Frauen der Weltgeschichte – Agnes De Mille

Agnes De Mille
1905-1993
US-amerikanische Tänzerin und Choreografin


Titel: american dancer & choreographer Agnes de Mille (1905-1993) playing ‚The Priggish Virgin‘ in the ballet Three Virgins and a Devil, music by Ottorino Respighi, choreography by Agnes de Mille, Majestic Theatre, Broadway (Quelle)
Fotograf: Carl Van Vechten

Agnes De Mille war die Tochter des Stummfilmproduzenten William C. De Mille und studierte in den 1930er-Jahren Ballett in London. Für den Film „Romeo und Julia“ übernahm sie 1936 die Choreografie. Ihre großen Erfolge hatte sie am Broadway. Das Musiktheater wurde von ihr, durch ihre eigenwilligen Choreografien revolutioniert. 1943 wurde sie mit der Choreografie für das Musical „Oklahoma!“berühmt.
Agnes de Mille verstand es, die Stücke auf eine ganz neue Art zu beleben, indem sie Komik und Erotik mischte und Obszönes durch Ironie veredelte. Ballett blieb dabei ein wesentlicher Teil, es begleitete die Handlung oder trug sie voran.

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Titel: american dancer & choreographer Agnes de Mille (1905-1993) playing ‚Venus‘ in the ballet The Judgment of Paris, music by Kurt Weill, choreography by Antony Tudor, City Center Theatre, New York (Quelle)
Fotograf: Carl van Vechten

Tragischerweise erlitt Agnes De Mille im Jahre 1975 auf der Bühne einen Hirnschlag. Sie konnte zum Glück weiterarbeiten. Im hohen Alter saß sie dann im Rollstuhl und konnte nur noch die Arme bewegen. Dennoch arbeitete sie weiter. Als man sie fragte, warum sie das tue, nannte sie als Antwort nur ein Wort: „Sturheit.“
1993  kosteten sie die Folgen eines erneuten Schlaganfalls das Leben.

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Frauen der Weltgeschichte – Caroline Neuber

Caroline Neuber
1697 – 1760
deutsche Schauspielerin und Mitbegründerin des regelmäßigen deutschen Schauspiels


Titel: Friederike Caroline Neuber (Neuberin; 1697–1760), German actress and playwright (Quelle)
Künstler: Unbekannt; Quelle: Die Neuberin und ihr Denkmal. In: Neuer Theater-Almanch. vol. 9, 1898, p.53–59

Die aus dem Vogtland stammende Caroline Neuber gründete 1727 die Neuber´sche Komödiantengesellschaft und erhielt das Hofprivileg, ein feststehendes Theater zu errichten.
Aufgrunddessen wurde der Gelehrte Johann Christoph Gottsched auf sie aufmerksam. Sowohl Neuber als auch Gottsched waren mit dem Zustand des deutschen Theaters unzufrieden. Das damals übliche Stegreifspiel mit derben Späßen und Effekten, meist mit der Figur eines Hanswurst, der in verschiedenen Rollen auf der Bühne sein Unwesen trieb, fand bei den beiden nur Verachtung. In ihren Augen schickte dieser Hanswurst die Zuschauer dümmer, roher und entfesselter nach Hause, als sie gekommen waren.
Neuber besann sich auf die antike Form und schuf Dramen in deutscher Hochsprache.
Ihre Bildung verdankte sie ihrer ebenfalls gebildeten Mutter, die ihr Lesen, Schreiben und Französisch beibrachte. Die Mutter von Neuber verstarb früh. Der Vater, der schon seine Frau zu Lebzeiten schlug, züchtigte Neuber so hart, dass diese davon zeitlebens eine Narbe im Gesicht trug. Nach einem ersten fehlgeschlagenen Fluchtversuch mit 15 Jahren, schaffte sie 1717 die Flucht vor ihrem Vater, zusammen mit ihrem Geliebten.
Nach ihrem Tod errichtete man ihr ein Denkmal mit folgender Inschrift: „Zur Ehrung einer Frau voll männlichen Geistes, der berühmtesten Schauspielerin ihrer Zeit, der Urheberin des guten Geschmacks auf der deutschen Bühne wurde dieser Denkstein errichtet […].“
Johann Wolfgang von Goethe verewigte Neuber in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ als Madame de Retti.

