Rezension – „Das erschรถpfte Gehirn“ von Dr. med. Michael Nehls

Meine lieben Leser,

in unserer heutigen Zeit werden Zivilisationskrankheiten immer mehr und auch die Erschรถpfungszustรคnde nehmen immer weiter zu. „Das erschรถpfte Gehirn“ von Dr. med. Michael Nehls beschรคftigt sich mit unserem Gehirn und welche Zusammenhรคnge es zwischen dessen Degeneration und den Problemen der modernen Zeit gibt. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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Vielen Dank, an den Heyne Verlag fรผr das Rezensionsexemplar!

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das erschรถpfte Gehirn – Der Ursprung unserer mentalen Energie – und warum sie schwindet
  • Autor/in: Dr. med. Michael Nehls
  • Anzahl der Seiten: 368 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: 10. Januar 2022
  • Genre: Sachbuch

INHALT:

In dem Buch „Das erschรถpfte Gehirn“ wird ein wahrer Rundumschlag interessanter Themen und Zusammenhรคnge geboten, die alle unser Hirn und die groรŸen Problematiken der heutigen Zeit betreffen. Dabei sind die Studien und auch Erklรคrungen brandaktuell, es finden sich auch einige Bezรผge zur Pandemie (aber nicht zu viel, da kann ich besorgte Leser beruhigen).

Zuerst erlรคutert der Autor, was รผberhaupt mentale Energie ist, was das Frontalhirn ist und wie es zur sogenannten „Ego Depletion“, also akutem Verlust von Geisteskraft kommt. Es wird auch ausfรผhrlich darauf eingegangen, wie die Wissenschaft auf der Suche nach dem Frontalhirn-Akku erstaunliches herausfand. Diese Informationen in den ersten fรผnf Kapiteln fรผhren dann zum weiteren Inhalt des Sachbuches hin.
Erst nach diesen Basis-Informationen ist es fรผr den Leser auch verstรคndlich, wenn der Autor auf das Wachsen und Schrumpfen unseres Hirns eingeht, sowie auf deren Folgen. Vor allem die Folgen der Degeneration unseres Frontalhirn-Akkus sind fรผr uns ebenso wichtig, wie erschreckend – und aktuell. Praktisch jeder von uns kann nicht die Hirnkapazitรคt nutzen, die ihm zur Verfรผgung stehen kรถnnte.
Da unser Frontalhirn allerdings auch dafรผr zustรคndig ist, Entscheidungen zu treffen, vernรผnftig zu handeln oder auch neugierig auf Neues zu bleiben, kann sich der Leser schon ausmalen, was das fรผr unsere moderne Gesellschaft bedeutet. Depressionen, Long-Covid, Shizophrenie, Autismus, Drogensucht, Alzheimer – die Liste an Zivilisationserkrankungen, die damit im Zusammenhang stehen, ist lang.

Deshalb geht der Autor auch in verschiedenen Kapiteln auf die einzelnen Thematiken ein, die unser Hirnwachstum beeinflussen bzw. zu einer gesunden oder ungesunden Hirnentwicklung beitragen. Neben dem Sinn des Lebens, dem sozialen Mensch und seiner Empathiefรคhigkeit sowie unserem Schlafverhalten, werden auch unsere Ernรคhrung, unser Bewegungsverhalten und Umweltgifte/Chemikalien einer detaillierten Analyse unterzogen.
Beeindruckend stellt er die Evolution des Menschen und seines Gehirns den vorher beschriebenen Folgen gegenรผber und setzt sie in Beziehung zueinander, sodass der Leser fรผr sich selbst Handlungsempfehlungen ableiten kann, um dem Hirn eine mรถglichst artgerechte Atmosphรคre zur Entwicklung zu schaffen.

Im letzten Kapitel wird ein Resรผmee gezogen, welches sich unter anderem auch mit kรผnstlicher Intelligenz und eventuellen Zukunftsszenarien beschรคftigt. Dieses Kapitel war aus meiner Sicht das schwรคchste, da mir hier ein Ausblick fehlte, der Hoffnung gibt. Diese sehr schwarzmalerische Zusammenfassung war mir zu sachbuchuntypisch und hatte an einigen Stellen auch einen etwas faden Beigeschmack. Das soll aber die sehr informativen Kapitel im restlichen Buch nicht trรผben.

SCHREIBSTIL:

Das Buch ist teilweise sehr amรผsant, sarkastisch und eingรคngig fรผr den Leser geschrieben. In einigen Kapiteln und Teilen ist es allerdings auch sehr fachlich und ich kann mir denken, dass es fรผr Leser ohne medizinisches Interesse zuweilen etwas trocken sein kรถnnte. Gerade am Anfang, wenn die biologischen Funktionen des Hirns erlรคutert werden, kรถnnte ich mir vorstellen, dass eher mรครŸig interessierte Leser auf diesem Gebiet aussteigen kรถnnten. Die spรคteren Kapitel greifen teilweise auf das Wissen aus den ersten Kapiteln zurรผck, weshalb es wichtig ist, den Anfang auch wirklich zu verstehen.
Genau aus diesem Grund fand ich etwaige Wiederholungen in spรคteren Kapiteln angebracht, da Sachbรผcher selten am Stรผck gelesen werden und die Informationsflut einen gern das ein oder andere Detail vergessen lรคsst.
Das Buch enthรคlt zwar viele fachliche Informationen, lรคsst sich aber dennoch sehr flรผssig lesen und hatte meiner Meinung nach auch einen gewissen Unterhaltungswert. Der Autor hat es geschafft, mich zu begeistern und mich zum Staunen zu bringen, denn es waren einige neue Erkenntnisse fรผr mich enthalten. Das mag auch an den sehr aktuellen Studien liegen, die er wirklich sehr gekonnt zusammenzieht, um eine schlรผssige Aussage zu treffen. Er schafft dadurch ein Gesamtbild aus den einzelnen Studienergebnissen, sodass auch fรผr uns Leser ein รผbegreifendes Verstรคndnis zu diesem wichtigen Thema entsteht.

FAZIT:

Mir wurde schon wรคhrend des Lesens klar, dass es eines der wichtigsten Sachbรผcher ist, welches ich je gelesen habe. Die Schwรคchung unseres Frontalhirn hat so weitreichende Folgen, dass dieses Problem meiner Meinung nach รถffentlich diskutiert werden sollte. So erschreckend die Folgen und unsere derzeitige Situation auch sein mรถgen, vermittelt dieses Buch auch das Wissen, wie ein Gegenentwurf aussehen kรถnnte, um unser Hirn wieder in ein Wachstum zu begleiten.
Das Buch enthรคlt wirklich viele wichtige Informationen und mit Ausnahme des letzten zusammenfassenden Kapitels waren alle fรผr mich sehr informativ und interessant. Das letzte Kapitel hat mich als Abschluss leider etwas enttรคuscht, allerdings hat das fรผr mich nicht mehr viel am restlichen Buch verschlechtert, weil es am Ende nur ein Resรผmee und damit der persรถnlichste Teil des Autors war. Der GroรŸteil des Buches war fundiert und oft erstaunlich, weshalb ich es nur empfehlen kann.

