LETZTE CHANCE: Buchverlosung zum Welttag des Buches

Bis heute um 23:59 Uhr könnt ihr noch mitmachen und 1 Exemplar „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay gewinnen. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar auf meinem Blog unter den passenden Beiträgen, auf meiner Facebook- oder Twitter-Seite oder auf Instagram und ihr wandert automatisch in den Lostopf!

Dies ist eine Verlosung im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“.

Alle Infos zum GewinnSpiel erhaltet ihr HIER.

EURE HACHIDORI


Gewinnspiel: Blogger schenken Lesefreude!

Liebe Leser,

am 23. April 2017 ist wieder der Welttag des Buches!
Anlässlich dieses Ereignisses bin ich dieses Jahr bei der tollen Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei!
Gleichzeitig wird die Teilnahme an dieser Aktion auch mein allererstes Gewinnspiel. 🙂

Gewinnen könnt ihr eines meiner Lieblingsbücher!
Ich verlose 1 Exemplar „Geschichten zum Nachdenken“ von Jorge Bucay. HIER könnt ihr meine Rezension zum Buch lesen.

Was müsst ihr tun, um beim Gewinnspiel dabei zu sein?
Schreibt mir auf meinem Blog, auf meiner Facebook- oder Twitter-Seite oder auf Instagram einen Kommentar und ihr wandert automatisch in den Lostopf. Nach Teilnahmeschluss wird der Gewinner ausgelost, auf meinem Blog bekannt gegeben und von mir benachrichtigt (Nachricht, Mail oder Antwort in den Kommentaren). Meldet sich der Gewinner innerhalb von 48 Stunden nicht zurück, wird neu ausgelost. Der Gewinner muss mir anschließend seine Adresse mitteilen und bekommt danach das Buch zugesendet. Das Porto übernehme ich.

Teilnahmeschluss: 23.04.2017 23:59 Uhr

Datenschutzbedingungen: Bitte beachtet, dass ich für die Auslosung den Namen, der über dem Kommentar steht, auf meinem Blog veröffentlichen werde. Eure E-Mail-Adresse wird nur für die Benachrichtigung im Falle eines Gewinns von mir genutzt, ansonsten wird sie weder veröffentlicht, noch an Dritte weitergegeben.

Viel Glück euch allen! Ich freue mich auf eine rege Teilnahme. 🙂 Auf einen tollen Welttag des Buches!

EURE HACHIDORI

*Eilmeldung – Aktualisierte Beiträge*

Liebe Leser,

nachdem ich in letzter Zeit die Quellen meines Bildmaterials überdacht hatte, findet ihr in vielen Beiträgen jetzt wieder visuelle Unterstützung. 🙂 Eine wahre Wohltat für eure Augen.

Eine weitere Aktualisierung, auf die Ihr lange gewartet habt, darf ich euch heute außerdem noch verkünden! Die Häkelanleitung für den Disney Baby-Donald ist frisch für euch überarbeitet und wartet nur darauf, auf eure Häkelnadel zu hüpfen!

In den nächsten Wochen (hoffentlich wirklich nur Wochen) werden die restlichen Beiträge bebildert.

Viel Spaß beim Stöbern in den „neuen“ alten Beiträgen. 🙂

Eure HACHIDORI

* Jubiläum – 4. Blog-Geburtstag *

Liebe Leser,

heute ist ein ganz besonderer Tag!
Heute wird dieser Blog schon vier Jahre alt! Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Es ist nicht zum Aushalten. 😀 Ich möchte mit euch diesen Blog-Geburtstag feiern. Dazu schauen wir uns (wie jedes Jahr) ein paar Details mal genauer an. 🙂

Zuerst bleibt zu sagen, dass dieser Blog ohne meine Leser nicht existieren würde. Ich freue mich über meine treuen Leser, über bekannte Gesichter, über Neulinge, Gelegenheitsleser, Häkelfreunde, ach was sag´ ich, ich freue mich über jeden Einzelnen von euch! Aus diesem Grund sende ich euch allen ein riesiges Dankeschön. ❤
Aus diesem Grund gibt es hier vorab eine kleine Analyse über euch, meine
Leser.

