Frauen der Weltgeschichte – Margarete von Navarra

Margarete von Navarra
Königin von Navarra
1492 – 1548


kein frei lizensiertes Bild vorhanden

Margarete von Navarra war die ältere Schwester des französischen Königs Franz I. und hochgebildet wie weltgewandt.
Als ihr Bruder nach einer Schlacht gefangen genommen wurde, schickte man Margarete nach Madrid, um über seine Freilassung zu verhandeln. Sie hatte Erfolg.
Nach dem Tod ihres Mannes heiratete sie 1527 den elf Jahre jüngeren Henri d`Albret, welcher der Fürst des kleinen Königreichs Navarra in den Pyrenäen war. Margarete war nicht nur als Mäzenin und Literatin bekannt, sondern auch als Sympathisantin der gerade aufkommenden Reformation und konnte zeitweise ihren Bruder von einem drastischen Durchgreifen gegen die Protestanten abhalten.
Von Margarete existieren viele Schriften und Gedichte. „Heptaméron“ ist ihr bekanntestes Werk. Dort beschreiben zehn Erzähler und Erzählerinnen in 72 Novellen (angeblich wahre) Geschichten über amouröse Verwicklungen und diskutieren danach über deren moralische Bewertung.

 

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Frauen der Weltgeschichte – Wilhelmine von Preußen

Wilhelmine von Preußen
Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth
1709 – 1758


Titel: Wilhelmine Sophie von Preußen, 1. Frau von Friedrich III. (Quelle)
Künstler: Jean-Etienne Liotard

Als Prinzessin von Preußen, könnte man meinen, hätte Wilhelmine von Preußen ein schönes Leben gehabt, doch es war wider Erwarten kein Zuckerschlecken.
Ihr Vater war streng, er war der Soldatenkönig Wilhelm I. von Preußen. Die Ehe ihrer Eltern war hasserfüllt, ihre Erzieherin brutal. Unter all dem litt Wilhelmine sehr. Eine enge Beziehung hatte sie dafür zu ihrem Bruder, dem späteren Friedrich dem Großen, der sich, genau wie Wilhelmine für Musik und Wissenschaft begeisterte.
Allerdings erlitt sie ein schweres Trauma, als Hans Hermann von Katte, ein Freund Friedrichs, hingerichtet wurde, weil er mit Friedrich vom preußischen Hof fliehen wollte.
Auch ihre Ehe war nicht glücklich. Trost fand Wilhelmine im Schreiben ihrer Memoiren, in der Musik und in Briefwechseln, beispielsweise mit Voltaire.
Die Erlebnisse ihrer Kindheit schrieb Wilhelmine auf. Als diese veröffentlicht wurden, waren ihre Schilderungen des preußischen Hofs zu kalt und unmenschlich, als dass man ihnen Glauben schenken wollte.


Titel: Wilhelmine von Preußen (1709–1758) Staatsporträt (Quelle)
Künstler: Unbekannt

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Frauen der Weltgeschichte – Josephine Baker

Josephine Baker
französische Tänzerin US-amerikanischer Herkunft
1906 – 1975


Titel: Portrait of Josephine Baker, Paris (Quelle)
Fotograf: Carl van Vechten

In Paris hatte Josephine Baker ihren ersten Auftritt. Jean Cocteau (französischer Schriftsteller, Regisseur und Maler) sah diesen ersten Auftritt und schwärmte danach von ihr. Sie wäre ein „Idol aus dunklem Stahl und Bronze, Ironie und Gold“. In ihrem Bananenröckchen eroberte Baker Europas Varietébühnen und wurde zum Star.
Sie hatte nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa mit rassistischen Vorurteilen zu kämpfen, nahm aber trotzdem die französische Staatsbürgerschaft an. Sie kämpfte sogar in der Résistance (Sammelbegriff für französische und belgische Widerstandsbewegungen gegen die deutschen und italienischen Besatzungsmächte) mit.
Privat hat Josephine ihren Traum von einer multikulturellen Familie verwirklicht. Sie adoptierte zwölf Kinder unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe. Sie lebte mit ihnen in Südfrankreich.
Von ihrer Großfamilie wurde sie gezwungen bis zu ihrem letzten Tag auf der Bühne zu stehen, um Geld zu verdienen. Ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte sie kurz vor ihrem Tod.