Eines der wichtigsten Sachbรผcher, das ich je gelesen habe. Die Schwรคchung unseres Hirns hat sehr weitreichende Folgen, weshalb dieses Buch eigentlich Pflichlektรผre werden sollte. Teils fachlich, teils unterhaltsam erlรคutert Michael Nehls sehr detailliert รผber aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft und setzt diese in Beziehung zur Evolution des Menschen. Ein wichtiges Werk, wenn auch mit schwachem Endkapitel.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Unterhaltung/Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Botschaft/Praxisbezug: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Strukturiertheit: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ

Gesamtwertung = 4,6


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Ausgestorben, um zu bleiben“ von Bernhard Kegel

Meine lieben Leser,

schon seit einiger Zeit liegt „Ausgestorben, um zu bleiben“ auf meinem Stapel ungelesener Bรผcher. Letztes Jahr habe ich dann durch Zufall die wunderschรถne Ausgabe der Bรผchergilde gesehen und musste diese natรผrlich direkt erstehen. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Buch auch zu lesen. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel:ย Ausgestorben, um zu bleiben – Dinosaurier und ihre Nachfahren
  • Autor/in:ย Bernhard Kegel
  • Anzahl der Seiten:ย 272 Seiten
  • Verlag:ย Bรผchergilde Gutenberg Verlag
  • Ausgabe:ย Lizenzausgabe (2018)
  • Genre:ย Sachbuch

INHALT:

Dieses Buch, das muss ich einfach vorwegnehmen, rรคumt gehรถrig mit den vorherrschenden Meinungen und Ansichten zu Dinosauriern auf.
Der Autor gibt zunรคchst einen historischen Einblick in die Zeiten, als erste Dinosaurierfunde die Welt in Atem gehalten hatten. Er geht dabei vor allem auch auf einige ganz spezielle Personen ein, wie die vergessene Heldin Mary Anning. Sie hatte zwar ein unfassbares Talent, รœberreste von den Urzeitechsen zu finden, verkaufte sie aber vor allem, um ihre Familie รผber Wasser zu halten. Den Ruhm fรผr ihre Funde strichen dann Mรคnner ein, die mehr oder minder wissenschaftliche Vortrรคge darรผber hielten.
Bernhard Kegel beschรคftigt sich aber auch mit der vermeintlich einfachen Fragen, was denn eigentlich ein Dinosaurier ist. Was zeichnet sie aus und wann spricht man wirklich von einem Dinosaurier. Hier erhรคlt der Leser spannende Einblicke in die Forschung und die Wissenschaft.
AuรŸerdem wird die moderne Popkultur kritisch unter die Lupe genommen, denn die uns so bekannten filmischen Darstellungen sind oft nicht mehr wissenschaftlich korrekt und stellen die Dinosaurier in einem vรถllig anderen Licht dar. Kein anderes Tier wird so sehr als Kultobjekt vermarktet wie Dinosaurier, weshalb der Autor diesem Thema ein ganzes Kapitel widmet, welches mir persรถnlich auch oft die Augen geรถffnet hat. Mir, die erst zum letzten Geburtstag drei Dino-Plรผschis geschenkt bekommen hat.
Besonders interessant war auch die Beschreibung der damaligen Welt und wie die Dinos denn wirklich lebten und wie der Leser sich das ganze vorzustellen hat. Da ist wenig romantisches dabei und wahrscheinlich waren die Dinos unspektakulรคrer als wir sie aus Film und Fernsehen kennen. Und auch der Gestank von riesigen Dinofladen mit faustgroรŸen Mistkรคfern wird vielen wohl nicht gefallen als Alternative zum bekannten Jurassic-Park. (Wobei man bemerken muss, dass dort ein Dinohaufen auch einen prominenten Auftritt hatte.)
Weiterhin werden im Buch sogenannte Dino-Jรคger und die private VerรคuรŸerung von Knochen thematisiert, was mich sehr geschockt hat. Denn diese Knochen gelten keinesfalls als Allgemeingut und werden nicht automatisch der Forschung รผbergeben. Viele werden auch ohne Fachkenntnisse ausgegraben, beschรคdigt und nur die besonders schรถnen Stรผcke hรคngen irgendwo an den Wรคnden von Luxusvillen.
Und der Autor stellt auรŸerdem Fragen, รผber die ich mir noch nie Gedanken gemacht habe. Wie war das wirklich mit dem Nachwuchs bei Dinos. So einfach, wie wir denken, war das aufgrund der GrรถรŸe und des Energiebedarfs gar nicht mรถglich. Und welche Position haben beispielsweise Stegosaurier bei der Paarung eingenommen? Na, eine Idee? Die Forschung hat darauf noch keine Antwort gefunden, denn die klassische Position ist aufgrund ihrer Rรผckenplatten wohl eher schwerlich vorstellbar.
Und natรผrlich lรผftet der Autor auch eine der spannendsten Fragen der letzten Jahre. Hatten Dinosaurier nun Federn oder nicht?

Das Besondere an dem Buch war der tiefe Einblick in die Forschung und vor allem aktuelle Erkenntnisse. Somit kann das Buch mit unseren teilweise 100 Jahre alten Vorstellungen aufrรคumen und uns wieder zu wahren Dinokennern erziehen.

SCHREIBSTIL:

Neben der Fachlichkeit, die ein Sachbuch nunmal so mit sich bringt, schafft es der Autor, einen hรถchst amรผsanten Ton anzuschlagen. Natรผrlich gibt es auch viele wissenschaftliche Passagen, die allerdings fรผr Laien verstรคndlich aufbereitet wurden und einen zu groรŸen Detailgrad aussparen. Sehr gelungen wรคhlt der Autor dabei wirklich interessante und nรผtzliche Informationen, ohne den Leser jemals zu รผberfordern oder zu langweilen. Dazu tragen wahrscheinlich auch die vielen verwobenen biografischen Einblicke in das Leben verschiedener Dinosaurier-Forscher aus historisch weit zurรผckliegenden Zeiten. Unterlegt wird dies auch mit allerlei fรผr unsere Zeit merkwรผrdig anmutenden Anekdoten.
Der Schreibstil transportiert also nicht nur trockene Fakten, sondern macht im Gegenteil die Dinosaurier und ihre Entdecker lebendig und greifbar.

FAZIT:

Fakt ist, dass mich dieses Buch zum Glรผck genau so begeistern konnte, wie ich es erwartet habe. Es ist ein wirklich amรผsant und informativ geschriebenes Sachbuch, welches die neuesten Forschungsergebnisse fรผr Laien verstรคndlich aufbereitet darstellt. Ich konnte auf jeden Fall durch die Lektรผre neue Kenntnisse gewinnen und mich noch mehr fรผr diese wundersamen und geheimnisvollen Wesen begeistern. Und da ist es gar nicht schlimm, dass sie oftmals ganz anders waren, als wir seit vielen Jahren allgemeinhin denken. Vielleicht bin ich auch genau deshalb nun noch mehr begeistert von ihnen.

Informativ, amรผsant erzรคhlt und aufklรคrend. DAS Buch fรผr Dino-Fans und Sachbuchliebhaber. Rรคumt mit unseren gรคngigen Dino-Vorstellungen auf und bietet viele aktuelle Erkenntnisse. Ein absolutes Jahreshighlight fรผr mich.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Unterhaltung/Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Dinosaurier-Faktor: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Strukturiertheit: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ

Gesamtbewertung = 4,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Jahresrรผckblick 2021 und Ausblick 2022

Meine lieben Leser,

das Jahr 2021 ist zuende und wir blicken erneut hoffungsvoll auf das Jahr 2022 (denn sicherlich hรคtte Ende 2020 niemand gedacht, dass wir ein weiteres Jahr Pandemie erleben). Diese Gelegenheit mรถchte ich nutzen, um mit euch auf das vergangene Jahr zurรผckzublicken und euch schon einen kleinen Ausblick auf das neue Jahr zu geben, damit ihr wisst, worauf ihr euch auf meinem Blog freuen kรถnnt.

Durch das Zeigen der Bรผcher und der Nennung von Markennamen bzw. Firmennamen muss ich euch darauf hinweisen, dass dieser Beitrag unbezahlte Werbung enthรคlt. Im Falle von Rezensionsexemplaren ist dies als Werbung zu sehen.