Interessantes über EUCH, die Leser:
Eure liebste Lesezeit ist Sonntag gegen 18 Uhr.
Die meisten folgen mir direkt über WordPress, gefolgt von Facebook. Schlusslicht bildet das Folgen über E-Mail.
Eure beliebtesten Schlagwörter sind „Do it yourself“, „Häkeln“ und „DIY“.

Die 10 Follower der ersten Stunde auf WordPress sind @zauberhaftesanderswo; @dianaseiboth; @regenbogenladyregina; @groteskeader; @spinatmaedchen; @52teller; @colorfulpixels; @littlegreybox; @backpackingxl; @thepollockoflight. Vielen Dank, für eure Treue! Ihr wart die Ersten! 🙂

Die fleißigsten Kommentare-Schreiber sind Miss Boleana; effieweka und realDarkFairy. Vielen Dank, ihr Fleißbienchen! 🙂

Und ebenfalls ein riesiges Dankeschön an alle anderen, die lesen, schreiben, kommentieren und mich immer wieder glücklich machen.

Der Blog und seine Geschichte:
Angefangen hat alles im Jahr 2013 am 13. März. Ich absolvierte gerade mein Studienpraktikum in einer Internetagentur und beschäftigte mich das erste Mal richtig tiefgehend mit CMS (Content Management Systemen). Irgendwann dachte ich nach Feierabend, dass es gut wäre, darüber noch ein wenig zu recherchieren und stieß auf Blogs und WordPress. Irgendwie gefiel mir die Idee, Menschen mit meinen Gedanken über das Web und eine eigene Seite zu erreichen. Aus Neugier und Interesse probierte ich es also aus und hatte kurze Zeit später die erste Version meines Blogs erstellt.
So richtig wusste ich nicht, worüber ich schreiben sollte. Mir war aber klar, DASS ich etwas schreiben wollte. Also begann ich über Entdeckungen in Leipzig zu schreiben, wo ich mich zu diesem Zeitpunkt befand. Bald entwickelten sich immer mehr Ideen für „Japan – Die kleine Lehrstunde“ oder „Hachidoris Welt„. Beides sind Kategorien, die sich bis heute gehalten haben.
Jedes Jahr gewann ich nicht nur an Spaß, sondern auch an Erfahrung und Followern. Irgendwann war der Blog nicht mehr nur ein Zeitvertreib aus Neugier und Interesse, sondern etwas, das mittlerweile zum Leben gehörte.
Es gab Beiträge, die durch die Decke schossen; Beiträge, die nach Jahren immer noch Dauerbrenner sind und viele tolle Kommentare von euch Lesern. Es gab jedoch auch Momente, da zweifelte ich an diesem Blog. Lohnt sich der Aufwand? Müsste ich nicht bald wieder mal einen Beitrag machen? Möchte ich mich dermaßen abhängig von einem Blog machen? Ist es eine Zusatzbelastung? Interessiert es wirklich jemanden, was ich schreibe?
Ich gebe zu, dass ich manchmal, wenn es im Job stressig war oder wenn ich einfach mal keine Lust zum Schreiben hatte, ans Aufgeben gedacht habe. Was mich davon abgehalten hat? Die Leser. Die Arbeit und das Durchhaltevermögen, welches man bisher investiert hatte. Ja und auch die Erfüllung, die es einem geben kann. Es klingt kitschig, aber genau so ist es. Und mittlerweile schreiben wir 2017 und der Blog wächst und gedeiht. Zum 4. Geburtstag habe ich außerdem die 200-Beitrags-Marke geknackt. Juhuu!

Eine Analyse:

(+) – Wachstum
(-) – Rückgang
(~) – Stagnation

Aufrufe (im Jahr):
2013 –      8095 Aufrufe
2014 –     22.465 Aufrufe (+)
2015 –     39.932 Aufrufe (+)
2016 –     73.925 Aufrufe (+)

bis zum 4. Blog-Geburtstag 2017 – 13.570 Aufrufe

Besucher (im Jahr):
2013 –     4085 Besucher
2014 –     14.470 Besucher (+)
2015 –     22.264 Besucher (+)
2016 –     44.250 Besucher (+)

bis zum 4. Blog-Geburtstag 2017 – 8076 Besucher

Likes (im Jahr):
2013 –     83 Likes
2014 –     242 Likes (+)
2015 –     373 Likes (+)
2016 –     267 Likes (-)