Joséphine_Baker_-_Girdle_of_Bananas
Titel: Joséphine Baker in her famous „Girdle of Bananas“ outfit (Quelle)
Fotograf: Lucien Walery

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Frauen der Weltgeschichte – Mary Astell

Mary Astell
englische Schriftstellerin und Philosophin
1666 – 1731


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Mary Astell war die erste englische Feministin.
Formale Bildung blieb ihr als Frau verwehrt, doch ihr Onkel machte sie mit Philosophie vertraut. Als sie später nach London ging, lernte sie dort einflussreiche Literatinnen kennen.
Astell beschäftigte sich mit Naturphilosophie, aber auch mit ethischen Theorien von Hobbes und Locke.
Ihre zentralen Themen waren die Intelligenz und Seele der Frauen. In ihren Büchern forderte sie eine neue Form der Erziehung der Frauen, sowohl auf religiöser als auch auf weltlicher Ebene.
In einer ihrer Publikationen kritisiert Astell die Zwangsehe. Denn sie sah Freundschaft und eine gute Bildung der Frau als Basis der Ehe, anstatt Notwendigkeit und Stolz, wie es in der damaligen Zeit die allgemeine Meinung war.
Sie selbst heiratete nie.

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Frauen der Weltgeschichte – Uta Ranke-Heinemann

Uta Ranke-Heinemann
deutsche Theologin
*1927


Titel: Uta Ranke-Heinemann (Quelle)
Fotograf: Stuart Mentiply, Wolfsburg

Uta Ranke-Heinemann gilt als provokante Kritikerin der Kirche.
Sie war immer gut darin, Dinge als Erste zu machen. Sie war das erste Mädchen, das an ihrer Schule Abitur machte, sogar mit Auszeichnung. Außerdem war sie die erste Frau, die in katholischer Theologie promovierte und auch die erste Professorin in diesem Fach.
Sie streitet gegen das Zölibat und das Dogma der unbefleckten Empfängnis und veröffentlichte schon Bücher mit provokanten Titeln wie „Eunuchen für das Himmelreich“. Das kostete sie die kirchliche Lehrbefugnis.
Bis zu ihrer Emeritierung hatte sie in Essen dann einen konfessionell ungebundenen Lehrstuhl für Religionsgeschichte. Außerdem war sie auch politisch aktiv. Sie setzte sich gegen den Vietnamkrieg ein und engagierte sich für eine Friedensbewegung.
Uta Ranke-Heinemann spricht außerdem 12 Sprachen.


Titel: Stuart Mentiply fotografiert Uta Ranke-Heinemann (Quelle)
Fotograf: Stuart Mentiply, Wolfsburg

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Frauen der Weltgeschichte – Jane Austen

Jane Austen
britische Schriftstellerin
1775 – 1817


Titel: 1869 engraving showing an idealized, young en:Jane Austen, based on a sketch by Cassandra Austen (Quelle)
Künstler: Cassandra Austen; Quelle: James Andrews

„Es ist eine allgemei anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.“
Dies ist der erste Satz aus dem Werk „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Er verrät, dass die Romane der britischen Schriftstellerin bestimmt sind von der Suche nach dem richtigen Lebenspartner. Jane Austen selbst gab dieses Ziel schnell auf, lehnte einen Heiratsantrag ab und beschloss, ihr Leben allein zu verbringen.
In ihren sechs Romanen finden die Richtigen nach großen Umwegen und Umständen zueinander. Und da ist für jeden etwas dabei. Es gibt Lesestoff für die Romantiker unter den Lesern und auch für alle, die sich ein Bild über das Leben auf dem Land im frühen 19. Jahrhundert machen wollen.
Jane Austen war eine gute Beobachterin, schrieb mit viel Witz und Ironie über die damalige Zeit und auch über die Schwächen ihrer Heldinnen.
Sie hätte sicherlich nicht damit gerechnet, dass ihre Werke auch im 21. Jahrhundert noch Anklang finden. Ihre Bücher gehören zu den meistverfilmten englischen Büchern. Sage und schreibe über 30-mal wurden ihre Werke auf die Leinwand gebracht.

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Frauen der Weltgeschichte – Ada Lovelace

Ada Lovelace
britische Mathematikerin
1815 – 1852


Titel: Watercolor portrait of Ada King, Countess of Lovelace (Ada Lovelace) (Quelle)
Künstler: Edward Alfred Chalon