Rรผckblick auf mein persรถnliches Jahr 2021

Mein immer noch neuer Job und Home-Office

Auch 2020 musste ich einfach davon berichten, wie sehr mich diese Verรคnderung positiv beeinflusst hat. Natรผrlich liegt der Jobwechsel nun schon รผber 2 Jahre zurรผck, aber durch das groรŸe C kommt es mir ehrlich gesagt nicht so vor. Ich bin mittlerweile noch mehr angekommen im neuen Job, habe viele liebe Kollegen kennengelernt und konnte ein wenig meiner Skepsis und meines Misstrauens ablegen, die ich รผber die vielen toxischen Berufsjahre aufgebaut hatte. Immer wieder war ich einfach nur erstaunt, unglรคubig, dankbar und oft auch zu Trรคnen gerรผhrt, wie gut bei meiner aktuellen Firma mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Der Stress der vielen Jahre vorher ist endlich passรฉ. Ich bin einfach nur dankbar. Das Home-Office hat da auch weiterhin viel dazu beigetragen, da ich so meine Ernรคhrungskur viel stressfreier in den Alltag einbinden konnte. Dass ich mich im neuen Job so richtig ausleben kann und in internen Projekten neben meinem eigentlichen Job mitarbeite, macht mich wirklich sehr glรผcklich und die diesjรคhrige Befรถrderung setzt dem allem das Krรถnchen auf. Am wichtigsten ist aber nach wie vor, dass die krankmachenden Verhรคltnisse der letzten Jahre nicht mehr bestehen und ich mich endlich richtig erholen kann. Urlaub fรผhlt sich endlich wie Urlaub an und das Wochenende wird nicht mehr von Gedanken an den folgenden Montag zerstรถrt. Dafรผr will ich mir selbst danken – dafรผr, dass ich diesen Schritt gewagt habe und meinem neuen Arbeitgeber, dass er so liebevoll mit seinen Mitarbeitern umgeht – und diese sogar lobt und wertschรคtzt. Was selbstverstรคndlich sein sollte, fรผhlt sich fรผr mich einfach nur besonders an.

Meine Intoleranzen, die Ernรคhrungskur & groรŸe Erfolge


Seit Mitte Januar 2021 begleitet mich die liebe Seele Melina von HistaFit in meiner ganz individuellen Ernรคhrungskur. Meine Histamin- und Salicylatintoleranz haben mich nach so vielen Ansรคtzen ohne Erfolge langsam verzweifeln lassen, sodass sie praktisch meine letzte Hoffnung war. Nach fast einem Jahr kann ich wieder viel mehr Lebensmittel essen und habe meine Ernรคhrung nochmals angepasst. AuรŸerdem habe ich weiter an meiner Persรถnlichkeitsentwicklung gearbeitet. Fรผr das neue Jahr werde ich den Fokus auch wieder mehr auf Kรถrper und Bewegung legen. Aber auch 2021 hatte ich hier bereits den Meilenstein erreicht, wieder wandern gehen zu kรถnnen. Mittlerweile kann ich wieder ร„pfel essen und sogar in MaรŸen Apfelmus. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich weitere Erfolge verzeichnen kann und bin gespannt, wo ich nรคchstes Jahr um diese Zeit stehen werden. Es ist so viel passiert in den letzten 12 Monaten.

Mehr Zeit fรผr den Blog

Schon 2020 konnte ich mehr Aktivitรคt meinerseits auf dem Blog verzeichnen, aber 2021 war wirklich ein Glanzjahr fรผr mich. Ganze 108 Beitrรคge habe ich geschrieben, das ist mein bisheriger Rekord. Ich habe noch nie so viel gelesen – es waren ganze 80 Bรผcher und noch nie so viel rezensiert oder Rezensionexemplare angenommen. Da es mir sehr viel SpaรŸ gemacht hat, hoffe ich 2022 wird ein ebenso aktives Jahr werden. ๐Ÿ™‚


Ausblick auf mein persรถnliches Jahr 2021

Nach diesem fรผr mich groรŸartigen Jahr 2021 mรถchte ich 2022 natรผrlich so weiterfรผhren. Meine Ernรคhrungskur ist ein groรŸes Ziel auch fรผr das neue Jahr und ich behalte weiterhin im Auge, dass ich das Ziel habe, gesund zu werden, auch wenn alle ร„rzte daran zweifeln. Es ist noch ein langer Weg, aber ich weiรŸ, dass ich es schaffen kann! Und dazu fokussiere ich mich mehr auf Kรถrper und Bewegung! 2020 war das Jahr der Persรถnlichkeitsentwicklung fรผr mich, 2021 der Ernรคhrungskur und 2022 steht unter diesem neuen Motto. Ich bin gespannt, ob ich hier Erfolge verzeichnen kann.
AuรŸerdem mรถchte ich 2022 wieder mindestens genau so aktiv auf dem Blog sein, wie 2021. Denn es tut einfach so so gut, endlich wieder Zeit fรผr dieses Hobby zu haben.



Rรผckblick auf mein Buchjahr 2020

Viele tolle Zahlen und mein Leseziel 2020 รผbertroffen

Mein Buchjahr 2021 war wirklich super und ich komme nicht umhin, euch ein paar der Zahlen zu prรคsentieren, die mich so stolz machen. Ich hatte 2020 รผberraschenderweise 50 Bรผcher gelesen. Daher hatte ich mir diese Zahl als Leseziel fรผr 2021 gesetzt.

81 Bรผcher / 28.814 Seiten

Insgesamt sind es am Ende ganze 81 (!) Bรผcher geworden. Fรผr viele ist das sicher eine lachhafte Anzahl, aber ich habe in den letzten Jahren nicht mal annรคhernd so viele Bรผcher geschafft und bin selbst ganz verzaubert, wie viele tolle Geschichten mich begleitet haben.


Grandiose Buddyreads

Das Jahr 2021 wartete auรŸerdem mit tollen Buddyreads auf. Mit Gabriela von Buchperlenblog habe ich wieder mehrere Bรผcher zusammen gelesen.

Der Buddyread zu „Der Wald der verlorenen Schatten“ im Februar war fรผr uns beide leider ein kleiner Reinfall, obwohl es unser Buddyread-Auftakt fรผr 2021 war. Wir hatten uns irgendwie mehr davon erhofft und mussten wieder einmal feststellen, dass wir mit asiatische Literatur nicht warm werden.

Im April erwartete uns mit „Die Schatzinsel“ ein echter Klassiker, der uns beide wirklich vollends begeistern konnte – durch seine Zeitlosigkeit und Spannung.

Ein Buddyread, der mich echt รผberrascht und auch Buchperlenblog gut gefallen hat, war „Dinge, die das Herz hรถherschlagen lassen“ – ebenfalls im April. Es war ein teils biografischer Roman, in dem sich die Autorin auf den Weg macht, mehr รผber eine japanische Hofdame aus dem 10. Jahrhundert herauszufinden, deren Tagebuch รผberliefert wurde. Das lieรŸ mein Japan-Herz natรผrlich direkt mit hรถherschlagen.

Von Ende Juli bis Anfang August hat uns dann „Wilde Saat“ begleitet. Bei diesem Buch war ich froh um unsere Kameradschaft, denn ich hรคtte es alleine wahrscheinlich abgebrochen. So richtig haben wir nicht verstanden, was die Botschaft der Geschichte sein soll. Wir waren doch sehr enttรคuscht von dem Roman.

Zum Abschluss haben wir dann im Dezember noch ein fรผr mich besonderes Projekt gemeinsam gestemmt. Die liebe Gabriela hat mich an die Hand genommen und mit mir meinen ersten englischsprachigen Roman mit dem Titel „Six Crimson Cranes“ gelesen. Es war besser, als ich dachte und die Geschichte konnte uns auch begeistern.

Mit der lieben Vanny von @reading.halfling habe ich ebenfalls ein paar tolle Buddyreads erlebt. Wir haben uns durch unsere Star-Wars-Liebe kennen- und lieben gelernt. ๐Ÿ™‚
Und nicht zu vergessen ist natรผrlich der unheimlich schรถne und gewaltige Spontan-Buddyread mit der lieben @meinelesezeit zur Luxusausgabe von „Der Name des Windes“.

Im August starteten die liebe reading.halfling und ich unseren ersten Buddyread zu „Star Wars: Das Alphabet-Geschwader„. Endlich hatte ich eine Lesepartnerin fรผr dieses Universum gefunden. Es war wirklich toll, sich auszutauschen, gerade weil die Protagonistin auch viel Raum zur Spekulation gab.

Im September folgte dann ein Buddyread mit reading.halfling und anderen Bookstagrammern zu „Ophelia Scale“ (Band 1). Wir hatten sehr viel SpaรŸ beim Austausch und waren sehr oft einer Meinung.