bis zum 4. Blog-Geburtstag 2017 – 10 Likes

Kommentare (im Jahr):
2013 –     43 Kommentare
2014 –     74 Kommentare (+)
2015 –     142 Kommentare (+)
2016 –     148 Kommentare (~)

bis zum 4. Blog-Geburtstag 2017 – 11 Kommentare


In den Ergebnissen sehen wir hauptsächlich Wachstum, aber letztes Jahr war auch Rückgang und Stagnation der Fall, was an meiner Schreibfaulheit liegen muss. Deshalb gab ich euch das Versprechen, dass dieses Jahr wieder besser wird. 🙂 Der gebrochene Arm machte mir erstmal einen Strich durch die Rechnung, aber damit ist es jetzt vorbei, schnallt euch an, wir starten durch!

Was erwartet euch?
Die vorhandenen Kategorien werden ausgebaut. Genaue Pläne gibt es für dieses Jahr noch nicht, aber das kann sich ja noch ändern. Wenn ihr Ideen oder Wünsche habt, immer her damit!

Was wünscht sich der Blog?
Mein Blog hat mir wie jedes Jahr zugeflüstert, dass er sich wünschen würde, dass er weiter besteht und, dass vielleicht das ein oder andere Kommentar mehr erscheint. Anscheinend ist er eher der interaktive Typ. 😀 hihi.

So jetzt seid IHR dran! Feiert mit mir den Blog-Geburtstag! Ich freue mich über Feedback, Anregungen und Kritik!

EURE HACHIDORI

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Hachidoris Welt – Besser arm dran, als Arm ab!

Meine lieben Leser,

vor längerer Zeit versprach ich euch, dass ich im Jahr 2017 fleißiger Beiträge schreiben werde. Dieses Vorhaben wurde bisher leider von mehreren Umständen durchkreuzt. :/

Es reichte nicht, dass ich über den Jahreswechsel krank wurde und das neue Jahr mit triefender Nase und Mandelentzündung begrüßen durfte… nein… gerade als ich wieder in meinen Alltag zurückkehren wollte, brach ich mir unglücklicherweise meinen rechten Arm. :/ Eis und Schnee waren der Übeltäter.

Das hieß für mehrere Wochen… kein Häkeln, nichts Schreiben, Tippen am Rechner oder Tablet ein Horror (was nebenbei bemerkt immer noch mehr schlecht als recht und nur mit Pausen geht…) und alles mit Links lernen… denn… ich bin Rechtshänder. Jedenfalls ist das der Grund für die extrem lange Sendepause.

Neben der eingeschränkten Handlungsfähigkeit in Bezug auf Hobbys, waren es die kleinen Dinge des Alltags, die einen verrückt machten.

Aber sehen wir das Positive. Da ich praktisch nur lesen konnte, erwarten euch höchstwahrscheinlich ein paar neue Rezensionen, sobald ich wieder komplett genesen bin. Der Gips ist Gott sei Dank endlich ab, jetzt muss ich nur noch die Bewegungsfähigkeit wieder herstellen. Es geht zum Glück jeden Tag besser, aber es ist langatmiger als gedacht.

Nach diesem Start ins Jahr 2017 wird es hoffentlich nur noch besser. xD

In diesem Sinne bis bald,

EURE HACHIDORI

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Dankeschön!

An dieser Stelle möchte ich all meinen treuen Lesern danken!
Zähle ich alle Kanäle zusammen, habt ihr mittlerweile eine stolze Anzahl von 284 Followern erreicht! 🙂
Vielen, vielen Dank!

follower

EURE HACHIDORI

Tagebuch einer Bekanntschaft in Zeiten der Flüchtlingskrise – Tag 5 & 6

Liebe Leser,

wieder nach einer längeren Pause, melde ich mich zurück.
Dieses Jahr scheint kein Blogging-Jahr für mich zu sein. :/

Genau so lang, wie ich euch mit dem nächsten Beitrag warten ließ, war auch die Pause zwischen den Treffen mit M., die ich schon eine Weile auf ihrem Weg begleite.