Ada Lovelace äußerte einmal: „Ich glaube nicht, dass mein Vater ein ebenso guter Dichter war, wie ich eine gute Mathematikerin sein werde!“
Sie war nämlich die einzige Tochter des englischen Dichters Lord Byron. Während er als einer der großen Dichter der Romantik gefeiert wurde, ließen seine Qualitäten als Vater zu wünschen übrig. Er verließ die Familie kurz nach der Geburt von Ada.
Lovelace war eine begnadete, pragmatische und leidenschaftliche Mathematikerin. Sie schrieb für Charles Babbage die Programme für seine Rechenmaschine, einen Vorläufer des Computers und entwickelte außerdem ein System nach welchem sie Wetten auf Pferderennen abschloss.
Allerdings hatte sie vorher schon ein großes Vermögen auf der Rennbahn verloren, als ihr diese Idee kam.
Der grundlegende Beitrag von Ada Lovelace zur Entwicklung des Computers wurde im 20. Jahrhundert noch einmal gewürdigt, indem das Pentagon in Erinnerung an sie dessen 1975 entwickelte universelle Computersprache ADA nannte.

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Frauen der Weltgeschichte – Francoise Barré-Sinoussi

Francoise Barré-Sinoussi
französische Virologin und Entdeckerin des Aidsvirus
*1947


Titel: Françoise Barré-Sinoussi, Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin 2008, auf einer Pressekonferenz am Karolsinska, Solna (Quelle)
Künstler: Prolineserver (talk)

Francoise sah in der Wissenschaft Hoffnung und führte die Forschung zu neuen Erkenntnissen.
Sie entdeckte zusammen mit Luc Montagnier das HI-Virus und verfasste den ersten wissenschaftlichen Bericht darüber.
Dafür erhielten die beiden 2008 eine Hälfte  des Nobelpreises für Medizin. Die andere Hälfte bekam der deutsche Virologe Harald zur Hausen.
Barré-Sinoussi wurde Professorin und Leiterin der Forschungsgruppe über Retroviren im Institut Pasteur.
Der Expertenrat von Barré-Sinoussi ist weltweit gefragt. Als Beraterin der Vereinten Nationen nahm sie an den Programmen der WHO zur Bekämpfung von Aids sowie dem Programm UNAIDS teil.
Mit dieser Immunschwächekrankheit hat sie sich in über 200 Veröffentlichungen beschäftigt.

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Frauen der Weltgeschichte – Sidonie-Gabrielle Colette

Sidonie-Gabrielle Colette
französische Schriftstellerin
1873 – 1954


Titel: „Colette“ was the pen name of the French novelist Sidonie-Gabrielle Colette (Quelle)
Fotograf: Unbekannt

Colette war die erste Frau in Frankreich, die ein Staatsbegräbnis erhielt. Davor führte sie ein bewegtes Leben als Schriftstellerin, Varietékünstlerin und Journalistin. Erste Erfolge feierte sie mit autobiografisch geprägten Romanen. Im Mittelpunkt dieser Romane stand eine junge Frau namens „Claudine“. Diese ersten Werke veröffentlichte Colette unter dem Namen ihres ersten Manns Henri Gauthier-Villar, von ihr als Willy bezeichnet.
1920 erschien ihr wohl bekanntester Roman, der die Liebe einer älteren Frau zu einem jüngeren Mann schilderte. Dieses Modell setzte sie selbst in die Tat um, denn ihr dritter Ehemann war 26 Jahre jünger als sie.
Nach der Trennung von Willy hatte Colette nämlich viele Beziehungen, sowohl zu Männern als auch zu Frauen. Sie trat in Kabaretts und Varietés auf. 1910 kam der literarische Durchbruch mit „La vagabonde“.

 

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Frauen der Weltgeschichte – Lady Di

Lady Di (Diana)
Prinzessin von Wales
1961 – 1997

Lady Di war umfangreich karitativ tätig. Besonders galt ihr Engagement den Opfern von Landminen, für deren Verbot sie sich hartnäckig einsetzte. Ihr Ziel wurde 1997 erreicht, als 122 Länder dazu einen internationalen Vertrag schlossen.
Lady Di war adeliger Abstammung und arbeitete als Kindergärtnerin. Ihre Stationen im Leben reichten aber noch über die unglückliche Ehefrau, gefeierte britische Kronprinzessin und geschiedene Jetsetterin, die sich, wie oben erwähnt in vielen Wohltätigkeitsprojekten engagierte.
Seit der Hochzeit mit Thronfolger Charles lebte sie unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit. Zu öffentlichen Themen wurden dabei unter anderem ihre Figur oder Frisur, sowie das Verhältnis von Charles und Camilla Parker-Bowles, die er in zweiter Ehe heiratete. Auch Dianas Affären waren ein Thema.
Selbst nach der Scheidung blieb sie im Blickpunkt der Presse. Ihren tödlichen Unfall soll eine Verfolgung durch Paparazzis verursacht haben.

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