Ebenfalls noch im September bis in den Oktober begleitete uns dann „Star Wars: Dooku – Der verlorene Jedi„. Ich war so geflasht von dem Buch, dass ich der lieben Vanny etwas davongeilt bin. Der Austausch war aber wie immer wertvoll und ihr sind auch Dinge aufgefallen, die ich erstmal gar nicht fรผr voll genommen habe. Ich bin so froh, dass wir uns zu unserem persรถnlichen Star-Wars-Experten-Talk getroffen haben.

Richtig spontan begann Mitte November dann der Buddyread mit meinelesezeit zu „Der Name des Windes“ und er sollte bis Mitte Dezember anhalten. Eigentlich wollte ich das Buch gar nicht zu diesem Zeitpunkt lesen, aber dann bot sich die Mรถglichkeit zum Buddyread – beste Entscheidung im Rรผckblick. Wir waren so begeistert und haben uns so viel darรผber ausgetauscht, dass die liebe meinelesezeit zu einer festen GrรถรŸe fรผr mich auf Instagram wurde.

Leseprojekte

Eine groรŸe Neuerung auf meinem Blog ist die Dokumentation meiner groรŸen, laufenden Leseprojekte. Die รœbersichtsseite findet ihr hier.

Das neueste Projekt ist meine Sammlung von AsiaBooks – also Bรผchern mit asiatischem Setting oder Bezug. Ich lese sowas durch meine Japanliebe ja furchtbar gern und habe nun die Bรผcher, die ich gelesen habe oder noch lesen will und die auf meinem SuB liegen, hier zusammengefasst. Hier geht es zur รœbersichtsseite dieses Projekts.



Im Jahr 2020 hatte ich mir das Ziel gesetzt, alle Star-Wars-Romane zu lesen. Dieses Projekt habe ich dieses Jahr kontinuierlich fortgesetzt. Meinen aktuellen Stand habe ich natรผrlich dokumentiert und die Liste der Romane erweitert. Hier geht es zur Seite der Star-Wars-Romane.

Meine Highlights 2021

Generell muss ich sagen, dass ich sehr viele gute Bรผcher in 2021 gelesen habe.
Deswegen fiel es mir schwer, meine absoluten Highlights auszuwรคhlen. Hier sind sie jetzt aber live und in Farbe:

  • „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens
    Ein Roman, den man nicht einfach in Worte fassen kann. Ein sprachliches Highlight, welches unheimlich atmosphรคrisch daherkommt und sehr feinsinnig erzรคhlt. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Schreiben Sie mir, oder ich sterbe“ von Hrsg. Petra Mรผller und Rainer Wieland
    Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen. Es ist eine Sammlung von Briefen echter, berรผhmter Liebespaare und ergรคnzt somit meine Sammlung solcher Bรผcher. Ein echtes Highlight auch aufgrund der gesamten Aufmachung im GroรŸformat und mit vielen Fotos und Abdrucken der echten Briefe. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Im Zeichen der Mohnblume“ von R.F. Kuang
    Besonders gut hat mir hier das asiatische Setting gefallen. Auch die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen aus der Realitรคt ist hier wichtig und richtig, allerdings auch sehr brutal und nichts fรผr zarte Gemรผter. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Blackcoat Rebellion – Die Bรผrde der Sieben“ von Aimeรฉ Carter
    Der zweite Band hat mich nicht nur mit Spannung, Wendungen und sprachlichem Geschick abgeholt, sondern auch durch die realistische Schilderung eines ersten Mals begeistert, so wie ich es noch nie gelesen habe. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Immer auf Sendung, nie auf Empfang“ von Kate Murphy
    Ein so, so wichtiges Sachbuch, welches aufzeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns zuhรถren und wie sehr diese Fรคhigkeit in dieser modernen Welt verloren gegangen ist. Und das, obwohl sie nรถtiger ist als je zuvor. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson
    Ein echter Klassiker, der sehr modern und zeitlos geblieben ist. Eine spannende Abenteuergeschichte fรผr jedermann. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Dinge, die das Herz hรถher schlagen lassen“ von Mia Kankimรคki
    Ein besonderes Buch, welches in das Japan ferner Tage entfรผhrt und mein Herz wie der Titel verspricht hat hรถher schlagen lassen. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Der Astronaut“ von Andy Weir
    Ein Meisterwerk. Eine wissenschaftliche Geschichte รผber den Weltraum, die Rettung der Welt und den Wert der Freundschaft. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Nahtod – Grenzerfahrungen zwischen den Welten“ von Dr. med. Bruce Greyson
    Ein wirklich faszinierendes Buch, welches sich so wissenschaftlich, wie nur irgend mรถglich mit dem Thema Nahtoderfahrungen beschรคftigt. Es versucht nicht, auf Zwang eine Erklรคrung vorzugeben, sondern gibt dem Leser viele Informationen, nach denen er selbst eine Meinung dazu bilden kann. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „William Shakespeares Star Wars – Fรผrwahr, eine neue Hoffnung“ von Ian Doescher
    Dieses Buch erzรคhlt die bekannte Star-Wars-Episode in Versen, wie wir sie aus den Werken Shakespeaers kennen. Herrlich komisch und liebevoll illustriert, hat es mir sehr viel Freude bereitet. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Das Reich der Asche“ von Victoria Aveyard
    Ein Fantasy-Buch, von dem ich mir viel erwartet und nicht enttรคuscht wurde. Magisch, episch, geheimmnisvoll. Es bleibt Potenzial fรผr die Folgebรคnde, aber der erste Band konnte mich schon gefangen nehmen. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Star Wars: Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi“ von Charles Soule
    Ein Buch voller Wendungen, welches mich zeitweise echt eiskalt erwischte. Es war spannend und hat mich wirklich sehr begeistert, weil es so episch war. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Die Stadt der trรคumenden Bรผcher – Graphic Novel“ von Walter Moers
    Eines meiner liebsten Bรผcher als grandios gezeichneter Comic in Farbe. Ein Meisterwerk fรผr die Augen. Ganz groรŸe Liebe. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag von Teil 1 und Teil 2.
  • „Einer von uns – Die Geschichte eines Massenmรถrders“ von ร…sne Seierstad
    Dieses Buch als Highlight zu bezeichnen ist wirklich unpassend, allerdings ist es ein sehr wichtiges Buch gegen das Vergessen und auch zur Warnung. Es ist erschreckend, wie zeitig und wie oft auf den Attentรคter von Oslo hรคtte eingewirkt werden kรถnnen. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Crown of Feathers“ von Nicki Pau Preto
    Der Klappentext war vielversprechend und trotzdem befรผrchtete ich eine platte Romantasy-Geschichte aufgrund des Covers. Doch ich hatte umsonst Bedenken. Hinter dem Cover verbirgt sich eine High-Fantasy-Geschichte fรผr junge Leser. Ein รœberraschungs-Highlight. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Star Wars: Dooku – Der verlorene Jedi“ von Cavan Scott / Andreas Kasprzak
    Auf dieses Buch hatte ich lange gehibbelt und wurde nicht enttรคuscht. Andreas Kasprzak hat das Hรถrspiel in einen sehr lesenswerten Roman gewandelt. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Fรผrimmerhaus“ von Kai Meyer
    Verrรผckt wie Alice im Wunderland und viele Steampunk-Elemente – das macht das Fรผrimmerhaus so besonders. Ein typisches Kai-Meyer-Buch mit einzigartigen Charakteren. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss
    Dieses Buch hat mich komplett von den Socken gehauen und wird sowohl sprachlich als auch von der Geschichte her unter meinen Allzeit-Favoriten einsortiert. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ von Walter Moers
    Dieses kurzweilige Vergnรผgen an Lektรผre konnte ich in der Weihnachtszeit gemeinsam mit meinem Freund genieรŸen. Es hat uns sehr viele schรถne Stunden und Lacher gebracht. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Augestorben, um zu bleiben“ von Bernhard Kegel
    Dieses Buch liegt schon einige Zeit auf meinem SuB und ich habe es sogar zweimal. An der wunderschรถnen Ausgabe der Bรผchergilde kam ich einfach nicht vorbei. Ein wirklich amรผsantes und sehr informatives Sachbuch รผber Dinosaurier. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.