Letztes Mal konnte ich euch von einem kleinen Happy-End berichten, da M. ein Vorstellungsgespräch hatte. Das liegt nun alles schon lange zurück und es hat sich einiges getan!

tagebuch

Tag 5 – Jede Menge Kuchen

Vor einiger Zeit traf ich M. mit einer meiner Freundinnen und wir wurden zu M. nach Hause eingeladen. Dieses Treffen möchte ich hier ebenfalls erläutern, da ich es euch bisher vorenthalten habe.
Meine Freundin und ich waren furchtbar aufgeregt, dass wir M. in ihrer Wohnung besuchen dürfen. Schließlich wohnt M. mit ihrer Mutter zusammen, die schon 60 Jahre alt ist. Obwohl ihre Mutter Deutsch lernt und versteht, spricht sie es kaum, was man in diesem Alter irgendwie auch nachvollziehen kann. Ich ziehe jedes Mal mental den Hut vor ihr, dass sie mit 60 Jahren nochmal eine neue Sprache lernt. Wie ich an Tag 6 erfuhr, lernen sie sogar jedes Wochenende mit den Enkelkindern zusammen Deutsch, da diese es schon viel besser beherrschen.
Wir machten uns also auf den Weg zur Wohnung von M. und wurden herzlich empfangen. Eine kleine, bescheiden eingerichtete Wohnung sahen wir dort, nur die nötigsten und bunt zusammengewürfelte Möbel. Es war sehr sauber, viel sauberer, als ich es bei anderen Leuten gewohnt bin. Wir wurden in das Wohnzimmer gebeten und uns fiel die Kinnlade herunter. Auf dem Tisch waren 3 Kuchen und Kekse und Tee und alles, was das Herz begehrte. Liebevoll angerichtet, es wirkte, als würden noch mehr Gäste kommen, wonach ich mich auch sofort erkundigte. M. erklärte mir, dass das völlig normal in ihrer Kultur sei, es werde für jeden Gast aufgetischt, weil die Gäste meistens bis ins Morgengrauen blieben. Diesen Wunsch erfüllten wir nicht, wir verabschiedeten uns schon nach 3 Stunden. Allerdings mit gut gefüllten Bäuchen, denn es erschien uns unhöflich, nicht mindestens ein Stück von allem zu probieren. Wir sollten uns keine Sorgen machen, die Familie wäre groß und es würde schon alles weggehen, so in etwa beruhigte M. uns, als wir Sorge hatten, dass sie auf dem ganzen Kuchen sitzen bleiben würden.
Es war ein sehr gemütlicher Nachmittag mit netten Gesprächen, zwischenzeitlichen Sprachbarrieren, die aber durch Hände, Füße und viel Gelächter überwunden wurden.
Als wir gingen, waren wir nicht nur vollgestopft, sondern auch wahnsinnig glücklich.

Tag 6 – Treffen unter alten Freunden

Nun also trafen wir uns nach langer Zeit erneut, es war viel zu lange her, aber wie bei jeder anderen Freundschaft, musste auch diese sowas abkönnen.
Ich freute mich umso mehr, denn wir hatten ständigen Whatsapp-Kontakt zu M. gehalten. Wir trafen uns in unserem Stamm-Café, leider war unser Stammtisch besetzt. ;P
Selbst die Bedienung scheint uns dort schon zu kennen, haha. Es war sehr schön, ich kann es zusammenfassen als Treffen unter alten Freunden, denn so fühlte es sich an. Wir tauschten Neuigkeiten aus und haben etwas bestellt. Nichts aufregendes, keine Überraschungen, kein Fremdenhass, keine Zweifel. Einfach nur ein schönes Treffen. Ganz normal.
Das beruhigt mich. Ein dreiviertel Jahr nach unserem ersten Treffen ist alles ganz normal geworden, meine Zweifel verschwunden. Integration braucht anscheinend vor allem Zeit. M. erzählte mir stolz, dass sie ihre letzte Prüfung für Deutsch absolviert hat. Das Ergebnis steht noch aus, wir sind gespannt, aber sie hat ein gutes Gefühl. Erst mit dieser erfolgreichen Prüfung kann sie sich auf einen Job bewerben. Sie hatte weitere Neuigkeiten für mich! Denn es soll kein Job werden, sondern eine Ausbildung! Sie wird hier also nochmal eine Ausbildung machen, da ihr Abschluss aus ihrem Heimatland nicht anerkannt wird. Sie hofft nun, dass sie bald das Ergebnis der Prüfung erhält, damit die Bewerbungsfristen nicht ablaufen und sie noch ein Jahr warten muss. Die ganz alltäglichen Sorgen eines Bewerbers sozusagen. Ich bin froh, wie sich alles bisher entwickelt hat. Auf die Frage, wie die Zukunft für sie werden soll, was sie für Ziele hat, sagt M. nur, dass sie die Ausbildung schaffen und einen Job beginnen möchte. Über mehr denkt sie nicht nach. Natürlich wünscht sie sich auch, dass der Krieg bald zuende ist. Denn dann kann sie irgendwann wieder zurück nach Hause.

