland.
Bis bald!
EURE HACHIDORI

Hachidoris Welt – Wie meine deutsch-japanische Freundschaft entstand…

Hallo ihr Lieben!

Seit nunmehr 3,5 Jahren pflege ich eine wirklich tolle Freundschaft zu einem Japaner, der mich auch schonmal besuchen kam, hier in Deutschland. Ich bin sehr froh, ihn zu kennen, es ist wirklich eine Bereicherung für mein Leben und ich kann nur jedem empfehlen, auch mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt zu treten, weil es nicht zuletzt einfach interessant ist. Gerade Japaner sind eben ein ganz anderes Völkchen. Natürlich hat sich das bei mir so ergeben, weil ich eine Japan-Närrin bin.

Wie bin ich aber an diesen Kontakt gekommen, ohne nach Japan zu reisen!? Ich wollte diesen Artikel darüber schreiben, weil ich damals sehr ratlos war und hoffe, dass ich so anderen Menschen auf der Suche nach geeigneten Websites helfen kann und vielleicht gebe ich ja auch dem ein oder anderen einen Impuls, sich einfach mal damit zu beschäftigen. Wer weiß!?

Ich persönlich habe meinen Kumpel auf folgender Website kennengelernt:
http://www.japan-guide.com/Dort gibt es eine Kategorie „Friends“ und dann wird untergliedert nach „Friends in Japan.com“ und in „Japan Penfriend“. Als ich dort etwas eingestellt hatte bzw. gesucht hatte, gab es nur eine schlechtere Version des Japan Penfriend, heute ist das alles viel schöner und übersichtlicher. Bei Penfriend kann man selbst Inserate einstellen und sämtliche Voraussetzungen hinschreiben, es sind aber auch Inserate gespeichert, die man durchlesen kann und auf die kann man sich melden. Natürlich suchen die meisten nur Brieffreunde oder Emailfreunde und es wird sehr oft und vor allem von Frauen betont, dass sie keine Romanze wollen (no romance), was ich euch (wenn ihr eine Frau seid) auch empfehlen würde! Manchmal verirren sich doch ein paar komische Konsorten dorthin und man mag es kaum glauben, aber die schreiben euch wirklich nicht, wenn ihr das stehen habt, wahrscheinlich, weil Japaner so höflich sind.
Bei der neuen integrierten Plattform Friends in Japan kann man sich anmelden und funktioniert eigentlich nach dem geichen Prinzip.

Ebenfalls zu empfehlen sind:
http://rose.ruru.ne.jp/
http://www.yorihuzi.net/1–12-1.html

Stört euch nicht so sehr daran, dass die Websiten sehr einfach und nicht sehr seriös aussehen. Sie sind eben nur funktional, aber es klappt alles wirklich gut!

Also ich wünsche euch natürlich viel Spaß und eine gute lang anhaltende Bekanntschaft! 🙂
Vielleicht hat euch das gefallen oder ich konnte euch sogar irgendwie helfen!

EURE HACHIDORI

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Weil einfach meistens lecker ist… – Einfach und lecker (1)

Kennt ihr das auch? Der täglich Kampf ums Essen? Die ständige Frage, was mache ich mir heute? Was will ich kochen? Was dauert nicht so lang?
Und dann versucht man ein brauchbares Rezept im Internet zu finden, weil man kein Kochbuch da hat und verzweifelt, weil immer alles mit irgendwas gemacht wird, was da nicht rein muss! Ich möchte einfach ein Grundrezept und das kann man ja nach Wunsch variieren, aber ich finde nur spezielle Rezepte mit einem Haufen Firlefanz drumherum.
Deswegen meine Favoriten für „einfach und lecker – Kochen ohne viel Schnickschnack“:

~ Kartfoffelbrei:

Kartoffeln schälen, in gesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind. Wasser abgießen, Kartoffeln im Topf mit einer Gabel zerkleinern, einen Schluck Milch dazu und dann mit einem Rührgerät mixen. Solange Milch nachschütten und mixen, bis der Kartoffelbrei eine schöne cremige Konsistenz hat und keine Stücke mehr enthalten sind (wahlweise natürlich auch stückig lassen). Mit Salz nach Belieben würzen und weiter durchmischen. Voilá! Fertig.

~ Gurkensalat

Gurken mit einer Reibe in eine Schüssel reiben. Eine kleine Packung „Dillkräuter“ dazu (Packungsanleitung beachten) und einen Spritzer Zitrone. Fertig!

~ Spinat

Zwiebeln klein hacken. Spinat (Junger Spinat aus dem Frost) mit Zwiebeln aufwärmen. Am Ende noch mit brauner zerlassener Butter übergießen und durchmischen. Fertig.