Meine Flops 2021

Leider hatte das Jahr auch einige Flops zu bieten. Die schlimmste Flops stelle ich euch jetzt vor:

  • „Der Wald der verlorenen Schatten“ von Danbi Eo
    Das Buch hatte Potenzial, welches nicht genutzt wurde. Es blieben zu viele Fragen offen und teilweise war es niedriges Niveau und diskriminierend. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Love-Show“ von Britta Sabbag
    Ein flacher Plot, unsympathische Charaktere und unlogisches Verhalten haben mich beim Lesen leider mehr genervt als begeistert. Fรผr mich ein sehr schwaches Buch, auch wenn es ein Jugendbuch war. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Wilde Saat“ von Octavia Butler
    Die Handlung war etwas verwirrend und fรผhrte gefรผhlt ins Nirgendwo. Somit war ich nach der Lektรผre genau so schlau wie vorher und weiรŸ bis jetzt nicht, was die Aussage des Buches sein soll. Frauenfeindlichkeit, Entfรผhrung, Abhรคngigkeit und Gewalt waren prรคsente, aber auch unreflektierte Themen, die nicht sonderlich kritisch beleuchtet wurden. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Tage in Tokio“ von Christoph Peters
    Ich hatte mir sehr viel von dem Buch versprochen, stattdessen war es leider ein absoluter Reinfall. Der Traum einer Japanreise, der sich fรผr den Autor erfรผllte, war gefรผhlt schlecht vorbereitet, da er mit der Kultur รผberhaupt nicht zurechtkam. Das Buch hatte einen sehr negativen Ton und hat unnรถtig viel kritisiert, dabei kam das Gefรผhl auf, dass der Autor hier selbst zu eingefahren ist. Lange Exkurse bspw. zur Teekeramik, die ein Hobby des Autors sind, haben die Lektรผre sehr in die Lรคnge gezogen und waren nicht sonderlich fesselnd. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Der Chip“ von Manfred Theisen
    Der sehr trockene Schreibstil konnte mich nicht mitreiรŸen. AuรŸerdem waren die Charaktere farblos und austauschbar, keine Emotionen kamen fรผr mich rรผber. Leider blieben am Ende auch viel zu viele Fragen offen, das Worldbuilding war nicht schlรผssig. Hier geht es zum vollstรคndigen Beitrag.
  • „Neuromancer“ von William Gibson
    Das war leider รผberhaupt nicht meins. Das Buch war sehr langatmig und zusammenhangslos, ich wurde weder mit der Handlung noch den Charakteren warm und habe das Buch schlussendlich sogar abgebrochen, weshalb es hier auch keine Rezension gibt.

SuB-Abbau

Der SuB (Stapel ungelesener Bรผcher) ist in diesem Jahr auf ganze 232 Bรผcher angewachsen. ๐Ÿ˜€ Zwischendurch hatte ich mal getrackt, wie viele ich abgebaut hatte, aber das ist wohl vergebens. Ich muss mir eingestehen, ich habe nichts gegen einen hohen SuB. xD


Ausblick auf das Buchjahr 2022

Fรผr das neue Jahr werde ich mir als Leseziel 60 Bรผcher setzen. Das wรคren 5 Bรผcher pro Monat und sollte zu schaffen sein. Ich will mir auf keinen Fall den Druck machen, wieder 80 Bรผcher lesen zu mรผssen, deshalb setze ich niedriger an.
AuรŸerdem werden die laufenden Leseprojekte weitergefรผhrt.

Fรผr den SuB-Abbau wird direkt im Februar bis Ende Mรคrz das sogenannte Frรผhjahrsputz-Bingo gestartet. Was es damit auf sich hat und wie ihr dabei mitmachen kรถnnt, erfahrt ihr zu gegebener Zeit hier auf dem Blog auf einer jeweiligen Seite. Im Sommer ist wieder ein Sommerloch-Bingo angedacht. Hier findet ihr die รœbersichtsseite zu den aktuellen Bingos.


Was nehmt ihr euch fรผr das neue Jahr vor? Schreibt mir gern, wie euer Jahr 2021 war und was euch 2022 erwartet und worauf ihr euch freut!

Ich bedanke mich bei euch fรผr ein wundervolles Jahr 2021 und wรผnsche euch einen guten, gesunden Start in 2022! Wir lesen uns im neuen Jahr!


EURE HACHIDORI

Rezension – „Kopfkissenbuch“ von Sei Shลnagon

Meine lieben Leser,

heute gibt es mal wieder ein Buch, welches Japanbezug hat. Vor einiger Zeit hatte ich im Buddyread „Dinge, die das Herz hรถher schlagen lassen“ von Mia Kankimรคki gelesen. Sie geht dabei auf die Person Sei Shลnagon ein, eine Hofdame aus Japan im 10. Jahrhundert. Dieses Buch gefiel mir so gut, dass ich das Kopfkissenbuch von Sei unbedingt selbst lesen wollte. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel:ย Kopfkissenbuch
  • Autor/in:ย Sei Shลnagon
  • รœbersetzer/in: Michael Stein
  • Anzahl der Seiten:ย 736 Seiten
  • Verlag:ย Manesse Verlag
  • Ausgabe:ย 1. Auflage (April 2019)
  • Genre:ย Biografischer Roman, Tagebuch

INHALT:

Im Kopfkissenbuch gibt es keine richtige Handlung, da es sich um eine Art Tagebuch handelt. Dennoch sind die Eintrรคge nicht chronologisch sortiert, manchmal werden nur Listen von Dingen oder bspw. Bergen notiert.
Sei schreibt in ihr Kopfkissenbuch, was sie alltรคglich beobachtet – sowohl in der Natur, im Alltag einer japanischen Hofdame und in der Kommunikation der Menschen um sie herum.
Die erwรคhnten Personen und Geschehnisse sind natรผrlich vor allem historisch interessant, dazu werden in den Anhรคngen, wie dem Glossar und dem Personenverzeichnis ausfรผhrliche Hilfestellungen geboten.
Besonders gut gefielen mir die Naturbeschreibungen oder auch die komplexe Kommunikation der japanischen Adligen in Briefen in gedichteter Form. AuรŸerdem waren die zwischenmenschlichen Beschreibungen sehr spannend, vor allem dann, wenn es um Liebhaber von Sei ging.

SCHREIBSTIL:

Der Leser kommt gar nicht umhin, eine gewisse Zuneigung zur Autorin zu entwickeln, so amรผsant und frech sie manchmal schreibt. Bisweilen ist sie auch mal etwas arrogant oder spitzfindig, aber genau das macht sie so herrlich menschlich und zugรคnglich auch fรผr moderne Gemรผter. Ob das nun ร„uรŸerungen sind, die beschreiben, wie gern sie am Hof arbeitet, anstatt Hausfrau zu sein – oder auch die Freude รผber einen lang erwarteten Brief – sie zeigt sehr deutlich, dass sich so viel in unserem Gefรผhlsleben seit dem 10. Jahrhundert gar nicht geรคndert hat.

FAZIT:

Dieses Buch umfasst gut 500 Seiten von Seis Gedanken und Aufzeichnungen, die schon zu ihren Lebzeiten bekannt wurden und sie zu einer kleinen Berรผhmtheit machten. Die restlichen Seiten sind Anhรคnge, die teils unverzichtbar sind, wenn der Leser das komplette Verstรคndnis fรผr diese Zeit aufbringen mรถchte. Die wenigen biografischen Dinge, die man รผber Sei weiรŸ, sind ebenfalls im Anhang nochmals zusammengefasst worden. Fรผr mich war es kein Buch, was in einem Stรผck verschlungen wird, sondern eine wahre Genusslektรผre. Ich bin gern vorm Schlafengehen nochmal in die Erlebnisse von Sei eingetaucht, weil sie so herrlich charmant in ihrer Erzรคhlweise war.