EURE HACHIDORI

Weitere Beiträge zum Thema:
Tag 1 – Der Tag vor dem ersten Treffen
Tag 2 – Das erste Treffen
Tag 3 – Der kleine Rückschlag
Tag 4 – Happy End und wirre Gedanken

 

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Tagebuch einer Bekanntschaft in Zeiten der Flüchtlingskrise – Tag 4

Liebe Leser,

das letzte Mal musste ich von einem kleinen Rückschlag berichten, weil unsere syrische Freundin (ich nenne sie ab jetzt  M.) schon sehr bald ein Praktikum benötigte und wir das unmöglich schaffen konnten. Wir waren sehr deprimiert.

Bis zum nächsten Treffen sollten einige Wochen ins Land gehen.
In diesen Wochen schlugen wir uns mit freundlichen und unfreundlichen Menschen herum, um am Ende ein wunderschönes Happy End zu erleben.

tagebuch

Tag 4 – Happy End und wirre Gedanken

Im Detail hatte ich die Schule von M. angeschrieben, um mehr Infos bezüglich ihrer Maßnahme zu erfahren. Die Kommunikation ist trotz ihrer guten Deutschkenntnisse, auf dieses Thema bezogen, schwer gewesen. Ich fragte also an, inwiefern wir helfen können, bei Bewerbungen und der Suche nach einem Praktikum und wie wir aktiv eingebunden werden könnten, weil wir auch Kontakte haben, die ihr vielleicht von Nutzen sein könnten.
Leider war die Leiterin dieser Institution sehr sehr unfreundlich und gab mir unmissverständlich zu verstehen, dass M. „jegliche Hilfe dort in der Schule bekäme, die sie bräuchte“, aber für den „unwahrscheinlichen Fall, dass wir trotzdem eine Praktikumsstelle finden, können wir diese dann an sie schicken“ und sie regeln das.
Ich war ehrlich enttäuscht von so wenig Aufgeschlossenheit gegenüber dem Willen zu helfen. Auch der Ton der E-Mail ließ etwas zu wünschen übrig und ich war wieder enttäuscht.
Mit M. besprachen wir, dass sie die Bewerbung dort im Kurs fertigstellen soll und wir ihr bei Fragen trotzdem helfen können.

Die beste Nachricht, die uns in der Zwischenzeit erreichte, war, dass M. ein Praktikum gefunden hatte! Hurra!
Die nächste Stufe wäre ein richtiger Job, aber das würde noch ein Stückchen schwieriger werden, denn wir Deutschen haben ja bei weitem auch nicht immer genug Möglichkeiten, einen Job zu finden. Ausländer stehen neben den normalen Bewerbungs- und Suchproblemen auch vor anderen Schwierigkeiten. Abschlüsse sind ganz anders als bei uns oder gar nicht vorhanden, die Erstellung eines genormten Lebenslaufes extrem schwer für sie zu verstehen, da es in ihrer Heimat sehr locker diesbezüglich zugeht.

Für einen eventuellen Job, mussten wir uns über einige spezielle Regelungen aufgrund ihrer Gesundheit informieren, weswegen wir auf dem Arbeitsamt einen Info-Termin vereinbarten. Das war unser drittes Treffen. Wir hatten auf dem Weg dorthin wieder viel Spaß und mittlerweile habe ich sie wirklich sehr sehr gern, weil sie so herzlich ist und eine warme Ausstrahlung hat. Auf dem Arbeitsamt hatten wir dann eine supernette Angestellte, die uns für alle Fragen zur Seite stand. Diese Frau muss hier wirklich gelobt werden! Am besten in den Himmel! Man hört so oft von unfreundlichen und demotivierten Mitarbeitern beim Arbeitsamt. Diese Frau nicht, sie war wirklich der Wahnsinn: extrem engagiert, freundlich, entspannt und kompetent. Sie hat uns sehr weitergeholfen, weil die große Hürde, die wir durch die Gesundheit von M. gesehen hatten, am Ende gar nicht so groß war und sich förmlich in Luft auflöste. Wir waren unwahrscheinlich glücklich. Alles ist viel unkomplizierter als wir zunächst annahmen.