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Frauen der Weltgeschichte – Hatschepsut

Hatschepsut

zwischen 1479 – 1457 v.Chr.
erste Pharaonin der Welt

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Titel: Hatshepsut, Eighteenth dynasty of Egypt, c. 1473-1458 B.C. Indurated limestone sculpture at the Metropolitan Museum of Art, New York City (Quelle)
Fotograf: User:Postdlf

Hatschepsut war sehr wahrscheinlich die erste Pharaonin der Welt. Ungesichert ist zwar, ob sie überhaupt eine Frau war, aber ich stelle sie hier dennoch vor. Es ranken sich nicht nur Geheimnisse um ihr Geschlecht, sondern auch um ihr Leben und ihren Tod.
Fest steht, dass sie ihren Halbbruder heiratete und ihm eine Tochter gebar, somit also keinen Thronnachfolger. Eigentlich sollte ihr Stiefsohn (der Sohn einer Nebenfrau des Halbbruders) den Thron besteigen, aber Hatschepsut bestieg einfach selbst den Thron und regierte Ägypten, obwohl eine Frau auf dem Thron als Gotteslästerung galt.
Nach ihrem Tod wurden sämtliche Skulpturen und Bildnisse von ihr ausgelöscht, wahrscheinlich wegen eben dieser Gotteslästerung. Dadurch verschwand sie für mehrere tausend Jahre aus den Geschichtsbüchern.
Eine Theorie besagt, dass Hatschepsut deswegen für einen Mann gehalten werden könnte, weil sie während ihrer Amszeit den traditionellen Königsbart trug, um ihre Machtsposition zu unterstreichen. Es könnte auch sein, dass sie sich absichtlich als Mann darstellen ließ.

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Frauen der Weltgeschichte – Alice Miller

Alice Miller
schweizerische Pädagogin
1923-2010


kein frei lizensiertes Bild vorhanden

Alice Miller, eine schweizerische Pädagogin, sammelte 20 Jahre lang als Psychoanalytikerin Erkenntnisse über die Entwicklung und Erziehung von Kindern, bevor sie begann, diese auch zu publizieren.
Ihr erstes Buch „Das Drama des begabten Kindes“ aus dem Jahre 1979 zeigt, dass Miller davon ausging, dass Kinder, die ihre Eigenarten ausleben dürfen, sich von selbst zu sozialen Wesen entwickeln. In ihrem zweiten Buch „Am Anfang war die Erziehung“ von 1980 beschrieb sie, welche Folgen Erziehungsfehler haben können.
Ihre Thesen stützt Alice Miller auf drei Fallstudien: auf die Kindheit der drogensüchtigen Christiane F. (Autorin des Buches „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“), auf die Kindheit von Adolf Hitler und auf die Kindheit des Kindsmörders Jürgen Bartsch.
Weiterhin benannte sie eine Erziehung, die darauf ausgerichtet ist, den Willen des Kindes zu brechen, als „Schwarze Pädagogik“.

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Frauen der Weltgeschichte – Gracia Patricia Grimaldi (Grace P. Kelly)