Ein historisch interessantes Werk, welches aber keineswegs altbacken daherkommt. Die Schilderungen der Hofdame Sei Shลnagon, die im 10. Jahrhundert in Japan lebte und kein Blatt vor den Mund nahm, waren so amรผsant und einnehmend, dass sich ihr kein Leser zu entziehen vermag. Ein wirklich schรถnes Genussbuch fรผr zwischendurch.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Unterhaltung: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Japan-Vibes: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Strukturiertheit: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™กโ™ก

Gesamtwertung = 4,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Six Crimson Cranes“ von Elizabeth Lim

Meine lieben Leser,

mit der lieben Gabriela von Buchperlenblog habe ich ein ganz besonderes Experiment gewagt. Ich habe mein erstes englischsprachiges Buch gelesen. Ich habe mich vorher nie rangetraut und im Folgenden lest ihr, wie mir das Buch und mein Versuch gefallen haben.

| Werbung | unbezahlt |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel:ย Six Crimson Cranes
  • Autor/in:ย Elizabeth Lim
  • Anzahl der Seiten:ย 456 Seiten
  • Verlag:ย Alfred A. Knopf Verlag
  • Ausgabe:ย 1. Auflage (Juli 2021)
  • Genre:ย Fantasy

INHALT:

Im Buch geht es um Shiori, eine Prinzessin, die vor ihrer Verlobungszeremonie ausreiรŸt und dabei in einen See fรคllt. Dort trifft sie auf einen Drachen und ab diesem Zeitpunkt รผberschlagen sich die Ereignisse. Sie wird verflucht, lebt fortan stumm und mit einer Holzschรผssel auf dem Kopf fernab ihrer Heimat, wรคhrend ihre sechs Brรผder ihr Dasein als Kraniche fristen.
Nun muss sie sich nicht nur allein durchschlagen, sondern auch einen Weg zu ihren Brรผdern finden und herausfinden, wie der Fluch gelรถst werden kann. Immer an ihrer Seite ist der kleine Papierkranich Kiki.

Die Geschichte ist angelehnt an das Mรคrchen „Die wilden Schwรคne“ bzw. „Die sechs Schwรคne“. Hier kann der versierte Leser durchaus einige Parallelen entdecken, die von der Autorin allerdings in ganz neuer Manier zu einem spannenden Plot zusammengestellt wurden.

SCHREIBSTIL:

Erstmal muss ich sagen, dass ich doch nach der Anlaufzeit erstaunlich gut mit der anderen Sprache klarkam. Die Handlung versteht man auch, wenn man nicht jedes Wort wortwรถrtlich รผbersetzen kann. Also ein positives Fazit. Deutsch ziehe ich aber dennoch vor, auch wenn die englische Lektรผre deutlich entspannter war als gedacht.
Das Buch war auch sehr eingรคngig geschrieben, sodass es eine tolle Abendlektรผre war. Eine Liebesgeschichte war zwar vorhanden, aber genau so zart wie eine Kirschblรผte, sodass sie nicht aufdringlich war und der Haupthandlung genรผgend Raum gab. Die Handlung war gespickt mit liebevollen asiatischen Details, die einen unweigerlich an Japan erinnern, sei es das Essen, Brรคuche oder Figuren und Kleidung – wirklich mรคrchenhaft.

FAZIT:

Das Buch hatte zwar mittig ein paar kleinere Lรคngen, was allerdings durch die magische Geschichte wettgemacht wurde. Die Autorin hat hier ein wirklich spannendes und detailverliebtes Werk geschaffen, in das es sich meiner Meinung nach einzutauchen lohnt. Die asiatischen Elemente an jeder Ecke haben mich natรผrlich nochmal zusรคtzlich begeistert. Kiki und Shiori haben sich auf jeden Fall einen Platz in meinem Herzen gesichert und es war sehr abwechslungsreich, ihnen auf ihrer Reise zu folgen.
Ein wirklich tolles Buch, dass ich euch nur empfehlen kann!

Eine Neuinterpretation eines alten Mรคrchens – magisch, spannend und mit asiatischen Elementen aufgefrischt. Eine gelungene Umsetzung, die Lust auf die Fortsetzung macht!

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Fantasie: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Charaktere: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก

Gesamtwertung = 4,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Das kleine รœbungsheft – Meditationen fรผr jeden Tag“ von Marc de Smedt

Meine lieben Leser,

dieses Mal stelle ich euch ein wirklich kurzweiliges Bรผchlein vor, welches sich mit dem Thema „Meditationen“ beschรคftigt. Es handelt sich um die Ausgabe „Meditationen fรผr jeden Tag“ aus der „Das kleine รœbungsheft“-Reihe. Wie es mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Das kleine รœbungsheft – Meditationen fรผr jeden Tag
  • Autor/in: Marc de Smedt
  • รœbersetzer/in: Claudia Seele-Nyima
  • Illustrationen: Jean Augagneur
  • Anzahl der Seiten: 64 Seiten
  • Verlag: Trinity Verlag
  • Ausgabe: 10. September 2012
  • Genre: Ratgeber, Sachbuch

INHALT:

Das Buch gibt einen wirklich guten Einstieg in das Thema Meditation. Es erlรคutert, was das eigentlich ist und beschreibt unterschiedliche Meditationstechniken fรผr den Alltag. Das alles wird durch amรผsante Illustrationen ergรคnzt, die teilweise auch berรผhmte, meditierende Personen zitieren.
Einige der genannten Meditationstechniken kannte ich noch nicht oder hatte sie noch nicht probiert. In den letzten Tagen sind diese nun erstmals zum Einsatz gekommen und einige werde ich wohl beibehalten.
Besonders gut finde ich, dass das Buch mit zum Nachdenken anregen konnte, obwohl es nur so wenige Seiten hat. Der Inhalt ist zwar sehr komprimiert, dafรผr aber auf den Punkt gebracht. In der Kรผrze liegt eben manchmal die Wรผrze.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil war ehrlich gesagt nicht so im Vordergrund bei diesem Buch, da es jeweils nur kurze Episoden waren, die hier gelesen wurden. Die Illustrationen haben da viel von der Stimmung ausgemacht bzw. dazu beigetragen. Die Texte waren aber sehr einfach und auch fรผr Laien verstรคndlich aufbereitet. Teilweise hรคtte ich mich natรผrlich noch mehr Erklรคrungen und Tiefe gewรผnscht, aber das ist bei der geringen Seitenanzahl und als erster Schnupperkurs wahrscheinlich etwas viel verlangt.

FAZIT:

Wer also einen kurzweiligen, amรผsant gestalteten und interessanten Einstieg in das immer viel zu aufgebauschte Thema Meditationen sucht, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Da es nicht sehr tief in das Thema hineingeht, ist es zwar leicht zugรคnglich, bedarf im Nachgang bei Interesse aber sicher weiterer Lektรผre oder รคhnlichem. Aber dieser Appetitanreger ist sehr schรถn aufgemacht und kann von mir nur empfohlen werden!