Ich werde ein paar Geheimtipps demnächst veröffentlichen (ganze Gerichte und Beilagen).

EURE HACHIDORI

Japan – die kleine Lehrstunde ~ Socken und andere Wortgebilde ~

Japan-kleine_Lehrstunde

Japan, ein wundervolles und manchmal etwas verrücktes Land. Die Kultur ist ohne jeden Zweifel völlig anders als bei uns.
Und schon kleine Dinge bringen mich im Zusammenhang damit zum Staunen.
Beim Japanisch lernen habe ich natürlich auch so jede Menge Spaß, aber da gibt es kleine Wörter, die mir schon manchmal den Tag versüßt haben! Wie  ein Schwamm sauge ich sie auf und freue mich, wenn ich neue Besonderheiten entdecke.
Das wohl schwierigste ist im Japanischen wohl die Schrift, behaupte ich mal so.
Aber diese Schrift ist manchmal gar nicht so schwer oder unschön, wie manche denken.

Ein paar der einfachsten Kanjis (apanische Schriftzeichen, die dem Chinesischen entstammen) sind die für die Wörter 1, 2 und 3.
1 = (ichi)
2 = (ni)
3 = (san)

Sehr bildlich und wirklich leicht zu merken sind auch die Kanjis für Baum (ki), Wald (hayashi) und großer Wald (mori). Na? Was aufgefallen? Irgendwie wachsen da in der Schrift immer mehr Bäume nebeneinander! 🙂

Die japanische Schrift hält auch ein paar poetische Zusammensetzungen bereit. Eine meiner liebsten befindet sich im Wort für Musik 音楽 (ongaku), denn das sind die beiden Schriftzeichen für „Ton“ und für „genießen“. Ist das nicht schön? Musik ist für Japaner das Genießen von Tönen. Das finde ich schon irgendwie ein bisschen romantisch.

Und heute ist mir wieder so eine kleine Besonderheit ins Auge gefallen. Weniger poetisch, aber irgendwie süß. Das Wort Socke bzw. Strumpf 靴下 (kutsushita) besteht aus (kutsu = Schuh) und (shita = Unterseite, unten, darunter). Socken heißen also frei übersetzt nichts anderes als „unter dem Schuh“, was zwar eine unumstößliche Wahrheit ist, aber mal ehrlich: Wer von uns würde sich schon so ausdrücken?
Ich find´s schön.

Und damit wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende!

EURE HACHIDORI

Hachidori´s Welt

Lang lang ist´s her…!
Eine große Entschuldigung an alle Leser! Das Regenwetter hier lässt auch meine Motivation sinken. Ganz zu schweigen von der Sonne, denn wenn die sich mal zeigt, dann ist die Motivation noch geringer, etwas zu schreiben!

Nun ist es aber doch mal wieder Zeit und ich möchte euch etwas berichten, auch wenn es reichlich unspektakulär erscheint. Ich plage mich nämlich gerade mit meiner Abschlussarbeit herum oder besser gesagt: Mit der Themensuche und dem Anfang.
Ich hatte mir das irgendwie einfacher vorgestellt. So nach dem Motto: Thema, zack und losschreiben.
Allerdings sollte mir gezeigt werden, dass das wohl nicht der Fall ist. Das Thema steht, aber ehe es dazu kam, war es ein langer Weg. Außerdem reicht das Thema alleine nicht. Man muss es ja unter anderem auch zu einem Titel formulieren (was ich natürlich jetzt noch nicht endgültig machen muss) und das erscheint wohl auch einfacher als es ist. Der Professor meinte jedenfalls: „Nicht zu speziell, lieber allgemein. Es muss sexy klingen, denken Sie nach, was Sie selbst googeln würden, um ihre Arbeit zu finden!“
Toller Tipp, mal nebenbei gesagt, aber vllt sollte ich mich für einen wirklich schlichten Titel entscheiden wie: „Meine Bachelorarbeit“…oder ist das zu allgemein? Oder wie wäre es, wenn ich Wörter verwende, die sehr häufig gesucht werden? Ist ja völlig egal, ob es mein Thema ist, Hauptsache man findet es beim Googeln, oder? Nein, das ist auch Quatsch. Oder was Lustiges? Oder vllt ein pompöser Titel: „Hachidori lüftet die Geheimnisse der Welt“… ach das ist auch nicht das Richtige. xD
Wie ihr seht, ist das nicht so einfach.
Auch die Zeitplanung und die Umsetzung werden mir einiges abverlangen!
Ich werde euch, so gut es geht auf dem Laufenden halten! (Natürlich keine Details, das wäre für mein Projekt nicht angebracht.)

Dann bis bald!
EURE HACHIDORI

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