Gracia Patricia Grimaldi geb. Kelly
Fürstin von Monaco
1929 – 1982


Titel: Photo of Grace Kelly (Quelle)
Fotograf: Metro-Goldwyn-Mayer

In ihrem Leben spielte Grace Kelly, die spätere Gracia Patricia von Monaco, viele Rollen. Sie war unter anderem eine Stilikone, an deren Modegeschmack sich unzählige Frauen orientierten.
Bevor sie die Fürstin von Monaco wurde, spielte sie in drei Hitchcock-Filmen, dem Kultwestern „Zwölf Uhr mittags“ und im Musicalfilm „Die oberen Zehntausend“ mit. Sie gewann einen Oscar und einen Golden Globe. Dann kehrte sie Hollywood den Rücken, um Fürst Rainier von Monaco zu heiraten. Kennengelernt hatten die beiden sich bei den Filmfestspielen in Cannes. Ihre Ehe wurde von der Presse aufs Genaueste beobachtet. Interessant: Um aus dem laufenden Vertrag mit MGM entlassen zu werden, erlaubte Grace Kelly exklusiv die Übertragung der Hochzeit im Fürstenhaus. Grace Kelly und Fürst Rainier bekamen drei Kinder.
Sie verstarb bei einem Autounfall im Alter von nur 52 Jahren.


Titel: Photo of actress Grace Kelly (Quelle)
Fotograf: Sterling Publications-publisher’s name on cover in logo near title

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Frauen der Weltgeschichte – Wilhelmine von Preußen

Wilhelmine von Preußen
Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth
1709 – 1758


Titel: Wilhelmine Sophie von Preußen, 1. Frau von Friedrich III. (Quelle)
Künstler: Jean-Etienne Liotard

Als Prinzessin von Preußen, könnte man meinen, hätte Wilhelmine von Preußen ein schönes Leben gehabt, doch es war wider Erwarten kein Zuckerschlecken.
Ihr Vater war streng, er war der Soldatenkönig Wilhelm I. von Preußen. Die Ehe ihrer Eltern war hasserfüllt, ihre Erzieherin brutal. Unter all dem litt Wilhelmine sehr. Eine enge Beziehung hatte sie dafür zu ihrem Bruder, dem späteren Friedrich dem Großen, der sich, genau wie Wilhelmine für Musik und Wissenschaft begeisterte.
Allerdings erlitt sie ein schweres Trauma, als Hans Hermann von Katte, ein Freund Friedrichs, hingerichtet wurde, weil er mit Friedrich vom preußischen Hof fliehen wollte.
Auch ihre Ehe war nicht glücklich. Trost fand Wilhelmine im Schreiben ihrer Memoiren, in der Musik und in Briefwechseln, beispielsweise mit Voltaire.
Die Erlebnisse ihrer Kindheit schrieb Wilhelmine auf. Als diese veröffentlicht wurden, waren ihre Schilderungen des preußischen Hofs zu kalt und unmenschlich, als dass man ihnen Glauben schenken wollte.


Titel: Wilhelmine von Preußen (1709–1758) Staatsporträt (Quelle)
Künstler: Unbekannt

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Frauen der Weltgeschichte – Josephine Baker

Josephine Baker
französische Tänzerin US-amerikanischer Herkunft
1906 – 1975


Titel: Portrait of Josephine Baker, Paris (Quelle)
Fotograf: Carl van Vechten

In Paris hatte Josephine Baker ihren ersten Auftritt. Jean Cocteau (französischer Schriftsteller, Regisseur und Maler) sah diesen ersten Auftritt und schwärmte danach von ihr. Sie wäre ein „Idol aus dunklem Stahl und Bronze, Ironie und Gold“. In ihrem Bananenröckchen eroberte Baker Europas Varietébühnen und wurde zum Star.
Sie hatte nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa mit rassistischen Vorurteilen zu kämpfen, nahm aber trotzdem die französische Staatsbürgerschaft an. Sie kämpfte sogar in der Résistance (Sammelbegriff für französische und belgische Widerstandsbewegungen gegen die deutschen und italienischen Besatzungsmächte) mit.
Privat hat Josephine ihren Traum von einer multikulturellen Familie verwirklicht. Sie adoptierte zwölf Kinder unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe. Sie lebte mit ihnen in Südfrankreich.
Von ihrer Großfamilie wurde sie gezwungen bis zu ihrem letzten Tag auf der Bühne zu stehen, um Geld zu verdienen. Ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte sie kurz vor ihrem Tod.