Ein guter Einstieg in das Thema Meditationen – leicht verstรคndlich aufgemacht, liebevoll mit Illustrationen unterlegt. Ein empfehlenswerter und amรผsanter Schnupperkurs.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Informationen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Unterhaltung/Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Botschaft/Praxisbezug: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Strukturiertheit: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก

Gesamtwertung = 4,2


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss

Meine lieben Leser,

das Buch „Der Name des Windes“ und dessen Nachfolger sind nicht nur sehr bekannt, sondern auch sehr beliebt. Ich hatte mir letztes Jahr die Luxusausgabe gegรถnnt und muss sagen, dass alleine die Gestaltung ein riesiges Lob verdient hat. Natรผrlich war ich neugierig, ob die Geschichte ihrem Hype gerecht wird. Wie sie mir gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

| Werbung | unbezahlt |

ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Der Name des Windes
  • Autor/in:ย Patrick Rothfuss
  • รœbersetzer/in: Jochen Schwarzer, Hans-Ulrich Mรถhring
  • Anzahl der Seiten:ย 864 Seiten
  • Verlag:ย Klett Cotta Verlag / Hobbit Presse
  • Ausgabe:ย 1. Auflage (September 2020)
  • Genre:ย High Fantasy

INHALT:

Im Buch „Der Name des Windes“ werden die Geschehnisse der Haupthandlung รผber eine Rahmenhandlung erzรคhlt und ergรคnzt.
Direkt zum Anfang des Werkes betritt der Leser das Gasthaus des Wirtes Kvothe, seines Freundes Bast und erlebt mit, wie ein mysteriรถser Gast das Etablissement erreicht. Es stellt sich heraus, dass dieser Fremde ein Chronist ist und weiterhin fรผgt es sich, dass Kvothe beginnt, ihm seine Geschichte zu erzรคhlen. Einzige Bedingung: Er gibt ihm und dem Chronisten nur drei Tage und es soll genau so aufgeschrieben werden, wie Kvothe es erzรคhlt. Danach beginnt er, von seiner Vergangenheit zu erzรคhlen. Welche Geschichte Kvothe am ersten Tag im Wirtshaus zum Besten gibt, davon handelt dieser erste Band. In den Folgebรคnden wird dann auf die anderen beiden Tage eingegangen. Hier darf sich der deutsche Leser allerdings nicht tรคuschen lassen. Im Original sind bisher nur zwei Bรคnde erschienen, im deutschsprachigen Raum wurde der zweite Band in zwei Bรผcher aufgeteilt. Auf den finalen dritten Band warten Fans schon sehr viele Jahre vergeblich. Der Autor hat zwar etwas ganz leicht angedeutet, aber es bleibt spannend, wann das Ende fรผr uns erhรคltlich sein wird.
Zurรผck zum ersten Band: Kvothe erzรคhlt beginnend bei seiner Kindheit von seinen Erfahrungen, Problemen und Herausforderungen. Er wรคchst als Kind von Spielleuten auf, beherrscht die Laute meisterhaft und hat schauspielerisches Talent. Diese Themen werden im weiteren Verlauf immer wieder mit der Handlung verwoben. Als sie auf einen mysteriรถsen Mann treffen, lernt Kvothe das erste Mal etwas รผber Magie und scheint sogar recht begabt zu sein. Als sich die Wege seines Meisters und ihm trennen, verspricht Kvothe ihm, die Universitรคt zu besuchen. Doch dann erschรผttert ein Schicksalsschlag Kvothes Leben und der Leser begleitet ihn auf einem wilden Ritt durch verschiedene Orte.
Auf seiner Reise wird Kvothe nicht nur an die Universitรคt gelangen, sondern sich auch einen mehr oder minder zweifelhaften Namen dort machen. Er wird auf viele gute Gefรคhrten treffen und auf mรคchtige Feinde. Spannend ist vor allem, dass immer wieder eine Wendung in der Geschichte vorkommt, wenn der Leser denkt, dass jetzt erst einmal Ruhe einkehren muss.
Schlussendlich wirft der erste Roman einige Fragen auf, die aber erst in den folgenden Bรคnden geklรคrt werden kรถnnen. Ob das nun die Suche Kvothes nach den geheimnisvollen Chandrian ist oder die Beziehung zu einem rรคtselhaften Mรคchen – die Geschichte wird den Leser eine Weile nicht mehr loslassen und nachhallen.

SCHREIBSTIL:

Ich muss dazu sagen, dass mir schon seit langem keine Rezension mehr so schwer gefallen ist wie diese hier. Das liegt nicht nur an der wahnsinnig umfassenden, komplexen und magischen Geschichte an sich, sondern auch an dem so unfassbar tollen Schreibstil.
Der Autor schafft es, dass das Buch eine unglaubliche Atmosphรคre ausstrahlt – mal dรผster, mal gemรผtlich, mal rรคtselhaft. Themen wie die Schauspielkunst oder die Musik werden sehr detailliert in die Erzรคhlung eingebracht, ohne aber jemals langweilig zu werden. Sprachlich bietet das Buch ein hohes Niveau, sodass es nicht unbedingt eine typische Abendlektรผre ist. Vieles spielt sich auch zwischen den Zeilen ab, so zum Beispiel die Beziehungen zwischen den Charakteren oder die wahren Gefรผhle Kvothes. Hier muss der Leser ein gewisses Gefรผhl fรผr die ungesagten Botschaften entwickeln, um auch das Verhalten der einzelnen Personen nachvollziehen zu kรถnnen – denn verstรคndlich ist das nicht immer.
Etwas, was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Personen nicht nur einzigartig und besonders waren, sondern auch sehr kontrovers. Selbst Kvothe ist eine Figur, von der ich nicht sagen wรผrde, dass es der typische Held bzw. Sympathietrรคger wรคre. Er ist zuweilen arrogant, รผbermรผtig und trifft Entscheidungen, die den Leser herausfordern, indem dieser herausfinden muss, ob er das jetzt gerade in Ordnung findet. Trotzdem verfolgte ich es einfach unheimlich gern, wie Kvothe sich weiterentwickelte und wahrscheinlich tat die Rahmenhandlung auch ihr รœbriges dazu. Hier wird vom alten Kvothe hรคufig auch rekapituliert und reflektiert, dass er sich in gewissen Situationen bspw. sehr naiv verhielt oder dass er bestimmte Dinge damals noch nicht ahnen konnte.
Die Rahmenhandlung wirft ebenso viele Fragen auf – die vielleicht grรถรŸte, die das Leseerlebnis maรŸgeblich beeinflusst, ist wahrscheinlich die, wie Kvothe dazu kam, sein eigenes Gasthaus zu besitzen – also wie er in die Situation der Rahmenhandlung kam, wo man doch bisher nur die Erzรคhlungen des ersten Tages kennt. Mir schwant da Bรถses, aber hier will ich gar nicht spoilern, das sollten wir alle selbst in den Folgebรคnden entdecken.

FAZIT:

Kennt ihr diese Fantasy-Bรผcher, die euch einfach nur sprachlos zurรผcklassen? Nicht nur wegen den Geschehnissen, sondern weil ihr auch traurig seid, dass ihr es schon durchgelesen habt? Das Buch „Der Name des Windes“ war mal wieder so ein Buch, das mir so vollkommen wirkte, dass ich Angst bekam, danach eine Weile keinen Gefallen an anderen Bรผchern zu finden. Ich war erstmal sprachlos, konnte meine Eindrรผcke nicht in Worte fassen und habe immer noch das Gefรผhl, dem Buch mit meiner Rezension nicht gerecht zu werden. Es hat mich auf jeden Fall nachhaltig begeistert und ich werde es jetzt noch etwas nachhallen lassen, bevor ich mich an den zweiten Band wage.

Ein absolutes Meisterwerk. Atmosphรคrisch, spannend, magisch. Niveauvoll geschrieben, viele Botschaften zwischen den Zeilen. Ein echter Genuss und nur zu empfehlen. Eines meiner Jahreshighlights.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Fantasie: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Charaktere: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ

Gesamtwertung = 5,0


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Der Chip“ von Manfred Theisen

Meine lieben Leser,

dieses nur um die 200 Seiten starke Bรผchlein hรถrte sich sehr interessant an und da ich doch auch gern mal Sci-Fi oder Dystopien lese, dachte ich, dass es mich begeistern kรถnnte. Der Klappentext jedenfalls klang sehr spannend. Wie es mir abschlieรŸend gefallen hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel:ย Der Chip
  • Autor/in:ย Manfred Theisen
  • Anzahl der Seiten:ย 224 Seiten
  • Verlag:ย cbt Verlag
  • Ausgabe:ย 1. Auflage (13. Dezember 2021)
  • Genre:ย Science-Fiction, Dystopie

INHALT:

