Rezension – „Star Wars – Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi“ von Charles Soule

Meine lieben Leser,

und es geht weiter mit meinem Star-Wars-Leseprojekt! Dieses Mal weiche ich ab von meiner chronologischen Reihenfolge beim Lesen und zwar für die Neuerscheinung „Das Licht der Jedi“, welches der Auftakt zu einer ganz neuen Epoche in der Star-Wars-Zeitrechnung ist. Es werden mehrere Romane und anderes zur Hohen Republik erscheinen. Mit „Das Licht der Jedi“ wird hier also der Startschuss gesetzt. Ich hatte das Buch lange herbeigesehnt und bin froh, dass ich es nun gelesen habe. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | Rezensionsexemplar |

Vielen Dank, an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Star Wars – Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi
  • Autor/in: Charles Soule
  • Übersetzer/in: Andreas Kasprzak
  • Anzahl der Seiten: 496 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (August 2021)
  • Genre: Science-Fiction

INHALT:

Und endlich beginnt sie, die neue Epoche im Star-Wars-Universum! Endlich können Fans die Zeit der Hohen Republik erkunden! Zeitlich gesehen spielen die Ereignisse nach „The Old Republic“ und vor Episode I, um für euch eine ungefähre Einordnung zu erreichen. In meiner chronologischen Liste der Romane findet ihr allerdings noch eine genauere Zuordnung.

Die Ereignisse starten im Hetzal-System und überschlagen sich. Im System erscheinen unzählige Objekte aus dem Hyperraum, die nicht identifiziert werden können. Da die Objekte nicht angreifen, wird eine feindliche Invasion ausgeschlossen. Außerdem gibt es im Hetzal-System nichts zu holen, da sie nur Landwirtschaft betreiben. Dennoch steuern die Objekte direkt auf die Planeten, Monde und Stationen in diesem Sonnensystem zu und müssen um jeden Preis gestoppt werden, da sie sonst drohen, die komplette Bevölkerung auszulöschen.
Es wird eine Hilfseinheit der Republik informiert, die gemeinsam mit den Jedi alles versucht und ihr Leben aufs Spiel setzt, um die Bewohner des Hetzal-Systems zu retten.
Was sie nicht wissen, ist, dass sie sich durch diese Rettungsmission bald einem bisher unbekannten, aber skrupellosen Gegner gegenübersehen werden …

Die Geschichte ist in drei Teilen geschrieben.
Im ersten Teil werden hauptsächlich die Ereignisse im Hetzal-System beschrieben inklusive der Schicksale vieler Menschen, die daran beteiligt sind.
In Teil zwei lernt der Leser dann mehr über einige dieser Personen, aber auch viele neue tauchen auf, die eine mehr oder minder große Rolle spielen. Eine besonders hervorstechende Figur ist der Antagonist Marchion Ro. Dieser entwickelt sich vom Mittelsmann zum brutalen Drahtzieher und macht durch seine geheimnisvolle Vergangenheit neugierig auf die Folgebände.
Im letzten Teil werden die Ereignisse des ersten und die Erkenntnisse des zweiten Teils gekonnt miteinander verwoben, eine Brücke zum Anfang geschlagen, was alle Ereignisse im Buch in einem anderen Licht erscheinen lässt und ein großartiges Ende abgeliefert, das neugierig auf mehr macht. Das Ende hat mich tatsächlich nochmal richtig hart erwischt und war einfach nur episch, sodass ich fassungslos, begeistert und voll des Lobes für Charles Soule und seinen Roman zurückbleibe.

SCHREIBSTIL:

Da ich vom Buch zuerst etwas ganz anderes erwartet hatte, war ich umso überraschter, wie sehr mich der Autor auch mit seinem Schreibstil abholen konnte. Dabei hat das Buch einige sehr hervorstechende Besonderheiten!

Tatsächlich gibt es in diesem Buch keine expliziten Protagonisten, denn es gibt nicht nur unzählige Charaktere, sondern es wird auch kaum zwischen Haupt- und Nebencharakter entschieden. Diese sind in ihren Schicksalen meisterhaft mit der Rahmenhandlung verstrickt, auf die das Buch den Fokus legt. Dennoch schafft der Autor es, innerhalb kürzester Zeit Nähe zu den Charakteren zu schaffen und ihnen Tiefe zu verleihen. Chapeau!

Die Handlung steigt mit einem sehr hohen Tempo und Spannungsbogen ein – das besondere ist, dass dieses Niveau fast durchgängig bis zum Ende gehalten wird, was ich als eher untypisch, aber gerade deshalb sehr erfrischend für ein Star-Wars-Buch empfinde. Der Autor hat es wirklich geschafft, niemals langweilig zu schreiben, sondern mich stets wieder aufzurütteln.

Das Buch glänzt außerdem durch seine zahlreichen Wendungen und deren Kompromisslosigkeit, die mich emotional einnehmen konnten. Hier ist es dem Autor gelungen, mich sehr oft zu überraschen. Viele Ereignisse habe ich so absolut nicht kommen sehen und er zögert auch nicht, den ein oder anderen Charakter umzubringen, der dem Leser durchaus wichtig erscheint. Und immer, wenn ich dachte, dass jetzt alles gut wird oder die Gerechtigkeit siegen würde, kam der Autor mit einem Moment um die Ecke, der mich einfach eiskalt erwischte.

FAZIT:

Ich kann echt nicht viel meckern, das Buch hat mich absolut begeistert. Wow, wow, wow! Was für ein Auftakt für diese neue Epoche in der Star-Wars-Welt! Falls ihr einen Star-Wars-Roman lesen wollt, dann lest diesen hier. Es war für mich wie ein spannender Blockbuster, der mich nicht mehr losgelassen hat. Eigentlich hatte ich eine gemütliche „Meister-Schüler-retten-die-Welt“-Geschichte erwartet und dann war es so anders und gerade dadurch so absolut meisterhaft!

Temporeich, spannungsgeladen, kompromisslos. Der Auftakt zu den Romanen aus der Zeit der Hohen Republik mit einem grandiosen Antagonisten, dem Fokus auf einer Rahmenhandlung, die viele Charaktere in ihren Schicksalen verbindet und prominent platzierte Protagonisten überflüssig macht. Das epische Ende konnte mich vollends begeistern. Eines meiner absoluten Jahreshighlights!

BEWERTUNG: ♥♥♥♥♥


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: ♥♥♥♥♥
Emotionen: ♥♥♥♥♥
Science-Fiction: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♡
Sprache/Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Gesamtwertung = 4,8


Wer sich für Star Wars interessiert, wird wissen, dass es unzählige Bücher und Comics aus diesem Universum gibt. Ich hatte irgendwann die fixe Idee, alle Romane zu lesen, die mit Star Wars zu tun haben. Ich halte mich dabei an die zeitliche Chronologie. In anderen Quellen wird noch zwischen den Legends-Romanen und den Kanon-Romanen unterschieden. Ihr dürft mir Glück wünschen bei diesem galaktischen Unterfangen. 😉


Bis bald,
EURE HACHIDORI

3 Gedanken zu “Rezension – „Star Wars – Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi“ von Charles Soule

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