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Titel: Joséphine Baker in her famous „Girdle of Bananas“ outfit (Quelle)
Fotograf: Lucien Walery

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Frauen der Weltgeschichte – Mary Astell

Mary Astell
englische Schriftstellerin und Philosophin
1666 – 1731


kein frei lizensiertes Bild vorhanden

Mary Astell war die erste englische Feministin.
Formale Bildung blieb ihr als Frau verwehrt, doch ihr Onkel machte sie mit Philosophie vertraut. Als sie später nach London ging, lernte sie dort einflussreiche Literatinnen kennen.
Astell beschäftigte sich mit Naturphilosophie, aber auch mit ethischen Theorien von Hobbes und Locke.
Ihre zentralen Themen waren die Intelligenz und Seele der Frauen. In ihren Büchern forderte sie eine neue Form der Erziehung der Frauen, sowohl auf religiöser als auch auf weltlicher Ebene.
In einer ihrer Publikationen kritisiert Astell die Zwangsehe. Denn sie sah Freundschaft und eine gute Bildung der Frau als Basis der Ehe, anstatt Notwendigkeit und Stolz, wie es in der damaligen Zeit die allgemeine Meinung war.
Sie selbst heiratete nie.

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Frauen der Weltgeschichte – Uta Ranke-Heinemann

Uta Ranke-Heinemann
deutsche Theologin
*1927


Titel: Uta Ranke-Heinemann (Quelle)
Fotograf: Stuart Mentiply, Wolfsburg

Uta Ranke-Heinemann gilt als provokante Kritikerin der Kirche.
Sie war immer gut darin, Dinge als Erste zu machen. Sie war das erste Mädchen, das an ihrer Schule Abitur machte, sogar mit Auszeichnung. Außerdem war sie die erste Frau, die in katholischer Theologie promovierte und auch die erste Professorin in diesem Fach.
Sie streitet gegen das Zölibat und das Dogma der unbefleckten Empfängnis und veröffentlichte schon Bücher mit provokanten Titeln wie „Eunuchen für das Himmelreich“. Das kostete sie die kirchliche Lehrbefugnis.
Bis zu ihrer Emeritierung hatte sie in Essen dann einen konfessionell ungebundenen Lehrstuhl für Religionsgeschichte. Außerdem war sie auch politisch aktiv. Sie setzte sich gegen den Vietnamkrieg ein und engagierte sich für eine Friedensbewegung.
Uta Ranke-Heinemann spricht außerdem 12 Sprachen.


Titel: Stuart Mentiply fotografiert Uta Ranke-Heinemann (Quelle)
Fotograf: Stuart Mentiply, Wolfsburg

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Frauen der Weltgeschichte – Jane Austen

Jane Austen
britische Schriftstellerin
1775 – 1817


Titel: 1869 engraving showing an idealized, young en:Jane Austen, based on a sketch by Cassandra Austen (Quelle)
Künstler: Cassandra Austen; Quelle: James Andrews

„Es ist eine allgemei anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.“
Dies ist der erste Satz aus dem Werk „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Er verrät, dass die Romane der britischen Schriftstellerin bestimmt sind von der Suche nach dem richtigen Lebenspartner. Jane Austen selbst gab dieses Ziel schnell auf, lehnte einen Heiratsantrag ab und beschloss, ihr Leben allein zu verbringen.
In ihren sechs Romanen finden die Richtigen nach großen Umwegen und Umständen zueinander. Und da ist für jeden etwas dabei. Es gibt Lesestoff für die Romantiker unter den Lesern und auch für alle, die sich ein Bild über das Leben auf dem Land im frühen 19. Jahrhundert machen wollen.
Jane Austen war eine gute Beobachterin, schrieb mit viel Witz und Ironie über die damalige Zeit und auch über die Schwächen ihrer Heldinnen.
Sie hätte sicherlich nicht damit gerechnet, dass ihre Werke auch im 21. Jahrhundert noch Anklang finden. Ihre Bücher gehören zu den meistverfilmten englischen Büchern. Sage und schreibe über 30-mal wurden ihre Werke auf die Leinwand gebracht.

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