Die nächste gute Nachricht folgte auf dem Fuße. M. hatte durch eine Freundin ein kleines Vorstellungsgespräch und der Chef meinte, wenn sie noch ein bisschen besser Deutsch kann und einen weiterführenden Kurs besuchen würde, dann hätte sie eventuell die Chance, dieses Jahr dort eingestellt zu werden.
Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter weg, denn der Kurs muss erst absolviert werden.

Was fühlte ich bei all diesen Neuigkeiten und Kontakten?
Enttäuschung über Unfreundlichkeit war ein großes Gefühl, aber auch die Freude, dass etwas vorangeht und M. endlich einen ausgefüllteren Wochenablauf bekommt. Ich stelle mir oft vor, wie schrecklich deprimierend es sein muss (nicht nur für Ausländer, auch für Deutsche), keine Arbeit und keinen regelmäßigen Tagesablauf zu haben. Kein eigenes Geld zu verdienen, keine Tätigkeit auszuüben … Ich stelle mir das nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend vor.
Aber auch andere Gedanken machten sich breit. Das Gefühl, Hilfestellung geben zu wollen ist ungebrochen, weil M. so ein toller Mensch ist. Da sie über ein Visum hier ist, muss sie zurück in ihre Heimat, falls sie keine Arbeit finden sollte. Anfang nächsten Jahres würden diese Zeit ablaufen und wenn ich ehrlich bin, möchte ich sie nicht in Syrien wissen, jetzt wo ich sie kenne und sie gern habe und jeden Tag die Bilder ihrer zerstörten Heimat im Fernsehen anschauen muss.
Trotz dieser Gefühle, denke ich oft darüber nach, was Menschen in meiner Familie, in meinem Bekanntenkreis oder unter meinen Freunden darüber denken könnten, denn diese Menschen kenne und liebe ich. Einige von ihnen sind negativer zu dem Thema Flüchtlinge eingestellt als ich. Sind sie mir böse? Finden sie es ungerecht, dass ich einer Asylantin helfe, deutschen Arbeitslosen aber nicht?
Manchmal denke ich selbst: Warum helfe ich M., bin aber noch nie auf die Idee gekommen, deutschen Arbeitslosen zu helfen? Bin ich auf eine andere Art rassistisch?
Ist es überhaupt richtig, bei der Jobsuche zu helfen, wo doch so viele Deutsch ein Problem mit der Jobsuche haben? Nehmen die Asylanten uns wirklich Arbeitsplätze weg? Handle ich also gegen meine Landsleute?
Es klingt sehr drastisch, aber genau solche Gedanken beschäftigen mich.
Ich frage mich auch, ob ich angreifbarer dadurch werde, ob ich die Kraft habe, vor jedem beliebigen Menschen zu meiner Meinung und zu M. zu stehen, auch wenn es völlig klar ist, dass das erste menschliche Pflicht ist. Doch was, wenn mich ein geliebter Mensch dafür kritisiert, den ich viel viel länger als M. kenne … gebe ich dann nach?

Doch irgendwann kommt der Moment, in dem ich mir denke, dass das wirklich völlig egal ist.
Ich helfe, tue Gutes, integriere, ganz im Gegensatz zu vielen großen Rednern da draußen.
… Ängste und wirre Gedanken inklusive. 😉
Und spätestens wenn jede Woche Nachrichten von M. gesendet werden, in denen folgendes steht, kann es einfach so gar nicht falsch sein, was ich tue:

„Ich habe zwei tolle Freundinnen gefunden.“
„Es war sehr schön heute, ich habe viel gelacht und schöne Momente gehabt.“

und tausendmal erhaltene Nachrichten mit den Worten:

„Danke, für alles.“

EURE HACHIDORI

Weitere Beiträge zum Thema:
Tag 1 – Der Tag vor dem ersten Treffen
Tag 2 – Das erste Treffen
Tag 3 – Der kleine Rückschlag
Tag 5 & 6 – Jede Menge Kuchen/ Treffen unter alten Freunden

 

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