In diesem Buch geht es um die Protagonistin Kim. Sie ist mit Julian zusammen und als Paar sind sie fast schon perfekt. Beide besuchen das ein spezielles Internat fรผr gut Betuchte – Ausnahmen sind hier nur Schรผler mit einem Stipendium. Die Handlung spiel 2032 und es wird in diesem Internet gerade der sogenannte Chip eingefรผhrt. Vorher hatten alle Schรผler Stirnbรคnder, um mit einer KI in Kontakt zu treten und ihre Daten zu erfassen, bspw. รผber ihre Gesundheit. Das soll der Chip, der unter die Haut gesetzt wird, jetzt รผbernehmen. Es gibt viele begeisterte Anhรคnger und die Chip-Gegner, die Unknown.
Kim steht kurz vor ihrem Chip-Termin, als ein Mord im Internat geschieht. Sie wird skeptisch, als sie mitbekommt, wer diesen verรผbt hat und dieser vertuscht werden soll und findet sich auf einmal in einer sehr gefรคhrlichen Situation wieder. Denn alles scheint mit dem Chip und ihrer eigenen Familie zusammenzuhรคngen …

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil war wirklich gut, zumindest lieรŸ sich das Buch sehr schnell weglesen. Ich fand allerdings die Beschreibungen und Dialoge sehr zackig gestaltet, sodass es manchmal etwas wie Steno wirkte. Die Charaktere blieben leider farblos und austauschbar, ihre Gesprรคche eher nichtssagend und ohne Emotionen.
Leider hat der Autor es nicht geschafft, ein fรผr mich nachvollziehbares Worldbuilding zu schaffen. Es blieben sehr viele Fragen offen und so ergibt sich fรผr mich kein wirklich schlรผssiges Gesamtbild.

FAZIT:

Das Buch hatte wirklich Potenzial. Ich habe mir Spannung, Tiefgang und Gesellschaftskritik erwartet. Leider wurden die Punkte fรผr mich nur unzureichend erfรผllt. Es fรคngt damit an, dass die ganze Chip-Thematik in der aktuellen Situation etwas fragwรผrdig ist und auch durch einige ร„uรŸerungen Parallelen zu den Impfdiskussionen erkennen lรคsst. Hier fehlte mir allerdings die differenzierte Auseinandersetzung mit solchen Konfliktthemen, es war vom Autor alles sehr einseitig beleuchtet.
AuรŸerdem war das Ende ziemlich abrupt und fรผr mich nicht zufriedenstellend. Ich hรคtte lieber mehr Seiten gelesen und dafรผr mehr Infos bekommen, denn so ist das Potenzial fรผr mich leider nicht genutzt worden.

Eine Idee mit Potenzial, leider schwach umgesetzt. Kein Worldbuilding, farblose Charaktere, abruptes Ende. Ich hatte mir mehr versprochen, schade.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™กโ™กโ™ก


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™กโ™ก
Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™กโ™กโ™ก
Worldbuilding: โ™ฅโ™ฅโ™กโ™กโ™ก
Charaktere: โ™ฅโ™ฅโ™กโ™กโ™ก
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™กโ™ก

Gesamtwertung = 2,4


Bis bald,
EURE HACHIDORI

Rezension – „Fรผrimmerhaus“ von Kai Meyer

Meine lieben Leser,

was habe ich das neue Buch von Kai Meyer herbeigesehnt und dann habe ich mir die signierte Ausgabe mit Farbschnitt gegรถnnt. ๐Ÿ™‚ Ich habe so gehofft, dass es mich begeistern wird. Ob es das getan hat, lest ihr im Folgenden.

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ALLGEMEINES ZUM BUCH:

  • Titel: Fรผrimmerhaus
  • Autor/in: Kai Meyer
  • รœbersetzer/in:
  • Anzahl der Seiten: 384 Seiten
  • Verlag: Fischer Sauerlรคnder Verlag
  • Ausgabe: 1. Auflage (29. September 2021)
  • Genre: Fantasy

INHALT:

In diesem Buch begleitet der Leser Carter, der vรถllig orienterungslos aus einem Brunnenschacht in eine Welt katapultiert wird. Er ist nackt. Er hat keine Erinnerungen. Nur seinen Namen weiรŸ er.
Seine Umgebung ist merkwรผrdig und erstaunlich zugleich. StraรŸen und ein riesiges Gebรคude, das Fรผrimmerhaus, wie er spรคter erfรคhrt, aber alles ist leer und einsam.
Dann begegnet Carter einem leuchtenden Mรคdchen, welches ihn zu ihren Freunden bringt. Auf dem Weg dorthin fรผhrt sie ihn auf sicheren Wegen, denn รผberall laufen Archonten herum, abstruse Wesen, die Hรคnde als Kรถpfe besitzen und ihnen auf der Spur sind.
Die Gruppe, zu der das leuchtende Mรคdchen ihn bringt ist bunt zusammengewรผrfelt und nicht minder verrรผckt als der Rest dieser Welt. Eine Marionette ohne Fรคden, ein muskulรถser weiรŸer Hase, eine Todkranke und noch zwei weitere Mitstreiter. Dieser illustren Truppe schlieรŸt sich Carter mehr oder weniger freiwillig an und es beginnt eine wilde, mysteriรถse Verfolungsjagd durch das Fรผrimmerhaus. Die Archonten, die Eulenechse und der Zeigermann sind ihnen stรคndig auf den Fersen.
Warum und wovor die Gruppe der sogenannten Erlรถser flieht, was es mit dem Fรผrimmerhaus auf sich hat und ob Carter seine Erinnerungen wiedererlangt, dรผrft ihr selbst lesen, denn ich mรถchte hier nichts vorweggreifen.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil von Kai Meyer ist gewohnt prรคzise, fantasievoll und ohne Schnรถrkel. Ebenso typisch ist die wilde Mischung von Fantasy-Elementen, aus der er seine Geschichten zusammensetzt. Wesen, die man so noch nirgendwo anders gelesen oder gesehen hat, Wortneuschรถpfungen und ein ganz besonderer, eigener Charme in der Ausdrucksweise haben mich erneut verzaubert. Die Geschichte erinnerte mich teilweise an Alice im Wunderland, aufgrund von Charakteren und bestimmten Dialogen. Der Zusammenhalt und gemeinsame Weg der Gruppe erinnerte mich etwas an den Zauberer von Oz. Und die Gestaltung der Welt mit vielen Uhren, mechanischen Gerรคtschaften und die dรผstere Atmosphรคre spiegelten das Genre des Steam-Punk wieder.
Wieder einmal hat der Autor es geschafft, in wenig Seiten unheimlich viel Inhalt zu packen und damit eine dicht erzรคhlte Geschichte geschaffen.

FAZIT:

Ein bisschen verrรผckt, ein bisschen abstrus, aber auch unheimlich liebenswert waren die Charaktere dieses Buches. An einigen Stellen fehlte mir zuweilen noch etwas Tempo in der Geschichte, aber es wurde trotzdem nie langweilig und ich war gefangen in der Welt des Fรผrimmerhauses. Sprachlich, aber auch von der Fantasie her war dieses Buch von Kai Meyer wieder mal ein absoluter Volltreffer fรผr mich.

Eine gelungene Mischung aus Alice im Wunderland, Steam-Punk und einer unzertrennlichen illustren Gruppe aus Freunden wider Willen, die sich den Herausforderungen ihrer Geschichte stellen mรผssen. Verrรผckt, fantasievoll und besonders – ein typischer Meyer. Fรผr mich eines meiner Jahreshighlights.

BEWERTUNG: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ


BEWERTUNGSKATEGORIEN:

Handlung: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ก
Emotionen: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Fantasie: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Charaktere: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ
Sprache/Schreibstil: โ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅโ™ฅ

Gesamtwertung = 4,8


Bis bald,
EURE HACHIDORI

[Blogger-Adventskalender] Das Gewinnspiel ist ausgelost!

Meine lieben Leser,

das Gewinnspiel aus dem Blogger-Adventskalender wurde nun ausgelost und gewonnen hat:

malaxy_books (Instagram)

Herzlichen Glรผckwunsch und melde dich bitte bei mir fรผr die Gewinnabwicklung!

Und alle anderen: Seid bitte nicht traurig, es wird bestimmt bald mal wieder etwas verlost, also haltet die Augen offen!

Schaut doch auch mal HIER bei den anderen Beitrรคgen des Adventskalenders vorbei!

EURE HACHIDORI